HYA!
Hoffe euer Weihnachtsmann war/ist fleißig!
Dies nun ein Outtake der Sorte "Hilfe, ich habe noch Worte übrig, aber eigentlich ist die Geschichte schon erzählt!" Hoffe ihr hattet mit Christmas Town ein wenig Spaß!
Der Vollständigkeithalber ist die Songzeilen entliehen aus: Have yourself a merry little christmas, Grown Up Christmas List, let it snow.
ganz liebe Grüße, einen guten Übergang
eure Tali
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ChristmasTown – Outtake
Have yourself a merry little Christmas,
Let your heart be light
From now on,
Our troubles will be out of sight
Have yourself a merry little Christmas,
Make the Yule-tide gay,
From now on,
our troubles will be miles away
„Esme?"
„Komm rein!", Esme hantiert mit der Gans, als ihre Nachbarin durch die Terrassentür herein tritt.
„Oh es riecht köstlich. Gans und…?"
„Zimtplätzchen, Früchtebrot und die ersten Zutaten für Feuerzangenbowle.", strahlt Esme.
„Oh mein Gott, wieso musst du auch noch die perfekte Hausfrau sein?! Ich meine, ich habe drei Kinder und ich tische nicht so groß auf."
„Weil du durch deine Kinder mehr zu tun hast, als ich. Außerdem habe ich dem ein oder anderen alten Freund seine Rezepte abgeschwatzt."
„Wo ist Carlisle? Ich dachte, ihr kommt beide zur Feier heute Abend?"
„Er besorgt noch was. Wir sind da, ich freue mich so sehr, dass wir alle zusammen essen. Hast du gewusst, dass Mrs. Hodge am Ende der Straße ganz allein feiern würde?"
„Oh. Nein. Aber sie hat Kinder!"
„Sie kommen dieses Jahr nicht. Das Geld ist knapp."
„Meinst du wir können das nächstes Jahr wieder am 24.12. machen? Es war so eine tolle Idee. Viele von uns wohnen schon Jahre neben einander und dennoch kennen wir uns kaum. Wessen Idee war das nur?", Amy Godwin grübelt.
Esme hingegen rührt Liams berühmte Feuerzangenbowle um und lächelt. Sie weiß genau, dass sie es war, die alle Nachbar zu dieser Zusammenkunft animiert hat, würde es jedoch nie zugeben.
„Ich hoffe sehr! Ich bin immer noch auf der ‚Bekehre Carlisle zu Weihnachten' Mission."
„Erm, ich will ja nicht neugierig erscheinen… aber na ja, wir haben uns gefragt, wer dich vorgestern besucht hat. Weißt du, er ist zu schnell gefahren, als er auf die Hauptstraße einbog.", verlegen errötet Amy.
„Oh, das war mein Cousin und seine Freundin. Ich muss wirklich mit ihm sprechen, er fährt leider häufiger zu schnell.", Esme lächelt breit und serviert ihrer Nachbarin ein Glas Bowle. „Es lässt dich alles andere vergessen, ich verspreche es!"
Während Amy an ihrem Getränk nippt, kommt Bewegung in den Garten.
„Liebling?!", Esme zieht ihre Strickjacke näher an den Körper. „Was hast du da?"
Carlisle grinst breit, im Schein der Weihnachstlichter sieht er wie ein Kind aus. Wieder ein Grund mehr, warum sie sich in ihn verliebt hat.
„Du hast im ganzen Haus Tannenbäume aufgestellt."
„Weihnachtsbäume.", korrigiert sie.
„Oder so. Nur in deinem Garten gibt es nicht einen. Also bin ich heute Morgen losgefahren und habe einen Baum aufgetrieben, den wir einpflanzen können.", wieder strahlt Carlisle übers ganze Gesicht.
„Hat der Geist der Weihnacht dich erwischt?"
„Nein, aber ich dachte, es macht dir Freude. Außerdem geht es dem kleinen Jungen besser, von dem ich dir gestern erzählt habe."
Esme lacht. „Ich freue mich ja für dich und deinen Patienten, aber Schatz, die Erde ist gefroren, wie können den Baum heute nicht mehr pflanzen."
Als Carlisle nicht mit dem Spaten in den Boden kommt, gibt er sich geschlagen.
„Es sollte eine Weihnachtsüberraschung sein!", schmollt er.
„Dass du mir einen Baum gekauft hast, ist eine Überraschung.", sie nimmt sein Gesicht in die Hände. „Danke.", er blickt sie an und hat das Gefühl, dass sie kurz davor ist, los zu weinen.
„Bist du traurig?"
„Nein. Gar nicht. Unheimlich froh.", bevor sie ihn küsst, als habe er ihr ein unbezahlbares Geschenk gemacht.
Seine Exfreundinnen hätten sich nie so sehr über einen Baum gefreut. Sie hätten Brillianten und teure Geschenke erwartet. Doch seine Esme bricht über ein einfaches Geschenk fast in Tränen aus.
Letztes Weihnachten hat er sich eine Frau gewünscht, die mehr als nur Geld will. Auch wenn sie völlig überdreht ist, was Weihnachten angeht, ist Esme dennoch perfekt.
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Isabella PoV
Mein Vater lebt in Forks, vier Stunden von meiner Wohnung in Seattle entfernt. Vor kurzem habe ich erfahren, dass meine Vorgängerin – Esme- in Seattle lebt. Fast so, als hätten wir Plätze getauscht.
Ich bin über die Weihnachtstage in Forks, weil mein Dad sich das Bein gebrochen hat und ich befürchte, dass er allein feiern müsste, weil sein Freund Harry Anfang des Jahres gestorben ist.
Mein Vater kann hinterlistig sein. Ich hätte mir keine Sorgen machen brauchen, Familie Clearwater hilft ihm, wird dieses Jahr zu uns kommen, statt umgekehrt. Er hat mir davon nur nichts gesagt, weil er froh ist, dass ich ihn besuche.
Seth erledigt Arbeiten wie Schnee schippen, den Müll raus bringen und dergleichen, während Sue einkauft und kocht. Leah, Sues Tochter, ist inzwischen auch da.
Beide sehen mich an und wollen wissen, ob sie mir bei unserem Weichnachtsessen zur Hand gehen sollen.
„Ich habe nicht für fünf Leute eingekauft."
„Oh, das macht nichts. Ich habe einiges mitgebracht!", flötet Sue.
Während Sue sich in der Küche ausbreitet, kann ich ein seltsames Schauspiel betrachten.
„Ist es okay für dich?"; Leah blickt mich mit ihren durch dringenden dunkelbraunen Augen an. „Das mit Mom und Charlie? Ich frage nur, weil es mir anfangs nicht geheuer war."
Also bilde ich mir die Koketterie der beiden nicht ein.
„Geht das schon lange?"
„Ich weiß nicht. Sie wollen es immer noch nicht zugeben. Aber Seth sagt, das Charlie immer noch oft bei uns ist. Und Mom kommt manchmal nicht von hier nachhause."
„Aber es ist neu! Sie hätten nie…"
„Nein. Als mein Vater noch gelebt hat, waren sie nur Freunde. Trauer vereint die Menschen."
Mir ist Leah selten so weise vorgekommen.
Ich kann es nicht fassen. Mein Vater hat eine Freundin.
„Was macht dein Studium?", Sue, die Abendessen verteilt.
Morgen ist Weihnachten. Mein Dad wird nicht alleine sein, wenn ich meinen neuen Job beginne.
„Ich habe einen neuen Job. Recht weit weg, Dad, aber ich komme so oft es geht vorbei."
„Was machst du?", Charlies Aufmerksamkeit ist geweckt, warum ich meine Ausbildung hinter mir lasse.
Ja, gute Frage, was mache ich eigentlich? Kindermädchen für Santa Claus?
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Edward PoV
Als Santa Jasper den Schlitten zum Stehen bringt, springt ihm Alice bereits in die Arme. Der arme Mann hat eine Tagesreise durch enge Schornsteine und verschiedene Klima- und Zeitzonen hinter sich und nicht einen Moment sich zu erholen. Doch dem Funkeln in seinen Augen nach zu urteilen, wird er nicht so schnell die Augen schließen.
Santa sei Dank haben wir Alice' Glitterwahn weitestgehend unbeschadet überstanden. Bis auf Emmett, der frech geworden ist und nun eine Weile mit Goldstaub in den Haaren herumlaufen muss. Rosalie kann sich kaum halten vor Lachen.
Ich hoffe sehr, dass Bella zurück kommen wird. Noch so einen Jule-Ma Bewerbungsmarathon überlebe ich nicht.
„Natürlich wird sie zurück kommen. Sie ist Jule-Ma.", Alice küsst mich im Vorüber gehen auf die Wange. „Außerdem habe ich sie gut ausgesucht!", trällert mein Terrorelf.
Sie hat was? Könnte es sein, dass unsere kleine Alice die anderen Frauen, die wir in der näheren Auswahl hatten, aus unserer Auswahl gestrichen hat?
Hm. Ich bin verliebt in die Jule-Ma und meine kleine Schwester hat es von Begin an gewusst. Unfassbar.
Mir scheinen die sechs Tage bis zum 31.12., der Tag an dem Bella das erste Mal im Dienst sein wird, noch elendig lang, obwohl genug für uns alle zu tun ist.
Here we are as in olden days,
Happy golden days of yore.
Faithful friends who are dear to us
gather near to us once more.
Alice ist ein kleiner Teufel. Sie hat es doch tatsächlich geschafft, dass ich den ganzen Tag keine ruhige Minute habe. Ich habe Santas Abfahrt verpasst.
Ded Maros ist ohne mich losgezogen. Dabei wollte ich ihn bitten, mich mitzunehmen.
Ich habe Bella seit sechs Tagen nicht gesehen.
„Du bist schlimmer als jedes Mädchen.", schimpft Alice.
Blicke meine Schwester an, die ihr Hochzeitkleid präsentiert.
„Du bist wunderschön, Kleines. Santa wird gar nicht wissen, wie ihm geschieht.", lächele meine große Schwester an. „Bist du glücklich?"
Alice' ganze Erscheinung leuchtet noch mehr, seitdem Jasper ihr endlich den Antrag gemacht hat.
Alice inspiziert die Geschenke, um festzustellen, ob sie den gewünschten Grad an Freude hervorrufen werden.
„Alice?"
„SANTA! Habt ihr eine Lösung? Was machen wir nur? ARGH ich kann sie nicht leiden. Hast du Jane gesehen, wie böse sie geguckt hat? Hinterhältige blöde Kuh.", Alice würde es nie zu geben, aber sie befürchtet, dass Jane eine Schwäche für Santa Claus entwickeln könnte, wie sie das eigentlich bei jeder unverheirateten Frau befürchtet, die sie nicht kennt. Das war bei Maria schon so, und würde wohl immer so bleiben.
„Könntest… kann ich…", Santa nickt den Wichteln und Elfen zu, die ihn mit Präsentationen und Fragen unterbrechen. „Ihr Lieben, ihr macht fantastische Arbeit, aber ich muss dringen mit Alice sprechen. Danke.", alle nicken geflissentlich und eilen um die beiden herum.
„Kannst du bitte mit ins Büro kommen?"
„Natürlich. Was ist passiert Santa? Du siehst besorgt aus. Und blass."
Der Weg ins Büro erscheint ihr wie ein Kilometer lange Marsch, vor allem weil Santa kein Wort sagt. Sonst unterhalten sie sich immer über alles Mögliche. Sonst lächelt er, wenn sie neben einander hergehen.
„Setz dich, Alice.", aus großen, kugelrunden Augen blickt sie zu ihm auf. Und dabei sieht sie so zerbrechlich aus, dass er sie in den Arm nehmen möchte. Anstatt hinter seinen Schreibtisch zu gehen, nimmt er auf dem Stuhl neben ihrem Platz. Ergreift ihre Hände, öffnet den Mund, lässt ihre Hände weg gleiten und lehnt sich schweigend in seinem Stuhl zurück, fährt sich seufzend durch die Haare. Eine Geste, dass Alice ihn am liebsten auf der Stelle küssen würde.
„Gibt es einen Weg um eine Hochzeit herum, Santa?"
„Nein."
Schweigen. Von draußen dringt Weihnachtsmusik zu ihnen hinauf.
Sie wird ihn verlieren, wo sie ihn noch nie gehabt hat.
„Okay, Alice. Stell dir vor, wir beide wären zwei ganz normale Elfen. Du wärst nicht ‚The Joy on Christmas Eve' und ich nicht Santa Claus. Und wir würden uns schon so lange kennen, wie wir es eben tun. Und du wärst genauso hinreißend wie jetzt."
Er findet sie hinreißend! Haha, da hat die beständige Kürzung ihres Rockes wohl Erfolg gehabt!
„Du findest ich bin hinreißend?", er hat gar keine Chance gegen ihren Rehkitzblick. Eigentlich war er schon verloren, als sie damals durch die Tür kam und gemeinsam mit ihm ihren Dienst angetreten hat, nur das er es damals noch nicht hat kommen sehen.
„Und süß und klug und wunderschön.", beide starren sich an, bis Santa sich erinnert, dass ihnen die Zeit wegläuft. „Wenn wir also diese zwei normalen Elfen wären und ich würde dich fragen, ob du mich bis zum Dreikönigstag heiraten würdest, würdest du ja sagen?"
Mit offenem Mund starrt sie ihn an. Zum ersten Mal in ihrem Leben, ist Alice sprachlos.
„Bitte Alice, du musst mir glauben, dass ich dich nicht nur frage, damit ich Santa Claus bleiben kann! Ich hätte… Ich kann verstehen wenn du nicht willst. Und ich würde es auch nicht so eilig haben, aber du weißt ja, dass wir uns schnell entscheiden müssen. Und wir können Bella ja schlecht zwingen, Edward zu heiraten."
Alice verzieht kurz den Mund, als zöge sie dies in Erwägung.
„Alice?", beunruhigt.
Sie hat tatsächlich Spaß daran, Santa zu sehen, wie er verlegen um ihre Hand anhält. Mit viel Text. Sie hätte schon ja gesagt, hätte er nur gesagt „Heirate mich. Sofort."
Mit einem Mal schießt Alice aus ihrem Stuhl empor und drückt Jasper einen Kuss auf, dass sie beide mit seinem Stuhl nach hinten krachen.
„Ja ich heirate dich, Santa Claus. Jasper Claus, es ist mir eine Ehre."
Alice blickt mich an. Sie sieht wirklich wie eine Elfe aus.
„Ja. Und ich weiß, du wirst es sein, Edward. Sie ist die Richtige. Ich weiß es einfach."
„Du bist eine Kupplerin Schwesterherz."
„Danke, ich weiß. Nächster Punkt auf der Liste: Rosalie und Emmett."
Lachend verlasse ich meine Schwester, damit sie sich wieder umziehen kann.
Und dann kehren Ded Maros und seine Snegurotschka von ihrer ersten gemeinsamen Tour zurück.
Alle haben sich versammelt, um Bella nach ihrer ersten Fahrt zu beglückwünschen und wieder in Christmas Town willkommen zu heißen.
Während alle klatschen und Santa ihr aus dem Schlitten hilft, sehe ich nur Bella, die das eisblaue Kleid mit den weißen Pelzverbrämungen trägt, ihre Haare hat sie zu einem großen Zopf geflochten, wie es die russischen Märchen-Mädchen alle tragen.
Sie ist wunderschön. Ihre Wangen leuchten zartrosa. Ihre Schokoladenbraunen Augen glühen.
Alice fällt ihrer Freundin jubelnd um den Hals, in Bellas Gesicht leuchtet ehrliche Wiedersehensfreude.
Als die Elfe von ihr ablässt, wendet sie kurz den Kopf zu Santa um, der ihr lächelnd zunickt.
Ich mache einige Schritte auf sie zu.
Sie grinst, schelmisch und gar nicht schüchtern.
„Edward.", eine Aufforderung.
Mit einem Mal steht sie dicht vor mir und deutet mit ihrem Zeigefinger über uns.
Woher kommt der Mistelzweig? Ich kann irgendwo Nessie und Maggie kichern hören.
Ich bekomme einen Herzinfarkt!
Bellas Lippen sind weich und zart. Ihr Gesicht strahlt die Kälte der sibirischen Nacht ab, auf sehr angenehme Weise. Vor allen Anwesenden küsst mich die neue Jule- Ma mitten auf den Mund!
Kichernd löst sie sich, läuft an mir vorüber und ruft, dass ihre hohen Schuhe sie noch umbringen.
Emmetts dröhnendes Lachen unterbricht meinen Trance artigen Zustand.
„Seid ihr fünf oder so? So küsst man sich unter einem Mistelzweig!", deutet auf Santa und Alice, die sich in den Armen liegen.
Ich werde Bella auch so küssen. Irgendwann.
Ich freue mich so sehr für meinen Freund Jasper. Mit Alice wird er nie wieder wissen, was Traurigkeit bedeutet.
Isabella PoV
Ich kann nicht aufhören zu kichern. Ich habe Ed tatsächlich geküsst. Unter normalen Umständen, bin ich nicht so dreist.
Aber hier in Christmas Town fühle ich mich Zuhause. Nach 22 Jahren Mittelmäßigkeit ist es, als habe ich endlich etwas gefunden, bei dem ich glänzen kann.
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Oh the weather outside is frightful
But the fire is so delightful
And since we've no place to go
Let it snow, let it snow, let it snow
In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viele Mädchenhafte Kleider besessen, geschweige denn, solch hohe Schuhe getragen.
Aber ich würde Alice schon noch dazu bekommen, mich nicht ausschließlich in Kleider zu stecken. Ich habe dabei Emmetts waldgrüne Sweathose im Sinn, mit der er nachts durch die Werkstatt gezogen ist und irgendetwas von einem Streich für Jake genuschelt hat.
Alice und Rosalie grinsen mich beide an, als sie in mein Häuschen stürzen.
Wünsche mir Kate herbei.
„Die zieht gerade ihr Kleid an.", klärt Alice mich auf.
„Na ja, wenn Garrett sie denn lässt.", Rosalie. Alice rollt gespielt genervt mit den Augen.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es den Einwohner von Christmas Town aktuell schwerer fällt, ihren verbalen Filter zu nutzen.
Während Alice in meinem Kleiderschrank verschwindet, wendet sich die wunderschöne Rosalie zu mir um. Sie macht mir immer noch ein bisschen Angst.
„Es tut mir leid. Es ist Alice' Schuld, das wir gerade nur Liebe im Sinn haben."
„Das verstehe ich nicht."
„Sie ist die Freude, und ihr Glück strahlt auf andere aus. Und Santas Stimmung beeinflusst uns zusätzlich. Na ja und da die beiden… sehr miteinander… da sie sehr verliebt sind, können wir anderen uns auch gerade nicht zurück halten. Hast du es noch nicht gemerkt?"
„Ich bin Jule-Ma, einer muss Contenance bewahren."
Allerdings würde es erklären, warum ich nicht aufhören kann zu kichern, wenn ich an Edward denke.
„YES!", Alice, die freudestrahlend aus meinem Schrank wieder auftaucht und grüne, funkelnde High Heels in die Höhe hält. „Ich wusste, dass sie da sind. Sie passen perfekt zu deinem Kleid!"
Wah! Diese Schuhe? Ich werde keinen Schritt gehen können, ohne zu fallen.
Betrachte mich vor dem großen Spiegel, nachdem Rosalie und Alice mich in das Tannengrüne Kleid gezwängt haben. Erst hatte ich befürchtet, dass ich wie ein Weihnachtsbaum aussehen würde. Aber das Kleid ist wunderschön. Das dunkle Grün harmoniert ausgezeichnet mit dem dunklen Blau des Saums und den hellblauen Verzierungen. Ich komme mir wie eine edle Dame aus alten Märchenfilmen vor.
„Du bist so schön"; seufzen die beiden Elfen.
Blicke beide erstaunt an. Abgesehen davon, dass ich alle beide für überirdisch halte, hätte ich niemals erwartet, dass Rosalie jemals so etwas zu mir sagen würde.
Sie wird sicherlich hinreißend aussehen, egal was sie trägt.
Meine beste Freundin wird heute heiraten. Ich kann es nicht fassen. Bis vor wenigen Wochen hatte ich gar keine beste Freundin. Tz.
„Mach den Mund zu, das Herzchen wird kalt!", lache ich, als Ed mich abholt. Doch er steht nur weiterhin da und guckt mich an, als sei ich plötzlich zwölf Meter groß oder so.
„Du bist… Also ich… Du…"
„Gefällt's dir?", erlöse ich meinen Wexy.
„Ja.", bringt er fertig. Nachdem er mehrmals tief durchgeatmet hat, schafft er es auch wieder, ganze Sätze zu formulieren. „Bella, also ich fühle mich geschmeichelt, aber das Wort ‚Wexy' stört mich irgendwie.", betreten wirbelt er mit dem Fuß Schnee auf.
Na toll, das hat er also gehört? Ich kann fühlen, wie ich knallrot anlaufe.
Auf unserem Fußweg durch die heimelig glühende Stadt, löchere ich Edward mit allen möglichen Fragen.
Wie heute Abend von Statten gehen wird, ob ich meinen Vater besuchen kann, wenn ich möchte, ob ich Ang je wieder sehe, was aus Carlisle und Esme werden wird und, und, und.
Edward hingegen erzählt Anekdoten aus dem vergangenen Jahrhundert, endlich Geschichten über die ich lachen kann.
Zum Beispiel, als Santa um die Jahrhundertwende, 1900, Angst hatte, Kate und Garrett würden Christmas Town in Schutt und Asche legen, als ihre Streitereien ausarteten.
Und dann kam Emmett…
Wir betreten einen weitern Saal in Santas Haus, den ich nicht kenne. Er ist genauso festlich geschmückt, wie alle anderen Räume.
Der Baum in diesem Raum besteht aus Kugeln in Gold, Lila und Rot, ein anderer ist die Weihnachtsbauminstallation von Carmen und Siobhan.
Die beiden sind schon da und während Carmen aussieht, wie eine spanische Prinzessin, wirkt Sio auf mich, wie ich mir tapfere irische Heldinnen immer vorgestellt hab. Und dann blickt sie Liam an und verwandelt sich vor meinen Augen in ein verliebtes Mädchen. Wie schön.
Rosalie kommt auf mich zu, zieht mich mit sich.
Wie ich vermutet hatte, sieht sie wunderschön aus. Sie trägt ein goldenes Kleid, mit roten Seidenbändern. Sie sieht tatsächlich aus, wie das Christkind höchstpersönlich.
„Komm schon, wir müssen unsere Party eröffnen!"
WAH! Was? Ich soll was sagen? Vor allen Leuten?! Drehe mich um, sehe auf die Elfen und Wichtel hinab. Mehr als 200 Leute. Mir ist ganz schlecht, Rosalie lacht.
Jasper erwartet uns am oberen Ende der Treppe, trägt einen Weinroten Anzug und ein weißes Hemd. Und es steht ihm hervorragend. In meiner Welt tragen nur Nerds farbige Anzüge – in meiner früheren Welt. Und selten sahen sie so gut wie Santa darin aus.
Als das Christkind, Santa und ich ans obere Geländer treten, verstummt das rege Gemurmel unserer Freunde.
„Liebe Familie, wir haben unsere Arbeit fast geschafft! Wieder haben wir Millionen Kinder glücklich gemacht! Ich möchte mich bei euch bedanken…"
Lausche Jaspers mitreißender Rede, wenn er in der Menschenwelt leben würde, wäre er sicher Politiker oder so etwas in der Art. Jemand, der andere Menschen führt. Es war eine gute Wahl, ihn zu Santa zu machen.
„Christkind und Knecht Ruprecht!", die Menge applaudiert. „Und unsere neue Jule-Ma, Bella, die ihren ersten Job fantastisch gemeistert hat", wieder werde ich rot, als auch ich einen Applaus einstreiche. Frage mich, ob die seltsame Selbstsicherheit, die ich in der Konfrontation mit Aro gespürt habe, je zu mir zurück kommt. Heute fühle ich mich mehr wie die Enkelin, als die Mutter.
Santa eröffnet offiziell die Veranstaltung, doch während er sich zu seinen Freunden stiehlt, bleiben Rosalie und ich stehen.
„Rose, ich kann keine Reden halten, außerdem, weiß ich gar nicht, was ich sagen soll!", raune ich ihr zu.
„Keine Panik, Bells, dass weiß ich. Darum sieh zu und lerne!"
Strahlend wendet sich das Christkind an die Kollegen und Freunde, die man hier Familie nennt. Ich entdecke den Gevatter und seine Frau unter den Gästen, dicht bei Kate und Garrett.
„Geliebte Familie. Ihr wisst alle, dass wir heute nicht nur unsere Jahresendzeitfeier abhalten. Wir feiern auch nicht nur den Beginn eines neuen, wunderbaren Jahres. Wir sind auch zusammen gekommen, um heute die Zusammenkunft von Santa Claus und joyful Alice zu feiern. Am heutigen Tage, wird es endlich wieder eine Mrs. Claus geben. Und wir werden endlich die Querulanten, ruhig gestellt haben.", der gesamte Saal stimmt in ihr melodisches Lachen ein.
Sie erhebt ihr Kristallglas und die gesamte Familie tut es ihr nach. Die Lichter spiegeln sich in den Schliffkanten der Gläser und ich bin überwältigt, von diesem Anblick.
„Elfer, Elfein, Wichte und Wichtel, Gevatter, Familie, die zukünftige Mrs. Santa Claus!"
Der Saal tobt, als Alice am oberen Ende der Treppe erscheint.
OH MEIN GOTT.
Blicke aus Jasper herab, der am unteren Ende Stellung bezogen hat und Alice unverhohlen anstarrt.
Wenn ich schon sprachlos bin, wie ergeht es ihm wohl.
Alice' strahlt noch mehr als sonst, als verglühe sie von innen. Sie trägt ein rauschendes Kleid aus roter Seide, das mit dunkelgrünen Ornamenten und Verzierungen abgesetzt ist. Sie sieht selbst aus, wie ein Weihnachtsengel. Sie ist so schön, dass ich ohnmächtig werden möchte.
Als Alice zwei Stufen vor ihrem Zukünftigen stehen bleibt, mit ihm auf Augenhöhe, hält er ihre Hände und starrt ihr in die violettblauen Augen.
„Sie werden wunderschöne Babys machen.", seufzt Charlotte neben mir.
Through the years we all will be together
If the fates allow
Hang a shining star above the highest bough.
„Bella?"
„Hmm."
Ich bin erstaunt, dass ich in Christmas Town in der Lage bin, zu tanzen, ohne meinem sexy Weihnachtself auf die Füße zu treten.
„Wenn mal kein Mistelzweig in der Nähe ist, darf ich dich trotzdem küssen?"
Oh heiliger Sankt Nikolaus, bin ich froh, dass er nicht aus Feenstaub und Lebkuchen ist!
„Hmm. Vielleicht, wenn Emmett gerade was anderes zu tun hat."
Eds Gesichtsausdruck ist göttlich, spüre wie mein Brustkorb vor lachen bebt.
In 407 Jahren, soll Ed nur eine Frau gehabt haben, die erwähnenswert gewesen sei, Tanya, die älteste Enkelin des Gevatter Tod, die inzwischen bei ihrem Vater Vladimir in der Menschenwelt agiert. Alles anderen seien nur Randfiguren gewesen, nicht der Rede wert.
Obwohl die Frauen in Christmas Town irgendwie alle liebreizend und wunderschön sind. Selbst in den umliegenden magischen Orten, unter anderem, das Zuhause des Gevatter oder die Residenz von Caius.
Vielleicht würde mit der Zeit ja etwas davon auf mich abfärben.
„Oh süße, unschuldige Isabella.", Edward blickt mich verträumt an. „Du bist mindestens genauso strahlend wie sie alle. Für mich, bist du die Schönste unter den Wunderschönen.", laufe knallrot an.
Santa Jasper und Alice schweben an uns vorüber, na ja, Alice überstrahlt hier heute niemand. Bei ihrem großen Auftritt hat sie gestrahlt, nach den Treueschwüren ist sie förmlich explodiert.
Edward zupft am Rockteil meines Kleides, völlig glückselig vom Anblick des Brautpaars, blicke ich ihn verwirrt an.
Diesmal ist Edward derjenige, der verschmitzt grinst.
„Emmett ist gerade jetzt anderweitig beschäftigt.", nimmt mein Gesicht in beide Hände und küsst mich, dass meine Knie weich werden. Wenn er mich jetzt loslassen würde, ich würde von meinen Schuhen FALLEN.
Edward PoV
„Sie werden auch wunderschöne Babys haben."
„Char liebes, das hast du auch schon von Esme und Carlisle gesagt, als sie ihr erstes Date hatten!", höre wie Pete seiner Freundin belustigt zu flüstert.
„Und von Alice und Santa."
„Du sprichst auffallend oft von Babys."
„Wusstest du, dass Siobhan ein Baby kriegt?"
Ich glaube, irgendwo hinter mir, ist Liam gerade das Glas aus der Hand gefallen.
„Weißt du, was ich mir zu Weihnachten gewünscht habe?", Charlotte blickt zu Peter empor.
„Ein Baby?!", den Blick von Pete muss ich mir merken, ich glaube, dass Jasper ähnlich gucken wird, wenn es soweit ist.
Isabella PoV
Es wird ruhiger, der 8. Februar naht und damit das heidnische Lichtfest. Vier haben anschließen vier Wochen Betriebsferien oder so ähnlich.
Sitze zusammen gerollt auf meiner Hollywoodschaukel und beobachte einmal mehr das Treiben in meinem neuen Zuhause.
Nach 22 Jahren in denen ich zum gesunden Durchschnitt gehört habe, habe ich endlich einen Ort gefunden, an dem ich glänzen kann.
Nach 22 Jahren in denen ich für meine gleichaltrigen Freunde immer irgendwie zu alt gewesen bin, the Odd One out, habe ich einen Platz gefunden, an den ich zweifellos gehöre. Einen Ort, an dem ich zu alt und zu jung zugleich sein kann.
Einen Ort, von dem ich nie gedacht hätte, dass es ihn wirklich gibt.
Aber es ist alles echt.
Christmas Town gibt es wirklich.
Und Santa ohne Bauch und Bart.
Und sehr sexy Weihnachtselfen. Und ja Edward, ich werde dich in meinem Kopf weiterhin Wexy nennen.
Und Eismütter. Gevatter Tod und fliegende Rentiere.
Ich bilde mir das nicht ein. Es ist alles echt.
When we finally kiss goodnight
How I hate going out in the storm
But if you really hold me tight
All the way home I'll be warm
The fire is slowly dying
And my dear I'm still goodbye-ing
As long you love me so
The End, for real
