Titel: Xerosis
Autor: Batsutousai
Beta: Shara Lunison
Übersetzer: LadyShigeko
Beta:
Rating:
T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny,
Warnung: SLASH, AU, Charaktertod, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harry's Welt endet durch die Hände von denen, für die er einst Kämpfte um sie zu Retten. Ein Erwachsener Harry reist zurück als sein jüngeres selbst. Super!Harry

Disclaim Her: Bats would like to point out to Harry that his friends are only eleven and perfectly malleable if he'd like to keep them as his friends once he's started killing off all the muggles. Not that Harry's quite that far gone.

Für alle die sich Fragen über den Titel stellen, der kommt aus der Medizin und ist ein Kürzel von "Xerodermie" und ein medizinischer Fachausdruck für "trockene Haut". Ich habe es gewählt, weil es Harrys Unfähigkeit zu weinen symbolisiert. Das wird einige Male erwähnt im letzten Kapitel und wird natürlich auf in den weiteren so sein. Eigentlich habe ich diesen Titel gewählt, weil ich bereits Fic Titel habe für jeden Buchstaben im Alphabet ausgenommen ´X´. Ada

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Never As It Seems

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Vernon hielt vor Kings Cross und schenkte Harry einen bösen Blick, da der Junge sich Zeit lies, das Auto zu verlassen. Er hatte noch nicht mal irgendwelches Gepäck, da sich alles in seinem geschrumpften Koffer befand. Harry ließ sich extra viel Zeit, nur um zu sehen, ob sein Onkel deswegen ein Aneurysma haben würde, was zugegeben, wirklich großartiges sein würde, wenn es kurz vor seiner Abreise nach Hogwarts geschehen würde.

Aber leide, sollte es nicht sein. Harry seufzte und betrat den Bahnhof, während Vernons Auto laut aufkreischend davonfuhr. Vielleicht dann an seinem 12. Geburtstag. Oder seinem 13. Oh ja, der 13! Harry fügte das seiner mentalen Liste im Kopf hinzu.

Einige Leute blickten ihm ein bisschen seltsam nach, aber Harry ignorierte sie, als er am frühen Morgen durch die Menschenmenge auf die Gleise 9 und 10 glitt. Vor der Barriere blickte er sich flüchtig um und lehnte sich dann an die Wand, um schließlich durch diese hindurch zu gleiten.

Der Hogwartsexpress mit seiner scharlachroten Farbe hatte aufgehört, jedwede Gefühle von Glück in ihm auszulösen, seit er aufgehört hatte zu fahren in Lilys Abschlussjahr. Ihn jetzt wiederzusehen, nachdem er durch dessen Trümmer gewandert war, war… großartig. Harry stoppte für einen Moment und lächelte einfach nur den Zug an, es fühlte sich ein bisschen wie Heimzukehren an.

Er frage sich, wie es sich anfühlen würde, Hogwarts wiederzusehen.

Ein dumpfes Geräusch hinter sich erinnerte ihn daran, dass er nicht weit von der Barriere entfernt stand. Er war nun wirklich froh darüber, dass die Person die nach ihm kam, nicht rannte. „Tut mir leid", entschuldigter er sich bei der Person, während er sich lächelnd zu ihr umdrehte.

„M-mach dir da-darüber keine Sorgen", stotterte Neville Longbottom, als seine Großmutter hinter ihn trat.

Ein breites Lächeln breitete sich auf Harrys Gesicht aus, als er seinen alten Freund sah. „Alles meine Schuld", versicherte er dem Jungen. „Ich bin stehen geblieben und habe durch die Gegend gestarrt, anstatt weiter zu gehen. Hier, ich helfe dir mit dem Gepäck, hm?"

Neville wirkte, als hätte Harry einen Salto rückwärts hingelegt, aber er hatte auch keine Möglichkeit Harrys Bitte abzulehnen, da dieser bereits nach seinem Koffer gegriffen hatte. So konnte der Junge nur seine Tasche und Trevor nehmen, dem anderen Jungen hinterherzustürzen und über seine Schulter rufen: „Bye, Großmutter!", während er in die Menge tauchte.

Augusta Longbottom seufzte und schüttelte ihren Kopf. Dann drehte sie sich um und fuhr den Trolley zurück zum Eingang des Bahnhofes. Jungs waren eben Jungs. Sie hoffte nur, der neue Junge würde nicht zu grausam zu Neville sein.

Im Zug schließlich gelang es Neville endlich den Dieb seines Koffers einzuholen, als dieser das Corpus Delicti ohne große Anstrengung hoch auf die Gepäckablage hievte, was Neville wie einen Idioten gaffen ließ.

Harry schlug in die Hände und wand sich nun grinsend an Neville, der mit weit offenem Mund im Türrahmen stand. „Hey, so wirst du Fliegen einfangen", neckte er und stupste sanft Nevilles Kinn nach oben. „Nebenbei, ich bin Harry."

„N-Neville", stotterte der andere Junge.

„Gut, N-Neville, schön dich kennenzulernen", erwiderte Harry, während er sich auf einen Platz sinken ließ. „Komm doch rein und setz dich hin, hm? Es gibt keinen Grund die Tür zu blockieren."

Neville schlurfte zu einem Sitz gegenüber von Harry und plumpste dort nieder. Er griff nach seiner Kröte und hob sie auf Brusthöhe, als hätte er Angst, dass Harry sie ihm wegnehmen könnte.

Harry rollte mit den Augen und holte eine Ausgabe von Hogwarts, eine Geschichte aus seiner Tasche - die innen größer war als außen, sodass er Bücher und anderen Kleinkram hinein tun konnte. Er streckte sich auf der Bank aus und schlug das Buch auf, mit dem entschiedenen Vorsatz, Neville zu ignorieren.

Neville hatte gerade begonnen sich zu entspannen, als sich die Abteilungstür sich öffnete und ein Mädchen mit wilden braunen Haaren im Türrahmen erschien. „Oh", stieß sie niedergeschlagen blickend aus.

Harry hob kurz den Blick von seinem Buch und nahm den Koffer hinter ihr war. „Suchst du nach einem Platz zum sitzen", fragte er, innerlich vor Vergnügen springend. Er hatte Hermione gefunden.

Das Mädchen kaute nervös auf ihrer Unterlippe herum. „Ja. All die anderen Abteile in denen ich bisher war, waren schon mit höheren Jahrgängen besetzt."

„Schön, hier sind nur wir Erstklässler und du bist willkommen uns beizutreten", sagte Harry, sein Buch schließend und sich aufsetzend. „Komm rein und wir sehen, wie wir deinen Koffer hier unterbringen."

Hermione zog eine Grimasse. „Er könnte vielleicht ein bisschen zu schwer sein", warnte sie, während sie den schweren Koffer hinter sich herziehend eintrat.

Schulterzuckend stand Harry auf und lies sein Buch auf der Bank liegen. „Wir werden das schon hinbekommen", versprach er .Er beugte sich um das Gepäckstück zu ergreifen.

Hermione blickte immer noch etwas unsicher, aber beugte sich ebenfalls hinunter und ergriff die andere Seite. Sie war erstaunt, als der Koffer, den ihr Vater kaum in der Lage gewesen war in den Kofferraum zu heben, nun mit Leichtigkeit in die Gepäckablage glitt. Sie starrte den Jungen mit Ehrfurcht an. „Wer bist du?", wisperte sie.

Harry errötete. Oops. Er streckte seine Hand aus und grinste breit. „Ach ja, ich bin Harry. Und das ist N-Neville."

Hermione blinzelte, dann verengte sie ihre Augen. „Versucht du gerade-"

„Schön dich kennenzulernen, Versuchst-du-gerade!" sagte Harry, immer noch über ihren empörten Ausruf grinsend.

Hermiones Mund klappte auf und sie starrte zu dem sonderbaren Jungen, als dieser wieder in seinen Sitz zurückplumpste und erneut sein Buch öffnete.

„So wirst du Fliegen fangen", sagte Neville leise nach einem Moment.

Hermiones Mund schnappte zu und sie wand sich dem anderem Jungen im Abteil zu. „Ist er-?"

Neville zuckte die Schultern. „Ich habe ihn auch erst gerade getroffen. Ich bin auf der Plattform in ihn hinein gelaufen und er hat sich mit meinem Koffer davongemacht." Er blickte hinunter auf seine Kröte. „Wie lautet dein richtiger Name?"

Das Mädchen lächelte. „Hermione. Hermione Granger. Ich bin die erste Hexe in meiner Familie."

Sie schien ziemlich stolz darüber zu sein.

Neville lächelte. „Neville Longbottom. Ich bin ein Reinblüter; aus einer der alten Familien."

Sie schauten Beide hinüber zu Harry, der sie über den Rand seines Buches hinweg beobachtete. Ihren erwartungsvollen Blicken endlich nachgebend, seufzte er und senkte das Buch. „Harry Potter", gab er preis und seufzend erneut, als ihre Augen größer wurden.

Neville sah ein bisschen so aus, als hätte er Merlin gesehen, oder etwas dergleichen. Hermione dagegen sah ein bisschen so aus, als wäre Harry ein neues Experiment. „Harry Potter! Ich weiß alles über dich-"

„Du weißt garnichts über mich!" Schnappte Harry. „Du hast Märchengeschichten über mich gehört und Bücher über mich gelesen, die von Leuten geschrieben wurden, die mich noch nicht einmal gesehen haben. Wage es nicht zu behaupten, irgendetwas über mich zu wissen!"

Es herrschte eine langer Moment der Stille während die drei Erstklässler einander durch das Abteil an blickten. Wobei Hermione und Neville vor Schreck zitternd, Harry hingegen vor Zorn.

„Es tut mir leid", flüsterte Hermione schließlich, mit Tränen in den Augen.

Harry schloss seine Augen und fiel zurück in seinen Sitz, sich selbst zur Ruhe zwingend. Er hatte nicht so aus der Haut fahren wollen. Aber nach diesem Krieg mit den Mundanes, wurde er einfach krank von Leuten, die ihn anblickten als würde er sie retten. Leute die dachten ihn zu kennen. Er schluckte und blickte zurück zu den zwei erschreckten Teenagern. „Tut mir leid", murmelt er. „Ich wollte nicht meine Beherrschung verlieren. Es ist nur…" Er seufze und rieb über sein Gesicht, wobei seine Brille verrutschte. „Ich bin nicht der Held, von dem die Leute erwarten, der ich bin. Ich habe Voldemort nicht besiegt, das war meine Mutter. Ich bin nur der Junge, der überlebte." Er blickte zu ihnen auf, sich alt und müde fühlend.

Hermione und Neville beruhigten sich wieder etwas. Das Mädchen lehnte sich etwas vor. „Deine Mutter, hat Du-Weißt-schon-wen besiegt?"

Harry rollte mit Augen, als sie nicht den Namen des Dunklen Lords aussprach. „Ja. Als Voldemort kam um mich zu töten bot er meiner Mutter an, beiseite zu treten. Er wollte sie verschonen, warum auch immer. Jedenfalls, als er den Todesfluch sprach, war dort ein Schild oder sowas in dergleichen, im Weg und reflektierte den Fluch zu ihm zurück." Er zuckte mit den Schultern.

Neville schluckte. „Du erinnerst dich?", wisperte er.

Harry blickte hinunter auf sein Buch und fuhr sanft die Buchstaben auf dem Einband nach. „Ja, ich habe perfekte Erinnerungen, besonders an den Moment, als der Fluch mich traf, ich habe…" Er schüttelte seinen Kopf und blickte auf zu seinen Gegenübern. „Diese Bücher und Geschichten sind falsch. Was soll's." Er nahm sein Buch auf um es auf der Seite aufzuschlagen, die er gelesen hatte, als Hermine eingetreten war.

Als der Zug losfuhr herrschte Stille im Zugabteil. Nach einigen Minuten zog Hermione ihr eigenes Buch hervor und Neville holte einen Kartenstoß hervor, um Solitär zu spielen.

Sie verbrachten die nächsten zwei Stunden schweigend, bis die herrschende Stille jäh unterbrochen wurde, durch das Erscheinen der Frau mit dem Süßigkeitenwagen, die ihren Kopf ins Abteil steckte und fragte: „Etwas vom Wagen, meine Lieben?"

Hermione schüttelte ihren Kopf, aber Harry und Neville erhoben sich. Harry wählte größtenteils Schokoladenfrösche und einige Kesselkuchen. Neville nahm einfach etwas von Allem und lies es auf den Sitz plumpsen, den Harry für seine Füße gewählt hatte.

Harry war mehr amüsiert als ärgerlich, als diese seinen Platz einnahm. Er lehnte sich zurück um Neville zu beobachten, der Hermione Süßigkeiten anbot, dem Kind von Zahnärzten. Sie lehnte alles ab, bis Harry abwesend erwähnte: „Kesselkuchen und Kürbispastete beinhalten wenig Zucker. Und einige der Bohnen jeder Geschmacksrichtung sind Vegetarisch."

Hermione schenkte ihm einen verwunderten Blick und er lächelte zurück, bevor er einem sich windenden Frosch den Kopf abbiss. „Du wirst dir deine Zähne ruinieren!", kommentierte sie, als Harry in einen weiteren Frosch biss.

„Wenigstens bin ich glücklich, während ich es tue", erwiderte Harry. „Und außerdem ist es ein natürliches Antidepressiva."

Hermione blinzelte überrascht, währen Neville fragte: „Natürliches Anti-was?!

Harry rollte mit den Augen. „Hast du noch nie von der medizinischen Verwendung von Schokolade gehört?", fragte er.

„Ja, sicher. Sie hebt deine Stimmung", stimmte Neville zu.

„Antidepressiva ist ein Mund-Muggelwort. Für etwas, das dich glücklich macht."

Hermione blickte Harry an, als wäre er ein einziges Rätsel und Harry musste ein Seufzen unterdrücken. „Wie wolltest du die Muggel nennen?"

„Mundanes", murmelte Harry. „So nennt sich meine Tante selbst." Was eine glatte Lüge war, aber wenn irgendjemand es wagen würde, Petunia zu fragen, wie sie das nichtmagische Folk nennt, würde sie diesen eher mit ihrer Bratpfanne eins überbraten, als eine aufrichtige Antwort zu geben.

„Deine Tante ist ein Muggel", wunderte sich Neville – Hermione lächelte in sich hinein. Problem gelöst.

„Nun, ja. Sie ist die Schwester meine Mutter." Harry zuckte die Achseln. „Sie, mein Onkel und mein Cousin sind alles Mundanes. Muggel. Was auch immer!" Er biss verärgert in einen weiteren sich windenden Frosch.

Hermione versteckte ein heimliches Lächeln hinter ihrer Hand. „Ich mag das Wort Mundane. Muggel klingt nur so… grob und unhöflich, finde ich."

„´Muggel´ sollte auch nicht höflich sein", murmelte Harry. „Es sollte abfällig klingen."

„Ich denke, es ist schrecklich", schnaubte Hermione. „Wir sind alle Menschen, richtig? Was macht es aus, ob wir magisch sind oder nicht?"

Harry legte seinen letzten Frosch auf den Sitz und neigte sich zum Fenster, um seinen Blick über die vorbeirauschenden Felder schweifen zu lassen. Seine Hermione wurde getötet, als sie eine beeindruckende Rede über dieses Thema gehalten hatte. Die Mundanes hatte es nicht gekümmert, für wessen Rechte sie geschrien hatte. Sie war magisch gewesen und sie hatte zu sterben.

Neville blickte verwirrt zwischen dem stummen, tragischen Profil Harrys und Hermiones gerechten Zorn hin und her. Nach einem Moment entspannten sich Hermiones Gesichtszüge etwas, sosehr, dass Neville ihr seine Karten zu warf. „Möchtest du Snape Explodiert spielen?"

Hermione blinzelte. „Oh, ähm, sicher? Aber ich kenne die Regeln nicht…."

„Wir könne sie dir beibringen", bot Harry an, der sich vom Fenster mit einem stummen Lächeln abwandte. Seine Hermione war fort, aber diese Hermione war noch immer am Leben und ihr ging es gut. Und er würde sie festhalten, selbst, wenn sie ihn dafür hassen sollte.

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Harry war etwas überrascht, als er es zum Bahnhof Hogsmead schaffte, ohne einen Besuch von Draco. (Natürlich die einzigen Personen die wusste, dass Harry Potter tatsächlich im Zug war, waren die meiste Zeit der Reise im selben Wagon gewesen und hatten diesen nur fünf Minuten verlassen, die Roben zu tauschen.) Bei Bekanntgabe, das ihr Gepäck im Zug bleiben sollte, blickten Beide, Neville und Hermione, Harry seltsam an.

„Hast du kein Gepäck", wunderte sich Hermione.

„Du hattest auch keinen Schrankkoffer auf dem Gleis", erinnerte sich Neville.

Harry zuckte die Schultern und holte seine geschrumpften Koffer hervor. „Ich habe etwas Extrageld ausgegeben, um ihm auf Kommando verkleinern und vergrößern zu können. So kann ich ihn in meiner Tasche lassen. Kein Grund, ihn hochschieben zu lassen, wenn ich ihn selbst tragen kann." Er steckte ihn zurück in seine Tasche, während er dies sagte. Er wollte sich die letzten Momente der Reise in seinem Sitz entspannten.

„Das ist… nützlich", kommentierte Hermione „aber wiegt der nicht zu viel?"

Harry zuckte die Schultern. „Es reduziert die Masse, nicht nur die Größe. Aber im Moment hat es einen Federleichtzauber auf sich, sodass es gar nichts wiegt, selbst bei voller Größe."

„Ich vermute, das war eine Muggelerklärung für einen Zauber", fragte Neville.

„Genau", stimme Harry zu.

Endlich kam der Zug zum Stillstand und die Drei mischten sich unter die Masse von Erstklässlern, die Hagrid zu sich rief.

Als sich alle um Hagrid versammelt hatten, führte der riesenhafte Wildhüter sie hinunter zum See. Er führte sie zu der Stelle, von der aus sie Hogwarts sehen konnten.

Während die anderen Schüler alle voller Respekt über das wunderschöne Schloss die Luft anhielten, starrte Harry es nur an und presste seine Faust in seine Seite. Ich werde niemals zulassen, dass dich die Mundanes wieder zerstören. Eher sterbe ich, als dich wieder in Trümmern zu sehen, versprach er sich gedanklich. Hogwarts war sein erstes Zuhause gewesen und er würde Millionen von Mundanes töten, um es sicher zu wissen.

„Nicht mehr als vier in ein Boot!" rief Hagrid aus, als sie die Boote erreichten.

Neville sah etwas nervös aus, als er in das Boot stieg. Er setzte sich schnell und griff eilig nach einer Bootswand. Auf Hermiones und Harrys besorgten Blick wisperte er: „Ich kann nicht schwimmen."

Hermione runzelte die Stirn darüber, aber Harry zuckte die Acheln: „Ich kann es auch nicht. Aber dafür kann ich mit anderem Dingen umgehen."

Neville verschluckte sich an seinem Lachen und sein Griff lockerte sich, als eine vierte Person in ihr Boot kam. „Lillian Moon", stellte sie sich wispernd vor, während zeitgleich Hagrid den Booten befahl sich zu bewegen.

„Hermione Granger", erwiderte Hermione, die eine Hand ausstreckte.

Lillian blickte etwas unsicher über den Muggelnamen, aber schüttelte die angebotene Hand.

„Neville Longbottom", sagte Neville, während er die Bootswand losließ, da das Boot sich nun durch seine ihm eigene Magie bewegte.

„Harry", verkündete Harry als Lillian sich an ihn zuwandte. „Du weißt, Neville, wenn du hinaus fällst, wird dich der Riesenkraken retten.

Nevilles Augen weiteten sich im Angesicht des Schreckens. „Riesenkraken."

Hermione rief verärgert: „Harry!"

Achselzuckend sagte Harry: „Wird er. Er mag den Geschmack von Schülern nicht. Zu zäh."

Hermione schlug Harrys Arm sanft, weil Neville noch blasser wurde. „Hör damit auf!"

Lillian schnaubte. „Ich mag dich, Harry", entschied sie. „Besitzt du auch einen Nachnamen?"

„Ich bevorzuge es mysteriös zu bleiben, so lange wie möglich", erwiderte Harry mit glänzenden Augen. „Außerdem, du erfährst ihn während der Auswahl."

Hermione rollte mit den Augen und half Neville aus dem Boot, als sie das Dock erreichten. „Da, Festland!"

Harry sprang neben Neville und legte einen Arm über dessen Schulter. „Nach dieser Fahrt sollte die Auswahl ein Klacks sein, eh?"

„Ich spreche im Moment nicht mehr mit dir", murrte Neville. „Als nächstes sagst du, wir müssen gegen einen Troll oder so etwas kämpfen, um eingeteilt zu werden."

„Das wäre etwas zu blutig für uns Erstklässler", versicherte Harry ihm mit einem seltsamen Gesichtsausdruck. „Damit warten sie bis Halloween."

„Einfach ignorieren", hisste Hermione während Lillian hinter ihnen kicherte.

Hagrid händigte sie an die strengblickende McGonagall aus, die sie in den Warteraum führte, um ihre Rede zu halten. Als sie gegangen war, begannen die Schüler zu tuscheln, was die Einteilung beinhalten würde.

Harry lehnte sich gegen eine Wand und schaute seinen Jahrgangsgenossen zu. Hermione und Neville hatten sich etwas von ihm entfernt während des Weges von den Docks, aber so war es wahrscheinlich das Beste. Sich wieder mit ihnen anzufreunden und zu wissen, dass sie ihn hassen würden, für die Morde die er begehen würde, würde ihn nur noch mehr verletzen.

Lillian hingegen lehnte an der Wand neben ihm. „Ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob du die kleinen Huff'n'duffs magst, oder ob du es nur genießt, sie zu ängstigen."

„Neville ist ein gutes Kind", murmelte Harry. „Und er macht einen exzellenten Gryffindor, angenommen, er überwindet seine Selbstzweifel. Ich hoffe, er und Hermione werden Freunde, sie sind gut für einander."

Lillian blickte ihn schief an. „Du bist seltsam", entschied sie. „Bevorzugst du ein bestimmtes Haus? Und bitte, sag' nicht Gryffindor."

Harry lächelte darüber. „Ravenclaw. Ich mag es, Wissen anzusammeln, also sollte ich in Ravenclaw enden. Wenn nicht…", er zuckte die Schultern „wahrscheinlich Slytherin."

Lillian nickte. „Dann werden wir zusammen Schlangen sein. Das ist gut, da ich dich mag."

Harry grinste und schüttelte den Kopf. „Wir können nichts tun, als abzuwarten und zu sehen."

McGonagall kam zurück und verscheuchte die Geister, der einige erschreckt hatte. Dann führte sie sie in die Große Halle. Irgendwo vor ihnen hörte Harry, wie Hermione Neville die Geschichte der Decke erzählte, weshalb er erfreut lächelte. Neben ihm rollte Lillian mit den Augen und murmelte: „Ravenclaws."

Sobald sie alle vor dem Sprechenden Hut standen, begann dieser zu singen. Als er fertig war, begann McGonagall die Schüler aufzurufen, damit sie einsortiert werden konnten.

Als Hermione und Neville beide nach Gryffindor kamen, applaudierte er für sie und lächelte sie an, als sie an ihm vorbei gingen. Ebenso klatschte er für Lillian, als sie hocherhobenen Hauptes ihren Weg nach Slytherin ging. Jeder ging in dasselbe Haus, wie er sich erinnern konnte, in dass sie gegangen waren. Einzig er würde das Muster brechen.

„Potter, Harry!"

Während die Halle in Getuschel ausbrach, schritt Harry zum Hut. Über einige von ihnen musste er sich das Lachen verbeißen und er war froh, als der Hut über seine Augen glitt und ihn von der Halle ausschloss.

´Gut, gut, was haben wir hier? Oh. Oh my!´

´Ollivander sagte genau dasselbe, als er mich traf´, kommentierte Harry trocken. ´Ihr zwei seit nicht zufällig Freunde, oder?´

´Du hattest ein sehr schweres Leben, Mr. Potter´, sagte der Hut und es klang tieftraurig.

Harry wünschte, er könnte wegblicken, er wusste sehr genau, welchen Horror der Hut in seinem Kopf sehen würde. Nur Okklumentik hielt seine Erinnerungen davon ab, ihn in Alpträumen zu jagen. ´Es ist hart, sicher, aber ich bin zurückgekommen, um es besser zu machen. Dieses Mal werde ich jeden retten.´

´Du kannst nicht alle retten´, sagte der Hut sanft. ´Einige werden sterben. Das ist die Natur des Krieges. Das ist die Natur des Weges, den du zu gehen wünscht. Leute werden sterben, das Einzige was du änderst, ist wer schneller sterben wird´.

´Am Ende, kommt es auf Dasselbe heraus´.

´Nein, das tut es nicht´, seufzte der Hut. ´Es bedeutet nichts. Du hast schon vor langer Zeit deinen Weg gewählt. Gehe ihn, wenn es dein Wille ist, aber verliere dich nicht selbst auf diesem Wege, Harry Potter. Die Zaubererwelt wird niemals überleben, wenn du es tust´. Nachdem dies gesagt war, lenkte der Hut seine Aufmerksamkeit wieder der Halle zu und rief: „RAVENCLAW!"

Harry gab den Hut zurück an McGonagall und schritt stumm zum Tisch der Adler, während diese für ihn Beifall klatschten. In seinen Gedanken waren immer noch die Worte des Hutes, aber er schaffte es lange genug aus seinen Gedanken wieder ins Jetzt zu kommen, um zu sehen, das Hermione und Neville ihn beide anlächelten, genauso wie Lillian am Slytherintisch.

Das Essen war eine genauso laute Sache, wie er sich erinnerte, selbst unter den ruhigeren Adlern. Nachdem ihn die erste Person über die Nacht, in der er die Narbe erhalten hatte angesprochen hatte und er diese mit seinem wütendsten Blick bedacht hatte, wobei er diesem seine Kraft hatte spüren lassen, wagte es niemand mehr ihn zu belästigen. Stattdessen wanden sich die Gespräche der Schüler, Frage über ihre Professoren und Klassen zu. Sie waren alle so aufgeregt Neues zu lernen und Harry fand sich gegen seinen Willen selbst in eine Diskussion gezogen. Für ihn würde dieses Jahr nicht viel neu sein, aber Harry konnte ihre Aufregung verstehen und er wurde ohne dass er sich helfen konnte, damit angesteckt.

Nach Dumbledores Rede führten die Ravenclawvertrauensschüler die Erstklässler in ihren Turm und erklärten ihnen die Rätsel, die sie jedes Mal beantworten müssten, um Zutritt zu erlangen. Harry machte sich gedanklich eine Notiz, sich innerhalb der nächsten Tage über Rätsel schlau zu machen, oder immer mit mindestens mit einem anderen Ravenclaw zu gehen.

Sobald sie alle sich alle in ihren Himmelbetten eingerichtet hatten und seine fünf Zimmergenossen eingeschlafen waren, lehnte sich Harry in die Kissen zurück und versank in Gedanken. Der Hut hatte ihn gewarnt, sich selbst nicht zu verlieren. Mit all dem Wissen, in seinem Kopf und all diesen Morden, die er in so kurzer Zeit begangen hatte, war es nicht schwer zu sehen, wieso er dies erwähnt hatte. Und so verbrachte Harry die Nacht mit dem Organisieren seine Gedanken in ein neues Klassifikationssystem, sicherstellend, wer er - der Junge mit den großen, leuchtenden Augen, voller Neugierde und Abendeuterlust, dessen beide beste Freude der Jüngste einer rothaarigen Familie war und das klügste Mädchen der Schule –nicht unter den vielen Toten und dem enormen Wissen vergraben wurde. Weil diesen Jungen ´nur Harry´, sich nicht um Wissen nicht gekümmerte und er den Tod nicht kannte. Er wollte nur Akzeptanz und Liebe.

Dies war der Junge, den Harry schwor, niemals zu vergessen.

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Die ersten Monate vergingen schneller, als Harry erwartet hatte. Der Unterricht war langweilig, lediglich die wöchentlichen Streitereien mit Snapes versprachen Abwechslung. Der Hausvorstand von Slytherin konnte Niemanden wirklich etwas gönnen und ernsthaft, solange Snape seine Mutter aus dem Spiel ließ, konnte er Stänkern so viel er wollte. Harry hatte begonnen ein Notizbuch zu führen, über die Beleidigungen, die Snape benutzte. Er hoffte, sie gegenüber Leuten in der Zukunft benutzen zu können.

Harry nahm sich die Zeit seine Klassenkammeranden kennenzulernen, da er niemals viel mit den Ravenclaws in seinem alten Leben zu tun gehabt hatte, außer Luna. Gut, Padma war Parvatis Schwester und Rons Winterball-Date und Terry, Michael und Anthony waren alle Mitglieder der DA, aber das waren sechs Ravenclaws, von denen er kaum die Namen kannte.

Über Terry Boot wusste er nun, dass er einen älteren Bruder hatte, der Mundane war. Er war genauso wie Petunia zu Lily, als diese an Hogwarts angenommen worden war. Terrys Bruder hatte hoffnungsvoll an Dumbledore geschrieben und nachdem er eine negative Antwort erhalten hatte, entschieden, seinen Ärger an seinem jüngeren Bruder auszulassen. Da Terrys Bruder in einem Footballteam war, trug Terry oftmals Quetschungen und blaue Flecken davon. Terry war in Gegenwart seiner Zimmerkammeraden sehr nervös, bis alle Verletzungen geheilt waren. Harry hatte dies in der zweiten Woche mitbekommen, weil er in der Vergangenheit Terrys Position inne gehabt hatte und er bot ihm Heilsalbe aus seinem Koffer an. Beinahe sofort war Terry sein bester Freund.

Michael Corner und Anthony Goldstein waren beides Halbblüter und Einzelkinder. Ihre Mütter waren beide magisch, während ihre Väter Mundane waren. Anthonys Vater hatte sie, warum auch immer, verlassen als er drei war. Vermutlich weil er nicht in der Lage war mit Anthonys stabloser Magie umzugehen. Michaels Vater war ihnen treu geblieben und einer von Michaels größten Befürwortern geworden.

Stephen Cornfoot war ein Reinblut mit nur einer Mutter. Sein Vater wurde am Ende des Kriegs verdächtigt ein Todesser zu sein und wurde ohne Verhandlung nach Azkaban geschickt, genau wie Sirius. Sein Vater hatte drei Jahre damit verschwendet auszubrechen und war dann im Meer ertrunken. Stephen kannte ihn nur von den wenigen Bildern, die seine Mutter hatte. Er hegte einen großen Groll gegen das Ministerium und gelegentlich kritzelte er Bilder unter seine Notizen. Beispielsweise von brennenden Gebäuden oder einem Mann mit einem Bowler Hut, der am Marterpfahl massakriert wurde. (Harry hatte ihn nach einer Kopie gefragte und Stephen hatte ihm schmunzelnd eine Skizze angefertigt. Harry hatte sie über seinem Tisch im Turm gehängt.) (AdÜ/ ein Bowler, zum besseren Verständnis, ist eine Melone. Also ein altmodischer runder Hut, wie Bsp. Dr. John Watson ihn zu tragen pflegte)

Kevin Entwhistle war wie sich herausstellte Muggelgeboren. Seine Eltern hatte nicht gewollt, dass er nach Hogwarts ging, aber er hatte gebettelt und entschieden, mehr zu lernen als ihm in einer normalen Mundane-Schule hätte beigebracht werden können. Wenn er es nicht schaffte, zumindest ein E zu bekommen in all seinen Fächern, würde er nächstes Jahr nicht wiederkommen. Als die Ravenclaws von diesem Ultimatum erfahren hatten, hatte sie geschworen Kevin zu helfen, dass er bestand, egal was kommen sollte.

Mandy Brocklehurst war ein Halbblut ohne jegliche tragische Geschichte. Ihr Vater war ein Ravenclaw und ihre Mutter eine Hufflepuff. Beide waren gute Schüler gewesen und ihre Mutter war, nach jahrelangen Versuchen, endlich mit einem zweiten Kind schwanger geworden. Mandy war etwas traurig gewesen, die Geburt ihres neuen Bruders zu verpassen, aber sie freute sich darauf, dem Kind in den Ferien alles über Hogwarts zu erzählen.

Morag MacDougal war ein Reinblut mit schwarzmagisch veranlagter Familie. Sie vermied grundsätzlich den Rest der Ravenclaws und wählte stattdessen die Gesellschaft von Slytherins, wenn sie den Gemeinschaftsraum verlassen hatte. Harry hatte versucht mit ihr zu sprechen, drei Mal, bevor sie ihn schließlich still gehext hatte und davongestürmt war, um die Nacht bei ihrer Cousine in Slytherin zu verbringen. Harry war über ihre Reaktion mehr amüsiert als über alles andere, aber er entschloss, dass es das Beste war, sie einfach zu ignorieren, anstatt sie sich zum Feind zu machen.

Padma Patil war die Stillere der beiden Zwillinge und wurde oft von ihren Eltern vergessen. Sie gab ihren Eltern nicht die Schuld daran, dass sie sie ignorierten. Sie bevorzugte die Stille, ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester. Sie war auch die weniger feminine der Beiden und bevorzugte Mundanehosen vor Roben oder Shirts. Sie gab oft ihr Taschengeld für Hosen aus, während ihre Schwester sich ein neues Kleid heraussuchte oder Roben, in allen Nuancen von Pink, die sie finden konnte.

Li Su war ein Halbblut aus China, wo sie gelebte hatte, bis sich acht war. Ihre Mutter wurde bei einem Aufstand getötet und ihr Vater hatte beschlossen, sie außer Landes nach Britannien zu schaffen, wo er den Großteil seines eigenen Lebens verbracht hatte. Für Li war dies eine große Veränderung und sie hatte noch immer Probleme mit der Sprache und sich in die Gruppe einzufügen. Es war das erste Mal, dass er eine Sprache erlernte, ohne eine Seele zu verschlingen und es war harte Arbeit, aber es machte viel Spaß. Und während Li ihm Mandarin beibrachte, brachte Harry ihr English bei und half ihr mit den Hausaufgaben.

Lisa Turpin, die Letzte der Ravenclaw-Erstklässlern war in einem Muggelwaisenhaus aufgewachsen, bis sie von einem älteren Muggel-Ehepaar adoptiert wurde, als sie sieben war. Sie mochte ihre Adoptiveltern sehr, aber die Zeit im Waisenhaus hatte Narben in ihrer Psyche hinterlassen. Genau wie ein mundanes Waisenhaus einst Tom Riddle's Psyche verdreht hat. Jedoch war Lisa nicht so verdreht, wie Tom es gewesen war, aber ihr fiel es schwer zu lächeln und sie schreckte gelegentlich vor jeder erdenklichen Gewalt zurück. Harry und Terry, die Beide aus Semi-Gewalttätigen Haushalten kamen, arbeiteten zusammen daran, sie gegen über etwas anderen als ihre Bücher zu öffnen.

Alle Dinge berücksichtigend mochte Harry seine neuen Jahrgangsgenossen, aber am Engsten war er mit Terry und Li und diese machten eine Separation von seinen alten Gryffindorfreunden sehr viel einfacher. Er dachte nicht einmal viel an Hermione und Neville außer bei dem vereinzelten Winken in die Große Halle oder in einer gelegentlichen Partnerarbeit in einer ihrer gemeinsamen Unterrichtstunden. Er war ebenso distanziert mit Lillian, aber da er sie mir im Boot getroffen hatten, kümmerte es ihn nicht weiter.

Das Einzige was ihn daran belastete, dass sie nicht viel Zeit mit den Gryffindors verbrachte, war das er so keine Möglichkeit hatte, um Krätze zu fangen. Ron wusste kaum, dass er existierte geschweigenden das er daran dachte, dass Harry es in Erwägung zog, mit ihm zu sprechen. Harry mochte den Gedanken nicht, dass ihn das von Sirius Befreiung fernhalten würde, aber sein Pate war bereits seit 10 Jahren in Azkaban. Einige weitere Monate würden da nicht mehr viel ausmachen. (Und wenn ihm das erneute Erleben seiner Kindheit etwas gelehrt hatte, dann Geduld.)

Das einzig Andere, über das Harry sich noch den Kopf zerbrach war Quirrell. Obwohl es stimmte, dass er dieselben grundlegenden Ziele hatte wie Voldemort, wusste er nicht, ob der Dunkle Lord jemals einer Allianz zustimmen würde. Wahrscheinlicher war, dass Voldemort Harrys Unterwerfung fordern würde, wobei Harry eher sterben würde, als zuzustimmen. Nicht zu erwähnen, das Harry nicht wusste, wie er an den Dunklen Lord herantreten sollte, um dies alles zu besprechen.

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Als Harry am Halloweenmorgen aufwachte, fühlte er sich ungewöhnlich sprunghaft. Oder auch nicht so ungewöhnlich, wenn man alle Fakten in Betracht zog. Halloween war schon immer ein verfluchter Tag für ihn gewesen, egal welches Leben er lebte. Zu ihm als Erwachsener, war immer etwas schlechtes am 31. Oktober geschehen – ein Krimineller floh vor ihnen, nach einem langen Fall, ein weiterer Freund starb durch die Hände der Mundanes, das Hogwarts-Massaker – und bei den Dursleys führte sich der Trend fort – gegen einen Schrank rennen oder sich den Arm brechend, während er auf Mundanejagt war.

Harry wusste ahnte bereits, was an diesem Halloween passieren würde, aber er war sich nicht sicher, wie sehr es seinem vergangenen Leben ähneln würde. Ron schien sich mit Seamus und Dean angefreundet zu haben, da Harry nicht in Nähe gewesen war und sie verachteten Hermione zweifelsfrei, aber die geniale Hexe hatte einen Freund in Neville, nachdem sie im Zug über Süßigkeiten ein Band geknüpft hatten. Aber noch wichtiger war, dass Hermione etwas weniger besserwisserisch war, als Harry sich erinnern konnte. Er war sich allerdings ganz nicht sicher, ob das an seinem Erinnerungsvermögen lag oder ob sie tatsächlich etwas lockerer war.

In jeden Fall, freute sich Harry nicht sehr auf den Tag, egal was er bringen würde. Aber er quälte sich seinem Bett und zog sich um, wie ein guter Schüler, dann wartete er im Gemeinschaftsraum auf Li und Terry, die es Beide bevorzugten, etwas länger zu schlafen.

Als seine beiden Freunde endlich zu ihm stießen, gingen sie zusammen in die Große Halle. Auf dem Weg dorthin warfen Li und Terry Harry immer wieder besorgte Blicke zu. Er nahm an, dass er etwas stiller als gewöhnlich war, aber daran konnte er nicht wirklich was ändern.

Der Tag war so langweilig wie immer, aber Harry behielt Hermione immer im Auge, mit der Absicht, dafür zu sorgen, dass sie das Fest nicht verpasste. Aber Hermione rannte nicht wegen etwas weinend weg, das Ron zu ihr sagte und Harry entspannte sich etwas. Da würde trotzdem ein Troll herumrennen, aber die Lehrer konnten damit fertig werden und Snape war mehr als nur fähig, Quirrells Versuch den Stein zu bekommen, zu stoppen.

Jetzt gab es eine Idee wie er an Voldemorts herantreten konnte. Dieser Bastard wollte den Stein der Weisen und Harry wusste, wie er an den Fallen vorbeikommen würde – obwohl er kleines Problem mit dem Schachbrett haben könnte. Vielleicht konnte er den Stein hohlen und ihn dann Voldemort anbieten, als Handel für eine Allianz? Oder nur für einen Handel, um Voldemort Versuchen zu stoppen ihn zu töten. Darüber musste er nochmal nachdenken.

Er würde auch bis nach Weihnachten warten müssen. Es würde fiel einfacher sein, mit den Umhang und Dumbledore musste erst den Spiegel an seinen Platz stellen.

Jedoch hielt seine Geduld nur noch eine gewisse Zeit lang.

Das Fest war verlief genauso, wie er sich erinnerte. Augenblicke nachdem das Essen serviert wurde, rannte Quirrell herein, schrie etwas über einen Troll und gab vor in Ohnmacht zu fallen. Während die Schüler in Panik ausbrachen, beobachtete Harry den Gryffindortisch, um festzustellen, Hermione und Neville da waren –waren wie– dann suchte er mit flüchtigen Blick nach seinen Klassenkammraden, um sicherzugehen, dass alle da waren. Morag war es nicht, aber er machte sie bei den Slytherins aus, wo sie neben ihrer Cousine, Tracy Davis saß.

Dumbledore bat um Ruhe, aber Harry hatte gerade bemerkt, dass etwas nicht richtig war: Lillian fehlte.

Als sich die Schüler erhoben, schlüpfte Harry zu Morag, die sich gerade von Tracy verabschiedete und fragte: „Wo ist Lillian Moon?"

Tracey und Morag grinsten ihn spöttisch an, aber Millicent Bulstrode tippte ihn auf die Schulter und sagte: „Sie bekam eine Strafarbeit von Filch, weil sie vor zwei Tagen, nach Kräuterkunde eine Schlammspur hinterlassen hat. Er legte die Strafarbeit auf Heute, so dass sie das Fest verpassen würde."

„Bloody Squib", murmelte Harry und schenkte Millicent ein seltsames Lächeln „Danke. Wenn ich sie auf meinem Weg in den Turm sehe, werde ich sie aufsammeln, bevor die Suchaktion startet".

Millicent nickte und sie trennten sich. Harry folgte Morag dorthin zurück, wo ihre Hauskammeraden zusammengerufen wurden. „Das sind dann alle", sagte der Vertrauensschüler. „Okay, lasst uns gehen."

Als sie sich innerhalb des Schlosses bewegten und die Treppen zum Turm hocheilten, zauberte Harry leise zeige dich, um Lillian zu finden. Dieser weiß ihn in Richtung des Trophäenraums, der unangenehm nahe zu dem Ort war, wo sich in seinem letzten Leben der Troll befunden hatte. Ein weiteres zeige dich sagte ihm, dass der Troll wieder in dieser Gegend war. Wenn Lillian irgendeinen Laut machen würde, würde der Troll kommen und nachschauen. Bloody Hell.

Harry berührte Lis Schulter. „Heb mir was zu essen auf", bat er sie, dann schlich er sich von der Gruppe und desillusionierte sich stumm im Gehen. Selbst wenn Li einen Alarm auslösen würde, würden sie ihn nicht finden.

Der Trip zum Pokalzimmer war dankbarer Weise kurz und Harry löste seine Desillusion erst kurz bevor er den Raum betrat. Lillian summte vor sich hin, während sie die Pokale polierte und dabei verärgert drein blickte.

„Lillian!", hisste Harry.

Das Slytherinmädchen blickte auf und blinzelte ihn an. „Harry?", fragte sie, nicht darauf achtend, leise zu sein. „Was tust du denn hier? Solltest du nicht bei dem Fest sein?"

Harry schüttelte seinen Kopf. „Sie haben uns in unsere Gemeinschaftsräume geschickt, weil ein Troll durchs Schloss irrt. Komm mit!"

„Ein Troll" wieder holte Lillian, während sie vorsichtig den Pokal zurück stellte und ihr Poliertuch zurück in den Eimer zu ihren Füßen warf.

Harry fühlte sich selbst erbleichen, als der Troll zur anderen Türe hereinhumpelte. Er sah dumm und wütend aus. Er erblickte Lillian, die gerade erst begann sich auf Harry zuzubewegen und seine Augen leuchteten auf.

Shit! Ein Zauber, der ihn niederstreckt? Nichts, was ein Erstklässler wissen könnte. Super Geschwindigkeit? Super Stark? Haben Trolle Seelen? Warte! Harry konzentrierte sich und lies seine gesamte Kraft auf den Troll einzuwirken, hoffend, gegen jegliche Hoffnung, dass der Troll Furcht fühlen konnte.

Harry hatte Glück. Der Troll stöhnte laut auf und krümmte sich, fasste sich an den Kopf und schlug sich dabei als konsequent mit seiner Keule KO.

Lillian drehte sich bei diesem Stöhnen um und wimmerte verängstigt, als ihre Beine unter ihr nachgaben und sie auf dem Boden sank. „Oh Merlin. Oh, lieber Merlin…" wisperte sie.

Harry beeilte sich zu ihr zu kommen und kniete sich neben sie. „Hey, es ist OK. Er ist weg und hat sich selbst KO geschlagen, siehst du? Dummer Troll".

Lillian lachte gezwungen auf. „Ja, ich glaube, das hat er." Sie hob eine Hand und bedeckte damit ihr Gesicht. „Oh, Merlin…"

Plötzlich konnte man sich schnell nähernde Schritte hören und McGonagall, Snape und Quirrell erschienen im Türrahmen. Wie zuvor wimmerte Quirrell und musste sich setzen, als er den Troll erblickte, aber Snape und McGonagall schienen bereits sein zu töten.

„Was macht ihr zwei hier?", forderte McGonagall zu wissen. „Ihr solltet in euren Gemeinschaftsräumen sein!"

Lillian war nicht in der Verfassung zu antworten, da sie immer noch unter Schock stand, also wandte sich Harry mit emotionslosem Gesicht an die Professoren. „Mr Filch hat Lillian für eine Strafarbeit hier hergeschickt und so konnte sie nicht am Fest teilnehmen. Ich kam her um sie zurück in den Ravenclaw Turm zu bringen, bis das Schloss wieder frei gegeben werden würde."

„Und hast nicht daran bedacht, es einfach einem Professoren zu sagen, Potter?", fragte Snape, der seine Lippen missbilligend verzog. „Oder denkst du, das du stehst über solchen Dingen?"

Harry hob eine Augenbraue und erwiderte: „Ich hatte den Eindruck, dass es die Aufgabe der Professoren ist, die Übersicht darüber zu behalten, wann ihre Schüler Nachsitzens müssen, Sir. Ich hätte es Ihnen nicht erzählen müssen, da Ihr Wissen musstet, dass hier ein Schüler war. Aber Ihr schient vielmehr darüber besorgt zu sein, den Troll zu ergreifen, als über dein einen unwissenden Schüler im Pokalzimmer. Ich fand, dass irgendjemand sie warnen sollte."

Snapes Gesicht verzerrte sich vor Wut und er sah aus, als würde er bereit sich auf Harry zu stürzen wegen dieser implizierten Beleidigung. Aber McGonagall schritt ein, bevor er es tun konnte. „Sehr gut, Mr Potter. Fünf Punkte für Ravenclaw, dafür das sie an einen Mitschüler in Gefahr gedacht haben. Nun solltet ihr zwei zurück in eure Türme gehen."

Harry nickte und berührte Lillians Schulter. „Kannst du stehen", murmelte er.

Lillian nickte. „Ich glaub schon".

Sie standen zusammen auf, Harry positionierte sich um sie aufzufangen, sollte sie fallen. Sie war immer noch etwas zittrig, aber sie war in der Lage selbst zu gehen, also gingen die Beiden an ihren Professoren vorbei und schritten zu den Treppen.

„Danke", sagte Lillian als sie sich trennten. „Du, ähm… du hast mir das Leben gerettet."

Harry verzog das Gesicht; er hasste Lebensschulden. „Mach dir keine Sorgen darüber. Ich tat, was jeder getan hätten."

Lillian lächelte traurig. „Nicht jeder in Slytherin."

„Gut, dann nehme ich an, ist es gut das ich kein Slytherin bin", erwiderte Harry.

„Ja, glaube ich auch." Das Mädchen neigte ihren Kopf und begann die Treppen in die Kerker hinunter zu gehen.

Harry rieb sich müde über seine Augen und verschob seine Brille dabei. Er musste wirklich dieses ´Leute retten Ding´ in den Griff bekommen.

-0-

Endlich kamen die Weihnachtsferien und Harry war der einzige Ravenclawerstklässler, der in Hogwarts blieb. Er hatte ernsthaft in Erwägung gezogen nach Hause zugehen, nur um seine Verwandten zu ärgern, hatte letzten Endes dagegen entschieden. Er war sehr wohl in der Lage sich in Hogwarts zu amüsieren und hier gab es eine Menge Dinge die er tun musste. Wie z.B. Wurmschwanz fangen oder in den Spiegel Nerhegeb zu blicken.

Wie an seinem ersten Weihnachten, ging er in Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett, aber dieses Mal erwartete er eigentlich Geschenke, selbst wenn es nur sein Umhang war. Als er am Weihnachtsmorgen erwachte, war er sehr erfreut über den Haufen von Geschenken am Ende seines Bettes, der das Häufchen, das er in seinem letzten Leben bekommen hatte, weit in den Schatten stellte.

Von Dumbledore bekam er den erwarteten Tarnumhang und die Dursleys hatten ihm ein ganzes Pfund geschickt, anstelle der fünfzig Pence von damals. Eindeutig hatte er sie genug geängstigt, dass sie tatsächlich versuchten auf seiner guten Seite zu bleiben. Vielleicht schickte er ihnen nächstes Jahr eine Galleone. (Das würde Vernon richtig niederreißen.)

Alle seine Ravenclaw-Jahrgangskollegen, ausgenommen Morag, hatten ihm etwas geschenkt, da sie alle zugestimmt hatten, einander etwas Kleines zu schenken. (Harry hatte für die meisten Süßigkeiten besorgt, aber Li hatte er ein Englischwörterbuch geschenkt und Terry einige Streiche, die man sicher an Mundanes anwenden konnte.) Die meisten seiner Jahrganskollegen hatten denselben Weg eingeschlagen und hatten ihm verschiedene Schokoladenkonfekte geschenkte, einige Mundane, einige magisch. Terry hatte ihm ein Mundane-Geschichtsbuch besorgt, Li hatte ihm ein Buch über Chinesische Magie und Stephen eine ganze Kollage von verschiedenen Ministeriumsmitarbeitern, die am Strang hingen oder brannten geschenkt. Wobei Harry sich erst auslachen musste, ehe er es neben die Kopie von Fudge hängen konnte.

Er war überrascht darüber, Geschenke von Jemand außerhalb seines Hauses bekommen zu haben, da er nicht viel Zeit mit Hermione, Neville oder Lillian verbracht hatte, außerhalb der Klasse oder den Treffen in der Bibliothek. Hermione hatte ihm einige Schokoladenfrösche und Zahnseide geschenkt, worüber Harry lachen musste. Neville schickte ihm blättrige Pflanzen, die keine bestimmte magische Fähigkeit hatten, die sich aber als schwer zu töten herausstellen würde. (Soweit Neville betraf, sollte jeder etwas Grünes in seinem Zimmer haben.) Lillian schenkte ihm eine zarte Glaslilie, die er ehrfurchtsvoll einige Minute anstarrte, bevor er sie sanft auf sein Nachtschränkchen legte.

Nachdem all seine Geschenkte an ihrem richtigen Platz waren – die Bücher in seinem Bücherregal, das Pfund in seinen Geldbeutel, der Umhang im sichersten Fach seines Koffers und die Süßigkeiten in eine Schublade –holte er eine Tagesrobe und seine Schuhe und schlurfte hinunter zum Frühstück.

Nach dem Frühstück schien der Tag ziemlich langweilig zu werden, ohne jemanden mit dem er rumalbern konnte. Also holte sich Harry eines seiner neuen Bücher und verkrümelte sich in einer Ecke der Großen Halle, in der einige andere Schüler Schach oder Karten spielten, während sie auf das Essen warteten. Als dann das Essen serviert wurde, schloss er sich dem Tisch an und zog lachend mit seinen Mitschülern, die um ihn herum waren, an einigen Knallbonbons.

Nach dem Essen, zauberte Harry seine Beute aus den Knallbonbons und sein Buch zurück in sein Zimmer, desillusionierte sich und verfolgte dann die Weasleys zurück nach Gryffindor. Als die Gruppe hinaus in den Schnee ging, so wie letztes Mal, würde Wurmschwanz im Turm zurückbleiben und Harry konnte ihn schnappen.

In der Tat, nachdem sie ihre Geschenke in ihren Raum geworfen hatten, sammelten Fred und George Percy und Ron ein und forderten diese zu einer Schneeballschlacht heraus, wobei sei Nein nicht als Antwort gelten ließen. Nach dem die vier gegangen waren, schlich sich Harry hoch in den Erstklässler-Schlafsaal und lächelte grimmig auf Wurmschwanz hinunter, der sich auf Rons Kissen ein Nickerchen gönnte.

Imperio", wisperte Harry, der entschieden hatte, dass das die einfachste Möglichkeit war mit der Ratte umzugehen.

Nachdem Peter seine Befehle empfangen hatte – ins Aurorenbüro zu gehen und vor diesen zu transformieren – und unterwegs war, diese auszuführen, begann Harry den Rückweg aus dem Turm.

Gerade als Harry die Tür erreichte hatte, erinnerte er sich an die Karte des Rumtreibers. Die Zwillinge besaßen sie und sein Leben würde eine Million Mal leichter sein, mit ihr in seinen Händen. Technisch gesehen gehörte sie ihm, da sein Vater und sein Pate zwei ihrer Erschaffer waren. Aber wollte er sie jetzt stehlen oder versuchen, die Zwillinge dazu zu überreden, sie ihm irgendwann in ferner Zukunft mal geben?

Wem mache ich etwas vor? Harry rollte mit den Augen und stürmte zurück zur Treppe, die zu den Quartieren des 3. Jahrganges führte. Nach etwa zwanzig Entdeckungszauber und drei Streichzauber, die er von der Tür genommen hatte, fühlte Harry sich schließlich sicher genug, gefahrlos die Türe zu öffnen. Als sich nichts rührte, schickte er noch einige Entdeckungszauber auf den Boden, nur für den Fall der Fälle. Es schadete nie paranoid zu sein, besonders wenn es sich um die Weasley Zwillinge handelte.

Ein Enthüllungszauber brachte ihn zu Freds Koffer – gut, zu dem Koffer mit Freds Namen drauf – und er fand zwei weitere Zauber auf ihm, die er löste, bevor er ihn öffnete. Die Karte lugte unter ein paar dreckigen Hosen hervor und Harry seufzte bevor er sie sorgfältig entfernte. Ein plötzlicher genialer Einfall ließ ihn ein Stück Papier zurücklassen, an Stelle der Karte, auf dem ein Dank der nächsten Generation von Rumtreibern stand.

Die Karte sicher in seiner Tasche, legte Harry wieder alle Zauber auf den Koffer, die Tür und den Raum, dann glitt er unter das Bett und benutzte einen Schatten, der ihn zurück in seinen eigenen leeren Schlafsaal brachte. Erst mal sicher, legte er seinen Kopf wieder auf den Boden und lachte still in sich hinein. Das war schon fast zu einfach gewesen.

Unter seinem Bett hervorkriechend, zog Harry die Karte heraus und berührte sie mit seinem Zauberstab. „Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin."

Linien breiteten sich über das Papier von dem Punkt aus, an dem sein Zauberstab die Karte berührte und bis das ganze Schloss zu sehen war. Die Weasleys kehrten gerade von ihrer Schneeballschlacht zurück weshalb er froh war, das er mit Hilfe der Schatten zurückgekehrt war, anstatt zu laufen. Er blickte flüchtig über die Karte, grinsend, als er verschiedene Professoren und Schüler sah. Er lächelte breit als er Quirrell fand, der als ´Tom Riddle´ durch die Gegend zu wandeln schien. Und er fand ´Peter Pettigrew´ im Geheimtunnel, der im Honigtopf endet.

Die Karte zeigte ebenso den mysteriösen dritten Stock und dessen Fallen. Fluffy stand Wache am Eingang und der Name des Trolls schien anscheinend ´Bimboble´ zu heisen.

Harry blickte weiterhin auf die Karte, bis Peter von ihr Verschwand, dann deaktivierte er sie und legte sie in seinen Koffer, zu seinem Umhang. Anschließend zog er ein Buch hervor und begann zu lesen bis es Teatime war.

Nach dem Tee, während jeder in sein Bett plumpste, holte Harry seinen Umhang heraus und nachdem er kontrolliert hatte, das Dumbledore tatsächlich im Raum auf ihn warten würde, in dem der Spiegel Nerhegeb stand, zog er seinen Umhang über und schlüpfte durch die Räume, zu einem geeigneten Startpunkt.

Harry war tatsächlich etwas besorgt über das, was er im Spiegel sehen könnte. Schließlich hatte er einst Alles gehabt – eine Familie, seinen Traumjob, Frieden – und dann verlor er Alles. Und hier war er nun und versuchte die Welt zu retten vor ihrem Schicksal, von dem sie noch nichts wusste. Was war sein sehnlichster Herzenswunsch?

Als er schließlich den Raum betrat, hielt er nur knapp aus der Reichweite des Spiegels und wappnete sich. Dann trat er einen Schritt vor und blickte auf.

Er war nicht im Spiegel zu sehen, aber all seine Freunde aus seinem alten Leben spielten lachend zusammen auf den Wiesen von Hogwarts. Sie wirkten frei und friedlich und Harry entspannte sich. Sein tiefster Herzenswusch war, dass seine Freunde und Familie glücklich waren, selbst wenn er nicht Teil daran hatte. Damit konnte er leben.

Er griff nach vorne und berührte den Spiegel über Ginnys Körper. „Ich vermisse dich", wisperte er mit gebrochener Stimme. „Ich werde dich nie vergessen".

In einer Ecke fragte sich Albus Dumbledore vage, wen Harry im Spiegel sah. Zu wem sprach der Junge mit solch gebrochener Stimme? Wen kannte er gekannt, den er bereits verloren hatte? Ein Kindheitsfreund vielleicht?

Albus war nur froh, dass der Junge Liebe kannte, was sonst könnte solch einen Schmerz in die Stimme eines Kindes legen. Er war froh das Harry bei den Dursleys zu lassen ihn nicht in einen weiteren Tom Riddle gewandelt hatte; die Welt würde keine zwei von ihnen überleben.

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Jede Nacht kontrollierte Harry die Karte, bevor er ins Bett ging, um zu sehen, ob Dumbledore sich im Schloss aufhielt. Wie Voldemort in seinem letzten Leben, wollte Harry sich nicht den Stein hohlen, wenn der Schulleiter im Gebäude war, da er sicher jeden Versuch spüren würde. Jedoch war Harry im Gegensatz zu Voldemort geduldig. Er hatte das ganze Jahr Zeit es zu versuchen und da Peter Pettigrew auf dem Weg war, sich selbst zu stellen, würde Dumbledore noch früh genug das Schloss verlassen.

In der Nacht, als die anderen Schüler widerkamen, hatte Harry glück. Der Schulleiter hatte nicht am Fest teilgenommen – was einige Leuten bemerkt hatten – und ein Blick auf die Karte zeigte, als er zurück im Turm war, dass er immer noch abwesend war.

Harry hatte in den vergangenen Tagen seine Erinnerungen von seinem Originalen ersten Jahr durchforstet, besonders die, über das Abenteuer am Ende des Jahres. Er war sich ziemlich sicher, dass er in der Lage war, mithilfe der Schatte in den Raum mit den Zaubertränken zu gelangen, falls er es nicht in den mit dem Spiegel schaffte.

Als nun seine Mitbewohner endlich eingeschlafen waren, schloss Harry die Vorhänge seines Himmelbettes und verschwand in den Schatte um in den Raum mit dem Spiegel zu gelangen. Sobald er erschien, flammten Fackeln auf und erhellten den Raum, was jegliche Schatten verschwinden ließ. „Natürlich" murmelte Harry augenrollend. Er würde zurück in den Raum mit den Zaubertränke gehen müsse, um hier herauszukomme, was aber kein Problem sein sollte. Harry dachte angestrengt nur daran, den Stein beschützen zu wollen – er war sich jedoch nicht sicher, ob der Zauber wirken würde, wenn er nur sein eigenes Leben sichern wollte – und trat dann vor den Spiegel.

Das Bild im Spiegel flackerte einige Momente zwischen seiner Familie und seinen spielenden Freunden und seiner eigenen Reflektion und schien sich nicht eindeutig für das Eine oder das Andere zu entscheiden. Harry schloss seine Augen und fokussierte sich auf das Bedürfnis zu beschützen. Nicht unbedingt das Bedürfnis den Stein zu beschützen, nur das Bedürfnis irgendetwas zu beschützen. Um die Zukunft zu schützen.

Die Magie des Raumes wallte auf und Harry streckte eine Hand aus. Etwas legte sich in seinen geöffnete Hand und er lächelte auf den Stein hinab. Er hatte es geschafft.

Er schlüpfte in den Raum mit den Zaubertränken und glitt unter den Tisch, unter dem der Schatten groß genug war, um ihn zurück in seinen Raum zu bringen. Der Stein wurde im Geheimfach verstaut, zusammen mit der Karte und seine Umhang, dann krabbelte Harry ins Bett, wobei er sich ziemlich tüchtig vorkam.

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„W-was willst du P-P-Potter", fragte Quirrell, nachdem der letzte Schüler den Raum verlassen hatte und nur noch Harry an seinem Tisch saß. Es war sehr ermüdend gewesen Terry und Li ohne ihn zum Gehen zu bewegen, aber schließlich hatten sie doch zugestimmt. Harry besaß sogar ein Pergament, auf das sie schriftlich ihr Einverständnis kritzelt hatten und das er vorher so verzaubert hatte, das es als eine Art magisch bindender Vertrag galt, wenn eine bestimmte Formulierung verwendet wurde. Vielleicht ein kleines bisschen unfair, aber Harry konnte es sich nicht leisten, dass jemand diese Unterhaltung mitanhörte.

Harry ließ seinen Zauberstab unter dem Tisch in seine Hand gleiten und legte stummen einen Stille-Zauber über die Türe, blickte zu seinem Professor und sagte: „Ich möchte mit deinem Meister sprechen. Ich habe ein geschäftliches Angebot für ihn."

Quirrell gab ein nervöses kleines Lachen von sich und wurde eine Spur bleicher. „M-meinen M-M-Meister", wiederholte er.

Harry lächelte kalt. „Den auf der Rückseite deines Kopfes", stimmte er zu. „Ich glaube, er hört auf Lord Voldemort?"

Quirrell öffnete seinen Mund um eine weitere Ausrede zu stottern, aber eine hohe Stimme unter dem Turban sagte: „Du weist von mir, Junge?"

Harry erhob eine Hand, um völlig ungerührt unter seinen Fingernägeln zu pulen. „Natürlich weiß ich von dir. Jedes Mal, wenn Quirrell mir seinen Rücken zukehrt, brennt meine Narbe." Eine fette Lüge, da seine Okklumentik-Schilde ihn schützten. „Für eine lange Zeit war ich sehr verwirrt über dieses Phänomen, aber schließlich habe ich die Teile zusammengefügt."

Voldemort stieß ein lautes Gackern aus und sein Wirt zuckte zusammen. „Sehr Ravenclaw von dir", kommentierte der Dunkle Lord. „Quirrell, lass mich ihn sehen."

„Master-" versuchte Quirrell.

„Jetzt Quirrell", befahl Voldemort.

Harry blickte von seinen Nägeln auf als der Verteidigungsprofessor sich langsam in seinem Stuhl drehte und seinen Kopf freilegte. Als er unbedeckt war, schaute Voldemort zu Harry, der dessen Blick furchtlos begegnete. „Harry Potter", hisste Voldemort, ein dunkles Lächeln zuckte an seinen Lippen.

„Lord Voldemort", erwiderte Harry neutral.

„Du fürchtest mich nicht", begriff der Dunkle Lord. „Wieso?"

Harry hob eine Augenbraue. „Du bist ein Parasit, der sich am Hinterkopf meines Verteidigungslehrers eingenistet hat, wieso sollte ich dich fürchten", erwiderte er. Bevor Voldemort irgendetwas dazu sagen konnte, fügte Harry hinzu: „Jedenfalls, den Schild, den meine Mutter bei ihrem Tode schuf, ist immer noch intakt. Vielleicht könntest du mich verfluchen, aber wenn du versuchst mich zu berühren, wird der Körper deines Wirtes zu Asche zerfallen. Und dann musst du einen anderen armen Tropf finden, indem du lebst."

Quirrell keuchte überrascht aus Angst oder Furcht, da war sich Harry nicht sicher. Voldemort Augen weiteten sich ob des Jungens, der ihm angrinste. Nach einem Moment des Starrens sagte Voldemort: „Du hast einen Geschäftsvorschlag erwähnt?"

Harry zuckte mit einer Schulter. „Sie versprechen mir, nicht zu versuchen mich zu töten, während ich in Hogwarts immatrikuliere und ich händige den Stein der Weisen aus."

Quirrell keuchte abermals, als Voldemort hisste: „Was lässt dich glauben, dass ich diesen wertlosen Stein will?"

Harry grinste ihn als Antwort nur an.

Quirrell wimmerte und Harry konnte Voldemort nur schwach hissen hören: „Du verrätst mich, du wertloser Narr!"

Harry erhob sich von seinem Stuhl und Voldemort Aufmerksamkeit war augenblicklich wieder zurück bei ihm, als er seine Schultasche aufhob. „Lass mich wissen, wenn du bereits bist, dem Deal zuzustimmen", sagte er, während er sich in Richtung Türe drehte. „Ich habe das ganze Jahr Zeit."

Voldemort hisste zornig: „Setzte dich wieder hin, Junge!"

Harry blickte flüchtig über seine Schulter. „Oh, bist du jetzt fertig mit dem Versuch mit mir zu spielen? Denn, wenn du nicht meinen Bedingungen zustimmst, wirst du den Stein nicht bekommen."

„Du glaubst, ich bin dumm genug, zu glauben, dass ein einfacher Junge Zugang zum Stein hat? Wir wissen Beide, dass er unten im verbotenen dritten Stock ist. Wage es ja nicht, mich zu behandeln als-"

Voldemorts zornige Triade erstarb als Harry den Stein lächelnd aus seiner Schultasche holte. „Verwechsle mich nicht mit einem ahnungslosen Kind, Lord Voldemort. Solche Fehler würden deinen Fall besiegeln. Ich würde dich nicht belästigen, wenn ich nicht bereits den Gegenstand besitze, mit dem ich Handle will." Er legte den Stein auf die nächste Tischplatte und bedeckte ihn mit seiner Hand. „Haben wir eine Vereinbarung?"

„Und wenn nicht", fragte Voldemort, aber Harry hatte lange genug gegen den Dunklen Lord gekämpft, um zu wissen, wenn er gewonnen hatte. Voldemort schindete nur Zeit.

„Dann fürchte ich, dass ich ihn an den Meistbietenden verkaufen muss", entschied Harry. „Es gibt Leute, die alles für einen Stein der Weisen zahlen würden, weist du." Er lächelte kalt, seine Augen glommen auf von seiner Macht. „Selbst ihre Seelen."

Ein Schader rann Quirrells Rücken, als die Temperatur im Raum um mehrere Grade sank. Die Augen des Dunklen Lords verengten sich, wegen dem Furcht erregenden Jungen, auf der anderen Seite des Raumes. „Wir haben eine Übereinkunft", presste er hervor, da er wusste, dass er keine Chance hatte.

Magie schnappte im Raum umher und band sie an ihr Wort. Voldemorts Augen weiteten sich, da er nicht erwartet hatte, dass dies als bindender Vertrag gelten würde, während Harry nur vorwärts schritt und den Stein aufs Lehrerpult legte mit der Bemerkung: „Du glaubst doch nicht ernsthaft geglaubt, das ich dich mit einem mündlichen Versprechen davonkommen lasse?" Dann drehte er sich um und verließ den Raum, die Türe viel hinter ihm mit einem sanften Klicken ins Schloss.

Zurück blieb Voldemort, der Gierig auf den Stein der Weisen starrte. Vielleicht hatte der Junge diese Runde gewonnen, aber das gab dem Dunklem Lord sieben Jahre, um den Tod des Jungen zu planen. Und vielleicht, konnte er Harry von der Schule bekommen und ihn töten, bevor der Junge bereit war. Das sollte nicht allzu schwer werden.

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„Ich frage mich, was mit Professor Quirrell passiert ist", bemerkte Li, als ihr Zug angefahren war. Terry, Harry und sie hatten sich alle in ein Abteil gesetzt, so dass sie ihre letzten Stunden vor den Sommerferien zusammen genießen konnten.

„Wen kümmert's", brummte Terry. „Als Lehrer war er sowieso eine totale Niete."

Harry lächelte etwas. Der Verteidigungslehrer war bis Februar an der Schule geblieben, bevor er sie verlassen hatte. Harry hatte es beeindruckt, das Voldemort solange in der Schule verblieben war bis er den Stein benutzte. Aber da er den Bastard kannte, ahnte er, dass dieser die Zeit damit verbracht herauszufinden wie der Stein funktionierte und um sicherzustellen, dass es der echt war.

Und zum ersten Mal war Harry etwas aufgeregt darüber, diesen Sommer nach Hause zu kommen. Sirius wurde freigesprochen, nach es einen großen Aufruhr im Ministerium gegeben hatte. Er war zurzeit im St Mungos, um sich zu erholen. Den Worten der Heiler zufolge, würde er am Ende des Sommers in der Lage, die Vormundschaft für Harry zu übernehmen, wenn nicht sogar früher. Der Ex-Sträfling hatte Harry in letzten drei Monate zittrige Briefe geschrieben, in denen er ihm über sich selbst erzählte und Harry anbot, seine eigenen Geschichten mit ihm zu teilen, war er sehr glücklich tat.

Das würde der letzte Sommer mit den Dursleys sein – es sei denn Dumbledore würde seine Nase hineinsteckte – und Harry beabsichtigte, es für die Dursleys zur Hölle werden zu lassen. Er würde Vernon vielleicht von seinem Elend erlösen, wenn der Wahl ihn genug irritierte.

„Was macht ihr so diesen Sommer", fragte Terry.

„Mein Vater und ich gehen für einen Besuch zurück nach China", erwiderte Li strahlend. „Ich habe meine Vettern wirklich sehr vermisst."

„Ich werde meinen letzten Sommer mit meine Verwandten genießen", gab Harry bekannt.

„Du wirst doch nur in der nächsten Bibliothek landen. Gib's zu", schoss Terry zurück.

Harry lachte in sich hinein und zuckte die Schülern. „Wahrscheinlich. Was ist mit dir?"

Terry verzog sein Gesicht. „Meinem großen Bruder aus dem Weg gehen", gab er zu.

„Sag deinen Eltern einfach nicht, dass du nicht zaubern darfst", schlug Harry vor. „Solange du nicht wirklich zauberst, ist es ok. Und vielleicht gibt dein Bruder auch auf, wenn er denkt, dass du dich mit Magie an ihm Rächen wirst."

Terry seufzte. „Einen Versuch ist es wert", stimmte er zu.

„Ich werde sehen, ob mein Vater mich einen Freund mitnehmen lässt. Es dürften zwar einige sprachliche Probleme geben, aber es wird besser sein, als dich deinem Bruder zu stellen."

„Und du kannst dein Mandarin testen", stimmte Harry zu, während er sich vorbeugte. „Das wäre wirklich großartig. Gib's zu."

Darüber musste Terry ein bisschen lächeln. „Ja, wäre es. Aber du bist so viel besser als ich, Harry."

Harry winkte das Kompliment ab. „Ich lerne es auch schon etwas länger. Du bist gar nicht mal so schlecht darin, für jemanden, der es erst seit fünfeinhalb Monaten lernt."

„Wirklich?"

„Wirklich", echoten Li und Harry im Chor.

Terry nickte. „Dann, ja, wenn dein Vater und mein Eltern damit einverstanden sind. Ich würde liebend gerne China besuchen."

Li schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, dann wand sie sich an Harry. „Ich würde dir ja anbieten dich auch mitzunehmen, aber…"

Harry winkte die Entschuldigung ab. „Du wirst mich einfach nächstes Jahr mitnehmen müssen, oder so. Ich bin sicher, das Sirius es erlauben wird."

„Dein Pate scheint wirklich cool zu sein", beklagte sich Terry. „Ich wünschte, meiner wäre nur halb so cool."

„Was ist daran cool, für zehn Jahre im Gefängnis zu sein?", wunderte sich Li.

„Nicht das", sagte Terry lachend. „Komm schon LI, du hast die Briefe gelesen. Dieser Mann ist völlig verrückt, aber auf eine verrucht genialen Weise."

Seufzend schüttelte Li den Kopf. Sie hatte sich nicht sehr dafür interessiert, wie Sirius sich in seinen Briefen dargestellt hatte. Harry musste zugeben, dass sein Pate lächerlich Kindhaft rüberkam, aber es hatte begonnen sich zu bessern, als sie ihm im März einen Gedächtnisheiler zugewiesen hatten. Und Harry war mehr als nur dazu fähig, für sich selbst zu sorgen, also kümmerte es ihn nicht, dass Sirius immer noch etwas verrückt war; er hatte sowieso lieber einen verrückten älteren Bruder, als ein Elternteil.

Es klopfte an ihre Abteiltüre, bevor sich öffnete um den Blick auf Lillian freizugeben, die flüchtig Terry und Li anblickte, bevor sie Harry fokussierte. „Hattest du die Absicht zu gehen, ohne ein Wort mit mir gewechselt du haben?", fragte sie anklagend.

„Oh, verpiss die Moon", murrte Terry stirnrunzelnd.

Harry konnte über seine Freunde nur die Augen verdrehen. Terry war Muggelgeboren und Lillian's Familie war gerade dunkel genug, um Terry für sein Blut hasste und Terry war gerade stolz genug über seine Mundane Eltern, um Lillian für ihre Vorurteile zu hassen. Harry ignorierte sie meistens, da er sich weigerte, sich mit etwas beschäftigen, was er für kindische Rivalität hielt. Aber Li machte sich oft über Terry lustig, wenn Lillian nicht in der Nähe war, das er wie ein eifersüchtiger Freund war, wenn es darum ging Harrys Freundschaft zu teilen.

Lillian roch an Terry. „Irgendetwas stinkt hier."

„Ihr seid sowas von unreif", murmelte Harry, was ihm ein kichern von Li einbrachte. Er stand auf und ging in Richtung Türe. „Ich komme wider", versprach er Terry, als der Junge seine Mund öffnete, um sich zu beschweren. „Ich würde auch gerne noch Hermione und Nev auf widersehen sagen, bevor wir im Bahnhof ankommen."

Terry setzte sie darauf hin wider, da er die beiden Gryffindors irgendwie mochte. Er und Li verbrachten nicht wirklich viel Zeit mit Hermione und Neville, aber anderer Seitz hatte keiner wirklich etwas gegen sie. Es war nur so, dass die meisten sich keine Freunde außerhalb ihres Hauses suchten und das diese Freundschaften dann auch nicht lange hielten. Harry war nur entschlossen genug, dass seine Freundschaft mit Hermione, Neville und Lillian nicht gänzlich erstarb. (Es half ihm, das er Hermione und Neville bereits besser kannte, als sie sich selbst. Und er hatte Lillians Leben gerettet, weshalb die Slytherin entschlossen war, an ihm festzuhalten.)

Draußen im Gang überließ Harry Lillian die Führung. „Ich weiß nicht, weshalb du dich mit so vielen Schlammblütern abgibst", beklagte sich Lillian.

Über diese Beleidigung rollte Harry nur mit den Augen, aber es kümmerte ihn nicht genug, deshalb zu diskutieren. „Hermione und Terry sind OK. Wenn du dir jemals die Mühe machen solltest und über ihren Blutstatus hinweg siehst, so wirst du feststellen, dass du tatsächlich Leue finden wirst, die du magst."

„Nicht sehr wahrscheinlich", murmelte Li, während sie die Türe zu ihrem Abteil öffnete.

Millicent, Tracey und Morag blickten alle auf, als sie Eintraten und Morag seufzte: „Lil, musst du darauf bestehen, uns Potter uns aufzudrängen?"

„So viel zum Thema Hausloyalität", erwiderte Harry, der bereits an die Abneigung seiner Ravenclaw Kameradin ihm gegenüber gewohnt war. „Weist du, Morag, wenn du uns Andere wirklich so sehr hassen würdest, hättest du härter mit dem Hut diskutieren sollen."

„Halt die Klappe, Potter."

Harry grinste das Mädchen an und lehnte sich an die geschlossene Türe, während Lillian sich hinsetzte. „Wie lange dauert eine angemessene Verabschiedung?"

„Länger, als du hier bist", konterte Lillian. „Und was hast du für den Sommer geplant?"

„Meine Verwandten Quälen bis sie verrückt sind", sagte Harry ohne Pause. „Hoffentlich noch vor September bei meinem Paten einziehen. Wieso?"

Lillian lächelte matt, während die restlichen Slytherins über Harrys respektloser Bemerkung über seine Verwandten glucksten und Morag nur die Augen verdrehte. „Mein Geburtstag ist am 17. August und ich hatte gehofft, dass du zur Party kommst", bot Lillian an.

Morag stöhnte. „Komm schon, Lil!"

„Ich versuche mein Bestes", versprach Harry. „Schick mir eine Einladung und ich lass es dich wissen, sobald ich weiß, was mit Sirius passieren wird."

„Du kannst spätestens bis einer Woche davor antworten", warnte Millicent. „Und es ist bereits unhöflich, selbst solange zu warten."

Harry neigte dankbar seinen Kopf. „Am Ersten solle ich es sicher wissen", versprach er.

„Das ist akzeptabel", entschied Lillian. „Und ich nehme an, dass du nun dein Schlammblut und Longbottom besuchen kannst."

„Danke für die Freigabe, ihre Majestät", foppte Harry sie.

„Geh schneller, Potter!"

Harry kicherte als Lillian sich mit finsterer Mine zu Morag umdrehte. Er glitt durch die Türe und ein schneller piont me führte ihn in das Abteil, in dem Hermione und Neville saßen. „Klopf, klopf", sagte er, als er seinen Kopf hineinstreckte.

„Trevor!", schrie Neville warnend.

Harry schnellte mit seiner Hand vor und fing die Kröte ein, bevor diese entwischen konnte. „Du bist so eine unartige Kröte", sagte er zu Trevor, während er in das Abteil schritt und sich in dem Sitz neben Hermione niederließ. „Eines Tages werden deine Fluchtversuche im Bauch von Jemanden landen, bedeuten. Du wirst Neville sehr traurig machen, aber ich bin sicher, er wird innerhalb eines Monates-"

„Lass Neville zufrieden, du Idiot", murrte Hermione und stieß ihren Ellenbogen in Harrys Seite.

Um seine Kröte in Empfang zu nehmen, welche Harry ihm grinsend übergab, hielt Neville seine Hände auf. „Höre nicht auf ihn, Trevor. Er versucht nur uns Angst einzujagen."

Glucksend lehnte Harry sich in seinem Sitz zurück. „Nun, hi. Was macht ihr zwei diesen Sommer? Neben Bücher zu verschlingen und nutzlose Gärtner aus ihren Gewächshäusern zu vertreiben?"

Neville lachte darüber während Hermine hingegen nur mit den Augen rollte. „Das trifft es eigentlich ziemlich genau", erwiderte der Gryffindorjunge. „Vielleicht eine kleine Party für mich, aber ich bin mir nicht sicher, was Großmutter dafür geplant hat."

„Gut, falls sie sie für seine großartigen Freunde öffnen sollte, fühle dich frei, mir eine Einladung zu schicken. Ich könnte eine Pause von meinen Verwandten vertragen", bot Harry an.

Hermione seufzte. „Ich verstehe nicht, wieso du deine Familie so sehr hasst, Harry. Tue ich wirklich nicht."

Harry winkte nur mit seiner Hand zu ihr, da er bereits vor langer Zeit aufgegeben hatte, ihr das mit den Dursleys zu erklären. Tatsache war, dass sie dieses Mal nicht so schrecklich gewesen waren und er nicht so viel Zeit mit Hermione verbracht hatte. Er hatte ein paar Mal versucht ihr zu erklären, das die Dursleys die schrecklichsten Leute auf der Welt waren, aber alles was Hermione zu verstehen schien, war, dass er sie nicht mochte. (Er liebte Hermione, das tat er wirklich, aber sie konnte bei den seltsamsten Dingen schwierig werden.)

„So, was machst während des Sommers, außer dein Verwandten zu ignorieren?", fragte Neville.

„Darauf warten, dass Sirius aus Mungos entlassen wird", antwortete Harry grinsend. „Wenn er es pünktlich zu meinen – unseren - Geburtstag schafft, werde ich vielleicht eine Party schmeißen und euch Beide einladen."

„Solange Moon nicht dabei ist", murrte Hermione, die Lillian genauso sehr mochte, wie diese sie.

„Um zusehen, wie meine Party in einen Krieg ausartet? Das wird nicht passieren. Sie wird mir vergeben, wenn ich sie nicht einlade."

Neville versteckte ein Grinsen. „Wir müssen unsere Partys dann miteinander absprechen", zeigte er auf.

„Sollte spaßig werden", stimmte Harry zu, wäre er sich erhob. „Gut, ich sollte jetzt am besten zurück zu Terry und Li, bevor sie anfangen mich zu suchen. Wenn ich euch nicht während des Sommers sehen sollte, dann bestimmt im Zug."

„Einen schönen Sommer!", rief Hermione, währen Harry in den Gang hinausschritt.

Er winkte zurück, ging sicher, dass Trevor keinen weiteren Fluchtversuch machte und ging für den Rest der Fahrt in sein eignes Abteil zurück. Sein Sommer versprach sehr unterhaltsam zu werden. Er hoffte nur, das Dobby der Hauself ihn nicht ruinierte.

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