Title: Xerosis
Author: Batsutousai
Beta: Shara Lunison & magickmaker17
Translator: LadyShigeko
Beta: Der Nörgler
Rating: T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny)
Warnings: SLASH, AU, character death, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harry's world ends at the hands of those he'd once fought to save. An adult-Harry goes back to his younger self fic. Super!Harry
Disclaim Her: Stopp, ist Voldi nicht zurück? XD
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The Bad Man, The Sad Man
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Es war der 30 Juni, als Harry pfeifend zurück zum Haus der Dursleys ging. Bis jetzt war sein Sommer einfach nur genial gewesen: Er bekam all seine Post, Sirius würde in der letzten Juliwoche entlassen werden und Harry hatte die Seelen weiterer vier Mundanes ausgesaugt die, wenn sie die Chance gehabt hätten, ihn lieber tot gesehen hätten. Er hatte diesen Sommer bereits um die zwanzig Seelen genommen und er beabsichtigte, morgen einen Besuch in der Knockturngasse zu machen, um einige Vampire zu jagen.
Selbst die Dursleys hatten sich sehr gut benommen. Bis jetzt hatte Vernon noch nicht seinen zu erwartenden Wutanfall gehabt, aber Harry war nur selten zu Hause gewesen, sodass es nicht viele Gelegenheiten dafür gegeben hatte. (Harry hatte fast damit gerechnet, dass es dieses Mal wieder während des Essens geschehe würde, so wie letztes Mal, da das die einzigen Gelegenheiten waren, bei der Vernon und er im selben Raum waren.)
Harry hatte gerade den Schutz des Blutschutzes verlassen, als er ein leise geflüstertes „Stupor" hörte. Er duckte sich in den Schatten eines nahestehenden Baumes während der Zauber harmlos verpuffte. Mit seinen Augen suchte er die Umgebung ab und versuchte den Angreifer ausfindig zu machen, aber wer auch immer es war, er befand sich außer Reichweite. „Verdammt", murmelte Harry und ließ seine Augen über den Bereich innerhalb des Blutsschutzes gleiten. Wenn diese Person außerhalb des Schildes darauf gewartet hatte ihn zu fangen, so konnte diese logischerweise nicht hinein.
Ein überhängendes Dach warf einen Schatten, den Harry benutzen konnte, um dorthin zu gelangen. Er verzog das Gesicht, als er über einen halben Meter oberhalb des Bodens auftauchte und unsanft landete. Sobald am Boden war, duckte er sich und suchte erneut die Gegend außerhalb des Schildes ab. Niemand.
Das wird ernsthaft meine Pläne für morgen in Gefahr bringen. Wenn dies ein Versuch von Voldemort war, der einen seiner Leute geschickt hat, um so den Fluch zu umgehen, werde ich ihm ein ihm den Arsch aufreißen. Harry schnaufte verärgert und bereitete sich darauf vor zurück in den Schatten zu springen. Für Notfälle, sorgte er immer für einen Schatten unter seinem Bett und wenn das kein Notfall war, dann wusste er nicht, was einer sein sollte.
Einen schnellen Sprung später lag Harry etwas ungemütlich unter seinem Bett, eine Hand gegen den Boden gedrückt. „Manchmal", grummelte er, während er sich aufrichtete, „bringt das mehr Ärger, als es wert ist". Wieder zurück auf den Beinen schlurfte er zu seinem Koffer und holte ein Buch daraus hervor, die er noch nicht gelesen hatte und ließ sich auf sein Bett zurückfallen, das Buch an seine Brust gepresst. Vielleicht gehe ich morgen durch die Schatten zur Knockturngasse. Dieser Ort ist immer voll von dunklen Schatten in den Ecken und es gab dort einen bestimmten Platz in diesem Vampire Pub, der immer im Schatten liegt. Es ist zwar etwas problematisch, aber ich kann mit meinem Umhang dorthin zu gehen, das dürfte reichen. Er hatte sich über die Jahre hinweg außerordentlich darum bemüht, das keiner des Pub Personals auf ihn aufmerksam wurde, sonst könnten sie noch einen Weg finden, wie sie ihn aus ihrem Etablissement fernhalten können. Die Vampire überlebten nie lange genug, um ihm größere Probleme zu bereiten, da, wenn ihre Seelen erst mal verschlungen waren, ihre Körper zu Staub zerfielen. Allerdings waren die Besitzer des Pubs Wehrwölfe, weshalb er sie zufrieden ließ.
Dafür, dass Harry wahllos Vampir- und Mundaneseelen aussaugte, so tendierte er doch dazu, anderen magischen Daseinsformen zu vermeiden – Hexen, Zaubrer, Wehrwölfe, etc. – es sei denn, sie verärgerten ihn in irgendeiner Art und Weise. Die wenigen Male, in denen er im Pub war, hatten ihn die Wehrwölfe fair behandelt, trotz seines auffallend jungen Alters, so dass er keinen Groll gegen sie hatte. (Außerdem, solange sie am Leben waren, so lange würde der Pub geöffnet bleiben.)
Allerdings konnte Harry immer noch die Augen in der Nachbarschaft offen halten, ob sich ein Zauberer dorthin verirrte. Und wenn er Glück hatte, fing er vielleicht einen Todesser in der Knockturngasse, den er Befragen konnte. Bei diesem Gedanken schlich sich ein kleines böses Lächeln auf Harrys Lippen. Ein Todesser-Snack. Lecker.
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Es gelang Harry für eine weitere Woche nicht, den Stalker zu fangen und das verärgerte ihn wirklich sehr. Dieser Bastard versteckte sich sehr gut und ohne Magie war es für Harry sehr schwer durch seine Schatten zu finden.
Als Harry endlich die kauernde Gestalt fand, tauchte er in einem Schatten hinter dieser auf, fasste ihn an seinem Umhangkragen und presste den Körper gegen den Baum, unter dem er sich versteckte. „Gib mir einen Grund, wieso ich dir nicht dein verficktes Herz rausreißen sollte", hisste er während die Luft um sie herum abkühlte durch seinen Ärger.
Im Wahn glühende Augen blickten ihn aus einem Gesicht, das Harry bisher nur einmal gesehen hatte, aber nie wieder vergessen hatte, an.
„Barty Crouch Jr.", murmelte Harry, dessen Griff sich wegen der Überraschung lockerte.
Barty duckte sich weg und hob seinen Zauberstab, aber Harry war verschwunden, bevor der Mann einen Zauber sprechen konnte. „Wo bist du, kleiner Potter?", hisste der Mann, während seine Augen die Gegend absuchten.
„Wie konntest du aus den Fängen deines Vaters entkommen?", fragte Harry vom Ast über Bartys Kopf. Als der Todesser seinen Zauberstab auf ihn richtete, wechselte Harry mit einem Schatten einfach zu einem Ast, auf die andere Seite des Baumes. „Oh, warte, lass mich raten. Voldemort hat seinen echten Körper zurückgewonnen, dein Dunkles Mal wurde dunkler und gab dir zusätzliche Kraft, mit der es dir gelang Imperius deines Vaters abzuschütteln." Er verschwand erneut, als Barty ihn wiederfand.
„Du bist sehr gut Informiert, für ein Balg", züngelte Barty, der seine Augen verengte um im Dämmerlicht besser sehen zu können.
„Und du siehst sehr gut, für einen Toten Mann", erwiederte Harry, der jetzt hinter dem Todesser stand. Als Barty sich zu ihm umdrehte, schnappte sich Harry dessen Zauberstab und hielt ihn so zwischen seinen Händen, als ob er ihn zerbrechen wollte.
Lächelte hob Barty seine Hände. „Ich mag dich, Potter", entschied er.
Harrys Mund zuckte kurz zu einem Lächeln, aber er behielt den Griff am Zauberstab bei. „Wieso hast du versucht mich zu schocken?"
Barty drehte seinen Kopf auf die andere Seite. „Mein Lord will mit dir zu sprechen."
„Normalerweise schockst du nicht die Leute, mit denen zu sprechen möchtest", erwiderte Harry. „Wieso will er, dass du mich ergreifst?"
„Du bist kein gewöhnlicher Zwölfjähriger, nicht wahr?"
„Elfjährig. Beantworte meine Frage."
„Dieses von Schatten zu Schatten springen, das ist eine Vampir Gab-"
KNACK!
Bartys Gesichtsausdruck gefror, als Harry langsam den zerbrochenen Zauberstab in seine Tasche gleiten ließ, seine Arme verschränkte und eine Augenbraue hochzog. „Du wirst langsam langweilig, Barty."
Der Todesser räusperte sich. „Die genauen Details kenne ich nicht, aber er will, dass du vermisst wirst. Irgendwas darüber, dass man von deinen Tod ausgehen soll?"
Harry runzelte die Stirn. „Meinen Tod annehmen? Was würde das – Oh."
Harrys Lippen zierten ein kleines Schmunzeln. „Das ist eine so typische böse Dunkle Lord Sache, das zu tun." Er kicherte und schüttelte den Kopf, dann konzentrierte er sich wieder auf Barty. „Befindet sich die Basis aktuell in Malfoy Manor oder in diesem Muggelhaus in Little Hangleton?"
Barty blinzelte. „Malfoy… Manor…", gab er etwas verwirrt zu.
Harry nickte, griff nach Baryts Arm und brachte sie mit Hilfe eines Schattens, in den Keller, an den er sich in Malfoy Manor erinnerte. „Führe mich", verlangte er.
„Du ängstigst mich etwas", gestand Barty und wandte sich zu den Treppen, die hinauf führten.
„Todesser zu ängstigen, ist mein Job", kommentierte Harry. „Du kannst dich glücklich schätzen, dass du noch lebst, wirklich. Ich mag es nicht, gestakt zu werden."
„Was du nicht sagst", murrte Barty, der sich an die allumfassende Kälte erinnerte und diesen mörderischen Glanz in den grünen Augen, als der Junge ihn ergriffen hatte. Er war sich nicht sicher, wer gruseliger war, der dunkle Lord während eines Wutausbruchs, oder dieser Junge hinter ihm.
Barty führte sie in den dritten Stock, begleitet von den Porträts, die missbilligenden auf sie herab Blickten. Als sie vor dem Raum standen, in dem der Dunkle Lord residierte, klopfte Barty.
„Eintreten", befahl Voldemort.
Barty zuckte zusammen, aber er öffnete die Tür. „Mein Lord", sagte er, schritt in den Raum und verbeugte sich.
„Barty", hisste Voldemort. „Ich hoffe für dich, dass du den Jungen hast."
„Wohl eher ich habe ihn", erwiderte Harry, der hinter Barty den Raum betrat. Ein schneller Blick zeigte ihm, dass der Raum schwarz gestrichen war und mit Vorhängen die Fenster verdunkelt waren. „Du bist so schäbig."
Voldemort starrte für einen Moment geschockt den Jungen an, dann richtete er seinen Zauberstab auf ihn und hisste „Crucio!"
Der Zauber verpuffte in der Luft, als Harry ihm aus dem Weg schritt, da er diese Reaktion erwartet hatte. „Ich beginne zu glauben, dass du unfähig bist, eine normale Diskussion zu führen", kommentierte er, als er sich lässig an die Wand hinter ihm lehnte.
„Crucio!"
Abermals wich Harry dem Zauber aus und sagte dann: „Wenn du jetzt nicht verdammt noch mal deinen Zauberstab weg steck-"
„Crucio!" Schrie Voldemort abermals, der jetzt anfing leicht Verzweifelt zu klingen.
Während er dem Zauber auswich, verengte Harry seine Augen. Es dauerte nur Augenblicke, bis der Raum gefror. Bei der Tür, hechtete Barty mit einem Wimmern hinaus. In seinem herrschaftlichen Stuhl schnappte Voldemort überraschend nach Luft, während ihm sein Zauberstab aus zitternden Fingern entglitt. Harry schritt langsam vorwärts und hob ihn auf, den er dann benutzte, um sich einen Stuhl gegenüber vom Dunklen Lord zu erschaffen. Als er komfortabel saß, rief er seine Kraft zurück.
Voldemort brauchet etwas Zeit, um aus seinen Albräumen zurückzukehren, aber als er wieder voll und ganz in der Gegenwart war, sagte Harry: „Bist du nun bereit, dich wie eine zivilisierte Person zu unterhalten? Oder soll ich einfach gehen und in ein paar Jahren wiederkommen?"
Zittrig Atem holend, schüttelte Voldemort sich sichtlich. „Ich höre zu, Potter."
Harry lächelte kalt. „Exzellent. Also, so wird es ablaufen: Ich will, dass die Muggel verschwinden, genau wie du. Ich habe nicht vor, dich zu stoppen, was auch immer du vorhast, außer du fängst an Hogwarts Schüler zu attackieren. Die meisten kümmern mich nicht, aber einige sind meine Freunde und ich werde sehr verärgert, wenn du ihnen Leid zufügst. Also plane einfach, sie in Ruhe zu lassen.
Ja, ich bin mir der Prophezeiung durchaus bewusst. Warte, besser gesagt, ich kenne die ganze Geschichte. Es beginnt damit, dass wir uns töten, bla bla bla." Harry winkte nachlässig mit seiner Hand. „Wenn wir dieses verdammte Ding ignorieren, fällt das verdammte Ding nicht weiter ins Gewicht. Nur, weil ein Prophezeiung existiert, heißt das nicht, dass sie sich auch erfüllen muss."
Voldemort brauchte einen Augenblick, um das zu verarbeiten und schüttelte dann den Kopf. „Lass mich das klar stellen: Bist du auf meiner Seite?"
„Es wäre korrekter zu sagen, dass wir auf derselben Seite sind", korrigierte Harry.
Voldemort schnaubte. „Semantik. Wir wollen beide die Muggel tot sehen. Du bist quasi für weitere fünf Jahre nutzlos-"
Harry knurrte. „Nutzlos? Entschuldige mich, aber wer hat den Stein besorgt? Wer hat deinen Todesser sang und klanglos geschlagen? Wer hat dich ohne einen Zauberstab entwaffnet?" Er hob Voldemorts Zauberstab, welchen er zwischen den Fingern wirbelte, während er sprach. „Nur weil ich minderjährig bin, bedeutet das nicht, dass ich nutzlos bin."
Voldemort verengte die Augen. „Ja, deine mysteriösen Fähigkeiten den Raum gefrieren zu lassen und in den Menschen ihrer schlimmsten Erinnerungen wachzurufen. Das ist sehr Dementor-mäßig."
Harry bedachte den Dunklen Lord mit einem kalten Lächeln. „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich hier sitze und all meine Geheinisse ausplappere."
„Du würdest einen dürftigen Helden abgeben", entschied Voldemort. „Gut Potter, behalte deine Geheimnisse; Ich werde sie irgendwann schon herausfinden."
„Das bezweifle ich."
Einem Moment lang wirkte der Dunkle Lord so, als würde er am liebsten seinen Zauberstab haben, aber da Harry ihn immer noch zwischen den Fingern wirbelten, entspannte er sich wieder in seinen Stuhl. „Was genau gedenkst du mir anzubieten, dafür, dass ich deine Freunde in Ruhe lasse?", fragte er.
Während Harry darüber nachdachte, starrte er in die Leere über Voldemorts Schulter. Nach einem Moment, fokussierte er sich wieder auf den Mann und fragte: „Was willst du? Du hast mich als Verbündeten. Jede Information, die ich dir über Dumbledore geben könnte, kannst du ebenso einfach von Snape oder deine Kontakten im Ministerium erhalten."
Voldemort neigte seinen Kopf. „Mein Verbündeter sagt du?"
Harry zuckte die Achseln. „Den einzigen Teil der Prophezeiung, der mich interessiert, ist der Teil, in sie mich als die ebenbürtig nennt. Ich weigere mich, von jemandem Beherrscht zu werden, nicht mal von dir. Ich bin keiner deiner Diener, obwohl du mich bereits gezeichnet hast." Er benutzte den Zauberstab in seiner Hand, um den Pony aus seiner Stirn zu schieben, dann fuhr er damit fort, diesen herumzuwirbeln.
Voldemort höhnte. „Ebenbürtig?"
Harry rollte mit den Augen. „Wieso versuche ich es eigentlich?", fragte er die dunkle Decke.
„Ich besitze keine mir Ebenbürtigen."
„Und ich habe niemanden über mir", erwiderte Harry. „Es sei denn, du anfängst am mich ´Meister´ zu nennen und dich mir zu Füßen zu werfen, beginnst du besser damit, dich daran zu gewöhnen, mich als ebenbürtig zu sehen."
Voldemort sah aus, als eine Vene auf seiner Stirn gleich platzen würde.
Harry rollte mit den Augen, dann erinnerte er sich allerdings an etwas, dass er beinahe vergessen hatte. „Oh, ja! Ich kann dir etwas als Bezahlung für meine Freunde geben."
„Was?", hakte der Dunkle Lord nach.
Harry grinste. „Du hattest während deiner letzten Machtergreifung einen Todesser Namens Regulus Black, ja? Nun, er fand irgendwie das über deine Horkruxe heraus – und, ja, ich weiß alles über sie – und er ging mit seinem Hauselfen dorthin, wo du die Halskette versteckt hattest und stahl sie. Ich weiß, wo sich der Horcrux derzeitig befindet."
Abschätzend blickte Voldemort ihn an. „Woher weißt du das über meine Horcruxes?"
„Mmmm… ein Geheimnis, sorry."
„Potter…"
Harry rollte mit den Augen. „Niemand sonst weiß über sie Bescheid, es sei denn du bist zu jemandem gegangen und hast es diesem erzählt. Mach dir keine Knoten in den Schlüpfer. Willst du, das ich ihn dir wiederhole?"
Einen Moment lang starrte Voldemort Harry an, als ob er ihn damit einschüchtern könnte. Harry blicke zurück, stetig immer amüsierter werdend. Schließlich grummelte der Dunkle Lord ein „Ja" hinaus.
Harry nickte. „Drei Ravenclaws: Terry Boat, Li Su und Luna Lovegood; und sechs Gryffindors: Hermione Granger, Neville Longbottom und die vier jüngsten Weasleys. Also neun Schüler. Gut…" Harry tippte sich mit Voldemorts Zauberstab ans Kinn. „Und Lillian Moon aus Slytherin, aber sie ist wahrscheinlich bereits eine von deinen", lächelte er. „Das wären alle."
„Zehn Schüler für eine Horcrux?", klärte Voldemort. „Bring mich nicht zum Lachen, Junge."
Harry knurrte. „Lass es mich dir verdeutlichen: die zehn Schüler für die Kette, oder ich zerstöre die Kette und das Diadem, das in Hogwarts versteckt ist."
Stille. Voldemorts Lippen verzogen sich in völliger Verachtung und wenn er seinen Stab gehabt hätte, dann hätte er ihm wahrscheinlich einen Todesfluch geschickt, Schwur oder kein Schwur. Harry blickte weiterhin finster drein, aber seine Augen glühten praktisch vor Zorn.
Endlich – endlich – antwortete der Dunkle Lord. „Gut", hisste er und sankt in seinem Stuhl zusammen. „Aber ich will auch das Diadem."
Harry rollte mit den Augen. „Einverstanden. Zwei Horcruxe für das Leben meiner Freunde."
„So soll es sein", grummelte Voldemort und ihre Magie schnappte, um den Schwur zu besiegeln.
Harry warf dem Dunklen Lord seinen Zauberstab zurück, den der Mann etwas überrascht auffing. „Ich bin gleich wieder zurück", sagte der Junge, während er sich in eine Ecke des Raumes begab, die schwer mit dunklen Schatten verhangen war.
Zuerst machte Harry darin einen Trip zum Grimmauldplatz. Er benutzte seine Dementoren-fähigkeiten, um die Doxis abzuwehren, die ihn angriffen, da er ihre Ruhe gestört hatte. Danach glitt er zum Schränkchen, in dem die Kette aufbewahrt wurde. Die Tür war verschlossen, aber ein Alohomora war einer den wenigen Zauber, die er bereits zur Perfektion zauberstablos beherrschte, sodass das kein Problem darstellte. (Und so weit weg von den Schilden um den Privet Drive entfernt, würde jede Magie die er wirkte nicht bemerkt werden.)
Nachdem er das Amulett hatte, schritt er zurück in einen Schatten und reiste zu einem gewöhnlicher weise schattigen Korridor in Hogwarts, der nicht weit vom Raum der Wünsche entfernt war. Gerade bevor er in den Korridor schritt, erinnerte er sich an Etwas und stöhnte; Ich habe nichts, womit ich mich verstecken könnte. Keinen Umhang, keine Desillusion.
Über sich selbst den Kopf schüttelnd, reiste er in seine Zimmer bei den Dursleys, kletterte unter seinem Bett hervor und ging zu seinem Koffer. In dem sichersten Fach, neben seinem Umhang und der Karte, befand sich eine Kollektion aus gestohlen Zauberstäben von Zauberern und Hexen. Ihm war es gelungen, eine weitere Hexe zu finden – dieses Mal eine, die in einem Laden in der Knockturngasse arbeitete – sodass sich nun derzeit fünf andere Zauberstäbe in seiner Sammlung befanden. Er griff sich den, der für ihn am besten arbeitete – der vom Zauberergamontmitglied – und krabbelte mit diesem wieder unter sein Bett, um zurück nach Hogwarts zu gelangen.
Nachdem er das Diadem hatte, wandelte er direkt aus dem Raum zurück durch die Schatten zum nach Malfoy Manor. Er kam an, um dort Lucius Malfoy vor Voldemort kniend vorzufinden. Belustigt zog er eine Augenbraue hoch, lehnte sich an die Wand und fragte sich, über was sie redeten und wie lange der Dunkle Lord brauchen würden, um ihn zu bemerken.
„-zu einfach, mein Lord", sprach Lucius. „Für ein bisschen Gold in seiner Tasche und er würde seine eigene Frau für ein Blutbad hergeben. Das einzige wirkliche Probleme zu diesem Zeitpunkt ist Weasley und seine Muggel-Beschützer-Theater."
Voldemort blickte in die Ecke, in der Harry stand und lächelte, als er ihn sah. „Und was denkst du darüber, Junge? Willst du wirklich die Kinder eines Muggel-Liebhabers beschützen?"
Durch die Anspannung in Lucius Schulter und Hals wusste Harry, dass der Mann versuchte, sich nicht umzudrehen, um zu sehen, wer dort stand. „Nur weil du nicht in der Lage bist Freunde zu finden, bedeutet das nicht, dass alle es auch sind", erwiderte er, wobei seine Lippen ein kleines Lächeln zierte. „Außerdem, die Kinder sind nicht der Vater, sie teilen nur identische Gene. Eigentlich, jetzt wo ich so darüber Nachdenke, ist das etwas, das auch Snape nie wirklich gelernt hat. " Er stieß sich von der Wand ab und erschuf anwesend einen Beutel, in den er die Horcruxe legte. „Ich hab deine Wahren."
Mit nachdenklich verengten Augen streckte Voldemort eine Hand für den Beutel aus. Als Harry ihn erreichte, nahm der Dunkle Lord den Beutel in eine Hand, mit der anderen zog er Harrys an dessen Ärmel zu sich, die Augen auf dessen Zauberstab gerichtet. „Das ist nicht dein Zauberstab", kommentierte er.
„Hm?", Harry hob den Stab und schaute ihn an. Er war an den Ecken schon sehr abgenutzt. „Nein", stimmte er zu, „ist es nicht."
Hinter Harry stieß Lucius einen kleinen Laut der Überraschung von sich. „Das ist der Stab von Kaus Gumboil. Er wird bereits seit zwei Jahren vermisst."
„Oh, ist das sein Name?", fragte Harry, der sich sanft aus Voldemorts Griff befreite und sich zu Lucius umdrehte, dessen Augen immer größer wurden. „Wusste ich nicht."
„Und was hast du mit Mr. Gumboil gemacht?", fragte Voldemort belustigt.
„Mmm…" Harry blicke den Stab einem Moment an, dann ließ er ihn zurück in seine Tasche gleiten. „Ich denke nicht, dass ich es dir sage. Jedoch war er ziemlich unartig, verkaufte Kinder in der Knockturngasse." Harry schenkte dem Dunklen Lord ein strahlendes Lächeln. „Er hat versucht mich zu verkaufen, aber ich habe davon überzeugen können, dass das eine schlechte Idee wäre."
Voldemort gackerte, während Lucius Harry anblickte, als könne er nicht entscheiden, ob der Junge verrückt war, oder nicht. Harry zwinkerte ihm zu, nur um das Reinblut schlucken zu sehen. „Behalt deine Geheimnisse, Potter. Ich werde es genießen, sie zu lüften", entschied Voldemort.
„Und ich werde es genießen, dir dabei zuzusehen", stimmte Harry ihm zu. Dann drehte er sich zu Lucius um und neigte den Kopf. „Du musst mir meine Ignoranz vergeben, aber wie kriegt Mr. Weasley seinen Gesetzentwurf genehmigt? Geht das über das Zaubergamot? Oder über Fudge?"
„Das Zaubergamot", erwiderte Lucius, der eine Braue hochzog.
Harry nickte, dann wandte er sich wieder dem Dunklen Lord zu. „Sende keinen weiteren Todesser, um mich zu stalken, oder du ich dir den Nächsten in Stücken", warnte er, was Voldemort ein gackern entlockte, dann schritt er zurück in seine dunkle Ecke und ging durch die Schatten in die Winkelgasse. Ein schneller Glamour stellte sicher, dass niemand ihn zweimal anblickte.
Er hatte nichts gegen Mr. Weasley, wirklich, aber Harry konnte diesen Gesetzentwurf nicht durchkommen lassen. Er hatte seinen exzentrischen Vater-in-Spee schon immer gemocht, aber die Besessenheit des Mannes über Mundanes würde ihm eines Tages das Leben kosten. Harry konnte diesen Gesetzentwurf nicht durchkommen lassen.
Einen Floo-Trip stäter betrat Harry das Ministerium und durchschritt das Voyeur. Die Karte des Ministeriums in seiner Tasche – er hatte immer eine bei sich, nur für den Fall, dass er vielleicht den Drang verspüren sollte, das Ministerium zu besuchen – ermöglichte es ihm, das er den Registrationsschalter ohne Zwischenfall passieren konnte, es wurde nur Registriert, wer vorbeiging. (Harry wünschte sich, dass er eine Fliege an der Wand wäre, als ihm klar wurde, dass soeben vier verschwundene Personen gleichzeitig das Gebäude betreten hatten. Es war wirklich eine Schande, dass sie nicht irgendeine Art visuellen Registrierung System hatten.)
Da er im Ministerium gearbeitet hatte – selbst in einem sehr veränderten Ministerium – für vierzig-und-irgendwas Jahre, wusste Harry sehr genau wo er Informationen zu den Mitgliedern des Zauberergamots finden konnte. Als er in den Büros ankam, wendete er seinen Vampir-Charme an der Hexe hinter dem Tresen an, flirtete mit dieser und lies dabei subtil Fragen über das Zauberergamot fallen, wobei er Legilimentik benutzte, um noch tiefer zu dringen.
Eineinhalb Stunden später verließ Harry das Ministerium mit einem befriedigten Grinsen. Nun war alles was er tun musste, einige der mundanefreundlichen Mitglieder des Ausschusses Auszuschalten und Arthurs Gesetzesvorschlag würde in null Komma nichts im Boden verschwinden. Das einzige worüber er sich sorgen machen musste war jetzt, ob sie die Mitglieder, die er erledigte, ersetzten würden. Aber nur wenige Leute interessierte das wirklich und er glaubte nicht, dass die Zaubererwelt sich wirklich dermaßen verändert hatte.
In jedem Fall würde er ein Auge auf diese Gelegenheit haben.
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Harry grinste in sich hinein, als Dudley am Morgen des siebenundzwanzigsten Juli ins Wohnzimmer stolperte, wie jeden Morgen. Sein fetter Cousin ging zum Fernseher, schaltete ihn an und wollte dann zum Sofa. Er erstarrte in dem Moment, als er Harrys bemerkte, der es sich auf dem Sofa mit einem chinesisches Geschichtsbuch auf seinem Bauch liegend in seiner bevorzugten Lese Pose gemütlich gemacht hatte.
„Guten Morgen Diddy-bums", gurrte Harry. „Ich dachte, ich probiere selbst mal aus, wie bequem dieser Platz hier wirklich ist, da du hier so viel Zeit verbringst. Ich muss zugeben, dieser Platz passt wahrscheinlich besser zu dir mit deinen Fettrollen und so, aber er eignet sich sehr gut, um sich darauf auszubreiten."
Dudley blinzelte, dann rief er: „Mom! Er sitzt auf meinem Platz!"
Nervös ihre Hände an ihre Schürze abwischend, betrat Petunia den Raum. „Lass ihn Schätzchen. Er wird früh genug weg sein."
„Ihr hättet eine Party schmeißen sollen", kommentierte Harry. Gemächlich zog er die Fernbedienung unter der Sofaecke hervor und zappte durch die Kanäle. „Etwas wie einen ´Merlin sei Dank, wir sind einander los! ´ Gig. Ich hätte mich vielleicht überreden lassen, die Torte zu backen. Aber gut. Nun ist es zu spät."
Petunia spannte sich merklich an bei Harrys Bemerkung über ´Merlin´ und erblasste als er sagte, das er einen Kuchen gebacken hätte. „Komm her, Diddy, Liebling", sagte sie, sich auf ihren Sohn fixierend. „Ich habe dir dein Lieblingsfrühstück gemacht."
Dudley blickte Harry verachtend an, aber ein Leben lang, mit dem Versuch ihm aus dem Weg zu gehen hatte ihm gelehrt, dass von seinem Cousin Wegzugehen, immer in seinem besten Interesse war. Also folgte seiner Mutter ohne Beschwerde in die Küche.
Harry kicherte in sich noch etwas tiefer ins Sofa sinken, bevor er sich erneut seinem Buch widmete. Er würde es vermissen im Privet Drive zu leben, wenn auch nur wegen dem Unterhaltungsfaktor.
Ungefähr einen Stunde später klingelte es an der Tür und Harry blickte von seinem Buch auf um seine Tante dabei zu beobachten, wie sie in Richtung Haustür eilen um die Türe zu öffnen: „Oh", seufzte sie und blickte suchend um die Ecke ins Wohnzimmers. „Deine… Person ist hier."
Harry lächelte ein frostiges Lächeln. „Mein Pate, Tante Petunia"
Sie schluckte. „Ja, dein Pa…te…" Sie zog eine Grimasse. Vernon hatte die vergangen Tage damit verbracht, sich darüber aufzuregen, ob es für ´Freaks´ legal war Paten zu haben, wenn er dachte, dass Harry nicht in Hörweite war. Harry hatte darüber nachgedacht, diese Dummheit zu korrigieren, aber irgendwann entschieden, das er den Mann dafür töten müsse, um das richtig zu stellen, und er war sich nicht sicher, ob seine, ob er der Seele des Mannes verdauen konnte.
Vielleicht würde er im nächsten Sommer mit seinem Schnitzmesser zurückkommen. Er hatte geplant, diesem Mann an seinem dreizehnten Geburtstag etwas schreckliche anzutun.
Aber für jetzt, galt es erst mal eine Paten zu treffen, also erhob sich Harry und ging zur Türe. Als er Sirius erblickte, konnte er sich ein Lachen nicht verkneifen, da der Mann doch tatsächlich in einem Minikleid und hochhackigen Schuhen gekommen war. „Ich kann nicht glauben, dass sie Schuhe in deiner Größe hatten", bemerkte Harry, nachdem er sein Lachen wieder unter Kontrolle hatte.
„Ich musste sie anpassen", gab Sirius, wie ein Verrückter grinsend, zu. „Ich hab auch darüber nachgedacht, mir die Beine zu rasieren, aber entschieden, dass das zu umständlich gewesen wäre."
Harry schnaubte. „Ich denke, du siehst klasse aus. Apparieren wir oder nehmen wir das Motorrad?"
„Als wenn du das noch Fragen müsstest", erwiderte Sirius, der ruckartig mit seinem Daumen über seine Schulter seigte, in die Richtung in der das Motorrad auf dem Gehweg stand. „Hast du alles bei dir?"
Harry nickte. „Der Koffer ist in meiner Tasche."
„Exzellent. Dann lass uns aus dieser Vorstadthölle verschwinden, dieser Ort ist gruselig." Er wendete und startete auf der Fahrbahn.
Harry wand sich mit einem rasiermesserscharfen Lächeln an auf den Lippen an Petunia: „Es hat sehr viel Spaß gemacht; ich hoffe, dass wir uns niewieder sehnen werden."
Petunia brachte ein zittriges Nicken zu Stande und schmiss die Tür zu sobald Harry aus dem Weg war.
Harry steckte sein Buch in eine seiner vergrößerten Taschen, hüpfte hinter seinen Paten auf das Motorrad und setzte sich den Helm auf, den Sirius ihm reichte. „Nun, ich will die Antwort wahrscheinlich nicht wissen, aber… Trägst du irgendwas da drunter?"
„Natürlich nicht. Ich trage Muggel Klamotten im einzig wahren Zauberer-Style!", deklarierte Sirius, bevor er den Motor startete.
Harry stöhnte – das hatte er wirklich nicht wissen wollen – aber er schlang seine Arme trotzdem um Sirius Bauch. Er war noch nie mit seinem Paten auf dessen Motorrad gefahren, aber bedachte man, wie verrückt der Mann war…
Sirius trat das Gas durch und blitzschnell waren sie unterwegs, überfuhren Stoppschilder und schnitten Ecken mit gefährlicher Geschwindigkeit.
Jup. Harry wusste, dass der Mann war verrückt. Endlich war er in guter Gesellschaft.
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Nevilles Geburtstag eher ruhig von gewesen, wobei Hermione und Harry die Einzigen aus der Schule waren. Der Rest der Gäste waren alles in die Jahre gekommene Mitglieder aus Nevilles großer Familie und es war sehr wenig in Richtung ´partymachen ´ geschehen.
Andererseits Harrys Party, war total verrückt gewesen. Er hatte im Grunde genommen Sirius freie Fahrt für die Planung und Organisation gegeben, was nicht eine seiner besten Entscheidungen gewesen war, aber er hatte nie behauptet, dass er komplett bei Verstand war. Der Hundeanimagus hatte quasi Harrys gesamten Jahrgang eingeladen, ausgenommen der Slytherins, sowie viele seiner alten Freunde aus der Schule, dem Orden und deren Familie. Trauriger weise konnte Remus nicht kommen, wegen des nahenden Vollmonds, denn er war die einzige Person, neben Harrys Schulfreunden, die er gerne auf der Party gesehen hätte.
„Sirius, ich kenne nicht mal die Hälfte dieser Leute", versuchte Harry über das Gelächter und die laute Musik hinweg diskret anzumerken.
„Aber es macht ne Menge Spaß, nicht?", schrei Sirius zurück.
Augenrollend begann Harry wieder mit der Suche nach seinen Freunden. Nächstes Jahr würde er die Gästeliste aufstellen.
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Harry hatte Alles versucht, um einen Besuch in der Winkelgasse an demselben Tag wie Lockhart seine Bücher signierte, zu vermeiden. Keine Chance. Alle seine Freunde – ausgenommen Lillian, die wahrscheinlich die Gescheiteste dieses Haufens war – hatten entschieden, genau an diesen Tag einzukaufen.
„Können wir zuerst bei Flouish and Blotts verbeischauen?", bat Harry, während er und Sirius auf dem Weg waren. Sie waren mit den Grangers, Longbottoms und Sus– Terry war immer noch bei Li – bei der Bank verabredet.
„Nein, tut mir leid. Das geht nicht", erwiderte Sirius vor sich hin pfeifend. „Wir werden dort zum Signieren hingehen. Diese Bücher könnten eines Tages sehr viel wert sein."
„Du bist so ein fieser Arsch", grummelte Harry vor sich hin. „Diese Bücher werden unleserlich mehr wert sein, als signiert."
Sirius grinste darüber. „Ich weiß wirklich nicht, was du gegen den Kerl hast. Er hat ein fantastisches Lächeln!"
„Deine übertriebene Schwulheit erschreckt mich immer wieder. Zwischen dir und Dumbledore bin ich fürs Leben gezeichnet."
„Er sieht wirklich etwas schwul aus, nichtwahr?", überlegte Sirius.
„Ich frage mich, ob Lockhart schwul ist", grübelte Harry, mit dem Finger gegen sein Kinn tippend. „Ihr zwei würdet ein nettes Paar abgeben. Er wäre der hübsche Gutaussehende und du wärest… nun gut… du."
Sirius bedachte Harry mit einem amüsierten Blick. „Bist du nicht ein bisschen jung, um mich mit anderen Kerlen zu verkuppeln?"
„Man ist niemals zu jung für Revenue!", deklariere Harry, wären sich in seinem Kopf einen böse Idee formte. „Du und Snape ergänzt -"
„OH LIEBER MERLIN, MEIN GEHIRN!", heulte Sirius, der seinen Kopf packte und sich mitten auf der Straße zu einem Ball zusammen krümmte.
Pfeifend ging Harry die letzten paar Schritte zu seinen Freunde und deren Familien, die bereits auf sie warteten. „Hi!"
„Was hast du denn mit dem gemacht?", fragte Terry, der einen verstörten Blick über Harrys Schulter warf.
„Hab ihn etwas angeknackst, aber keine Sorge, er hat einen Selbst-Reparier-Zauber eingebaut", spottete Harry. „Gebt ihm noch ein 10 Minuten oder so. Aber jetzt, können wir vielleicht unser Geld holen?" Er nickte in Richtung der Bank hinter ihnen.
„Ich kann nicht entscheiden, ob mich das jetzt aufregen sollte oder nicht", murmelte Hermione, während die Erwachsenen Blicke austauschten und still übereinkamen, einzutreten. „Ich meine, er ist dein Beschützer, aber er ist auch ein kleines bisschen…", schweifte sie ab und biss unsicher auf ihrer Unterlippe herum.
„Ganz und gar Verrückt, ist die Redewendung, die du suchst", bot Terry an. „Meschugge, völlig Übergeschnappt. Er hat sie nicht mehr alle. Er hat ´nen Knall-"
„Ja, danke dir, Terry", stoppte ihn Li augenrollend. „Wir haben es verstanden."
„Brauchst du Sirius, um in dein Verließ zu gelangen?", fragte Neville Harry, währen Terry und die Grangers gingen, um ihr Geld zu wechseln."
Harry schüttelte den Kopf. „Nö. Ehrlich, wahrscheinlich muss ich nicht mal runter gehen, aber es ist jedes Mal wieder schön, meinen Geldbeutel voll aufzufüllen." Er zog seinen Geldbeutel aus seiner Tasche und klimperte etwas damit.
„Fùqīn würde mich niemals so viel Geld mit mir rumtragen lassen", wisperte Li, während sie die Erwachsenen besorgt beobachtete. „Er erlaubt mir kaum eine Galeone für den Süßigkeitenwagen."
„Gut, ich hatte nie einen Erwachsenen der mir sagt, wie viel Geld ich mit mir oder nicht mit mir haben darf", meinte Harry achselzuckend. Er steckte seinen Beutel wieder zurück, als ein Kobold auf sie zukam um sie für den Besuch bei den Verliesen einzusammeln. „Wie auch immer, meine Eltern haben mir ein Vermögen hinterlassen, sodass ich mir erlauben kann, um ein bisschen Geld für Dinge wie extra Bücher oder ein Häufchen Schokofrösche locker zu haben."
„Und dein Pate wird sich nicht darüber beschweren?"
„Sirius?" Harry schnaubte. „Merlin, nein. Er besitzt selbst ein Vermögen, nur für den Fall der Fälle, indem ich etwas zu viel ausgebe. Das Cottage, in dem wir leben? Er hat es gekauft, nachdem er entlassen wurde und es war kaum bemerkbar."
Li starrte ihn mit großen Augen an und stolperte fast, während sie versuchte in den Wagon zu steigen. Kichernd streckten Harry und Neville ihre Hände aus, um ihr zu helfen. Li war nicht mal annähernd so arm wie die Weasleys, aber sie spielte nicht in derselben Liga wie Harry oder Neville, die Beide aus alten Reinblutfamilien stammten.
Als sie zurück im Foyer waren, die Taschen voll mit klimperndem Geld, stand ein ziemlich grummeliger Sirius bei den Grangers und Terry. Er hatte seine Kleidung – die vorher ein schönes dunkles kastanienbraun gehabt hatten – in ein leuchtendes gryffindorrot mit kleinen golden blitzenden Löwen verwandelt.
„Meine Augen", beschwerte sich Harry, der seine Brille abnahm und sich die Augen rieb. „Oh Merlin, Mann! Versucht du mich erblinden zu lassen?"
„Du bist bereits auf dem besten Weg dorthin", erwiderte Sirius mit Humor. „Ich dachte mir, dass ich den Prozess beschleunige."
Harry stöhnte. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich weiterhin mit dir spreche."
Dann machten sie sich gemeinsam auf den Weg, auf dem sie starrende Blicke ernteten, dank Sirius blick fangenden Roben. Harry stellte sicher, dass er immer direkt vor seinem Paten lief, um eine mögliche Erblindung seinerseits zu vermeiden. Sirius machte es ihm aber ziemlich schwer, da er immer wieder vor und zurück winkte, um in Harrys peripherere Sicht zu geraten. Dafür erntete er jedes Mal ein wimmern von dem Jungen.
Die wenigen Dinge, die sie sonst noch brauchten, abgesehen von den Büchern, waren schnell besorgt und am Schluss war nur noch Flourish and Blotts übrig. Als sie sich näherten, konnten sie deutlich erkennen, dass es vor Menschen überquoll und Harry sagte: „Hey, das sieht ziemlich voll aus. Vielleicht sollten wir morgen wiederkommen?"
„Aber ich will Lockhart treffen!", kommentierte Hermione, die hoffnungsvoll den Laden anblickte.
„Er ist sehr gutaussehend", stimmte Li mit einem kleinen Lächeln zu.
„Ich habe gerade meinen ganzen Respekt von euch beiden verloren", entschied Harry.
„Du wurdest überstimmt", kommentiere Sirus, als Li Terry am Arm nahm und Hermione Neville in Richtung des Ladens schob. „Du kannst ein gutes Patenkind sein und freiwillig in den Laden gehen, oder ich werde dich reinzerren und du wirst dir meine Roben sehen müssen."
„Du Betrüger", beschwerte sich Harry. Aber er folgte seinen Freunden und ihren Erziehungsberechtigten in den Laden.
Drinnen war es wie im Irrenhaus, genauso wie sich Harry erinnern konnte. Hexen tummelten sich zusammen und drängelten sich für die Beste Sicht auf Lockhart, dessen Lächeln noch breiter und strahlende wurde.
Im Inneren war es wie in einem Irrenhaus, genauso wie Harry sich erinnerte. Hexen waren zusammengedrängt, schubsten sich für den besten Blick als Lockhart mit einem blitzenden Lächeln in Erscheinung trat.
„Ich bin dann oben", informierte Harry seinen Paten, bevor er den Verrückten entkam, indem er in die zweite Etage flüchtete, in der nur einige wenige andere Zauberer umherliefen. Harry seufzte erleichtert; das Letzte, was er brauchte, war von Lockhart abermals angequatscht zu werden. Es war schlimm genug, dass der Mann sie dieses Jahr unterrichten würde.
Harry hatte tatsächlich darüber nachgedacht, diesen Bastard aufzuspüren und ihm die Seele auszusaugen, bevor er den Lehrposten annehmen konnte, aber Lockharts Beliebtheit machte es schwierig, ihn lange genug alleine zu erwischen, um ihn umzubringen. Er würde damit warten müssen, bis die Schule begann.
Lockharts Stimme übertönte die Massen dort unten und Harry musste seufzten, als er hörte, als dieser seine übliche ´Ich bin so großartig, schau auf mein hübsches Lächeln´ Rede anstimmte. Er bemerkte, dass sein linkes Auge zu zucken begann und beeilte sich, tiefer zwischen den Bücherregalen zu verschwinden, um zu versuchen, der Stimme des Mannes zu entkommen.
„Mr. Potter", ertönte da eine steife Stimme.
Harry blickte über seine Schulter und lächelte leicht, als platinblondes Haar in sein Sichtfeld rückte.
„Mr. Malfoy, was für ein Vergnügen. Wie geht es ihrem… Hausgast?"
Lucius räusperte sich. „So gut, wie man es erwarten kann. Ich habe gehört, dass Sie in einem neuen Wohnverhältnis leben. Wie geht es ihnen damit?"
„Nur leeres Geplapper?", bemerkte Harry, der sich an ein Bücherregal lehnte. „Wie unerwartet. Sirius und ich kommen wunderbar miteinander aus, trotz unserer unterschiedlichen Sicht auf die Welt. Wie laufen ihre Versuche gegen Mr. Weasleys Gesetzesvorschlag?"
Lucius verengte die Augen. „Tatsächlich sehr gut. Einige Zauberergamot Mitglieder, die für den Antrag stimmen würden, werden seit einigen Wochen seltsamerweise vermisst. Ich nehme nicht an, dass Sie darüber irgendetwas wissen, oder?"
Harrys Augen bekamen einen leicht dämonischen Glanz. „Vielleicht kreuzten sie den Weg eines wütenden Vampires", schlug er vor. „In jedem Fall, bin ich mir sicher, dass man sie nie wieder sehen wird."
„Das bin ich auch", stimmte Lucius zu, dessen Augen zu etwas, das sich hinter Harry befand, blickten.
„Ah, Draco."
„Vater", erwiderte Draco, der vorwärts schritt und Harry einen fragenden Blick zuwarf. „Potter."
Harry lächelte schwach. „Draco. Ich bin überrascht, dass du nicht unten bist um Ron zu ärgern."
„Und ich bin überrascht, dass du überhaupt Wiesels Namen kennst", konterte Draco.
„Mmm… Er kam zu meiner Geburtstagsfeier", erwiderte Harry achselzuckend.
„Mit alle anderen, die nicht im Schlangenhaus sind, habe ich gehört", bemerkte der jüngere Blonde, der eher wie ein schmollendes Kind aussah.
Harry hob seine Hand und tätschelte sanft Dracos Wange. „Keine Sorge, das nächste Mal bin ich derjenige, der die Gästeliste schreibt." Draco errötete vor Zorn, aber Harry wand sich wieder an Lucius. „Richten sie ihrem Hausgast einen freundlichen Gruß von mir aus."
„Natürlich", stimmte ihm Lucius neutral zu.
„Sehe dich in einigen Wochen, Draco", sagte Harry zu seinem Jahrgangsgenossen, der immer noch etwas verstimmt aussah. Damit drehte Harry in Richtung Treppe um, wobei er hoffte, das Sirius verdammt noch mal damit fertig war, dem aufgeplusterten Pfau dort unten zuzuhören und sie heimgehen konnten; Harry fürchtete, dass seine Ohren kurz davor waren, anfangen zu bluten.
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Der Süßigkeitenwagen war bereits da gewesen und Harry war schlecht davon, von Hermione und Li über Lockhart vollgequatscht zu werden. Selbst Terry wirkte etwas interessiert an diesem Idioten und Neville hatte sich mit der Pflanze, die er für sein Nachtschränkchen mitgenommen hatte, zurückgezogen und führte jetzt eine sehr einseitige Konversation mit dieser. Harry fühlte sich, als wäre er die einzige normale Person im ganzen Abteil – was auf so viele verschiedene Weise falsch war.
„Ich werde Lillian besuchen!", schrei er ins mitten während einer Imitation von Lockhart, bevor er aus dem Abteil rann und die Türe hinter sich zuwarf. „Oh lieber Merlin, rette mich", murmelte er und begann in die Richtung des Abteils zu gehen, in dem sich die Slytherin Mädchen normalerweise aufhielten. „Ich weiß nicht, ob ich das noch eine Minute ausgehalten hätte, geschweige denn ein Jahr. Agh."
„Hallo Harry", begrüßte Li, als er die Türe zu ihrem Abteil öffnete.
„Geh. Weg.", befahl Morag.
Harry grunzte und ließ sich in den kleinen Spalt zwischen Lillian und der Wand nieder, was das Mädchen zum Schnauben brachte. „Ich will kein Wort über Lockhart hören", grummelte er.
„Wieso nicht?", fragte Millicent, sich über Lillian lehnend. „Ich denke, dass er es wundervoll ist, dass wir—"
Harry sprang auf und sprintete aus der Türe. Die Mädchen starrten ihm hinter her, während sich die Türe schloss.
„Verstand, süße Verstand, wieso hast du mich verlassen? Es muss doch irgendwer im Zug sein, der noch nicht völlig verrückt ist?"
Harry schritt einige Zeit durch die Gänge, wobei er alle Abteile vermied, in denen Mädchen waren. Er hielt gelegentlich inne, um hallo zu einigen seiner männlichen Freunde zu sagen und sich über die Lockhart-Verrücktheit die umging zu beschweren.
Endlich, nachdem er durch fast den gesamten Zug gegangen war, fand er ein Abteil in dem sich jemand befand, mit der er in diesem Leben noch nicht gesprochen hatte. Er ließ die Abteiltüre aufgleiten und steckte seinen Kopf hinein. „Hallo."
Große silbergraue Augen blickten zu ihm, von einem Artikel im Quibbler, auf. „Oh, hallo. Wirst du da jetzt stehen bleiben und mich nur anstarren?", fragte Luna Lovegood.
„Erm, vielleicht. Du bist nicht Verrückt nach Lockhart, oder?"
„Sollte ich es etwa sein?", fragte Luna.
„Ich hoffe doch eher nicht."
„Dann bin ich es nicht", entschied Luna, bevor sie sich wieder ihrem Magazin widmete.
Harry lächelte und schritt zu dem Sitz ihr gegenüber. Er streckte sich dort aus und holte eins seiner Bücher über Mundane Psychologie heraus - sein neuestes Steckenpferd – und machte es sich gemütlich zum Lesen.
Für einige Stunden herrschte still, da sie damit zufrieden waren, in der Gegenwart des anderes zu lesen. Schließlich beendete Luna ihr Magazin und legte es zur Seite, bevor sie sich Harry zuwandte.
Nach einigen Minuten des Anstarrens blickte Harry zu ihr auf. „Ja?"
„Du bist anders, als das, was ich erwartet hatte", gab Luna preis. „Aber ich nehme an, jeder der schon mal gestorben ist, ist etwas seltsam."
Ruckartig setzte sich Harry in seinem Sitz auf und blickte in Lunas Gesicht, das Buch vergessend. „Was hast du gesagt?"
Luna lächelte nur verträumt. „Du hast das Zeichen des Todes", sagte sie. „Es verändert die Leute, die es erwählt."
„Eines Tages", maulte Harry, „werde ich herausfinden, wie du und Ollivander dieses Zeug herausfindet."
Langsam blinzelte Luna. „Vielleicht suchst du nur nach den falschen Dingen."
„Hn." Harry legte sich auf die Bank zurück. „Ich nehme nicht an, dass du den Tod ebenso bereits getroffen hast?"
Luna lachte auf. „Ihn getroffen? Oh nein, ich habe nur Geschichten gehört."
„Die Geschichte von den drei Brüdern."
„Und Andere. Der Tod ist kein so beliebter Charakter, aber er findet immer wieder seinen Weg in Geschichten." Sie lehnte ihren Kopf auf die Seite. „Wenn du den Tod getroffen hast, wieso bist du nicht gestorben?"
Harry betrachtete Luna einen langen Moment, dann setzte er sich wieder auf. „Da gab es Dinge, die ich erledigen muss; Leute, die ich retten muss."
„Jeder stirbt irgendwann", zeigte Luna auf, aber es klang nicht missbilligend, nur neugierig.
Harry neigte seinen Kopf. „Sehr wahr und ich habe vor, meine Freunde auf unbestimmte Zeit am Leben zu erhalten; aber ich will, dass das Ende ihres Lebens einfacher ist, als es war. Sein wird. Was auch immer."
Luna nickte und hob ihren Quibbler wieder an, um ihn nochmals zu lesen.
Für einige weitere Minuten beobachtete Harry das seltsame Mädchen noch, bevor er sein Buch wieder aufnahm, um weiterzulesen. Von all seinen Freunden, würde Luna diejenige sein, die ihn als erstes verstehen würde.
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„Ich bin mir nicht sicher, ob ich bis zu den Winterferien warten kann", murrte Harry, als er sich im Stuhl neben Luna niederließ. Terry und Li waren Lockhart-verrückt, sodass Harry die meiste Zeit mit der blonden Erstklässlerin verbrachte. Luna hatte ihm bisher noch nicht gesagt, dass er sich verziehen sollte, also kam er immer wieder.
„Wenn er am ersten Ferientag verschwindet, werden alle glauben, dass er einfach nur nach Hause gegangen ist", sagte Luna neutral, wobei sie nicht von ihrem Essay aufsah.
„Ja, schön und gut, aber das löst mein Problem nicht jetzt", erwiderte Harry.
„Was wirst du mit der Leiche machen?", fragte Luna.
„Ihn an einen Basilisken verfüttern", sagte Harry ohne Pause, da er das schon längst ausgeknobelt hatte. In der Tat hatte er alles schon durchdacht. Es war das Warten, das ihn wahnsinnig machte. „Luna, unterhalte mich", befahl er.
Luna kramte etwas in ihrer Tasche, die neben ihr stad herum und holte die neueste Ausgabe des Quibblers hervor, die sie anschließend, ohne dabei aufzusehen, zu Harry herüberschob.
Augenrollend lehnte sich Harry in seinem Sitz zurück und öffnete das Magazin an der markierten Seite. Seine erste Reaktion, nachdem er Lockharts Gesicht gesehen hatte, war den Artikel in Stücke zu reisen. Aber dann las die Überschrift: ´Lang-Zeit-Lover Von Lockhart Onffenbart Alles – Gilderoy Gay?´
Harry richtete sich in seinem Stuhl auf und las den Artikel über den Mann, der behauptete für die letzten zehn Jahre Lockharts schwuler Lover gewesen zu sein. Einige der Details waren praktisch pornografisch, aber die ganze Sache hob Harry Gemüt rapide und er genoss es sichtlich. „Das ist Fantastisch, Luna. Macht es was, wenn ich ihn behalte?"
„Ich hab eine weitere Kopie", erwiderte Luna abwesend.
„Du bist die Beste." Harry lehnte sich herüber und küsste sie auf die Wange, bevor er aufsprang und die Treppe hinaufhüpfte um den Artikel an Stephens Wand von Ministeriumsangestellten die getötet wurden, aufzuhängen. Stephen arbeitete bereits an einem Bild, das Lockharts Tod zeigte. Er hatte versprochen, es Harry an Weihnachten zu schenken. Harry wollte ein Bild vorschlagen, bei dem Lockhart von einem fünfzig-fuß großen Basilisken gefressen wurde.
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Harry saß auf dem Lehrertisch und trat abwesend mit seinem Fuß dagegen. Er wartete darauf, dass seine Beute endlich erschien. Lockhart schien zum Essen eine Ewigkeit zu brauchen, aber bald würde sich alles etwas legen, wenn man bedachte, dass die meisten Schüler die Schule in einer Stunde verlassen würden. Harry war bereits im Büro gewesen und hatte alle Habseligkeiten des Mannes verschwinden lassen – er hatte die Dinge noch nicht mal anfassen wollen, da er sich vor den Bazillen fürchtete – sodass er jetzt nur noch auf den Man selbst warten musste.
Endlich. Die Türe des Klassenzimmers öffnete sich und Lockhart trat, pfeifend und mit einem überbreiten Zahnpasta Lächeln ein. Er stoppte und blinzelte mehrmals, als er Harry schließlich bemerkte. Dann lächelte er sein strahlenstes Lächeln und beeilte sich zu Harry zu kommen. „Harry, Harry! Ich sehe du bist endlich zu mir gekommen, damit ich dir bei deiner Berühmtheit helfen kann."
Harry zog eine Augenbraue hoch. „Bei meiner Berühmtheit helfen?", fragte er. „Wieso sollte ich damit zu dir kommen? Da würde ich ja eher den Schulleiter fragen. Nein, ich fürchte, ich bin hier aus einen völlig anderen Grund." Harrys Lippen verzogen sich zu einem kalten Lächeln. „Einem sehr viel… gefälligeren."
Er hüpfte vom Tisch herunter und erreichte mit zwei Schritten Lockhart, der in Überraschung erstarrt war. Dann öffnete er seinen Mund und saugte dem Mann die Seele aus.
„Oh. Ew… Das war… Uhg. Ich glaube, ich muss kotzen", beklagte sich Harry. „Oh lieber Merlin, das war, wenn überhaupt möglich, das ekligste, was ich je gegessen habe. Das toppt sogar Sirius` Casserole Überraschung." Er schüttelte sich und drehte sich zu dem seelenlosen Körper. „Bitte sei nicht ansteckend", murrte er, während er Lockharts Arm ergriff. Ein Wink mit seinem Arm und die Vorhänge zogen sich zu, legten den Raum in völlige Dunkelheit.
Nachdem er, mit Lockhart im Schlepptau, in die Kammer mithilfe eines Schattens gelangt war und ihn dort als Schlangenfutter zurück ließ, nahm er einen Schatten um in eine Besenkammer in der Nähe der Eingangshalle zu gelangen. Dort schloss er sich dem Bulk an der zu den Kutschen ging, die sie zum Zug bringen würden. Sirius hatte ihn gebeten, an Weihnachten zu ihm zu kommen und Harry hatte zugestimmt, unter der Bedingung, dass sein Pate nicht das Weihnachtsessen kochen würde.
„Wie fühlte es sich an, an Weihnachten nach Hause zu gehen?" fragte Lillian, als sie neben Harrys Ellenbogen erschien.
Misstrauisch blickte sich Harry um, halb erwartend, dass Millicent und Morag auftauchten und poetisch über Lockhart schwärmen würden. „Ganz nett. Wo sind deine Groupies?"
Lillian blinzelte verwirrt und schnaubte, als sie bemerkte, wen er meinte. „Tracey und Morag sind voraus gegangen, damit sie dich nicht sehen müssen und Millicent floote letzte Nacht, damit sie ihren Portschlüssel nicht verpasste; ihre Familie reist für die Ferien nach Kanada."
„Hm." Harry zuckte die Achseln und kletterte in eine Kutsche. Da nur wenige Leute in eine Kutsche mit Slytherins fahren würden, fuhren sie nach einigen Minuten ohne weitere Passagiere los.
„Ich weiß, dass du ein Halbblut bist und so, aber hast du eine Einladung für den Weihnachtsball erhalten?" fragte Lillian.
Harry, der die vorbeiziehende Landschaft durch das Fenster beobachtet hatte, blickte sie an und zuckte die Achseln. „Ja, aber ich glaube nicht, dass Sirius es mir erlauben wird, zu einem Reinblütertreffen zu gehen." Seine Lippen zierten ein Lächeln. „Allerdings, ist es wahrscheinlich besser so. Da ich meinen lieben Paten kenne, wird er sich für dieser Gelegenheit passend anziehen und das will niemand sehen."
Lillian zog eine Grimasse, da sie bereits von dem Outfit gehört hatte, dass der Black getragen hatte, als er Harry abholte. „Guter Punkt. Trotzdem werden wir dich dort vermissen."
„Du würdest, aber ich kenne genügend Leute, die glücklicher wären, wenn ich nicht dort wäre", konterte Harry amüsiert.
„Nicht so viele, wie du vermutlich denkst. Du hast trotz allem eine Einladung erhalten."
„Ich bin Harry Potter", zeigte Harry auf, als der Zug anfuhr. „Ich wäre das Jahresgespräch, wenn ich auf einem Reinblütertreffen auftauchen würde, besondere auf einem den so großen Massen anzieht, wie dieses."
Lillian seufzte und musste um Stillen dieser Tatsache zustimmen. Der Weihnachtsball der Malfoys war für seine exklusive Gästeliste bekannt. Familien wie die Longbottoms und die Weasleys würden niemals eingeladen werden, einfach weil sie zu sehr auf der Seite des Guten standen. Selbst Minister Fudge hatte noch nie eine Einladung bekommen, obwohl er Lucius praktisch das ganze Jahr die Füße leckte.
Die zwei gingen zusammen in den Zug und schritten die Gänge entlang. Sie blickten in die Abteile um einen Sitzplatz zu finden. Die meisten von Harrys Freude blieben über die Ferien im Schloss, nur Neville ging Heim. Der Gryffindorjunge den Harry kannte, würde es vorziehen, bei seinen Hauskameraden zu sitzen, anstatt mit Harry, besonders ohne eine störende Hermione. Obwohl Neville mit Harry gut klar kam, war dieser im richtigen Maße verrückt, sodass Neville nie sicher war, ob dieser ihn auf den Arm nahm oder nicht.
Schließlich kamen sie in ein fast leeres Abteil und Harry ließ die Türe aufgleiten, nicht etwas weil es leer war, sondern wegen seines Insassen. „Ich dachte, du bleibst im Schloss?"
Luna blickte von ihrem Zaubersprüche Buch auf. „Oh, ja. Vaters Reisepläne kippten, da der Mann den er wegen dem Blubbernden Humdinger treffen wollte auf mysteriöse Weise starb.
„Mysteriös?", wiederholte Harry amüsiert.
Luna nickte. „Das sagte der Bericht im Tagespropheten aber Vater und ich stimmen überein, dass es der Blubbernde Humdinger war. Sie mögen es nicht in Gefangenschaft zu sein."
„Bösartiger kleine Kerlchen", stimmte Harry zu, während er ins Abteil trat und sich gegenüber von Luna niederließ."
Lillian sah einem Moment verärgert aus, seufzte und schloss sich den zwei Ravenclaws an. „Lillian Moon", stellte sie sich der Erstklässlerin vor.
„Luna Lovegood", erwiderte Luna abwesend, die Augen auf Harry gerichtet. „Wie verlief dein Treffen mit dem eingebildeten Gockel?"
Harrys Mundwinkel zuckten und seine Augen glommen voller Genugtuung. „Fantastisch. Ich habe ihn einer Schlange vorgestellt, die ich kenne und verließ sie, damit sie sich näher kommen können."
Luna lächelte nur matt. „Ich frage mich, wen wir in Verteidigung nach Weihnachten bekommen werden?"
„Hoffentlich jemanden, der kein großer Schwindler ist."
Lillian blinzelte sie an. „Du glaubst Lockhart verschwindet, wegen einer Schlange? Was hast du gemacht, ihn in Professor Snapes Büro eingeschlossen?"
Harry gluckste. „Nein, obwohl das witzig gewesen wäre. Was für eine Schande."
„Was hast du dann mit ihm gemacht? Und spiele hier nicht den Unschuldigen!"
Harrys Augen verdunkelten sich in Amüsement. „Ich ließ ihn in Slytherins berühmter Kammers des Schreckens ", erwiderte er. „Der Basilisk ist immer hungrig."
Lillians Augen wurden groß. „Du-!"
„Oder hätte ich, wenn ich ein Parselmund wäre", fügte Harry hinzu, als er ein Buch aus seiner Tasche hervorholte. „Vielleicht, haben wir alle Glück und der Trottel ist mit seinem Lover durchgebrannt."
Eine gute Stunde verbrachte Lillian damit, sie einfach nur bei lesen zu beobachten, als wäre nichts geschehen. Als allerdings nichts geschah, wurde es langweilig und sie hörte auf. „Gut, Harry, ich sehe dich in zwei Wochen, angenommen du schaffst es nicht zum Weihnachtsball."
„Hab ein schönes Weihnachten, Lillian", erwiederte Harry, der von seinem Buch aufblicke und ihr ein Lächeln schickte.
Sobald sich die Waggontüre geschlossen hatte, fragte Luna träumerisch: „Nach was schmeckt eingebildeter Pfau eigentlich?"
„Wilde Beeren, die ausgeschieden wurden. Und für die Liebe zu alles was magisch ist, frag mich nicht, woher ich weiß, wie das schmeckt."
Luna blickte zu ihm auf, Unfug glänzte in ihren Augen. „Welches Gesicht-?"
„Luna!"
Das Mädchen brach in schallendes Gelächter aus während Harry stöhnend seine Augen bedeckte.
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Harry hätte Weihnachten nicht mit seinem Paten verbringen müssen, um zu wissen, dass wenn er nicht rechtzeitig aufwachte, Sirius ihn auf die widerlichste Art wecken würde, die er konnte. Und so, wenn Sirius mit Schwung eintrat, wachte Harry auf. Er fand den Jungen bereits angezogen in seinen Hausroben, ein Buch auf seinem Bauch ruhend.
„Legst du jemals diese Bücher weg?", beschwerte sich Sirius.
„Ich könnte die Autoren Jagen und ihre Seelen aussauge, um an ihre Wissen zukomme, wie ein Dementor-Mensch-Hybride, wenn du das vorziehst", entgegnete Harry, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.
Sirius verzog sein Gesicht. „Okay, neue Regeln. Wir erwähnen weder Dementoren noch Seelenaussaugen in den Ferien. Jemals."
Harry hievte sich augenrollend aus dem Bett. „Du hast keinen Sinn für Humor."
„… du bist wirklich unglaublich", entschied Sirius kopfschüttelnd. „Haben diese Muggel dich etwa kleingekriegt?"
„Ich wurde am Kopf mit einem Todesfluch getroffen und er gibt die Schuld an meinen Macken den Mundanes", murrte Harry still vor sich her, als er seinem Paten voraus die Treppe hinunter zum Weihnachtsbaum ging.
„Muggel gehen unergründliche Wege!", verteidigte sich Sirius.
„Ich glaube, Askaban hat dein Gehirn verrotten lasen!"
„Keine Debatten darüber", erwiderte Sirius, der sich auf den Boden neben dem Baum niederließ. Er grinste hoffungsvoll hoch zu Harry, als der Junge umher sah für einen Stuhl, um sich zu setzen. „Komm schon, es ist Weihachten! Setzt dich auf den Boden!"
Seufzend ließ Harry sich graziös auf dem Boden nieder. „Ich verstehe nicht, was der religiöse Feiertag der Mundane mit auf dem Boden sitzen zu tun hat!"
Sirius bedachte ihn mit einem seltsamen Blick, schwang seinem Zauberstab und schickte die Geschenke vor dem Baum, zu ihrem jeweiligen Platz gehörend. „Geschenke!", deklarierte Sirius beunruhigend Fröhlich, bevor er sich wahllos auf ein Geschenk stürzte und die Verpackung in Fetzen riss.
Abermals seufzend blickte Harry auf seinen beunruhigend großen Geschenkehaufen, bevor er eines von seinen Freunden hervorzog und vorsichtig öffnete. So verfuhr er fort, während Sirius seinen Haufen sich durch seinen Haufen durchwühlte und anschließend Harry Stapel begierig anblickte. Harry rollte mit den Augen über seinen gierigen Paten und schob eine Sektion mit Geschenken von Leuten die er nicht kannte, zu seinem Paten, sehr zu Sirius vergnügen.
Terry schenkte Harry das zweite Buch eines Sets, von Chinesischen Ritualen; das Erste hatte er Harry an dessen Geburtstag geschenkt. Li beschenkte ihn mit einem magischen Anhänger aus China, der ihm helfen sollte, Informationen besser zu behalten. Und wie Li schrieb, funktionierte es am besten, wenn man ihn zwischen den Augen trug, funktionierte aber auch als Ohrring, Halskette oder Haarschmuck. Hermione hatte ihm eine wunderschöne Adlerfeder geschenkt. Neville hatte ihm einige singende Lilien geschenkt, die er im Sommer pflanzten konnte und Harry machte sich eine Notiz, sie in den Vorgarten zu pflanzten, sobald er im Juni heim käme.
Von Stephen kam das erwartete Kunstwerk, das verschiedenen Todesszenarien mit Lockharts zeigte. Er fügte es zu Bilderstapel hinzu, der mit Lockharts Tod durch in Stücke gerissen werden von einer Riesenschlange beginnt, gefolgt von den Tieren der anderen Häuser, die als nächstes an der Reihe waren. Vorhersehbarer Weise, hatte Sirius ihm einen Nimbus 2001 geschenkt. Harry war zwar dieses Mal nicht im Quidditschteam, aber er liebte es zu fliegen über alles und die Schulbesen waren das Letzte. Der Nimbus würde viel Training bekommen.
Lillian führte ihren Trend von letztem Weihnachten fort, indem sie ihm eine Glasfigur schenkte. Er hatte mal in der Bibliothek im Vorbeigehen erwähnt, dass sein Vater ein Hirschanimagus gewesen war, wobei er teilweise gehofft hatte, das sie ihm einen Schenken würde der zur Glaslilie passte. Luna hatte ihm ebenso eine Glasfigur geschenkt, aber ihre war eher als ein Scherz zu verstehen und erntete einen überraschten Lacher von ihm.
„Was?" Sirius blicke von einer weiteren Süßigkeiten Box auf. Als er den Glaspfau erblickte, fraget er stirnrunzelnd: „Wieso ist er enthauptet?"
Harry schnaubte und bedeckte seinen Mund. „Ehm, Luna und ich bezeichnen Lockhart als eitlen Pfau", erklärte er, während er die Statur sanft neben Hirsch und aus der Gefahrenzone abstellte.
Sirius seufzte kopfschüttelnd. Obwohl diese Luna für ihn etwas seltsam erschien – Harry hatte sie in seinen Briefen einige Male erwähnt – sie war eindeutig besser als diese Slytherinfreundin von Harry. Sirius war sich nicht sicher, wie diese zwei hatten Freunde werden können und es auch für bereits eineinhalb Jahre zu bleiben. Sicherlich hatte Harry bereits Herausgefunden, wie böse die Schlagen waren?
Aber, nein! Harry mochte die Schlagen, selbst die Tiere. Sirius hatte ihn ihm letzten Sommer dabei beobachtet, wie er einen Falken von einer Schlange verscheucht hatte. Sirius wusste nicht, was mit der Schlange passiert war, aber Harry hatte nie versucht, eine ins Haus zu bringen, da er verstehen zu schien, dass das seinem Paten nicht recht wäre. (Ernsthaft, Sirius hatte Angst vor Schlangen, also war er sehr froh darüber, dass Harry nicht versuchte, eine ins Haus zu bringen.)
Der Rest von Harrys Geschenkten war von Leuten, die auf seinem Geburtstag gewesen waren und ihm nun ein obligatorisches Geschenk schickten. Ungefähr die Hälfte sandte Bücher – einige, die Harry schon gelesen hatte und besaß und einige noch nicht– oder Süßigkeiten, so wie die geöffnete Box in Sirius Schoß. Harry freute sich gar nicht auf die Dankeskarten, die er würde schreiben müssen, aber er besaß ja einigen Zauberstäbe, die nicht den Alarm für minderjährige Zauberei besaßen, so dass er es etwas beschleunigen konnte.
Nachdem er die extra Geschenke in Häufchen sortiert hatte für sich – Bücher, die er noch nicht besaß und Schokolade – oder für Sirius - die Bücher, die er bereits besaß und alle anderen Süßigkeiten – begann er mit dem langen und ermüdenden Vorgang, seine Sachen in sein Zimmer zu bringen, während Sirius darüber grübelte, welche Bücher er seine Bibliothek hinzufügen wollte und welche er wegschmeißen sollte.
Als sie fertig waren wechselten sie in die Küche und Harry stellte ein schnelles Frühstück zusammen. Nachdem sie aufgespülte hatten, begann Harry das Essen vorzubereiten während Sirius unter der Sanktion „Hundefreie Zone!" die Küche verließ.
Während im Hintergrund das Radio lief, summte Harry die Lieder die er kannte mit, während er die vertrauten Arbeitsgänge zum Kochen des Weihnachtsessen machte. Während Molly noch gelebt hatte, war sie oft diejenige gewesen, die die großen Familienessen kochte, wobei sie ihren Kindern nur erlaubend, die kleinen Dinge zu machen. Als sie starb – an Altersschwäche, ungefähr zwölf Jahre vor Ginny – hatte Harry das Kochen der Familienessen übernommen, da er längst über sein andauernde Abneigung hinweg war, weil die Dursleys ihn als Kind zum Kochen gezwungen hatten.
Jetzt, in einer anderen Welt, war es seltsam ein Weihnachtsessen nur für zwei Leute zu kochen. Er hatte darüber nachgedacht, alle seine Freunde, die in der Schule feststeckten einzuladen um die Ferien mit Sirius und ihm zu genießen, aber er war sich nicht sicher gewesen, wie sie darauf reagieren würden, dass er das Essen kochte. Es war nirgendwo normal für einen Zwölfjährigen so professionell in der Küche zu sein. Ernsthaft, Harry war froh, dass Sirius gewillt war seine Entschuldigung, das er Petunia geholfen hatte große Essen zu kochen, zu glauben. Sonst würde er wahrscheinlich Sirius Kochkünste genießen müssen. Oder chinesisches Essen.
Als Harry mit dem Kuchen begann, zwang er seine Gedanken in eine neue Bahn: der Weihnachtsball der Malfoys. Er hatte seine Einladung kurz nach Halloween erhalten und schnell geantwortet, dass er es wahrscheinlich nicht schaffen würde, wegen den Ansichten seines Beschützers seiner Cousine und ihrer Familie gegenüber. Narcissa hatte ihm persönlich ihr Verständnis bekundet und hinzugefügt, dass sie ihn auf der Gästeliste behalten würden, für den Fall, dass er es doch noch schaffen würde, aber sie würden ihn nicht erwarten.
Die eigentliche Frage war allerdings, ob Harry zu diesem Ball gehen wollte?
Harry hatte den letzten Monates größtenteils damit verbracht, über die Pros und Contras zu grübeln. Einerseits würde der Ball eine guter Platz sein um gesehen zu werden und Bekanntschaften mit gleichgesinnten zu schließen. Allerdings war die Kehrseite davon, dass wenn die falsche Person ihn sah, es sein Untergang sein würde. Er hatte keine Illusionen davon, was die Zauberergemeinschaft tun würde wenn sie herausfand, dass ihr Retter und Champion, Mundanes genauso sehr hasste wie Voldemort. Und Harry hatte kein Interesse daran, seine Okklumentik Schilde gegen richtige Dementoren zu testen. (Aber es könnte interessant sein zu sehen, was passierte, wenn er versuchte die Seele eines Dementors auszusaugen.)
In jedem Fall stand nach Azkaban zugehen außer Frage. Und so sehr Sirius ihn auch nervte, wollte Harry nicht dass sein Pate herausfand, dass er ein Mörder war. Nicht so.
Also zu dem Ball gehen, war keine Option, aber es war ebenso eine zu gute Gelegenheit, als sie verstreichen zu lassen.
Was sollte er tun… Was sollte er nur tun…
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„Ich bin überrascht, dass du dein Gesichts zeigst, selbst wenn es kaum bekannt ist", kommentierte er Tom Riddles Aussehen, als er neben diesem Stand.
Der Dunkle Lord funkelte herab auf den blassäugigen scheinbaren Vampir an seiner Seite. „Und du bist?"
Basse Augen glänzten hoch zu Riddle, während ein schmales Lächeln seine Lippen umspielte. „Den, den du als dir Ebenbürtig gekennzeichnet hast.
Riddle zuckte zusammen und verengte seine Augen. „Potter?"
Das Lächeln wurde größer. „Ja, aber im Augenblick verwende ich den Namen Xerosis."
„Eine Hautkrankheit?"
Xerosis hustete. „Haut oder Augen, danke. Was hast du getan, ein Lexikon studiert?"
Grummelnd wand Riddle abrupt seine blauen Augen wieder auf die Tanzfläche. „Ich bin überrascht, dich hier zu sehen. Ich hatte den Eindruck, dass dein ´Vormund´, dich nicht herkommen lassen würde."
„Sirius weiß nicht, dass ich hier bin. Derzeit spielen wir Monopoly im Wohnzimmer."
Riddle funkelte ihn an. „Du hast einen Zeitumkehrer."
„Würdest du mir glauben, wenn ich dir sage, ein Fan von mir hat ihn mir geschenkt?"
„Nein."
„Hm. Schade." Xerosis nippte an seinem Wein und lies seinen Blick über die Gäste schweifen, um sich zu merken, wer hier war und wer mit wem sprach. „Ich bin in die Mysterien Abteilung eingebrochen und habe einen gestohlen. Oder werde ich in rund… fünf Stunden, glaube ich."
„Du gibst ein sehr schlechtes Vorbild für das die Guten ab."
„Ich habe mich entschieden, dass mein einziger Lebensinhalt daraus bestehen wird, ein schlechtes Vorbild zu sein", erwiderte Xerosis. „Oder zumindest, die Leute, die sich mir in den Weg stellen auseinander zu nehmen." Sein Blick glitt zurück zum Dunklen Lord. „Wie lange gedenkst du dich zurückzuhalten und Komplotte zu schmieden? Ich verstehe ja, dass du deine Truppen wieder sammeln musst, aber wie lange dauert es noch, bevor du die Blutegel dezimierst?"
„Blutegel?", wiederholte Riddle, dessen Lippen sich unbewusst belustig verzogen.
„Mundanes, Muggel… Was auch immer."
Riddle blickte hinunter auf den Jungen. „Mundanes?"
Xerosis zuckte die Achseln. „Die Bezeichnung meiner Tante für Nicht-Magier."
„Nur eine Person die ich kenne, nennt Muggel ´Mundanes´", erklang Lillians stimmte hinter den beiden Zauberern. Als sich Xerosis zu ihr umdrehte, eine Augenbraue erhoben, lächelte sie nur. „Ich bin froh, dass du es machen konntest. Selbst wenn du dich verkleiden musstest."
Xerosis rollte mit den Augen. „Besitzt du ein Radar oder so?" Lilian grinste etwas und Xerosis schnaubte nur. „Was auch immer. Übrigens, danke für mein Geschenk."
„Selbstverständlich. Und danke dir für meins." Sie stellte sich in Pose und ihr neues Halsband glitzerte etwas im Kerzenlicht.
„Es sieht gut an dir aus", machte Xerosis ihr ein Kompliment.
Riddle räusperte sich. „Ich nehme an, das ist einer deiner Freunde?", fragte er.
„Lillian Moon", stellte sich das Mädchen mit einem kurzen Knicks vor.
Riddles Lippen umspielte ein dunkles Grinsen. „Du hast die Augen deiner Mutter, Miss Moon."
Lillians Augen verengten sich. „Nur wenige wagen es, meine Mutter zu erwähnen, Sir. Darf ich sie um ihren Namen bitten?"
„Ich bin Lord Voldemort", informierte Riddle das Mädchen und genoss wie sie erbleichte.
„Merlin, rette mich von Größenwahnsinnigen", murmelte Xerosis, während er sich die Augen rieb. „Lillian, komm runter. Er steht unter Eid, dir nichts zu tut."
„Potter-"
„Xerosis", erinnerte Harry ihn, der Lillians Vater auf sie zukommen sah.
„Ist irgendetwas, Lily?", fragte Mr. Moon, der die Schulter seiner Tochter berührte und die zwei Männer streng anblickte.
Lillian räusperte sich und nickte. „Alles in Ordnung, Vater. Wir haben nur geredet… üb-"
„Die Grausamkeiten des Ministeriums", führte Xerosis sanft zu ende. „Ein Freund von mir wurde erst kürzlich festgenommen, da er auf ein Muggelblut jagt machte. Wir waren… uns nicht bewusst… von Miss Moons eigenem Groll gegen das Ministerium und ich fürchte, dass wir sie vielleicht verärgert haben. Entschuldigung." Er deutete eine perfekte Verbeugung.
Überrascht blinzelte Mr. Moon einige Male während Lillians Mund aufklappte über die glatte Deckung. „Ich- Bitte, keine Entschuldigung nötig. Lillian scheint ok zu sein, richtig, Darling?"
Lillian klappte ihren Mund zu und schaffte ein Lächeln für ihren Vater. „Ja, sehr gut. Mach dir keine Sorgen über mich, Vater."
Mr. Moon nickte. „Entschuldigt mich, Gentleman."
Als er gegangen war, wand sich Lillian an ihren Freund. „Das war so was von Slytherin."
Xerosis grinste. „Ich habe dir gesagt, dass die Möglichkeit bestand, dass ich im Haus der Schlage Ende."
„Schön, ja. Aber normalerweise bist du zu beschäftig ein verrückter Ravenclaw zu sein, der seine Nase in Bücher steckt, sodass ich das vergessen haben."
„Das war irgendwie der Punkt an der Sache."
Riddle schnaubte. „Du? Ein verrückter Ravenclaw? Kann ich nicht sehen."
„Ich gebe auch eine beunruhigend realistischen Gryffindor", witzelte Xerosis, dem Dunklen Lord ein wildes Grinsen schickend. „Wenn wir uns jemals in der Öffentlichkeit treffen, verspreche ich eine super Show zu geben."
„Seltsamerweise denke ich, dass ich mich darauf freue", verkündete Riddle. „Gut, Potter – Xerosis – Ich verabschiede mich. Genieße den Rest deines Jahres."
„Ich werde Alissia Grüße ausrichten", rief Xerosis ihm nach, wobei er den Namen des Basilisken aus der Kammer benutze.
Riddle blickte ihn scharf an. Schnauben. „Vergiss nicht sie zu füttern, während du dich ihr aufdrängst. Zum Schluss isst sie dich."
Glucksend wand sich Xerosis wieder an Lillian, die ihn ansah, als wäre er verrückt. Gut, verrückter als sonst. „Ja?"
„Ich versuche immer noch mein Gehirn damit klarkommen zu lassen, dass du über Bedingungen – freundlich über Bedingungen – mit dem Dunklen Lord sprichst."
„Wir haben uns während des Sommers zusammengerauft", erwiderte Xerosis, der die Diskussion damit als beendet sah. „Nun, wieso führst du mich nicht herum? Und vielleicht können wir auch eine Runde über das Parkett drehen?"
Lillian lächelte. „Du kannst tanzen?"
„Ich kann viele Dinge, meine Liebe", neckte Xerosis, während er ihrem Arm nahm. „Ich bin schließlich ein Vampir."
Lillian schnaubte. „Natürlich, wie konnte ich nur das nicht mitbekommen. Und wie alt bist du?"
Xerosis gluckste. „Nicht ganz ein Jahrhundert. 96 Jahre."
Lillian schüttelte den Kopf. „Sicher bist du das. Schön, Xerosis war es?"
„Das ist korrekt."
„Was bedeutet das überhaupt?"
„Böser, mundan-tötender, Kinder Vampir", entgegnete er.
„Du bist so bescheuert."
„Aber du magst mich trotzdem."
Lachend blickte Lillian ihn mit einem liebevollen Blick an. „Ich nehme an, das muss ich, wenn ich mich mit dir abgeben muss. Komm, ich stelle dich meinen Freunden vor. Dieses Mal richtig."
„Ohne das ausspucken auf dem Boden, auf dem ich laufe und die erhobenen Nasen?"
„Mit etwas Glück, mögen dich vielleicht sogar, nachdem sie dir eine Change haben."
„Man kann nur hoffen."
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„Was hast du in deiner freien Zeit gemacht?", fragte Luna Harry, als dieser sich ihr gegenüber niederlies.
„Einige Seelen gegessen, einen Zeitumkehrer gestohlen, mit dem Dunklen Lord gescherzt und einen Ball gesprengt. Du?"
Luna lächelte verträumt. „Ich habe meine Zimmerdecke bemalt."
Harry lächelte zurück. „Dann muss ich im Sommer mal vorbeikommen und es mir ansehen."
„Ja", stimmte Luna zu, bevor sie wieder ihre Nase hinter dem neuesten Quibbler vergrub.
Harry zog seine eigene Ausgabe hervor. „Übrigens, danke für das Abonnement. Und den Gockel."
„Natürlich Harry."
Für den Rest der Fahrt saßen sie friedlich lesend nebeneinander.
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Das Ministerium verlieh Hogwarts einen Auror, der seit Weihnachten nicht im aktiven Dienst war und es bis Juni nicht wieder sein würde. Auror Sian wusste natürlich worüber er sprach – tatsächlich verbannte er an seinem ersten Tag alle Bücher von Lockhart aus den Klassenzimmern – aber er mochte prinzipiell keine Kinder. Er schien gut mit den siebten Jahrgängen zu Recht zu kommen und er tolerierte den sechsten Jahrgang, aber alle anderen schienen wie ein Kaugummi an seinen Fußsohlen zu sein.
Harry liebte ihn. Während ihrer dritten Stunde, begann er eine Argumentation über den Gebrauch von Veritaserum während der Verhandlung von Kriminellen. Während seiner sechsten Stunde verbrachten sie ganze fünfundvierzig Minuten damit, über die Moral von Unverzeihlichen während des ersten Krieges gegen Todesser zu diskutieren. In der neunten Stunden fragte Harry, welche Arten von dunklen Zaubern Auroren währen ihrer Arbeit verwendeten und wie sie das rechtfertigten, da sie Männer und Frauen jagten, die genau dieselben Zauber verwendeten.
„Potter", erwiderte Auror Sian, „entweder hältst du die Klappe und lässt mich unterrichten, oder du kommst in meinen siebten Jahrgang. Du verwirrst deine Mitschüler."
Harry grinste leicht verrückt. „Das werde ich tun, Sir", stimmte er zu und Sian schnaubte, bevor er sich wieder der Stunden über den Entwaffnungszauber widmete.
Danach begann Harry die siebte Klasse zu besuchen, wenn er gerade keinen Unterricht hatte. Am Anfang waren die Siebtklässler sehr ungehalten wegen dem Eindringling. Aber dann begann Harry eine Debatte mit einem von ihnen darüber, welcher von den drei Schildzaubern am besten unter einem Druckwellenzauber hielt. Ab da begannen sie langsam zu akzeptieren, dass er auf dem gleichen Level war, selbst wenn ihn niemand die Zauber anwenden lassen würde, über die sie sprachen.
Am Ende des Jahres stellte Harry fest, dass es sein bestes Jahr in seiner gesamten Hogwarts-Laufbahn gewesen war. Als er das seinen Freunden gegenüber während der Zugfahrt erwähnte, meinte Hermione trocken: „Harry, das ist erst dein zweite Jahr."
Aber Luna, die es sich auf dem Platz zwischen Harrys Füßen bequem gemacht hatte, hatte zu ihm mit einem wissenden Lächeln aufgeblickt und er wusste, dass sie verstand.
„Und was macht ihre so während des Sommers?", fragte Li.
„Meinem Bruder streiche spielen", gab Terry bekannt, der dorthin blickte, wo er seinen Koffer eingetopft hatte. Harry hatte seinem Freund zu Weihnachten und Geburtstag eine schöne Auswahl an Scherzen und Streichen geschickt. Wenn auch nur, um seinen Sommer erträglicher zu machen. Harry hatte ihm versichert, dass alle Streiche Mundane-sicher waren.
„Ich werde in den Ferien nach Frankreich gehen", erwiderte Hermione, leicht grinsend. „Ich habe per Eule einen Touristenführer über das magische Frankreich bestellt und Mutter und Vater sagte, dass wir uns einige Plätze ansehen können."
Alle stimmten zu, dass das sehr interessant klang.
„Ich verbringe wahrscheinlich den ganzen Sommer mit Großmutter", gab Neville leicht errötend zu. „Großmutter sagte, sie hat einige neue Pflanzen seit Weihnachten hat."
„Sirius und ich werden uns gegenseig in den Wahnsinn treiben", berichtete Harry. „Ihr seid alle eingeladen, mich zu retten… Gut, ich nehme an, um euch dem Spaß mit anzuschließen. Sirius hat bereits das Gästezimmer vorbereitet, nur für den Fall." Er rollte mit den Augen.
„Du wirst mich doch besuchen, so wie du es versprochen hattest?", fragte Luna hoffnungsvoll.
„Wie wäre es in zwei Wochen? Das sollte genug Zeit sein, um Sirius zu entlassen", erwiderte Harry vergnügt.
„Ich werde Vater das Feldbett aus dem Speicher holen lassen", stimmte Luna zu.
„Wirst du zurück nach China gehen, Li?", fragte Hermione, sich vor lehnte. Sie hatte einen Teil des letzten Jahres damit verbracht, die chinesische Hexe über ihr Heimatland auszufragen und war total fasziniert von ihr. Sie war etwas eifersüchtig über Harry und Terry, da diese Mandarin erlernten, aber Li hatte ihr einige Bücher über den Sommer geliehen zur Selbststudie.
Li schüttelte den Kopf. „Nein aber meine Familie kommt für einige Wochen zu besuch." Sie lächelte etwas verlegen. „Sie sprechen sehr schlecht Englisch, also weiß ich nicht ob es höflich währe jemanden einzuladen, während sie hier sind."
„Ich würde gerne deine Familie treffen", meinte Harry. „Und ich könnte die Praxis gebrauchen."
„Ja und deine Cousine ist wirklich nett", fügte Terry hinzu.
Li kicherte. „Das ist so, weil sie in dich verknallt ist."
Terry verzog sein Gesicht. „Was? Ih!"
Darüber mussten alle lachen und begannen schließlich mit einem Gespräch über nächstes Jahr. Sie wetteten darüber, welchen typ Mensch sie nächstes Jahr in Verteidigung haben würden. Augenrollend versprach Hermione das Geld zu verwahren, bis sie sich sicher waren. Irgendwann begannen sie alle eine Runde Snape Explodiert zu spielen oder ein Buch zu lesen, sodass der Rest der Fahrt wie im Flug verging.
Als sie London erreichten, verabschiedete Harry sich von ihnen. Dann beeilte er sich, zu dem großen schwarzen Hund zu gelangen, der mit heraushängender Zunge auf ihn wartete. „Hallo Padfoot. Bereit zum Aufbruch?"
Padfoot bellte laut und verwandelte sich in Sirius, der seine Arme um Harry schlang für eine Umarmung, bevor sie zusammen Apparierten. „Willkommen zu Hause", sagte Sirius, der von seinem Patensohn zurücktrat.
Harry blickte sich im Cottage um das Sirus gekauft hatte und lächelte. Irgendwie, ohne dass er es bemerkte, ist das Cottage zu seinem Zuhause geworden.
Und er würde es um nichts in der Welt ändern.
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Fùqīn – ist Chinesisch und bedeutet Vater
