Title: Xerosis
Author: Batsutousai
Beta: Shara Lunison & magickmaker17
Rating: T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny)
Warnings: SLASH, AU, Hauptcharakter Tod, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harrys Welt endete durch die Hände derer, deren Leben er gerettet hatte. Ein erwachsener Harry reist zurück zu seinem jüngeren selbst. Super!Harry
Disclaim Her: Nix meins, weder die Charaktere noch die Story!^^
A/N: Für alle die sich Fragen, ich mag Hermione mehr als Draco.
Oh und für den Fall, dass ihr euch fragen solltet, wieso Barty so oft auftaucht? Nun er ist Shara's zweitliebster Todesser, nach Sev.
Also, ja, sehr viel Barty. Und Lucius wird auch auftauchen.
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Armies of Robbers and Thieves
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„Wieso stellst du mir schon wieder nach?", fragte Harry, während er sanft die Erde um die junge blaue Rose festdrückte.
Der Zauberer, der sich hinter einem in der Nähe stehenden Busch versteckte, wand sich nervös, aber antwortete nicht.
Augenrollend wand Harry sich dem Büschel gelber Narzissen zu. Seltsamerweise machte es ihm im Moment nichts aus, gestlakt zu werden. Vielleicht, weil kein einziger Mundane innerhalb von 2 Meilen um das Cottage herum lebte. Andererseits könnte daran liegen, dass er gestern in der Knockturn Gasse einen weiteren Zauberstab von einer ziemlich fiesen Halbveela genommen hatte, mit dem er fast genauso gut zu ihm passte, wie sein Stechpalmenstab und er diesen deshalb in seine hintere Hosentasche gesteckt hatte.
„Ich vermute, das wieso, ist nicht wirklich die Frage, da ich weiß, wie der alte Dickschädel Voldie sein kann", sagte Harry grinsend, als er den überraschten Laut über den abfälligen Namen von Voldemort hörte. „Wieso glaubst du eigentlich, dass du dich vor mir verbergen kannst?" Er nahm sich eine Hand voll Erde und warf diese auf den sich versteckenden Todesser.
„Verdammter-!" Barty sprang auf und gab alle Ambitionen sich zu verstecken auf. „Das sind meine besten Roben!"
Harry zog eine Augenbraue hoch. „Wenn das deine besten Roben sind, musst du dringend shoppen gehen." Er zog sich die Handschuhe aus und stand geschmeidig auf. „Was will Voldemort dieses Mal? Neben der Tatsache, dass ich ihm einen Todesser in Stücken zurück schicken soll."
Barty erzitterte. „Er will nur, dass ich dich im Auge behalte. Wirklich, ich weiß es nicht! Bitte töte mich nicht." Er blickte mit großen mitleiderregenden Augen den Jungen an.
Harry seufzte und massierte sich die Stirn. „Du hast Glück, das ich heute in guter Stimmung bin", murmelte er. „Nur lass dich nicht vor Sirius sehen."
„Ich werde still sein, wie eine Maus und vollkommen außerhalb jeglicher Wahrnehmung", versprach Barty, bevor er sich wieder hinter den Busch zusammenkauerte.
Harry seufzte abermals und zog seine Handschuhe wieder an, sodass er sich wieder seinem Garten widmen konnte. „Du kannst mir nicht weißmachen, dass das bequem ist."
„…ich bin fast in Azkaban gestorben", erinnerte ihn Barty „und dann habe ich Jahrelang unter dem Imperius Vater gestanden. Das dagegen ist wirklich nicht so schlimm."
Harry erinnerte sich zurück an seine monatelange Flucht vor den Mundanes. „Ich nehme an, das ist ein guter Punkt."
Für eine Weile herrschte Stille und Harry beendete seine Gartenarbeit. Als der Junge sich erhob, fragte Barty: „Ich nehmen nicht an, dass du gewillt bist, mir ein Sandwich zu besorgen?"
Lachend griff Harry nach seinem Eimer und schritt kopfschüttelnd ins Haus.
„Was hat dich in so gute Stimmung gebracht?", fragte Sirius, der seinen Kopf aus dem Wohnzimmer streckte. Harry konnte im Hintergrund den Fernseher und ruhige Musik hören, die er mit einem Videospiel, das auf Pause gestellt war, verband.
„Eine verrückte Schlange im Garten", erwiderte Harry vergnügt.
Erschaudernd verzog sich Sirius zurück ins Wohnzimmer.
Über die Phobie seines Paten kichernd, legte Harry seine Gartensachen in den Flurschrank, bevor er in die Küche ging. Bartys Bitte nach Essen hatte ihn daran erinnert, dass es Lunchtime war und er selbst etwas zu Essen vertragen konnte. Er machte einige Sandwiches, nahm eine Hand voll Chips aus einem offenen Beuten, griff sich zwei Flaschen Wasser und ging wieder nach draußen. „Esse draußen!", rief er als er das Essen und die Getränke neu ordnete um die Haustüre zu öffnen.
„Keine Schlangen im Haus!", schrie Sirius zurück.
Augenrollend zauberte Harry die Türe hinter sich zauberstablos ins Schloss. Er schritt zu einem Baum, der nicht weit entfernt von Bartys Busch stand und lehnte sich entspannt gegen dem Stamm. „Gegenwärtig ist Sirius von Solomon's Key 2 abgelenkt, also kannst du rauskommen und etwas essen, wenn du möchtest", bot Harry, ein Sandwich nehmend, an.
Barty spitzte hinter dem Busch hervor, blickte über das Grundstück und wieselte schnell zum Baum herüber.
Harry hielt sich den Mund zu und versuchte angestrengt nicht zu ersticken.
„Danke", murmelte Barty, der aufpasste, das er den Baum zwischen sich und dem Haus behielt, als er sich ein Sandwich nah. Als Harry ihm eine Wasserfalsche hinhielt, erhellte sich das Gesicht des Mannes und er legte das Sandwich auf ein Knien, um dem Getränk den Vorzug zu geben.
„Weist du, Voldie hat mir nie geantwortete, als ich ihn auf dem Ball fragte, wie lange er noch gedenkt sich zurück zu halten", bemerkte Harry, bevor er sich ein Chips in den Mund steckte.
Die Augen von Barty huschten zu Harry, bevor er sich wieder seinem Essen zuwandte. „Er erwähnte einen Einbruch in Azkaban in baldiger Zukunft, da die meisten unserer Leute dort sind. Allerdings arbeitet er auch daran, die ehemaligen Schüler zu rekrutieren, die während des letzten Krieges nicht offen zu ihm standen. Ebenso versucht er alle wieder in seine Herde aufzunehmen, ohne Dumbledore zu alarmieren."
„Hm." Harry tippte sich ans Kinn. „Du wurdest befreit, indem deine Mutter deinem Platz eingenommen hatte, nicht wahr?"
„Ja." Barty bedachte ihn mit einem suspekten Blick. „Woher weißt du das?"
„Ich besitze finstere Fähigkeiten", erwiderte Harry abwesend, da er immer noch nachdachte. „Ich hätte da vielleicht eine Möglichkeit, wie ich die Todesser aus Azkaban bekomme, ohne das es jemand bemerkt, aber ich benötige noch etwas Zeit um das Auszuknobeln."
„Wie viel Zeit?", fragte Barty.
„Mmm… vielleicht zwei Wochen? Ich kann es wahrscheinlich schneller schaffen, aber ich will mein Glück nicht auf die Probe stellen. Obwohl ich mit sehr viel in Sirius Gegenwart durchkomme, wird er irgendwann herausfinden, das ich mich rausschleiche um unartige Dinge zu tun." Harry blitzte Barty ein wahnwitziges kleines Lächeln.
Barty schüttelte es leicht. „Benötigst du dabei Hilfe?"
„Voldie hat dich schickt, um meine Geheimnisse herauszufinden, nicht wahr?", fragte Harry, der das bereits geahnt hatte, sobald er Barty hinter dem Busch bemerkt hatte. Als der Todesser daraufhin zusammenzuckte, gluckste Harry. „Er ist so Voraussehbar. Nein, du würdest mir nur im Weg sein. Sag seiner Lordschaft, dass er mehr Slytherin sein muss, um irgendetwas herauszufinden."
Barty seufzte. „Er wird mich wieder mit dem Crucio belegen."
„Du bist derjenige, der entschieden hat, unter einem Verrückten zu arbeiten."
„Sagt das genauso verrückte Kind", konterte Barty.
Harry grinste. „Nun, ja, aber andererseits werfe ich auch den Cruciatus um mich, als wären es Süßigkeiten."
Barty schnaubte. „Du bist etwas zu jung, um die Unverzeihlichen gemeistert zu haben."
„Hmm… vielleicht", erwiderte Harry wissend, dann fragte er: „Hat er Snape wieder mit ins Spiel gebracht? Ich weiß, dass er zumindest etwas ahnt, wenn sein Mahl wieder aktiv wird. Aber wurde er bereits gerufen?"
Barty bedachte ihn einen weiteren misstrauischen Blick. „Du weißt eine beunruhigend große Anzahl an Sachen, für einen Dreizehnjährigen, der bei Muggeln aufgewachsen ist."
„Ich bin ein Ravenclaw", erinnerte ihn Harry.
Schnaubend schüttelte Barty mit dem Kopf. „Mein Lord ist sehr vorsichtig wegen Snape, da es schwer ist sicher zu Wissen, auf wessen Seite er ist."
„Gute Wahl", kommentierte Harry. „Und er ist auf Dumbledores Seite."
„In keinem Fall kannst das sicher zu wissen."
„Ich bin allwissend", gab Harry bekannt. „Ohne Frage, ich weiß alles."
„Du bist voll mit Müll."
„Ha, das bin ich", stimmte Harry lächelnd zu und wand sich etwas, um sich am Baum hinter sich zu kratzen. „Also, Snape schwärmte irrwitziger Weise für meine Mum, also bat er Voldie, sie zu verschonen. Nun, Voldie hatte es versucht, wirklich, aber Mum war nicht die Art von Person, die einfach aus dem Weg geht und irgendjemanden ihren Sohn töten lässt. Snape dachte, er wurde betrogen – und es ist teilweise seine Schuld, da er derjenige war, der diese verdammte Prophezeiung an Voldie verraten hat – also wand er sich an Dumbledore, der ihm Vergeltung, Verzeigung und einen Freipass von Azkaban versprach.
„In jedem Fall wissen nur noch zwei Lebende, das Voldemort versucht hat, meine Mutter zu verschonen. Und er wird niemals zugeben, dass er versucht hat, das Leben eines Schlammblutes zu verschonen und ich, ich halte nicht gerade gerne mal ein Pläuschchen mit Snape. Also fühlt er sich immer noch total betrogen und verraten und so. Ist wahrscheinlich das Beste, ihn sich fragen zu lassen, was gerade läuft."
Leicht beunruhigt schüttelte Barty den Kopf. „Weißt du, ich denke, dass ich gar nicht wissen will, wie du diese Dinge herauskriegst. Wirklich. Dann wäre ich wahrscheinlich für den Rest meines Lebens geschädigt."
„Was uns nicht umbringt, macht uns stärker", erwiderte Harry.
„Harry! Telephon!" Sirius schrie aus dem Wohnzimmerfenster.
Augenrollend sammelte Harry die Reste ihres Essens ein. „Sag Voldemort, das ich ihn finden werde, wenn alles fest steht, um seine Leute aus Azkaban heraus zu hohlen. Und wenn er dich wieder zu mir schickt, um mich zu stalken, sei clever und foltere stattdessen einige Mundanes, die das verdienen", sagte er zu Barty, bevor er aufstand und sich auf den Weg zurück ins Cottage machte. „Wer ist es?", rief er zu Sirius.
„Terry!"
„Cool!" Er rannte zur Eingangstüre und zauberte nebenbei sein Geschirr in die Küche, bevor er ins Wohnzimmer stürmte und das Telephon entgegen nahm. „Hi! Was geht?"
„Wie lange kann ich bei dir bleiben?", wisperte Terry.
Harrys Augen verengten sich, aber er behielt seine Stimme in normaler Tonlage. „Natürlich, so lange du willst. Allerdings, wenn du versuchen solltest, Sirius Spielekonsole zu klauen, wird er dich vermutlich rausschmeißen. Aber wir besitzen einige Besen im Schuppen, mit denen du im Hinterhof solange fliegen kannst, bis er dich wider reinlässt. Oh! Und es gibt auch noch die Bibliothek. Sirius geht da niemals rein, es sei denn, er ist wirklich verzweifelt. Also ist das der ruhigste Raum im Haus."
Von Terry erklang ein gezwungen Lachen. „Cool."
Harry hörte plötzlich damit so zu tun, als wäre er gänzlich unbekümmert. „Ist dein Koffer gepackt? Ich kann Sirius jetzt gleich zu dir rüberschicken, um dich abzuholen." Harrys Blick zu seinem Paten und sah, dass Sirius dein Spiel angehalten hatte und ihn nun mit besorgt gerunzelter Stirn beobachtete. Er hatte bereits von Terrys Bruder gehört.
„Ähm, ja, bitte?", erwiderte Terry.
Harry nickte. „Wo bist du?"
„Bei den Nachbarn. Nummer 26."
Harry blickte zu Sirius. „Zwei Türen weiter nach links", kommandierte er, dann wand er sich zurück ans Telephon, während Sirius apparierte. „Er wird gleich da sein."
„Danke, Harry."
„Hey, dafür sind verrückte Freunde doch da", erwiderte Harry lächelnd, bevor er aufhängte. Nachdem das Telephon wieder an seinem Platz war, knurrte er. Vielleicht nahm er Terrys Bruder als einen der Mundanes, die er nach mit den Todessern in Azkaban vertauschte. Lebenslänglich in diesem Höllenloch, klang doch fantastische als Bestrafung für den großen Bruder seines Freundes, der diesen Misshandelte.
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Harry wusste von seinem vergangenen Leben, das gegenwärtig ungefähr zwanzig Todesser in Azkaban gefangen waren. Er wusste ebenso, dass die Möglichkeit bestand, dass einige der anderen Gefangenen mitausbrechen wollen würden, also plante er rund dreißig Mundanes, inklusive Vernon Dursley aber nicht Terrys Bruder. Er würde ihre Seelen aussaugen – ausgenommen Vernon, sein Onkel sollte unter den Dementoren leiden – dann würde er sie in einem leeren unterirdischen Raum, den er im Wald kreiert hatte, einsperren und ihren genügend Essen und Wasser dalassen, um sie für einige Wochen am Leben zu erhalten.
Kurz bevor der mundane-magische Krieg begonnen hatte, hatte ein Zaubertrankmeister in seinem letzten Leben einen Zaubertrank kreiert, der es ihnen erlaubte das Äußere der Mundanes zu verändern, sodass sie wie die Gefangenen aussahen, mit denen sie austauschen werden sollten. Die einzige negative Seite dieses Zaubertrankes bestand darin, dass es keinen Gegentrank gab, mit dem man seine wahre Gestalt zurückerlangen konnte, allerdings würde das kein Problem werden. Der Zaubertrank brauchte eine Woche zum Ziehen und dann war alles was noch benötigt war, ein Tropfen Blut der Person, in die man sich verändern sollte.
Die Benutzung der gestohlenen Zeitumkehrer ermöglichte es Harry, seine Vorbereitungen zu beenden, ohne das Terry oder Sirius davon etwas mitbekamen. Die einzige Ahnung, dass Harry etwas vorhatte bekamen sie nur dadurch, als er Terry fragte, ob er traurig wäre, wenn sein Bruder sterben würde. Einerseits verstand Harry die Familienbande, da er selbst eine Familie großgezogen hatte, aber die falsche Behandlung, durch die Hände seiner eigenen Mundane-Verwandten, ließ ihn verstehen, das Familienbande im Großen und Ganzen nicht alles waren. Aber Terry liebte seine Bruder auf einer gewissen Ebene noch immer und wollte den Tod des Jungen nicht, weshalb Harry wiederwillig entscheid, dass er ihn in Ruhe lassen würde. (Natürlich würde er beim kleinsten Anzeichen von wirklichem Hass in Terrys Stimme, wenn wer von seinem Bruder sprach, dessen Leben verwirkt sein. Es war nur eine Frage der Zeit.)
Nur einige Tage bevor das zwei Wochen Limit, das er Barty genannt hatte, um war, waren Harrys Vorbereitungen beendet, aber Harry verwendete seine extra Zeit um sicherzustellen, das alles gut gehen würde. Er genoss auch einige Runden mit dem Cruciatus, den er an seinem Onkel ausübte. Er genoss die Schreie seines Onkels, wie bei keinem seiner früheren Opfer.
Endlich waren Harrys zwei Wochen um. Er wartete, bis sein Pate und Terry eingeschlafen waren – eine Dosis Schlaftrank in frisch gebackenen Keksen half – dann drehte er seinen Zeitumkehrer drei Stunden zurück, so dass er etwas Extrazeit hatte, um mit dem Dunklen Lord noch etwas zu planen. Er überlegte kurz darüber, als wer er gehen sollte, entschied sich aber schließlich dafür, dass es am einfachsten für alle Beteiligten sei, wenn er als Xerosis ging. Voldemort wusste bereits wer er war und Barty würde es problemlos herausfinden. Und Harry Potters Name aus dieser Unternehmung rauszuhalten, wäre wohl die sicherere Variante.
Als Xerosis in Voldemorts dunklem Raum auftauchte, traf sich der Dunkle Lord gerade mit einigen seiner Lakaien, auch bekannt als Arschkriechern. Wie bereits zuvor, lehnte sich Xerosis zurück an die Wand und wartete darauf, dass Voldemort ihn bemerkte.
Glücklicherweise dauerte das nicht lange. „Xerosis, ich habe mich schon gefragt, ob du dich uns anschließen würdest", hisste er und seine roten Augen leuchteten auf, als sie auf dem augenscheinlichen Vampir, der an der Wand lehnte, landeten.
Lächelte glitt Xerosis leichtfüßig aus seiner Ecke. „Ich habe dreißig Mundanes bereits, die den Platz von jeden, den du aus Azkaban befreien willst, einnehmen können", sagte er.
Sichtlich zufrieden wirkend, nickte Voldemort. „Exzellent."
„Entschuldigung, mein Lord?", murmelte Barty, der Xerosis misstrauisch beobachtete, während der Junge neben dem Stuhl des dunklen Lords zum Stehen kam.
„Fahre fort, Barty."
„Wie gedenken Sie, die Muggel davor zu schützen entdeckt zu werden? Vielsafttrank wirkt nur für eine Stunde und Glamours halten auch nur so lange."
Neugierig blickte Voldemort zu Xerosis, der ihn nur etwas breiter angrinste und kommentierte: „Ich fürchte, das ist ein Geheimnis."
Der Blick des Dunklen Lords verfinsterte sich, was ihm ein kichern des Jungen neben sich einbrachte. Er hisste: „Junge-"
„Es würde dir sowieso nichts nützen", gab Xerosis preis, „da die Veränderung permanent ist. Was so ziemlich das einig Gute daran ist, wenn man den Rest seines Lebens den Platz von jemandem Anderen einnehmen will."
„Mein Lord", begann Walden Macnair, „wie können wir sicher sein, das uns die Muggel keine Ärger machen werden? Sie sind ziemlich Laut, wenn sie Angst haben." Er sah ziemlich zufrieden mit seinem Kommentar aus, da er offensichtlich zu der Sorte gehörte, die es genoss sie zu Ängstigen.
„Nun, man könnte sagen, dass ich ihnen ihre Stimme gestohlen habe", sinnierte Xerosis. „Gut, einer von ihnen kann immer noch schreien, so viel er will, aber der Stillezauber sollte ihn solange ruhig stellen, bis wir fertig sind. Wenn wir einmal fertig sind, wird es nicht mehr viel ausmachen, was er sagte; die Wachen werden denken, dass es nur das verrückte Gerede eines Gefangenen ist." Er lächelte weit und ließ seine Fänge aufblitzen.
„Gibt es da irgendwas, woran du nicht gedacht hast?", fragte Barty leicht sarkastisch und Xerosis wusste, dass der Mann herausgefunden hatte, wer er war.
„Aber natürlich. Ich habe noch nicht rausgekriegt, wie ihr die Gefangen von der Insel kriegt, was ihr mit ihnen macht oder selbst, wie wir dorthin gelangen um den Austausch vorzunehmen." Er wand sich breit grinsend zu Voldemort, der im Augenblick mehr amüsiert als verärgert schien. „Ich dachte, ich gebe dir was, wo du deinen genialen Kopf einsetzen kannst."
„Ein Kompliment?", erwiderte Voldemort. „Wie untypisch für dich." Xerosis kicherte, während der der Mann aufstand. „Lucius, ich vertraue darauf, dass du die Portschlüssel hast, um die ich dich gebeten habe?"
Lucius nickte und die drei Todesser verstanden den Wink des Dunklen Lords und erhoben sich ebenso. „Ich habe sie in meiner Tasche, my Lord."
„Exzellent." Voldemort wand sich an den Jungen neben ihm. „Bist du in fähig zu Apparieren?"
„Ja. Ich nehme an, wir gehen zum Dock?", erwiderte Xerosis. Er nahm in den Augenwinkeln Barty war, der zusammenzuckte. Er war sich nicht sicher, ob es wegen dem Gedanken, zurück nach Azkaban zu gehen war oder dass ein noch nicht ganz Dreizehnjähriger Apparieren konnte und genug über Azkaban wusste, um sicher dort hin zu apparieren.
„Das stimmt. Lucius?"
Lucius nickte und konzentrierte sich für einen Moment. Sie fühlten alle, wie die anti-apparations Schilde vom Raum genommen wurden und apparierten schnell hinaus.
Als Xerosis auf dem Dock landete, verzog er sein Gesicht, da er bereits den Effekt der Dementoren spüren konnte. Er zog seine Okklumentikschilde enger und lies seine Blick zu den anderen schweifen, als Lucius endlich auftauchte, da er die Schilde um den Raum wieder hochgezogen hatte, bevor er selbst ging. „Wie gedenkst du an den Dementoren verbeizukommen?", fragte er den Dunklen Lord, als Barty schwach wimmerte.
Voldemort blickte zu seinen Leuten und seufzte. „Die Dementoren werden mir antworten, keine Frage", informierte er Harry, als er abwesend seinen Patronus, eine Schlange, rief. „Ein Problem gibt es erst, wenn du in Begleitung von denen bist, die es nicht aushalten, auch nur in ihrer Nähe zu sein."
Schulterzuckend beschwor Xerosis seinen eigenen Patronus, eine Eule. „Wenn du dir Macnair nimmst und die Dementoren übernimmst, nehme ich Lucius und Barty und fange an, die Mundanes gegen die Gefangenen auszutauschen."
Voldemort beäugte die Patroni, wie einander misstrauischen Blicke schickten, nickte und blickte zurück zu seinen Todessern. „Lucius, Barty, geht mit Xerosis und regelt das mit den Gefangenen. Walden, du kommst mit mir um mit den Dementoren zu reden."
Lucius atmete durch. „My Lord, wer wird unsere Gruppe führen?", fragte er, wobei er den Jungen an der Seite des Dunklen Lords etwas unbehaglich anblickte.
Nun ließ Voldemort ebenso seinen Blick zu Xerosis schweifen und der Junge traf seinen Blick mit einer stillen Herausforderung: Würde Voldemort ihm Macht über seine Leute geben und somit Xerosis als ihm Gleichgestellt behandeln, oder würde er seinen Stolz nicht vergessen und diese Machtposition somit Lucius oder Barty übertragen. „Xerosis wird die Verantwortung übernehmen", entschied Voldemort, der sich wieder Lucius zuwandte, damit er nicht den Sieg in den blassen Augen reflektierten sehen musste.
Lucius grollte, aber ein Blick zu dem offenkundigen Vampir und dessen warnendem Blick, hielt ihn von einer Beschwerde ab.
Die zwei Gruppen trennten sich, begleiten von ihren Patroni während sie ihre jeweiligen Wege in das Gefängnis machten. Xerosis Gruppe traf nur auf einen Dementoren und der Eulenpatronus stieß ein stilles Kreischen aus, dass die Dunkle Kreatur weichen ließ.
Als Barty darauf hinwies, dass sie in der Nähe ihres Zieles waren, hielt Xerosis sie an. „Beginnt damit, die Gefangenen zu versammeln während ich die Mundanes einsammle. Beginnt nicht damit sie zurück zum Manor zu schicken, bevor ich nicht zurück bin." Er bedachte Lucius mit einem scharfen Blick, da er vertraut genug mit dem Sohn des Mannes war, um zu ahnen was er dachte. Dann wand er sich an seine Patronus. „Hedwig Liebes, bleibe hier und halte die Dementoren fern, ja?"
Hedwig nickte und kreiste um die Fläche, während ihre scharfen Augen nach einem Feind Ausschau hielten.
Xerosis schritt durch die Schatten zu dem Platz, an dem er die Mundanes aufbewahrte und nahm sich einige Phiolen mit dem Zaubertrank, die er sich in die Tasche steckte. Dann krallte er sich die Arme zweier Mundanes, die ihm am nächsten waren und reiste zurück nach Azkaban. Er war sich nicht sicher, ob Barty Lucius im Auge behalten hatte oder ob der Blonde einfach beschlossen hatte, Xerosis Geduld zu testen. Aber die Gefangenen standen zusammengedrängt, in der Mitte des Ganges, still Umarmungen austauschend mit Familienmitgliedern, die seit über zehn Jahre außer Reichweite waren.
„Barty! Lucius!", hisste Xerosis und genannten glitten durch das Grüppchen auf ihm zum, wobei sie die Mundanes die mit den toten Augen vorsichtig beäugten. „Rührt euch nicht vom Fleck", befahl er den Mundanes bevor er sie losließ und in seine Tasche griff und zwei Phiolen hervorzog. „Ein Tropfen Blut, keinen mehr und keinen weniger, in jede Phiole von der Person, in die sie sich verwandeln sollen. Sagt den Mundanes sie sollen sie trinken und sie werden es. Stellt sicher, dass sie in die richtigen Zellen zurückgehen."
„Verstanden", stimmten die Männer zu, also händigte Xerosis ihnen die Phiolen aus und ging dann durch die Schatten zurück, um mehr zu holen.
Es verlief alles reibungslos, bis Xerosis schließlich Vernon herausholte, der nicht so verängstigt von Xerosis war, wie von Harry. Er versuchte seinen Arm zu befreien, als Xerosis mit ihm durch die Schatten reiste, aber der Junge behielt seinen festen Griff an Vernons Handgelenk und alles was passierte, war dass er an seinem Arm zog. Als sie Azkaban erreicht hatten, versuchte Vernon wieder auszureißen, nur um in Voldemort zu rennend, der ihn an seinem fetten Nacken anpackte und vom Boden aufzog.
„Was haben wir denn da?", fragte Voldemort, als Vernon still keuchte und zappelte.
„Einen suizidgefährdeten Mundane", erwiderte Xerosis, der langsam hinüber zu Voldemort schritt. „Wenn du ihn wieder unterlassen würdest?"
Voldemort bedachte ihn mit einem belustigten Blick, aber er setzte Vernon ab. „Bist du sicher, dass er nicht wieder wegrennen wird?", fragte der Dunkle Lord, währen der Mundane nach Atem rang.
Xerosis zog seinen Zauberstab und richtete diesen auf seine Onkel. „Vernon, ich erinnere mich daran, dir gesagt zu haben, das du dich zu benehmen hast", bemerkte er. „Crucio." Er hielt den Zauber für eine langen Moment aufrecht, dann befahl er: „Steh auf, du fetter Bastard."
Vorsichtig stand Vernon wieder auf, seine kleinen Augen huschten überall hin, aber niemand schien interessiert zu sein, ihm zu helfen.
Xerosis führte Vernon zu einem der übrig gebliebenen Zauberer, nahm einen Tropfen seines Blutes und gab Vernon den Zaubertrank. „Er ist nicht vergiftet", bemerkte er als der Mundane sich weigerte, ihn zu berühren. Als Vernon den Trank nahm, fügte Xerosis hinzu: „Wenn du irgendwas anderes als schlucken tust, werde ich dich bei lebendigem Leibe häuten."
Nervös schluckte Vernon, aber ein Blick in diese kalten Augen sagte ihm dass er sich besser benahm, also nahm er den Zaubertrank.
Xerosis nickte und dirigierte Vernon in die Zelle, in der der Zauberer gewesen war, während Lucius dem Zauberer einen Portschlüssel gab. Als die Zellentüre geschlossen war, begann Vernon sich zu verändern und er wimmerte leise vor Schmerz als seine Knochen schrumpften und sein Fett verbrannt wurde. Als er nur noch schmerzhaft atmete, funkelte er zum Eingang der Zelle und fand leuchtend grüne Augen auf ihn niederstarrend. „Ich hoffe, du genießt die Hölle", erklärte der dämonische Junge bevor er in den Schatten davonreiste, um einige weitere Mundanes zu holen.
Als sie fertig waren, hatte Xerosis immer noch drei Mundanes in seinem unterirdischen Loch, aber er hatte daran gedacht, dass dies passieren könnte und hatte den Platz so erschaffen, dass er sich zuschütten würde, wenn er ihn nach vier Tagen nicht besucht hatte. Diese Mundanes würden einen schmerzhaften Tod erleiden, nicht dass sie das wussten, da nichts mehr von ihnen übrig war.
Lucius und Macnair nahmen den letzten Portschlüssel, während Xerosis den Dunklen Lord und Barty zurück zum Manor mitnahm, mithilfe der Schatten. Da die Portschlüssel sie in die untere Etage brachte, wo Narcissa auf das Erscheinen ihrer Gäste wartete, hatten die drei Zauberer einen Moment ohne Lucius und Macnair um sich.
Die voll ausnutzend, wandte sich Barty mit einem scharfsinnigen Blick an Xerosis. „Was bist du? Apparieren? Den Cruciatus anwenden? Einen völlig neuen Zaubertrank erfinden?"
„Du fast süß, wenn du aus der Fassung gebracht wirst Barty", erwiderte Xerosis, hob seine Hand und tätschelte die Wange des Todessers. „Ich bin vollständig menschlich."
„Du kannst unmöglich menschlich sein", beharrte Barty. „Um Merlins Willen, du bist nur zwölf Jahre alt!"
„Potter, du hast soeben einen meiner Lieblingstodesser Kaput gemacht", kommentierte Voldemort trocken, als er sich in seinen Stuhl setzte.
Xerosis blickte ihm mit großen, unschuldigen Augen an. „Tut mir leid."
„…das war beunruhigend", entschied der Dunkle Lord kopfschüttelnd. „Gehe zurück zu deinem Vormund. Sicherlich vermisst er dich bereits."
„Nah. Ich habe einen Schlaftrank in seine Kekse getan", erwiderte Xerosis mit einem bösen kleinen Lächeln.
„Du bist ein böses, unmögliches Kind", stellte Barty fest.
„Ah. Ich liebe dich auch", gurrte der Junge, bevor er in den Schatten verschwand.
„Mein Lord-"
„Gehe auf dein Zimmer, Barty", befahl Voldemort, der sich die Stirn rieb.
Barty verbeugte sich. „Eine gute Nacht, My Lord."
-0-
Harry hörte für den Rest des Sommers weder von Voldemort noch von den Todessern. Er nahm an, dass der Dunkle Lord wahrscheinlich seinen Leuten einige Zeit zum Ausruhen und wiederherstellen gab, bevor er sie wieder losschickte um seine Befehle auszuführen. Er wusste ernsthaft nicht, wie lange sie sich noch ruhig verhalten würden, besonders nicht, da Bellatrix involviert war. (Diese Frau konnte nicht still und heimlich sein, selbst wenn ihr Leben davon abhinge.)
Das Leben im Cottage war angenehm und ruhig, selbst mit einem Vormund wie Sirius Black. Die Zauber, die in die Wand des Wohnzimmers eingearbeitet waren verhinderten, dass die Musik der Video Spiele zu hören war und jeden im Haus störte. Sirius verbrachte sehr viel Zeit mit Videospielen, wobei er Harry immer ignorierte, wenn er gelegentlich sagte: „Ich warne dich, diese Spiele verrotten dein Gehirn, aber…"
Terry machte vollen Gebrauch von der Bibliothek, hing ab im Plüschsessel in einer Ecke und las, was auch immer ihm in den Sinn kam. Harry hatte sich überreden lassen, einiges seiner eigenen Bibliothek zu der des Cottage hinzuzufügen, sodass es dort nun Bücher zu jedem erdenklichen Thema gab – abgesehen die dunklen Künste, über die Harry einige Bücher besaß, aber Sirius betrat die Bibliothek oft genug, so dass sie dort hinzutun, nur nach ärger schrie – inklusive einiger Mundane-Bücher.
Die meiste Zeit verbrachte Harry im Garten, wo er mit den Blumen arbeitete oder unter einem Baum las. Er war nie in der Lage gewesen, seine Sommer während seines letzten Lebens in aller Ruhe zu genießen, sodass das er es jetzt ausnutzte, soweit er vermochte. Er machte immer noch das Essen für alle, da er Sirius nicht genug in der Küche vertraute und Terry kein Interesse daran hatte, kochen zu lernen.
Harry und Terry verbrachten eine Woche bei den Lis kurz vor Harrys Geburtstag und trafen alle ihrer Cousins. Harry und Li verschworen sich, um Terry in denselben Raum zu bekommen wie Dao-Ming, Lis Cousine, die in ihn verliebt war. Beobachten zu können, wie Terry floh während Dao-Ming versuchte, ihn zu einem Date zu bewegen, war jede Vergeltung wert.
Ebenso genoss Harry einige Besuche bei Luna. Ihr Vater war stets witzig, sodass man sich gerne hinsetzte und ihm zuhörte. Und Luna Decke war wirklich ein Kunstwerk. Harry war im Zentrum zu sehen und um ihn herum waren all seine Freunde, mit Luna an seiner rechten. Er hatte sie umarmt, als er es gesehen hatte, dann schlug er einige andere Leute vor, die sie hinzufügen könnte; Leute aus seinem alten Leben, die er bisher noch nicht getroffen hatte oder denen er einfach nicht so nahe war in diesem Leben, aber für ihn genauso wichtig waren, wie die auf dem Wandgemälde.
Harrys Geburtstag, nach seinen eigenen Forderungen, war wesentlich kleiner als die Feier zu seinem Dreizehnten. Er hatte alle seine Freunde eingeladen und den Kuchen selbst gebacken. Hermione hatte es leider nicht geschafft, aber alle anderen waren da. Selbst Lillian, die einem eintägigen Frieden mit Neville und Terry zugestimmt hatte.
Als es Zeit wurde, die Schulbücher zu besorgen, trafen sich alle, außer Lillian, in der Winkelgasse für einen weiteren Shopping Trip. Hermione würde danach bei Harry bleiben, da ihre Eltern eine Verabredung am den Morgen des Ersten hatten und konnten sie leider nicht verschieben. Also brachte sie ebenso ihren Schrankkoffer mit, den Sirius dankbarer weise schrumpfte.
Der Ausflug war sehr gemütlich und ungezwungen, da sie nur einen Stopp im Buchladen und Madam Malkins brauchten. Harry, der wusste wie Bücherverrückt er und seine Freunde waren, wies darauf hin, dass sie zuerst zu den Roben sollten. Die Väter von Li und Lunas stimmte dem zu, wobei sie ihre Töchter wissend beobachteten.
Der Aufenthalt bei den Roben war für alle Beteiligten war sehr unterhaltsam. Sirius versuchte die ganze Zeit Malkins Assistentin, ein süßen blondes Mädchen, zu einem Date zu überreden. Als den Laden schließlich verließen, bebten die meisten vor unterdrücktem Gelächter oder versteckten ein Lächeln. Harry hatte sich nicht die Mühe gegeben es zu verstecken und hielt sich lachend an Hermiones Schulter fest.
„Ach halt die Klappe, Harry", murrte Sirius mit roten Wangen.
„Du solltest dich an Männer halten, Sirius", kommentierte Harry, nachdem er sich etwas beruhigt hatte. (Hermione hatte ihn bei einem Bücherregal zurückgelassen, was ihn gezwungenermaßen dazu brachte, sich zu beruhigen.)
Schnaubend lehnte sich Sirius verärgert gegen die Wand neben die Ladentüre. „Alle guten sind entweder hetero. Oder vergeben."
„Ich hoffe, du beziehst dich nicht auf Lockhart", erwiderte Harry, der, als er dies sagte, das Gesicht verzog.
Sirius schickte ihm einen listigen Blick. „Und wenn ich es habe?"
„Ich bin froh, dass er mit seinem Toy-Boy durchgebrannt ist."
Sirius schnaubte. „Du bist viel zu jung, um an ´Toy-Boys´ zu denken."
„Mein Körper ist jung, aber meine Seele ist alt", konterte Harry.
„Du bist verrückt. Geh und suche dir ein Buch zum Lesen."
„Steckdose, Stecker!", rief Harry über seine Schulter, bevor er hinter den Bücherregalen verschwand.
Für ganze 20 Minuten, wurde er bei seiner Bücherjagt alleine gelassen, bevor eine seidene Stimme kommentierte: „Man stelle sich vor, ein Ravenclaw stockt seinen Büchervorrat auf."
Harry blickte über seine Schulter und schickte dem Todesser hinter sich ein Lächeln. „Was kann ich für Sie tun, Mr. Malfoy? Oder sind sie nur gekommen um diese erschreckend Alltägliche Szenerie anzustarren? Wenn das der Fall ist, weiß ich von drei weiteren Ravenclaws, die sie genauso gut stalken können."
Von Lucius kam ein schwaches Geräusch der Belustigung. „Ich bin sicher, dass keiner von denen ihren Humor besitzt."
„Mmm…" Harry zog ein Buch über menschliche Verwandlung heraus. „Wenn Sie meinen Sinn für Humor meinen, fürchte ich, nein. Das ist etwas, was meine Freunde nicht mit mir Teilen." Er drehte sich um, sodass er gegen das Bücherregal lehnte. Das Buch legte er in seinen Korb, nachdem er entschieden hatte, dass es eine gute Erweiterung seiner Sammlung sein würde. „Wenn Sie nichts von mir wollen, wären Sie in der Knockturn Gasse, um Verfluchte Gegenstände zu finden oder Draco zu folgen und jeder seiner Launen nachgeben, wie ein guter Reinblut-Vater. Ich nehme außerdem an, das dies etwas mit Ihrem Hausgast zu tun hat, da Sie und ich sehr wenig anderes gemeinsam haben."
Lucius Lippen zuckten mit einem unterdrückten Lächeln. „Bedenkt man, dass wir meinen… Hausgastes gemeinsam haben, denke ich, dass es sicher ist zu sagen, dass wir auch andere Dinge gemein haben."
„Gut, wir sind so was wie Cousins vierten Grades", meinte Harry trocken. „Und wir sind technisch gesehen Lords einer alten Familie, auch wenn das Heutzutage nicht mehr zählt." Er stieß sich vom Bücherregal ab. „Bitte, komm zum Punkt, Lucius. Sirius kann sich nur eine bestimmte Zeit selbst unterhalten und ich möchte gerne noch ein paar Bücher finden, bevor er mich findet."
Lucius grollte etwas ob des Gebrauchs seines Vornamens, aber er griff in seine Tasche um einen Brief hervorzuziehen. „Korrespondenz", erklärte er, während er den Brief aushändigte.
„Er hätte keine Eule nehmen können?", murrte Harry, der seinen Korb auf den Boden abstellte, um den Brief mit einer Hand entgegen zu nehmen und mit der anderen seinen Zauberstab seinen Zauberstab hervorzuziehen.
„Du scheinst eine unverschämte Anzahl an Zauberstäben zu besitzen, für einen Schüler", kommentierte Lucius, als Harry einige Enthüllungszauber über den Brief sprach. Er traute dem Dunklen Lord schließlich nur bis zu einem gewissen Punkt.
„Ich finde eben ständig neue, die mir noch besser passen", erwiderte Harry, der seinen Stab wieder wegsteckte. Den einzigen Zauber, den er auf dem Brief finden konnte – einen, der nur einer Person, die bestimmte Kriterien erfüllt, dazu befähigte den Brief zu sehen oder zu berühren. Was in diesem Fall bedeutete, alle die die in irgendeiner Weise vom Dunklen Lord gezeichnet wurden – erklärte, wieso keine Eule verwendet werden konnte. Er brach schnell das Wachssiegel und öffnete den Brief um ihn zu lesen.
´H,
´Ich habe keine Zweifel, dass du dich abermals fragst, wieso ich bisher meinen Zug noch nicht gemacht habe. Wenn du auch nur halb so clever bist, wie du wirkst, wirst du deduziert haben, dass sich meine Leute aus Azkaban immer noch erholen. Wie auch immer, sie sollten an Halloween wieder vollständig hergestellt sein. Also solltest du eine Nachricht um diese Zeit herum erwarten, dass wir einen Angriff planen.
´Du fragst dich, wieso ich mir die Mühe machen, dir diesen Brief zu schreiben. Vielleicht weil ich meinen mir Ebenbürtigen über die kommende Attacke informieren möchte, sodass er nicht überrascht ist. Vielleicht um einen bestimmten Vampir zu fragen, ob er an Attacken während des Schuljahres teilnehme will oder ob er nur an Weihnachten oder über den Sommer erreichbar ist. Vielleicht aber auch nur, weil die Idee Lucius als Eule zu missbrauchen mich amüsiert.
´Genieße sein Schuljahr. Meine Grüße an Alissia.
´V´
In sich hinein kichernd faltete Harry den Brief zusammen und ließ ihn in seine Tasche gleiten. „Meinen Dank für den Brief, Mr. Malfoy. Ich muss erst einige Dinge kontrollieren, bevor ich eine genaue Antwort habe." Seine Lippen umspielte ein böses Grinsen. „Und fühlen Sie sich frei ihm mitzuteilen, das Alissia seltsamerweise vernarrt in blonde Tunten ist. Irgendwas darüber, dass die ´genau richtig knusprig´ sind."
Lucius verzog das Gesicht. „Ich… werde es ihn wissen lassen", stimmte er zu.
Kichernd griff Harry nach seinem Korb, bevor er sich zu einem anderen Bücherregal begab. Die Vorstellung von Lucius Malfoy auf deinem Besenstiel, der versuchte einem Brief während eines scheußlichen Gewitters auszuliefern, würde ihn den Rest des Tages verfolgen.
-0-
Er hatte sich nicht damit aufgehalten, eine Nachricht zurück zu schreiben, da er sie genauso gut selbst überbringen konnte. Und so kam es, das er in der darauf folgenden Nacht, die die erste War, in der er zurück in Hogwarts war, Xerosis ohne Vorwarnung in der Ecke von Voldemorts Zimmer auftauchte. Das leer war.
Xerosis erhob eine Augenbraue. Interessant. Er glitt aus dem Raum in den Korridor und sprach einen schnelle 'point me' aus. Der Raum, in dem sich Voldemort befand, war nicht weit vom Meeting Raum entfernt. Er war besser beschützt, weshalb Xerosis mehr Zeit damit brauchte, den Zauber zu bewundern, als ihn zu durchdringen und ohne ihn zu brechen. Das kostete ihn zwanzig Minuten und er grinste, als er endlich in den Raum eintrat.
Ein Licht in der Nähe des Bettes ging an und Xerosis fand sich dem Ende eines Eiben-Zauberstabs gegenüber, der von einem sehr wütenden Tom Riddle gehalten wurde. Es herrschte einen Augenblick Stille, dann kam von Riddle ein ärgerliches Geräusch und er ließ seinen Stab sinken. „Potter."
Harry ließ seine Fake-Vampir-Illusion schmelzen, während er zu einem bequemen Stuhl ging, der nahe des Bettendes stand. „Hallo, Tom", sagte er fröhlich und aufgekratzt.
Riddle grollte. „Was genau, tust du hier?"
„Beweisen, dass ich mehr als nur fähig bin, an deiner Halloweenattacke teilzunehmen", erwiderte Harry lässig als er sich im Raum umsah. Dieser war in blassen grün gehalten, mit einigen kleinen Tupfern von waldgrün, als Akzente. „Das Zimmer gefällt mir."
„Du hättest nicht eine Eule schicken können?"
„Wo wäre da der Spaß?", fragte Harry, während er den Dunklen Lords im Bett beobachtete. „So, Moment mal. Diese menschliche Form – das ist deine echte Gestalt?"
Riddle blickte ihn seltsam an. „Was, etwas worüber du nicht magischer Weise die Antwort weißt?"
Harry schmollte.
Schnaubend hielt sich der Dunkle Lord, mit bebenden Schultern den, Mund zu.
Harry blinzelte, dann zwickte er sich. Er ließ seinen Blick zurück zum Dunklen Lord schweifen, der jetzt hörbar kicherte, um sich noch fester zu zwicken, vor Schmerz quietschen. „Halt die Klappe!", befahl er, als Riddle tatsächlich anfing zu Lachen. Da der Bastard aber nicht gewillt schien, die Klappe zu halten, setzte sich Harry zurück und schmollte was das Zeug hielt, was Riddle nur noch mehr Lachen lies.
Nach ungefähr fünf Minuten hatte sich Riddle wieder so weit eingekriegt, dass der sich zurück an sein Kopfende des Bettes lehnen konnte, wobei er aber immer noch leicht lächelte, sich sonst aber beruhigt hatte. „Um deine Frage zu beantworten, Ja. „Ein Ritual vor meinem Tod, gab mir zwei Formen", fügte er mit einem wütenden Blick hinzu „Ich tendiere dazu, meinen Todessern aus dem Weg zu gehen, wenn ich in so aussehe. Es verhilft mir dazu, das ich inkognito bleibe, bei Sachen wie bei öffentlichen Weihnachtsbällen." Er legte seinen Kopf schief. „Du weist wer ich bin, wenn ich so aussehe, aber du schienst nicht zu wissen, dass das mein echtes Erscheinungsbild ist."
Seufzend rieb sich Harry mit Bedacht seinen Nasenrücken. „Ich habe Bilder von dir gesehen, als du auf Hogwarts noch zur Schule gegangen bist. Ich habe dein gealtertes Erscheinungsbild wiedererkannt."
Riddle stützte sein Kinn auf einer Handfläche ab. „Es gibt keine Bilder von damals. Das habe ich nie zugelassen."
Harry zuckte zusammen. „Ähm…"
„Endlich hab ich dich bei einer Lüge ertappt. Komm schon, Potter, sag mir die Wahrheit. Nicht deinen gewöhnlichen verrückten Bockmist."
Harry überdachte dies. „Was glaubst du, dass die Wahrheit ist?", fragte er. Tom Riddle wurde als Genie gepriesen, sicherlich hatte er irgendeine Theorie und Harry war neugierig darüber, wie sie lautete.
„Wiedergeburt", sagte Riddle ohne zu zögern. „Es gab Studien über Zauberer und Hexen, die sich an ihr letztes Leben erinnern. Sie wussten Zauber, die über ihr Können überschritten, wussten Sachen von denen sie nichts wissen durften." Er runzelte die Stirn. „Sie wussten diese Dinge, aber sie konnten diese Zauber nicht anwenden. Ich weiß, dass ich falsch liege. Und jetzt raus damit."
„Du bist wie ein Kleinkind, das Süßigkeiten fordert", murrte Harry, der an die Zimmerdecke hochblickte. Er war sich wirklich nicht sicher, ob er die Wahrheit erzählen konnte, aber er entschied es dennoch zu versuchen. Wenn irgendwer die Wahrheit verdiente, dann war es dieser Mann. Sein ihm Ebenbürtiger. Der Mann, dessen Seele er in sich trug. „Es ist… Reinkarnation ist nah dran. Uhm…" Er rieb sich übers Gesicht, wobei er seine Brille herunterstieß, was ihm aber nicht im Geringsten kümmerte. „Was weist du von den Heiligtümern des Todes? Die drei Brüder, die den Tod austricksten und jeder ein Geschenk von ihm bekam?"
Riddle schnaubte. „Märchengeschichten."
Harrys Lippen zierte ein bitteres Lächeln. „Wirklichkeit. Es gab die drei Peverell Brüder und wir beide sind ihre Nachkommen; du von Cadmus, ich von Ignotus. Ich bin der Besitzer eines der drei Heiligtümer – des Unsichtbarkeitsumhanges – seit dem Augenblick, in dem du meinen Vater getötet hast. Dein Heiligtum ist ein Ring, dessen Stein, der Stein ist, der die Toden zum Leben erweckt-"
„Der gehörte Salazar Slytherin!", hisste Riddle.
Harry schüttelte seinen Kopf. „Nein", sagte er einfach. „Das Letzte, der Elder Stab, gehört zurzeit Albus Dumbledore."
„Er hat – Gut, kein Wunder das er so schwer zu schlagen ist", murrte Riddle.
„Er hat seinen letzten Meister besiegt, Grindelwald."
Riddle schnaubte. „Grindelwald war sicherlich eine klägliche Entschuldigung eines Dunklen Lords."
Da er praktisch nichts über den Mann wusste, außer den Märchen, die er von Anderen gehört hatte oder dem, was er durch Voldemorts Augen gesehen hatte, zuckte Harry nur die Schultern. „Die Geschichte ist, wenn du alle drei Heiligtümer gemeistert hast, wirst du der Gebieter über den Tod. Das ist etwas, was schon viel versucht haben, aber noch keiner geschafft hat." Er rieb sich wieder übers Gesicht, mit der Brille im Schoß. „Ich… habe es geschafft-"
„Wann?", forderte Riddle zu wissen und Harry konnte sich nur allzu gut den misstrauischen Blick auf seinem Gesicht vorstellen, da er ohne seine Brille fast nichts sah.
„In…" Harry dachte nach. „Etwas über vier Jahre, von jetzt an." Er lächelte bitter. „In einer anderen Welt, einer, in der ich gegen dich kämpfte habe und du deinen Körper nicht von nächstem Jahr zurückbekommen hast. Du hast ein Ritual benutzt, das die Knochen deines Vaters, das Blut eines Feindes und das Fleisch eines Dieners erforderte. Davor hast du von Naginis Milch gelebt. Oder irgendwas in der Art."
„Nagini zum Überleben benutzt?", murmelte Riddle. „Ich muss wirklich verzweifelt gewesen sein. Und, ja, das würde mich diese Form kosten. Fahre fort."
„Es gab einen Kampf von epischem Ausmaß in Hogwarts, während dem, was mein siebtes Jahr gewesen wäre, wäre ich nicht auf der Jagd gewesen, um deine Horcruxe zu zerstören. Ich habe dich besiegt, mit sehr viel Glück im Spiel." Er konnte förmlich Riddles Neugierde schmecken. „Du hattest den Elder Stab, hast ihn aus Dumbledores Grab genommen, aber ich hatte ihn bereits bezwungen. Du hast den Todesfluch gesprochen, ich einen Entwaffnungszauber. Der Elderstab konnte seinen Meister nicht töten, sodass er ihn zu dir zurückschickte."
„Das ist ein dummer Weg zu sterben."
Harry lachte. „Das war es. Jedoch, kann ich dich vielleicht überbieten."
Das Bett bewegte sich, so als ob Riddle sich komfortabler hinsetzte. „Erzähl."
„Kein Grund, so begierig zu klingen", murrte Harry augenrollend. Er wurde mit einem leisen Glucksen Belohnt und konnte nicht anders, als zu lächeln. „Also, ich wurde ein Auror, heiratete Ginny Weasley, bekam drei wunderbare Kinder… Du hättest es gehasst." Riddle kicherte abermals. „Ich war… fast siebzig, als die Mundanes unsere Existenz herausfanden und einen sehr langen, zerstörerischen Krieg begannen." Er schluckte, versuchte sich dadurch selbst zum Weiterreden zu bringen. Vielleicht sollte er diese Geschichte nicht erzählen. Vielleicht war sie nicht wichtig?
„Du bist gestorben", bot Riddle an.
Harry lachte bitter auf. „Ich war die letzte, verdammt noch mal, magische Person, die auf der ganzen Welt noch am Leben war. Ich wurde von einem fallenden Baum gefangen und hab mir mein Bein ausgekugelt. Ich lag nur da und die vier von denen kamen über mir zum Stehen und grinsten wie die mother-fucking Freaks, die sie waren und der größte, hässlichste von ihnen fragte: „Irgendwelche letzten Worte, Magier?" Und ich sagte: „Ja. Seh' dich in der Hölle." Und dann erschossen sie mich." Harry berührte die Stelle in der Mitte seiner Brust und zuckte zusammen, als er sich an den Schmerz erinnerte. „Hatte noch nicht mal die Güte, auf mein Herz zu zielen um es kurz zu machen." Seine Lippen verzogen sich mit Verachtung. „Mundanes."
„… wieso nennst du sie so?", fragte Riddle leise.
Um sich von seinem Tod loszureißen, nahm Harry einen tiefen Atemzug. „Zu Beginn des Krieges, als wir noch dachten, alle sei ok. Damals, als wir immer noch an unsere eigenen Überlegenheit glaubten, bevor sie ein fucking Loch in Hogwarts schossen –" von Riddle kam ein erstickter Laut. „Wir hatten einige Friedensgespräche und eine ihrer Forderungen war, dass wir sie ´Mundanes´ nennen sollten. Die Bezeichnung ´Muggel´ war zu abfällig. Der damalige Minister sagte ihnen, wo sie sich das stecken konnten und sein Haus war eines der Ersten, das in die Luft flog. Danach begannen wir alle, sie Mundanes zu nennen. Manchmal…", von Harry kam ein angespanntes halb-lachen. „Manchmal, ließen sie einen am Leben, wenn wir sie Mundanes nannten. Ganz am Anfang."
Sie waren beide für einen langen Moment still. Harry rieb seine trockenen Augen, Riddle saß einfach nur in seinem Bett, auf den Jungen im Stuhl starrend. Der Junge, der älter war als er selbst. Der Junge, der ein Leben voller Verluste und Schmerzen und Tod gelebt hatte.
Irgendwann sagte Riddle schließlich: „Du kamst zurück."
Harry nickte. „Ich starb als der Meister des Todes. Der Tod traf mich in einer Zwischenebene und gab mir drei Möglichkeiten: Ich konnte zurückgehen und wieder erschossen werden, ich konnte in die Hölle gehen oder ich konnte noch mal Beginnen. Vom Anfang an."
„Also hast du von vorne Angefangen", beendete Riddle. „Wiedergeburt, aber nicht wirklich."
„Ich erinnere mich-", schnaubte Harry. „Ich kam zurück in dem Moment, in dem mein Vater starb. Ich sah meine Mutter, zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann und sie sagte zu mir good-bye. Und dann warst du da-"
„Du hast mich angelächelt!", realisierte Riddle. „Ich dachte, es war nur… Du weißt schon, wie Babys eben manchmal einfach so lächeln, aus keinem ersichtlichen Grund?"
Harry lachte. Er hielt sich den Bauch und lachte einfach nur für einen Weile.
Riddle sagte nichts als der Jungen – Mann, was auch immer – alles herausließ. Er erwartete halb, dass Potter anfangen würde zu weinen, aber dieser lachte einfach nur, bis er aufhörte und zurück in seinen Stuhl fiel. Er hatte ein mattes Lächeln auf seinem Gesicht, trockene Augen, unfokussiert auf die Wand gerichtet, ein kleines Stückchen links über Riddle Schulter.
„Der Tod, bevor er mich zurück schickte, beschenkte mich mit einer Fähigkeit. Eine Fähigkeit meiner Wahl. Ich habe etwas gewählt, das mich nicht unähnlich von einem Dementoren macht. Ich kann in Leuten Kälte und Angst hervorrufen. Ebenso kann ich ihren Seelen aussaugen."
„Ah." Riddle verzog das Gesicht. „Das ist… ein nützliches Geschenk."
Harry grinste leicht verrückt. „Besonders, wenn du gezwungen wirst bei Mundanes aufzuwachsen, die dich gerne tot sehen würden. Mein Cousin und mein Onkel benötigten gelegentlich Erinnerungen, aber meine Tante brauchte nur eine Warnung und sie lies mich in Ruhe. Und jetzt habe ich Sirius, der einen besseren, verrückten älteren Bruder abgibt, als einen Vormund, aber es funktioniert. Ich brauch kaum einen Beschützer und Sirius mag es, wenn jemand um ihn ist, für den er sich verantwortlich fühlt, der auf sich selbst aufpassen kann."
Riddle schnaubte. Das konnte er sehen, sicher. An dass, was er sich noch von Black erinnerte, konnte der Mann kaum auf sich selbst aufpassen, geschweige denn einen Patensohn.
Sie waren für einen Weile still. Irgendwann setzte sich Harry seine Brille wieder auf, nur um Riddle herauszufinden, dass Riddle ihn anstarrte. „Was?"
Riddle schüttelte den Kopf. „Ich habe bisher noch kein festes Datum für die Halloweenattacke. Es kann an Halloween sein, oder auch nicht. Ich nehme an, du bist ein Parselmund, da du mit Alissia gesprochen hast?"
Harry tippte auf seine Narbe. „Horcrux" erwiderte er, lächelnd, als die Augen des Dunklen Lords sich weiteten. „Ja, technisch gesehen, bin ich ein Parselmund."
Riddle schüttelten seinen Schock ab. „Richtig. Gut—warte." Er runzelte etwas die Stirn. „Du bist ein Horcrux?"
„Ja."
„Mein Horcrux?"
Harry rollte mit den Augen. „Nein, Albus Dumbledores."
Riddle schloss seine Augen und rieb über sie. „Nagini ist ein Horcrux und ich kann mit ihr kommunizieren, oder durch ihre Augen sehen."
Sofort wusste Harry, wohin das er damit wollte. „Du kannst mir Träume schicken und ich kann deine Träume oder durch deine Augen sehen. Besessenheit, ist ebenso verstörend einfach. Von anderen Sachen weiß ich nicht. Ich weiß ebenso nicht, wie gut du damit zurechtkommen kannst, das ich deinen Seelenteil mit Okklumentik blocke."
Über diese schnelle Antwort, konnte Riddle nur eine Augenbraue hochziehen, dann schüttelte er den Kopf. „Es gibt einen Parsel-Zauberspruch, der den Kontakt zwischen zwei Parselmündern ermöglicht. Ich nehme an, dass du ihn nicht kennst?"
Harry zuckte die Schultern. „Nachdem ich von deinem Horcrux befreit war, verlor ich die Fähigkeit. Und in diesem Leben habe ich mir nicht die Mühe gemacht, weiter über dieses Thema zu Forschen."
Riddle nickte. „Komm her", befahl er uns deutete auf die Ecke des Bettes.
Harry blickte in leicht misstrauisch an. „Wieso?"
„Potter, komm her", wiederholte er.
Leicht grollte Harry, aber er raffte sich aus dem Stuhl auf und schritt zur Bettkannte. Allerdings setzte er sich nicht.
Seufzend griff Riddle nach dem Ärmelsaum des Jungen und zog diesen auf das Bett hinunter. „Du bist der schrecklichste Dreizehnjährige, mit dem ich je das Missvergnügen hatte, Geschäfte zu machen", stellte er fest. „Und streite nicht mit mir, wer technisch gesehen älter ist", fügte er hinzu, als Harry seine Mund öffnete, um genau das zu tun.
Sobald Riddle Augenkontakt hatte, glitt er in Harrys Gedanken, um gegen beeindruckende Mauern zu prallen. Er verweilte dort für einen Moment und wurde Belohnt, als der Junge seine Aufmerksamkeit nach innen lenkte und den Dunklen Lord an der Mauer Gesellschaft leistete. Als Harry sich fragte, was er wollte, schickte Riddle ihm das Gefühl, das er Informationen Teilen wollte. Er lächelte in sich hinein als Harry einen Moment zwischen Argwohn und Begehren rang. Schließlich, ließ der Junge ihn durch die Mauer.
Riddle hatte keine Probleme die Ecke zu finden, in der Harry sein Zauberspruchwissen aufbewahrte. Der Geist des Jungen war gespenstischer Weise genauso wie sein eigener, was er annahm was Sinn machte, wenn man ihre Verbindung bedachte. Jedenfalls, Potter hatte sehr viel mehr Wissen in seinem Verstand, als Riddle jemals hoffen könnte, zu besitzen. Einiges davon, konnte einfach nicht das des Jungen—
Oh. Riddle schüttelte den Kopf und hinterließ schnell eine Kopie des Parselzaubers, dann kehrte er in die reale Welt zurück. Sobald Harry ebenfalls zurück war, sagte Riddle: „Du bekommst Informationen von den Seelen, die du isst?"
Belustigt zuckten Harrys Lippen. „Ja. Und Vampierfähigkeiten von Vampiren."
Riddle schnaubte leicht. „Das ist…schrecklich nützlich. Ich gebe zu, etwas eifersüchtig zu sein."
Harry künstelte ein erschrecktes nach Luft schnappen. „Tom Riddle? Eifersüchtig auf jemanden anderen?"
Riddle knurrte. „Ich war vorher schon auf Leute Eifersüchtig."
Harry grinste. „Wetten, du hast das nie zugegeben. Oder, wenn du es hast, hast du denjenigen kurz danach umgebracht."
Das überlegene Lächeln von Riddles, war Antwort genug.
Kichernd stand Harry auf. „Ich sollte zurück gehen", entschied er, nachdem er flüchtig auf seine Uhr geblickt hatte. „Ich muss noch etwas schlafen, vor dem morgigen Unterricht."
„Sehr gut." Riddle winkte nachlässig in seine Richtung. „Ich lasse es dich wissen, wenn ich mehr über den Angriff weiß."
Harry nickte. „Ich werde ein Auge offen halten." Er Schritt auf einen der wenigen Schatten zu, die sich im Raum befanden.
„Potter", sagte Riddle, kurz bevor Harry in den Schatten verschwinden konnte und der Junge blickte über seien Schulter, eine Augenbraue fordernd hochziehend, zu ihm zurück. „Danke dafür, dass du mir die Wahrheit gesagt hast." Er verzog etwas das Gesicht, aber er wusste, dass es gesagt werden musste. Er hatte schließlich einige gefährliche Geheimnisse gehört.
„Fair ist fair", erwiderte Harry schulterzuckend. „Ich kenne einige deiner schrecklichsten Momente und schlimmsten… nun, ich weiß das über deine Horcruxe. Ich weiß, was sie alle sind und wie man sie zerstört. Ich weiß, wie ich dich zerstören kann." Er schenkte ihm ein kleines, bitteres Lächeln. „Wir sind Ebenbürtig, Tom; wenn du dich überwinden kannst, einen Dreizehnjährigen zu einem Raubzug einzuladen und ihn deine Todesser führen lassen, kann ich dir auch sagen, was ich bin." Er wandte sich ab. „Gute Nacht."
„Gute Nacht", erwiderte Riddle, als der Teen verschwand.
-0-
Am Ende der ersten Schulwoche hatte Harry die Wette über den neuen Professor gewonnen. Er legte die Gewinne beiseite, fest entschlossen, sie während ihres ersten Hogsmeadbesuches zu benutzen, um jedem etwas Schokolade zu kaufen. In der Zwischenzeit genoss er es Remus Lupin wieder als Professor zu haben, trotz des kleinen Hakens, dass der Mann ihn ignorierte. Und von dem bisschen, was er aus Sirius bekam, wurde dieser ebenso ignoriert. (Von seinem Paten, irgendwas über Remus herauszubekommen, erwies sich als eine sehr schwere Herausforderung, da Sirius es vermied über den Mann überhaupt erst nachzudenken, nachdem seine ersten vier Briefe an Remus unbeantwortet zurückgekommen waren.)
Schließlich, nach einem Monat Schule, wurde Harry des Tanzes müde und er zog die Karte und den Umhang hervor, um den Werwolf zu verfolgen. Er war sich nicht sicher, was er zu dem Mann sagen würde, aber er würde ihn fangen und Remus würde sich, verdammt noch mal, erklären.
Der Werwolf roch ihn, bevor Harry nah genug war und beeilte sich, weg zu kommen. Aber Harry ließ sich nicht so leicht abwimmeln und benutzte einfach seine Vampirgeschwindigkeit, die er normalerweise vermied. Er war schnell mit dem Mann auf einer Höhe und griff nach dessen Arm. „Sie sind die wahrscheinlich unausstehlichste, nicht-menschliche Person, mit der ich je zu tun hatte", grummelte Harry, als Remus versuchte, seinen Arm aus dem Griff des Teens zu ziehen.
Remus gefror und er erbleichte. „Hat Sirius-"
„Nein, Sirius geht nicht umher und erzählt jedem Ihr Geheimnis", schnappte Harry, der seinen Umhang herunterzog. „Ich kann spüren, ob jemand menschlich ist, oder nicht. Ich kann Ihnen, beispielsweise sagen, dass ein Sechstklässler der Slytherins schwaches Veelablut in sich trägt, obwohl ich ihm noch nie begegnet bin. Ich weiß nicht, wieso ich das kann, aber es ist nützlich. Und Sie haben meinen Paten und mich ignoriert. Ich will wissen wieso."
Braune Augen huschten einem Moment lang durch den Korridor, bevor er sagte: „Jemand könnte…" Seine Stimme erstarb, als Harry die Karte hervorholt, die zeigte, dass niemand in der Nähe war. „Wo hast du-?"
„Gestohlen von den Weasley Zwillingen", antwortete Harry finster blickend. „Schauen Sie, es kümmert mich nicht wirklich, dass Sie mich ignorieren. Wirklich. Es macht mir auch nichts, dass sie mich nicht gegen den Irrwicht haben antreten lassen, ehrlich, ich will nicht wissen, in was er sich verwandeln würde. Aber Sirius ignorieren? Sie sind der letzte Freund, den er noch hat. Verdammt, er ist der letzte Freund, der Ihnen geblieben ist! Also, wieso beantworten Sie nicht seine Briefe?"
Remus zitterte leicht. „Ich hab das Land verlassen und-"
„Versuchen Sie ja nicht, mir weismachen zu wollen, dass Sie keine Nachrichten außerhalb von Brit-"
„Ich hab ihn verlassen!", schnappte Remus und etwas öffnete sich in ihm, wegen Harrys Annahme. „Ich habe nichts hinterfragt, ich ließ die Sirius nach Azkaban bringen. Dich habe ich ebenso verlassen…", Remus schluckte und blickte weg.
Mit Verständnis in den Augen, ließ Harry den Arm los, den er immer noch hielt. „Ein schuldiges Gewissen", murmelt er und nickte, als Remus zusammenzuckte. „Ah, ich liebe Gryffindors. Sie sollten Sirius hören, der immer wieder erzählt, wie mein Vater und er Sie für den Spion gehalten haben und er muss sich dafür entschuld-"
„Wieso sollte er-"
„Ihr zwei seid witzig", entschied Harry. „Der erste Hogsmeade Besuch ist an Halloween. Geh meinen Paten besuchen. Betrinkt euch. Macht irgendwas. Ich bin es leid, dass er ständig Trübsal bläst, wenn er denkt, dass ich es nicht bemerke." Er wand sich ab und legte den Umhang wider um. „Und hören Sie auf, mich zu ignorieren, würden Sie das tun? Sie machen meine Freunde argwöhnisch und wenn einer meiner Freunde ein Slytherin ist, gut…" Er kicherte in sich hinein, bevor er den Gang hinab schritt.
Er hätte wissen sollen, dass das 'ne Gryffindorsache war. Nun müsste er nur noch Hermione dazu kriegen, ihren Zeitumkehrer dazu zu benutzen, etwas schlaf zu bekommen. Natürlich bevorzugter weise ohne, dass sie wusste, dass er wusste, dass sie einen hatte.
-0-
„Mord und Chaos, zwei meiner Lieblingsdinge", sagte Xerosis, während Voldemort und er in Richtung Ballsaal schritten, in dem alle Todesser, ausgenommen Snape, sich versammelt hatten. „Weißt du, normalerweise mag ich Halloween nicht, aber dieses Jahr könnte großartig werden."
„´Großartig´?", wiederholte Voldemort belustigt.
Xerosis winkte ab. „Ich verbringe meine Tage umgeben von Teenagern. Husch."
Der Dunkle Lord kicherte und rauschte in den Ballsaal, gefolgt von einem beleidigten Männchen. Sie schritten zusammen ans Ende des Raumes, wobei keiner der beiden die misstrauischen Blicken, mit denen der augenscheinlichen Vampire bedacht wurde, übersah. „Das ist Lord Xerosis", gab Voldemort seinen Todessern bekannt. „Er ist ein vollwertiger Verbündeter und ihr werdet seine Worte befolgen, als wären es meine." Voldemort ließ einen scharfen Blick über seine Leute gleiten, um diejenigen herauszupicken, die dem Jungen an seiner Seite Ärger bereiten würden. Xerosis hatte dem Dunklen Lord bereits versichert, dass er leicht mit jeglichem Ärger klarkommen würde. Und Voldemort bezweifelte nicht, das bedeutete aber nicht, dass er nicht versuchen würde, dafür zu sorgen, dass seine Leute nicht aus der Reihe tanzen würden.
„Wegen der Natur dieser Attacke und da wir noch für eine Weile unter dem Radar des Ministeriums bleiben müssen, wird kein Dunkles Mal heraufbeschworen. Ansonsten, dürft ihr jeden Spaß haben, den ihr wollt. Nutz diesen Angriff, um eure Magie auszustrecken und benutz wieder eure Kreativität. Die Muggel sind wertlos und es ist an der Zeit, sie daran zu erinnern, dass wir die besser Spezies sind!"
Von den lauten Beifallsrufen der Todesser überdeckt, murmelte Xerosis: „Werd jetzt nicht übermütig."
Voldemort warf ihm einen flüchtigen Blick zu. „Nein, aber glaubst du ernsthaft, dass sie glauben würden, dass die Muggel uns eines Tages ausrotten könnten?"
„Hmm… Guter Punkt."
Nachdem sich die Todesser schließlich beruhigt hatten, griff Voldemort sanft nach Xerosis Arm – wobei er aufpasste, nur die Kleidung zu berühren, da keiner von ihnen die schwächer werdenden Schutzschilde, die immer noch da waren, testen wollte – und apparierte sie kurz außerhalb des Forschungslabors, das Voldemort als Ziel auserkoren hatte. Das dunkle Mal fungierte als eine Art Portschlüssel, wenn der Dunkle Lord es wollte, sodass nur Momente später seine Leute ebenfalls erschienen.
Trotz der späten Stunde, herrschte im Labor immer noch reger Betrieb, da die Wissenschaftler sehr engagiert an ihrer Forschung waren. Und Xerosis hatte seinen Zeitumkehrer benutzt, um an den Zeitpunkt zurück zu kommen, kurz bevor das Fest begonnen hatte, so dass sie mehr Zeit für den Angriff hatte.
Als Voldemort seine Todesser vorwärts befahl, war es, als würde man eine schwarze Flutwelle der Zerstörung beobachten. Sie flossen alle vorwärts, sprengten sich ihren Weg ins Gebäude und erfassten jeden Mundane, den sie kriegen konnten.
„Wie lange gibst du ihnen?", fragte Xerosis.
Voldemort zuckte die Schultern. „Die meisten haben sich noch nicht wieder genug erholt, um mehr als zwanzig Minuten durchzuhalten. Ich gebe ihnen etwas mehr als seine halbe Stunde, bevor ich sie zurückpfeife." Er blickte auf den Teen herab. „Du kümmerst dich ums Gebäude?"
„Ja." Xerosis nickte leicht abwesend „Es ist nicht schwer eine Explosion zu verursachen und damit eine Kettenreaktion zu verursachen; es erfordert nur etwas Kenntnisse vom Standort der Experimente. Ich habe meine Hausaufgaben bereits vor einigen Tagen gemacht."
Voldemort schnaubte. „Ravenclaws", erwiderte er, wonach er ins Labor rauschte, um seine eigne Zielscheibe zu finden.
In sich hinein glucksend, schritt Xerosis durch die Schatten in den Teil des Labors, in dem er gedachte die Explosion zu beginnen. Die Todesser waren noch nicht so weit vorgedrungen, sodass er umher huschen konnte, gelegentlich eine Seele stahl oder dunkle Zaubersprüche benutze, um die Körper der Mundanes zu vernichten.
Das erste paar Todesser, die er sah, sahen ihn entweder nicht, oder blickten ihn nur flüchtig an, um sich dann schnell, ohne ein Wort, zu verkrümeln. Größtenteils war Xerosis von ihrer Reaktion belustigt, jedoch er fragte sich, ob irgendjemand es wagen würde ihn herauszufordern.
Gerade als Xerosis mit einem weiteren Mundane fertig war, traf ihn ein Fluch im Rücken. Er verbiss sich einen kleinen Schmerzenslaut und wand sich dem beleidigenden Todesser zu, der einen besonders ungläubigen Gesichtsausdruck hatte. Ein schneller Vorstoß mit Legilimentik, ließ ihn schnell seine Zähne vor Wut entblößte; der Zauber, mit dem er getroffen wurde, konnte einen Vampir töten, sobald er ihn traf. „Du Sohn einer Mundane", spuckte Xerosis, als der den Mann an die gegenüberliegende Wand knallte. Die Luft um sie herum gefror förmlich durch seine Wut und der Todesser in seinem Griff erstickt, Albträume flackerten in seinen Augen.
„Wieso mischst du meine Todesser auf?", fragte Voldemort etwas träge hinter ihm.
„Er hat Versucht mit zu töten", grollte Xerosis. „Ich überlege gerade den besten Weg, ihn zu bestrafen."
Schnaubend wandte sich Voldemort ab. „Hab spaß", rief er über seine Schulter.
Xerosis Lippen verzogen sich zu einem bösen Grinsen. „Da gibt es diese wundervollen Zauber", plauderte er vergnügt mit seinem Opfer, als sich seine Kraft etwas zurückzog. „Er entzieht einem die Magie. Er ist Mundanes gegenüber nutzlos, aber an einem Squib, einem Zauber oder einer Hexe angewandt…" Er kicherte etwas mit blitzenden Augen und ließ von dem Todesser ab. Dieser krümmt sich auf dem Boden zusammen, ohne die Stütze des augenscheinlichen Vampires.
„Nein, bitte. Mein Lord, bitte!", schrie de Todesser, mit hinter der Maske geweiteten Augen.
Still sprach Xerosis den Zauber, da er keinen Grund sah, seinem kleinen Publikum den Wortlaut wissen zu lassen. Der Spruch wurde, während er in seinem 40ern war, von einem Unsäglichen kreiert der versuchte den Effekt von Dementoren zu replizieren. Sie hatten es nie geschafft, eine Zauberspruchversion des berüchtigten Kusses zu erschaffen, aber sie hatten eine Reihe von Zaubern kreiert, die andere Sachen aussaugten, wie beispielsweise Magie oder Blut. Die Vorteil, bei der Benutzung des magie-entziehenden Zaubers war der, das er dem Sprecher die Magie des Opfers gab, was großartig auf dem Schlachtfeld war, aber nicht gegen seinen Freunde.
Er wand sich von dem schluchzenden Zauberer ab und überblickte mit seinen kalten, blassen Augen sein Publikum. „Möchte irgendjemand sonst meine Führung in Frage stellen?", fragte er, mit einem perversen kleinen Lächeln.
Die zuschauenden Todesser flohen.
Xerosis blickte zurück auf den magielosen Magier und schwankte zwischen, ihn am Leben lassen und sich seiner Umgebung bewusst sein – zumindest bis das Gebäude in die Luft flog – oder seine Seele zu nehmen. Da er vielleicht Wissen hatte, was Harry nicht hatte, hatte der Gedanke, ihn leidend zurück zulassen…
„Ich fürchte, du hast meine Lakaien genug eingeschüchtert", sagte Voldemort hinter ihn. „Was hast du getan?"
„Ich habe sein Magie genommen", erwiderte Xerosis abwesend.
„Du kannst was tun?"
Der scheinbare Vampir blickte flüchtig über seine Schulter und lächelte über den entsetzten Gesichtsausdruck es Dunklen Lords. „Gewiss. Ein Unsäglicher, der versucht hat, den Dementoren Kuss zu reproduzieren, hat es erfunden."
„Wieso nicht einfach einen Dementor benutzen?", fragte Voldemort, den näher an Xerosis und den immer noch wimmernden Todesser heran trat.
„Sie wurden zerstört. Der Minister hat entschieden, dass sie mehr ärger verursachten, als sie wert sind und ich habe sie gehasst." Xerosis lehnte sich vor und entfernte die Maske des magielosen Zauberers. „Eigentlich, immer noch."
„Trotz, das du praktisch selbst einer bist", murmelte der Dunkle Lord, der die Handlungen des Jungen leicht misstrauisch beobachtete. „Wirst du ihn küssen?"
Xerosis verzog sein Gesicht. „Ugh. Mein Gehirn verbrennt gerade."
Voldemort schnaubte.
„Und ja, denke ich, das werde ich." Das gesagt, öffnete er seinen Mund und saugte die Seele des Todessers. „Hmm. Schmeckt etwas nach zwei Tage alter Maus…"
„Das war leicht befremdlich anzusehen", entschied der Dunkle Lord, als Xerosis den Körper auf den Boden plumpsen lies. „Und wann hattest du zwei Tage alte Maus?"
„Kleine Nagetiere haben die radioaktive Verstrahlung länger überlebt als die größeren Tiere", erwiederte Xerosis, der umherblickte. „Du hast die Todesser bereits zurückgeschickt?"
„Ja. Ich bin… neugierig über die Explosion, die du gedenkst du starten."
Xerosis schickte dem Dunklen Lord ein grinsen und krümmte seinen Finger zu einer 'komm her' Geste, bevor er den Weg dorthin einschlug, wo die explosivsten Experimente aufbewahrt wurden. „Ein Grundwissen von Chemie ist hilfreich, um zu wissen, wo eine Explosion die beste Chance hat", gab er preis, während er seinen Weg durch die Korridore zum Lagerraum schritt. „Keines ihrer Experimente ist wirklich Explosionsgefährdet, nicht so wie andere Labore, die ich in der Vergangenheit in die Luft gejagt habe. Aber sie haben einige von diesen Chemikalien in ihrem Lagerraum nebeneinander stehen. Mundanes sind immer so doof bei solchen Sachen."
Die Türe besaß einen Code, aber Xerosis verkürzte das ganze durch Magie, dann öffnete er die Türe. Darinnen befanden sich Regale über Regale, gefüllt mit Pulvern, Flüssigkeiten und Gasen. „Ich würde meine Schulter oder der Arm ergreifen, wenn ich du wäre", warnte er, als er behutsam einige Flaschen auf dem Regal vorwärts schob, sodass sie leicht schwankten. „Du wirst nicht schnell genug apparieren können, bevor hier alles `boom` macht."
Voldemort legte seine Hände auf die Schulter des Jungen, beobachtete wie dieser eine Flasche anstieß und sie hinaus-apparierte, bevor die Flasche mit dem nächsten Gegenstand auf dem Regal in Berührung kam um in die Luft zu fliegen. Sie erschienen auf einem kleinen Hügeln, der in kurzer Distanz des Labors war und schaute zu, als langsam aber sicher, eine Reihe von Explosionen das Gebäude erschütterten und jeweils eine weitere Explosion auslösten, bis das Labor nur noch ein kleines Häufchen brennenden Schutts war.
„Das war beeindruckend", kommentierte eine Stimme hinter ihnen und sie wirbelten beide mit ihren Zauberstäben in den Händen herum. Hinter ihnen, auf seine Sense gelehnt, stand der Tod. „Ihr Sterblichen seit süß."
Xerosis seufzte und steckte seinen Zauberstab weg. „Weshalb verdienen wir das zweifelhafte Vergnügen deiner Anwesenheit?", fragte er.
„Seelen Zählung", erwiderte der Tod. „Nachdem die Todesser durch waren und nicht mitgezählte die, die du vor der Explosion genommen hast, macht das zusammen… siebenundzwanzig. Nur für den Fall, dass du mitzählst."
„Tue ich nicht", gab Xerosis zu. „Das überlasse ich dir."
Voldemort schluckte. „Seelen Zählen?"
„Ich hab ihm seine Dementorenfähigkeinten im Austausch für ein Versprechen gegeben, dass er die Zahl derer, die er in seinem letzten Leben umbracht hat, überschreiten muss", erklärte der Tod, der seine Kopf dem dunklen Lord zu wand. „Du. Deine Horcruxe."
Voldemorts Augen weiteten sich, er umklammerte seinen Stab fester. „Was ist mit ihnen?"
„Ich mag sie nicht", deklarierte der Tod. „Das ist Betrug."
Xerosis kicherte.
Der dunkle Lord bedachte den Teen mit einem finsteren Blick, bevor er zum Tod sagt: „Nun, ich will mich aber nicht von ihnen trennen."
Der Tod hob leicht verärgert seinen Sense und zeigte mit ihr theatralisch in Richtung des Dunklen Lords. „Ich werde sie zerstören."
„Du kannst sie nicht vernichten", kommentierte Xerosis amüsiert. „Wenn du es könntest, würde die Fähigkeit sie zu erschaffen, niemals existiert haben."
„Du hattest eindeutig zu viel Zeit, um über diese Dinge nachzudenken", entschied der Tot.
„Du hast es mir zur Aufgabe gemacht, die Reihen der Vampire zu lichten, weil du sie nicht magst", zeigte der augenscheinliche Vampir auf. „Ich glaube, wenn du sie wirklich so sehr hasst und Dinge beeinflussen kannst, hättest du das bereits selbst getan. Stattdessen, lässt du das Sterbliche tun."
„Bring mich nicht dazu, Geschenk zurücknehmen", drohte der Tod.
Kapitulierend hielt Xerosis seine Hände hoch. „Ich schweige, wie ein Grab."
Der Tod wand sich zurück an Voldemort, während er seine Sense zurück an seine Schulter anlehnte. „Du kannst einen Horcrux haben, den einen, in ihm. Werde die anderen los."
„Wieso sollte ich?", fragte Voldemort, der endlich seinen eigenen Stab weggesteckt hatte. „Wieso sollte ich nur noch Potter als meinen Horcrux behalten?"
„Meinen ewigen Dank dafür, dass du deine Perversion in dieser Welt beendest."
Xerosis hielt sich den Mund zu und wand sich still ab. Seine Schultern schüttelten sich vor unterdrücktem Gelächter.
„Wieso sollte mich der kümmern, solange ich unsterblich bin?", erwiderte Voldemort mit leichtem grinsen.
Der Tod seufzte verärgert. „Ich hasse Sterbliche wirklich", sagte er ihnen. „Ihr verbringt eure Leben so, als würde ich euch nie kriegen. Ihr erschafft Steine der Weisen und Horcruxes und schließt Abmachungen mit Vampiren, nur um mich niemals zu treffen. Ich meine, was habe ich euch je getan?"
Die beiden Zauberer tauschten blicke. Xerosis schnaubte und begann wieder verhalten in sich hinein zu kichern, während Voldemort den Tod anblickte, als wäre er der Verrückte von ihnen. „Willst du darauf wirklich eine Antwort?"
„Du bist nicht witzig", erklärte der Tod, während er mit seiner Sense auf den Dunklen Lord zeigte. Dann wand er sich an Xerosis. „Und du, hör auf zu lachen."
Xerosis hustete und drehte sich um, während er ein Lächeln hinter seiner Hand verbarg. „Er wird nicht einfach so seine Horcruxe aufgeben", zeigte er auf. „Kannst du nicht einfach einen Deal mit ihm machen, so wie mit mir? Du gabst mir diese Fähigkeiten und ich töte erm…"
„3957", warf der Tod ein.
„Ja, so viele Menschen werde ich töten."
Voldemort bedachte Xerosis mit einem beeindruckenden Blick. „Wirklich?"
„Ich besitze böse Fähigkeiten", erwiderte Harry trocken. „Ich habe auf eine Menge Gebäude in die Luft gejagt."
„Wie viele von diesen waren Muggel?", wollte der Dunkle Lord wissen.
„Die meisten von ihnen. Ich habe mich nie wirklich mit magischen Leuten abgegeben, da wir nur so wenige sind."
„Du wirst deine Horcruxe auf einen dezimieren", unterbrach der Tod. „Ich werde jeglichen Todesfluch absorbieren, der dich triff, bis du entweder die magische Welt bezwungen hast oder er sein Ende des Deals erfüllt, was eher passiert." Er hielt einen Moment inne, dann wand er sich an Xerosis. „Ach ja, du kannst nicht sterben, bis du unseren Handel erfüllt hast, nur so nebenbei. Ich glaube nicht, dass ich das erwähnt habe."
„Muss dir entglitten sein", erwiderte Xerosis trocken.
„Nur Todesflüche?", fragte Voldemort, aber seine Augen funkelten siegreich.
„Was glaubst du wer ich bin, Gott?", schnappte der Tod. „Ich kann den augenblicklichen Tod stoppen, aber alles andere müsst ihr auf euren üblichen, erbärmlich sterblichen Weg wiederherstellen. Deal or no deal?"
„Deal", stimmte Voldemort, ohne Zögern, zu. Er nahm, was er kriegen konnte.
Der Tod nickte und schwang seinen Stab in Voldemorts Richtung. Nach einem Moment, waren alle Gegenstände, in denen ein Horcrux war, Inklusive eine sehr irritierte Schlange, hier. „Ich traue dir nicht, dass du dich benehmen kannst", kommentierte der Tod das Stirnrunzeln des Dunklen Lords. Dann schwang er seinen Stab abermals und verschwand, während all die zerrissenen Seelenteile aus ihrem Behältnissen sprangen und zurück in Voldemort.
Schreiend vor Schmerz, fiel Voldemort zusammengekrümmt auf den Boden, seine schlangengleiche Erscheinung schwand dahin zu einem mehr menschlichen Körper. Der Schmerz war… Er hatte dafür keine Worte. Es fühlte sich an, als wenn sein ganzer Körper gleichzeitig auseinandergerissen und wieder zusammengesetzt würde, während er zusätzlich unter dem Cruciatus stand. Es waren zweifellos die schlimmsten Schmerzen, die er je gefühlt hatte.
Harry sank auf seine Knie, neben den Dunklen Lord, während sein eigenes gefälschtes Gesicht dahin schwand. Vor Furcht geweitete grüne Augen beobachteten, wie Riddle keuchend Luft holte, während tränenspuren seine Wangen bedeckten.
:Was passiert mit dem Meister?:, wisperte Nagini, als sie zu Harry hinüberschlängelte und sich neben ihm niederließ um ihrem Meister betroffen anblickte.
:Er hat einen Deal mit dem Tod geschlossen:, erwiderte Harry, der sanft den Kopf der Schlange streichelte. :Der Tod war… nicht gnädig.:
:Der Tod ist niemals gnädig:, wies Nagini darauf hin.
Harry musste daran denken, wie es war, durch einen Wald zu rennen und nur mit bloßen Händen zu überleben. Darüber, wie es war sich über eine seit zwei Tagen tote Maus zu freuen oder sterbende Beerenbüschen zu durchsuchen, nur um etwas zu Essen zu finden. :Manchmal:, murmelte er, :ist der Tod großzügig. Wenn er alles ist, was geblieben ist; wenn es heißt zu sterben und Frieden zu finden oder für immer zu leben und jeden Tag gefoltert zu werden…:
Nagini nickte. :Der Tod kann vieles sein:, entschied sie.
Keuchend kippte Riddle vornüber, als der Schmerz endlich nachließ. Harry ergriff seine Schultern und hielt ihn, während er zitterte. Der Dunkle Lord barg sein Gesicht am Harrys Nacken und fand Trost bei seinem ihm ebenbürtigen und schlief ein, bevor ihm gewahr wurde, dass er überhaupt müde war.
Harry verfestigte den Griff, als er bemerkte, dass der Mann in den Schlaf glitt. :Wir müssen ihn ins Manor zurück bringen:, sagte er leise zu Nagini.
:Vergiss nicht seine Schätze:, erinnerte Nagini ihn, die ihren Kopf so bewegte, das sie ihren Körper teilweise in den Schoß des Jungen gleiten lassen konnte.
Harry nickte und rief die ex-Horcruxes herbei, in eine Tasche seiner Robe. Dann reiste er mit allen durch die Schatten zum Schlafzimmer des dunklen Lords. Nachdem Nagini sich fortbewegt hatte, hob er den Man in seinen Armen hoch und trug ihn in sein Bett, in stillen seiner Vampirkraft dankend. Er zog Riddle die Schuhe und Überroben aus, dann zog er die Decke über ihn und half Nagini hoch ins Bett. :Ich muss nach den Todessern sehen. Bleibst du bei ihm?:
:Das musst du nicht fragen:, erwiderte Nagini, die sich an Riddles Seite zusammenrollte. :Er ist mein Erwählter, meine Meister.:
Harry lächelte sie an, dann sprach er schnell einige komplizierte Glamours, die ihn wie den Vampir Xerosis aussehen ließen. Ein Schritt zurück in die Schatten brachte ihn schnell ins Ballzimmer, wo sich alle Todesser trafen. Diese waren dabei, ruhelos zu werden und Xerosis seufzte leise, da er sich gar nicht darauf freute, sich mit ihnen zu beschäftigen, aber sie mussten entlassen werden und der Dunkle Lord war nicht in der Verfassung, das zu tun.
Er nahm einen stärkenden Atemzug, dann schritt er zum Kopf des Raumes. Er grinste leicht, als die Männer und Frauen im Zimmer verstummten. Nachdem sie alle still waren und er auf dem Platz des Dunklen Lords stand, wand er sich an sie. „Lord Voldemort ist zurzeit mit anderen Dingen beschäftigt, so dass ich nun die Nachbesprechung leiten werde." Er grinste sie dunkle an. „Ich hoffe, es gibt keine Probleme damit?"
Leises Gemurmel der Zustimmung ging durch den Raum.
„Großartig. Alles verlief nach Plan. Gute Arbeit. Für den Augenblick, da ich mir sicher bin, das viele etwas wackelig auf den Beinen sind, seid ihr alle entlasse." Er winkte sie hinfort und alle wandten sich der Türe zu, um zu gehen.
Alle außer zwei, sie zu ihm herüberkamen und ihre Masken abnahmen, wobei sich herausstellte, dass es sich um Lucius und Barty handelte. „Geht es meinem Lord gut?", fragte Barty, seine Augen dunkel vor Sorge.
„Wir haben keine Kenntnis von andern Dingen, die er zu erledigen hätte", fügte Lucius steif hinzu.
Xerosis blickte an ihnen vorbei auf die Türe, die sich hinter den Todessern geschlossen hatte. Als er sich, sehr zu Lucius Überraschung, zurück in Harry Potter verwandelt hatte, sagte er: „Ihm geht es gut. Ein alter… Begleiter von mir kam für einen Besuch vorbei und er und Voldemort verstanden sich nicht wirklich. Er ist nur leicht ausgelaugt, so dass ich ihn ins Bett gesteckt habe."
Lucius schüttelte den Kopf. „Du bist dreizehn", bemerkt er.
„Und du bist Neununddreißig", konterte Harry, seine Nasenwurzel reibend. „Was willst du damit sagen?"
„Du-"
„Er bietet jeglicher Erklärung Paroli", warf Barty helfend dazwischen, bevor Lucius den Teenager verärgern konnte. „Und er will mir nicht sagen wieso. Das sind die Kopfschmerzen nicht wert."
Harry schickte Barty einen belustigten Blick. „Also bin ich Kopfweh?"
„Du bist oft der Grund für meine", stimmte Barty vergnügt zu. „Und, verzeih mir, du siehst aus wie Scheiße."
Harrys Lippen zierten ein müdes Lächeln. „Es war ein langer Tag", gab er zu, „und es ist immer noch zu früh für mich, um nach Hogwarts zurückzukehren."
„Zu früh?", wiederholte Lucius.
„Ich besitze einen Zeitumkehrer. Ich glaube, derzeit debattiere ich mit Anthony, Terry und Padma über Schildsprüche, im Ravenclawgemeinschaftsraum."
Blinzelnd schüttelte Lucius den Kopf. „Ich kann dir einen Raum, in den du dich zurückziehen kannst, geben bis du zurück kehrst?", bot er, eine Grimmasse ziehend, an.
Harry schüttelte seinen Kopf. „Danke, aber nein danke. Ich werde sicherstellen, dass Voldemort sich ausruht und nicht sein übliches unausstehliches Selbst ist." Er winkte mit seiner Hand über die Schulter, dann schritt er in die Schatten und glitt davon, während ihm die zwei Todesser ein mattes Auf Wiedersehen wünschten.
Angekommen in Riddles Zimmer, zog sich Harry einen Stuhl nah an das Bett des dunklen Lords heran und lies sich darauf nieder. Er würde sich nur für einen Augenblick ausruhen, bevor er zurück nach Hogwarts ging…
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Er wachte zu dem Klang einer leise gemurmelten Unterhaltung auf. Stöhnend streckte er sich, da sein Nacken wegen dem ungewöhnlichen Winkle schmerzte. Die Stimmen verstummten und er öffnete seine Augen, um Riddle und Nagini vorzufinden, wie sie ihn beobachteten. Nagini blickte so zufrieden, wie eine Schlange nur konnte, während Riddle etwas unsicher wirkte. „Erm, hi?", fragte Harry, der abwesend einen stummen Tempus sprach und auf die Zahlen starrte. „Zehn Uhr in der Frühe… Shit!" Er sprang auf die Füße. „Der Unterricht hat vor einer Stunde begonnen!"
„Setz sich, Potter", befahl Riddle trocken. „Du bist im Besitz eines Zeitumkehrers für zwölf Stunden."
Errötend ließ Harry sich wieder auf den Stuhl sinken. „Oh, stimmt. Hab ich vergessen." Er rieb sich nervös den Nacken.
Kopfschüttelnd lehnte sich Riddle zurück gegen die Stirnseite seines Bettes. „Du hättest nicht bleiben müssen", kommentierte er neutral.
Harry zuckte die Achseln. „Ich wollte nicht solange schlafen. Ich hatte immer noch Zeit, bevor ich zurückgehen konnte, also dachte ich, ich könnte ein kleines Nickerchen machen und nun…" Er verstummte und zog eine Grimasse. „Ich kann jetzt gehen, wenn du es willst?"
Riddle runzelte die Stirn. „Will ich nicht…" Kopfschüttelnd blickte er Harry an. „Nagini sagt, du hast meine…"
„Schätze?", bot Harry an, da dem Dunklen Lord keine Umschreibung für seine Ex-Horcruxe einfiel. Er holte alles aus seiner Tasche und hielt es hoch.
Riddle sammelte es sehr sorgfältig ein, legte alles, bis auf den Ring den er genau betrachtete, bei Seite. „Also das ist eines der mysteriösen Heiligtümer…"
Harry entspannte sich wieder in seinem Stuhl und beobachtete Riddles Untersuchung des Ringes. „Ich rief die Schatten meiner Eltern und Sirius zurück, als ich meinem Tod entgegenschritt", sagte er. „Zu dieser Zeit war er sogar bereits in der Mitte gespalten gewesen. Es ist der echte."
„Deinem Tod entgegenschreiten?", wiederholte Riddle, den Teen anstarrend.
Harry zuckte die Achseln. „Die einzige Möglichkeit, den Horcrux in meiner Narbe zu vernichten, war mein Tod. Das Seelenteil ging, doch ich kehrte in meinen Körper zurück."
Riddle bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. „Ich würde fragen, ob du selbstmordgefährdest bist, aber du hast das Leben über den Tod gewählt…"
„Ich war ein tragischer Held", erwiderte Harry trocken. „Das Protokoll schreibt vor, dass ich erst alles mir Wichtige verlieren muss, bevor ich den Feind besiegen kann."
Schnaubend bedeckte Riddle seinen Mund mit einer Hand. „Sorry."
Harry grinste ihn an. „Du hättest meine Reaktion sehen sollen, als Hermione mich dazu zwang, das zu realisieren. Ron musste ein Beruhigungstrank aufgezwungen werden, weil er so sehr lachte, das er sich nicht mehr beruhigen konnte."
Abermals schnaubte Riddle und er schüttelte seinen Kopf.. „Wer gab ihm den Trank?"
„Hermione natürlich. Ich war zu beschäftigt damit, mein Verhalten zu entschuldigen", erwiderte Harry, der alt genug war, um mit seinen Jugendsünden im reinen zu sein. Damals war er ein bisschen wie ein Trottel gewesen, aber über solche Sachen war er jetzt meistens erhaben. Er musste immer noch gelegentlich Leute retten, aber er war nicht mehr gewillt, sich selbst zu opfern oder sich mit dem Mist anderer Leute zu beschäftigen.
Der dunkle Lord bedachte ihn mit einem berechnenden Blick. „Ich habe eine Frage, aber ich weiß nicht, wie du sie aufnimmst."
„Meine Hormone sind noch nicht aktiv", erwiderte Harry mit einem Lächeln, „also sollte es ok sein."
„Deine… Hormone…?"
„Als ich fünfzehn war, war ich ein launischer, kleiner Dummkopf. Eigentlich das ganze Jahr über. Ich habe während eines Wutanfalls Dumbledores Büro zerstört. Gut, um fair zu bleiben, ich hatte gerade Sirius verloren", erklärte Harry. „Und ich habe das ganze Jahr damit gelebt, von der Presse als Lügner dargestellt zu werden und während des Nachsitzens von einem Professor gequält zu werden." Er blinzelte. „Das erinnert mich, dass ich Umbridge jagen und töten sollte."
„Richtig." Riddle bedachte ihn mit einem seltsamen Blick, dann schüttelte er den Kopf. „Deine Freunde… Ich weiß von Lucius Brut, dass du mit dem Muggelblut Granger und Longbottom befreundet bist, aber nicht mit den Weasleys." Er runzelte die Stirn.
Harry verstand wohin das führte. „Ich bezweifle sehr, dass meine alten Freunde meine gefällten Entscheidungen in diesem Leben akzeptieren werden", bot er an. „Hermione und Neville waren… ich glaube, man könnte sagen, dass meine Freundschaft mit ihnen Zufall war und ich bin wirklich nicht sicher, ob sie auch solange andauern wird. Ich habe nie gedacht, dass wir uns wieder anfreunden würden, aber ich gedenke, sie solange zu genießen, wie ich kann. Und ja, das ist so was von Gryffindor von mir, aber sie waren den Großteil meines Lebens an meiner Seite. Und Hermione ist praktisch so was wie eine Schwester für mich. Ich tat dies – zurückkommen und alle Mundanes ausschalten, die ich kann – für sie. Selbst wenn sie niemals verstehen werden, wieso."
Riddle seufzte. „Du hast nie daran gedacht, ihnen die Wahrheit zu erklären?"
Harry lachte. „Neville und Hermione sagen, dass ich alle Mundanes töten werde? Nein. Neville wird vielleicht in der Lage sein, es bis zu einem gewissen Punkt zu verstehen, aber Hermione wird niemals verstehen, wieso wir nicht alle gemeinsam zusammen leben können. Dafür, dass sie vor Hogwarts noch nie einen einzigen Freund hatte, ist sie bemerkenswert naiv, wenn es um die Geschicke der Welt geht. Sie starb als sie über die Rechte von allen Menschen predigte, selbst nach zwei Jahren des Krieges.
„Ich weiß noch nicht mal, wo ich bei Ron und Ginny beginnen soll. Es brauchte einen Krieg und den Tod seines Bruders, bevor Ron über seine gelegentlichen Eifersuchtsanfälle wegen meiner Berühmtheit hinwegkam. Und Ginny war so schrecklich verliebt in mich wegen Umständen, die dieses Mal nicht dieselben sind. Ron und Ginny sind einfach nicht Dieselben und ich kann sie nicht in diese Leute verwandeln. Ihre Leben gehören ihnen, selbst wenn das bedeutet, dass wir nur flüchtige Bekannte sind."
„Also wirst du durch den Rest deines Lebens gehen, mit den Wissen, dass wenn irgendwann herauskommt, dass du ein Muggle-Killer bist, all deine Freunde dich ablehnen werden?", fragte Riddle. „Vergib mir, aber das klingt nicht nach dem Potter, den ich kennen gelernt habe."
Harry lächelte leicht und schüttelte den Kopf. „Meine alten Freunde mögen mich zwar ablehnen, aber ich habe mir neue Freunde gemacht, die es vielleicht nicht tun werden. Gut, Terry und Li vielleicht, aber Lillian steht genau an meiner Seite. Und Luna…", er kicherte. „Luna ist ein Wesen für sich. Sie wurde mein Freund, obwohl sie wusste, was ich tun werde. Ich bezweifle, dass sie jemals jemanden töten wird, aber sie versteht meine Gründe und ist trotz allem mein Freund."
„Du bist mit zwei Freunden zufrieden?", erwiderte Riddle ungläubig.
Harry schnaubte. „Ich bin siebenundneunzig Jahre alt, ich werde nicht weinen, wenn meine Freunde mich verlassen."
Riddle blinzelte, dann schüttelte er kichernd den Kopf. „Ich nehme an, das stimmt", stimmte er zu.
„Außerdem, Barty und ich haben eine seltsame kleine Freundschaft am laufen-"
„Du ängstigst die Magie aus ihm und nennst das Freundschaft?"
„Und du und ich, sind… irgendwas", führte Harry weiter, den Dunklen Lord ignorierend. „Ich denke, das ist eine anständige Anzahl an Freunden."
Riddle starrte an die Decke. „Merlin rette mich vor den Gryffindors und ihrer 'jeder ist mein Freund' Mentalität."
Lachend stand Harry auf. „Ich sollte zurückgehen. Oh! Ich hab deinen Todessern gesagt, dass du mit anderen Sachen beschäftigt bist, weil ich sie an deiner Stelle verabschiedet habe. Lucius und Barty haben herausgefunden, dass etwas nicht stimmte, also wissen sie nun, dass du im Bett bist. Und Lucius weiß nun, wer Xerosis ist."
Riddle grunzte und hievte sich aus dem Bett. „Sehr gut. Geh in den Unterricht und überlass es mir, meine Lakaien zu verfluchen."
„Hab Spaß!", zirpte Harry, bevor er sich in eine Dunkle Ecke begab und durch die Schatten in dem Schatten unter seinem Bett wieder zu erscheinen. Er zog seinen Zeitumkehrer hervor und drehte ihn fünf Stunden zurück, bevor irgendeiner seiner Zimmergenossen aufwachen konnte. Dann kletterte er in sein Bett und verkroch sich unter seiner Bettdecke. Es war nichts falsch daran zu dösen, bis die Anderen aufstehen würden.
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Anscheinend hatte Remus sich dazu aufgerafft, eine Konversation mit Sirius zu haben, da der Hundeanimagus Harry in einem seiner Briefe über seine Fähigkeit Nicht-Menschen aufzuspüren, befragte. Er fragte außerdem, ob Snape keine Fledermaus war, worauf Harry erwiderte; ´Woher soll ich das wissen? Ich kann Vampire und Wehrwölfe fangen, aber Tierformen gehen über meine Fähigkeiten hinaus. Sprich einen Tieroffenbarungszauber über ihn und lass mich da raus.´
Der Werwolf war immer noch vorsichtig mit ihm in der Klasse, aber er hörte auf Harry komplett zu ignorieren und er bot an, ihn gegen einen Irrwicht antreten zu lassen, nach Weihnachten, was Harry dankend ablehnte. Er bevorzugte es dem Irrwicht in Remus Jahresabschlussparkuhr gegenüberzutreten, wo die einzige Person die ihn sehen würde, er selbst war.
Weihnachten kam und ging und Harry genoss die Ferien bei Sirius. Die Malfoys veranstalteten diese Jahr keinen Weihnachtsball, da ihr Manor voll von entflohenen Todessern war, so dass Harry nach dem Tee nicht versuchen musste, sich davon zu schleichen wie letztes Jahr.
Bevor er es merkte, war das zweite Schuljahr vorbei und er stapfte mit Luna zusammen hinunter zum Zug, wobei er ihr half ihren Koffer zu tragen, von der Kutsche – die Thestrale, die sie hergebracht hatte, beobachteten sie etwas suspekt – in den Zug.
„Was-?", fragte Hermione, bevor Li ihre den Mund zu halten konnte.
„Frag. Nicht", befahl das chinesische Mädchen. Sie hatte auf ihrem Weg einige von Lunas Zimmerkammeranden getroffen und die erschreckten Blicke auf ihren Gesichtern sagten ihr, dass Unwissenheit besser war.
„Du verstehst keinen Spaß", sagte Harry seinen Freunden, als Luna ihren Koffer los ließ. Er hievte ihn auf die Gepäckablage ohne Schwierigkeiten, wobei der die seltsamen Blicke von jedem, außer von Luna, ignorierte. Ehrlich, er hatte die Katze bereits im ersten Jahr aus dem Sack gelassen. Er wartete immer noch darauf, dass einer seiner Freunde eine Erklärung forderte, aber außer Hermiones flüchtiger Frage während ihrer ersten Zugfahrt, hielten sie den Mund.
„Es ist eine Schande, dass Professor Lupin nächstes Jahr nicht mehr da sein wird", kommentierte Neville, als Harry sich setzte. Luna ließ sich glücklich zwischen Harrys Beinen auf dem Boden nieder.
„Snape ist wirklich ein Idiot", murrte Terry.
Hermione räusperte sich. „Luna, uhm…" Sie schüttelte den Kopf. „Ach nichts."
Luna betrachtete Hermione mit fortwährend geweiteten Augen. „Ja?"
„Ich denke, sie wollte fragen, wieso du darauf bestehst zwischen meinen Beinen zu sitzen, wenn es einen Sitz für dich gibt", merkte Harry trocken an, während er ein Buch aus seiner Tasche zog.
„Ich mag es hier", erwiderte Luna mit einem entrückten Lächeln. „Bist du eifersüchtig?"
„Ich bin was?", quietschte Hermione, deren Wangen ein mattes Pink annahmen.
„Wenn du zwischen Harrys Beinen sitzen willst, würde ich mit dir die Plätze tauschen", fuhr Luna fort.
Hermiones Mund klappte auf und ein weiteres Quietschen entfloh ihr.
Abwesend langte Harry hinunter und tätschelte Lunas Kopf, die Nase in seinem Buch vergraben. „Sie ist noch nicht bereit für dich, um sie zu quälen, Luna. Vielleicht nächstes Jahr."
„Harry!", kreischte Hermione.
Li hustete und blickte weg, während Terry vielsagend mit seinen Augenbrauen in Hermines Richtung wackelte und Neville in seinem Sitz hineinsank, so rot wie die Dampflock, die sich gerade in Bewegung setzte, um sie nach London zu bringen. Luna lächelte nur abwesend und begann ihr Haar zu einem Zopf zu flechten, still vor sich hin summend.
„Harry", grollte Hermione, während sie ihren Zauberstab zog.
Harry blätterte eine Seite um. „Hmm?"
„Aquamenti", intonierte Hermione.
Als er plötzlich durchnässt wurde, stieß Harry einen überraschten schrei aus und ließ sein Buch in Lunas Schoß gleiten. Luna und Terry wurden ebenso nass und Terry schickte dem Gryffindormädchen einen beleidigten Blick, Luna hingegen begann augenblicklich ihr Haar auszuwringen und zu summen, als wäre nichts geschehen.
„War das wirklich nötig?", fragte Harry, der um Luna herumlangte, um sein Buch aus ihrem Schoß zu nehmen.
„Du hast mich völlig ignoriert", beharrte Hermione als Harry einen Trocknungszauber über das Abteil sprach, sehr zu Terrys Erleichterung.
„Nächstes Mal, lache ich einfach stattdessen", erwiderte Harry, der sorgfältig sein Buch nach einem Schaden absuchte. Da er keinen fand, legte er es vorsichtig beiseite und blickte zu Hermione, die sich aufplusterte, um ihn anzuschnauzen. „Ernsthaft, Hermione, das ist doch nur Spaß. Es tut mir Leid, wenn es dich stört, dass Luna zu meinen Füßen sitzt, aber sie kümmert es nicht. Außerdem wissen wir beide, dass das keine große Bedeutung hat, stimmt's, Luna?"
Luna blinzelte zu ihm herauf. „Du meinst, dass ich nicht dein Lieblingslakai bin, mein Lord?", fragte sie.
Es herrschte ein Augenblick der Stille, in dem alle auf das jüngste Mitglied im Abteil blickten, dann brachen alle in schallendes Gelächter aus.
Sanft legte Harry seine Hand auf Lunas Kopf. „Natürlich bist du das", stimmte er zu, bevor er sein Buch erneut aufnahm und wieder zu lesen anfing.
Immer noch leicht kichernd zogen die anderen Bücher hervor oder begannen ein Kartenspiel.
Für den Rest der Fahrt, grinste Harry in sich hinein; Er hatte noch nie zuvor einen Lakaien gehabt.
-0-0-0-0-0-
-0-0-0-0-0-
LG Shigeko
Another one done…
