Title: Xerosis
Author: Batsutousai
Beta: Shara Lunison & magickmaker17
Übersetzer: LadyShigeko
Beta:
Der Nörgler
Rating:
T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny)
Warnings: SLASH, AU, character death, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harry's world ends at the hands of those he'd once fought to save. An adult-Harry goes back to his younger self fic. Super!Harry

Disclaim Her: The spells you don't recognise that Harry uses in this chapter are ones I made up. They were created for my Abandon re-write, but since I was stuck without my Latin dictionary and needed a spell, I just stole them from those notes. Yes, you can use them yourself, but credit where credit is due. And all that.

ADÜ: Tja, hier der komplette Teil. Ich dachte, es wäre blöd, das jetzt auseinanderzureißen und habe, für die, denen es aufgefallen ist, den ersten Teil von Fear Falls Like Rain vervollständigt.

Und nun, nach langer Sommerpause, viel Spaß beim Lesen^^

-0-0-0-

Fear Falls Like Rain

-0-0-0-

„Ich habe gerade ein köstliches Gerücht über nächstes Jahr gehört", eröffnete Voldemort, sobald er die Anwesenheit von Xerosis in der Ecke eines kleinen Meeting Raumes wahrnahm.

„Das Trimagische Tournier, möglicherweise?", erwiderte Xerosis, während er geschmeidig zum zweiten Stuhl, den der dunkle Lord neben seinem eigenen erschaffen hatte, nach ihrer Treffen mit dem Tod.

„Du nimmst meinen Leben den Spaß", entschied Voldemort.

Xerosis zeigte bei der Parodie einen Lächelns seinen Zähne. „Das ist mein Job. Und ein Full-Time noch dazu. Wieso ist es so schockierend, wenn ich-"

„Danke!", sagte Voldemort über die Ausschweifungen des Vampires hinweg. „Vielleicht kannst du uns mit mehr Informationen über das Tournier versorgen?" Er bewegte sich langsam in die Richtung, in der Lucius, Barty und einige andere Todesser standen und dem Schlagabtausch der zwei dunklen Zauberer besorgt zusahen. Der Gedanke allein, eines dunklen Lords in Rage, war erschreckend genug, sodass keiner sich auch nur träumen wagte, ihn zu necken. Und jedes Mal, wenn Xerosis einen Satz begann, mussten sie alle den Zwang niederkämpfen, zurückzuweichen. Dass der Junge tatsächlich die Wut des dunklen Lords herausforderte, anders wie dieses eine Mal – von dem Barty sich weigerte zu sprechen – überraschte sie alle.

Xerosis lehnte sich in seinen Stuhl zurück, ein belustigtes Grinsen auf den Lippen. „Was willst du denn wissen? Ich bin mir mit den Daten nicht 100%-tig sicher, aber ich kann dir sagen, was die Aufgaben sein werden." Er tippte sich ans Kinn, während die Todesser sich ungläubig schüttelten; Selbst Lucius war nicht in der Lage gewesen, herauszufinden, was die Aufgaben sein werden. „Auch kann ich mit Sicherheit sagen, wer die Champions sein werden, wenn du willst."

„Der Hogwarts Champion wird ein Gryffindor sein", schnaubte einer der Todesser. „So ist es immer."

"Ich wollte eigentlich Cedric Diggory, aus Hufflepuff sagen", erwiderte Xerosis. „Dann Victor Krum aus Durmstrang und die halb-veela Fleur Delacour, als Beauxbatons."

„Victor Krum!", wisperte jemand in der Menge.

„Crucio", internierte Voldemort, langsam den Zauberstab auf den richtend, der gesprochen hatte. „Und die Aufgaben?"

„Die erste, Drachen", berichtete Xerosis, der Dreck unter seinen Nägeln hervorpulte. „Sie müssen ein goldenes Ei einer brütenden Mutter einsammeln. Die anderen Eier dabei zu beschädigen oder selbst verletzt zu werden, wird ihnen Punkte kosten. Das Ei enthält ein Rätsel über die zweite Aufgabe, die beinhalten wird, nahe Freunde oder Familienmitglieder den Meermenschen im Schwarzen See zu entreißen. Die dritte Aufgabe wird aus einem Labyrinth bestehen, das über Monate hinweg auf dem Quidditch-Feld gezüchtet wird. Die erste Person, die den Pokal erreicht, erhält 'ewigen Ruhm' oder so was und eintausend Galleonen."

„Hm." Voldemort tippte sanft mit der Spitze seines Zauberstabes an seine Wange. „Was glaubst du, wie abgelenkt wird das Ministerium wegen dem Tournier wohl sein?"

Xerosis bedachte den dunkle Lord mit einem scharfen Blick. „Möglicherweise nur etwas mehr, als sie es sonst sind. Security wird nur bei der ersten Aufgabe von Nöten sein und das werden sie wahrscheinlich. Du gedenkst also, deine Anwesenheit während des Turnieres bekannt zu geben."

Voldemort gackerte, als die Todesser laute der Überraschung von sich gaben. „Es ist ein genialer Plan, nicht? Sie haben wichtigere Dinge im Kopf und dann schlagen wir zu, hinterlassen eine Spur des Kaos hinter uns. So müssen sie sich zusätzlich auf uns und das Turnier konzentrieren.

Kichernd schüttelte Xerosis den Kopf. „Sie werden bestimmt alle Hände voll zu tun haben", stimmte er zu. „Wie auch immer, das bedeutet, wir sollten nichts während der Quidditch WM tun."

„Quidditch", schnaubte Voldemort. „Niemand intereserit Quidditch."

„Ich nahen an, das bedeutet dass du nicht mitkommen willst?", erwiderte Xerosis. „Ah, gut. Dann muss ich mein Extra-Ticket jemand anderen geben. Hey, Barty, du magst doch Quidditch?"

Barty räusperte sich. „Ich war in der Schule vier Jahre lang Treiber", gab er zu.

„Cool!"

Einige Todesser schnaubten und blicken nicht in die Richtung, in der der dreizehnjährige, der jetzt eher seinem physischen Alter entsprechend aussah, praktisch auf seinem Stuhl vor Aufregung herumhopste.

„Xerosis, komm runter", befahl Voldemort. Der im Geiste die Pros und Kontras abwog, einen Cruciatus auf den Jungen zu jagen.

„Du bist nur eifersüchtig", konterte Xerosis, während er sich beruhigte. „So, also willst du nun deine große Attacke an Halloween veranstalten, oder bis zur ersten Aufgabe warten?"

„Ich war schon immer vernarrt in Halloween."

„Ich wusste, dass du das sagen würdest."

„Lucius", sagte Voldemort, Xerosis ignorierend, „wie sieht das Ministerium an einem normalem Halloweenabend aus? Nachtwächter? Auroren in Bereitschaft?"

„Vielleicht sechs Auroren im Büro, bereit jeglichen nächtlichen Alarm nachzugehen", antwortete Lucius. „Die Nachtwächter werden nicht da sein, obwohl, sie werden die Flure für die Nacht schließen. Es werden vielleicht einige Leute da sein, die versuchen auf den letzten Drücker ihre Arbeit zu schaffen, aber die meisten gehen heim und genießen ihre Ferien."

Xerosis räusperte sich. „Eine Hexe, Dolores Umbridge, ist sie eine von denen, die bleiben?"

Hinter seine Maske runzelte Lucius die Stirne. „Ich glaube nicht, dass ich sie kenne, mein Lord."

Lucius' Augen leuchteten wiedererkennend auf. „Ja, sie bleibt sehr oft. Ich denke nicht, dass sie irgendjemanden zu Hause hat, weshalb sie sehr viel Zeit im Ministerium verbringt."

„Irgendwie überrascht mich das jetzt nicht." Er blitzte zu Voldemort hinüber. „Sie ist ein Kreaturenhasser."

„Ah!" Voldemort nickte. Den anderen kennend wusste er, dass das wahrscheinlich nur einer der kleineren Gründe war, warum er die Frau Tod sehen wollte. Aber für den Moment, war es mehr als genug. „Xerosis, da du ein persönliches Interesse daran hast, das Ministerium zu zerstören, gehst du mit einem kleinen Team dorthin. Kümmer dich um jeden im Gebäude, dann richte etwas Schaden an."

„Vergib mir mein Lord, aber was ist mit der Mysterien Abteilung?", fragte Lucius. „Nur Unsäglichen ist der Zutritt gewährt."

Xerosis grinste. „Ich habe Zugang zur Mysterien Abteilung." Er wand sich Voldemort zu. „Während ich das Ministerium wie einen Mundane-Freizeitpark aussehen lasse, was wirst du tun?"

„Ich überlege zwischen St. Mungo's und Winkelgasse", gab Voldemort preis. „Beides würde gleich verheerend sein, besonders mit dem Trick-Or-Treating in den Straßen."

Xerosis überdachte das. „St. Mungo's wird immer voll sein, aber sobald sie wissen, dass du zurück bist, werden sie die Winkelgasse meiden. Andererseits, wenn du die Zaubererwelt darauf vorbereiten willst, musst du es vermeiden die Kinder zu töten, da sie es sind, die unser Erbe weitergeben werden." Er warf seinen Blick zum Dunklen Lord, eine Augenbraue hochgezogen als stumme Frage, für ein privates Gespräch zwischen ihnen beiden.

Voldemort bleckte seine Zähne, und schwang dann seinen Stab, um eine Stillebarriere um sie herum zu erschaffen. „Was?"

„Die magische Welt zu attackieren ist schön und gut, um diese Schafe daran zu erinnern, dass du zurück bist, aber das ist keine große Sache. Das Ministerium zu attackieren, damit machst du ein Statement, dann greif eine Mundane Stadt an. Nimm London, wenn du dich dreist genug fühlst", schlug Xerosis vor, sich auf die Lehen seines Stuhles lehnend, näher an den dunkle Lord heran.

„Und was ist mit den Muggelblütern?", forderte Voldemort, mit geweiteten Augen. „Wirst du mich als nächstes Fragen, sie zu retten?"

„Sei nicht so fies", entgegnete Xerosis scharf, sich dabei nicht das kleinste Bisschen über die stille Bedrohung des Dunklen Lords kümmernd. „Schau, Muggelblüter haben unreines Blut, ja, aber sie sind immer noch magisch. Sie könne immer noch die gleichen Zauber wirken und dieselben Tränke brauen. Einen Magieentziehungszauber zu benutzen, würde ihnen auf dieselbe Weise die Magie nehmen, wie dir und mir; genauso wie Barty und Lucius. Ja, sie verbringen elf Jahre damit, dass ihnen beigebracht wird, dass wir Dämonen sind und ich stimme dir zu, dass einige gehen müssen. Genauso stimme ich dir zu, dass einige Reinblüter zu sehr Pro-Mundane eingestellt sind. Enträtsele mir das, wenn du willst: Zwei Kinder, vor-Hogwarts Alter, eines bei liebendem Mundanes aufgewachsen, eines bei Zauberern; willst du sie beide umbringen, oder kannst du ihren Einstellung und Überzeugung ändern?"

Seufzend rieb sich Voldemort seine Stirn. „Natur gegen Natur. Potter, du liest zu viele Muggelbücher."

„Ich esse bevorzugt Mundane Seelen", erinnerte ihn der Junge. „Ich musste mit ansehen, wie ein sechsjähriges Muggelblut von seinen Eltern und seinem älteren Bruder gelyncht wurde; Mundane oder Magisch, sie werden von beiden Seiten verflucht. Wir sind beide bei Mundane aufgewachsen, hätten wir nach der Geburt ertränkt werden sollen?"

Der Dunkle Lord schickte ihm einen entrüsteten Blick. „Ich verachte deine Gryffindorseite", murrte er, um dann die Barriere zu entfernen. „London sagtest du?"

„Es würde die stärkste Aussage machen", stimmte Xerosis zu, der sich in seinen Stuhl zurück sinken ließ und ein siegreiches Grinsen zurückbeißen musste.

Voldemort nickte und blickte den augenscheinlichen Vampir an, während die Todesser nervöseBblicke austauschten. „Wie viele wirst du bei dir brauchen?"

Vor sich hin summend dachte Xerosis über die Todesser nach, wobei viele seinen blassen Augen auswichen. Er wand sich lächelnd zurück an den dunklen Lord. „Nicht mehr als vier, denke ich."

„Das Ministerium ist nicht SO leer", meinte Lucius, der zurückwich, als Voldemort seinen Stab auf das Reinblut richtete.

„Du bist süß", entschied Xerosis. „Kann ich Lucius und Barty mitnehmen?"

Voldemort fixierte den Jungen, sein Ziel vergessend, sehr zu Lucius Erleichterung. „Wieso sie?"

„Sie amüsieren mich."

„Hmm. Gut. Sonst noch jemanden bestimmten?"

„Nein, das reicht mir. Nimm Bella mit, sie wird in London mehr Spaß haben."

Schnaubend wand sich Voldemort zurück an seine Todesser, so dass er den Angriff auf London organisieren konnte. Xerosis entspannte sich in seinem Stuhl und warf gelegentlich seine eigenen Vorschläge ein.

-0-

„Ich dachte, dein Beschützer würde dieses Spiel mit dir besuchen", kommentierte Barty, als Harry vor ihm herumhüpfte. Beide waren ausgerüstet mit einigen Dosen Vielsafttrank und gingen als Vater-und-Sohn-Duo, sehr zu Bartys Bestürzung.

„Gut, normalerweise würde er", stimmte Harry zu und hielt inne um an seinem Eis zu lecken, während Barty aufholte, „aber ihn kümmert Irland nicht und er hasst das bulgarische Team. Irgendwas von wegen, es erinnert ihn zu sehr an Slytherins?" Barty kicherte. „Sirius sagte, ich könne mit jedem den ich wollte hingehen, solange ihre Eltern damit einverstanden sind." Harry schenkte dem Todesser ein verrücktes Grinsen. „Ich bezweifle, dass sein Vater damit einverstanden ist, aber ich entscheide, dass du alte genug bist, um selbst zu entscheiden."

Barty schnaubte. „Glaubt Black nicht an elterliche Aufsicht?"

„Beziehst du dich auf Sirius als Erwachsenen?"

Darüber musste der Todesser lachen und setzte sich erleichtert hin, nachdem sie ihre Plätze gefunden hatten. Sie waren nicht in der Ansage-box, aber sie waren trotzdem sehr hoch oben und das reichte ihnen völlig.

Als sich die Plätze um sie herum mit anderen Leuten füllten, winkte Harry jemanden zu sich, der Süßigkeiten und Butterbier verkaufte. Der Teen kaufte etwas Schokolade und Butterbier für die beide und räkelte sich dann auf seinem Platz neben Barty.

„Du wirst deine Zähne ruinieren", murrte Barty, obwohl er das Angebot annahm.

„Ich lass sie von Madam Pomfrey richten", erwiderte Harry schulterzuckend, sich eine Schokoladenkugel in dem Mund schiebend. „Alles was ich tum muss, ist es auf Sirius zu schieben und sie wird kein Wort sagen."

Barty entspannte sich im Stuhl, während die Maskottchen heraustraten.

Als Krum endlich den Schnatz fing, grinste Harry wie eine Katze, die den Kanarienvogel gefressen hat und Barty kicherte in sich hinein. Der Teen hatte seinen Gast dazu gebracht, mit etwas von Harrys Geld, über das Ende des Spieles zu wetten und er hatte gewonnen. Sie gingen sich ihren Gewinn abholen und kehrte dann zu Sirius Zelt zurück zu kehren, um dort zu warten, bis ihr Portschlüssel morgen Abend in den tropfenden Kessel ging.

„Ich weiß nicht, wieso du dir die Mühe machst", kommentierte Barty, während Harry etwas mit den Münzen ihn seiner Tasche klimperte. „Ich hatte den Eindruck, dass die Potters mehr als genug Gold haben."

„Habe ich, aber da ich einen Krieg beginnen will…", Harry wand sich um und wackelte mit den Augenbrauen.

„Mein Lord hat Geld."

„Stimmt, aber man kann nie genug Geld besitzen."

„Ich nehme es an."

Harry lächelte in sich hinein und duckte sich ins Zelt. „Ich beginne mit der Suppe."

„Ein Sandwich wäre gut!"

„Du bist so ein Mann", kommentierte Harry, während er den Kühlschrank attackierte. „Ich schwöre, du und Sirius, ihr gebt dem Wort Mann einen bösen Ruf. Ich meine, du kannst noch nicht mal mit Magie kochen. Das ist… Mir fehlen die Worte dafür, wie traurig und mitleiderregend das ist."

Barty rollte mit den Augen und ging seine Sachen in sein Zimmer bringen. Harry hatte darüber bereits letzte Nacht gemurrt und Barty hatte entschieden, dass sein junger Lord verrückt war – wofür es mehr als genug Beweise gab – und hatte es auf sich beruhen lassen.

„Du und mein Lord haben eine wirklich merkwürdige Beziehung", kommentierte Barty, während ihres Essens, das aus gegrilltem Hähnchen bestanden hatte. „Manchmal, wenn ich denke, dass er kurz davor ist dich zu töten, lächelst du ihn etwas an und er beruhigt sich wieder."

„Wir alle haben unsere Geheimnisse", erwiderte Harry, nachdem er heruntergeschluckt hatte.

„Du meinst einige von uns haben ihre Geheimnisse; Merlin weiß, dass du alle meine kennst."

Harry schenkte ihm ein verrücktes kleines Grinsen.

Barty rollte erneut mit den Augen. „Du bist absolut schrecklich", versicherte er dem Teen, was ihm ebenfalls ein Augenrollen einbrachte. „Ich wette, dass dich mein Lord auf irgendeine Art und Weise erpresst."

Harry zuckte die Schultern. „Sicher, ich werde von ihm überhäuft mit Erpressungen, so wie ich es mit ihm tue. Wir sind uns sehr ähnlich, Voldemort und ich – mehr als du jemals ahnen würdest – so haben wir einander. Wir müssen uns nicht gegenseitig verfluchen, um unsere Meinung darzustellen. Was nicht heißen soll, dass wir uns nicht verfluchen, sicherlich, aber müssen es nicht.

„Du bist, wenn überhaupt möglich, der einzige Vierzehnjährige, der einen dunklen Lord verzaubern kann und überlebt, um die Geschichte erzählen zu können", entschied Barty. „Ihr zwei müsst aber eine Menge gemeinsam haben, dass er so nett zu dir ist."

Harry schnaubte. „Lass uns das klarstellen, Barty. Voldemort ist nicht nett. Er war nicht nett, als er in meinem Alter war und er ist es auch jetzt nicht. Voldemort und ich sind übereingekommen zusammen zu arbeiten, da es zu unserem gegenseitigen Vorteil war. Also haben wir zugestimmt unsere Differenzen hinter verschlossenen Türen auszutragen und wenn einer von uns einen Punkt hat, stimmen wir überein, den Mund zu halten und fair zuzuhören. Aber denke jetzt nicht plötzlich, dass wir die besten Freunde sind, oder so was."

„Ihr zwei seid einfach verrückt. Das weißt du?"

„Es wissen?" Harry bleckte die Zähne, seine grünen Augen leuchteten hinter seiner Brille. „Oh, ja. Sei gewiss, dass wir beide, Voldemort und ich uns unserer Geistesgestörtheit sehr bewusst sind."

Barty schüttelte den Kopf. „Was planst du für den Rest des Sommers?"

„Oh, Voldemort und ich haben da ein weiteres Labor, über das wir-"

„Nein, nicht was Lord Xerosis plant; was Harry Potter für den Rest des Sommers plant?"

„Hm. Weiß nicht. Mit meinem Garten spielen, nehme ich an."

„… Du bist seltsam."

„Ich mag meinen Garten! Ich hab da sehr viel Arbeit reingesteckt."

„Es ist ein sehr schöner Garten", stimmte Barty zu. „Aber du bist vierzehn! Sicherlich gibt es aufregendere Dinge, die du tun kannst, anstatt mit Blumen und Dreck zu spielen."

„Mmm… Fliegen? Lesen? Einen weiteren Streichekrieg mit Sirius… Sicherlich gibt es andere Dinge. Aber ich mag meinen Garten."

Barty seufzte. „Du bist der seltsamste Vierzehnjährige, den ich je getroffen habe."

„Aber du magst mich trotzdem!", deklarierte Harry, ein gewinnendes Lächeln aufsetzend.

Barty konnte nicht anders, als dass sich als Erwiderung ein Lächeln auf seinen Lippen schlich. „Denke, das muss wohl so sein."

-0-

„So, Anthony erzählte mir letzte Woche, das seine Mutter auf der Arbeit sehr gestresst ist", kommentierte Terry, nachdem sie alles in ihrem üblichen Abteil waren. „Es ist nicht die Quidditch WM, sagte er. Es ist irgendwas anderes. Irgendwas mit Hogwarts." Er ließ seinen Blick durchs Abteil schweifen. Seine Augen stoppten hoffnungsvoll bei Luna, während die anderen von ihren eigenen Büchern aufblickten, oder in Nevilles Fall, seiner Pflanze. „Ich nehme nicht an, dass du irgendwas darüber weist? Dein Vater ist Reporter, nicht?"

Luna blinzelte ihn unschuldig mit großen Augen an. „Das Ministerium? Wieso sollten wir uns um das kümmern, wenn endlich jemand den Crumple-"

Hermione schickte Luna einen verwirrten Blick. „Wenn sich dein Magazin endlich mit der wirklichen Welt beschäftigt, anstelle von-"

Harry räusperte sich. „Trimagisches Tournier!"

Jeder war still für einen langen Augenblick und blickte mit ausdruckslosem Gesicht auf den Jungen der Lebt. Nur Luna schien zu verstehen, über was er sprach und sie lächelte vor sich hin und entspannte sich wieder gegen Harrys Beine gelehnt.

„Wieso kommst du jetzt mit diesem altertümlichen Tournier?", fragte Li stirnrunzelnd.

„Es ist nicht altertümlich", murrte Harry.

„Es wurde seit 200 Jahren nicht mehr ausgetragen", erwiderte Li trocken.

„Was ist das Trimagische Tournier?", fragte Hermione stirnrunzelnd. Sie mochte es nicht, Dinge nicht zu wissen, aber da sie eine Großteil ihrer Freizeit mit vier Ravenclaws verbrachte – von denen zwei unter Magiern aufgewachsen waren und einer gerne vorgab, es zu sein – hatten sie gelehrt, wenn sie manchmal etwas nicht wusste und sie danach fragte, sie mehr als froh waren, sie darüber aufzuklären zu können.

„Es ist ein Turnier, das vor ungefähr siebenhundert Jahren entstand, zwischen Hogwarts, Beauxbatons und Durmstrang, um ihnen zu ermöglichen herauszufinden, welche Schule die beste war", erklärte Neville. Seine Augenbrauen zogen sich etwas zusammen, als er sich versuchte an die Geschichte zu erinnern, die er als kleines Kind gehört hatte. „Viele Leute starben dabei, so dass man entschied, es nicht weiter auszutragen."

„Beauxbatons und Durmstrang?", wiederholte Terry, der nun an der Reihe war, der unwissende Muggelgeborene zu sein.

„Die zwei anderen europäischen Schulen", meinte Harry, der sein Buch wieder mit einem matten Lächeln aufhob. „Beauxbatons liegt in Frankreich und hat größtenteils Schüler aus den Westeuropäischen Ländern. Durmstrang liegt irgendwo zwischen Deutschland und Russland – sie halten sich da sehr bedeckt – und sie nehmen meist Schüler aus den östlichen Teilen Europas auf und gelegentlich auch aus Russland. Durmstrang ist bekannt für ihren Hass auf mundane-geborene und für den Gebrauch der dunklen Künste. Während Beauxbatons vor allem für seine Akzeptanz von halb-magischen Wesen und ihrem Gebrauch von beiden Magiearten, der Weißen und der Schwarzen, bekannt ist. Hogwarts andererseits, ist bekannt für die Bevorzugung der weißen Magie und der Akzeptanz von Mundane-geborenen."

„Also ist Beauxbatons besser, wenn du beide Magiearten erlernen willst?", fragte Terry mit aufleuchtenden Augen.

„Sie tendieren auch dazu, sich mehr an die Etikette zu halten", meinte Li, die ihrem Freund einen belustigen Blick zuwarf. „Etikette als Fach ist bis zum sechsten Jahr erforderlich."

Terry spottete lächelnd, während die Anderen lachten.

Li räusperte sich und starrte Harry an, bis er, mit einer hochgezogenen Augenbraue, sie über sein Buch anblickte. „Du bist derjenige, der dieses Thema aufgebracht hat", erinnerte sie ihn.

Technisch gesehen, fing Terry damit an", zeigte Harry auf. „Oder, spezifischer, fragte er, um was das Ministerium so einen Wirbel veranstalten und ich habe geantwortet."

„Das Ministerium würde das Trimagische Tournier nicht zurück bringen", erwiderte Neville kopfschüttelnd. „Zu viele starben dabei."

„Sie sind dumm genug, um es zu versuchen", erinnerte Terry das Reinblut.

„Ich hoffe doch, dass das Ministerium es besser weiß, als ein Tournier zu erlauben, in dem Leute gestorben sind!", warf Hermione ein. „Es ist schlimm genug, das sie Quidditch erl-"

„Was ist falsch an Quidditch?", fragte Terry grollend. „Es ist ein super Sport-"

„Auf einem Stöckchen Holz zu reiten, hunderte von Fuß über dem Erdboden!", schrie Hermione.

„Was, wenn jemand herunterfällt? Was, wenn-"

Harry stupste Luna sanft mit dem Fuß an und stand auf, nachdem sie aus dem Weg war. „Ich werde jetzt Lillian besuchen gehen", sagte er zu Luna und Li, dann verließ er sie mit den Klängen von Hermiones und Terrys Gestreite. Wirklich, die ganze Debatte erinnerte ihn an seine Hermione und Ron. Er war irgendwie traurig und fröhlich zugleich, dass sich Hermione nicht so sehr unterschied und dass einer seiner neuen Freunde irgendwie Ron ersetzte. Natürlich nervte ihn die Diskussion generell; nur manchmal war es nett Freunde zu haben, die nicht mit dem Rest der Freunde klarkamen.

„Oh, Merlin vergib mir", murrte Morag, als Harry seinen Kopf ins Abteil steckte.

„Oh, Morag. Wie habe ich deine leuchtende Persönlichkeiten während des Sommers doch vermisst!", weinte Harry, der ins Abteil trat und vor dem anderen Ravenclaw auf die Knie niederging. „Ich weiß nicht, wie ich das überlebt habe!"

„Potter, geh weg, bevor ich dich in den Wahnsinn fluche."

„Aber Morag, meine Liebe, liebe Morag-"

Lillian lehnte sich vor und zog ihren Freund weg von der anderen Ravenclaw, während Millicent lachte und Tracey ein Lächeln versteckte. „Komm schon, Harry. Nicht jeder besitzt deine Art von Humor."

„Was für eine Schande", seufzte Harry, der vom Boden aufsprang und sich auf den Platz neben Lillian niederließ. „Ich musste wegkommen von Hermione und Terry, also dachte ich, besuche ich mal meine anderen besten Freunde!"

„Steck uns nicht mit deinen degenerierten Freunden in einen Topf", warf Morag schnell ein.

„Was haben die Muggelblüter dieses Mal gemacht?", fragte Lillian, die ihre anderen Freunde völlig ignorierte.

„Über Quidditch debattieren", erwiderte Harry. „Terry dafür und Hermione dagegen. Das war im zweiten Jahr witzig und vielleicht auch ein kleines bisschen im dritten Jahr, aber nun ist es einfach nur nervend."

„Da wir grad beim Thema sind, ich war mir sicher, dass du auf der Quidditch WM warst", sagte Lillian leicht stirnrunzelnd.

„Ich war da", stimmte Harry grinsend zu. „Aber mein Freund und ich haben beschlossen, dass es einfacher wäre, wenn wir Inkognito gehen. Und so haben wir Vielsafttrank benutzt."

„Welchen Freund denn?", fragte Millicent.

„Wahrscheinlich Boot", schlug Morag vor.

„Nah." Harry winkte belustigt mit der Hand. „Ich denke nicht, dass ihr ihn kennt, der er etwas älter ist als wir. Außerdem, ist er momentan bei den Malfoys."

Lillian verschluckt sich. „Du hast nicht-"

Harry schüttelte lachend den Kopf. „Den dunklen Lord? Merlin, nein. Er hasst Quidditch. Ich nahm Barty Crouch Junior mit."

Die dummen Gesichter der Slytherins und Ravenclaws waren es so was von wert, zuzugeben, dass er um die Rückkehr von Voldemort wusste. Und er wusste, dass diese vier es nicht überall verbreiten würden, außer vielleicht gerüchteweise bei den anderen Slytherins. Es wäre bestimmt witzig, zuzusehen, wie im Haus der Schlangen Rumore umherschwirrten, darüber, dass Harry Potter und ein bekennender Todesser sich nahe standen.

Natürlich würden, wenn erst mal der Name Xerosis in Verbindung mit Voldemort gebracht würde, die Reaktionen noch besser sein. Besonders, das Lillian wusste, das Harry diesen Namen zwei Jahre vorher benutzt hatte. Er würde es genießen, die Schule nach Halloween zu beobachten.

„Woher willst du wissen, dass der Dunkle Lord Quidditch hasst?", forderte Morag, sich mit verengten Augen vorlehnend, zu wissen.

„Er erwähnte es, als ich das Thema Quidditch WM aufbrachte", erwiderte Harry achselzuckend. „Also habe ich Barty gefragt, da ich wusste er würde es mögen."

„Ich beginne zu glauben, dass du imaginäre Freunde besitzt", entschied Tracey. „Das, oder du bist verrückter, als ich dachte." Sie blickte zu Lillian, die mit einem seltsamen Lächeln im Gesicht, ihren Kopf schüttelte. „Du glaubst ihm doch nicht ernsthaft?"

Lillian räusperte sich unwohl. „Du weißt noch als ich dir sagte, dass ich den dunklen Lord auf dem Weihnachtsball vor zwei Jahren getroffen habe?"

„Ja, sicher. Ausgenommen, dass du sagtest, das er menschlich aussah", spottete Morag.

„Was glaubst du, als was der dunkle Lord geboren wurde, als ein mensch-schlangen Hybrid?", fragte Harry belustigt. „Ich kann das Gesicht seiner Mutter sehen. Gut, geschenkt, seine Mutter war jetzt keine Schönheit…"

„Jetzt weiß ich, dass du voller Müll bist", entschied Tracey.

„Ja, Muggelblut Müll", stimmte Morag fieß grinsend zu. „Letztendlich, war deine Mutter eines."

Harry verengte seinen Augen, jetzt nicht länger amüsiert. „Lass meine Mutter da raus, McDougal."

„Was wirst du tun, wenn nicht, Potter? An ihrem Grab weinen?"

Harry schnappte sich einen gestohlenen Zauberstab und schoss: „Membrum."

Morag keuchte, als der dunkle Zauber ihre Finger und Zehen traf, und schrie schmerzerfüllt auf. Der Zauber, der als der Fluch des Brennens bekannt war, war ein Vorläufer des Cruciatus. Und während der Schmerz sich langsam aufbaute, schmerzte er genauso wie der Unverzeihliche. Mehr noch, wenn der Fluch des Brennens nicht aufgehoben wurde, war es fatal.

Harry lehnte sich vor, seinen grünen Augen glitzernten dunkel. „Lass mich das klar stellen, McDougal: Lass. Meine. Mutter. Da. Raus."

Morag neigte ihren Kopf, ein Wimmern entkam ihren Lippen, als der Fluch begann sich auf ihre Knöchel und Handgelenke auszuweiten.

Harrys Lippen verzog ein grausames Lächeln. „Ich hab dich nicht gehört, McDougal."

„Harry, hör auf", wisperte Lillian, die ihn sanft an der Schulter berührte. Als er sich ihr zuwandte, schluckte sie und fügte hinzu: „Bitte."

Harrys verzog die Lippen, aber er beendete den Fluch. Als Morag befreit aufatmete, stand der Junge auf und wand sich der Türe zu. Bevor er sie öffnete, wisperte Morag: „Tut mir leid, Potter. Ich werde nicht… ich werde nicht deine Mutter noch mal erwähnen."

Harry wand sich mit hartem Blick zu ihr. „Seh, dass du es nicht tust", sagte er, dann schritt er aus dem Abteil, zum nächsten Männerklo. Drinnen schritt er zu den Waschbecken und lehnte seine Stirn gegen den Spiegel, versuchend sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. Morag wusste es nicht – würde es wahrscheinlich nie wissen – aber es hatte Harry all seine Willenskraft gekostet, seinen Dementorenfähigkeiten unter Kontrolle zu halten und ihr nicht die Seele auszusaugen, oder sie mit dem Cruciatus zu belegen, wegen ihre Spitze.

Es gab nur wenige Dinge, die ihn so umwerfen konnten, wie wenn jemand schlecht über Lily Potter sprach. Aber er war schon immer vernarrt in seine Mutter gewesen und dem kleine bisschen von ihr, das er in seinen Augen und seinem Temperament in sich trug. Sie zu sehen, wie sie sich verabschiedete, sie zu beobachten, wie sie ihr Leben für ihn gab… Seine Mutter war die großartigste, großzügigste und wundervollste Person gewesen, die er je gekannt hatte. Und er kannte sie nur für einige wenige Momente. Das jemand irgendwas Schlechtes über sie sagen konnte…

Die Tür in seinem Rücken öffnete sich und Cedric Diggory trat ein. Der Hufflepuff stoppte für einen Moment, beobachtete Harry dabei, wie er ihn im Spiegel beobachtete, dann seufzte er und fragte:

„Geht's dir gut, Potter?"

Harry betrachtete den älteren Jungen im Spiegel einen langen Moment, innerlich mit sich ringend. Einerseits, hatten Diggory und er im Moment nichts gemein, noch nicht mal Quidditch. Und Harry war der einzige Grund gewesen, wie Diggory da mit dem Drachen herausgefunden hatte. Andererseits, konnte Dumbledore sehr gut einen anderen Weg finden, dass sein Champion das auf ihn wartende herausfand. Und da er Diggory zu diesem Zeitpunkt kannte…

„Es geht", stimmte Harry zu, ein leichtes, aber eine Spur beschämtes Lächeln aufsetzend. „Nur etwas falsches beim Frühstück. Wahrscheinlich Sirius Schuld, wenn man seine Kochleistungen kennt."

„Oh, dann ist ja gut." Diggory nickte und schritt zu einem Urinal.

Harry verließ schnell die Toilette und schritt durch die Passage, zu seinem ursprünglichen Abteil zurück. Da er wenig Sinn daran sah, Morag so schnell wieder zu sehen, da er eben noch seine Beherrschung verloren hatte. Er würde Diggory im Auge behalten. Wenn er noch zwei Wochen vor der Aufgabe nichts von den Drachen wussen, könnte möglicherweise eine anonyme Botschaft ihren Weg in seine Tasche finden.

Harry mochte das Tournier zwar nicht kümmern, aber er hatte genug schulischen Stolz, als dass er es Krum oder Delacour nicht leicht machen würde.

-0-

Xerosis drückte den Knopf vor sich, als die anderen vier Todesser in der Telefonzelle standen. Sie besaß einige Erweiterungszauber, die eine Party von nicht mehr als sieben erlaubte – irgendwas wegen einer Forderung die Aurorenabteilung gestellt hatte, als das Ministerium in dieses Gebäude umsiedelte. Nachdem sie von einer speziellen Razzia wiederkamen mit vier dunklen Zauberern und drei Auroren, die versuchten in eine Telefonzelle zu passen, die nur zwei Personen zusammengequetscht Platz bot.

Nachdem jeder drinnen war, drückte Xerosis auf eine Nummer. „Bitte geben sie den Grund ihre Besuchs im Zaubereiministerium an", bat eine nette Stimme, während der Boden sich bewegte.

„Lord Xerosis und Todesser, hier für Tod und Zerstörung", intonierte Xerosis mit gelangweilter Stimme.

„Genießen sie ihren Aufenthalt im Ministerium für Zauberei", erwiderte die Stimme und fünf Buttons erschienen im Münzfach.

Xerosis blickte auf die Buttons, und übergab sie den vier 'Todessern, Gewalt gegen das Ministeriumspersonal', die hinter ihm standen und grinste in sich hinein.

„Wird das nicht die Auroren alarmieren?", fragte einer der Extra-Todesser. Ein Mann namens Ash Venting.

Lucius schnaubte. „Du bist ein Idiot."

„Nein, nein, Lucius, nicht jeder ist so vertraut mit den Gepflogenheiten des Britischen Ministeriums wie du", tadelte Xerosis. Der blickte über seine Schulter die Todesser an und lächelte. „Wie auch immer, Venting, du musst dich wirklich daran erinnern, mich nicht in Frage zu stellen."

Venting schluckte und versuchte mit der Glastür hinter sich zu verschmelzen.

Xerosis Lächeln verdunkelte sich und er wand sich ab, dem Ausgang zu, als das leere Atrium in Sicht kam.

Als der Lift stoppte, schritt jeder hinaus und die Todesser wanden sich dem augenscheinlichen Vampir zu, um ihre Befehle zu erhalten.

Xerosis blickte auf die Statur und den Wasserspeier, und erwog seine Möglichkeiten. Dann wand er sich an die Todesser, sich damit begnügend, es auszuprobieren. „Lucius, du bist am vertrautesten mit den Ministeriumsbüros und den hinteren Büros der ersten Etage. So, wieso nimmst du nicht Venting oder Robbins und übernimmst diese. Der Rest von uns wird mit dem zweiten Stock beginnen und die Auroren und weiteres Personal ausschalten. Triff uns dort, wenn du fertig bist, da der zweite Stock etwas besser besetzt sein wird, als jeder andere. Ausgenommen vielleicht, die Mysterien Abteilung. Wenn erst einmal die beiden Etagen fertig sind, können wir uns den Rest des Gebäudes vornehmen."

Als die Todesser genickt hatten, führte sie Xerosis zu den Aufzügen und rief einen. Als sie alle eingestiegen waren, wand sich Lucius an Robbins und zog ihn in eine Ecke, um ihren Angriffsplan zu besprechen.

Barty blickte zu Xerosis, der vor sich her summte als der Lift sich zu bewegen begann. „Mein Lord, haben wir eine Angriffsplan?"

Der Junge lächelte ihn an. "Nun, wieso sollte ich einen von denen wollen?", fragte er.

Barty seufzte und schickte Venting einen Blick, als der junge Todesser seinen Mund öffnete, für eine Erwiderung.

„Ich mag dich wirklich, Barty", entschied Xerosis. „Ja, wir haben einen Plan. Ich will dich bei den Liften. Du sollt Ausschau halten nach jedem, der vielleicht in diese Büros schreiten könnte. Venting wird mit mir in die Aurorenbüros kommen, wo wir uns mit unseren Freunden beschäftigen werden, so still wie möglich." Er blickte auf Venting, der schauderte und verstehend nickte. „Nachdem wir mit denen fertig sind, werden wir uns mit den anderen Büros beschäftigen. Wenn es, durch ein Wunder doch gelingt, dass Lucius und Robbins zu dir stoßen, bevor Venting und ich zurückkehren, beginnt ihr zusammen mit den Büros."

Barty nickte. „Danke, mein Lord."

Xerosis hob seine Hand an Bartys Wange, mit einem zärtlichen Ausdruck im Gesicht. Dann wand er sich ab und führte sie aus dem Lift, als sie den zweiten Stock erreichten halten.

Barty blieb wie befohlen zurück, während Xerosis, seinen Zauberstab ziehend, in die Aurorenzentrale schritt. Er öffnete die Tür, nahm sich einen Moment um die sieben Zauberer auszumachen und schnappte dann „Obretio!". Bevor einer der Auroren reagieren konnte, fanden sich diese mit jeglichen verformbaren Gegenständen umzingelt – eine Topfpflanze, Vorhänge, eine unter einem nahestehenden Tisch verborgene Decke oder Kleidung – und diese um sich geschlungen wieder. So waren sie nicht mehr in der Lage sich zu bewegen, außer das zwei von ihnen auf den Boden fielen.

Accio Zauberstäbe der Auroren", wisperte Venting, und zwanzig Zauberstäbe kamen auf dem Boden vor seinen Füßen zum Liegen.

Ein schneller Zauber, ließ die Stäbe brennen. Dann sammelte Xerosis ihre Asche ein und steckte sie in seine Tasche. Als er die Gesichter der Auroren sah, fügte er hinzu: „Die werdet ihr nicht mehr brauchen." Er wand sich dem Todesser an seiner Seite zu. „Meine Achtung vor dir wächst, Venting. Guter Job mit den Stäben."

Venting schwoll stolz hinter seiner Maske an.

„Krieg jetzt aber keinen großen Kopf", fügte Xerosis hinzu, der vorwärts schritt, den Stab in seiner Hand wirbelnd. „Hallo, Luvs. Ich bin Lord Xerosis, der Partner von Lord Voldemort. Voldemort schickt euch seine Bedauern und Entschuldigung dafür dass, er nicht persönlich anwesend ist. Aber er ist, während wir hier stehen, leider damit beschäftigt einen Angriff auf London zu planen. Der beginnen müsste, in, oh…" Ein stummer Tempus zeigte, dass es kurz vor Sechs war. „Einer Stunde, oder so." Er lächelte über die ungläubigen Gesichter. „Keine Sorge, auf den Alarm müsst ihr nicht reagieren. Venting!"

„Mein Lord?"

„Wenn du dich dem gewachsen fühlst, kannst du vier übernehmen." Sein Blick glitt über den Flur zu Arthur Weasleys Büro, in dem er eine Person fühlen konnte, allerdings, eine schlafende. „Aber stelle sicher, dass die nicht zu laut werden, hm?", fügte er hinzu, bevor er an den Auroren vorbei und in den leeren Korridor mit dem Büro für den Missbrauch von Muggelartefakten glitt.

Der Mann, den Xerosis nur als 'Perkins' kannte, saß mit geschlossenen Augen leise schnarchend am Tisch. Der Teil des Teens, der seinen einstigen Schwiegervater immer noch gern hatte, war froh, dass nicht Arthur der Schlafende Insasse des Büros war. Perkins kümmerte ihn nicht, also lehnte er sich vor und saugte seine Seele aus, bevor er sich streckte und ihm das Genick brach. Der Stab des Mannes gesellte sich zu den anderen in Xerosis Tasche, genauso wie einige lustige oder potentiell nützliche Sachen verfluchter Mundanegegenstände. Dann verließ er das Büro und ging zurück in die Aurorenzentrale. In der fand er Venting die Auroren still folternd. Einer von ihnen versuchte die Wände zu erklimmen, während ein anderen sich selbst mit einem Briefbeschwerer schlug. Zwei weitere, offensichtlich Freunde, versuchten einender zu ersticken und rangen miteinander auf dem Boden.

Xerosis belegte die drei Letzten abwesend mit dem Todesfluch. Diese beobachteten ihre unter dem Imperius stehenden Kameraden mit Horror. Er setzte sich in einen Stuhl um zuzusehen, gelangweilt einen Todesfluch auf die Tür schickend, an der gerade ein Mann vorbei rannte.

Barty erschien hinter dem Zauberer. „Mein Lord, dieses und das erste Stockwerk sind sauber."

Xerosis nickte und stand auf. „Spielzeit vorbei, Venting. Wir haben noch weitere sechs Stockwerke vor uns."

Venting schickte zwei Todesflüche – der eine, der sich selbst geschlagen hatte, starb vor einer Weile und einer der Ringer war vor einem Augenblick erstickt – dann wand er sich ab und schloss sich Xerosis. Barty schritt aus einem Lift, wo sie sich mit Lucius und Robbins trafen.

„Barty, wen willst du für den dritten Stock?", fragte Xerosis, während sie in den Lift schlenderten.

Barty überdachte seine Optionen. „Ich nehme Venting und Robbins, wenn mein Lord es erlaubt."

„Gehe und verwüste", sagte Xerosis, als der Lift auf der dritten Etage stoppte. Als die drei Todesser gegangen waren, lächerte er Lucius an. „Wenn du Miss Umbridge sehen solltest, spar sie für mich auf. Ich habe da einiges im Kopf für sie."

„Natürlich, mein Lord", stimmte Lucius geschmeidig zu, während sie in die Halle schritten.

Umbridge fand sich im kleinen Teezimmer am Ende des Flures. Xerosis machte es großes Vergnügen, sie mit dem Crucio zu belegen und in ihre Hand 'Ich bin eine fette Kröte' zu schnitzen. Dann packte er sie an ihrem fetten Hals und warf ihren Körper an die nächste Wand. Sie schlug an die Wand des Zentaurenverbindungsbüros und er grinste bösartig bei dem Geräusch, das ihr Fett machte, als es an die Wand schlug.

In der Halle unten, über einigen Ministeriumsangestellten stehend zuckte Lucius zusammen und machte sich mental eine Notiz, wenn möglich immer auf der guten Seite seines zweiten Lords zu bleiben.

Sie gingen alle zusammen auf Etage fünf und hatten etwas Spaß, dann teilten sie sich auf für die ebenso leeren Etagen sechs und sieben. Sie trafen sich alle wieder in der Mysterien Abteilung, in der Xerosis sie in drei Gruppen aufteilte. Mit Barty und Venting als ein Team und Lucius und Robbins als anderes. Xerosis ging allein und schluckte gute fünfzehn Seelen, als er durch das Büro schritt.

Xerosis stellte ebenso sicher, dass er den Raum mit dem Todesborgen und die Halle der Prophezeiungen bekam. Im ersten sprengte er den Bogen in kleine Stücke, da er nicht gewillt war Sirius noch einmal durch den Bogen fallen zu sehen. Selbst wenn das sehr Gryffindor von ihm war. In der Halle der Prophezeiungen nahm er die Prophezeiung und zerschmetterte sie auf dem Boden, wo sie in tausend Teile zersprang. „Bleibt unerfüllt", wisperte er, als Trelawney's Stimme in der Halle verklang. „Ich bin nicht der Junge, in den ihr eure Hoffnungen setzt. Ich bin der dunkle Lord Xerosis und ich will die, die meine Leute ermordeten Tod sehen." Er wand sich um und schritt aus dem Raum um weitere Unsägliche zu jagen, um deren Seelen zu nehmen.

Nachdem sie fertig waren, sprach Xerosis stumm den Parsel Kommunikationszauber, den der dunkle Lord ihm beigebracht hatte. :Das Ministerium ist frei von allem Personal. Die Londoner Attacke kann starten.:

Als sie an dem Springbrunne vorbeigingen, stoppte Xerosis und konzentrierte sich für einen Moment darauf, die Figuren in eine Warnung zu transformieren. Die vier Todesser schauderten, als sie die zwei dunklen Lords mit erhobenen Zauberstäben auf sie herunterstarren sahen. Hinter Voldemort und Xerosis standen vier Todesser, die maskierten Gesichter ausdruckslos und das dunkle Mal zeigend, während sie ihre Zauberstäbe auf die Türen zu den Liften und dem Sicherheitstresen richteten.

Xerosis führte sie zur Apparationszone und sie kehrten alle nach Malfoy Manor zurück. Das war bereits leer, für die zweite Party, weg, um London zu attackieren. „Venting, Robbins, geht heim. Nehmt die Nacht frei und schlaft. Barty, du machst dich am besten dünne. Lucius, sei darauf vorbereitet, das du verwundete oder verdächtige Gäste aus dem Ministerium oder Dumbledores Orden bekommst."

Venting und Robbins apparierten beide, während Barty zu Narcissa ging um auf etwaige Verwundete zu warten. „Genießt den Rest eures Halloween, mein Lord", murmelte Lucius, sich leicht, vor einem Jungen der im selben Alter seines Sohns war, vorbeugend.

Xerosis nahm Lucius sanft die Maske ab und betrachtete den Mann. Nach einem langen Augenblick der Stille nickte er und händigte die Maske aus. „Genieß dein Halloween, Lucius", murmelte er, bevor er in die Schatten verschwand. In den Augen des Todessers hatte er nach Anzeichen für eine Täuschung oder Unwohlsein gesucht, darüber, einem Teenager zu dienen. Aber er hatte keinen gefunden. Wenn er endlich seine wahre Form den Todessern offenbaren würde, wusste er, dass er zumindest zwei auf seiner Seite hatte.

-0-

„Hast du schon von der Attacke von letzter Nacht gehört?", wisperte Hermione, als Harry sich in Zauberkunst neben sie setzte. Terry und Kenneth saßen vor ihnen, während Li und Neville die Plätze hinter ihnen einnahmen.

„Diesen Müll sind wir Gott sei Dank los", murrte Stephen.

„Das waren unschuldige Muggel!", hisste Hermione.

„Steve sprach über das Ministerium", kommentierte Harry trocken, während er einen Federkiel und etwas Pergament hervorholte. „Und natürlich habe ich davon gehört, da ihr Löwen ja so einen Wirbel darüber macht."

Hermione schnaufte. „Das ist ne große Sache! Über zweitausend Menschen wurden getötet!"

„Das waren Muggel, Granger", spuckte Morag, die neben Harrys Schulter stehen blieb. „Mach dir deshalb keinen Knoten die deinen Schlüpper. Mich kümmern eher die Achtzig, die im Ministerium getötet wurden."

„Letztlich hat sich der Dunkle Lord auf die Mundanes anstatt auf die magischen Bevölkerung konzentriert", zeigte Harry auf, die schurkische Ravenclaw anblickend.

„Es ist falsch, dass er überhaupt jemanden tötet!", schrie Hermione.

Morag schnaubte wegen der Gryffindor und stakste auf ihren üblichen Platz – so weit von Harry und seinen Freunden entfernt, wie es ging.

„Und du!", fügte Hermione hinzu und wand sie sich an Harry, nachdem Morag gegangen war.

„Sechzig Millionen", erwiderte Harry monoton.

Hermione blinzelte überrascht, völlig ausgebremst. „Was?"

„Soviele Menschen wurden während des zweiten Weltkrieges durch Mundanewaffen getötet. Ungefähr."

„Was hat da mit-"

„Über 50% davon waren Zivilisten", fuhr Harry fort. „Über dreitausend waren magisch. Das ist mehr als das doppelte der Opfer, die der letzte Krieg mit Voldemort gekostet hat." Er fixierte sie mit einem stechenden Blick. „Wer ist schlimmer?"

Hermione starrte ihn geplättet an. Bevor sie etwas erwidern konnte, betrat Flitwick das Klassenzimmer und begann mit dem Unterricht. Er sah, wie viele der Professoren, besorgt und leicht kränklich aus.

Harry fragte sich, wie lange die Lehrer bereits vermutet hatten, das Voldemort zurück war. Sicherlich hatte Snape seine Vermutungen und Dumbledore hatte sie bestimmt geteilt, aber die anderen Professoren…

Sobald der Unterricht vorbei war, ergriff Hermione Harrys Arm mit eisernen Griff und brennenden Augen. „Du kannst nicht glauben, das Muggel böse sind, Harry. Du bist bei ihnen aufgewachsen!"

Harry dachte einen Augenblick über seine Antwort nach. „Ungefähr sieben Mundane-geborene werden jedes Jahr von ihren Eltern getötet, Hermione. Eben weil ich bei Mundanes aufgewachsen bin, weiß ich, wozu sie fähig sind. Du hast mir oft erzählt, dass du in der Schule wegen deines Wissens gemieden wurdest. Stell dir vor, was passieren würde, wenn sie von der magischen Welt wüssten." Er entzog ihr sanft ihrem Arm. „Ich verstehe sehr wohl, dass es auch nette Mundanes gibt, Mundanes, die es verdienen zu leben; denke nicht, dass ich total gegen sie bin. Aber glaube auch nicht, das ich über ihren Tod weine würde."

Harry wand sich ab und schloss sich seinen Kameraden an. Er schloss zu Stephen auf. Li und Terry hatten aufgehört mit ihm zu gehen, als er ihnen dieselbe Rede am Frühstückstisch heute Morgen gegeben hatte. Ein Zauber würde sie daran hindern, es allen anderen zu sagen, aber sie waren natürlich in der Lage, darüber nachzudenken.

Das einzige, was Harry daran traurig fand, war, dass er vielleicht all seine Freunde auf einem Schlag verloren hatte. Nur Lillian und Luna waren geblieben. Stephen stand bei ihm, der Junge liebte die Mundanes nicht, aber er hatte auch nichts gegen sie.

Er fragte sich, wie lange es dauern würde, bis Dumbledore oder seine Minispione realisieren würden, dass Harry seine Zeit mit anderen Leuten verbrachte. Es wäre Interessant das zu beobachten.

-0-

„Wieso hasst du sie so sehr?", fragte Hermione eines Abends, eine Wochen nach Halloween. Harry hatte an etwas für Moody in der Bibliothek gearbeitet als die Gryffindor auftauchte, Neville nervös im Schatten hinter ihr stehend. „Und fang jetzt nicht wieder mit Zahlen an."

Harry betrachtete die zwei, bevor er ihnen winkte, sich zu setzen und diskret einen Stillezauber um den Tisch wob. „Ich fürchte sie", gab er zu, genug im Einklang mit seinen Ängsten, um sie zuzugeben. „Sie sind uns bei weiten zahlenmäßig überlegen und haben zerstörerische Waffen. Ich weiß, dass du niemals geglaubt hast, dass meine Verwandten grausam zu mir waren, Hermione, aber das waren sie. Sie hassten mich, nur weil ich magisch war, etwas, womit sie nicht klar kamen. Etwas, gegen das sie nicht kämpfen konnten. Wenn sie nicht so viel Angst vor der potentiellen Retourkutsche hätten, würden sie mich glücklich Tod sehen."

„Sie würden niemals-"

„Hermione, nur einmal, hör auf zu debattieren und hör ihm zu", murmelte Neville. „Bitte?"

Harry begann zu verstehen, wieso Hermione sich überhaupt dazu aufgerafft hatte, ihn zu finden. „Du hast viele Geschichten über Terrys Bruder gehört", bot er an. „Wenn du mit diesem Jungen jemals in einen Raum allein wärest, an einen Stuhl gefesselt und völlig wehrlos. Was würdest du mit ihm machen?"

„Ich…", Hermione saugte ihre Unterlippen in ihren Mund und kaute etwas auf ihr herum. „Ich weiß es nicht."

Wissend lächelnd lehnte sich Harry vor. „Doch, du weist es."

Hermione wand sich ab, ihr Gesicht brannte vor Scham.

„Leute – Mundane und magisch – besitzen hässliche, gefährliche Seelen. Wir ähneln uns alle sehr und wenn wir jemanden finden, der etwas besitzt, was wir nicht haben, nachdem wir uns sehen, gibt es zwei Wege, wie wir darauf reagieren: Entweder wir werden eifersüchtig und fangen an zu hassen, oder wir akzeptieren, dass wir niemals näher an diese Person kommen und wir beneiden sie. Wie glaubst du, würden die meisten Mundanes reagieren, wenn sie wüssten, dass da draußen Leute sind, die Magie wirken können? Leute, die in ihrer Tasche eine Waffe tragen, tödlicher als ein Maschinengewehr? Leute, die mit einem Stock auf dich zeigen und alles was du je kanntest, ist in einem Augenzwinkern verschwunden?"

Schluckend zog Hermione eine Rille im Tisch nach. „Sie jagen jede magische Person, die sie finden können und töten sie", wisperte sie.

„Selbst die kleinsten Kinder", erwiderte Harry grimmig, seine Augen waren dunkel mit Erinnerungen an den Krieg. „Mundanes töten einander, weil sie einer anderen Religion angehören. Sie töten einander, weil sie andere Hautfarben haben oder ihr eigenes Geschlecht bevorzugen. Sie töten einander, um ein Statement zu machen, oder einfach nur, weil sie dieser Welt überdrüssig sind und nicht alleine sterben wollen."

Hermione schüttelte den Kopf. „Und Zauberer sind etwa nicht genauso schlecht?", schnappte sie, wieder mit Feuer in ihren Augen, als Harry sie anstarrte.

„Wir sind alles Menschen", erwiderte Harry schulterzuckend. „Aber wenn ich zwischen Mundanes und Magiern wählen müsste, würde ich die Magier wählen. Nenn mich einen Hypokraten. Hasse mich, wenn du es möchtest, aber so sehe ich die Welt."

„Du bist genauso schlimm wie die Slytherins und deren Reinheit des Blutes!", schrie Hermione und sprang auf.

Harry traf ihren wütenden Blick mit seinem resignierten. „Ja", stimmte er zu, „ich nehme an, das bin ich."

Hermione stieß einen aggressiven Laut aus und stürmte davon.

Nevilles Blick glitt Hermione hinterher und wieder zurück zu Harry. Harry lächelte ihn an. „Geh ihr nach. Du bist ihr bester Freund, nicht meiner. Ich habe Lillian und Luna, aber ohne dich, hat sie niemanden."

Neville stand auf, hielt inne und biss seine Unterlippe. „Was du gesagt hast, Harry… Es macht sehr viel Sinn. Aber Hermione…"

„Geh, Neville", erwiderte Harry. „Ich wusste bereits vor langer Zeit, dass das passieren würde. Mach dir um mich keine Sorgen."

Neville blickte ihn an. „Du warst mein erster Freund", wisperte er. „Als du mich angesehen hast, selbst als ich in dich reinrannte, sahst du die Person, die ich werden könnte, nicht den Idioten, der ich war. Danke dafür."

Harry schenkte ihm ein letztes Lächeln, dann wand er sich wider seinen Papieren zu, während Nevilles Schritte verklangen. „Es war das mindeste, was ich tun konnte", wisperte er zu dem Federkiel. „Du bist kein Idiot, Neville Longbottom; du bist einer der tapfersten Männer, die ich je kennengelernt habe. Deine Eltern würden stolz auf dich sein. Ich bin es."

Er verbannte seine Arbeit in sein Zimmer und verließ die Bibliothek um Luna zu finden. Ihre Art Sinn zu machen, war genau das, was sie jetzt brauchte.

-0-

„Gehst du zu dem Tanz?", fragte Lillian Harry, als sie ihre als letztes zugewiesene Aufgabe in Kräuterkunde umtopften.

„Er hat bereits Luna gefragt", kam es von Stephen, von Harrys anderer Seite. Er, Morag und Lisa Turpin waren die einzigen Ravenclaw in seinem Jahrgang, die noch mit Harry sprachen. So kam es auch, dass man ihn immer mit einem dieser vier in verschiedenen Klassen zusammenarbeitete sah. Momentan arbeitete er mit Stephen, Lillian und Millicent, mit Morag und Tracey an einem Tisch zusammen mit einigen anderen Slytherins. Dafür, dass sie die meiste Zeit bei Harry verbrachte, war sie trotzdem bei den anderen Mädchen in ihrem Jahrgang willkommen und saß oft bei ihnen, wenn Harry einen anderen Partner hatte.

„Wieso solltest du Loony fragen, wenn du auch mich fragen könntest?", forderte Lillian zu wissen, während sie sich imposant in Pose warf.

„Es ist nicht fair von mir, nur immer mit dir zu tanzen, Lil", erwiderte Harry augenrollend. „Und ich mag Luna."

„Da bist du aber der Einzige?", murrte Millicent.

„Das ist das Neueste", erwiderte Harry. „Keiner mag mich mehr, also versucht jeder in meinem näheren Umfeld, Wege zu finden unbeliebt zu werden. Als nächstes malen sie sich alle um die Augen herum schwarz an und schmollen herum wie eine Gruppe wahnsinniger Vampire."

„Du bist ein beunruhigendes Individuum", entschied Millicent.

„Das ist Teil seines Charmes", meinte Lillian, die Harry einen mitleiderregenden Blick schenkte. „Aber ich habe jegliche Angebote ausgeschlagen, nur damit ich mit dir gehen konnte."

„Es ist nicht gegen die Regeln, wenn du zwei Dates mitnimmst", meinte Stephen hilfsbereit.

„Und die ganze Nacht tanzen? Merlin, nein. Ich hänge meine Füße neben meine Tanzschuhe."

„Beunruhigend", kommentierte Millicent nur.

„Ich mag die Idee irgendwie, dass wir beide mit dir gehen, Harry."

„Nun, wer ist jetzt geistesgestört?", murrte Harry augenrollend. „Lil, ich nehme nicht Luna und dich mit. Ich werde einmal mit dir Tanzen, aber du musst ein anderes Date finden."

Lillian schaffte es beeindruckend zu Schmollen. „Komm schon, Harry."

Harry entschied, dass seine Tochter diesen Gesichtsausdruck besser drauf hatte, als seine Freundin und schüttelte den Kopf. „Werde nicht nachgeben, Lil."

Lillian seufzte. Also musste sie schlussendlich mit einem Slytherin gehen.

-0-

Harry nahm an, dass alles etwas hektisch war, wegen dem Tournier und Voldemorts Rückkehr – und alle zwei Wochen ein Angriff – aber er amüsierte sich immer noch, wie lange Dumbledore brauchte, um ihn zu sich zu rufen, weil er jetzt andere Freunde hatte. Es war der erste Montag in den Winterferien, als er einen Brief mit der Bitte im Schulleiterbüro zu erscheinen, erhielt. Er lächelte ihn an, bevor er ihn in seine Tasche steckte. „Der Phönix ruft schließlich doch noch", meinte er zu Luna, die zu seiner Rechten saß.

„Wenn du in zwei Stunden nicht wieder da bist, singe ich eine angemessene Ballade auf deiner Trauerfeier", versprach die Blonde.

„Vergiss nicht zu erwähnen, wie groß ich bin", erinnerte er sie, als er aufstand.

„Potter", meinte Morag trocken, ihm gegenüber, „so groß bist du nicht."

„Im Vergleich zu Professor Flitwick gesehen, bin ich praktisch ein Riese", meinte Harry vergnügt.

„So nebenbei gefragt, wer ist der Phönix?", erkundigte sich Stephen.

„Praktisch mein Großvater", antwortete Harry. „Oder zumindest denkt er das gerne." Dann begab er sich auf den langen Weg zum Schulleiterbüro.

Als er dort ankam, bat Dumbledore ihn herein und bot ihm ein Zitronenbonbon und Tee an. Harry nahm den Tee an, testete es heimlich auf Veritaserum, von dem er wusste, dass es enthalten sein würde, um dann vorzugeben ihn zu trinken. Nebenbei ließ er etwas Tee verschwinden, um es aussehen zu lassen, als würde er es schlucken.

Dumbledore lehnte sich lächelnd vor. „Harry, mein Junge, ich vermisse es, mit dir zu sprechen. Wie war deine Zeit in Hogwarts bis her?"

Harry hatte das Wahrheitsserum oft genug verabreicht bekommen in seinem langen Leben, um nun keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, den abwesenden Blick vorzutäuschen. „Es war gut. Ich habe einige erstklassige Freunde gefunden und so viel gelernt", erwiderte er wortkarg. „Ich wünschte, Professor Snape wäre nicht so ein Arsch."

Dumbledore belächelte ihn milde. „Ich bin froh, dass du die Zeit hier genießt, mein Junge. Nun, ich habe bemerkt, dass du in letzter Zeit nicht mehr viel Zeit mit Miss Granger und Mr. Longbottom verbracht hast."

Harry zwang sich keine Reaktion zu zeigen, da seine Ravenclawfreude anscheniend nicht mit eingeschlossen waren. In der Schwarz-Weiß-Welt des Schulleiters, war Gryffindor das einzige Haus, das zählte. Ravenclaw und Hufflepuff waren nur Beilage. „Wir hatten eine Meinungsverschiedenheit", erwiderte er, abwesend vorgebend, noch mehr Tee zu trinken.

„Über was ging es denn bei eurer Meinungsverschiedenheit, mein Junge?", fragte Dumbledore, das perfekte Ebenbild, eines Großvaters.

„Ob, Mundanes sterben sollten, oder nicht", antwortete Harry, der abwesend im Raum umherblickte. „Das ist ein cooles Spielzeug."

Für einen langen Moment starrte Dumbledore ungläubig auf den Jungen, bevor er fragte: "Mundanes sind Muggel?"

„Mmhm."

„Und… welche Seite der Argumentation warst du?"

Mit schneidenden Blick, drehte sich Harry wieder dem Schulleiter zu. „Wieso, auf der anderen Seite, als sie sind, Schulleiter", sagte er mit einem lieblichen Lächeln. „Nachdem ich zehn Jahre unter den Dursleys gelitten habe, glauben Sie da wirklich, dass ich ein zum Guten eingestellter, barmherziger Erretter sein würde? Ich habe zehn Jahre damit verbracht, ihre Wäsche zu machen, ihr Essen zu kochen und ihren hasserfüllten Kommentaren über meine Eltern und mich zuzuhören. Ich habe sieben Jahre die Zeichen von Dudleys's Zeitvertreib getragen, und nicht ein einziger Mundane hat je gefragt, ob es mir gut geht. Nicht ein einziger fragte, ob ich zuhause die Liebe bekomme, die ich brauche."

„Mein Junge-"

„Tun Sie nicht, als ob es sie kümmern würde", hisste Harry, der sich über den Tisch lehnte. „Tun Sie nicht, als ob sie nicht nah genug hingesehen hätten, um zu überprüfen, ob ich immer noch Lächeln konnte, immer noch Lieben konnte. Und missverstehen Sie nicht meine zärtlichen Erinnerungen an meine Mutter, als irgendeine Form von Zärtlichkeit für diese Mundanes. Petunia und Mum mögen vielleicht Schwestern gewesen sein, aber sie sind zwei völlig verschiedene Menschen."

„Oh, Harry…", wisperte Dumbledore, als der Junge, eine tiefen Atemzug tat, um sich zu beruhigen. „Oh, mein Junge, ich habe dich im Stich gelassen…"

„Sie haben in ihrem Leben viele große Zauberer im Stich gelassen", wisperte Harry. „Ihren eigenen Bruder, Professor Snape, Lord Voldemort… vielleicht sind Sie zu alt für den Posten. Vielleicht sollten Sie in den Ruhestand gehen und in Ruhe ihrer Verfehlungen betrachtend, ihren Lebensabend verbringen." Er lächelte kalt und stand auf. „Leben Sie wohl, Albus Dumbledore." Er erhob seinen Zauberstab und richtete ihn auf das Herz des alten Zauberers. „Avada Ked-"

Schwer atmend setzte sich Harry in seinem Bett auf, eine Hand auf seinem rasenden Herzen. Das, war nicht passiert. Ja, Dumbledore hatte ihn zu sich gerufen. Ja, er hatte versucht Harry Veritaserum trinken zu lassen. Ja, er hatte nach Harrys erlahmenden Freundschaften gefragt. Aber Harry hatte es beschwichtigend mit der einfachen Tatsache erklärt, dass er mit Lillian befreundet war. Dumbledore hatte sich sehr verständig gegeben, während Harry eine komplizierte Geschichte über seine anderen Freude gewoben, die Lillian hassten und ihm ein Ultimatum gestellt hatten – sie oder Lillian –. Er war nicht gewillt auch nur einen von ihnen zu verlieren, und so hatte er durch sein nicht-handeln Hermione und Neville und Terry und irgendwie auch Li verloren. Und Lillian war sehr verständnisvoll wegen der ganzen Sache gewesen und er war so froh, dass sie seine Freundin war und auch Luna…

Natürlich, hatte es Dumbledore abgekauft. Er liebte solche Geschichten, liebte es, zweite Chancen zu geben.

Aber Harry hatte seine Maske nicht gebrochen. Er hatte den alten Mann nicht getötet. Wirklich!

Also, wo war dieser Traum hergekommen? Voldemort? Unterdrückte Emotionen? Das Bedrüfniss, jemanden zu töten?

„Gut, ich war seit der ersten Aufgabe nicht mehr auf einem Raubzug dabei", erinnerte Harry sich selbst. Er war so mit beschäftigt Hausaufgaben und mit einer Schule voller Teenagern, die sich nicht entscheiden konnten, ob sie ihn mochten oder hassten, dass er nicht in der Lage gewesen war, sich herauszuschleichen und Voldemort bei seinen zweiwöchigen Angriffen zu begleiten. Der Dunkel Lord hatte es verstanden und Harry hatte nicht gedacht, dass es ein Problem werden würde, da er sein erstes Jahr verbracht hatte, ohne das Gebäude zu verlassen und jemanden zu töten. Aber das erste Jahr war nicht so widerlich gewesen und er hatte zehn Jahre gehabt, um den Tötungsdrang aus seinem System zu bekommen. Aber jetzt…

Harry glitt aus dem Bett und zog seinen Umhang und seinen Zeitumkehrer hervor, um zu einem Mundanedorf das er kannte zu reisen. Eine Umdrehung mit seinem Zeitumkehrer und er war bereit die Seelen der Mundanes zu nehmen, die im Begriff waren, ins Bett zu gehen. Einen Dorfbrand zu inszenieren, dürfte nicht allzu schwer sein.

-0-

Beim zweiten Mal war der Weihnachtsball sehr viel besser, entschied Harry. Es half, dass es nicht erforderlich war, dass er erschien und dass er nicht mit sich ringen musste, wen er fragen sollte. Es half außerdem, dass er wusste, wie man tanzt und es ihm nicht so viel ausmachte. Und natürlich, hatte Luna nicht den Eindruck, dass dieses Date über Freundschaft hinausging.

Luna sah reizend aus, sehr viel reizender als Parvati, die ärgerlich auf der anderen Seite des Raumes, neben Ron saß. Luna und Harry hatten zusammen ihre Umhänge eingekauft und kamen nun in ähnlichen blau-grauen Roben. Harry hatte ihr eine Ohrring-Halskettenkombination in Form eines Mondes mit Saphiren, die perfekt zu ihrer Augenfarbe geschenkt, ebenso wie eine goldene Haarspange mit baumelnden Herzen bei der er ihr half, sie ins Haare zu stecken. Ohne ihre seltsamen Ketten und mit hochgesteckten Haaren, sah sie absolut fantastisch aus. Und Harry konnte sich das Grinsens, das sich seiner Lippen ermächtigte als er einige der ungläubigen Blicke seiner Klassenkammeranden einfing, nicht erwehren.

„Gut, gut, Loony. Du hast dich ganz schön zurechtgemacht", kommentierte Lillian, als sie mit ihrem Date, einem Fünftklässler Namens Terrence Higgs, bei ihrem Tisch stoppte.

Terrence hatte das Slytherinklischeehafte Grün und Silber gewählt, wohingegen Lillian es sich geleistet hatten, eher nach ihren eigenen Farben zu gehen. Sie hatte eine wunderschöne, bronzefarbene Robe ergattert, die genau der Farbe ihres Eyeliners entsprach und half, die bronzenen Farbklecksen in ihren Augen hervorzubringen. Sie ließ ihr langes, schwarzes Haar lose herunterfallen, aber hatte irgendwie einige Silbersträhnen von etwas hineinbekommen – von dem Harry wirklich nicht sicher war, was es war – dass über ihrer rechten Schulter ruhte und das Kerzenlicht in der Halle einfing. Ebenso hatte sie silberne Stecker in ihren Ohren und trug dazu die silber- und goldenen Lilienförmingen Gegenstücke, die sie erst diesen Morgen von Harry zu Weihnachten bekommen hatte.

„Du siehst aber auch nicht so abscheulich aus, Moon", erwiderte Luna, abwesend das andere Mädchen anlächelnd.

Augenrollend winkte Harry auf die leeren Plätze neben ihren. „Du siehst fantastisch aus, Lil." Er blickte den Slytherin an. „Higgs."

„Potter", erwiderte Terrence, höflich genug.

Lillian lächelte ihr Date an und lies ihn einen Stuhl neben ihren Freunden für sie herausziehen. „So, ich weiß, dass du gehöht hast, dass beide, Millie und Trace, heim sind, aber du wirst nie glauben, wen Morag sich genagelt hat!"

„Victor Krum?", riet Harry belustigt.

Sanft schlug Lillian seinen Arm. „Du bist so witzig. Ist es nicht aufregend? Ich habe gehört, dass er dein Schlammblut Granger fragte, aber sie hat ihn abgewiesen. Kannst du dir das vorstellen?"

„Hermione ist über die Ferien heim gegangen", verwies Harry.

„Ich wette, sie will nur sicher gehen, dass ihre Eltern nicht tot sind." Lillian schniefte. „Dummes Muggelblut. Als wenn sich der Dunkle Lord auch nur irgendein spezielles Interesse an ihren Eltern hätte."

„Macht es was, wenn wir diese Stühle besetzen?", fragte eine bekannte Stimme, von hinter den gegenüberliegenden Stühlen am Tisch.

Unmittelbar spottete Lillian über Terry, Li und ihre Dates. „Wir wollen hier keinen Haufen Muggelbl-"

Harry schickte ihr einen Blick, auf den ihr Mund zuklappte. Dann blickte er seine Freunde fragend an. „Wenn ihr wirklich bei uns sitzen wollt, seit ihre willkommen."

Harry!", hisste Lillian.

Zacharias Smith, Li's Date, setzte sich, während Li und Terry Blicke austauschten. Nachdem die Beiden sich niedergelassen hatten, glitt Padma Patil auf den leeren Platz neben Terry.

Bevor irgendjemand noch was sagen konnte, betraten die drei Champions den Saal und schritten auf ihren Tisch zu. Nachdem sie Platz genommen hatten, zeigte Dumbledore, wie man sein Essen bestellen konnte, und alle machten es ihm nach. Viele waren froh, alles bestellen zu können, was sie wollten, anstatt erst nachzufragen, ob es möglich war.

An Harrys Tisch wurden Bestellungen gemurmelt. Sie alle aßen mit den vereinzelten Bemerkungen, wie hübsch jemand aussah.

Nachdem der Tanz eröffnet war, glitt Lillian förmlich mit Terrence dahin, den Ravenclaw und den einzigen Hufflepuff zurücklassend, um 'wie Gryffindors zu sprechen'. Harry lehnte sich, seine Freunde fragend anblickend, vor. Er würde nicht das Gespräch eröffnen, aber er sah ebenso keinen Grund, wieso er einfach gehen sollte. Padma und Zacharias lehnten sich zurück und begnügten sich damit, das Gespräch seinen Lauf nehmen zu lassen. Harry konnte nicht anders, als sich zu fragen, wie viel die beiden in der Lage gewesen waren, herauszufinden. Wahrscheinlich hatte Padma eine bessere Vorstellung der Dine, als Zacharias. Aber der Hufflepuff hatte während Harrys erstem Leben bewiesen, dass er ziemlich Slytherin-mäßig war.

Blickwechsel zwischen Terry und Li. Dann blickten beide Harry an. „Harry, ich bin-", begann Terry.

Wir sind", beharrte Li.

„Ja, wir. Es tut uns beiden Leid, wie wir uns verhalten haben…", meinte Terry.

„Die Ratten verlassen das sinkende Schiff?", suggerierte Zacharias hilfreich.

„Sei kein Trottel", befahl Li ihrem Date.

„Obwohl du wusstest, wie wir reagieren würden, spricht uns das nicht frei", fügte Terry stirnrunzelnd hinzu. „Wir waren seit dem ersten Jahr befreundet, als alles in der magischen Welt mich verwirrte und Li nur etwas Englisch konnte. Ohne dich wären wir verloren gewesen."

„Ihr habt es geschafft", kommentierte Harry kopfschüttelnd. Dass hatten sie in der Tat, auch in seinem ersten Leben.

„Vielleicht ja, aber nicht so gut", meinte Li. „Du hast uns wie deine Freunde behandelt, immer. Selbst im zweiten Jahr, als wir ständig über Lockhart sprachen-"

„Können wir den Gockel bitte nicht erwähnen?", bat Harry.

Li grinste. „Selbst da, warst du noch unser Freund. Du hast uns zwar etwas gemieden, ja, aber als wir dich wirklich brauchten, warst du da."

„Selbst das eine Mal, als Li um Hilfe bat, ihr bei der Auswahl ihrer Robe zu helfen, für Lockharts erste Unterrichtssunde", fügte Terry leicht grinsend hinzu.

„Keine Erwähnung des Gockels!"

„Allerdings, um fair zu bleiben, sobald du kapiert hattest, um was sie dich fragte, bist du mit den Fingern in den Ohren, aus vollem Halse schreiend aus dem Gemeinschaftsraum gerannt", merkte Padma an.

„In Tschechisch", fügte Luna hinzu.

„Ich bin mehrsprachig", verteidigte sich Harry, dann warnte er sich mit einem seltsamen Blick an sein Date. „So nebenbei, woher willst du wissen, dass das tschechisch war?"

„Ich fragte den Bi-"

„Jedenfalls!", unterbrach Terry, der Luna gut genug kannte, um zu wissen, dass die Antwort nutzlos sein würde. „Was Li und ich versuchen zu sagen ist, dass du unser bester Freund bist, und es immer warst. Du hast uns unsere Fehler vergeben, wieso können wir dir dann nicht die deinen vergeben?"

„Seine Fehler vergeben?", Lillian schnaubte, hinter den Mundane-geborenen stehen bleibend. „Ihr seid beunruhigend Gryffindor. Harry, die glauben ernsthaft, du bist derjenige, der im Unrecht ist?"

„Wieso hällst du um Gottes Willen nicht einfach die Klappe, Moon?", hisste Terry, sich der Slytherin zuwendend.

„Wieso sollte ich, Schlammblut?"

Harry öffnete den Mund, um ihr zu sagen, dass sie still sein sollten. Da erreichte ihn ein Hissen. Für jeden anderen, würde es wie ein Wispern klingen, aber für einen Parselmund, war es Kommunikation. Und es gab nur einen einzigen anderen Parselmund in der Welt. :Ich werde Severus heute Nacht zu mir rufen. Wenn du erscheinen willst – und ich nehme es an, Potter – wird das Treffen in kürze sein. Genieße deinen Ball.:

Die anderen hatten aufgehört miteinander zu diskutieren und beäugten Harry mit sonderbaren Blicken. Dieser hatte den Kopf stirnrunzelnd auf die Seite gelegt. Dann plötzlich, beschwor er einen stillen tempus, bevor er seinen Blick dem Lehrertisch zuwandte. Die anderen folgten seinem Blick und konnten alle beobachteten, wie Snape plötzlich in seinem Stuhl zusammenfuhr und seinen linken Arm ergriff. Panik und Angst glommen in seinen Augen für einen kurzen Moment auf, bevor er so ruhig wie immer wirkte, wobei er blasser als sonst war. Die Schüler beobachteten, wie der Mann zum Schulleiter eilte und anschließend die Halle verließ.

„Hmm…" Harry rieb sich übers Kinn. So, Snape arbeitete im Augenblick definitiv für Dumbledore, nicht das es darüber je Zweifel gegeben hätte. Bei Snapes ängstlichen Blick, dachte er wahrscheinlich, dass er diese Nacht getötet werden würde. Von seinen Freunden unbemerkt, sprach Harry still den Parsel-Kommunikations-Zauber und murmelte, :Snape ist auf dem Weg. Wenn wir ihn heute Nacht gehen lassen, benachrichtige mich in dem Moment, in dem er geht. Ich würde gerne wissen, was er im Anschluss Dumbledore berichtet.:

„Du bist ein Parselmund!", wurde Lillian mit großen Augen bewusst.

Harrys Augen verengten sich, wegen dem Schüler am anderen Ende des Tisches. Die drei Ravenclaws und Zacharias waren alle erblasst. Lillian sah geschockt aus, während Terrence fast gierig wirkte. „Witzig, das du Tschechisch vorher erwähntest, Luna", sagte er, den Zauberstab unter dem Tisch in einer Hand, „da ich diesen wundervollen tschechischen Zauber kenne, der Gemeinmisse wahrt. Er geht ungefähr so jen pamatovat, nikdy mluvit."

Ein mattes Grinsen auf den Lippen lehnte sich Harry zurück, während die Sechs auf der anderen Tischseite alle versuchten, darüber zu reden, dass er ein Parselmund ist, nur um festzustellen, dass sie dazu nicht im Stande waren. Während sie eine kleinere Panikattacke hatten – wegen der sich Harry etwas schlecht fühlte, wirklich, aber er konnte es nicht gebrauchen, wenn Dumbledore argwöhnisch wegen seinem ungewöhnlichen Fähigkeit wurde – drang Voldemorts Stimme zurück zu ihm. :Bist du unfähig, zurückzugehen, nachdem du es weißt?:

Harrys – oder eher Xerosis' – Stimme kommentierte neben Voldemort, :Du bist ein Idiot. Jeder weiß, dass es nur zwei Versionen eines Zeitreisenden in jeder Zeit geben darf.:

:Halt die Klappe, Potter!: Voldemort schnaubte. :Du hast das Ministerium angegriffen und hast keinen zweiten Zeitumkehrer mitgenommen?:

:Um was mit ihm zu tun? Ich müsste die Zeitumkehrer abwechselnd gebrauchen. Hast du eine Ahnung, wie äußerst widerlich das sein würde? Ich würde wahrscheinlich- Ah. Snape ist gerade draußen appariert. Harry, das Meeting wird ungefähr eine Stunde dauern. Ich werden den rotäugigen Miesepeter dazu bringen, dich genau wissen lassen, wenn Snape gegangen ist.:

:Bezeichne mich nicht als Miesepeter, Potter!:

:Oh, und würdest du Higgs oblivieren? Er ist das Sicherheitsrisiko nicht wert.:

Harry zuckte die Achseln und oblivierte den älteren Slytherin abwesend, während er kommentierte: „Ich besitze mehr Fehler, als du mir vergeben könntest, Terry. Ich habe dich einst gefragt, ob du traurig über den Tod deines Bruders wärst, und du antwortetest mir, dass du es wärst. Ich nicht. In der Tat würde ich ihm liebend gern den Hals umdrehen." Er stand auf und hielt Luna eine Hand hin. „Wenn du mir das vergeben kannst, werden wir dieses Gespräch noch einmal weiter führen. Komm, Luna, das ist mein Lieblingslied."

Etwas abwesend lächelnd erlaubte Luna Harry, sie auf die Tanzfläche zu geleiten. Nach einem Moment, fragte sie: „Wann wirst du mich für sein Meeting verlassen?"

Sie lieblich anlächelnd meinte Harry: „Ungefähr in einer Stunde."

„Ich muss dich dennoch mit Moon teilen, nicht?" Sie blickte mit traurigen Augen, zu ihm auf.

Kichernd küsste Harry ihre Wange. „Ich vergöttere dich so, Luna."

Lunas Augen leuchteten auf. „Bedeutet das, dass ich dein Liebling bin?"

„Als wenn es da Zweifel gäbe. Mach dir keine Sorgen, Luna. Ich habe keinen anderen, in den ich mehr vernarrt bin, als dich."

Das Lächeln von Luna wurde etwas sonderbar. „Du solltest keine Versprechungen machen, die du nicht halten kannst, Harry."

Stirnrunzelnd schüttelte Harry den Kopf. „Sei nicht dumm."

„Ich frage mich", bemerkte Luna, „ob es Ginny Weasley war, die du geliebt hast, oder das Monster, das still in ihr lebte."

Harry hielt inne, das Mädchen aus geweiteten Augen anblickend. „Was meinst du-?"

Das Lächeln von Luna war wieder ihr übliches abwesende. „Wenn du tanzen willst, solltest du mir etwas Punsch besorgen. Das ist höflich."

Für einen Moment starrte Harry sie an, dann seufzte er. „Manchmal, meine Liebe, bist du eindeutig beunruhigend."

„Danke, mein Lord."

Kopfschüttelnd nahm Harry ihren Arm. „Noch ein Song und dann besorge ich dir zwei Becher mit Punsch. Deal?"

„Natürlich." Luna lächelte ihn an als er wieder zu tanzen begann.

Vielleicht würde er eines Tages, seine beste Freundin verstehen. Aber nicht Heute.

-0-

Xerosis lehnte an einer Wand, im Schatten verborgen, als Snape schließlich den Raum betrat. Der Mann schritt still auf Voldemort zu und kniete nieder, keinen flüchtigen Blick für den zweiten Stuhl übrig habend. Voldemort blickte nicht von dem Bericht über den letzten Angriff auf, den er gerade las. Gedanklich machte sich Xerosis eine Notiz, das Pergament später zu klauen, da der Prophet nie etwas davon berichtete was passierte und er war es müde, minderwertigen Informationen zu bekommen.

„Severus, ich habe einige sehr… beunruhigenden Neuigkeiten über dich erhalten", sagte Voldemort schließlich, von seinem Pergament aufblickend.

Obwohl Snape bewegungslos verharrte, meine Xerosis ein schwaches Schlucken vernommen zu haben.

„Xerosis", rief der dunkle Lord, in die Schatten einer Ecke blickend. „dein Stuhl wird kalt."

„Hm, ich nehme es an", stimmte der Junge zu, der ruhig aus seinem Versteck schritt und seinen üblichen Platz einnahm. „So, das ist also dein Doppelagent."

Snape blickte durch seine Haare auf und spannte sich an, als er den scheinbaren Vampir sah. Dieser besaß eine auffallende Ähnlichkeit zu James Potter, mit seinen kurzen Haaren und seiner Gesichtsform, aber seine Augen waren leuchtender, als die von James es je gewesen waren. Harry Potter besaß etwas längeres Haar und seine Augen waren niemals so beängstigend gewesen wie die des Kindes, das neben dem Dunkle Lord saß. Obwohl sie augenscheinlich im selben Alter waren.

„Ja." Voldemorts Lippen verzogen eisich zu einemn kaltes Lächeln. „Ah, natürlich. Severus, das ist Lord Xerosis, mein Partner. Ich denke nicht, dass du von ihm gehört hast."

„Das ist echt gemein, weißt du?", beschwerte sich der Junge. „Ich habe so viel Zeit damit verbracht, das Ministerium zu verwüsten und diese Statur zu machen und was denkt die magische Welt über mich?"

Voldemort bedachte den Teen mit einem belustigten Blick. „Das du meine neueste Eroberung bist?"

„Kein Kommentar, Voldemort. Außer ihh."

Der Dunkle Lord schnaubte.

Da sich Xerosis abrupt vorwärts lehnte, zuckte Snape überrascht zusammen. Der Junge grinste ihn breit an, wobei er seine Fake-Fangzähne zeigte und sagte: „Hallo, kleiner Spion. Ich habe aller Hand Geschichten über dich gehört und deine Missetaten. Deine Verknalltheit in Evans. Deine Lang-Zeit Rivalität mit James Potter und die Lebensschuld, die du ihm einst geschuldet hast, aber nun seinem Sohn schuldest." Er tippte sich ans Kinn. „Du schuldest Harry Potter eine Lebensschuld. Wie bist du da für uns nützlich?"

Snape wand sich an Voldemort. „Bitte, mein Lord, ich bin Dumbledores Angestellter. Der alte Mann vertraut mir! Ich… ich bin Teil seines Ordens!"

Crucio", sprach Voldemort und wand sich seinem Partner zu, während Snape sich wand. „Deine Anwesenheit verstört meine Lakaien."

„Ich arbeite sehr schwer daran, es zu ändern", erwiderte Xerosis augenrollend.

„Tu das." Den Fluch aufhebend betrachtete Voldemort seinen Todesser, während der Mann schwer atmete und seine kniende Haltung wieder einnahm. „Severus, ich werde dieses Mal deine Entgleisung vergeben, aber vergiss nicht, dass wenn Lord Xerosis das nächste Mal anwesend ist, wirst du ihn so Ansprechen, wie du es bei mir tun würdest."

„Entschuldigung, meine Lords", keuchte Snape.

„Ich nehme an, Teil des Ordens zu sein könnte nützlich werden", kommentierte Xerosis, „aber nur, wenn er nichts bei seinen Berichten auslässt."

Voldemort funkelte ihn an. „Kennst du eine Möglichkeit, die garantiert, dass er die Wahrheit sagt? Bevorzugt eine, nach der er auch weiterhin in der Lage ist, nützlich zu sein."

„Wieso nimmst du mir nicht gleich den ganzen Spaß aus meinem Leben", grummelte Xerosis, bevor er schnaubte. „Ich habe da einiges im Ärmel."

Voldemort warf einen flüchtigen Blick auf seinen Lakaien, der sie Beide mit vor Angst geweiteten Augen anblickte. „Severus, hier ist deine Chance: ich will alles wissen, was Dumbledore geplant hat, seit meiner Rückkehr."

„Ich will wissen, wie lange Dumbledore meine Rückkehr schon geahnt hat. Und ob unser Spion es ihm gesagt hat."

Snape blickte zwischen ihnen beinen hin und her, dann nickte er schnell. Er begann alle Handlungen, die Dumbledore bisher getan hatte zu erklären, einschließlich der Rekrutierung neuer Mitglieder. Er berichtete von der Debatte, die Dumbledore mit Fudge darüber hatte, wie die sie Rückkehr Voldemorts handhaben würden. So wie die Dinge lagen, waren das Ministerium und der Orden absolut mies, wenn es darum ging, zusammen zu arbeiten. (Die Dinge liefen etwas besser, seit Tonks ihre Auroren Prüfung bestanden hatte und nun Mitglied des Ordens war. Die Weasleys waren ebenso beigetreten – was sie während des ersten Krieges nicht getan hatten, ds sie ein Haus voller kleiner Kinder hatten – was dem Orden zumindest zwei Mitlieder im Ministeriumspersonal gab.)

Es stellte sich heraus, dass Dumbledore kurz nach Quirrells verschwinden schon Vermutungen über eine mögliche Rückkehr Voldemorts angestellt. Als der Professor verschwunden war, hatte Dumbledore nach dem Stein gesehen und da er ihn nicht finden konnte, hatte er sich auf gemacht um Snape zu finden. Der alte Mann war im Raum gewesen, in dem Moment an dem Snapes dunkles Mal schwarz geworden war um Voldemorts Rückkehr zu den Lebenden zu verkünden. Ohne wirklich Handfesten Beweis, war es Dumbledore nur gelungen, eine kleine Gruppe vom ´alten Eisen´ um sich zu scharen. Aber sie hatten für Jahre schon Pläne gemacht, obwohl sie nur eine so kleine Gruppe waren.

Als Snape nach zwei Jahren immer noch nicht gerufen worden war, hatte der alte Orden begonnen auseinander zu fallen, darauf bestehend, dass es nur falscher Alarm gewesen war. Da keiner der Todesser aus Azkaban befreit worden war, war das ein weiterer Punk gegen Voldemorts Rückkehr. Dumbledore hatte versucht, gegen das Turnier zu argumentieren, aber seine Behauptung dass das nur Ärger mit sich bringen würde, war auf taube Ohren gestoßen.

Während der Enthüllung an Halloween, war niemand bereit gewesen, nicht einmal der Orden. Obwohl sie am nächsten Morgen gleich mit der Rekrutierung begonnen hatten und die alten Mitglieder sofort Dumbledore Bericht erstattet hatten, sobald sie von dem Angriff erfahren hatten. Aber, ohne Snape als Spion waren sie nicht in der Lage, wann oder wo Voldemort als nächstes zuschlagen würde. Da der dunkle Lord letztes Mal zwar die magische Bevölkerung angegriffen hatte, aber dieses Mal sein Fokus eher auf den Mundanes lag, war es schwerer, etwas vorherzusehen.

Die beiden dunklen Lords überdachten Snapes Worte einige Momente, während der Mann immer noch auf dem Boden vor ihnen kniete.

„Du hast Lily geliebt", murmelte Xerosis, „und du warst einst mit ihr befreundet. Wieso hast du um ihre Sicherheit gebeten?"

„Mein Lord-", begann Snape.

„Und Snape, erzähl mir nicht diesen Schrott von wegen, wie sehr du sie liebtest. Sie hätte dir vielleicht vergeben, dass du ihre Familie in die Schusslinie gebracht hast, aber wie hast du erwartet, dass sie dir vergibt, dass du ihr Leben gerettet hast, während ihre Familie starb?"

Voldemort lehnte sich zurück, nicht sicher, ober er den Kern der Frage seines Partners verstand. Aber er war gewillt, den Teen gewähren zu lassen, wie es diesem beliebte. Xerosis wusste bei weiten mehr über Snapes Motivation, als er es tat.

Schluckend blickte Snape zu Boden. Nach einem langen Moment sagte er: „Vielleicht hätte sie mir nie vergeben, aber zumindest wäre sie am Leben gewesen. Sie war… eine großartige Frau, in der Lage jeden in ihrer Umgebung zu verzaubern. Selbst die Reinblüter, die ihre Nase über ihr dreckiges Blut rümpften. Ich dachte, vielleicht… vielleicht könnte sie diesen Krieg beenden, auf die eine oder die andere Art. Ohne Potter und seine Brut, könnte sie sich konzentrieren und einen Weg finden, um das alles zu beenden."

Für einen Augenblick blickte Xerosis Voldemort an, der über die Wordes seines Lakaien schnaubte, dann blickte er zurück zu Snape. „Du hättest ihren Grund zum Kämpfen genommen", merkte er an und Snape zuckte zusammen.

:Potter, ich werde dieses Spieles müde:, warnte Voldemort und Snape zuckte abermals zusammen, beim Klang der Schlangensprache.

Xerosis winkte in seine Richtung. :Ja, ich weiß, dein ganzes ´Liebe ist eine Schwäche´ Gehabe. Gut, du kannst damit vorfahren es zu ignorieren, aber wenn du Snape zurück willst, musste du Liebe gegen ihn verwenden. Du bist still und ich kümmre mich um ihn.:

Unter ihnen hatte Snape sich, mit vor Unglauben geweiteten Augen, verkrampft. Diese Kreatur, dieser zweite dunkle Lord, mit dem Körper eines Kindes, war ein Parselmund? Kein Wunder, dass der dunkle Lord ihn neben sich duldete."

Voldemort hisste wortlos. Missgestimmt, aber Xerosis signalisierend, fort zu fahren.

Der Teen lächelte schwach. „Vielleicht, warst du gar nicht so weit daneben, Snape, da Lilys Opfer den Krieg beendet hat. Nicht Permanent, nein, aber es hat in kurzzeitig beendet. Wenn Voldemort-" Snape zuckte abermals zusammen. „-ihr nicht angeboten hätte zu leben, würde Harry Potter nie den Fluch überlebt haben." Xerosis hielt inne und blinzelte gedankenverloren. „Bedeutet das, dass du derjenige warst, der den Krieg in die Ferien geschickt hat?"

Xerosis", grollte Voldemort.

Der Teen lächelte ihn an. „Du bist witzig." Dann blickte er zurück auf Snape, der abermals vor Unglauben erstarrt war. „Snape, hier, das kannst du tun: Wenn du Dumbledore heute Nacht Bericht erstattest, erzähle ihm von mir – du kannst ihm auch davon berichten, dass ich ein Parselmund bin und von meiner beunruhigenden Ähnlichkeit mit James Potter – und du kannst ihm von unserer Nachfrage über die Schritte des Ordens berichten. Behalte aber alle Erwähnungen von Lily für dich. Denke darüber nach, sicherlich, aber erwähne sie nicht."

Snape schluckte und wisperte: „War das alles, mein Lord?"

Voldemort funkelte Xerosis an, der wissend grinste, dann spöttisch auf seinen Lakaien hinab blickte. „Nicht ganz. Crucio."

Nach einer langen Runde vom Cruciatus, entließ Voldemort endlich seinen Spion. Anschließend schickte er eine Nachricht an Harry, die ihn von Snapes Fortgehen in kenntnissetzte. Nachdem sich darum gekümmert war, wand er sich an den augenscheinlichen Vampir neben sich und grollte. „Lass jegliche Erwähnungen von Liebe das nächste Mal aus dem Spiel, Potter."

Xerosis kicherte. „Du bist witzig."

Potter!"

Der Teen wand sich in seinem Stuhl so, dass er beide Beine über eine Armlehne lehnen konnte. „Snape hat – wird tun - wie befohlen. Wird etwas miesepetern aber er wird es gut hinbekommen. Wenn es auch zu nichts anderem gut war, hat der zu ofte Gebrauch des Cruciatus Dumbledore versichert, dass du immer noch verrückt bist, selbst wenn er verwirrt ist, wieso du deine Macht mit mir teilst. Wahrscheinlich denkt er, dass ich der zurechnungsfähig und Geistig gesunde dieser Operation bin, wenn auch nichts mehr."

Voldemort schnaubte. „Du bist nicht ganz dicht."

„Ja, danke." Xerosis rollte mit den Augen. „Aber ich spreche die Sprache der Liebe, an die Dumbledore von ganzem Herzen glaubt. So sieht er von uns Beiden in mir die wirkliche Gefahr."

„Ich würde wahrscheinlich nur um mich werfen", grummelte Voldemort. Dann blickte er nachdenklich den Teen an, der kicherte. „Ich gebe zu, dass ich es ohne dich, wahrscheinlich nur halb so gut machen würde."

„Hm. Nein, würdest du nicht", stimmte Xerosis, mit der Weisheit von jemandem, der dies alles schon einmal gelebt hatte, zu. „Aber so großartig ich auch bin, ich weiß immer noch nicht, was ich von Snape halten soll. Geschenkt, ich hab den Mann nie wirklich gemocht, obwohl ich ein Kind nach ihm benannt habe-"

„Ich glaub mein Kopf implodiert gleich."

„Halt die Klappe."

Schnaubend lehnte sich Voldemort in seinem Stuhl zurück. „Wie gedenkst du, ein Auge auf der Aktion zu behalten."

Xerosis seufzte. „Es wird einige Arbeit kosten, aber sobald ich einmal herausgefunden habe, wann und wo die Ordenstreffen stattfinden, kann ich leicht hinein und sie überwachen. Ich denke, dass das wirkliche Problem sein wird, ob Dumbledore wie schon das letzte Mal das Gebäude unter den Fidelius stellen würde. Einerseits könnte das alles zunichtemachen. Andererseits, wenn man bedenkt was ich für ihn und seine Organisation bin, könnte ich ebenso gut auch eingeladen werden."

Nachdenklich nickte Voldemort. „Du bist angeblich der Eine, der mich aufhalten kann. In deinem letzten Leben, haben du und ich uns oft gegenübergestanden, richtig?"

„Mm-hm."

„Dann sollten wir es zu Stande bringen uns zu treffen um Dumbledore zu versichern, dass du immer noch auf seiner Seite bist. Er wird dich dann sicherlich an seinen Treffen teilhaben lassen."

„Oder mir zumindest, seinen Treffpunkt verraten", stimmte Xerosis zu. „Am 14. Januar ist unser erster Hogsmeadbesuch im neuen Jahr. Es mag ein Klischee sein, aber ein Angriff auf die Schüler würde Dumbledore deutlich zeigen, dass du immer noch der selbe, verrückte Voldemort von vor dreizehn Jahren bist. Ohne Xerosis Anwesenheit kann man annehmen, dass du – oder einige deiner Todesser – es müde geworden seid, nur Mundanes anzugreifen und ein paar Schlammblüter angreifen wollt."

„Ihm wieder versichern, dass du der geistig Gesunde bist." Voldemort rollte die Augen. „Nebenbei, wieso mach es dich zum Zurechnungsfähigen, wenn du dich nur auf Muggel fokussierst?"

„Ich bin deutlich nicht so geistig gesund wie er es ist, aber ich bin vernünftiger als du", kommentierte Xerosis trocken. „Nun, zum einen lässt es uns, da wir Mundanes anzugreifen, unvorhersehbarer. Und es hällt uns davon ab, unnötig unsere Anzahl zu verringern. Es ist eine sensible Angriffsstrategie, nicht notwendigerweise eine beruhigende."

„Wahr. Du bist ein Ravenclaw, wieso sollte es dich in Aktion bringen, wenn ich Hogsmead angreife?"

„Was, als hätte ich keine Freunde?"

„Potter, behalte deine Emotionen gefälligst selbst."

Xerosis lachte und musste nach der Stuhllehne greifen, um nicht auf dem Boden zu landen.

Voldemort höhnte: „Ich hab geschworen, deinen kleinen Freunden nichts zu tun."

Der Kopf von Xerosis fiel auf eine Seite. „Eigentlich, technisch gesehen, hast du nur versprochen, sie nicht zu töten."

Der dunkle Lord bedachte ihn mit einem merkwürdigen Blick. „Was soll das, Harry Potter erlaubt mir, seine Freunde zu foltern? Haben sie dich endlich verärgert mit ihrer Muggelliebe?"

„Tom, tu mir einen Gefallen und sei still", murrte Xerosis spöttisch grinsend. „Ich sage, dass du sie ein bischen foltern darfst, weil zwei von ihnen Schlammblüter sind und es Sinn macht, dass sie zum Ziel werden. Außerdem, würde das eine plausible Reaktion selbst von einem Ravenclaw zur Folge haben. Besonders die Sorte von Ravenclaw, die ich zu sein scheine, mit Freunden in drei verschiedenen Häusern und zwei verschiedenen Jahrgängen."

„Das ist beunruhigend Gryffindor von dir", stimmte Voldemort belustigt zu.

Für eine ganze Weile starrte Xerosis ihn einfach nur an, während Voldemort schadenfroh grinste. Endlich sagte der Teen: „Sie sind nur vierzehn und fünfzehn, also, versuche zumindest sie sacht zu behandeln. Gut, angenommen, so sacht wie es dir eben möglich ist.

Voldemort schnaubte. „Ich weiß nicht, wie deine Schlammblüter aussehen."

„Was, du bist kein Gedankenleser?"

„Potter, spiel nicht den Muggel, das ist unter deiner Würde."

Augenrollend beschwor Xerosis das Bild seiner Freunde. Als er jeden benannte, zoomte das Bild zu diesen. „Terry Boot, Ravenclaw, Schlammblut. Sein Mundanebruder ist beleidigend. Hermione Granger, Gryffindor, Schlammblut. Ihre Eltern sind Zahnärzte und obwohl sie immer in der Schule gehänselt wurde wegen ihres Verstandes, fällt es ihr schwer, das schlechte in den Menschen zu sehen, wobei sie durchaus versteht, dass das Böse existiert. Li Su, Ravenclaw, Halbblut. Ihre Mutter wurde während einer Mundane Revolte in China getötet, bevor sie und ihr Vater hierher gezogen sind. Neville Longbottom, Gryffindor, Reinblut. Er ist das andere Kind der Prophezeiung und ist tatsächlich überraschend gewillt mich in meinem Hass für die Mundanes zu unterstützen. Luna Lovegood, Ravenclaw, Reinblut. Ihr Vater ist Herausgeber des Quibbler und sie weiß, was ich bin. Lillian Moon, Slytherin, Reinblut. Du hast sie bereits kennengelernt."

„Hast du einem deiner Freunde von deinen Dementorenfähigkeiten erzählt?"

Xerosis lächelte ironsch. „Sie hat es irgendwie selbst herausgefunden." Als Voldemort ihm einen ungläubigen Blick schickte, zuckte der Teen die Schultern. „Du musst kennenlernen. Luna ist eine seltsame Gans, aber sie ist meine beste Freundin. Deshalb solltest du sie genauso absichtlich angreifen, wie Hermione und Terry. Ihr würde es nichts machen."

„Es macht irgendwie, auf eine seltsame Art und Weise Sinn, dass deine ´beste Freundin´ genauso verrückt ist wie du."

„Genauso viel Sinn, wie auf den Mann zu zählen, der versucht hat, dich umzubringen."

„…Potter, behalt deine Emotionen-"

„-für mich, ja, ich weiß." Xerosis winkte lässig in Richtung dunkler Lord.

Voldemort grollte. „Irgendjemand sonst, dem ich besondere Beachtung schenkten sollte?"

„Gut, ich bin technisch gesehen mit Lillian und Luna draußen… Neville anzugreifen ist gut für die Nachwelt, nehme ich an."

„Das andere Kind der Prophezeiung, natürlich." Voldemort nickte und überdachte das Bild einen Moment noch, dann schwang er seinen Stab um es zu zerstreuen. „So am 14. Januar?"

„Ja." Xerosis nickte um sein Einverständnis zu geben. „Versuche nur Todesser mitzubringen, die sich benehmen, bitte? Sicherlich nicht Bella."

Voldemort schnaubte. „Ich würde Bella nicht in die Nähe von Kindern lassen, bis ich gedenke dass einige von ihnen sterben. Um wie viel Uhr werden du und deine… Freunde in Hogsmead sein?"

„Wir gehen gewöhnlich gegen eins in die drei Besen zum Lunch, angenommen wir finden einen Tisch. Ob sich alle daran halten werden, obwohl sie nicht mit mir reden, da bin ich mir nicht sicher. Aber die werden definitiv im Dorf sein. Wir sind alles Viertklässler, also sollte niemand sich gezwungen fühlen, zurückzubleiben. Und wenn es so aussieht, als wenn es doch so wäre, finde ich einen Weg, sie dort hin zu bekommen.

„Ich plane, kurz vor eins anzugreifen. Pflück deine Schlammblüter, Longbottom und Lovegood aus der Menge, Crucio sie etwas und biete mir die Stirn?"

Nachdenklich nickte Xerosis. „Könnte vielleicht auch Li und Terry mitnehmen, da die zwei immer zusammenstecken. Ich kann wahrscheinlich Luna dazu kriegen, mich allein zu lassen um Terry und Li kurz vor eins zu finden, um es leichter zu machen. Da ich weiß, wie die meisten Leute auf deine Anwesenheit reagieren, werden sie wahrscheinlich alle fliehen. Das sollte mir einen Grund geben, um für die Rettung etwas verspätet zu kommen." Er zog eine Grimasse, sich schlecht fühlend, dafür dass er seinen Freunden Schaden zufügen würde, aber es musste getan werden. „Ich werde versuchen, sie alle auf einen Platz zu bekommen, um den Angriff leichter zu machen, aber ich mach keinen Versprechungen."

Voldemort zuckte die Schultern. „Ich kann den Todessern befehlen, sie zu mir zu bringen."

„Geh nur sicher, dass du nur Todesser mitnimmst, die eigenständig denken können", grummelte Xerosis.

Der dunkle Lord schickte ihm einen belustigten Blick.

„Vorausgesetzt, dass du welche hast", fügte der Teen hinzu, Voldemort ein blendendes Lächeln schickend.

Voldemort schnaubte. „Potter, geh zurück in die Schule."

Kichernd glitt Xerosis aus seinem Stuhl und in den nahestehen Schatten und dann zurück nach Hogwarts.

-0-

„Wir werden nicht mit ihnen essen", hisste Lillian, sobald Luna weg war. Sie kam Harrys Aufgabe nach, seinen anderen Ravenclawfreunden zu finden, mit dem Angebot, sie zum Essen einzuladen.

„Wir essen immer zusammen", meinte Harry leicht abwesend, da er gerade auf seine Taschenuhr sah, die seine Slytherinfreundin ihm letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt hatte.

„Ja, bevor sie alle gegenüber diesen Muggel beschützerisch wurden."

„Potter, wenn du mit deinen Schlammblütern essen willst, werden wir dich gerne allein lassen", ging Morag augenrollend dazwischen.

„Niemand sagt, dass wir mit denen essen müssen", stimmte Tracey zu.

Eine Grimasse ziehend, blickte Lillian Harry an. „Merlin, Harry! Was ist mit dir und dieser Uhr?"

Einen Finger auf seine Lippen pressend, lehnte sich Harry gegen eine nahestehende Wand. Er lies die Uhr in seinen Roben Tasche gleiten, als die Schreie begannen. „Mach dich bereit, zurück in die Schule zu rennen", meinte er. „Ich bezweifle, dass du hier hängenbleiben möchtest."

„Was geht hier vor?", forderte Lillian zu wissen, als die Leute, die ruhig bummelten, begannen in alle Richtungen zu davonzurennen.

„Hm? Oh, der dunkle Lord beehrt uns mit seiner Anwesenheit." Harry blendete die drei Mädchen mit einem abrupten Lächeln.

„Der dunkle Lor-?", begann Morag, bevor sie freie Sicht auf den blasshäutigen Mann, mit den verrückten roten Augen bekam. „Merlin!"

„Wieso ist er-?"

Voldemort begann zu lachen und Harrys übersensibele Ohren fingen Lunas und Hermiones Schreie auf. „Das ist mein Stichwort", sagte er, sich von der Wand abstoßend und seinen Phönix Stab hervorziehend. „Ich seh dich dann in der Schule."

„Du-", Lillian griff nach Harrys Arm, selbst als all ihre Freunde sich zurück in Richtung Schule wanden. „Hast du das mit ihm geplant, oder-"

Mit großen, entschlossenen Augen, lehnte sich Harry in Lillians Sichtfeld. „Ich seh dich dann im Schloss wieder, Lillian."

Laut ausatmend stolperte Lillian zurück. Einen letzten ungläubigen Blick auf ihn werfend, drehte sich um und floh, sich der Menge von andren Schülern anschließend, Richtung Schule.

Und dann, laut und schrill über die Menge hinweg, schrie Luna: "Harry!"

Harry schluckte den Schmerz, weil seine Freunde gefoltert wurden, hinunter, dann spannte er seine Schultern an und setzte einen besorgten Gesichtsausdruck auf. „Luna?", rief er zurück,

Voldemort lachte und die fliehenden Leute schrien in Angst und verdoppelten ihre Anstrengungen zu fliehen. „Oh, ihr dummen, dummen Kinder", grollte er. „Ruft nach eurem Erretter."

Nein!" Harry schrie, verdoppelte nun seinerseits seinen Bemühungen durch die Menge zu kommen. „Lass sie gehen, du Monster!" Aber wer war hier das Monster? Derjenige, der die Zauber sprach, oder der, der es ihm erlaubt hatte?

Tief in ihm schrie der kleine Junge nach seinen Freunden, die er dem Dunklen Lord gezeigt hatte. Die Freunde, die er dem Mann ausgeliefert hatte und zu foltern erlaubte.

In den nächsten paar Momenten, als Harry gegen die Masse ankämpfte und seine Freunde vereint schrien, verschwammen. Und dann, endlich, brach er durch und fand sich selbst hinter seinen drei Freunden stehend, während Voldemort seine Runde von Cruciatus Flüchen beendete. Harry wunderte sich flüchtig, wo Terry und Li waren, aber dann preschte er vor und gelangte zwischen seinen Freunde und dem dunklen Lord, bevor der dieser einen weiteren Zauber sprechen konnte.

„Lass sie gehn!", schrie er. „Ich bin hier, nun lass sie gehn!"

Voldemort lächelte grausam. „Tapferer kleiner Potter", murmelte er, „bereit alles für ein Schlammblut und einige Blutsverräter zu opfern. Wie tief der Name ´Potter´ doch gefallen ist."

„Gefallen?", forderte Harry, sich selbst in der Rolle des Gryffindors verlierend, den er vor langer Zeit beerdigt hatte. „Ich sage, er ist gewachsen. Erst, als du durch einen Neugeborenen besiegt wurdest und jetzt, da ich dir gegenüberstehe. Du bist eine Abscheulichkeit, Voldemort! Eine Abscheulichkeit aus all dieser Magie, mit deinem Hass auf alles, was du bist!"

Wut und Zorn tobten in roten Augen, gaben allen Anwesenden preis, dass Harry einen Nerv getroffen hatte. „Crucio!", schnarrte der dunkle Lord.

Harry biss sich vor Schmerz auf die Lippe, weigerte sich aber zu schreien. Weigerte sich, jedem, selbst Voldemort, diese Macht über ihn zu geben.

Grün und Rot duellierten sich, als der Schmerzensfluch beendet war. Und dann, wie auf ein stummes Signal hin, rollte sich Harry weg und griff nach seinem Stab im selben Augenblick, als der dunkle Lord einen Todesfluch, der danebenging, beschwor. Er verpasste Harrys hilflose Freunde, genauso wie es den grünäugigen Teenager verfehlte.

Einen Schild über jeden seiner Freunde sprechend, wich Harry rasch dem dunklen Fluch aus, den Voldemort auf ihn schoss. Adrenalin lies in Grinsen auf Harrys Lippen erscheinen, als er sich unter einem weiteren Fluch duckte und schließlich mit seinem eigenen Zauber zurückschoss. Er erinnerte sich nicht, so viel Spaß während eines Duells gehabt zu haben, seit…

...seit dem finalen Kampf, all diese Dekaden zurück.

Voldemort warf dunklen Fluch nach dunklem Fluch, normalerweise für Harry bestimmt, aber manchmal wand er sich einem von Harrys schaudernden Freunden zu. Und dann hörte der Teen gezwungenermaßen auf auszuweichen und eilte zu ihrer Rettung. Gelegentlich mit einem Angriffszauber, aber ansonsten kam er mit einem weiteren Schildzauber. Wenn er seine Freunde nicht beschützte, beschwor Harry die einfacheren Zauber, die er kannte. Er versuchte die zu verwenden, die sie in seinem fünften Jahr und darunter gelernt hatte, hoffend, dass ein Ravenclaw vielleicht sehr wohl nach härteren Zaubern gesucht hätte.

Und dann erschien ein neuer Mitspieler und Voldemort fand sich Angesichts zu Angesicht mit Albus Dumbledore, der in seinen leuchtend orangen Roben zu strahlen schien. Harrys Augen folgten dem Stab des alten Mannes für einen Moment mit hungrigem Blick, dann konzentrierte er sich, drehte sich um und rannte zu seinen Freunden zu rennen. „Hermione! Neville! Luna!"

Hermione und Neville waren aufeinander zu gekrochen und lehnten nun gegeneinander, still weinend. Neben ihnen auf die Seite krümmt lag Luna, die Harry ein gezwungenes Lächeln schenkte.

Es kostete Harry einen Augenblick um sich zwischen den Gryffindors und seiner Besten Freundin zu entscheiden, bevor er neben Lunas Seite kniete und sanft ihren Kopf in seinen Schoß legte. „Es tut mir leid", wisperte er.

Eine zittrige Hand mit einem Rettichring ergriff die seine. „Es war meine Entscheidung", erwiderte sie, bevor sie hustete.

Seinen Zauberstab schwingend, für einen nur allzu vergrauten Heilzauber, entspannte sich Harry als er nichts fand, außer dem erwarteten Schaden, wenn man dem Cruciatus ausgesetzt war. Wenigstens hatte es Voldemort bei Luna nicht übertrieben. „Kannst du dich bewegen?", fragte er, sanft eine Hand durch ihr Haar gleiten lassend.

Luna lächelte. „Nicht so, wie du", meinte sie.

Harrys Lippen kräuselte ein kleines Lächeln und er lehnte sich hinab um in ihr Ohr zu wispern: "Nach einer Weile, beginnst du eine Resistenz gegen den Cruciatus zu entwickeln."

Von Luna kam in halbes Keuchen, halbes Lachen und sie ließ Harry ihr auf die Füße helfen. Er führte sie, als sie zu Hermione und Neville wankten.

Nachdem der medizinische Scan nochmals beschworen war und er sich versichert hatte, dass es den Gryffindors gut ging, sackte Harry zusammen, sein Adrenalin hatte mit seiner Erleichterung nachgelassen. Er mochte vielleicht resistent gegen den Cruciatus sein, aber keiner sprach den Schmerzfluch so, wie Voldemort; es hatte viel von ihm abverlangt.

Hermione streckte sich vor und berührte einen der verbrannten Arme Harrys. Er zuckte leicht zusammen und sie biss sich auf ihre Unterlippe mit klappernden Zähnen. „Oh, Harry…", wisperte sie.

„Ich bin okay", versicherte Harry ihr.

Von Hermione kam ein seltsames Geräusch und sie fiel halb nach vorne gegen seine Brust, die zitternden Arme um seine Taille geschlungen. Sie erbebte von Schluchzern und dem Nacheffekt des Cruciatus. Harry hatte seine Arme sanft um ihren Rücken und ihre Schultern geschlossen. Er beruhigte sie sacht. Luna lehnte an ihm, die Augen geschlossen vor Erschöpfung. Neville traf Harrys blick für einen langen Moment, tiefer schmerz in seinen dunklen Augen. Und Harry streckte eine Hand für das Reinblut zum Ergreifen aus und drückte dessen Hand, als er es tat.

Mehrere Knallgeräusche vom Apparieren ließen sie Wissen, dass die Todesser und Voldemort verschwunden waren und kurz danach beschwor jemand – McGonagall, erkannte Harry trotz seiner Erschöpfung – eine große Trage für sie alle und ließ sie hoch ins Schloss schweben, während Dumbledore, Moody, Flitwick und Sprout zurück blieben. Sie halfen den Bewohnern des Dorfes und lenkten die Leute von den vier Schülern ab.

Er zwang sich solange wach zu bleiben bis er sicher war, dass Madam Pomfrey einen Vorrat an Tränken gegen den Cruciatus hatte, und nahm seine Portion. Dann erlaubte er es sich in einen wohltuenden Schlaf zu gleiten, selbst als er von seinen Freunden getrennt und in ein Bett transferiert wurde.

-0-

Du hättest getötet werden können!", hisste Lillian.

Müde rieb sich Harry die Stirn. „Ich tat, was ich tun musste."

„Aber den dunklen Lord bekämpfen? Du bist vierzehn."

„Er hat meine Freunde gefoltert! Wenn du das unter seinem Stab gewesen wärst, hättest du es bevorzugt, dass ich mich selbst rette?", schnappte Harry, bereits fertig mit dieser Unterhaltung. Lillian wusste, dass er irgendeinen Plan gehabt hatte als er Angriff, aber dass hielt sie nicht davon ab, ihn anzuschreien. Und er verstand, aber sie dachte doch nicht ernsthaft, dass er sich selbst in etwas eingemischt hätte, aus dem er nicht wieder hinauskommen konnte, oder?"

„Ich hatte erwartet, dass du die Slytherin-Nummer machen würdest, und deinen eigenen verdammten Arsch retten würdest! Du dummer, idiotischer-!" Ihre Schreie brachen durch ihre Schluchzer und sie bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen.

Harry seufzte. Manchmal, war Lillian so viel reifer als seine anderen Freunde, dass er völlig vergaß, das sie nur fünfzehn war. Er streckte seine Hand aus und berührte eine ihrer Wangen. „Es tut mir Leid, Lil", wisperte er und fand seine Arme augenblicklich vom Slytherinmädchen. Er umklammerte sie zärtlich, abwesend bemerkend, dass ihre Haare eine Durcheinander waren und an einem ihrer Ärmel ein Tintenklecks haftete. Er musste sie wirklich beunruhigt haben, dass sie ihre übliche Sorgfalt für ihre Erscheinung verloren hatte.

Schließlich, zog sich das Mädchen zurück. Sie zog einen Ärmel über ihre Augen um den Beweis, dass sie weinte zu verstecken. „Dummes Halbblut", murmelte sie.

Lächelnd zog Harry ein Taschentuch aus der Box neben seinem Bett. „Dummes Reinblut, vertraust mir nicht", erwiderte er still, als er sich vor lehnte, um die Tränen, die sie nicht erwischt hatte, wegzuwischen. „Ich bin nicht selbstmörderisch, Lil."

Sie schien leicht verärgert über ihn. „Du hast dich in eine Art rücksichtlosen Gryffindor verwandelt, als du gegen den Dunklen Lord gekämpft hast, als wenn du gedacht hättest, eine Chance gegen ihn zu haben."

Wissend lächelte Harry, selbst als Hermione, zwei Betten weiter, ihre Zunge nicht länger im Zaum halten konnte und schnappte. „Irgendjemand muss dieses Monster bekämpfen!"

Lillians Augen verdunkelten sich vor Ärger und sie lehnte sich um Harry herum, um zurückzugiften: „Das sagst du nur, weil du ein Schlammblut bist! Vielleicht hätten wir es besser, wenn-!"

„Lillian", sagte Harry mit ruhiger, stählerner Stimme.

Der Mund der Slytherin klappte zu und sie wand sich, mit vor Wut rotem Kopf, ab.

Siegreich, leuchteten Hermiones Augen und im Bett neben ihr seufzte Neville auf, bevor er anmerkte: „Hermione, lass es. Bitte?"

„Aber, Neville-!"

Neville runzelte die Stirn, dann blickte er zu Harry, der leise mit Lillian tuschelte. An seiner Seite, Luna, mit ihren großen unschuldigen Augen, die zu viel wussten. „Hermione, denk doch mal nach. V-Vol…" Er schluckte und schüttelte den Kopf. „Du-weist-schon-wer ist grausam und gefährlich. Er lässt keine Gegner am Leben, es sein denn, es nützt ihm in irgendeiner Weise etwas."

Hermione blinzelte. „So?"

„Wir sind immer noch am Leben", sagte der Junge, seine Augen wanderten wieder zu Luna. Er erschauderte, als ihre blassen Lippen ein Lächeln zierte.

Nochmals blinzelte Hermione, dann weiteten sich ihre Augen verstehend. „Wieso würde Voldemort uns am Leben lassen? Ich bin Muggelgeboren und du stammst aus einer Familie, die dafür bekannt ist, gegen ihn zu sein. Also, wieso sollte er-?"

Das Mädchen verstummte, als eine Stillebarriere über ihre kleine Ecke mit den Betten fiel, und die beiden Gryffindors wanden sich an Harry, der sie beobachtete. Den Zauberstab kreisend in einer Hand, während die andere sein Kinn hielt. Lillian saß neben ihm in einem Besucherstuhl, sie herausfordernd beobachtend.

Hilfreich meinte Luna: „Du dachtest, es sei Hermione, die schneller dahinter kommt."

„Hm. Hab ich", stimmte Harry zu, der abwesend in seine Krankenflügelrobe griff und einen Sickel hervorzog, den er Luna zuwarf. „Sorry, Neville."

Seinen Kopf schüttelnd, barg Neville seine Hand in den Nacken, als diese in Erinnerung an den Cruciatus zitterte. „Du willst, genau wie ER, dass die Muggel sterben", sagte er, Harrys Augen treffend, trotz seiner Angst.

Die Augen von Harry waren traurig, obwohl sein Gesicht ausdruckslos blieb. „Ja", stimmte er zu.

„Und Muggelgeborene?", forderte Hermione, eine Hand fest ihren Stab umklammert, zu wissen.

„Darin, stimmen Voldemort und ich nicht überein", erwiderte Harry gleichmütig, augenscheinlich nicht Lillians Zusammenzucken, bei der Erwähnung des Namens des Dunklen Lords, bemerkend. „Hermione, wenn du deinen Stab auf mich richtest, werde ich dich verfluchen", fügte er hinzu, als die Finger des Mädchens sich enger um das Weinrebenholz in ihrer Hand schlossen.

Die Schultern von Hermione entspannten sich, aber sie ließ ihren Stab leicht zur Seite geneigt, immer noch fest in einer Hand umklammert.

„Dann, hast du … du hast mit IHM gesprochen", kam Neville zum Entschluss. Er schluckte schwer. Er wünschte sich seinen eigenen Stab in seine Hand, aber der lag außer Reichweite, auf dem Tisch hinter ihm.

Für einen Moment überdachte Harry das, dann beugte er seinen Kopf. „Ja."

„Und dieser Angriff…?"

Kurz schlossen sich Harrys Augen in Reue. „Es tut mir leid", er schluckte. „Ich… wollte euch nie verletzen. Keinen von euch." Seine grünen Augen glitten über seine drei Freunde, während die Hand, die seinen Stab hielt, Lillians Hand berührte, sie so still mit einschloss. „Aber wir hatten nur wenige Möglichkeiten."

Hermiones Augen füllten sich mit Tränen. „Du hast ihn gebeten, uns zu foltern?"

„Nein."

„Was dann? Du hast deine Freunde bei einer Konversation erwähnt und dann dachtet ihr zwei das es Spaßig sein würde, uns zu eurer Belustigung zu foltern?"

„Glaub nicht, auch nur für einen Augenblick, dass es mir irgendein Vergnügen bereitet hat", spuckte Harry. Seine Augen glühten vor Wut, als sich die Temperatur im Raum rapide senkte. „Denke nicht, dass ich so herzlos-"

„Was erwartest du, das wir denken?", forderte Hermione. „Du jagst da draußen Muggel und überredest Voldemort dazu, Hogsmead anzugreifen und uns zu foltern-"

Du hast ja keine Ahnung, wozu Mundanes in der Lage sind!", schrie Harry. „Du kannst dir nicht mal Ansatzweise vorstellen, wozu diese… diese Monster im Stande sind!"

„Und du kannst es?"

„Er muss es sich nicht vorstellen", schritt Luna ein, die leicht vor Kälte zitterte. „Harry, es ist etwas kalt hier drinnen."

Scharf atmete Harry ein und schloss die Augen, rief seine Kraft zurück. „Tut mir leid", wisperte er, still einen Wärmezauber auf die Kleidung der anderen sprechend.

Luna lächelte ihn an und kuschelte sich in ihre Decke.

„Was meint Loony damit?", fragte Lillian, während die Gryffindors den Kommentar der jungen Hexe zu verarbeiten versuchten.

Harry schichte seiner besten Freundin einen gereizten Blick. Diese blinzelte ihn unschuldig an, bevor sie kommentierte: „Die haben das Recht es zu erfahren."

„Was zu erfahren?", fragte Hermione, ihre Decke enger um sich ziehend. „Was sagst du uns nicht, Harry?"

Harrys Augen flackerten zu Hermione und Neville, dann zu Lillian, mit einer wie vom Donner gerührten Gesichtsausdruck. Mit einem Seufzer lehnte er sich in sein Kissen. „Dies ist mein zweites Leben, eine zweite Chance. Echt. Das erste Mal bekämpfte ich Voldemort und gewann, wurde ein Auror, hatte eine Familie, alles. Es war…" Er lächelt matt, seine Augen dunkel Schmerz. „Als wir fast siebzig war, war der Mundane Premierminister, der neu in sein Amt gewählt worden war, die Sorte von Mann, die Magie hasste. Er schlug zu, erzählte dem Rest der Welt von uns, während einer weltweiten Übertragung.

Wir hatten keine Chance. Sobald die Mundanes über uns Bescheid wussten, taten sie alles um uns zu vernichten. Die griffen jeden an, den sie auch nur im Verdacht hatten, magisch zu sein, selbst die Kinder." Harry schloss seine Augen, um den Horror in den seiner Freunde nicht zu sehen. „Die haben uns wie Tiere gejagt, bis nur noch eine Hand von uns verblieb. Durch zerstörte Wälder rennend und ums Überleben kämpfend, selbst, wenn es nur eine weitere Stunde war."

„Du…", Neville stockte der Atem.

Harry lachte bitter auf. „Ich wurde mit einem Gewehr getötet", meinte er, Hermione anfunkelnd, die einzige, die die Bedeutung dieser Worte ganz verstand, „wie eine Art Spiel, das sie spielten. Als ich durch die Zwischenebene schritt, wurde mir die Wahl gegeben: leben, oder sterben und für meine Verbrechen in die Hölle gehen. Ich wählte das Leben, um die Welt zu ändern. Um die Mundanes zu töten, bevor sie uns töteten."

Hermione blickte weg. Weg von diesen bitteren Augen, die schon zu viel gesehen hatten. Sie blickte auf ihren Stab, erinnerte sich, wie froh sie war, dieser Welt beizutreten. Erinnerte sich, wie überwältigend es sich angefühlt hat, zu wissen, dass da eine andere Welt war, die sie erkunden konnte, mehr Sachen zu lernen, Wunder zu sehen.

„Auf der Party", murmelte Lillian, die drückende Stille brechend, „auf der du dich als Vampir verkleidet hast, sagtest du… Du sagtest, du seist neun…"

„Ich bin neunundachtzig, wenn man meine beiden Leben zusammenzählt", grummelte Harry. „Ich begann bei dem Moment, in dem mein Vater starb. Meine erste Erinnerung besteht darin, dass meine Mutter sich von mir verabschiedet." Er biss die Kiefer aufeinander. „Sie war mundane-geboren, genau wie du, Hermione. Genau wie Terry."

„Die Muggelgeborenen waren genauso sein Ziel, wie die Reinblüter", murmelte Neville, dem plötzlich schlecht wurde. Sein Freund hatte schon so viel mitgemacht und kämpfte trotzdem weiter.

´Ich wusste schon seit langer Zeit, dass das passieren würde´, hatte Harry vor all diesen Monaten in der Bibliothek gesagt, nachdem Hermione hinausgestürmt war.

„Wieso hast du dich mit uns im Zug wieder angefreundet?", wollte Neville wissen. Musste es wissen. „Wieso bist du nicht einfach an uns vorbeigegangen."

Den Kopf auf die Seite gelegt, überdachte Harry das einem Moment. „Wieso? Weil ihr meine Freunde seid. Weil, einst, als die Welt um mich herum auseinander fiel, ich fünf beste Freunde hatte, die an meiner Seite standen. Drei davon sitzen in diesem Raum. Und weil ich ein selbstsüchtiger alter Mann bin."

Hermione blickte auf den Jungen, dem sie den Rücken gekehrt hatte, weil er eine andere Welt sah, als sie. Weil er hinter die schützenden Wälle ihrer glücklichen Welt gesehen hatte und die Drohung dahinter erkannt hatte. Harry war nie etwas anderes als freundlich zu ihr gewesen und sie hatte ihn gehasst, weil er die Welt anders sah. Sie war nicht besser als Lillian und ihre Reinblutfreunde, die nur die Oberfläche sahen, sich nicht die Mühe machend, hinter die Fassade zu sehen. Sich nicht die Mühe machend, sich zu fragen, welche schrecklichen Dinge ihren Freund veranlassten ein Muggel-Hasser werden.

Sich selbst hassend, brach Hermione in Tränen aus.

Schock. Die anderen waren für einen Moment still und dann krabbelte Harry über sein Bett zu ihr hinüber und zog sie sanft in eine Umarmung. „Schusch, Hermione. Es ist in Ordnung…"

„E-Es t-tut m-mir so l-leid", schluchzte Hermione, ihr Gesicht in den steifen Krankenflügel Roben verbergend.

„Ich weiß", wisperte Harry, der auf ihr buschiges Haar einen Kuss drückte. „Ich habe dir bereits vergeben." Er lächelte. „Ich konnte dich wohl schlecht dafür Tadeln, du selbst zu sein, oder?"

Hermione hielt ihn nur noch fester, sich selbst schwörend immer an Harrys Seite zu stehen, egal was komme. Weil er ihr Freund war und er trotz ihrer Fehler zu ihr stand. Weil er niemals aufgehört hat, ihr Freund zu sein, egal wie sehr sie ihn verletzte. Sie konnte ihm das nie wieder vergelten, aber zumindest konnte sie es versuchen.

-0-

Der Angriff auf Hogsmead hatte zur Folge, dass Harry sich im Zentrum der Aufmerksamkeit von jedem befand. In seinen Klassen und auf den Gängen fand er die Leute hoffnungsvoll auf ihn starrend, die erwarteten, dass er sie rettete. Innerlich verhöhnte er sie, weil sie so kläglich waren, aber äußerlich lächelte er sie unsicher an und versteckte sich wann immer er konnte, hinter seinen Freunden.

Er fand ebenso, dass, nachdem er seinen Freunden die Wahrheit erzählt hatte Neville, Hermione und Lillian ihm noch näher waren, als jemals zuvor. Die drei waren zu einer stummen Übereinkunft gekommen, dass sie ihre Streitigkeiten hinter sich lassen würden. Sie waren zu dem Standpunkt gekommen, alle Schüler die Harry auf den Gängen mobbten oder in der Klasse unangenehme Fragen stellten, von ihm fern zu halten.

Die andere gute Sache, die nach der Hogsmeadattacke geschehen war, war das Sirius darauf bestand, dass es Harry erlaubt war, während des Sommers im Ordenshauptquartier zu bleiben. Währenddessen wurden die Sicherheitsschilde um sein und Sirius Cottage von einem hochbezahlten Kobold Team auf den neuesten Stand gebracht werden. Die neuen Schilde würden jeden, den Sirius oder Harry nicht offiziell eingeladen hatten, den Zutritt verweigern. Das bedeutet aber auch, kein weiteres stalken von Barty, aber Harry kam damit klar. (Er würde stattdessen einfach seinen Lieblingstodesser auf Malfoy Manor stalken.)

Aber als der Sommer erst mal begonnen hätte, würde Harry endlich in der Lage sein, Snape auf den Ordenstreffen zu beobachten und er konnte entscheiden, wo dieser stand. Harry würde ihn vielleicht etwas mehr manipulieren müssen, aber das würde nicht allzu schwer sein. Tatsächlich würde das vielleicht sogar Spaß machen.

Als das Ende des Jahres endlich näher rückte, endete das Trimagische Tournier. Krum war der Erste, der den Pokal erreichte, mit siegreichem Gesichtsausdruck. Cedric erreichte den zweiten Platz, womit Hogwarts zweiter wurde wodurch Beauxbatons Letzter wurde, sehr zu deren Missfallen.

Endlich bestiegen die Schüler den Zug, lachend und kichernd über ihre Sommerferienpläne.

Harry, Hermione, Neville und Luna saßen in ihrem üblichen Abteil, Luna auf dem Boden zu Harrys Füßen sitzend. Hermione fragte neugierig, ob diese Position gemütlich war, als die Türe geöffnet wurde und eine nervöse Li und einen nervöser Terry sichtbar wurden.

„Dürfen wir… uns euch anschließen?", fragte Terry.

„Ihr dürft", stimmte Harry zu, „wenn ihr wollt."

Terry begegnete seinem unausweichlichen Blick und nickte. „Ja."

Sie rutschten alle etwas zusammen für die Neuankömmlinge. Die Konversation begann wieder und Luna fragte Hermione höflich: „Würdest du es denn gerne ausprobieren? Ich finde es sehr beruhigend."

Für einen Moment überdachte Hermione dies, dann schüttelte sie den Kopf. „Ich bin nicht so klein wie du, Luna."

„Machs dir selbst gemütlich", erwiderte Luna, die sich an Harrys Beine zurücklehnte und lächelte, als eine Hand sanft durch ihr Haar strich.

Sie waren schon gute zwei Stunden unterwegs, als sich Terry räusperte und Harry von seinem Quibbler aufblickte. „Ich…", Terry schüttelte seinen Kopf. „Äh, uhm, ein schwules Pärchen ist nach Weihnachten in unsere Straße gezogen. Mein Bruder… nun, er war… schwierig."

Harry's Augen verengten sich. „Er hat sie angegriffen?"

„Verbal", stimmte Terry still zu. „Einer der beiden ist ziemlich groß, sagt Mum, sodass er sie nicht geschlagen hat. Aber er war sehr grob. Mutter hat versucht ihn aufzuhalten und als er nicht aufhörte, hat sie ihn aus dem Haus geworfen." Er ließ eine Hand in seine Tasche gleiten und zog ein Papier hervor, das er an Harry aushändigte.

Über die Aussage, erhob Harry eine Augenbraue. „Eine Adresse?"

Terry leckte sich mit der Zunge über die Lippen. „Die Meines Bruders. Ich…"

Wissend lächelte Harry. „Es ist was anderes, wenn es andere Leute trifft, die angegriffen werden."

Terry blickte weg, was so gut wie eine Zustimmung war.

Sich vor lehnend, kräuselte ein scharfes Lächeln Harrys Lippen. „Terry, wenn ich deinen Bruder besuche, wirst du ihn nie wieder sehen."

Einen tiefen Atemzug nehmend, blickte Terry Harry ängstlich aber entschlossen, an. „Gut", wisperte er.

Sanft streckte Harry sich und tätschelte Terrys Wange. Dann setzte er sich zurück und ließ das Papier in seine Tasche gleiten. „Solange du das verstehst", meinte er, während er sich wieder seinem Magazin widmete.

Es herrschte einen langen Augenblick Stille und dann sagte Hermione: „Nur… stell sicher, dass er etwas leidet."

Grüne Augen lächelten sie über den Quibbler hinweg, an. „Mach dir keine Sorgen, Hermione, er bekommt, was er verdient."

Es schüttelte Terry zwar etwas, aber an seinen Lippen zog ein kleines Lächeln.

Harry schmunzelte seine Lektüre an. Zu Beginn des Jahres hatte er nicht gedacht, dass ihm auch nur ein Freund bleiben würde. Und hier saß er nun, mit denselben Leuten, wie zu Beginn des Jahres. Vielleicht war die Atmosphäre etwas gespannter, aber sie waren immer noch hier.

Trotz allem hatte Harry nichts verloren.

-0-0-0-0-0-

-0-0-0-0-0-