Title: Xerosis
Author: Batsutousai
Beta: Shara Lunison & magickmaker17
Übersetzer: LadyShigeko
Beta: Der Nörgler
Rating: T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny)
Warnings: SLASH, AU, character death, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harry's world ends at the hands of those he'd once fought to save. An adult-Harry goes back to his younger self fic. Super!Harry

Disclaim Her: I apologise in advance for any misstatements made about the British government during this time-period, but politics and I very much do not get on, so much of what I found went right over my head. I did my best. Please feel free to rant at me if it makes you feel better. (Also do keep in mind that I'm American, so the British system is, at times, inconceivable to me.)

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Rage Like Fire

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Harry summte vor sich hin, während er sich mit einem Buch in einem der Sessel der Bibliothek zusammenrollte. Falls Sirius jemals herausfinden würde, was er da laß, würde Harry alles abstreiten. Aber da sein Pate gerade dabei, die Schilde über ihrem Cottage überprüfen, hatte er nichts zu fürchten. Außerdem würde der Zauber, den er über den Raum gelegt hatte, ihn jederzeit vorwarnen, sollte jemand die Absicht haben, den Raum betrat. Nicht, dass Harry jemanden erwarten würde. Die meisten vermieden es, das Haus zu betreten, es sei denn, ein Treffen war geplant oder jemand sollte auf den Teen aufpassen. In diesem Fall vermieden sie die Bibliothek, es sei denn sie brauchten ihn dringend.

Wie Harry fast schon erwartet hatte, hatte sein Pate das Haus seiner Mutter dem Orden angeboten. Dumbledore hatte schnell den Fidelius darüber gesprochen, da er nicht wollte, dass Voldemort das Haus fand, besonders nachdem beschlossen war, dass Harry den Großteil seiner Sommerferien dort verbringen sollte. Verständlicherweise mied Sirius das Gebäude so gut wie es ging, so das Dumbledore einen Plan aufgestellt hatte, in dem festgehalten wurde, wann wer bei Harry blieb, solange sich dieser im Haus aufhielt. Obwohl der Teen heranwuchs, war der Schulleiter nicht gewillt, ihn ohne Aufsicht zu lassen, egal wie sehr Sirius darauf bestand, dass Harry keinen Babysitter brauchte.

Molly Weasley war außer sich gewesen, als sie herausfand, dass Harry allein im Grimmauld Platz bleiben würde. Sie startete vier Versuche mit verschiedenen Ideen, ihn zu ihnen in den Fuchsbau zu blocken oder den Jungen Gesellschaft zu leisten indem sie zu ihm zogen. Dankenswerter Weise hatte Dumbledore sich standhaft geweigert, jegliche Erwähnung davon zu hören, dass Harry wo anders wohnten sollte, als im Hauptquartier oder Sirius Cottage. Seinerseits war Harry derjenige gewesen, der sich geweigert hatte, dass irgendjemand den ganzen Tag bei ihm blieb. Er zitierte, dass er seine Arbeit alleine und in Frieden erledigen wollte und ebenso mit seinen extra Lektüren vorankommen wollte. Sirius hatte ihn unterstützt, da er sehr gut wusste, wie sehr Harry seine Zeit während des Sommers alleine genoss. (Nicht dass Harry die Weasleys nicht mochte, aber er hatte wirklich kein Interesse daran, während des ganzen Sommers, mit Ginnys Verliebtheit ihm gegenüber oder Rons Eifersucht konfrontiert zu werden.)

Molly und ihre vier Jüngsten waren oft in seiner Nähe, da die mütterliche Frau unerbitterlich darin war, mehr Zeit mit dem Ravenclawteen zu verbringen. Dumbledore schien die Idee zu gefallen, dass er sich mit den Weasleys anfreundete. Seine enge Freundschaft mit Lillian und ihren ´dunklen´ Freunden, hatte Dumbledore beunruhigt, da er es nicht geschafft hatte, die Slytherins auf seine Seite zu ziehen.

Voldemort hingegen hatte jetzt begonnen, wöchentlich Angriffe auf Mundane Einkaufszentren zu starten. Er wanderte wahllos von Stadt zu Stadt, um den Orden weiterhin nur raten zu lassen, wo sein nächstes Ziel sein würde. Xerosis erschien fast immer an seiner Seite. Wobei er so oft wie nur möglich UTZ-Level Zauber benutzte oder darüber, um die Leute weiterhin Vermutungen über seinen wahre Identität anstellen zu lassen. Er und Voldemort stellten ebenso sicher, dass die Angriffe immer zur Lunch- oder Abendessen stattfanden, wenn sicher war, dass jemand Harry Potter in der Küche gesehen haben konnte. Nur für den Fall, dass irgendein hirnloses Ordensmitglied schließlich doch Harrys Ähnlichkeit mit seinem anderen Selbst bemerken würde.

Zumindest größtenteils wurde Snape über den bevorstehenden Attacken informiert, zum Vergnügen des Dunklen Lords, offensichtlich hin und hergerissen. Snape wurde angewiesen, nichts über die bevorstehenden Angriffe zu sagen, oder den anderen Fehlinformationen zu geben. Ab und zu, wurde ihm erlaubt den Orden vorzuwarnen, um sie davon abzuhalten, misstrauisch zu werden. Soweit Harry es, vom hineinschleichen in die Ordenstreffen beurteilen konnte, benahm sich der Spion ganz gut. Aber gelegentlich versammelten sich Dumbledore Streitkräfte zu schnell um sich einem Angriff entgegenzustellen, als das er nicht vorgewarnt worden wäre, was bedeutete, dass Snaps doch einige Informationen direkt an den Schulleiter weitergab. Harry hatte keine Möglichkeit das zu checken, besonders nicht, nachdem ihn Fawkes das letzte Mal beobachtet hatte, als er in das Büro des Schulleiters durch die Schatten gelangt war um Snape und Dumbledores Gespräch zuzuhören. Ohne eindeutige Beweise von Snapes Vergehen, waren er und Voldemort unschlüssig ob sie ihn nun töten sollten oder nicht. Besonders da er nützlich darin war, ihnen Informationen über den Orden zu geben und diesem die Hälfte der Zeit in die Irre zu führen.

Lucius zu Folge, der es von besorgten Fudge hatte, war der Mundane Premierminister am Rande des Nervenzusammenbruchs, wegen der Angriffe auf seine Leute und der Unfähigkeit der magischen Regierung's irgendetwas dagegen zu unternehmen. Auch die Mundane selbst flippten aus und das Ministerium konnte nicht jeden oblivieren, der einen Angriff gesehen hatte. Was wiederum zur Folge hatte, dass alle Arten von abenteuerlichen Berichten darüber zu kursieren begannen, wozu diese Angriffe eigentlich waren.

Die meiste Zeit genossen Harry und Voldemort die Frucht, die sie in den Mundaneherzen verbreiteten, doch blieben sie vorsichtig wegen irgendwelchen möglichen Zurückschlägen. Sie lasen oft eine Mundanezeitung auf oder standen vor einem Fernseher und zappten durch die Nachrichten um eine Auge auf die Sache zu behalten. Ebenso halfen Lucius Berichte, über den Premierminister und sein Kabinett, die keinerlei Gedanken hegten, das Feuer zu erwidern. Noch. (Harry und Voldemort, die ruhig dem politischen Streit folgten, der bereits im Land umherging, stimmten im Stillen überein, dass der Premierminister einfach zu beschäftigt war, in seiner eigenen Partei zu kämpfen, und sich zu sehr um den Tod seiner eigenen Leute zu kümmern. Nachdem er erst einmal um die wichtigen Probleme hinter den Kulissen gekümmert hatte, würde er wahrscheinlich seine volle Aufmerksamkeit auf den mundane-magisch Krieg lenken, der sich am Horizont zusammenbraute.)

Harry blickte auf, als sein Alarm für die Eingangshalle losging und vertauschte sorgfältig das dunkle Buch, das er gerade las, mit einem Buch über Verwandlung für die sechste Klasse, das er in Regulus altem Raum gefunden hatte. Augenblicke später steckte die jüngste der Weasleys ihren Kopf herein, ihre Wangen glühend vor Hitze. „Mum schickte mich um dir zu sagen, dass das Essen fertig ist, Harry", sagte sie keuchend.

Seufzend nickte Harry, sie hinauswinkend. Jedes Mal, wenn er sich mit Ginny abgeben musste, versuchte er herauszufinden, wieso er diese Frau geheiratet hatte, aber alles was er sah, war ein junges Mädchen, mitten in ihrer Heldenverehrung. Er musste sich selbst daran erinnern, dass diese Ginny niemals in Berührung mit einem Horcrux gekommen war, ein behütetes Leben gelebt hatte. Selbst jetzt war sie beschützt vor dem Krieg, der sich in den Straßen außerhalb ihrer Wohnung zusammenbraute.

Ron war ein genauso großes Problem. Da wo er einst einen Bruder und einen Aurorenpartner gesehen hatte, sah Harry einen eifersüchtigen Jungen, der über Harrys Geld jammerte oder seine Berühmtheit oder wieso er im Hauptquartier leben durfte und alles über die Pläne des Ordens herausfinden durfte, etc. In den vier Wochen, seit denen die Schule nun schon geendet hatte, hätte Harry ihn schon beinahe drei Mal verflucht. Und er sah den Jungen so gut wie nie, ausgenommen gelegentlich bei den Malzeiten. Die schlicht und ergreifende Wahrheit war, dass Ron die Bibliothek vermied, als wäre sie eine verfluchte Gruft, was sie für Harry zum perfekten Raum machte, um sich zu verstecken.

Die Zwillinge andererseits… Harry lächelte in sich hinein, als er Ron ärgerlich aus der Halle schreien hörte, ein sicheres Zeichen dafür, dass Fred und George ihm wieder einen Streich gespielt hatten.

Da sie nun siebzehn waren, machte es ihnen ein diebisches Vergnügen alle Arten von Fallen an ihrem jüngeren Bruder auszuprobieren oder geradewegs neben ihren Geschwistern oder ihrer Mutter zu apparieren. In der ersten Woche hatte sie einige Male versucht Harry zu fangen, aber seine Vampirsinne hatten ihm vor ihren Tricks gewarnt. Und wenn sie es nicht taten, tat es sein Wissen über sie oder seine Fähigkeit alles stumm und Zauberstablos nach ungewöhnlichen Tränken oder Magie zu kontrollieren und ihn vorzuwarnen. Er benutzte ebenso einen kleinen unbekannten persönlichen Schild, der verhindern konnte, dass sie innerhalb von zwei Metern in seiner Nähe apparieren konnte, was sie davon abhielt, ihn so wie den Rest ihrer Familie zu überraschen.

Sie waren total geschockt, dass sie ihn nicht fangen konnten, aber das war nur eine weitere Herausforderung für sie. Sie warfen gelegentlich einiges auf ihn, nur um zu sehen was passieren würde, aber er wich immer aus, sogar ohne es versucht zu haben. Sie hatten sich für fast eine Woche sehr gut benommen, nun, nahm Harry an, würden sie bald wieder etwas versuchen.

„Oh, gut." Molly lächelte liebevoll als Harry die Küche betrat. „Ich hoffe du bist hungrig, mein Lieber."

„Wir wissen, dass wir es sind!", kam es von den Zwillingen im Chor, die ihre Arme um Harrys Schultern legten.

„Hm", erwiderte Harry, sich unter dem stummen Kicherzauber, den sie auf ihn sprachen, hinwegduckte. Als sie nun hilflos zu kichern begannen, nahm er am Tisch Platz und schickte Molly ein Lächeln. „Das sieht wunderbar aus, Mrs. Weasley."

„Schön, hau rein!", erwiderte Molly strahlend.

Schließlich gelang es den Zwillingen sich wieder einzukriegen und sie ließen sich zu beiden Seiten Harrys nieder, wobei sie identische Grinsen auf ihren Gesichtern trugen, als sie sich selbst und Harry bedienten. Harry sprach seinen Zauber, bevor er zu essen begann, abwesend sich gedanklich vermerkend, den Broccoli nicht zu essen.

Als er schließlich aufstand, wobei er jeden Versuch eines Gespräches vermied, runzelten die Zwillinge die Stirn, als sie auf seinen Teller sahen, auf dem nur noch der Broccoli war. „Du hast dein Gemüse nicht gegessen", kommentierte Fred, seinen Augen glitzerten glücklich.

„Topf, Kessel", erwiderte Harry, der zum Kühlschrank hinüberging und einige Karotten aus dem Frischhaltefach herausnahm. „Fühl mich heute nicht nach Broccoli. Tut mir Leid, Mrs. Weasley."

Mrs. Weasley lächelte ihn erwidernd an. „Mach dir keinen Sorgen, mein Lieber." Sie wand sich an ihre Söhne. „Er hat recht, wisst ihr. Esst euren Broccoli."

Resignierte Blicke austauschend, griffen Fred und George nach dem Grünzeug auf Harrys Teller. Sie ließen simultane Quietscher von sich, bevor sie sich in rothaarige Mäuse verwandelten.

Die verbliebenen Weasleys waren für einen Moment geschockt, dann begannen alle zu lachen. Harry selbst kicherte in sich hinein und glitt aus dem Raum. Die Zwillinge waren sicher gegangen, dass sich der Rest der Familien bedient hatte, bevor sie Harry und sich selbst bedienten. So kam es, dass ihr Broccoli zauberspruchfrei war.

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„Jim Boot?", fragte Harry, der in der Tür der Wohnung von Terrys Bruder stand.

Der andere Teen, der nun an der Türe stand, runzelte die Stirn. „Ja? Wer sind Sie?"

Harry lächelte ein kaltes Lächeln, das sich nur verbreiterte, als der andere Junge überrascht einige Schritte zurückwich. „Ich bin ein Freund deines Bruders", gab er preis, während er in die Wohnung schritt und die Tür langsam hinter ihnen schloss.

„Du bist nur ein weiterer Freak!", schnappte Jim, sich aufbäumend und versuchend, nicht verängstigt zu wirken.

Darüber musste Harry kichern. „Ja, das bin ich", stimmte er zu. „Wie der Zufall es so will, bin ich ein Freak der Leute ohne Magie hasst. Besonders Leute ohne Magie, die diejenigen verletzen die Magie besitzen." Seine Augen verengten sich, als die Raumtemperatur um dreißig Grad sank. „Du hast Vergnügen daran, deinen Bruder zu schlagen."

„Freaks sollten geschlagen werden!", spuckte Jim, seine Augen flackerten umher um einen Weg zu entkommen zu finden, seine Überheblichkeit weiterhin behandelten. „Terry war ein guter Junge, bevor eure Sippe ihn sich gekrallt gekrallt hat!"

„Terry ist immer noch ein guter Junge", erwiderte Harry kalt, der sich sorglos gegen die geschlossene Tür lehnte. „Jegliche Veränderung in seiner Persönlichkeit ist auf deinen Schandtaten zurückzuführen."

Jims schweifender Blick glitt auf den Jungen vor ihm herab. Ein überlegenes Grinsen verzog seine Lippen, selbst als er wegen der Kälte der Luft um ihn herum zitterte. „Du bist im selben Alter wie mein Bruder, nicht? Terry erzählte mir, dass ihr Freaks keine Magie benutzen könnt, bis ihr alt genug seid."

Darüber musste Harry lächeln. „Das Ministerium für Magie platziert Schilde um die Häuser von Mundanegeborenen, um sie davon abzuhalten Magie zu benutzen, aber du lebst hier, alleine, so wird keine Magie, die ich hier wirkt, als meine erkannt werden." Sein Lächeln wurde breiter, als Jims Augen sich vor Entsetzen weiteten. „Das stimmt, Jimmy-boy, niemand wird mich davon abhalten, dir das Herz herauszureißen."

„Du bist nur ein Kind!", versuchte Jim, als er immer weiter zurück stolperte.

„Das bin ich", stimmte Harry zu. „Aber trotzdem habe ich bereits einige hunderte Mundanes getötet. Was sollte mich davon abhalten, dich zu töten?"

„Terry!", beharrte Jim. „Terry würde dich mich nicht töten lassen!"

Lachend beschwor Harry eine Stillebarriere um die Wohnung, als er auf den Teen zuschritt. „Terry war derjenige, der mir deine Adresse gab", erwiderte er, bevor er seinen Stab erhob und „Crucio", hisste.

Von Jim kam ein langgezogener Schrei, als er sich auf den Boden wand, vor Schmerz zuckend.

Nach einigen Minuten beendete Harry den Zauber und kniete vor dem Mundane nieder. „Willst du ein Geheimnis wissen, Jimmy?" Er lächelte. „Soweit die magische Welt annimmt, bin ich Pro-Mundane. Sie erwarten von mir, dass ich eure bedauernswerte Spezies rette."

Jim ließ ein schwaches Wimmern von sich kämpften versuchte er sich von dem jungen Teen neben sich zu entfernen.

Kichernd richtete Harry seinen Stab auf Jims Schritt. „Execo. Nur um sicherzugehen, dass du deine magie-hassenden Gene nicht weitergeben kannst", gab er preis, als Blut an der Stelle hervorquoll und von Jim ein schmerzerfüllter Schrei kam. Harry kam wieder auf seine Füße und wirbelte seinen Stab etwas herum. „Hm. Gut, ihn nehme an, ich habe einige Möglichkeiten. Ich könnte dich noch etwas aufschneiden. Was Spaß machen würde! Aber nicht mal annähernd befriedigend. Ich könnte dich noch etwas mit dem Crucio foltern… auch spaßig. Vielleicht etwas von beiden? Crucio", beschwor Harry, dann verwendete er den Schneidefluch.

Als Harry schließlich den Fluch beendete, war nicht mehr viel von Jim Boot übrig, abgesehen von dem langsam sterbenden Körper. Harry lehnte sich über ihn, wobei er vorsichtig das sich verbreitende Blut vermied und lächelte über die Reste seines Ofers. „Weist du, was das Beste an meiner Gabe ist?", fragte er rhetorisch. „Sie benötigt dich nicht bei geistiger Gesundheit, damit sie wirkt." Dann öffnete er seinen Mund und saugte Jims Seele ein.

Wie er gehofft hatte, wusste Jim von einigen weiteren anti-magischen Mundanes. Harry würde sie bald besuchen müssen.

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„Barty, gibt es einen Grund, warum du ständig über deine Schulter blickst?", fragte Rabastan trocken, während Barty gerade genau das tat.

Schwach zuckte Barty zusammen und wand sich wieder dem Schachspiel, das er am Verlieren war, zu. „Ich kann mir nicht helfen", wisperte er. „Ich schwöre dir, dass mich jemand beobachtet."

„… die Zeit unter der Fuchtel deines Vaters hat dich leicht verrückt werden lassen", entschied Rabastan. „Da ist niemand."

Barty zuckte abermals zusammen und blickte über seine Schulter, von wo er hätte schwören können, ein leises Kichern gehört zu haben. Da war ein Schatten unter dem Tisch, der gerade genug Platz für ein Kind von der Größe ihres jungen dunklen Lords. „Du sagst das nur, weil du ihn nicht sehen kannst", beharrte er. „Aber er ist da. Ich schwöre, er ist da."

Seufzend stand Rabastan auf. „Wo glaubst du, befindet sich diese mysteriöse Person?"

Barty deutete auf den Tisch, nur um zu spüren, wie die Augen, die ihn beobachteten, verschwanden. „Er ist verschwunden", offenbarte er, als Rabastan begann es zu überprüfen.

Ein etwas älterer Todesser warf ihm einen empörten Blick vom nächsten Tisch herüber. „Barty, da war nie jemand!"

Matt wimmerte Barty, als er die Augen wider auf sich spürte und sich langsam umwand, um in einen nahen Schatten zu blicken. Leuchtende grüne Augen glommen ihm für einen Augenblick entgegen, bevor sie wieder verschwanden. Der Mann Erschauderte abermals und krümmte sich in seinem Stuhl zusammen. „Was immer ich auch getan habe, es tut mir leid!", Beschwerde der sich in den Raum hinein, als Rabastan sich wieder ihm gegenüber hinsetzte.

„Barty…", seufzte Rabastan kopfschüttelnd.

„Oh, Crouch! Hör auf verrückt zu spielen!", beschwerte sich ein anderer Todesser hinter seinem Tagespropheten hervor.

Schwache Küsse pressten sich gegen Bartys Wange und er wimmerte wieder. „Armer Barty", wisperte die Stimme des jungen dunklen Lords in sein Ohr. „Geängstigt von einem Schatten."

Bitte, mein Lord?", versuchte es Barty.

„Barty, du bist dran. Hör auf mit deinem imaginären Freund zu reden", rief Rabastan.

„Er ist nicht imaginär", beharrte Barty.

Ein lautes Räuspern von der Tür her und alle Todesser sprangen augenblicklich auf und verbeugten sich vor ihren dunklen Lord. „Xerosis, hör auf Barty zu stalken."

Der augenscheinliche Vampir beendete seinen Unsichtbarkeitszauber und erschien genau hinter Bartys Stuhl, was Rabastan vor Schock aufspringen ließ. „Aber es ist so spaßig."

„Du verspätest dich für unser Meeting", fügte Voldemort an, bevor er den Raum verließ.

„Ist es schon so spät?", fragte Xerosis und blickte auf die Uhr. „Hmm. Oops." Er lehnte sich vor und küsste Barty abermals auf die Wange, als die Todesser sich wieder hinsetzten. „Ich seh dich später, Barty."

„Mein Lord, bitte?", versuchte es Barty abermals.

Kichernd hüpfte Harry aus dem Raum, all die anderen Todesser ungläubig hinter ihm her starren lassend, während Barty wimmerte und sein Gesicht mit seinen Händen verbarg.

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Harry saß im Sitzungsraum entspannt mit den Zwillingen und einem purpurnen Ron, als plötzlich das ganze Haus erschütterte. Einige Autoalarmanlagen gingen los und alle vier Teenager rannten zu den schmutzigen Fenstern, um in die Straße hinabzublicken.

In der Ferne wuchs eine große Rauchwolke, wie eine Parodie eines Ballons. Unten auf der Straße begann jemand zu weinen.

Plötzlich riss Harry das Fenster auf, wobei er Ron erschreckte, der neben ihm stand. Er spannte sich an, um auch die kleinsten Geräusche eines Fernsehers oder Radios aufzufangen, aber da war nichts. Er stieß einige chinesische Flüche aus, dann drehte er sich und rannte hinunter in die Küche, hoffend, dass das der drahtlose Zaubererfunk sich als nützlich erweisen würde. Hinter ihm tauschten die drei Weasleys geschockte Blicke aus, dann rannten sie hinter ihm her.

„Was war denn das für ein Knall?", fragte Mrs. Weasley Harry, als er in den Raum schlitterte. Aber der sprach nicht, er zappte nur durch die Kanäle und spielte mit der Senderwahl um zu sehen, ob er etwas empfangen konnte. Irgendetwas.

Da. `… es treffen gerade Berichte ein, dass es im Süden des Regent's Park eine massive Explosion gegeben hat. Zurzeit liegen noch keine konkreten Meldungen vor, wieviel Todesopfer es gegeben hat, aber diese Gegend ist dafür bekannt, dass einige magische Familien dort wohnen…`

Harry biss die Zähne zusammen. Regent's Park war ebenso Mundanegebiet, wie es magisches war. Magische Familien mit einem Haufen Geld und einigem Wissen der Mundanewelt, die sich die Häuser hier kauften, um ihren Wohlstand und ihre Verbundenheit mit den Mundane zum Ausdruck zu bringen. Tonks Eltern – Andromeda, ´nenn mich Andy´ und Ted – lebten dort, ebenso Anthony Goldstein und seine Mutter. Für heute hatten er und Voldemort keine Pläne für einen Angriff. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Angriff von magischer Seite war, war genauso groß, wie die, dass er von mundaner Seite war.

Der Kamin in der Küche färbte sich grün, als sich die Nachricht wiederholte, dass weiterhin nichts bekannt war. Alle wanden sich ab, um Dumbledore zu sehen, der seinen Umhang abklopfte. Er schenkte ihnen ein gezwungenes Lächeln und bat: „Ich denke, es ist das Beste, wenn die Kinder für einen Moment wo anders hin gehen, Molly."

Als der Kamin sich abermals färbte, nickte Molly. Sie ließ einige weitere Ordensmitglieder eintreten und wandte sich an die fünf Kinder – Ginny war bereits in der Küche gewesen, als alle Jungs hineingerannt kamen. „Raus mit euch!"

Sich auf die Lippe beißend, wand sich Ginny gehorsam der Tür zu. Ron folgte ihr mit einem verärgerten Blick, während die Zwillingen einem Moment stille Kommunikation betrieben. „Wir wollen wissen-", begannen sie.

„Hoch!", befahl Molly und die Zwillinge gingen schmollend die Treppe hinauf. Sie wandte sich lächelnd an Harry, annehmend, dass er so wie immer ohne Kampf gehen würde, aber dieses Mal, waren seine Augen hart. „Harry, Lieber-"

„Ich werde nicht gehen", sagte Harry ruhig, abwesend bemerkend, dass die vier Gryffindors auf der Treppe inne gehalten hatten.

„Nun, Harry, das ist nun wirklich kein Treffen-", versuchte Molly.

„Einer meiner Freunde lebt in der Nähe des Regent's Park", unterbrach Harry. „Und Cousine Andy! Ihr könnt nicht einfach von mir erwarten, dass ich ohne ein Wort hoch gehe! Voldemort hat bereits meine Freunde diese Jahr angegriffen-"

„Dieser Angriff kam nicht von Voldemort", unterbrach Dumbledore ernst.

Harrys Atem stoppte. So, die Mundanes hatten endlich ihren Zug gemacht.

„Du-weißt-schon-wer?", fragte Ron von der Treppe aus, sich an seinen Brüdern vorbeiquetschend.

Hinauf!", kreischte Molly.

Kurz rang Harry mit sich, ob er hartnäckig sein und einfach bleiben sollte, aber er war viel mehr daran interessiert herauszufinden, was wirklich passiert war, als nur hier zu sitzen und dem Orden argumentieren zu hören. Also drehte er sich um und schritt die Treppe ohne ein weiteres Wort hinauf wobei er die Weasleykinder etwas gröber streifte, als es nötig gewesen wäre. Aber er hatte andere Dinge im Kopf, wie zum Beispiel zum Regent's Park zu gelangen und die Verwüstung mit eigenen Augen zu sehen. Anthony war nicht wirklich sein Freund, aber Andy war Familie. Sie war diejenige gewesen, die sein Patenkind aufgezogen hatte und Harry so viel darüber beigebracht hatte, wie er sich um seine Familie kümmern musste. Und als Sirius sie in ihr Leben geholt hatte, war sie genauso vergnügt gewesen, wie er sich erinnerte. Bestand gleich darauf, dass er sie Cousine Andy nenne sollte.

Wenn Andy und Ted tot waren, würde es nicht nur Sirius zerstören, es würde auch Harry verletzen. Er wollte nicht, dass die erste Tote dieses Krieges Andy war. War es nicht Strafe genug, dass er letztes Mal gleich zu Anfang Ginny verloren hatte?

Er beeilte sich, in sein Zimmer zu kommen, griff sich seinen Unsichtbarkeitsumhang und seinen Besen aus seinem Koffer. Er nahm sich einen Moment Zeit um sicherzugehen, dass sein extra Zauberstab und sein Zeitumkehrer in seiner Umhangtasche waren, dann riss er sein Fenster auf und kletterte ungeschickt auf den Sims.

„Gute Sache, dass die Muggel dieses Gebäude nicht sehen können", kommentierte George von der Tür her.

„Ja, die würden denken, dass du Selbstmord mit Putzzeug begehen wolltest", stimmte Fred zu.

Seine Augen schließend, nahm Harry einen tiefen Atemzug. „Was wollt ihr?", fragte er, nicht zu ihnen zurückblickend.

„Denkst du wirklich, dass du es bei diesem Klima unversehrt zum Regent's Park schaffen wirst?", fragte George.

„Diese Muggel schießen dich innerhalb von Augenblicken vom Himmel ab."

Vorsichtig drehte sich Harry ihnen zu, eine Augenbrauche über sie hochgezogen, die Lippen verzerrt zu einem ironischen Lächeln. „Was soll das? Ein paar Weasleys, die so schlecht von Mundanes sprechen?"

„Du hast Dumbledore gehört-"

„-das war nicht das Werk von Du-weißt-schon-wem-"

„– und wir wissen alle, das der Orden und das Ministerium so etwas niemals versuchen würden-"

„–okay, das Ministerium schon."

„Wahr, Bruder. Wahr."

„Aber nicht im Regent's Park. Vielleicht auf Malfoy Manor-"

„Nein, nein, nicht Malfoy Manor. Nicht bei der Art, wie Malfoy die ganze Zeit an Fudge hängt."

„Sehr guter Punkt. Aber, trotzdem, nicht das Ministerium, nicht der Orden-"

„-was nur eine weiter mögliche Gruppe von Leuten übrig lässt."

„Französische Radikale?", vermutete Harry trocken, als in den Raum zurück glitt. Geschenkt, dieser ganze Misst war nicht so schwer herauszufinden. Aber ein paar Teenager von der Lichtseite es so ausbreiten zu sehen…

Das Zwillinge lächelten grimmig über Harrys erbärmlichen Witz, dann sagte sie im Chor: „Die Muggel haben getan."

Für einen langen Augenblick beobachtete Harry ihre grimmigen Gesichter, dann kommentierte er: „Magische Leute unterschätzen oft, zu was Mundanes – Muggel – in der Lage sind. Sie blicke sie an und sie sehen das Fehlen der Magie, sie sehen Leute, die zu nichts fähig sind. Es ist wie wenn man eine Babytiger anblickt und denkt: `Oh, er ist so süß und hilflos, sicher ist er keine Gefahr für mich.`"

„Bis der Tiger auswächst", murmelte Fred.

Harry lächelte humorlos. „Die Mundanes sie vor langer Zeit erwachsen geworden, wir haben nur noch nie wirklich unsere Pfade gekreuzt. Vielleicht, haben wir sie mit eine Stöckchen hier und da gepiekt, aber niemals genug, um ihre Aufmerksamkeit zu erhalten. Dieses Mal, konnte der Stock nicht ignoriert– wird nicht ignoriert– werden und sie werden zurückschlagen, mit Waffen sehr viel größer, sehr viel zerstörerischer als nur einfach Klauen und Zähne."

„Das ist alles Du-weißt-schon-wems Schuld", murrte George.

Harry lachte laut. „Voldemort mag zwar vielleicht der Auslöser dahinter sein, dass es gerade jetzt aufkommt. Das stimmt. Aber das wäre trotzdem irgendwann geschehen. Ihr könnt sie nicht einfach weiter oblivieren und hoffen, dass sie niemals dahinter kommen, was los ist. Ihr könnt nicht einfach weiterhin dasselbe Land teilen, dieselben Städte und denken, dass sie immer über alles hinwegsehn werden."

„Du denkst, sie würden irgendwann, was?", fragte Fred.

„Einen Drachen in seinem Revier umherjagen sehen?", suggerierte George.

„Oder vielleicht denken sie, dass ein Kniezel zu clever ist."

„Oder vielleicht wählen sie eines Tages einen Premierminister, der über unsere Welt herausfindet und darüber in Panik gerät", sagte Harry ruhig, kein Lächeln über ihre gedankenlosen Witze. „Vielleicht, wird dieser Premierminister frohen Mutes der ganzen Welt erzählen, dass Leute die Magie besitzen existieren. Und sicher würden einige Leute denken, dass das cool ist, aber die Mehrheit würde Angst vor etwas haben, das sie nicht verstehen und sie würden es in der einzigen Art und Weise bekämpfen, die sie kennen."

„Und die wäre dann?", forderte Ron hinter den Zwillingen zu wissen. „Einige Schläge in unsere Richtung auszuteilen."

Harry lächelte sie an, fast belustigt wegen dem Überlegenheitsgefül seines einstigen Bruders. „Nein, Ron, sie würden die Welt zerstören." Dann drehte er such, seine Umhang über seine Schulter werfend um, krabbelte zurück auf den Fenstersims, sprang auf seinen Besen und flog davon.

„Muggel können die Welt nicht zerstören", spottete Ron, während Harry flüchtete.

Die Zwillinge tauschten besorgte Blicke; da waren sie sich nicht so sicher.

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Etwa ein halbe Stunde vor der Explosion südlich des Regent's Park, erschien Xerosis in Voldemorts Meetingraum. Er schritt vor, sich nicht darum kümmernd, dass er ein Treffen unterbrach. Voldemort wand sich um, um ihn anzufunkeln, aber was auch immer er hätte sagen wollen, wurde zurückgehalten, als er den kalten Ausdruck auf dem Gesicht des Teens sah. Xerosis setzte sich noch nicht mal, wie er es pflegte zu tun. Er stand nur neben seinem Stuhl und gab bekannt: „Wir haben ein sehr großes Problem."

Der dunkle Lord verzog darüber sein Gesicht zu einer Grimasse und winkte den inneren Kreis hinaus. „Was ist passiert?"

„Einen Augenblick." Xerosis wandte sich an die sich zurückziehenden Todesser. „Lucius, wie nahe steht Narcissa Andromeda?"

Überrascht blinzelnd drehte sich Lucius an den jungen dunklen Lord. „Andromeda, mein Lord? Nicht sehr, warum?"

Xerosis seufzte. „Würde sie dazu bereit sein, Andromeda auf einen Tee einzuladen? Vielleicht einen Shoppingausflug in die Winkelgasse?"

„Xerosis", warnte Voldemort.

Der äußerliche Vampir wandte die grauen Augen seinem Partner zu. „Misch dich da nicht ein", hisste er, dann blickte er zurück zu Lucius, der von dem zorngefüllten Augen zurückschreckte. Xerosis seufzte und rieb sich über die Nase. „Bitte Lucius, das ist Wichtig. Für mich." Er blickte den Mann an, erschöpft von seiner drei Stunden langen Suche durch die Ruinen. Vielleicht war es Betrug, den Zeitumkehrer zu benutzen, um seine Cousine vor dem Tod zu retten, aber er hatte die Mittel und das Schicksal war in seiner Schuld.

Lucius nickte. „Ich werde tun, was ich kann, mein Lord." Er verneigte sich, wand sich ab und führte die Todesser hinaus in die Halle. Bellatrix war eine derjenigen, die er hinausdrängen musste und Xerosis hörte wage, wie sie sich über ihre ältere Schwester ausließ.

In seinen Stuhl fallend, sackte Xerosis müde zu einer Seite. „In vielleicht zwanzig Minuten, wird es eine Explosion geben, die fünf Blöcke südlich des Regent's Parks sein wird. Sehr wahrscheinlich, von einer Mundanebombe verursacht. Da gibt es eine kleine Gruppe von Häusern, die von magischen Familien bewohnt wird, die an Mundanes gebunden sind, die Geld haben. Sie alle, genauso wie die umliegenden Gebäude und Geschäften werden total zerstört."

Stirnrunzelnd lehnte sich Voldemort in seinem Stuhl zurück. Er fokussierte sich mehr auf das Problem, das der Teen ihm gerade abgegeben hatte, als seinen Ärger darüber, dass er noch Momente zuvor angeschnauzt wurde. „Es gibt keinen Weg, die Explosion zu stoppen?", fragte er.

„Den könnte es vielleicht geben, aber wir werden daran nichts ändern", erwiderte Xerosis müde. „Praktisch der ganze Norden von London ab der Themse hat die Explosion gefühlt."

Voldemort seufzte und sein Blick glitt zu dem Teen, betrachte nachdenklich die Risse in seinem Umhang und den Staub auf ihm. „Du warst auf dem Schauplatz."

Von Xerosis kam ein unterdrücktes Lachen. „Ich musste es selbst sehen, herausfinden, was genau geschehen ist. Sehen, ob…" Er ließ eine Hand über sein Gesicht hinab gleiten. „Andy lebt dort, mit ihrem Mann. Ich habe Ted nie wirklich kennengelernt, aber Andy ist meine Cousine. Ich wollte wissen, ob sie getötet wurden ist."

Der dunkle Lord beklagte still die familiären Bindungen seines Partners. „Wenn auch nichts sonst, wird dies der magischen Welt zeigen, dass Muggel durchaus in der Lage sind zurückzuschlagen."

„Abgesehen davon, dass es zeigt, wie viel Schaden sie anrichten können und wie viele unschuldige ihre Leben dabei verlieren"; stimmte Xerosis, sich in seinem Stuhl aufsetzend, zu.

„Weißt du, wer den Angriff gestartet hat?"

„Soweit ich sagen kann, haben sie keine Idee. Da waren überall Mundane-Teams, die noch irgendeine Ursache suchten, aber für die war es schwer genug herauszufinden, was solch einen Schaden angerichtet haben könnte. Wobei gar nicht daran zu denken war, darüber was zu finden. Da waren auch einige magische Teams die im Schmutz suchten, aber sie waren total hilflos." Xerosis schnaubte. „Merlin, Zaubrer sind so nutzlos, wenn es um die Mundanewelt geht."

Um Geduld bittend, blickte Voldemort auf. „Was hast du herausgefunden?", fragte er, da er wusste, dass der Teen in der Lage war, Sachen selbst herauszufinden.

Für einen langen Moment war Xerosis still, dann erwiderter er ruhig: „Ausgehend davon, wie die Nachwirkungen aussahen, würde ich sagen eine Gas-Leitungs-Explosion. Da so etwas in meiner originalen Zeitlinie nicht passiert ist, würde ich sagen, dass das vorsätzlich von jemanden getan wurde. Als der… Angriff wirklich begann, war dort eine Gruppe von Mundanes, die in diesem Bereich herumschnüffelte und nach zwei oder mehrere magischen Leute suchten, die dort innerhalb einiger Blocks lebten. Sie haben für einen langen Moment die Abwasserkanäle oder die Untergrundtunnel geblockt, haben die Sektion mit Gas gefüllt und sie in Brand gesteckt. Das würde die umliegende Gegend in die Luft jagen und mehr Mundane als Magier töten, aber trotzdem…"

„Du denkst, dass jemand etwas ähnliches gedacht hat", bemerkte Voldemort.

„Ja. Sie haben nicht dieselbe Technologie, als sie es damals hatten, aber es dürfte nicht allzu schwer sein, eine Rohrbombe oder andere improvisierte Sprengstoffe, zu basteln die nach kurzer Zeit in die Luft gehen. Es dürfte ebenso nicht schwer gewesen sein, eine Sektion des Abwasserkanals zu blocken, obwohl es etwas schwerer sein dürfte, mit den jetzigen Untergrundtunnels. Nachdem die Regierung begann auseinanderzufallen. Damals war es unterirdisch ein faires Spiel, aber nicht jetzt."

Einige rannten und in der Ferne erklangen Rufe aus der Halle bevor jemand in den Raum platzte, vor den beiden dunklen Lords auf die Knie fiel und zuckten, als wenn er erwartete, verflucht zu werden.

„Was?", forderte Voldemort zu wissen, der bereits vermutete, was gerade geschah.

„Meine Lords, entschuldigt, aber es gab eine Explosion in London. Sie wurde von keinem von uns verursacht!"

„Das waren die Mundanes", erwiderte Xerosis, der sich komfortabel in seinem Stuhl entspannte und abwesend einen gestohlenen Stab hervorzog um die Risse in seinem Umhang zu reparieren. „Sie machen ihren Zug. Schick Lucius zu uns."

„Ja, mein Lord Xerosis", wisperte der Todesser und eilte aus dem Raum, bevor einer der Beiden ihn verfluchen konnte.

„Das müssen wir benutzen", kommentierte Voldemort, der seinen Stab zwischen seinen Fingern wirbeln lies. „Etwas Geflüster in die richtigen Ohren…"

„Rita Skeeter würde diese Story nehmen und vollständig aus der Proportion aufblasen", kommentierte Xerosis, der den Staub aus seinem verdreckten Umhang zauberte.

„Ich nehme an, dass du mit ihr vertraut bist?"

„Man könnte sagen, dass Rita und ich zusammen einen Geschichte haben, ja. Sie ist sich dessen nicht bewusst, aber ich habe einige Sachen, um sie zu erpressen, die sie dazu bringen werden, dass sie alles rezitiert, was wir wollen."

„Kannst du etwas auf die Beine stellen oder soll ich meine Todesser benutzen?"

„Mmm… Sie ist ein unregistrierter Animagus. Ein Käfer." Xerosis schickte Voldemort ein Grinsen und der Mann grinste verstehend zurück.

Lucius kehrte in den Raum zurück und verbeugte sich schnell. „Meine Lords", sagte er, dann fokussierte er sich auf den augenscheinlichen Vampir. „Narcissa hat es geschafft Andromeda dazu zu bekommen, einem Treffen in der Winkelgasse zuzustimmen, vor der Explosion, mein Lord. Sie sollte sich in diesem Moment gerade vom Haus entfernt haben, aber jetzt muss ich warten um irgendetwas von meiner Frau zu hören."

„Andy möchte sehr wahrscheinlich zurück zu ihrem Haus und sehen, was passiert ist", kommentierte Xerosis, mehr zu sich als zu Lucius. „Wir müssen warten und sehen, was kommt. Auf jeden Fall danke, Lucius."

Der Malfoy Patriarch bot als Erweiterung ein mattes Lächeln.

„Lucius, lass jemanden auf Narcissas Rückkehr warten. Wir brauchen dich im Ministerium, um es für unsere Bedürfnisse zu verdrehen. Dieser Angriff wurde von Mundanes inszeniert, wahrscheinlich durch ein Gemix aus Gas und einer Rohrbombe. Nein, du brauchst nicht zu wissen, was das ist, lass es nur gut klingen", befahl Voldemort. „Lass auf deinem Weg jemanden für mich Jenkins auftreiben."

„Meine Lords." Lucius verbeugte sich vor ihnen und eilte aus dem Raum, um zu tun, was ihm aufgetragen wurde.

„Jenkins ist…?"

„Ein Schlammblut, ekelhaft genug, aber er hat gut geheiratet und hasst Muggel. Er fand Lucius und verlangte eine Audienz mit mir, kurz nach Weihnachten. Er lebt in London, und sein Wissen über Muggel sollte ihm helfen, eine Geschichte zu Spinnen, genau richtig für deine Miss Skeeter."

Nickend, tippte sich Xerosis abwesend mit einem Finger ans Kinn. „So wie es klingt, ist der Orden sich bewusst, dass dieser Angriff von Mundanes verursacht wurde, also sollten wir nicht allzu großen Ärger mit ihnen haben. Wenn die Mundane Regierung deklariert, dass es ein großes Gasleck war, kann das Ministerium sehr gut mit einer Coverstory aufkommen.

Grausam lächelte Voldemort. „Dann ist es gut, dass du einen Zeitumkehrer hast, nicht wahr?"

Xerosis erwiderte mit seinem eigenen Lächeln, dann schweifte sein Blick zur Türe, als schlurfende Schritte näher kamen.

Der Mann der eintrat, besaß einen leicht hinkenden Gang, sein linker Fuß schleifte leicht hinter ihm her, aber er wirkte nicht, als wenn es ihn behindern würde. Er verbeugte sich leicht und murmelte: „Meine Lords."

„Jenkins, Lord Xerosis hat eine Aufgabe für dich", gab Voldemort bekannt, dem Teen an seiner Seite ein Grinsen schickend.

Ein Augenrollen seitens Xerosis, dann richtete er sich dem Todesser zu. „Wir müssen den richtigen Drill in diesen Angriff bekommen, vorzugsweise, bevor die Mundane Regierung beginnt mit Fingern zu zeigen und alles durcheinander bringt. Lord Voldemort sagt, dass du in London lebst?"

„Das tue ich, mein Lord."

„Warst du zuhause, als die Explosion sich ereignete?"

„Das war ich, mein Lord."

„Exzellent." Xerosis lächelte vergnügt. „Ich liebe es, wenn die Dinge funktionieren. Wir müssen ein Treffen zwischen dir und der Reporterin Rita Skeeter vereinbaren. Wie ich sie kenne, stochert sie überall herum, um jemanden zum Sprechen zu finden. Und wenn du zu ihr gehst, wird sie das in völlige Ekstase versetzen. Du wirst etwas von deiner eigenen Erfahrung mit dem, was Lord Voldemort und ich von dem Angriff herausgefunden haben vermischen, so dass es gut klingt."

Nachdem Jenkins zum Einverständnis genickt hatte, erklärte Xerosis. „Diese Explosion wurde von Gas verursacht, daran habe ich keinen Zweifel, aber ebenso habe ich keinen Zweifel daran, dass sie natürlichen Ursprungs war. Die Gas-Linie in diesem Bereich verlaufen leicht auf der Seite des Zentrums, nicht direkt in der Mitte. Aber da ist ein Abwasserkanal der durch das Zentrum der Explosion führt. Es ist möglich, eine Dichtung des Kanales aufzuschweißen und die mit Gas zu füllen. Etwas so einfaches, wie eine Rohrbombe, könnte dann in die Dichtung des Abwasserkanales hineingeschoben werden, um das Gas zu entflammen."

Stirnrunzelnd überdachte Jenkins das, aber in seinen Augen leuchtete dieses gewisse Verständnis auf, sodass sich Xerosis einfach nur zurücklehnte und den Mann alles überdenken ließ. Nach einigen Minuten nickte dieser. „Ich sollte es schaffen, eine glaubhafte Geschichte zu kreieren, mein Lord. Wie wird von mir erwartet, dass ich Skeeter davon abhalte ihre eigene Geschichte mit einzuweben?"

„Miss Skeeter ist ein unregistrierter Animagus", berichtete Voldemort. „Ein Käfer, um genau zu sein. Wenn sie keine Bilder von sich haben will, in denen sie in dieser Form im Ministerium ist, wird sie dein Statement als Fakt ansehen müssen und sich daran halten."

Jenkins Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. „Wie meine Lords befehlen."

„Fahre fort und stifte Kaos, Mr. Jenkins", befahl Xerosis und der Mann schlurfte aus dem Raum. Als er gegangen war, wand sich der Teen an Voldemort und kommentierte: „Ich mag ihn."

„Das dachte ich mir schon." Der dunkle Lord nickte. „Wann must zu zurückkehren?"

„Hm. Ich habe drei Stunden in den Trümmern verbracht, also sollte es in Ordnung sein, wenn ich zurückkehre, bevor ich den Zeitumkehrer benutzt habe."

Voldemort schnaubte. „Du wartest auf Neuigkeiten, von deinem Blutsverräter."

„Tue ich", willigte Xerosis ein, da er keinen Grund sah, die Wahrheit zu bestreiten.

Den Kopf schütteln, fixierte Voldemort den Teen, der ihn finster anblickte. „Wenn du so verzweifelt auf Neuigkeiten hoffst, dann geh doch hinunter ins Empfangszimmer. Du wirst, wenn auch sonst nichts, in der Lage sein, diese Idioten da unten zu beruhigen, die ohne Zweifel, in Panik geraten."

„Ich bezweifle sehr, dass ich sie beruhigen kann, aber sie werden sicherlich leise sein", stimmte Xerosis aufstehend zu. „Immer ein Vergnügen, dich zu sehen, Tom, Liebling."

„Potter", grollte Voldemort.

Grinsend, warf Xerosis ihm einen Kuss zu, dann eilte er aus dem Raum, sich unter einem Fluch hinwegduckend. Er kicherte in sich hinein, als er hinab in die Halle schritt, nach zwei Jahren mit regelmäßigen Treffen in diesem Gebäude, vertraut genug mit Malfoy Manor, dass er keiner Führung mehr bedurfte.

Der Empfangsraum war in der Tat, voll mit Zauberern und Hexen, die während des Angriffs in der Nähe waren. Xerosis lehnte sich gegen den Türrahmen und beobachtete, wie sie diskutierten, bis es zu ihm langweilig wurde. Er begann Flüche auf sie zu werfen, bis sie alle verschwunden waren, bis auf einen müde aussehenden Mann in einer entfernten Ecke. „Wieso bist du hier?", forderte er zu wissen.

Der Mann beeilte sich auf die Beine zu kommen und mimte eine schnelle Verbeugung. „Vergebt mir, mein Lord, aber Mr. Malfoy bestand darauf, dass ich hier bleibe, bis seine Frau wieder ankommt und sie unverzüglich zu ihm bringe."

Xerosis winkte in seine Richtung. „Geh schlafen. Ich bin durchaus in der Lage, allein auf Narcissa zu warten."

Der Mann verbeugte sich abermals, Erleichterung spiegelte sich auf seinem Gesicht. „Vielen Dank, mein Lord. Sie sind ein großer und wunderbarer Lord."

Xerosis seufzte und sobald der Mann verschwunden war, ließ er sich auf einem bequemen Sofa nieder und betrachtete nachdenklich seinen Umhang. Der Saum seines Ärmels war etwas zerlumpt wegen den Trümmern durch die er sich gegraben hatte, aber mit einem perfekt intakten Umhang zurückzukommen würde einige argwöhnisch werden lassen. Andererseits, mit einem schwer beschädigten Umhang zurück zu kommen, würde viele in Panik versetzen. Der Ärmelsaum war gut, so zerlumpt wie er war, aber er würde einigen Staub auf seine Kleidung zurück zaubern müssen und vielleicht ein oder zwei Risse. Sicher nicht so viele, wie er tatsächlich bekommen hatte, als er zurück mach Malfoy Manor durch die Schatten gereist war.

Gerade war Xerosis damit fertig geworden, den letzten Verschleiß an seinem Umhanges zu erschaffen, als das Geräusch einer Apparation aus dem gesicherten Raum neben dem Empfangsraum kam. Er blickte auf und lächelte, als er sah, dass Narcissa eintrat. „Narcissa! Brilliant!"

Die Frau erschrak etwas wegen seiner Stimme, seufzte dann aber, als sie ihn erkannte. „Vergebt mir, mein Lord", erklärte sie.

Stirnrunzelnd bemerkte Xerosis den Schmerz in ihren Augen und den Staub, der ihren herrlich blauen Umhang verdarb. Er schritt vor und ergriff sanft ihren Arm. „Narcissa, setz dich. Was ist passiert? Du siehst aus, als wenn du in eine Explosion geraten wärst."

Müde lächelnd, betrachtete Narcissa seinen eigenen Umhang. „So wie sie, mein Lord."

Xerosis winkte ab und schnippte mit den Fingern, um einen Hauselfen zu rufen. „Etwas Wasser und Schokolade für Lady Malfoy", befahl er der Kreatur, bevor er sich wieder der Frau zuwandte, die ihm ein dankbares Lächeln schenkte. „Ist Andromeda in Ordnung?"

„Sie ist… in Not, aber am Leben", gab Narcissa preis, das Getränk und die Süßigkeit nehmend, die der Hauself auf den Tisch neben ihr heraufbeschwört hatte. „Ihr… Ehemann ist tot, von der Explosion getötet, aber ihre Tochter, soweit ich weiß, ist am Leben."

„Nymphadora war auf dem Ordenstreffen, das nur Augenblicke nach dem Angriff einberufen wurde", stimmte Xerosis bei. „Ich nehme an, Andromeda hörte die Explosion und ging nachsehen sehen, was geschehen war."

Narcissa nickte. „Ja. Ich stimmte zu, mit ihr zu gehen, da ich sie in erster Linie ausfragen sollte. Mein Lord, es war…" Sie blickte weg, schloss ihre Augen.

„Mundanes sind zu schrecklichen Taten fähig", murmelte Xerosis, der nur zu gut wusste, was sie schon gesehen hatte. „Und das war ein Angriff der Mundanes, da bin ich mir sicher."

„Können wir ernsthaft gegen sie bestehen?", fragte Narcissa, die auf ihren jungen dunklen Lord blickte. Seine kindliche Erscheinung ließ die Todesser oft denken, dass er weich war und er musste sie gelegentlich mit strenger Hand daran erinnern, dass man auf ihn nicht hinabsah. Aber in Momenten wie diesen, war er froh über sein jugendliches Aussehen.

„Ich weiß es nicht", gab er zu, „aber wir müssen es versuchen. Dieser Krieg, den wir begonnen haben, wäre so oder so eines Tages ausgebrochen, aber das wäre unserer Kontrolle entzogen worden. Es ist besser, den ersten Schlag auszuteilen und eine Chance im Kampf zu haben, als auf den Angriff zu warten und keine andere Wahl zu haben, als um unser Leben zu rennen." Er nahm eine ihrer Hände in seine. „Narcissa, ich weiß nicht, ob wir das überleben werden, aber ich bin sicher, dass wir im Kampf eine Chance haben."

Die Frau suchte die blassen Augen, die so viel älter waren als die ihren und nickte. „Danke, mein Lord."

Der scheinbare Vampir lächelte. „Ich danke dir dafür, dass du Andromeda da rausgeholt hast. War sie misstrauisch?"

Von Narcissa kam ein stilles Glucksen. „Natürlich war sie es, von Anfang an, aber sie stimmte einem Teetrinken mit mir zu. Bis sie die Ruinen ihres Hauses sah…" Narcissa nahm einen Schluck Wasser. Es schüttelte sie, als sie sich an die Szene erinnerte. Xerosis reichte ihr ein Stück Schokolade und nachdem sie es gegessen hatte, konnte sie weitersprechen. „Nachdem sie es gesehen hatte, wand sie sich an mich und verlangte zu wissen, wieso ich darauf bestanden hatte, mit ihr auszugehen und Tee zu trinken. Es ist nicht die feine Reinblüteretikette, einfach so aus dem Nichts heraus Tee trinken zu wollen. Ich…" Sie wand den Blick ab. „Mein Lord, vergebt mir, ich sagte ihr, dass ein Bekannter von mir darauf bestand, dass ich sie gerade jetzt, zum Tee für ausführen sollte."

Ein Kopfschütteln seitens Xerosis. „Entfremdet oder nicht, ich nehme kaum an, dass du deine eigene Schwerster belügst, Narcissa", versicherte er ihr, den Rücken der Hand tätschelnd, die er immer noch hielt. „Wenn sie nach Namen fragt, kannst du ihr sagen, dass es Harry Potters Bitte war."

Narcissa schnappte nach Luft. "M-mein Lord, ist es weise, den Jungen zu erwähnen?"

Wissend lächelnde Xerosis. "Mr. Potter ist schwerlich gegen uns, da er der Welt Glauben schenkt, Narcissa. Ich stehe in Kontakt mit ihm und er war es, der um ihre Gesundheit besorgt war. Dass die Bitte anstatt von seinen, von meinen Lippen kam, ist jetzt nicht wichtig. Wenn sie das Thema aufbringt, wird er zustimmen, dass er die Bitte gesandt hat."

„Andromeda ist sehr schlau, mein Lord. Wird der Junge dazu in der Lage sein, gut genug zu lügen, dass es alles von ihm kam?"

„Mr. Potter wird das regeln, da bin ich mir sicher", versicherte Xerosis ihr. „Nun, soll ich Sie die Treppe hinauf geleiten, oder nicht?"

Sich aufrichtend klopfte Narcissa etwas Staub von ihrem Umhang. „Mein Lord, ich bin Lady Malfoy. Ich bin immer in der Lage, meinen eigenen Weg zu gehen."

Leicht kichernd küsste Xerosis ihren Handrücken. „Dann, My Lady, bitte ich mich zu entschuldigen. Es ist noch viel zu tun, wenn wir wollen, dass diese dummen Hexen und Zauberer ihre Köpfe aus dem Sand stecken. So wie es jetzt ist, geben ihre Hinterteile eine fantastische Zielscheibe für die Mundanes ab."

Ein Lächeln verbergend stand Narcissa auf, um vor dem jungen Dunklen Lord zu knicksen, bevor dieser in die Schatten zurückschritt und verschwand.

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Harry sah keinen Grund, warum er das was er die letzte Stunde getan hatte, verschleiern sollte. Da er die Weasleys kannte, hatte einer von ihnen bestimmt den Erwachsenen erzählt, dass er mit seinem Besen und dem Vorsatz, die Schäden der Explosion zu sehen, verschwunden war. In Anbetracht der Tatsache, dass keiner von ihnen an der Szenerie erschienen war und nach ihm suchte, war ihr Treffen wahrscheinblich erst kurz bevor er zurückkehrte beendet worden. Und mit etwas Glück, würde Andromeda da sein und nicht länger die panische Cousine spielen müsste.

Er streckte gerade seine Hand aus, um die Eingangstür zu öffnen, als sie aufgerissen wurde und er sich blinzelnd Sirius und Tonks, Remus und Andromeda gegenüberstehend, wiederfand. Alle starrten ihn einen Moment an, dann ließ Harry seinen Besen fallen und schrie: „Andy!", sprang vor und umarmte sie.

Andromeda fing ihn und umarmte ihn fest. „Oh, du dummer, dummer kleiner Junge", wisperte sie. „Was hast du dir dabei gedacht, zur Explosion zu fliegen? Du hättest verletzt werden können!"

Sich auf die Lippe beißend gab Harry ihr den mitleiderregendsten Blick ohne Tränen, den er zustande brachte. „Tut mir Leid, Andy, aber ich musste sicher gehen, dass du ok warst! Niemand sonst schien es zu kümmern das zu überprüfen und diese Treffen dauen immer eine Ewigkeit! Du hättest unter den Trümmern vergraben sein können, um Hilfe rufend und niemand hätte dich gehört."

Seufzend drückte ihn Andromeda noch etwas fester. „Harry Potter, du bist doch eigentlich ein Ravenclaw, kein dummer Gryffindor."

„Oiy!", schrie Sirius hinter Harry und Harry wusste, dass sein Pate ihm vergeben hatte, dass er weggerannt war.

„Ich habe eben diese Leute-Retten-Problem", gab Harry zu, wobei er nur ein kleines bisschen Scham in seine Stimme legte.

Andromeda seufzte. „Zumindest gibst du zu, dass du ein Problem hast", meinte sie.

Oiy!", beschwerte sich Sirius abermals, zog Harry von seiner Cousine weg und hielt diesem seinen Besen vor. „Werf' keine teuren Besen auf den Boden."

„Tut mir Leid, Siri", internierte Harry, mit funkelnden grünen Augen.

Ihn anlächelnd, schüttelte Andromeda ihren Kopf. „Geh und bring deinen Besen weg, Kind, und zieh dich um. Molly kocht gerade Lunch für uns alle."

Harry blinzelte. „Für dich auch, Andy?"

Andromeda brachte ein bekümmertes Lächeln zu Stande. „Ich werde mit dir und Dora im Grimmauldplace bleiben, bis alles in Sirius Cottage fertig ist, dann werden wir zusammen mit euch dort umziehen."

„Du wirst sicherlich nicht zu deinem alten Haus zurückkehren", verdeutlichte Sirius sanft.

„Nein", stimmte Andromeda zu. „Es gibt nicht mehr viel, wohin ich zurückkehren könnte."

Harry sprang vor und umarmte sie, dann sprintete er durch die Halle und die Treppe hinauf, in sein Zimmer. Angekommen, verstaute er einen Besen und seinen Umhang im Koffer. Dann setzte er sich um neue Roben hervorzuziehen, seufzte etwas über die, die er gerade trug. So wie er Sirius kannte, würde der darauf bestehen sie wegzuschmeißen. Er mochte die dunkelblaue Garnitur. Vielleicht konnte er seinen Paten dazu überreden ihm ein neues Paar zu kaufen. Oder zwei.

Die Weasley Jungs belästigten ihn nicht weiter, während sie hier waren. Allerdings schien war Ron sehr entrüstet darüber, dass Harry nicht weiter dafür bestraft wurde, obwohl er das Hauptquartier verlassen hatte. Wohingegen die Zwillinge ihn nur die ganze Zeit beobachteten, als ob sie durch ihn eines besonders schweren Rätsels Lösung finden würden. Wenn man bedachte, wie oft sie ihn mit blicken traktierten, wenn sie ihm einen Streich spielen wollten, dachte sich niemand etwas dabei. Nur Harry war etwas besorgt darüber, was sie denken könnten.

Heute Abend war Andromeda für das Essen zuständig und Harry verglich es vergnügt mit einem von Mollys üblichen Essen, was Andromeda erröten ließ. Sie fuhr dann fort, ihn über seine Kocherei auszufragen, da sie genau zu wissen schien, wie nutzlos Sirius in der Küche war und annahm, dass Harry alle Mahlzeiten zubereitete. Harry versuchte seinen Fähigkeiten in der Küche herunterzuspielen, aber Sirius hatte beschlossen sich ihnen anzuschließen und hatte kein Problem damit, alles über Harrys Fertigkeiten auszuplappern. Andromeda bedachte den Jungen mit einem wissenden Lächeln und er errötete, ertappt bei einer Lüge.

In dieser Nacht, als Harry schon fast eingeschlafen war, weckte als ein das Geräusch, wie wenn jemand weinen würde. Es kostete ihn keine Minute um Andromedas Stimme wiederzuerkennen. Er schlüpfte aus dem Bett und patschte barfuß hinunter in den Aufenthaltsraum, in dem sie mit einer Tasse Tee auf einem der Sofas zusammengerollt lag. Sie blickte auf, als Harry im Türrahmen innehielt. „Oh, Harry", sagte sie, subtil sich über ihre Augen wischend. „Was kann ich für dich tun?".

Für einen langen Moment beobachtete Harry sie verständnisvoll, bevor er sich neben sie auf das Sofa setzte. „Tut mir leid", wisperte er, „wegen Ted. Er war… cool."

Von Andromeda kam ein kleiner Lacher und sie kräuselte Harry's kinnlange Haare. „Danke, Harry. Du bist ein gutes Kind."

Augenrollen von Harry. „Ich wette Mrs. Weasley denkt nicht so, nachdem wie ich mich vorhin benommen habe."

„Ein kleineres Aufbegeheren, nachdem du über einen Monat einfach still zu diesen Meetings gegangen bist? Ich bin sicher, sie denkt, dass du ein absoluter Engel bist. Oder zumindest, ein ganz normaler Teenager." Kopfschüttelnd lächelte sie ihn liebevoll an. „Geh zurück ins Bett, Harry."

Nachdenklich betrachtete Harry sie. „Dir wird's gut gehen?", fragte er.

Sich vorlehnend, gab Andromeda ihm einen Kuss auf seine Wange. „Mir geht es gut. Ab ins Bett. Geh schon."

Harry nickte und mit einem leisen „Gut'Nacht, Andy", verließ er den Raum und machte sich auf den Weg zurück in sein Bett. Als er sie nicht wieder weinen hörte, klopfte er sich im Geiste auf die Schultern und kuschelte ich wieder in den Schlaf."

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Am nächsten Morgen zauberte der Artikel auf der Titelseite des Propheten Harry ein etwas irre winkendes Grinsen ins Gesicht. Jenkins hatte eine fantastische Geschichte gesponnen, wobei er die Serie von Gasexplosionen von vor drei Jahren in Guadalajara, Mexico und ähnlichen Vorfällen zitierte, um seine Theorie hinter den Ursache der Explosion zu stützen. Skeeter, in alter Form, hatte die Geschichte genommen und daraus einen absoluten Epos daraus gemacht. Wobei sie darauf bestand, dass Jenkins da ein Argument hatte und sie beebdete den Artikel mit der Frage, ob das der Beginn eines Krieges sei.

„Du bist beunruhigend zufrieden mit diesem Artikel", kommentierte Andromeda, die gerade ihren Toast butterte. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, dass du hinter der Explosion steckst."

„Andy, du hast mich verletzt!", beschwerte Harry, die Zeitung niederlegend und sich über den Tisch lehnend, seine Augen voller schmerzt. „Das du denkst, dass ich zu solch einem Akt der Gewalt und Zerstörung fähig wäre!"

„Kind, ich habe aus erster Hand Berichte über dein Duell mit Voldemort gehört, du warst ungefähr so wie er."

Harrys Augen weiteten sich. „Gegen Voldemort", bemerkte er scharf.

„Mit Sirius zu leben, hat dich verrückt werden lassen", stellte Andromeda fest. Harry setzte einen verletzt wirkenden Blick auf. „Ja, netter Versuch. Ich hab sehr viel Zeit in der Nähe deines Paten verbracht, Harry. Denk nicht, dass du damit bei mir durchkommst."

Harry grinste. „Bei Siri klappt es."

„Ja, gut, Sirius ist verrückt. Ich bin es nicht."

„Du solltest es bei Gelegenheit mal versuchen. Verrückt zu sein ist brilliant."

„Iss deine Eier."

Etwas breiter grinsend begann Harry zu essen.

Während der nächsten Tage, herrschte bei ihm ein konstanter Eulenverkehr mit seinen Freunden.

Er war nur in der Lage, ihnen zu sagen, dass er irgendwo in London war, so dass sie verständlicherweise besorgt waren. Hermione und Neville hatten wissen wollten, was er über den Angriff wusste, richtigerweise annehmend, dass er nicht gewillt war einfach nur herumzusitzen und seine Beine auszuruhen, wenn er herumschnüffeln konnte. Die Briefe von Lillian ergossen sich in Tiraden darüber, wie scheußlich Muggel doch waren und machte Andeutungen, dass man sie töten sollte. Wobei diese oft leicht verstörend aber auch sehr kreativ waren, wenn auch nicht sehr plausibel, in Betracht der Todesserangriffe. Luna hatte nur gefragt, wie man eine Rohrbombe herstellte.

Als die Schilde um das Cottage endlich fertig waren, machten sich Harry, Andromeda und Tonks so schnell wie möglich auf und machten sich dort in ihren Zimmern breit. Innerhalb der des nächsten Tages waren die beiden Gästezimmer mit Harrys besten Freunden gefüllt, eingeschlossen Lillian, worüber Sirius murrte, aber nichts weiter dagegen machte. Luna, die nie ein Freund von konventionellen Regeln gewesen war, hatte Lillian ihr übliches Bett im größeren Gästezimmer angeboten, das Luna normalerweise benutzte und sich dann auf Harrys Zimmerboden zusammengerollt. Am zweiten Tag hatte es Harry gereicht mit seiner besten Freundin und er besorgte ihr ein Feldbett, dass sie ihn in seinem Zimmer hatte aufstellen lassen, darauf bestehend, dass es zu überfüllt im Gästezimmer war. Was totaler Bockmist war, aber Harry wusste es besser, als mit Luna zu argumentieren. Und so ließ er sie in seinem Zimmer schlafen, ohne weitere Beschwerden.

Das Cottage war für eine gute Woche etwas überfüllt, bevor es Sirius schließlich leid war um seine Gamebox zu kämpfen und die Eltern der Kinder rief. Als Harry und Luna die einzigen Verbliebenen waren – Xenohilius war auf einer Expedition auf dem Festland und nicht in der Lage seine Tochter aufzulesen – blickte Sirius witzelnd in den Himmel hinauf und bat James und Lily darum, Harry wieder zurück zu nehmen. Harry hatte ihm eine übergebraten und dann Luna hinter sich in den Garten hinausgezogen, um mit ihr sich um seinen vernachlässigten Blumen zu kümmern. Neville hatte etwas geholfen während er da war, aber sie brauchten trotzdem immer noch eine ganze Menge Liebe. (einen heißen Kessel voller Liebe.)

Harry verbrachte fast zwei geschlagene Stunden damit, mit seinem Paten darüber zu streiten ob es ihm erlaubt sei die Winkelgasse zu besuchen, um seine Schulsachen zu kaufen. Luna hatte sich etwas Popcorn gemacht und sich saß mampfend in einer Ecke, während Harry und Sirius in ihrem epischstem Kampf aller Zeiten lauter und lauter geworden waren. In Anbetracht der Tatsache, dass sie zuvor nie wegen etwas gekämpft hatten, hieß das nicht viel, aber Andromeda versicherte ihnen beiden, nachdem sie wieder runtergekommen waren, dass das ein gewichtiges Argument im Streit von Sirius mit seiner Mutter gewesen war, bevor er von zuhause abgehauen war. Wirklich, Harry war sehr froh gewesen, dass er seine Dementorenfähigkeiten nicht an seinem Paten angewandt hat, obwohl es ein Ding im Bereich des Möglichen gewesen wäre. (Alle paar Minuten Luna aus dem Augenwinkel zu heraus anzublicken half ihm dabei seine Kraft zu regulieren, was, da er Luna kannte, wahrscheinlich der Hintergedanke des Mädchens gewesen war.)

Am Ende, da Andromeda Sirius unterstützte hatte, Harry seine Niederlage eingestanden– gut, zugegeben, es wäre wohl korrekter zu sagen, dass er Türe knallend aus dem Wohnstimmer gestürmt war, geradewegs in sein Zimmer, bevor er dort in den Schatten abgerauschte, um einige Mundanes zu töten. Andromeda hatte eine Liste von Themen, an denen Harry dieses Jahr zu lernen interessiert war zusammengefasst und versprochen ihm die besten Bücher zu besorgen, die sie in die Finger bekommen konnte, selbst wenn es bedeutete, dass sie in die Nokturnengasse gehen musste.

Als Andromeda von ihrem Ausflug zurückkam, hatte sie warum auch immer, einen sonderbaren Ausdruck im Gesicht, als sie in Harrys Zimmer schritt. Er und Luna waren beide auf seinem Bett zusammengerollt und lasen die letzte Ausgabe des Quibbler zusammen, die eine Serie von Tierfotos beinhaltete, die sehr selten waren. Sie versuchten beide zuerst das Tier zu entdecken, wobei Harry die ganze Zeit am Rumnörgeln war, dass Luna geholfen hatte die Fotos zu machen. Während die jüngere Ravenclaw vergnügt darauf hinwies, dass Harry seine Sehkraft und seine Reflexe von den Vampiren gestohlen hatte, was bedeutete, das er ebenso mogelte.

„Harry", Andromeda unterbrach sie, als sie gerade umblätterten.

„Was gibt's, Andy?", fragte Harry, der bereits nach dem neuen Foto der gefragten Kreatur suchte.

Andromeda schüttelte ihren Kopf über die beiden, aber fuhr fort: „Ich hatte gerade eine sehr interessante Unterhaltung mit meiner Schwester."

„Narcissa, nehme ich an", erwiderte Harry, dabei stöhnte, da Luna die Kreatur gesichtet hatte. „Wenn es die liebe, verrücke Bella gewesen wäre, wäre es nicht interessant gewesen. Eher mehr aufregend, denke ich. Flüche, die umherfliegen, Auroren, nach denen geschrien wird. Irgendjemand wäre bestimmt gestorben."

„Oder zumindest in St. Mungo's gelandet", fügte Luna luftig hinzu. Harry schnappte mit seinem Finger zu einer Kreatur und das Mädchen murrte: „Betrüger."

„Du findest genauso viele wie ich, also hör auf zu jammern."

Vortretend, nahm Andromeda ihnen das Magazin weg, bevor sie sich auf das nächste Foto stürzen konnten. Die Jugendlichen bedachten sie mit einem beunruhigend ähnlich erbärmlichen Blick. „Du. Meine Schwester."

„Ich nehme an, sie gar ist nicht so übel anzusehen, aber ihr Ehemann würde mich wahrscheinlich mit dem Crucio belegen, sollte ich irgendetwas unanständiges mit ihr versuchen", witzelte Harry.

„Du bist entschlossen schwer von Begriff", erwiderte Andromeda. „Woher kennst du meine Schwester?"

„Nun, siehst du, ihr Sohn-"

„Harry, lass mich jetzt kein Veritaserum holen."

„Du hast Veritaserum im Haus?", fragte Luna, deren Augen chaosstifterisch aufleuchteten. „Kann ich mir etwas davon borgen, um Harry einige Fragen über Faeces zu stellen?"

„Luna, um Merlins willen, würdest du aufhören das zu erwähnen?", beschwerte sich Harry.

„Aber du hast angefangen diese wunderschöne grüne Farbe zu bekommen, die zu deinen Augen-"

„Denk nicht, dass ich dich nicht in einen Gockel verwandeln würde."

„Das ist wirklich grausam und völlig ungerecht dafür-"

„Merlin's schmutzige Unterwäsche!", schrie Andromeda.

Ew…", kam es von Harry und Luna im Chor.

Murrend rieb sich Andromeda ihre Augen. „Würdet ihr bitte aufhören verrückt zu spielen, nur für eine Minute?" Sie öffnete ihre Augen und traf auf scharfe grüne Augen ohne jeglichen funken Humor in ihnen und trat einen überraschten Schritt zurück.

„Ich kenne Narcissa nicht persönlich", sagte Harry ruhig, „aber wir haben eine gemeinsame Bekanntschaft. Ich habe ihm gegenüber erwähnt, das ich über dich besorgt war und er fand einen Weg um Narcissa dazu zu bekommen, dich auf einen Tee einzuladen."

Andromeda schluckte. Entnervt von Harrys dunklen Wissens, das er normalerweise hinter Witzen versteckte. Manchmal war es einfach zu vergessen, dass dieser Junge allein gegen Voldemort stand und sich erinnerte den Mord an seiner Mutter beobachtet zu haben. „Wer ist eure… gemeinsame Bekanntschaft?", fragte sie fordernd. Wer auch immer sie war, sie hatten ihr Leben gerettet. Narcissa hatte sich geweigert diese Lebensschuld anzunehmen, darauf bestehend, dass sie ihr Leben nicht gerettet hätte, wenn sie nicht darum gefragt worden wäre. Und Andromeda wollte wissen, wem sie sie nun schuldete.

Harry bot ihr ein humorloses Lächeln. „Ich denke nicht, dass du das wissen willst, Andy."

Kopfschütteln von Andromeda. „Harry, bitte. Ich weiß, dass jeder den Cissa kennt, wahrscheinlich dunkel ist-"

„Er ist Vampir", unterbrach Harry, sie seltsam intensiv beobachtend.

„Da draußen sind eine Menge Vampire, Harry."

Neben dem Jungen lächelte Luna wissend. Nein, da draußen waren nicht mehr viele Vampire verblieben, da Harry sie bis zum Aussterben jagte, wenn er gelangweilt war.

„Nicht viele Vampire mit dem Namen Xerosis, oder?", erwiderte Harry, ein belustigtes Lächeln berührte seinen Augen.

Andromedas Augen weiteten sich. „Du kennst dieses Monster?", keuchte sie.

Harrys Kopf legte sich auf eine Seite. „Monster?", fragte er mit einer kindlichen Stimme. „Was ist ein Monster, außer das Gesicht eines Mannes?"

„L'homme n'est ni ange ni bête; et le malheur est que qui peut faire l'ange fait la bête," rezitierte Luna. "Blaise Pascal."

Stirnrunzeln über sie seitens Andromeda. „Warte, was?"

„Das ist ein Zitat von einem französischen Mundane, Blaise Pascal", gab Harry bekannt. „`Der Mann ist weder Engel noch Biest; und das Unglück ist, das der, der sich wie ein Engel verhalten kann, sich wie ein Biest gibt.`" Er wand sich Luna zu. „Ich wusste nicht, dass du Französisch kannst."

Diese lächelte mysteriös. „Ich kann viele Dinge."

Grinsend küsste Harry sie auf die Wange. „Du bist wirklich mein Liebling, Luna."

Andromeda räusperte sich. „Versuchst du gerade Xerosis' Handlung zu entschuldigen?"

„Er ist ein Mörder und er genießt, was er tut", erwiderte Harry stirnrunzelnd seiner Cousine. „Weder Luna noch ich entschuldige ihn. Wir versuchen nur aufzuzeigen, dass er Gründe hat und auch wenn sie vielleicht für dich falsch sind könntest, für ihn sind sie richtig. Wo du ein böses Monster siehst, sehen er und andere gleichgesinnte Individuen einen Führer mit einer Vision und die Kraft, das zu tun, was getan werden muss."

„Andy!", schrie Sirius irgendwo von unten.

Sich nicht bewegend, beobachtete Andromeda Harry und Luna mit verengten Augen, die wiederum gelassen zurückblickte. „Und was denkst du?", fragte sie.

„Hey, Andy!", rief Sirius abermals, seine Schritte erklangen auf der Treppe.

Harry lächelte. „Ich bin gespannt."

Im Türrahmen erschien Sirius Kopf. „Da bist du! Hier, Albus hat eine weitere Eule für dich geschickt. Ach und über was redet ihr beiden so?", fragte er, das Pergament von sich haltend.

„Was ist das?", fragte Harry neugierig. „Siri hat die Post anderer Leute nicht geöffnet? Kommt die Apokalypse über uns? Zünden die Mundanes alle ihre Nuklearbomben auf einmal?"

„…an manchen Tagen, verstehe ich deine Witze wirklich nicht", entschied Sirius, als Andromeda ihren Brief entgegennahm.

„Das sollte auch besser so bleiben", sagte Harry vergnügt. „Komm schon, Andy, was steht im Brief?"

Andromeda blickte vom Papier auf, die dunklen Augen voller Amüsement. „In diesem Brief? Oh, nur Albus gewöhnliche Ausschweifungen."

„Das ist so unfair!", beschwerte sich Harry, als die Frau Sirius aus dem Türrahmen scheuchte. „Komm schon, Andy! Du kannst mich nicht einfach so hängen lassen!"

Die Türe schloss sich hinter den beiden Erwachsenen und Harry seufzte besiegt. Ein sanftes Lächeln auf den Lippen tragend beugte sich Luna hinab um den Quibbler wieder vom Boden aufzuheben. „Ich frage mich, wer unser neuer Professor für Verteidigung gegen die dunklen Künste sein wird."

Einmal, zweimal blinzelte Harry, dann lachte er. „Besser eine misstrauische Andy als eine Kröte", entschied er, sich gegen die Wand sacken lassend. „Gut, also weiter Luna. Wir haben drei weitere Bilder zu finden. Eines davon wird ein Krawattenbrecher sein."

„Weißt du eigentlich noch den Punkte Stand?", fragte Luna, die das Magazin an der richtigen Stelle aufschlug.

-0-

„Du sagtest, Hogwarts würde eingenommen werden?", fragte Riddle eines Abends über ein Glas Rotwein hinweg. Harry würde am nächsten Tag nach Hogwarts zurückkehren und sie hatten gerade einen weiteren Angriff beendet. Die beiden Anführer hatten zugestimmt ein ruhiges Schachspiel zu genießen, das in etwas Tournierähnlichen ausgeartet war. Wobei Riddle öfter gewann als Harry.

Harry runzelte über das Brett hinwegleicht die Stirn. „Ja, aber es kostete sie einige Jahre." Er bewegte einen Springer um einen von Riddles Bauern zu schlagen, dann blickte er auf. „Wieso?"

„Ich will denen nicht die Chance geben, es noch mal zu treffen", gab Riddle zu.

Sein Kinn reibend, lehnte sich Harry in seinem Stuhl zurück. „Sie sind jetzt sehr viel weniger weit entwickelt als sie es damals waren, als sie begannen. Aber sie könnten dieses Mal sich viel schneller entwickeln, nur um uns zu zerstören."

„Das ist meine Sorge. Ihre ganzen Angriffe werden schneller", zeigte Riddle auf.

Nach der ersten Explosion, die Andromedas Haus zerstört hatte, waren drei weitere Gasleitungen explodiert und hatten weitere Magische Wohnungen in London als zum Opfer fielen. Ein Ziel hatte eine große Familie von Mundanes beinhalten, mit nur einem magischen Kind, einem sechsjährigen Mädchen. Harry hatte versucht diese zu stoppen, aber er hatte den Mundanen, der die Bomben zündete zu spät erreicht, diese war bereits aktiviert. Sie hatten neben der Bombe gekämpft, der Mundane mit einem Revolver und Harry mit Magie. Ihr Kampf hatte die Gase im Gebäude gestaut und die Explosion drei Stunden früher gezündet, als geplant. Der Mundane wurde dabei getötet und Harry schwer verletzt; das Haus mit der Mundanefamilie und dem magischen Mädchen war trotzdem Zusammenbrach, und hatte alle Leute die sich im inneren befanden, getötet.

Harry schüttelte die Erinnerung an sein Versagen aus seinem Kopf. „Wir sprachen flüchtig über einen magischen Schutzwall, um wichtige Plätze vor Schaden zu beschützen, aber es waren zu diesem Zeitpunkt so wenige von uns übrig geblieben, dass das nicht mehr wichtig war. Das war, nachdem sie Hogwarts genommen hatten."

Riddle nickte. „Denkst du, wir könnten solch einen Schutzwall kreieren?"

„Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht", entschied Harry, das Schachspiel vergessend im Licht seiner neuen Ablenkung. „Die Anti-Mundane Schilde auf Hogwarts sind gut, aber die halten nicht stand gegen die Computer und Sattelitenbilder der Mundanes. Etwas wegen der Distanz der Satelliten macht den Zauber nutzlos. Wenn wir den Zauber ausweiten können…"

„Oder ein abstoßender Schild gegen ihre Bomben?"

„Das würde sie nur irgendwo anders hinschicken, was trotzdem immer noch gefährlich ist. Es wäre besser, wenn sie sie erst gar nicht abfeuern würden", erwiderte Harry kopfschüttelnd.

„Die Schilde waren speziell dafür erschaffen worden, Muggles anzustoßen", offenbarte Riddle, sein Weinglas schwingend. „Könnten wir nicht einen Schild kreieren, der künstliche Intelligenz vernichtet?"

„Du musst wissen, ich bin mir nicht sicher. Und selbst wenn es klappt, damit Zielcomputer davon abzuhalten und zu sehen, können sie trotzdem immer noch in unsere Richtung feuern, wenn sie wissen, wohin. Sonya – einer meiner Partner von damals- suggerierte daran zu arbeiten, einen weitreichenden, bemerke-mich-nicht Zauber in die Schilde mit einzuarbeiten. Aber wir waren uns nicht sicher, wie das funktionieren sollte."

„Es weitreichend zu machen könnte das Problem lösen, besonders wenn du die Fläche weiterhin beschützt haben willst", murmelte Riddle. „Irgendwelche bemerke-mich-nicht Zauber wirkt genauso effektiv von Nahem, als auch von der Distanz. Gibt es da einen Weg, um ihre Satelliten auszutricksen um diese Flächen zu ignorieren?"

„Oder, nicht ignorieren, nur einfach nicht sehen", sagte Harry mit aufleuchtenden Augen. „Das Bild einfach so umzumodeln, dass es so aussieht, wie sie es als normale Person sehen würden. Also, vielleicht die aktuellen Schilde noch mehr dahingehend zu verändern, dass sie noch mehr unbewohnbar er aussehen?"

„Es unbrauchbar aussehen zu lassen", suggerierte Riddle. „Kurz davor jeden Moment auseinanderzufallen. Das würde sie fernhalten."

„Da ist bereits ein See in der Nähe, könnten wir seine Form verändern?"

„Ihn umgeben von Ruinen aussehen zu lassen?"

„Und vielleicht Hogsmead mit in die Schilde einbeziehen. Genau dann würde diese magische Stadt neben Ruinen, die Leute nichts außer ignorieren können, verdächtig wirken."

„Sehr wahrscheinlich sogar, ja. Die Schilde ausdehne, jedoch…"

„Vielleicht nicht ausweiten, nur hinzufügen? Können wir nicht einfach einen neuen Schildstein in der Stadt aufstellen und ihn an den Hogwartsschildstein binden?"

„Ich… weiß es wirklich nicht", gab Riddle zu, der das Schachbrett auf die Seite und einige Pergamente und eine Schreibfeder herrief. Er skizzierte schnell Hogwarts und Hogsmead, dann fügte er eine schwache Linie von Schilden um die Schule. Nachdenklich betrachtete er das Bild für einen Moment, dann begann er Schildlinien um die Stadt hinzuzufügen. „So viel Fläche zu umfassen…"

„Wir brauchen ein Team", stimmte Harry zu, der seine Feder herzauberte und abwesend Punkte entlang der Schulsslinien markierte, wo sie Leute brauchten. „Uhg. Wie haben die Gründer es geschafft, ganz Hogwarts abzudecken, mit nur vier von ihnen? Ganz Hogsmead und die außenliegenden Häuser erfordert ein Team von zehn Leuten."

„Ich nehme nicht an, dass du einen Zeitumkehrer vom Tod bekommen hast, der uns zurück zur Erschaffung von Hogwarts bringt?", murmelte Riddle.

„Ha, ha." Harry zauberte die Hälfte der Leute weg. „Ich nehme an, wir könnten es mit fünf machen, wenn sie alle stark genug sind."

„Du, ich selbst", bot Riddle an. „Dumbledore, ich nehme an-"

„Wenn wir ihn dazu bekommen würden, dass er einen Sinn darin sieht."

„Ja, gut, das würde der Kern sein. Wer sonst noch? Mit Severus könnte es klappen…"

„Hängt davon ab, wie magiezehrend es ist. Xerosis und Harry könnten beide helfen", wies Harry hin.

„Zwei Leute zur selben Zeit benutzen?", murmelte Riddle, mit distanziertem Blick, als er das Pergamente auf dem Tisch anstarrte. „Das würde die Kraft verdoppeln, ja. Dafür könnten wir einen Zeitumkehrer benutzen."

„Was uns zu acht bringt, zwei Dumbledores und zwei Snapes?" Harry rieb sich das Kinn. Abwesend löschte er die vorherigen Markierungen und fügte Platz für acht Leute hinzu. „Das könnte…"

Riddle langte mit seiner eigenen Feder for und bewegte sie alle so, dass einer von ihnen fehlte, sie auf sieben zu dezimieren. „Mehr magische Zahlen-"

„Warte!" Harry löschte die sieben Markierungen und veränderte schnell die Konfigurationen so, dass dort nun vier Leute auf den Schildlinien standen. Und im Zentrum drei Leute, die um den Stein standen. „Sieben Leute und vier, die den Schild beschwören und drei die es am Schildstein im Zentrum versuchen. Die drei im Zentrum müssen nicht mal magisch kraftvoll sein, solange sie einen starken Willen haben."

Riddle nickte schnell und schrieb ihre Namen auf die vier Außenseiten, mit Voldemort Riddle und Harry Xerosis gegenüber. „Wir müssen noch Leute finden, die sich nicht darüber auf regen, Harry Potter zu sehen", kommentierte er.

„Können Lucius und Barty den Imperius Fluch brechen? Gut…"

„Barty kann trainiert werden", kommentierte Riddle, der ihre Namen in den inneren Kreis einfügte. „Was ist mit der dritten Person?"

Darüber dachte Harry einen Moment lang nach, bevor er Lunas Namen hinzufügte. Bei dem ungläubigen Blick, den der Dunkle Lord ihm schenkte, erwiderte er: „Vertrau mir."

„Hn." Riddle beließ den Namen und begann mit einer Liste auf der anderen Seite. „Schilde um das Dorf unbewohnbar für Muggel aussehen zu lassen. Muggelabstoßungsschilde. Etwas, das die Satelliten davon abhält, es zu sehen."

„Wenn wir einen Weg finden würden, dass die Satelliten immer das sehen, was wir wollen, könnten wir den Zauber in die Schilde mit einbeziehen?", suggerierte Harry.

„Ein zweiteiliger Zauber, der zusammengehalten wird von einem Stationsstein?", murmelte Riddle, einige Runen auf eine Seite skizzierend. „Vielleicht. Wir müssen zuerst die Station aufbauen und dann den Entfernungszauber nachträglich hinzufügen."

„Das sollte nicht allzu schwer sein."

„Nein", stimmte Riddle zu, der die Runen betrachtete und sich dann Harrys Gesichts zuwandte. „Das muss alles auf Runen basieren."

Harry verzog das Gesicht. „Wird wahrscheinlich etwas schwer werden, wenn der Satteltet bereits da oben ist."

„Wir könnten einfach eine Rakete entführen und uns selbst da hoch schießen-"

„Tom, du bist komplett meschugge."

Riddle kicherte und setzte sich in seinem Stuhl zurück. „Ich weiß es nicht, Potter. Die Wissenschaft der Raumwahrt geht über mein Wissen hinaus."

Seufzend nickte Harry. „Ich weiß. Ich erwähne es bei meinen Freunden und sehe, ob die sich etwas ausdenken können. Und vielleicht kennt Luna irgendeine magische Kreatur die auf dem Mond lebt."

„Potter, deine Freunde…"

Harry grinste. „Du bist einer, da wir darüber reden."

„Ich habe keine Freunde."

„Untergebene, Freunde. Dasselbe Wort, verschiedene Buchstaben."

„Du bist verrückt auf eine Art und Weise, die ich nicht völlig verstehe", entschied Riddle.

Darüber lachte Harry und malte einen Satelliten über ihr Bild von Hogwarts und Hogsmeade. „Wir können jeden weiteren abfangen, der da hoch geht, nachdem wir den Schild um Hogsmead errichtet und einige Veränderungen in den Schilden von Hogwarts vorgenommen haben. Tatsächlich ist letzteres das, worüber ich etwas besorgt bin. Ich meine, Luna und ich sind Schüler und Lucius ist Schulvorstandsmitglied, aber du und Barty könntet etwas Ärger damit haben, reinzukommen. Du mehr als Barty."

„Nicht zu erwähnen, herauszufinden wo der Schuldstein von Hogwarts ist", stimmte Riddle zu.

„Oh, nein, ich weiß wo der ist", erwiderte Harry lächelnd. „Wir haben ihn gefunden, als wir die Ruinen aufräumten. Es ist tatsächlich der Stein im der Mitte über dem Gewölbe im Haupteingang."

Riddle blinzelte, dann schnaubte er. „Clever. Versteck den Stein, der die Schilde hält im klaren Sichtfeld."

„Das wahr wahrscheinlich Salazars Idee", stimmte Harry zu, seine Augen glitten über die Runen, die der andere geschrieben hatten und tippte auf sie mit dem weichen Ende seiner Schreibfeder. „Du weißt mehr über Runen, als ich."

„Du hast sie nie studiert?"

Harry schnaubte. „Was zur Hölle, nein! Als ich in der Schule war, war ich ein fauler kleiner Idiot. Ich hab etwas als Auror gelernt und etwas mehr, als der Krieg begann. Ich hab etwas Runenwissen durch magische Seelen erlangt, die ich erst kürzlich gegessen habe. Aber mein Wissen ist lückenhaft, anders als das, was wir bereits in Antiken Runen gelernt haben. Ich hab etwas Eigenstudium betrieben, sicher, aber eher die Sorte von `was mich interessiert, wenn…`."

„So, trotz deines scheinbaren Genies, gibt es trotzdem noch einige Dinge, die du nicht gemeistert hast", kommentierte Riddle, ein erfreutes Lächeln umspielte seine Lippen.

„Ich habe nie behauptet allwissend zu sein."

„Du benimmst dich aber so."

„Ich habe diese Show des Allwissenden nur abgezogen, weil du mir sonst gar nicht erst zugehört hättest", wies Harry darauf hin. „Und um das nur klar zu stellen, ich bin ein Wunderkind für Defensive Magie. Ich hab den Patronus mit dreizehn gemeistert, in der Gegenwart von Dementoren."

Riddle blinzelte einige Male, dann schüttelte er den Kopf. „Ok, Defensivmagisches Wunderkind also. Alles andere, hängt davon ab, was du während deines sehr langen, stressigen Lebens gelernt hast."

„Das ist wahr", stimmte Harry zu. „Einiges meines Wissens ist gestohlen, wohl war, aber das meiste, das ich gestohlen haben sind Sprachen und Mundane-Basieren. Mein magisches Wissen habe ich mir durch harte Arbeit erlangt."

Der dunkle Lord lehnte sich vor. „Runen."

„Du musst herausbekommen, welche wir dem Stein hinzufügen müssen", sagte Harry schulterzuckend.

„Muss ich den Zauber dafür auch machen?", fragte Riddle, nicht sicher wie viel Schildkreationswissen der Andere hatte.

„Mmm… Nein, damit kann ich dir helfen."

„Du willst das heute Nacht fertig machen", kam Riddle zu dem Schluss.

„Ja." Harry seufzte und strich sich mit einer Hand durch sein Haar. „Wenn wir es heute Nacht fertig bekommen, würde es bedeuten, dass wir das während der kommenden Wochen hinbekommen könnten. Ich möchte heute zumindest diesen Teil beenden, bevor die Dinge noch schlimmer werden."

„Einverstanden."

Ein weiteres Blatt Pergament wurde herbeigerufen und sie lehnten sich beide über den Tisch, fügten Sachen hinzu und diskutierten über Teile ihres Zaubers.

-0-

Harry wachte am Morgen des ersten Septembers durch das Geräusch eine Vogels auf, der drängend an die Fensterscheibe pickte. Er grummelte etwas in sich hinein, rollte sich aber dann doch aus dem Bett und stolperte um Lunas Feldbett herum, um das Fenster zu öffnen. Der Vogle der hereinflog war einer von Sirius kleinen Flauschkugeln und Harry runzelte die Stirn als er nach dem Brief griff.

„Ärger?", fragte Luna ruhig.

Seine eigene Schrift wiedererkennend zerriss Harry fast das Pergament, in seiner Eile den Brief zu öffnen, wobei er Luna noch nicht antwortete.

'H,
'Elm Tree, zehn Minuten.

'X'

„Kann ich noch irgendwie nutzloseres schreiben?", grummelte er, den Brief in den Papierkorb werfend, einen Feuerzauber folgen lassend, bevor er zu seinem Kleiderschrank ging für einen Umhang.

„Harry", erinnerte Luna ihn.

Seufzend zog Harry eine seiner nicht-schulischen Umhänge an, bevor er zu seinem Koffer ging. „Tut mir Leid, Luna. Ich weiß nicht, was los ist. Ich werde es dich wissen lassen, sobald ich zurück bin. Wann auch immer das sein mag." Er griff nach seinem Umhang, dem Zeitumkehrer und seinen Besen.

„Es ist nichts Gutes", wisperte Luna, ihre blauen Augen glitzerten im Licht des untergehenden Mondes.

„Wenn ich mich selbst nach weniger als drei Stunden Schlaf aufwecke, ist es das nie", stimmte Harry zu, bevor er aus dem Fenster glitt und in den Wald der umstehenden Häuser flog. Elm Tree waren genau außerhalb des Schildes und so war Harry nicht überrascht, Xerosis mit Voldemort und einigen Todessern die dort standen vorzufinden. Er landete neben Xerosis und fragte. „Was geht hier vor?"

„…das ist nur leicht Beunruhigend", kam Barty zu dem Schluss, nervös zwischen den beiden Kopie des junges dunklen Lords, während einige Todesser sich unsicher bewegten, als sie den offenbaren Feind sahen.

„Xerosis, komm zum Punkt", befahl Voldemort.

Augenrollend blickte Xerosis hinüber zu Harry. „Es wird heute um 10 eine Explosion in King's Cross geben.

„Wie kannst du das wissen, wenn ihr beide hier se-"

„Barty, halt die Klappe", kam es von Harry und Xerosis gleichzeitig.

„Tut mir Leid, mein Lord", murmelte Barty. Unter den roten Augen Voldemorts bewegten sich wieder einige Todesser.

„Es gibt ein altes System, noch bevor King's Cross existierte, aber es wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr benutzt", gab Lucius bekannt, die Sorge war offensichtlich in seiner Stimme herauszuhören. „Mein Lord, sind sich sicher-"

„Ich habe es von verlässlicher Quelle und ging selbst vor einigen Stunden dorthin, um es persönlich zu kontrollieren", berichtete Xerosis trocken. Als Voldemort seinen Mund auf machte, fügte er hinzu: „Ja, wir können sie wahrscheinlich aufhalten, aber wenn wir einen Weg finden können, um die Schüler nach Hogwarts zu bekommen, ohne Sorge von irgendwelchen Bomben, würde ich das vorziehen." Der offenbare Vampir lächelte grausam. „Es hat etwas Poetisches an sich, wenn eine von Mundane platzierte Bombe für uns hunderte von Insekten tötet."

Voldemort nickte und wand sich Lucius zu. „Wie viel Schwierigkeiten würde es machen das alte System zum Laufen zu bringen?"

Lucius zog eine Grimasse. „Ehrlich, ich weiß es nicht, mein Lord. Ich weiß nicht, wie das Ministerium gewillt sein wird, diesem Thema zuzuhören."

„Lucius, wenn du Druck auf sie ausüben würdest, von deinem Ende, kann Harry vom andren Ende aus Druck ausüben", zeigte Xerosis auf.

„Wird das genug sein?", murrte einer der Todesser, der Harry einen unbeeindruckten Blick schenkte.

„Waren die selbstmörderischen Idioten nötig?", fragte Harry sein zukünftiges ich trocken.

Xerosis grinste. „Nein."

„Ich hasse Vampire", entschied Harry, der müde über sein Gesicht rieb, während Xerosis gluckste. Nach einem Moment blickte er den Todesser an, der gesprochen hatte, seine grünen Augen glühten warnend, während der Mann erzitterte. „Stellst du deinen Lord in Frage, Wurm?"

Der Mann schüttelte den Kopf.

Schnaubend legte Xerosis sanft eine Hand auf die Schulter deines etwas jüngeren Selbst. „Lucius, Baley, Stuart, ihr alle geht ins Ministerium und setzt sie unter Druck, dass sie diese System in Gang kriegen. Zerrt Fudge wenn nötig aus dem Bett, Lucius."

„Ja, mein Lord", murmelten die Männer, bevor sie apparierten.

„Greyson, Thompson, geht zum Büro des Tagesprophet und stellt sicher, dass das auf die Titelseite kommt", befahl Voldemort den zwei letzten Todessern, abgesehen von Barty. Als die Männer gegangen waren, wand sich der Dunkle Lord finster Dreinblickend seinen beiden Partner zu. „Gab es einen Grund, warum du darauf bestanden hast, das Barty erscheint?"

„Momentane Unterhaltung?", suggerierte Harry frech grinsend.

„Potter", hisste Voldemort, während Barty resigniert seufzte.

Xerosis grinste, dann schnippte er vor Harry mit dem Finger. „März im Jahr 2054."

Eine Augenbraue hochziehend, besann sich Harry zurück an das bestimmte Datum. „Erm, ja. Ich erinnere mich. Das blaue Haus, nicht?", erwiderte er, sich an den Angriff zurückerinnernd, den sie gegen eine Mundanes-Angriffs-Gruppe geführt hatten, der etwas außerhalb von London stattfand.

Xerosis nickte. „Zwei Stunden."

„Hab's. Wie lange noch, bevor…?" Harry winkte seine Hand in Richtung Voldemort und Barty, als er seinen Zeitumkehrer hervorzog.

„Viereinhalb Stunden."

Das Gesicht verziehend bot Harry Voldemort einen entschuldigenden Blick. „Tut mir Leid?" Er hatte Malfoy Manor so gegen zwei verlassen und er hatte gewusst, dass der rotäugigen Mann danach immer noch Dinge zu erledigen hatte, als er gegangen war.

Als Erwiderung bleckte Voldemort seine Zähne. „Oh nein, jetzt tut es dir noch nicht leid."

Abwesend rieb sich Xerosis die Schulter. „Gib mir ne Pause", beschwerte er sich. „Als wenn ich mehr schlaf bekommen hätte als du."

Harry war an Bartys Seite geglitten, den Zeitumkehrer vergessen, während Voldemort und Xerosis einander Ansprangen. „Komm Barty, lass uns entkommen, bevor wir zu Kollateralschaden werden."

Barty ließ sich durch die Schatten zurück nach Malfoy Manor in sein Zimmer mitziehen. Als Harry kontrollierte, ob er auch alles hatte, fragte der Todesser: „Wieso hast du mich mitgenommen? Wirst du… Was auch immer."

„Wahrscheinlich um mich nicht in diese Auseinandersetzung mit hineinziehen zu lassen", schlussfolgerte Harry. „Gut und für etwas Unterhaltung. Sorry, Barty, aber du machst es etwas zu leicht."

„Ich ergebe mich, mein Lord", erwiderte der Mann trocken.

Harry lächelte ihn an. „Wahrscheinlich ist es so einfacher."

Als Barty schnaubte, brachte ihm das ein kichern des Teens sein. Nach einem Moment, gerade bevor Harry wider in den Schatten verschwinden konnte, fragte dieser: „Mein Lord… Harry?"

Harry blinzelte ihn an, da er es ihn immer eiskalt erwischte, wenn der Todesser seinen Geburtsnahmen benutzte und er war der Einzige, der es je tat. „Ja?"

Etwas unsicher blickend, aber trotzdem Fragend, meinte Barty: „2054?"

Bitter grinste Harry. „Ah. Das ist ein Code, den ich mit mir selbst benutz habe."

„Ich verstehe nicht-"

„Barty", warnte Harry den Man, bevor dieser weiter drängen konnte, „das geht dich nichts an."

Nachdem Barty den Jungen mit den Augen eines Erwachsenen für einen langen Moment nachdenklich beobachtet hatte, nickte er schließlich. „Ja, mein Lord."

Ihm die Andeutung eines Lächelnd schenkend, schritt Harry in die Schatten zurück, um in einem Park der sich in der Nähe des Hauses befand, das Xerosis erwähnte, wieder zu erscheinen. Dort benutzte er seinen Zeitumkehrer.

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„Es wird eine Bombenexplosion bei Kings's Cross geben", erklärte Harry der wartenden Luna, als er zurück durch das Fenster kletterte. „Ich muss Andy und Tonks aufwecken."

„Werden die Auroren nicht selbst versuchen, die Bombe zu entschärfen?", fragte Luna, als Harry verschiedene Apparate in seinen Koffer zurückräumte.

„Nein, es sei denn, sie sind Idioten", konterte Harry. „Für alle Fälle werde ich Tonks trotzdem versuchen klar zu machen, wie schlecht diese Idee ist."

„Was ist, wenn sie die Mundaneregierung informieren?", fragte Lund, die Harry folgte, als er sein Zimmer verließ und in Richtung von Andromedas Zimmer ging.

„Dann werden diese Insekten eben gewarnt. Es wird trotzdem geschehen." Er klopfte an die Türe seiner Cousine und wartete geduldig, während sie schläfrig murmelte und sich aus dem Bett quälte. Als sich die Türe öffnete, schenke er ihr ein entschuldigendes Lächeln. „Sorry, Andy, aber es ist wichtig."

„Du bist mir viel zu wach für diese Uhrzeit", murrte Andromeda schläfrig, bevor sie zurückschritt und die beiden Jugendlichen hereinwinkte. Harry und Luna nahmen den Schreibtischstuhl, beziehungsweise den Boden neben den Stuhl, während Andromeda zu ihrem Bett zurückkehrte. „Ok, was ist so wichtig?", fragte sie gähnend.

Harry neigte den Kopf auf eine Seite. „Um 10 Uhr wird ein von Mundane Platziertes Pack Sprengstoff in King's Cross explodieren."

Augenblicklich schreckte Andromeda aus ihrer Erschöpfung. „Was?", wisperte sie, leicht erbleichend.

Darüber zog Harry eine Augenbraue hoch. „Das Ministerium hat bereits davon erfahren, aber wir sind uns nicht sicher, ob sie ihre Hintern rechtzeitig in Gang bringen können, um ihr altes System wieder aufnehmen zu können. Oder ob sie die Eltern rechtzeitig informieren, damit diese ihre Kinder auf dem alten Weg nach Hogwarts bringen. Schulleiter Dumbledore wird den Extradruck auf sie Ausüben, der sie in Bewegung bringt."

„Kann die Bombe nicht einfach unschädlich gemacht werden?", fragte Andromeda, selbst als sie sich beeilte ihren Umhang umzulegen.

Harry zuckte die Achseln. „Wahrscheinlich, aber das überlasse ich den Mundanes; eine Hexe oder ein Zauberer würde sie wahrscheinlich nur versehentlich hochjagen. Ob die Mundanes nun informiert werden oder nicht, wir müssen trotzdem einen anderen Weg finden, um einige hunderte Kinder am Ende des Tages nach Schottland zu bekommen.

Andromeda bedachte ihn mit einen Misstrauischen Blick. „Dich kümmert es nicht, ob oder ob man es ihnen nicht sagt?", wunderte sie sich.

Obwohl er lächelte, sagte Harry nichts.

„Du bist offensichtlicher mit deinem Muggelhass als sonst", zeigte Andromeda auf.

„Was immer du auch meinst, liebe Cousine Andy?", erwidere Harry, der zu ihr mit verdächtig unschuldigen Augen aufblickte.

Andromeda schnaubte. „Mein Ehemann war Muggelgeboren", erinnerte sie ihn.

„So wie meine Mutter", sagte Harry, der sein Kinn mit einer Hand abstützte. „Genauso wie zwei meiner Freunde. Ich sehen keinen Grund, den Kindern für die Vergehen der Eltern die Schuld zu geben."

Abermals schnaubte Andromeda. „Du gibst den Muggeln die Schuld dafür, dass sie ohne Magie geboren worden sind."

„Das habe ich nie gesagt", wies Harry belustigt darauf hin. „Ich mag sie nicht, weil wir alle Menschen sind und es in unserer Natur ist, eine bestimmten Menge an Misstrauen denen gegenüber zu haben, die anders sind als wir. Ich fürchte sie, weil ich weiß, dass sie die Macht haben die Welt zu zerstören. Und ich hasse sie, weil ich weiß, dass sie mehr als nur gewillt sind, die Welt zu zerstören, wenn sie dafür die Magier loswerden."

Darüber runzelte Andromeda die Stirn. „Es gibt auch gute Muggel da draußen."

Harry zuckte die Achseln. „Ja, aber selbst die guten Mundanes werden die Gewalt wählen, wenn sie Angst haben."

„Dein Freund – Xerosis – und Voldemort sind der Grund, warum die Muggel zurückschlagen", zeigte Andromeda auf.

Harry lächelte. „Die Zeit ist das Wesentliche, Andy; wir können unsere Philosophiedebatte später weiterführen." Er stand auf und griff hinab um Luna auf zu helfen. „Komm mit, Kleines. Wenn ich auf sein muss, wird Sirius mit mir leiden. „Wir können Tonks nebenbei aufwecken."

Ihren Arm mit seinem verschlingend, schritten Luna und er zusammen hinunter zu Tonks Zimmer. Dort weckten sie die ungeschickte Metamorphmagi und verließen sie, damit sie sich fertig machen konnte, nachdem sie ihr erklärt hatten, dass es für King's Cross eine Bombendrohung gab.

Bei Sirius Zimmer, lies Luna Harry vorgehen, der sich nicht mit anklopfen aufhielt. Sie folgte ihm zu Sirius Bettende, wo er stehen blieb und seinen schlafenden Paten für eine Minute betrachtete, bevor er einen Krug mit Wasser heraufbeschwor und diesen magisch erwärmte. Dort ließ er Sirius Hand hineingleiten, bevor er einen Stuhl heranzog und sich hinsetzte und grinsend wartete.

Fünf Minuten später, wachte Sirius zu Harrys lautem Gelächter auf. Schläfrig Luna anblickend, sah er das Mädchen still vor sich hin kichernd und auf die Vorderseite seiner Hose deutend. Er blickte hinab, bemerkte die Nässe und realisierte das seine Hand in einem Krug mit warmen Wasser steckte. Es kostete ihn einem Moment, aber irgendwie gelang es ihm, die Punkte zu verbinden und er torkelte aus dem Bett auf Harry zu, der aus dem Zimmer schoss, laut rufend: „Siri macht sein Bett nass, wie ein kleines Kind!"

„Komm zurück, du kleiner Wicht!", rief Sirius, dem Teen nachstolpernd und von Zeit zu Zeit gegen die Wand knallend.

Luna, immer noch still kichernd, griff sich den Krug und ging in die Küche. Dort war immer noch etwas Popcorn mit ihrem Namen darauf und die hatte Erstereihekarten für eine verrückte Show.

-0-

Harry verstand schnell, wieso sie ein Dampfsystem ihrem alten System vorgezogen hatten. „Was ist mit denen, die Mundaneeltern haben, die nicht Apparieren können oder keinen Zugang zum Floonetz haben?", fragte er allgemein in den Raum hinein. Andromeda war gerade mit neuen Anweisungen zurückgekehrt und kommentierte Trocken, dass jeder Andere die Anweisungen via Eule innerhalb der nächsten zwei Stunden erhalten würde. Da sie noch dreieinhalb Stunden hatten bis die Bombe bestimmt war zu detonieren, war Harry nicht besorgt.

„Das Ministerium, St Mungo's und die Drei Besen öffnen alle ihre Kamine für den Hogwartsverkehr", berichtete Andromeda. „Solange sich die Familien daran halten, sollte alles reibungslos verlaufen."

„Ich habe dieses großartige Bild im Geiste vor mir, von Mundanefamilien die sich weigern ihre Kinder nach Hogwarts zu schicken, weil sie in eine Feuerstelle steigen müssen", kommentierte Harry trocken.

„Sie können auch den fahrenden Ritter nahmen", erweiterte Sirius gähnend. „So, Andy, wann müssen Harry und Luna genau zurück sein?"

„Harry muss irgendwann zwischen eins und viertel nach eins gehen. Luna eine Stunde danach."

„Können wir nicht einfach früh gehen?", beschwerte sich Harry, sich über das Gesicht reibend. Er Persönlich, wollte einfach nur ein Nickerchen machen. „Ich meine, theoretisch gehen wir mit einem Professor. Bekommen wir deshalb irgendeinen Art Bonus?"

„Ihr lebt bei einem Professor?", plapperte Sirius nach, seinen Patensohn mit einem bedröppelten Ausdruck anblickend.

Harry und Luna zeigten beide auf Andromeda, die eher belustigt aussah. „Wie habt ihr es rausgefunden?", fragte die neueste Verteidigungsprofessorin.

„Luna hat es mir gesagt", berichtete Harry. „Komm schon, Andy. Können wir früher gehen? Luna und ich benehmen uns auch. Wir bleiben in unserem Turm und du wirst nicht mal bemerken, dass wir da sind."

„Ich weiß nicht, Kind…", erwiderte Andromeda, ihren Kopf langsam schüttelnd.

Mit einem fiesen Lächeln wand sich Harry an seinen Paten.

„Oh, um Merlins Willen, Andy! Nimm den kleinen Dämonen, bevor er mich völlig auf den Gipfel des Berges treiben kann!", beschwerte sich Sirius.

„Welchen Berg?", forderte Andromeda, ihrem Cousin einen skeptischen Blick zuwerfend, zu wissen.

„Den Berg der Zurechnungsfähigkeit!"

Müde rieb sich Andromeda über die Stirn, während Harrys Grinsen breiter wurde und er sagte: "Ich denke nicht, das du jemals am Anfang diese Berges warst, Siri."

„Das sagt einer, der es ja wissen muss, Knirps", konterte Sirius.

„Hey, ich lasse dich hiermit Wissen, dass ich stolzer Bewohner des Tals der völlig Meschugge bin."

„… wieso klingt das viel großartiger als der Berg der Zurechnungsfähigkeit?", fragte sich Sirius.

„Weil es so ist. Nicht nur, gibt es da keine Regeln, sondern dort gibt's es auch Tal-weite Orgien jeden Freitag", hab Harry bekannt, bevor er auf einen Kalender in der Nähe blickte. „Hey und weißt du was? Es ist Freitag!"

„Du bist zu jung für Orgien!", deklarierte Sirius.

„Keine Regeln", erinnerte Harry ihn, bevor er sich an Luna wandte. „Ich weiß da ich nicht dein Typ bin, Kleines, aber würdest du mich in mein Zimmer begleiten, für eine Orgie?"

„Hmmm…", erwiderte Luna, die ihren Freund nachdenklich betrachtete.

„Zu! Jung!", versuchte es Sirius abermals.

Andromeda stöhnte. „Merlin vergib mir", beschwerte sie sich. „Harry, Luna, holt eure Koffer. Ich bring euch früher hin, wenn auch nur um meine geistige Gesundheit zu schützen."

„Und was ist mit meiner geistigen Gesundheit?", beschwerte sich Sirius, während die beiden Teens Grinsen austauschten und sich beeilten, aus dem Zimmer zu kommen.

Welche geistigen Gesundheit?"

Für eine schnelle Umarmung fing Harry Luna am Treppenende ein, bevor er den Weg in sein Zimmer vorging. „Also, was ist dein Typ, Luna?", fragte er sie, als er einige Letzte-Minute-Sachen in seinen Koffer warf.

„Jemand, der etwas mehr in meinem Alter ist", erwiderte Luna mit einem entrückten Lächeln.

Harry kicherte. „Tut mir leid."

„Muss es nicht", beschwichtigte ihn Luna. „Du würdest einen sehr armseligen Lord machen, wenn du nur fünfzehn wärst."

„Hn. Guter Punkt." Nachdem er seinen Koffer geschlossen hatte, tippte Harry ihn an und ließ ihn schrumpfen, dann steckte er ihn in seine Tasche. „Aber ernsthaft, was ist dein Typ? Ich weiß, dass du vielleicht Rolf Scamander heiratest-"

„Ich habe Rolf einige Male getroffen", unterbrach Luna abwesend, als sie ihren eigenen Koffer schrumpfte. „Er ist ein netter Junge, aber er ist nicht gewillt zu akzeptieren, dass Crumple-Horned Snorlacks auch nur existieren könnten."

Darüber den Kopf schüttelnd führte Harry das Mädchen zurück ins Wohnzimmer. „Luna Kleines, das ist was die meisten Leute denken."

„Dann sind sie alle sehr dumm, nicht wahr?"

„Zweifelsfrei."

„Seid ihr zwei bereit?", fragte Andromeda als sie zusammen das Wohnzimmer betraten.

„Ja", gab Luna bekannt.

Harry blinzelte seinen Paten an, der ihm einen bittenden Blick hinter einem Knebel hervorschenkte. „Um, Andy, wieso ist mein Pate wie ein Lamm verschnürt, das zum Schlachter geführt wird?"

Sirius wimmerte.

„Ich überlege ihn als Friedensangebot an Severus zu schicken", erwiderte Andromeda trocken.

Abermals wimmerte Sirius.

„Wenn du das tust, solltest du ihn vielleicht zuerst von seiner Kleidung trennen", kommentierte Harry, seine Augen glommen vor Schlack, als Sirius sich abwand, grün und bleich. „Wir wissen beide wie Siri zu ersten Eindrücken steht, wenn es zu möglichen Kammeraden kommt."

Die Augen von Sirius rollten in seinen Kopf zurück und er kippte aus seinem Stuhl.

Erst blinzelte Andromeda ihren umgekippten Cousin an, dann blickte sie hinüber zu Harry. „Das war brillant Böse."

„Ich versuche es", erwiderte Harry grinsend.

Andromeda stieß ein belustigtes Schnauben aus. „Ja, das sehe ich. Gut, weiter geht's. Du floost jetzt zurück ins Büro des Schulleiters." Sie winkte die beiden Teenager in Richtung des Offenen Kamines.

„Holde Jungfer", sagte Harry, der sich vor Luna verbeugte, „Ladys first."

Leicht abwesend belächelte ihn Luna. „Danke ihnen, mein Lord", sagte sie, bevor sie Kopf voran in den Kamin stieg.

Einen Moment lang betrachtete Harry die bäuchlings liegende Form seinen Paten, während Andromeda ihn belustigt beobachtete. „Harry, wenn du ihn verfluchen willst, tue es jetzt."

Harry schenkte ihr einen großäugigen Blick. „Aber ich bin doch immer noch Minderjährig, Andy!"

„Ich hab aufgehört zu zählen, wie oft ich dich diesen Sommer habe zaubern habe sehen, Kind", informierte Andromeda ihn trocken. „Bin mir nicht sicher wie du um die Ortung hindurchgekommen bist, aber da du den halben Sommer in der Black-Familienbibliothek verbracht hast, kann ich eine sehr gute Vermutung anstellen."

Lächelnd und das nicht weiter Kommentierend, zog Harry seien gestohlenen Lieblingszauberstab aus seiner Tasche. In Wahrheit hatte er die Ortung nie von seinem Stechpalmenstab entfernt, obwohl er darüber nachgedacht hatte. Aber wenn Andromeda ihn Magie hatte benutzen sehen, hatte sie diesen Stab sowieso gesehen. „Unbekleidet Bekleidet", murmelte er, den Zauber auf seien Paten legend. (Der Zauber, der hier verwendet wurde, ist im Originalen in Deutsch geschrieben.)

Als nichts passierte, blickte Andromeda ihn neugierig an. „Ja?"

„Das ist ein deutscher Zauber, mit der Bedeutung `unbekleidet Bekleidet`. Egal was Siri anzieht er wird trotzdem denken er sei Nackt, wobei andere aber die Kleidung sehen können, die er anhat. Nach einer Woche, verliert es seine Wirkung." Harry lächelte etwas. „Ich bin etwas neugierig, ob er nach einigen Tagen einfach aufhören wird, Kleidung zu tragen."

„Meine arme Tochter", murrte Andromeda, die vor schritt und Harry Richtung Kamin drehte. „Geh und ärgere deine Professoren."

„Du kommst nicht mit?", fragte Harry überrascht.

„In kürze. Ich muss Dora vor deinem Streich vorwarnen."

Kichernd warf Harry seine Magie in die Flammen, bevor er in Dumbledores Büro floote. „Sorry dass du warten musstest, Kleines", wand er sich an Luna, die etwas Tee und Biskuit mit Dumbledore genoss.

Luna schenkte ihm ihr abwesendes Lächeln. „Der Schulleiter hat nach Blibbering Humdingers gefragt", erklärte sie. „Wieso schließt du dich uns nicht an, Harry?"

Harrys Blick schweifte dorthin, von wo aus Fawkes ihn anfunkelte, die Federn drohend aufgeplustert. Das war beunruhigend. „Nein, ich denke, dass ich jetzt ein Nickerchen bis zum Lunch machen werde. Trotzdem, viel Spaß." Er lehnte sich zu ihr herüber und küsste ihre Wange, was ihm ein erfreutes Lächeln einbrachte, dann nickte er Dumbledore zu. „Schulleiter."

„Angenehme Träume, mein Junge", erwiderte Dumbledore mit einem Lächeln.

Fast hatte Harry die Türe erreicht, als Fawkes einen schneidenden Laut ausstieß und der junge Dunkle Lord seine Hände über seinen Ohren zusammenschlug. „Was zum Teufel?", forderte er zu wissen, wobei der dem Vogel einen bösen Blick zuwarf. Er hatte nicht erwartet, dass Fawkes ihn sehr mögen würde, nicht mit all dem Blut an seinen Händen, aber ebenso hatte er nicht erwartet, dass der Vogel ihn verbal angreifen würde.

„Fawkes?", fragte Dumbledore, halb erhoben von seinem Stuhl, wobei er seinen Vertrauten überrascht aber auch besorgt beobachtete.

Harry kniff wegen Fawkes die Augen zusammen, als der Vogel einen weiteren durchdringenden Schrei ertönen lies. Da sein Temperament gerade eh sehr locker war, brauchte es nicht viel um Harrys Macht hervorzurufen und um sie auf den Phoenix zu schicken. Er schickte dem Feuervogel als Warnung eine eisige Briese, die das genaue Gegenteil von dem war, was der Vogel verkörperte.

Von Fawkes kam ein Geräusch, das nur als Vogelwimmern beschreiben werden konnte, dann wand er seinen Rücken Harry zu und krümmte seinen Kopf.

Seine Kraft zurückrufend, schritt Harry aus dem Büro, wobei er wünschte, dass er gerade eben seinen Ärger besser unter Kontrolle gehabt hätte. „Verdammte Hormone. Verdammter Feuervogel."

Er brauchte schlaf. Er konnte sich überlegen, was mit Fawkes zu tun war, nachdem er wieder klar denken konnte.

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LG Shigeko