Title: Xerosis
Author: Batsutousai
Beta: Shara Lunison & magickmaker17
Übersetzer: LadyShigeko
Beta: Der Nörgler
Rating: T
Pairings: Voldemort/Harry (post-Harry/Ginny)
Warnings: SLASH, AU, character death, super!Harry, Dark!Harry
Summary: Harry's world ends at the hands of those he'd once fought to save. An adult-Harry goes back to his younger self fic. Semi-super!Harry
Disclaim Her: so… normalerweisen sind meine Kapiteltitel gestohlen von irgendwelchen Songtlyrics. Ich besitze diese lange Word-Dokument, mit zwei- bis sechs Wörter-Phrasen von Songs die ich gerne höre. Normalerweise würde ich einfach nur irgendwas von dieser Liste herauspicken– dieser Titel ist inspiriert von Penelope Garica zitiert in Criminal Minds – I'm only a little obsessed – und es ist einfach… Es war großartig. Ich wollte das irgendwie die ganze Zeit in die Fic mit einbauen, weil es einfach nur großartig ist.
A/N (Der Autorin): Einige Antworten auf Fragen, die ich öfter bekomme:
Muggle/Mundane zu töten ist nicht klug: Nein hier und da eine Gruppe zu töten, ist nicht die beste Idee von Harry, aber er ist im Moment nicht die vernünftigste Person und er arbeitet mit Voldemort zusammen, der auch nicht gerade die vernünftigste Person ist. Das meiste der Person-tötet-Person basiert auf simplem Blutdurst oder weil die Todesser und Harrys Gruppe in der Vergangenheit so gearbeitet haben. Die Guerillakriege.
Also, ihr müsst im Kopf behalten, dass die normalen Leute der Gesellschaft niemals gewillt wären zurückzuschlagen gegen die Mundanes, ohne Beweis dafür, wozu sie in der Lage sind. Also die herausfindenden zu lassen über die Magische Welt und zu beginnen zurückzuschlagen war ein nötiges Übel, selbst wenn es eine gigantische Zielscheibe auf den Rücken der Gesellschaft malt.
Harry/Luna? Jesus, people. Harry und Luna sind Freunde, keine potentielle Liebhaber, trotz dass die verrückt nahe sind. Harry hat ernsthaft keine romantischen Gedanken zu diesem Zeitpunkt und Luna ist etwas zu jung, um so über sie zu denken.
Und die Beziehungsfrage: When's the HP/LV(TMR) happening? Wenn die Jungs gut und bereit sind. Es entspricht momentan nicht ihrem Charakter einfach aufeinander zu springen und sie haben zurzeit andere Dinge zu tun. Wenn es passiert, wird es wohl kaum ein ausversehen sein. Es wird wahrscheinlich einige Zweifel und Ängste geben. Yaddy, yadda… XD
ADÜ: Die Autorin hat gesprochen und die Übersetzerin ist ihres Amtes gewaltet.
Wichtig: Ich habe beschlossen, dass es so etwas wie einen Weihnachtskalender geben wird und ich werde zwischen Weihnachten und Toms Geburtstag den letzten Teil hochladen.
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Born From Conflict
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„Bist du wach?", fragte Terry durch Harrys Vorhänge hindurch.
Matt stöhnend streckte Harry sich und zog eine Seite der Vorhänge auf, seine Augen bedeckend vor der erwarteten Nachmittagssonne. „Guten Nachmittag, Terry", murmelte er, seinen Freund durch seine Finger anlinsend.
„Zumindest weißt du wie spät es ist", kam es von Lillian aus dem Türrahmen.
Leicht runzelte Harry die Stirn. Die Slytherins sollten eigentlich nicht vor Ende der nächsten Stunde ankommen. „Wie spät ist es?"
„Fast drei. Loony hat uns warten lassen", berichtete Lillian.
„Oh Moon, verschwinde!", beschwerte sich Anthony Goldstein.
Sich vom Bett aufraffend, griff sich Harry seine Brille und setzte sie auf. „Anthony, dir geht's gut!", realisierte er. Er hatte sich schuldig gefühlt dass er sich nicht mehr um seinen Zimmerkammeraden gesorgt hatte. Er hatte schließlich gewusst, dass Anthonys Haus in der Nähe der ersten Explosion gewesen war.
Anthony bedachte Harry mit einem müden Blick. „Ja, ich war außer Haus, als es passierte."
„Warte, du hast in der Nähe einer dieser Explosionen gelebt?", fragte Lillian, deren überhebliche Fassade bröckelte.
„Sein Haus ist nur zwei weiter von der ersten Explosion entfernt", informierte sie Harry. Was ist mit deiner Mutter? War sie mir dir zusammen, oder-?"
„Sie ist tot", berichtete Anthony ausdruckslos. „Ich bin solange sie versuchen meinen Vater zu überreden mich aufzunehmen, Mündel des Ministeriums."
Die Zähne zusammenbeißend stöhnte Harry, der vertraut genug mit dem Mündel-System des Ministeriums war, um zu wissen, dass es für ein Kind nicht gut war, das gerade seine leiblichen Eltern verloren hatte. Nachdem seine Kinder das Haus verlassen hatten, hatten Ginny und er gelegentlich ein Mündel oder zwei des Ministeriums aufgenommen, während das Ministerium versuchte eine Familien für sie zu finden. Und dieser ganze Prozess war die pure Hölle und kompletter Blödsinn. Sie versuchten immer ihr Bestes, um sich um ihre Mündel zu kümmern, aber die meisten von ihnen hatten gerade alles verloren und tendierten dazu, sich in sich selbst zu verschließen. Es half nicht, dass einige Familien Mündel aufnahmen und sie dann wegen ihrer emotionalen Schmerzen oder auf Grund dessen, wer ihre Eltern waren, schlecht behandelten. Und da jeder, der Mündel des Ministeriums aufnahm sich freiwillig meldete, checkte das Ministerium deren Hintergründe nicht nur dahingehend um sicherzugehen, dass diese finanziell gut abgesichert waren, um sich um das Kind zu kümmern.
„Wie ist deine Gastfamilie?", musste Harry einfach fragen.
Anthonys Gesicht wurde ausdruckslos. „Sie sind ok."
Harry und Terry tauschten wissende Blicke. Harry würde Sirius schreiben müssen und sehen, ob sein Pate gewillt war, Anthony aufzunehmen, bis sie ein neues Zuhause für ihn gefunden hatten.
Lillian seufzte. „Harry, Loony sagte, dass du mit uns allen reden wolltest?"
„Wollte ich das?", fragte Harry, der sich blinzelnd den Kopf kratzte. „Oh, stimmt. Wo sind die anderen?"
„Deine anderen Schlammblüter und der feige Löwe wollten nicht im Ravenclawturm erwischt werden."
Terry rollte über Lillians Bezeichnungen für die anderen seine Augen. „Sie werden uns in der Bücherei treffen. Li und Luna warten unten. Nicht so, wie einige andere Reinblüter, die ich kenne." Er schickte Lillian einen finsteren Blick.
Lillian grinste zurück.
„Ihr seid ein lächerlicher Haufen", deklarierte Harry, der ein Schuluniformset aus seinem Koffer zu sich rief. „Lil, geh runter, so dass ich mich umziehen kann."
„Ooh." Lillian wackelte mit ihren Augenbrauen und schlüpfte aus dem Zimmer.
Harry rollte kurz mit den Augen, dann begann er sich umzuziehen während Terry kicherte. Sie gingen, die Treppe hinunter, um die Mädchen zu treffen. Luna flog augenblicklich an seine Rechte, während Terry und Li sofort begannen, ihre anscheinend unterbrochene Diskussion über Lis Besuch in China, wieder aufzunehmen.
Lillian schloss zu Harrys linker Seite auf, fragend: „Wirst du es ihnen sagen?"
Er ließ seinen Blick zu ihr hinüber schweifen, schulterzuckend. „Vielleicht. Zugegeben, ich bin etwas besorgt darüber, wie viele von euch es bereist wissen."
„Ich werde es niemandem sagen", erklärte Lillian. „Und ich bezweifle, das das Schlammblut oder Longbottom es tun werden."
„Das ist keine Frage der Absicht", erwiderte Harry. „Snape und Dumbledore sind beide Legilimentiger. Dumbledore respektiert die meiste Zeit über die privaten Grenzen, aber Snape neigt dazu, wenn er bei etwas nachhakt Legilimentig zu verwenden." Er belächelte Lillians entsetzten Ausdruck. „Neville ist wahrscheinlich am ehesten raus, da er niemals in Snapes Augen blickt, aber der Rest von euch wird sehr vorsichtig sein müssen."
„Was ist mit Loony?", fragte Lillian, die ihren Blick auf Luna richtete.
Luna lächelte sie verträumt an während Harry kicherte. „Luna geht in Ordnung."
Die Bibliothek war erwartungsgemäß fast leer. Madam Pince beobachtete sie misstrauisch von ihrem Tisch aus, als Terry und Li den Weg einschlugen zu der Rückseite der Stapel der führte, die Hermione und Neville angesammelt hatten. Sobald sie ankamen, war Hermione bei Harry und zog ihn in eine Umarmung. „Ist alles in Ordnung?", fragte sie während sie Harry mit besorgten Blick musterte. „Luna sagte als du hier ankamst, bist du sofort ins Bett-"
Kichernd strich Harry einige Haare aus Hermiones Gesicht. „Mir geht's gut, Hermione. Ich hab nur letzte Nacht nicht viel Schlaf bekommen." Er drehte ich sanft in Richtung des Tisch der sie und Neville ausgewählt hatten. „Hey, Neville. Wie läufts so?".
Neville lächelte ihn an, als sich alle um den Tisch herumsetzten. „Gut. Ich nehme nicht an, dass du weißt, warum wir einen alternativen Weg nach Hogwarts mussten?" Wegen Harrys hochgezogener Augenbraue fügte er hinzu, „Das wurde in dem Brief nicht spezifisch ausgeführt."
„Huh." Schulterzuckend lehnte sich Harry in seinem Stuhl zurück, stumm eine Stillebarriere um ihren Tisch zaubernd. „Ja, es gab eine Bombenwarnung für Kings Cross. Es wurde entschieden, dass sie ihr altes System wieder benutzen würden, um zur Schule zu gelangen, da es so einfacher war, an der Bombe zu arbeiten."
„Eine Bombendrohung?", wiederholte Hermione, deren Augenbraun sich besorgt zusammenzogen.
„Was ist das nur mit den Muggeln und den Explosionen?", beschwerte sich Lillian. „Jedes Mal wenn ich mich diesen Sommer umdrehte, waren die Muggel fort und haben an anderer Stelle eine weitere Bombe platziert."
„Und was ist das mit den Todessern und den Unverzeihlichen?", erwiderte Terry.
„Vergleichst du gerade Todesser mit Muggeln?", forderte Lillian zu wissen.
Harry rieb sich das Nasenbein. „Müssen wir diese Diskussion gerade jetzt führen?"
Lillian und Terry blickten hinab auf den Tisch, ein jämmerliches Bild abgebend und sagten im Chor: „Sorry, Harry."
Von Li kam ein höfliches Hüsteln. „Luna sagte, du wolltest uns etwas fragen?"
Harry schickte Luna einen zärtlichen Bick und richtete sich dann in seinem Stuhl auf. „Man könnte es ein Projekt nennen, wenn man so will", bot er an. „Ich versuche herauszukriegen, wie man eine Hexe oder einen Zauberer hinauf ins Weltall bekommt. Vorzugsweise ohne durch eine Mundanebehörde gehen zu müssen."
Es herrschte einem Moment Stille, dann:
„Weltall? Wer würde denn da hoch gehen wollen?", von Lillian.
„Können wir eine Rakete kapern?", von Terry.
„Irgendeinen bestimmten Grund wieso?", von Hermione und Li.
„Das Usagi Tsuki, das auf dem Mond lebt, könnte hilfreich sein", von Luna.
Harry blinzelte sie einem Augenblick an, dann brach er in schallendes Gelächter aus. Es kostete ihn einen Moment um wieder runter zu kommen, nur um dann abermals in Gelächter auszubrechen, als er ihre verletzten Gesichtsausdrücke erblickte. Schließlich, nachdem er sich zwang auf den Tisch zu blicken, bot er ihnen, ein zwischen Gekicher hervorgepresstes „Es tut mir leid", an.
Neville, der Einzige der nicht verletzt – oder in Lunas Fall, leicht gepresst – wirkte, fragte: „Wieso fragst du?"
Leicht stirnrunzelnd blickte Harry auf. „Ich und eine… Bekanntschaft von mir haben einige Pläne, wie wir die Mundanes davon abhalten können, ihre Satelliten, die im Orbit um den Planeten herum schwirren, zu nutzen, um Hogwarts zu finden."
„Zu so etwas sind sie in der Lage?", wisperte Lillian.
„Ja", sagte Harry mit solch einer Sicherheit, das Lillian, Hermione und Neville beunruhigte Blicke tauschten. „Die Schilde um die Schule herum haben nur eine Reichweite von sechshundert Metern. Jede Kamera, oder Person, die auf Hogwarts über halb dieses Radius herabblickt, kann genau sehen, was hier wirklich ist." Harry dachte einen Moment nach, dann fügte er hinzu: „Ich fürchte, Flugzeuge sind ebenso ein Problem, aber keines von diesen fliegt über dieser Gegend, weil die magischen Interferenzen dazu tentieren, sie zum Absturz zu bringen."
Sie waren alle für einen Moment lang still, dann fragte Li vorsichtig: „Was hat ins Weltall zu gelangen damit zu tun?"
„Meine Bekanntschaft und ich haben einige Modifikationen zu den Schilden, die ein klein Wenig ihre Kraft vergrößert und ebenso einen Serie von Runen beinhaltet – die, wenn sie in den Satelliten eingraviert werden – dafür sorgen, das nur das aufgezeichnet wird, was wir wollen."
„Aber um die Runen auf die Satelliten zu gravieren, must man ins Weltall", deduzierte Hermione, gedankenverloren die Stirn runzelnd. „Ich weiß nicht, ob wir damit davon kommen werden, wenn wir ihre Rakete stehlen, nicht zu erwähnen das Training, das jeder absolvieren muss, um sie zu steuern…"
„Genau meine Gedanken", stimmte Harry, sich über den Tisch lehnend, zu. „Tom – mein Bekannter – suggerierte eine Art des Apparierens, aber dazu braucht man einen visuellen Anhaltpunkt, um dort zu gelangen, weshalb es wahrscheinlich ausfällt."
„Was wäre mit einem Raumschiff?", fragte Terry. „Ich meine, sicher, ein Luftblasenzauber würde Voraussetzung sein, aber der gibt dir nur Sauerstoff. Du brauchst etwas, das sich vor dem Vakuum beschützt, stimmts?"
„Und du braucht etwas Training in Zero-G", stimmte Luna zu.
Die Reinblüter bedachten das seltsame Mädchen mit nichtssagenden Blicken, wären die Anderen um den Tisch herum sie ungläubig betrachteten. Einige Dinge, die Luna wusste – erzogen als Reinblut, das sie war – waren völlig unerklärlich.
„Was ist `Zero-G`?", bat Neville zu wissen.
„Zero Gravity", erklärte Li. „Dort gibt es nichts, was dich mehr auf dem Boden hält. Du würdest irgendeinen Antrieb brauchen, um dich in Zero-G während des Trainings zu bewegen", fügte sie, auf Harry blickend, hinzu.
Nickend zog Harry ein kleines Notizbuch aus seiner Tasche, um sich einige Notizen hineinzuschreiben. „Ich kenne einen Raum im Schloss, der wahrscheinlich Zero-G simulieren könnte und Aufrufezauber könnten als eine Art Antrieb dienen. Nehme ich an. Weniger Masse zieht sich zu mehr Masse hin, das ist alles."
„Ich hasse es, wenn du wie ein Muggel sprichst", beschwerte sich Lillian.
„Tut mir leid", murmelte Harry, der fortfuhr Kalkulationen in sein Notizbuch zu kritzeln.
Hermione lugte über seine Schulter und ihre Augen weiteten sich, als sie die komplizierte Arithmetic sah. „Bei Merlins Bart, Harry", keuchte sie. „Ich kann noch nicht mal der Hälfte davon folgen."
„Eigentlich bin ich ein geheimes mathematisches Genie", erwiderte Harry trocken, der stoppte um am Ende seines Stiftes zu kauen, bevor er einige weitere Zeilen hinzufügte. „Ugh." Er klappte das Buch zu und steckte es, zusammen mit dem Stift, zurück in seine Tasche. „Fuck it-"
„Harry!", schnappte Hermione, während Terry über die Ausdrucksweise seines Freundes grinste.
Augenrollend tätschelte Harry Hermiones Hand. „Sichtweite würde das ungefähr zehn Sprünge erfordern, abhängig von der Wolkendichte. Ja, ich habe die Erdanziehungskraft und den Atmosphärischen Druck mit einberechnet." Er zog eine Grimasse über die ausdruckslosen Blicke, die er erhielt. „Tut mir leid. Uhm, trotzdem. Es liegt nicht im Bereich des Möglichen eines Menschen, das eine Hexe oder ein Zauberer es mit Hilfe der Apparition da hoch schafft: Der Trip würde zu kräftezehrend sein. Vielleicht eine Gruppe von Zauberern, aber je mehr Leute, desto mehr Masse, was mehr Magie erfordert…" Er schüttelte seinen Kopf.
Mitfühlend tätschelte Luna seinen Arm. „Wir müssen einfach nur einen anderen Weg finden."
„Hn."
Terry räusperte sich. „Was wäre mit einen Besen?"
„Besen schaffen es nicht ins Weltall", erwiderte Hermione monoton.
„Die Besen, die jetzt auf dem Markt sind, schaffen es nicht ins Weltall", korrigierte Harry sie, sein Notizbuch und seinen Stift wieder hervorziehend. „Aber wenn du diese Zauber fallen lässt und… vielleicht diesen Zauber stattdessen benutzt… Nein, was wenn… Und…"
„Du denkst laut", zeigte Luna ihm hilfreich auf.
Harry hielt einen Moment inne um sie abzuwinken, dann fuhr er fort, Notizen zu schreiben, wobei er in sich hineinmurmelte.
„Er ist etwas furchteinflößend", wisperte Li, die ihren Freund beobachtete. Harry hatte stets seine Hausaufgaben gemacht, sicher, aber sie hatte ihn nie so aufgeregt gesehen. Gelegentlich, wenn er an Runen oder Arithmetik arbeitete, leuchteten seine Augen vergnügt auf, aber bei den meisten Dingen sah er einfach nur gelangweilt aus, als wenn er alles bereits wüsste, was man ihnen beibrachte."
„Ha!" Harry lehnte sich schließlich zurück und grinste in die Runde. „Ich denke, ich hab's. Ich muss es erst testen. Vielleicht bestelle ich einige Feuerblitze und spiele mit ihnen."
Terry wimmerte. „Du willst diese perfekten Besen ruinieren?"
Harry blinzelte ihn an. „Ja?"
„Es muss nett sein, so reich zu sein", murmelte Li.
Harry rollte die Augen. „Ich werde sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen, wenn ich fertig bin. Die Zauber, die auf ihnen Ligen sind sowieso einfach." Er winkte nachlässig in ihre Richtung, ihre ungläubigen Blicke ignorierend. Er hatte es sich zum Hobby gemacht mit seinem alten Feuerblitz zu spielen, als zehn Jahre nachdem der Krieg mit Voldemort geendet hatte, der Donnerblitz auf den Markt kam. Er konnte wahrscheinlich im Schlaf einen Feuerblitz auseinandernehmen und ihn wieder zusammensetzen. Wahrscheinlich ebenso einen Donnerblitz, obwohl Ginny bis zu ihrem Tod, ihm nie hatte einen Besen auseinander nehmen lassen, selbst als bessere Besen auf den Markt gekommen waren.
Luna berührte seinen Unterarm. „Es ist bald Zeit für das Abendessen", erwähnte sie.
Seine Taschenuhr hervorziehend, verzog Harry eine Grimasse über die Uhrzeit. „Oh. Danke Luna." Er steckte sein Notizbuch und seine Uhr wieder in seine Tasche und lächelte über die leicht ungläubigen Blicke, die immer noch in seine Richtung geworfen werden. „Ich wurde wahrscheinlich die nächsten beiden Tage vor dem Unterricht an den Besen arbeiten, angenommen meine neuen Besen kommen rechtzeitig. Wollt ihr nächstes Wochenende mit mir kommen um in Zero-G zu spielen?"
Die Augen aller leuchteten über diese Aussichten auf, obwohl Neville etwas unsicher wirkte, wegen seiner Angst vor dem Fliegen. „Können wir wirklich?", fragte Terry.
„Ja, sicher", stimmte Harry während er aufstand. „Wir können uns nach dem Mittagessen treffen und ich zeige euch den Raum der Wünsche."
„Den was?", fragte Hermione blinzelnd.
„Nächstes Wochenende", versprach Harry, der die Stillebarriere um sie herum verschwinden ließ.
„Bedeutet das, dass wir mit dir ins Weltall gehen?", fragte Terry hoffnungsvoll.
Harry blinzelte. Er überdachte den Gesichtsausdruck den Voldemort haben würde, wenn er herausfand, dass Harry seine Freunde mit sich ins All nehmen würde und sagte dann: „Sicher. Sollte witzig werden."
Von Terry kam ein Jauchzer und er schnellte vor, um seinen Arm um Harrys Schulter zu legen. „Habe ich dir jemals gesagt, wie großartig du bist?"
„Nicht in letzter Zeit", erwiderte Harry mit einem Lächeln.
Sich räuspernd gab Hermione Harry einen strengen Blick. „Wann genau würde diese große Unternehmung stattfinden?"
Harry zuckte die Achseln. „An einem Wochenende? Dann sollten wir dazu in der Lage sein."
„Und wenn nicht?", forderte das büchervernarrte Gryffindormädchen zu wissen.
Harry ließ eine Hand in seine Tasche gleiten und zog seinen Zeitumkehrer nur soweit heraus, dass sie ihn sehen konnte, dann ließ er ihn zurückgleiten, während Hermione mit geweiteten Augen in ihrer Bewegung erstarrte.
„Was war das?", wisperte Terry, als die anderen sich um Harry scharten und ihn dazu zwangen zu stoppen, da sie alle sein schockierendes Spielzeug sehen wollten.
Seine Augen rollend und sichergehend, dass sich in ihrer Nähe keine Portraits befanden, zog Harry abermals seinen Zeitumkehrer hervor. „Zeitumkehrer."
„Du solltest keinen besitzen", wisperte Li, als Hermione sich ihnen wieder anschloss und leicht in Harrys Schulter boxte.
Harry bedachte sie mit einem verletzten Blick. „Wofür war das denn?"
„`Vergiss nicht, einige Stunden zu schlafen, Hermione`", erwiderte sie, die etwas wiederholte, das Harry ihr oft in ihrem dritten Jahr gesagt hat. „`Verschwende nicht diese Extrastunden mit Schularbeiten, Hermione`."
Grinsend ließ Harry sein gestohlenes Spielzeug zurück in seine Tasche gleiten. „Du wärst ausgeflippt, wenn ich dir gerade heraus erzählt hätte, dass du deinen Zeitumkehrer benutzen sollst, um einige Extrastunden Schlaf zu bekommen."
„Du hattest einen Zeitumkehrer?", fragte Neville Hermione. „Wann?"
„Drittes Jahr", gab Hermione etwas errötend zu.
„Also so hast du es geschafft alle diese Stunden zu schaffen!", beschwerte sich Lillian. „Granger, das ist so was von Betrug!"
Harry kicherte. „McGonagall war diejenige, die ihn ihr gab, während der Einteilung. Sie hat es Ende des dritten Jahres zurückgegeben, nachdem wir sie dazu überredet hatten, einige ihrer Stunden sausen zu lassen."
„Du wusstest es die ganze Zeit", realisierte Hermione.
„Yup."
Li räusperte sich. „Du nimmst keine Extra Klassen, Harry. Wieso hast du einen?"
„Er hat ihn geklaut", berichtete Luna.
„Sag das doch nicht so", beschwerte sich Harry, während jeder, ausgenommen Lillian, ihn züchtigend anblickte. „Ich hab ihn von einem Laden in einem Regal, das Staub ansetzt gerettet." Er pausierte, dann korrigierte er: „Okay, keinen Staub: Sand, versetzt mit Zeit. Aber trotzdem."
„Du hast tatsächlich etwas aus der Mysterien Abteilung gestohlen", kommentierte Lillian beeindruckt. Da muss jemand aber sehr selbstmörderische Absicht haben, um das zu tun."
„Ich bin nicht suizidgefährdet", beschwerte sich Harry.
„Essen", erinnerte Luna jeden hilfreicher weise.
Sie begannen zurückzugehen, die Gryffindors und die anderen Ravenclaws schickten Harry vereinzelt missbilligende Blicke. Er rollte darüber nur die Augen.
Als sie die Tür zur Großen Halle fast erreichen hatten, stoppte Hermione ihn und die anderen verharrten ebenso.. „Harry, hast du in Betracht gezogen, all diese Leute vor diesen Bomben zu retten?"
Harry zuckte die Schultern. „Sicher, ich habe es versucht. Hab versuchst die Bombe völlig zu stoppen, aber sie ging trotzdem hoch. So kam es überhaupt erst, dass ich über die Bombe in Kings Cross erfahren habe."
Das brachte die Anderen dazu, ihn mit anderen Augen zu sehen. „Wenn du das nicht hättest… wenn du es nicht getan hättest, wären wir jetzt alle tot, nicht?", realisierte Li, die bedacht vermied, den Zeitumkehrer beim Namen zu nenne.
Harry schenkte ihr ein grimmiges Lächeln. „Ja."
Sich vorlehnend um ihn zu umarmen, wisperte Li: „Danke."
Lächelnd strich Harry sanft eine Träne weg, die ihre Wange hinunterlief. „Hey, ich bin Harry Potter: Es ist mein Job, Leute zu retten."
Von ihnen allen kam ein mattes Lachen.
Hermione schüttelte den Kopf. „Harry, was ist, wenn du…" Sie blickte über ihre Schulter zu den offenen Toren der Halle. „Nicht versuchst die Bomben zu stoppen, sondern nur die Leute zu retten. So wie du es in Kings Cross getan hast."
Harry blinzelte einmal, zweimal, dann weiteten sich seine Augen verstehend. „Bloody-" er schlug sich selbst. „Potter, du Idiot."
Das brachte eine weitere Runde Lacher ein.
„Wieso seid ihr sieben nicht in der Großen Halle?", hisste Snape, als er ihnen aus Richtung der Kerker entgegenschritt.
Harry und seine Freunde tauschten Blicke aus, dann wanden sie sich ab, um das Geschirr reinzutragen. Nur Lillian schritt ruhig, obwohl selbst sie etwas schneller war als üblich, da sie nicht den Zorn ihres Hauslehrers auf sich ziehen wollte.
Harry nahm seinen üblichen Platz am Ravenclawtisch ein, mit Luna zu seiner Rechten und Li und Terry ihm gegenüber. Sie nahmen sich alle die Zeit, einige Hauskameraden zu grüßen, erkundigten sich über ihren Sommer und verstummten, als McGonagall die in Ruß gehüllten Erstklässler hereinführte.
Es würde ein interessantes Jahr werden.
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„Also, ich weiß ja, du sagtest, dass du alles ausgeknobelt hast, aber wie willst du uns davor bewahren, in der Atmosphäre zu verglühen?", fragte Terry, als er und Harrys andere Freunde sich Luna am See anschlossen. Harry arbeitete an den Zaubern für die neuen Besen, die gegen Mittag ankommen sollten, während Luna mit dem Riesenkraken spielte.
„Das ist eine gute Frage", stellte Hermione fest, die es sich zu Harrys Linker bequem machte und einen verstohlenen Blick auf seine Notizen warf.
„Terry hat ein Raumschiff vorgeschlagen", kommentierte Harry, der sein Notizbuch seinem Freund mit einem Lächeln aushändigend. „Ich könnte einige Schutzzauber in die Raumanzüge mit einbauen, um uns vor dem Verglühen in der Atmosphäre zu bewahren. Müsste einige Male getestet werden, aber wenn ich erst mal den richtigen Zauber habe, kann ich ihn in die Besen mit einbauen." Er machte eine Pause, legte den Kopf schief und fuhr dann fort: „Oder vielleicht ein Amulett? Los, Hermione, gib es mir zurück…"
Kopfschüttelnd gab ihm Hermione das Notizbuch wieder. „Schreibst du jemals nur in einer Sprache?", fragte sie. Sie hatte einst Terry sich darüber beschweren gehört, dass man Harrys Notizen nicht lesen konnte, weil sie in vier verschiedenen Sprachen geschrieben waren, nur zwei davon konnte Terry verstehen.
„Sollte ich?", fragte Harry abwesend. „Verschiedene Sprachen zu kennen ist gut, wenn man Zaubersprüche erschaffen will. In Latein findet man nicht immer die richtigen Worte, nach denen man sucht."
„Das erklärt nicht, warum du in so vielen unterschiedenen Sprachen schreibst", konterte Terry forsch.
„So verhindere ich meine Fähigkeiten, zumindest bis zu einem gewissen Grad hin, zu verlieren", erwiderte Harry, was zumindest teilweise der Wahrheit entsprach. Es war ihm nicht möglich die Dinge, die er von den ausgesaugten Seelen gelernt hatte, zu vergessen, aber alles was er selbst durch Bücher oder durch die Hilfe von Li gelernt hatte, konnte er leicht vergessen. Nichts desto trotz gab es einen Unterschied zwischen in der Lage zu sein, eine Sprache zu sprechen und sie zu schreiben. Besonders für Sprachen wie Mandarin oder Arabisch, die andere Alphabete benutzten.
„Wieso ist das wichtig?", fragte Lillian, die den beiden Muggelgeborenen entrüstete Blicke zuwarf.
„Tut es nicht", erwiderte Hermione grollend. „Es macht es nur schwierig, die Notizen zu versehen."
„Ich würde gerne sehen, wie Snape in die Luft geht, wenn du eine Seite mit abgeben würdest, ist wie deine normalerwiese geführten Notizen aussähe", fügte er grinsend hinzu. Hermione rollte die Augen, während die anderen kicherten.
Harry lächelte seinen Zimmergenossen an. „Ja? Ich würde wahrscheinlich Nachsitzen bekommen, aber es würde bestimmt Spaß machen. Könnte es ja mal ausprobieren, wenn ich mich gerade masochistisch fühle."
Neville erschauderte. „Jedem das Seine", meinte er.
„Snape belästigt Harry nicht wirklich", zeigte Li auf.
„Nicht, dass er es nicht versuchen würde", fügte Terry kopfschüttelnd an. „Er steht fast jede Unterrichtssunde da und sagt beleidigende Dinge über dich oder deinen Vater oder Sirius und du lächelst einfach nur und machst weiter."
„Er kann Dad so viel beleidigen wie er will, wenn er sich dann besser fühlt", erwiderte Harry, sein Notizbuch schließend und seine Aufmerksamkeit ganz auf seine Freunde richtend. „Dad und Siri und ihre Freunde waren absolut schrecklich zu Snape, als sie auf die Schule gingen und solange Snape meine Mum raushält, kümmerts mich nicht wirklich. Das ist nur ein Haufen heißer Luft."
„Was ist, wenn er deine Mum erwähnt?", fragte Neville.
„Das wäre eine sehenswerte Show", kommentierte Lillian, die sich daran erinnerte, wie Harry letztes Jahr reagiert hatte, als Morag Lilly Potter erwähnt hatte. „Obwohl du wahrscheinlich für einige Monate nachsitzen müsstest."
Harry grunzte. „Snape wird nichts über meine Mum sagen, dafür mochte er sie zu sehr. Falls er jemals diese Linie überschreiten würde, habe ich alles mögliche an Blackmail-Material, das ich gegen ihn verwenden könnte, von dem er nicht mal weiß, dass ich davon Kenntnis habe."
„Was beispielsweise wäre?", fragte Lillian mit hoffnungsvoll großen Augen.
„Du kannst einen Professor blackmailen?", wisperte Hermione, halb missbilligend, halb beeindruckt.
Harry grinste. „Ich habe auch einiges gegen den Schulleiter in der Hand."
„Harry", keuchten Hermione und Li, während Terry ein „Gemein" dazwischenrief.
Das ließ Harry noch breiter grinsen.
„Gibt es noch weitere Professoren, die du blackmailen kannst", fragte Lillian.
„Sicher. Trelawney, Hagrid, McGonagall…", Harry zuckte die Achseln. „Ein kleines bisschen auch bei Flitwick. Ebenso ein paar Dinge über einige Geister, wenn ihr es glaubt."
„Du bist manchmal echt gruselig", entschied Neville.
„Danke Neville."
Schließlich schloss sich Luna ihnen wieder an, die fertig damit war, Trauben auf den Rießenkraken zu werfen und rollte sich nun an Harrys Rechter Seite zusammen. „Ich frage mich, wie es sein würde, auf dem Mond zu leben", gab sie bekannt.
„Auf dem Mond leben?", erwiderte Hermione blinzelnd.
„Es muss nett sein, da das Usagi Tsuki dort oben lebt", entgegnete Luna zu, dann wand sie sich um, um in Harrys neugierige Augen zu blicken. „Denkst du nicht auch?"
„Aber für wie lange?", fragte Harry.
Bevor Luna eine Erwiederung geben konnte, wurden sie von der Ankunft von sechs Posteulen unterbrochen, die drei bogenförmige Päckchen trugen.
„Du wirst drei Feuerblitze ruinieren?", quietschte Terry, als Harry sich von Luna befreite, um seine Bestellung entgegenzunehmen.
„Ich werde gar nichts ruinieren", beschwerte sich Harry, packte einen der Besen aus und nahm seinen Platz zwischen Luna und Hermione wieder ein. „Ich werde es wieder rückgängig machen, wenn ich fertig bin."
„Ich glaube ich werde gleich ohnmächtig", protestierte sich Terry.
„Wie wäre es, wenn du stattdessen einfach stirbst?", stichelte Morag als sie mit Millicent und Tracey hinter Lillian hervortrat. „Lil, wir haben uns schon gefragt, wo du abgeblieben bist."
„Potter, was machst du mit den Besen?", fragte Tracey als Harry begann seinen Zauberstab über den Borsten des Besens zu schwingen.
„Mich daran erinnern, welche Zauber auf ihm liegen", erwiderte Harry abwesend.
„Wir sehen zu wie Harry einen Feuerblitz auseinander nimmt, während Boot aufeinanderfolgende Herzattacken erleidet", erklärte Lillian ihren Freunden. „Es macht sehr viel Spaß, wenn du willst, kannst du dich uns anschließen."
„Du nimmst die Zauber, die in dem Feuerblitz integriert sind auseinander?", forderte Tracey zu wissen. „Potter, bist du verrückt?"
„Ich dachte, das wäre offensichtlich", spöttelte Morag. „Wir wussten schon immer, dass er verrückt wie ein Hutmacher ist."
„Aber...", Tracey schickte Morag einen großäugigen Blick. „Das ist ein Feuerblitz, Morag! Das ist der beste Besen auf dem Markt!"
„Für ungefähr zehn weitere Jahre", gab Harry träge preis. „Und ich kann den Lauf der Dinge leicht beschleunigen."
Tracey schniefte. „Lügen."
Harrys Augen leuchteten einem beängstigenden Licht auf. „Ja? Willst es ausprobieren?"
Traceys Augen verengten sich. „Wie willst du das ausprobieren, Potter?"
„Eine einfaches Rennen. Es sei denn, du bist ein ängstliches Hühnchen?"
„Ich habe keinen Feuerblitz mit dem ich ein Rennen machen könnte", erwiderte Tracey schniefend.
Harrys Freundeskreis um sie herum zeigte auf die beiden Besen in den Kisten. „Harry hat drei bestellt", gab Li preis, „und die anderen beiden sind in ihren Kisten."
„Du ruinierst drei Feuerblitze!", beschwerte sich Tracey erneut.
„Wo habe ich das schon mal gehört?", fragte Harry rhetorisch mit einem Augenrollen. „Ernsthaft, Davis, wenn du zu viel Angst hast-"
„Ich habe keine Angst vor einem aufgeblasenem Halbblut!", spuckte Tracey aus, die hinüber zu den Besenkisten schritt und einen herausnahm. „Nenn deine Rute!"
Zufrieden mit sich selbst, lächelte Harry und sprach schnell einen Spruch um die Geschwindigkeit des Besens zu beschleunigen, bevor er aufstand. „Eine Runde um das Schloss? Der Erste der wider hier ist, ist der Gewinner."
„Sollen wir einen Lehrer hohlen?", fragte Li hilflos als Harry lächelte und Tracey finster funkelte.
„Einverstanden", erwiderte Tracey, die ihre Hand zum Handschlag ausstreckte.
„Zu spät", kommentierte Neville.
„Ich denke nicht, dass ich da zusehen kann", wisperte Hermione, die ihre Augen bedeckte. „Harry, komm um meinet Willen in einem Stück zurück!", rief sie aus, als die beiden Kontrahenten ihre Besen bestiegen.
„Hermione, ich werde sogar mit meinem intakten Stolz zurückkehren", neckte er sie. „Hey, Lil, willst du das Startsignal geben?"
Seufzend stand Lillian auf. „Gut. Aber bringt einander nicht um."
„Hey, ich bin ein Ravenclaw!", beschwerte sich Harry. „Wenn du über ein unfaires Spiel besorgt bist, schau sie an."
Lillian blickte Harry unbeeindruckt an. „Versuchs erst gar nicht bei mir." Harry grinste sie nur an. „Auf mein Kommando… LOS!"
Harry und Tracey schossen hinauf in die Luft. In dem Moment, in dem sie hinter dem Schloss verschwanden, konnten die beobachtenden Schüler bereits sehen, dass Harrys Besen einen Vorsprung zu Traceys hatte.
„Wetten darüber, wer gewinnen wird?", fragte Terry.
„Harry", kam die Antwort in Chor, selbst von Millicent und Morag.
„Aber es ist ein Feuerblitzt", beharrte Terry.
Lillian rollte mit den Augen. „Boot, ernsthaft, versuche es dir vorzustellen. Wenn Harry sagt, er kann den Besen schneller machen, dann kann er das auch."
„Er ist ein böses, klinisch verrücktes Genie", fügte Morag hinzu.
„Harry ist nicht böse", beschwerte sich Hermione.
Morag schnaubte. „Du kannst nicht so blind sein."
„Er ist nicht böse", stimmte Lillian zu. „Sein moralischer Kompass besitz nur einen etwas größeren Schlag als unsere durchschnittlichen fünfzehnjährigen." Über Morags üngläubigen Blick zuckte sie nur die Achseln. „Was? Du hast es verdient."
„Ich habe-", Morag ließ einen ärgerliches Geräusch aus. „Ihn kümmert es nicht, wenn wir sie-", sie zeigte mit ihrem Daumen auf Hermione und Terry, „-Schlammblüter nennen. Woher sollte ich denn wissen, dass er ein Muttersöhnchen ist? Es ist ja nicht so, als hätte er sie je kennengelernt."
„Harry erinnerte sich daran, wie seine Mutter ihr Leben für ihn geopfert hat", sagte Neville ruhig.
Überrascht klappte Morags Mund auf, etwas wie Verständnis glomm in ihren Augen auf. „Shit."
„Du hast es verdient", zeigte Millicent hilfreicher weise auf.
„So nebenbei, was hast du getan?", fragte Terry. „Etwas, das mit seiner Mutter zu tun hat?",
„Sie hat angedeutet, dass sie ein Schlammblut ist und das Potter an ihrem Grab weinen wird, weil er es nicht mochte, dass Morag sie so nannte", erwiderte Millicent, die wegen Morags leicht verraten wirkenden Blick zusammenzuckte. „Was? Sie haben gefragt?"
„Was hat Harry im Gegenzug gemacht?", fragte Hermione.
„Was denkst du, was er getan hat, Schlammblut?", spuckte Morag. Sie konnte Potter aushalten, da er verrückt war, aber sie hatte kein Interesse daran, sich mit seinen Lakaien des Lichts herumzuschlagen.
Nachdenklich beobachtete Hermione das andere Mädchen einen Moment, bevor sie sagte: „Er hat dich verhext. Und nicht mit einem legalen Viertklässler Zauber."
„Wie hast du-?"
„Die können bemerkenswert feinfühlig sein, diese Schlammblüter", kam es von Lillian leicht trocken.
Terry meinte: „Harry ist sehr gut darin den ´Goldenen Jungen` zu spielen. Ich denke die Zeitungen nennen ihn so?" Er blickte hinüber zu Li, die nickte. „Aber manchmal spielt er etwas neben seiner Rolle. Wenn er wütend wird – wirklich wütend, nicht dieses leicht irritiert sein, wenn Malfoy sich wieder wie ein Arsch benimmt oder Weasley ihn mondäugig anblickt – es ist etwas angsteinflößend, wie wenn er dich wirklich töten würde, wenn du ihn nicht augenblicklich in Ruhe lässt."
„Das haben wir nur ein einziges Mal gesehen", versorgte sie Li. „Wenn jemand aus den höheren Klassen zu mir etwas beleidigenes wegen meines Akzentes gesagt hatte kam Harry um mich zu verteidigen. Mit uns war er nie böse, aber sein Zorn ist trotzdem angsteinflößend, selbst wenn er uns Beschützt."
„Es ist schlimm, wenn du am andren Ende bist", erklärte Neville ruhig. „Alles wird wirklich kalt und die Welt scheint plötzlich so hoffnungslos und groß und es gibt nichts was du tun kannst. Es ist wie auf den Gleisen zu stehen und zu wissen, dass wenn du dich nicht bewegst, du sterben wirst, aber du weißt, dass du dich auf keinen Fall bewegen kannst und du einfach nur hoffen kannst, das der Zug noch rechtzeitig anhält."
Morag nickte, sich daran erinnernd wie diese kalten, herzlosen Augen sie angeblickt hatten, als der Scherz schlimmer geworden war. Um ehrlich zu sein, sie erinnerte sich nicht, dass ihr plötzlich kalt gewesen war, aber sie erinnerte sich daran, in diese kalten grünen Augen geblickt zu haben und ohne jeglichen Zweifel zu wissen, dass er sie er sie in diesem Moment getötet haben könnte und sie nichts hätte tun können, um ihn zu stoppen. Sie hatte kein Interesse daran, in diesen Augen wieder diesen Sumpf zu erblicken.
„Schau", lenkte Luna ihre Aufmerksamkeit wieder auf die ihnen zugewandten Seite des Gebäudes, von der eine dunkle Figur in Sicht kam.
Ein stilles Wimmern von sich gebend schloss Hermione ihre Augen. „Zu schnell", beschwerte sie sich.
Aufstehend richtete Terry seine Augen aufmerksam zu Harrys Silhouette, als dieser an ihnen vorbei und zum See abrauschte. Er spritzte zu beiden Seiten wegen seiner Geschwindigkeit Wasserstrahlen von sich. „Gemein", wisperte die Ravenclaw.
Schließlich kam Tracey in Sicht, die zwar schnell war, aber nicht mal annähernd so schnell wie Harrys Besen, der nun in annehmbarer Geschwindigkeit um sie herum Loopings flog. Tracey erreichte sie abermals als Erste und hopste schwer Atmend von ihrem Besen hinunter, genau neben Morag.
„Bist du in Ordnung?", fragte Morag, als Harry sie schließlich erreichte und auf und ab sprang.
„Wie kannst du dieses Ding überhaupt kontrollieren?", forderte Tracey von dem Ravenclaw zu wissen. „Ich hatte schon genug Ärger mit der Höchstgeschwindigkeit bei einem Feuerblitz.
„Ich habe schon vorher einen Feuerblitz geflogen", gab Harry schulterzuckend zu. „Es braucht einiges an Praxis um ihn zu kontrollieren, aber wenn du erst mal vertraut genug mit ihm bist, ist es nicht schwierig."
„Aber du hast dieses Ding auch sehr leicht kontrolliert", beschwerte sich Tracey. „Du hast verdammte Loopings um mich herum geflogen."
Sich an die Loopings erinnernd, die er am weit entfernten Ende des Schlosses um sie geflogen war um sie damit aufzuziehen, wie langsam sie doch war, verbreiterte sich Harrys Grinsen noch etwas.
„Jemand muss deine Reinblüter daran erinnern, dass ihr nicht die besten der Welt seid, nur weil ihr Magie in euren Familienbäumen bis zu sieben Generationen zurückverfolgen könnt."
„Tue ich nicht-"
„Doch, tust du", trällerte Millicent dazwischen, bevor Tracey irgendwas bestreiten konnte. „Bei mir tust du es manchmal."
Tracey hatte zumindest den Anstand ein kleines bisschen beschämt darüber zu sein. „Tut mir leid, Millie."
Millicent zuckte die Achseln. „Ich weiß, du meinst damit garnichts, aber manchmal geraten du, Morag und Lil in die verrücktesten Debatten darüber, welche Familie die reinste ist. Nicht zu erwähnen, dass ihr alle mit einander verwand seid!"
Die drei Mädchen verzogen alle leicht das Gesicht, als alle darüber lachend auf ihre Kosten kamen und in diesem Augenblick bedeutete es ihnen nichts, dass sie nicht immer miteinander auskamen. In diesem Moment waren sie beinahe Freunde.
„Also kannst du den Feuerblitz schneller machen", schritt Tracey schließlich ein, die Harry mit etwas das vielleicht Respekt sein könnte betrachtete, „was sonst kannst du tun?"
„Lil hat gesagt, dass du ein Genie bist", fügte Millicent mit einem Lächeln hinzu.
Lillian errötete und duckte ihren Kopf, als Harry sich ihr grinsend zuwandte. „Danke, Millie."
Den Kopf zu einer Seite geneigt, betrachtete Harry einen Augenblick den Besen in seiner Hand, bevor er anmerkte: „Ich könnte wahrscheinlich den Dämpfungszauber erweitern und vielleicht einige Sicherheitszauber hinzufügen um damit zu vermeiden…" Er zog eine Grimasse und die Anderen lachten auf seine Kosten. „Ach, seit still", grummelte er, ihnen einen gekränkten Blick schickend, der ihm von seinen Freunden noch mehr Lacher einbrachte.
„Sind dafür nicht bereits Sicherheitszauber eingearbeitet?", fragte Lillian.
„Sie besitzen eine Höchstgeschwindigkeit", erwiderte Tracey nickend. „Wenn man die Geschwindigkeit erhöht werden die Sicherheitszauber gesprengt. Wirklich Potter, ich bin tatsächlich überrascht, dass du immer noch in einem Stück bist."
„Hmm. Glück, Potter", murmelte Harry, der den Besen in seiner Hand betrachtete. „Das ist ein schwieriger Sicherheitszauber. Ich meine, wenn man nur eine Silbe verändert, würde es keine Höchstgeschwindigkeit geben…"
„Also, kann dieser Besen ins Weltall gelangen?", fragte Terry, der Harrys empörte Gedanken über die Besenmacher unterbrach.
„Weltall?", erwiderte Morag. „Potter, was zu Hölle?"
„Fang jetzt nicht an, dich in ein Schlammblut zu verwandeln, Potter", fügte Tracey naserümpfend hinzu. „Du hast es so gut gemacht."
Harry schnaubte. „Mundanes sind nicht die einzigen Leute, die daran interessiert sind, ins Weltall zu gelangen. Geschenkt, die wenigen Reinblüter, die ein Interesse daran haben, wissen es besser als etwas darüber zu sagen, aber…" Er wand sich Terry zu. „Nicht ganz. Die Geschwindigkeit kann etwas verbessert werden – gut, eine Menge mehr, wenn wir das innerhalb eines einzigen Wochenendes tun wollen – gar nicht zu erwähnen, die Sicherheitszauber." Er warf den Besen von einer in die andere Hand und fügte an: „Und er könnte einige stärkende Zauber vertragen, was mit dem schneller werden einhergeht."
„Wird ein normaler Stärkungszauber genug sein?", fragte Hermione leicht Stirnrunzelnd. „Ich meine, es ist nur ein Holzstab und das Tempo das du brauchst, um innerhalb von zwei Tagen den ganzen Planeten zu gelangen…"
„Stärkungszauber, eingebettet in eine starke Runensequenz", erwiderte Harry schulterzuckend. „Dafür brauche ich Toms Hilfe."
„Ich würde diesen 'Tom' gerne mal treffen", kommentierte Li. „Er klingt eher…"
„Aufgeschlossen?", bot Neville an, als sich die chinesische Hexe sprachlos fand.
„Ja, genau das."
Harry blinzelte einmal, als er sich Voldemort als 'aufgeschlossen' vorstellte und brach dann in schallendes Gelächter aus.
„Wieso lacht er?", fragte Li Harrys andere Freunde.
Die anderen zuckten die Schultern, aber meinte Luna an: „Tom ist nicht aufgeschlossen."
Keuchend bedeckte Harry seinen Mund, wobei er seinen Kopf schüttelte. „Oh, lieber Merlin, er ist wirklich nicht aufgeschlossen. Ich versuche immer noch ihm die Nützlichkeit von Mundanegeborenen zu verkaufen."
Morag öffnete ihren Mund, blickte Harry an und schloss ihn prompt wieder.
„Also ist Tom ein Reinblut?", nahm Terry an.
„Halbblut", korrigierte Harry achselzuckend. „Von Mundanes aufgezogen. Er hat keine Liebe für sie übrig, aber er tendiert dazu, die Sicht der Reinblüter für die von nicht-so-reinem Blut zu teilen."
„Er besitzt nicht-so-reines Blut", beschwerte sich Hermione. „Ebenso wie du, in dieser Angelegenheit."
„Ebenso wie Snape und Dumbledore", stimmte Harry, etwas über die überraschten Blicke seines Publikums grinsend, zu. „Was? Ich hab euch gesagt, dass ich einiges an Dreck von Snape und dem Schulleiter weiß."
„Mach Sachen, Potter", gurrte Tracey, die sich in seine Richtung lehnte.
„Was, und euch alles ruinieren lassen, wenn ich irgendwann mal was etwas brauche, dass ich über ihre Köpfe halten kann? Merlin, nein." Harry rollte mit den Augen.
„Diese Zeit könnte früher als ihr denkt kommen", offenbarte Lillian ruhig, die das Eingangsportal des Schlosses beobachtete, als Dumbledore gerade hinausging. Seine Augen ruhten auf Harry und seinen Freunden.
„Schaut ihm nicht in die Augen", warnte Harry sie alle, völlig ernst, „es sei denn ihr seid im geheimen Okklumentiker. Und ich erkläre später, was das ist", fügte er hinzu, da er die Neugierde von Terry, Li und Hermione in deren Augen sah. Die Reinblüter und Millicent waren alle erbleicht und wanden schnell ihre Augen zum näherkommenden Schulleiter, bevor sie sich abrupt wegblickten.
Harry händigte Tracey den Besen aus, die ihn mit großen Augen entgegennahm. Dann schritt er an seinen Freunden vorbei, ein ungezwungenes Lächeln auf sein Gesicht kleisternd. „Ein Herrlicher Tag für einen Spaziergang nicht wahr, Sir?", sprach er, sobald er in Dumbledores Reichweite war.
„So ist es", stimmte Dumbledore zu, der vor dem Teen mit den leuchtenden Augen zum Stehen kam. „Oder für ein Besenrennen, wie ich sah."
Ein nervöses Lachen von sich gebend, kratzte sich Harry am Hinterkopf. „Oh, ja, das. Gut, ich habe nur einige neue Feuerblitze bekommen – eine kleine Freude für mich und meine Freunde, wissen Sie? – und Lil's Freunde kamen vorbei zum Reden. Tracey hat mich irgendwie zu einem Rennen herausgefordert, weil, Sie wissen schon, Ravenclaws immer mehr Interessiert an Büchern als am Fliegen wirken, also dachte sie nicht, dass ich mein Geld für Feuerblitze ausgeben sollte. Ich musste ihr beweisen, dass sie falsch liegt." Er knabberte auf seiner Lippe, wobei ein besorgter Blick seine Gesichtszüge verzerrte. „War da… wir haben doch keine Regeln gebrochen, oder doch, Sir?"
Hinter sich, mit seinem vampir-erweiterten Gehör, hörte Harry Tracey wispern: „Er ist gut."
Neville wisperte zurück: „Du hast ja keine Ahnung."
Freundlich lächelnd legte Dumbledore sanft Hand eine auf Harrys Schulter. „Du hast nichts Falsches getan, mein Junge. Professor McGonagall war nur etwas überrascht, dich an ihrem Fenster vorbeirasen zu sehen, während sie gerade Schularbeiten korrigierte." Er lehnte sich verschwörerisch hinab. „Unter uns, ich denke ein Rennen ist ein ausgezeichneter Weg, um die häuserübergreifenden Argumentationen zu regeln."
Harry strahlte. „Ja, Sir!"
Dumbledores Augen nahmen einen mehr ernsthaften Ausdruck an. „Ich habe etwas anderes mit dir besprechen, mein Junge. Würdest du einen alten Mann auf einem Spaziergang um unseren schönen See herum begleiten?"
Unschuldig blinzelte Harry. „Sind Sie sicher, dass sie soweit laufen können, Sir? Was, wenn Sie auf der anderen Seite müde werden?", fragte er besorgt.
Dumbledore kicherte. „So alt bin ich noch nicht, Harry."
Etwas nervös und errötend lachte Harry. „Erh, ja. Ich habe nicht beabsichtigt beleidigend oder dergleichen zu klingen, Sir-"
„Denk dir nichts dabei, mein Junge."
Lächelnd nickte Harry. „Gut. Ich würde gerne etwas mit Ihnen laufen, aber kann ich es zuerst meinen Freunden sagen? Ich will nicht, das Lil und ihre Freunde anfangen zu sagen, dass Sie mich gekidnappt haben, oder so." Er lachte etwas. „Sie wissen wie doch, wie Slytherins sind."
„Ich verstehe vollkommen. Ich werde mit dir gehen und wir können vor dort aus weiterreden, wenn das für dich in Ordnung ist?"
„Sicherlich, Sir." Harry ging den Weg zu seinen Freunden zurück, die er anlächelte.
„Hey, der Schulleiter und ich werden einen kleinen Spaziergang um den See machen. Kann ich euch vertrauen, dass ihr euch nicht gegenseitig umbringt?"
„Wenn wir den Drang verspüren sollten, werden wir einfach voreinander weg gehen", erwiderte Morag trocken, die die einzige war, die es wagte aufzublicken und Dumbledore anzublicken. Jeder wand den Blick ab, sei es, weil sie ein Buch hervorgezogen hatten oder um über Harrys neue Besen zu blicken. Harry stieß mit seiner Legilimentik in die Richtung der dunklen Ravenclaw und war erfreut darüber, Okklumentik-Schilde vorzufinden, die ihn zurückschlugen. Kaum merklich weiteten sich Morags Augen darüber.
„Ok", stimmte Harry sie alle anlächelnd, zu. „Nur geht sicher, dass die Besen sicher verstaut werden." Li und Terry nickten „abgelenkt" hinter ihren gewählten Ablenkungen hervor. „Und, Morag, könntest du ihnen allen das Ding erklären, was ich erwähnt habe?"
Morag rümpfte die Nase. „Wenn ich mich danach fühle", schoss sie zurück. „Im Gegensatz zu manch anderen Falken, nehme ich keine Befehle von dir an." Sie funkelte scharf Li, Terry und Luna an. Li und Terry schickten ihr empörte Blicke, während Luna abwesend lächelte, eine Blume zwischen zwei ihrer Fingern herumwirbelnd.
„In Ordnung", erwiderte Harry vergnügt, dem Schulleiter andeuteten, den Weg zu zeigen. „Tut nichts, was ich nicht auch tun würde!", fügte er über seine Schulter hinweg hinzu, als er an dem Baum vorbeischritt, um den sich alle versammelt hatten.
Dafür erhielt er einen synchronen Lacher.
In der Stille, die andauerte als sie um die Ecke des Sees schritten, hörte Harry Morag in aller Ruhe seinen Freunden Okklumentik und Legilimentik erklären. Hermione und Li stießen beide Ausrufe von entsetzter Überraschung aus.
„Ich kam nicht darum herum wahrzunehmen, wie du und mein Gefährte gestern aufeinander reagiert haben", kommentierte Dumbledore leicht, wobei er auf den Teen durch seine Augenwinkel hinabblickte.
Verwirrt blinzelte Harry. „Ihr Gefäh-Oh! Der Phoenix?"
Dumbledore nickte. „Fawkes. Normalerweise verursacht sein Gesang nicht solch heftige Reaktionen." Er bot Harry einen leicht hoffnungsvollen Blick.
Darüber runzelte Harry leicht die Stirn, wie wenn er versuchte sich an alles, was er über Phönixe wusste, zu erinnern. In Wirklichkeit ging Harry nochmals die Geschichte durch, die er sich letzte Nacht zurechtgelegt hatte. Schließlich bot er unsicher an: „Ich… gut, ich bin mir nicht sicher. Ich erinnere mich gelesen zu haben, das das Lied eines Phönix höchste Tröstlich sein können, für die, die reinen Herzens sind und, gut…" Er zuckte die Schultern, ein unbequemes Gesicht aufsetzend. „Gut, ich kann mich daran erinnern, wie meine Mutter starb und nach letztem Jahr…" Er schluckte und griff hoch um nach etwas Haar zu greifen. „Ich… Sir", er blickte hinauf zu Dumbledore, halb bittend, halb ängstlich, „ist es… falsch, ihn zu hassen? Ist es in Ordnung, jemanden so sehr zu hassen, das du davon träumst, ihn schreien zu lassen?"
Ein stilles Seufzen ausstoßend, griff er sanft nach Harry um ihn neben ihn zum Stehen zu bringen. „Oh, mein Junge…", wisperte er, sanft Harrys Schulter berührend.
Den Kopf neigend, versuchte Harry krampfhaft so zu klingen, wie wenn er gegen aufkommende tränen kämpfen würde. „I-Ich kann die Tr-Träume nicht s-stoppen p…"
Dumbledore neigte sich leicht vor, als ob er versuchte, Harrys Gesicht zu sehen, aber der Teen hielt es abgewandt, wie wenn er beschämt wäre. „Harry, Kind, es ist nicht zwangsweise falsch, davon zu träumen schrecklich Dinge deinem Feind anzutun. Solange du nicht nach diesen Träumen handelst, bist du im Herzen immer noch eine gute Person. Die Dinge, an die du gedacht hast… Mein Junge, großartige Männer haben bereits nach der Dunkelheit gegriffen, um Rache zu nehmen. Solange du dein Bestes versuchst, um das Licht zu umfangen, werden deine Träume auch bleiben: Träume. Und Träume, mein Junge, werden mit der Zeit verblassen."
Eine Hand erhebend strich Harry mit der Manschette seines Umhangs über seine trockenen Augen und lugte dann hinter seinen Haaren unsicher hervor. „U-Und ihr Ph-Phönix?"
„Ich werde mit Fawkes sprechen", versprach Dumbledore. „Und je mehr du gegen diese dunklen Träume ankämpfst, desto weniger wird sein Gesang dir wehtun, bis der Schmerz schließlich nichts mehr als eine schwindende Erinnerung sein wird."
Nickend setzte Harry ein wackeliges Lächeln auf. „Danke, Sir."
Dumbledore bedachte ihn mit einem sanften Lächeln. „Ich bring dich zurück zu deinen Freunden", bot er an.
Harry nickte und sie schritten zusammen zurück zu seinen Freunden – Morag und die Slytherins eingeschlossen – die immer noch auf ihn warteten. Sie grüßten alle den Schulleiter, als dieser sich verabschiedete und wanden sich dann Harry zu, sobald der Mann außer Hörweite war.
„Was wollte er?", fragte Hermione besorgt.
„Sein Phönix reagierte gestern ziemlich schlecht auf mich", erklärte Harry stöhnend, als er sich neben Luna niederließ, die sich unverzüglich an seiner Seite zusammenkringelte. „Er wollte verständlicherweise wissen wieso."
„Du hast ihm doch nicht die Wahrheit erzählt, oder?", fragte Terry.
„Hast du überhaupt eine Ahnung, was die 'Wahrheit' überhaupt sein könnte, Schlammblut?", fragte Lillian leicht spitz.
Für einen Moment bedachte Terry die Slytherin mit dunklen Augen, bevor er kommentierte: „Im Zug, zu Beginn des Sommers, habe ich Harry die neue Adresse meines Bruders gegeben. Einige Wochen später wurden wir von der Polizei angerufen; Jim war durch Schnitte, die überall über seinen Körper verteilt gewesen waren und einer schlecht ausgeführten Kastration gestorben." Seine Augen flackerten zu Harry.
„Sie war nicht 'schlecht' ausgeführt", beschwerte sich Harry. „Es ist ein Zauber, der nur die Hoden des Opfers entfernt. Es erfordert nur anschließend einen Heilungszauber, um vor Ausblutung zu schützen."
Es herrschte eine Pause. Dann:
„Du hast ihn kastriert?" von einer großäugigen Li.
„Wieso kennst du überhaupt so einen Zauber?" von Neville.
„Wirst du mir den Zauber beibringen?" von Morag, die ein leicht beunruhigendes Glitzern in ihren Augen hatte.
Und: „…er hat es irgendwie verdient" von Hermione, was ihr einige seltsame Blicke von den Slytherins und Morag einbrachte.
„Es ist ein nützlicher Zauber", sagte Harry zu Neville, dann wand er sich an Morag und fügte hinzu: „Vielleicht bringe ich ihn dir bei, wenn du älter bist. Dennoch ist das ein Level 4 klassifizierter Zauber."
„Level 4?", fragte Millicent.
Als alle ähnlich verwirrte Gesichtsausdrücke zeigten, seufzte Harry und rieb sich über seinen Nasenrücken. „Es gibt fünf Level zur Klassifizierung von Zauberern. Level 1 ist das absolut höchste und ist im Grunde nur für die Unverzeihlichen. Solange man erhält vom Ministerium keine Außnahmegenehmigung erhällt, bringt dir die Benutzung eines Level 1 Zaubers einen Freipass nach Azkaban einbringen. Level 2 Zauber tendieren dazu, dunkle Zauber zu sein, die nicht so schwerwiegend sind, wie die Unverzeihlichen, aber trotzdem noch sehr tödlich im Gebrauch, so wie beispielweise Folterflüche. Level 2 Zauber sind ebenso nur Legal, wenn das Ministerium sein Ok gibt und einen ohne dieses Ok zu benutzen, bringt dir fünfzig Jahre Azkaban ein.
Level 3 Zauber sind die, die die Auroren im Feldeinsatz benutzen, wenn sie dunkle Zauberer ergreifen und machen den Gegner normalerweise nur untauglich, aber können, wenn sie unkorrekt ausgeführt werden, tödlich sein. Also wenn du kein Auror bist, wird dich das fünfundzwanzig Jahre Azkaban kosten. Level 4 Zauber sind die, die von Medi-Zauberern und –hexen während ihrer Berufsausübung benutz werden und wenn du keine Lizenz für sie von St Mungos besitzt, bringen sie ebenso fünfundzwanzig Jahre Azkaban ein.
Die Letzten, die Level 5er, sind einige fragwürdige Zauber, die in den fortgeschrittenen Verteidigungsklassen beigebracht werden. Sie dürfen sorgsam verwendet werden, aber wenn man sie an einem gewöhnlichen Kerl auf der Straße anwendet– vor Allem an Mundanes – bringt das einen eine Nacht in der Ministeriumssicherheitszelle und ein saftiges Bußgeld." Harry betrachtete die Reinblüter einen Moment nachdenklich, während alle diese Information verarbeiteten und fragte dann: „Ihr wusstet das nicht?"
„Das ist Ministeriums Terminologie", informierte Luna sie. „Normale Leute wissen einfach nur was und was nicht Illegal ist."
„Wie viele illegale Zauber kennst du, Potter?", fragte Tracey, die mehr interessiert als beunruhigt klang.
„Kennen oder wissen, wie man sie anwendet?", konterte Harry.
„Wie man sie anwendet", forderte Lillian zu wissen, sich in Erinnerung rufend, dass ihr Freund ein Auror gewesen war und so wahrscheinlich die meisten – wenn nicht alle – der illegalen Zauber kannte.
„Erm…" Harry überdachte das einen Moment. „Ich weiß wie ich… Oh, so um die Sechzig weiß ich, wie ich sie ausführen kann. Der Kastrationszauber ist der einzige Level 4 Zauber den ich kenne", fügte er mit einem matten Lächeln hinzu.
„Wie viele von den Level 1 Zaubern beherrscht du?", fragte Neville ruhig.
Harry blickte seinen Freund ausdruckslos an. „Willst du die Antwort denn wissen, Neville?"
Erst schluckte Neville und dann nickte er. „Ja."
„Ich kann sie alle."
„Du beherrscht den Todesfluch?", wisperte Millicent als Neville eine zitternde Hand in seiner Umhangtasche verbarg.
Über ihre Äußerung zog Harry eine Augenbraue hoch.
„Wie viele davon hast du bereits benutzt?", forderte Morag zu wissen. Als Harry sich zu ihr wandte, seine Augenbraue immer noch erhoben, fügte sie hinzu: „Erfolgreich, nicht nur zur Übung."
„Ich habe sie alle erfolgreich ausgesprochen", berichtete Harry kopfschüttelnd. Um fair zu sein, er hatte den Todesfluch nur einmal während seines ersten Lebens benutzt und die einzige erfolgreiche Nutzung des Cruciatus war während seines aktuellen Lebens gewesen. Aber das mussten sie ja nicht wissen.
Es herrschte einen langen Moment angespannte Stille, die schließlich Neville mit einem Räuspern brach, immer noch seine Hand in seiner Umhangtasche verbergend. „Du bist ein Okklumentiker?"
„Ja." Schulter zuckend blickte Harry hinüber zu Morag, die ihre Augen über ihn verengte. „Ich bin überrascht, dass du ebenso einer bist, Morag. Es ist berüchtigt schwierig dies zu erlernen, bevor deine Magie und dein Geist nach der Pubertät zur Ruhe gekommen sind.
„Als ich zehn wurde, hat meine Mutter angefangen es mir beizubringen", gab die dunkle Ravenclaw preis. „Aber du bist ein Legilimentiker ebenso wie ein Okklumentiker."
„Bist du?", wisperte Tracey mit großen Augen. „Aber Morag, du sagtest-"
„Ich bin so was wie ein Naturtalent", schritt Harry ein.
„So was wie ein natürlicher Legilimentiker existiert nicht", konterte Morag trocken. „Und versuche gar nicht erst dein üblichen Gelaber auf mir abzuladen, Potter. Dein Fan Club mag vielleicht darauf reinfallen, aber ich nicht."
Harry lächelte in die Runde seines `Fan Clubs`, die alle wegen dem Ravenclawmädchen mit den Augen rollten. „Ich wollte dich nicht zutexten. Ich bin seit ich mich erinnern kann in der Lage meinen Geist abzuschirmen. Der dunkle Lord, der zu beiden fähig ist, glaubt es ist etwas, dass er mir versehentlich übertragen hat, als er versuchte mich zu töten."
Die danach herrschende Stille kam davon, dass die, die nicht sicher gewusst hatten, dass Harry auf gutem Fuß mit Voldemort stand erstarrt waren, während die, die es wussten, die Auswirkungen davon überdachten, dass der dunkel Lord einem Säugling eine Art magisches Geschenkt übertragen hatte.
„Warte, hast du so etwas-", Lillian verschluckte sich dann an ihren eigenen Worten und gab dann ein wütendes Geräusch von sich. „Verdammt, Harry! Musst du diesen Zauber über uns legen?"
„Das war meine vorbeugende Maßnahme", erwiederte Harry schulterzuckend. „Es gibt Leute an diesem Tisch, denen ich nicht traue und ich gehe keine Risiken ein. Nicht mit Dumbledore in der Nähe."
„Du traust dem alten Mann wirklich nicht, oder?", realisierte Millicent fasziniert.
„Er hat ne Menge zu verbergen", grummelte Lillian.
„Was ist es dieses Mal?", beschwerte sich Hermione, halb hoffend, halb irritieret dass es immer noch Dinge über ihren Freund gab, die sie noch nicht wusste.
„Komm schon, Potter, Teile dein Wissen mit der Klasse", schoss Morag auf ihn.
Harry lächelte. „Hermione, erinnerst du dich, du hast dich doch über meine mehrsprachigen Notizen beschert?".
Hermione runzelte die Stirn. „Ja."
Harry zog sein kleines Notizbuch aus seiner Tasche hervor und blätterte zu einer Seite, die komplett in Parsel geschrieben war. Das hatte Tom ihm irgendwie versehentlich beigebracht, indem er ihm ein in der Sprache von Salazar Slytherin geschriebenes Buch ausgeliehen hatte, in dem sich einige Parselzauber befanden. Er reichte das Buch Hermione, wobei er fragte: „Welche Sprache denkst du, ist das?"
Über die Seite runzelte Hermione nur die Stirn, während Neville, Morag, Millicent und Tracey sich um das Mädchen versammelten, um selber zu sehen. „Das ist dekoratives Gekritzel, Harry", beschwerte sie sich.
Neville nahm das Buch vorsichtig mit leicht zitternder Hand entgegen. „Das habe ich schon mal gesehen", murmelte er. „Es gab einen Heiler in St Mungos, der so zu schreiben pflegte." Er blickte zu Harry auf. „Keiner war je in der Lage dazu seine Notizen zu lesen, oder zu entschlüsseln an was er gearbeitet hatte, bevor er starb."
„Ist das überhaupt eine Sprache?", fragte Hermione.
„Es ist Parsel", stimmte Harry zu, der abwesend Lillian, Terry und Li von dem Zauber entließ, der sie Stumm gehalten hatte. „Ich spreche es."
Es herrschte einen Moment betäubender Stille dann hielt Neville das Buch von sich, seine Hand zitterte immer noch. „Hier", wisperte er.
Mit traurigen Augen nahm Harry beides, das Buch und Nevilles Hand. „Es tut mir leid", bot er und Neville lächelte bevor er seine Hand zurückzog und sie in seinem Umhang verbarg.
„Ich… habe ein Gerücht gehört", murmelte Millicent, die Harry hinter langen Wimpern hervor beobachtete.
„Welche Art von Gerückten?", fragte Harry, sie leicht anlächelnd. Von allen Eltern, war nur Millicents Vater tatsächlich ein Todesser, trotz dass er ein Halbblut geheiratet hatte.
„Der neue dunkle Lord, Xerosis, ist ein Parselmund", gab das Mädchen bekannt, Harry immer noch beobachtend. Ihre Augen weiteten sich, als sein Lächeln um eine Spur breiter wurde. „Oh", hauchte sie.
Lillian schnaubte. „Ich habs dir gesagt", sagte sie ihrer Zimmerkameradin.
Tracey und Morag blickten zwischen Millicent und Harry mit großen Augen hin und her, als sie die Punkte verbanden. Tracey konnte ein Quietschen nicht stoppen während Morag fast ängstlich wirkte.
„Du bist dieser… Xerosis?", fragte Li, die Harry leicht geschockt und keiner Spur von Angst genau betrachtete.
„…mein Kopf tut weh", beschwerte sich Hermione, die ihr Gesicht in den Händen verbarg.
In die Runde der Jugendlichen umherblickend, ihre Ausbüche von Frucht und Entsetzen aufnehmend, stand Harry auf. „Ich muss ein oder zwei Zauber in der Bibliothek nachschlagen", kommentierte er, mit einem Wink seiner Hand die Besen zu sich rufend um /und sie über seiner Schulter schweben lassend.
„Ich denke nicht, dass ich euch warnen muss, das für euch behalten?" Er lächelte sie an, aber seine Augen waren stählern vor Vorwarnung.
Wie vom Donner gerührt nickten alle Schüler.
Die Augen von Harry leuchteten noch mehr als er hinab auf Luna blickte. „Würdest du gerne hierbleiben oder willst du lieber mit mir gehen?"
Etwas abwesend, wie immer, lächelte Luna. „Ich genieße lieber noch etwas die Seeluft", erwiederte sie.
Schulterzuckend nahm Harry ihre Antwort als ein Nein auf. Er wand sich ab und begann den Rückweg zur Schule, wobei er das Ravenclaw Quidditchteam grüßte, das sich auf dem Weg zum Quidditschfeld befand. Falls sie seine besenförmigen Boxen wahrnahmen, erwähnten sie es nicht.
Erst als er sich in der Abgeschiedenheit seiner hintersten Lieblingsecke befand und ein Privatsphärenzauber ausgesprochen war, nahm Harry einen tiefen Atemzug und erlaubte sich das Schicksal zu verfluchen, dafür, dass es die perfekte Kombination von Leuten zusammenbrachte, die ihn dazu brachten fast all seine Geheimnisse auszuspucken. Das einzige was er seiner Gruppe noch nicht mitgeteilt hatte, war die Geschichte seines vergangenen Lebens und er war sich nicht sicher, wie lange das noch ein Geheimnis bleiben würde. Er hatte seine Freunde nie in einem Moment, in dem sein Gewissen sprach, mit irgendeiner Art von Geheimhaltungszauber belegt.
„Harry Potter, du bist ein Idiot", sagte er seufzend zu sich selbst und stieß sich vom Tisch ab. Es gab einige Zauber die er für die Arbeit an den Besen nachschlagen wollte, und er konnte es sich zurzeit nicht erlauben den Kopf hängen zu lassen und zu verfluchen, was nicht geändert werden konnte. Es galt Leben zu retten und er hatte nur begrenzt Zeit.
-0-
Harry hatte nicht bemerkte, wie spät es bereits geworden war, während er an seinen Zaubern gearbeitet hatte, bis seine Freude ihn fanden. Sie sahen etwas lädiert aus, aber schienen generell seine Geheimnisse akzeptiert zu haben.
„Du warst nicht beim Essen", meinte Terry, als Harry zur Gruppe aufblickte, die sich still am anderen Ende des Tisches zusammendrängte. Luna hatte sich bereits im Stuhl neben ihm niedergelassen.
Blinzelnd dachte Harry einige Zeit nach und grinste dann. „Oops. Wurde abgelenkt. Luna, was tust du in meine Haare."
Luna lächelte, während sie sorgsam die Blumenkrone arrangierte, die sie geflochten hatte, als die anderen am See noch über Harrys Enthüllung geredet hatten. „Ich hab dir eine Krone gemacht."
„Das sind besser keine weiteren Fingerhüte", warnte Harry sie, mehr belustigt über seine beste Freundin, als verärgert. „Ein Abend mit Halluzinationen war mehr als genug."
Luna kicherte. „Dennoch, es war witzig."
„Du wurdest auch danach nicht von Sirius ausgequetscht, welchen Zaubertrank wir geschnüffelt haben", giftete Harry mit einem Schaudern. „Ich schwör dir, er gibt die schlimmsten Elterngespräche, überhaupt."
„Ich kann mir das gerade nicht vorstellen, wie dein Pate ein `Elterngespräch` mit dir führt", kommentierte Lillian, die sich vorsichtig einen Stuhl heranzog zum Hinsetzen.
„Genau", erwiederte Harry augenrollend. „Luv, diese Krone… Sie ist doch nicht etwa pink?"
Als Erwiederung kicherte Luna nur und schlug seine Hand weg, als er hochgriff um sie abzunehmen. „Sie ist sehr reizend, Harry. Nun, lass das jetzt."
Seufzend gehorsam aber zog Harry seine Hand zurück zu seinen Büchern, die er gerade las, als sein Privatsphären Zauber sie hatte passieren lassen. „Solange es kein Fingerhut ist", entschied er.
Morag setzte sich neben Lillian und kommentierte: „Du gibst einen sehr schlechten dunklen Lord ab, Potter."
Harry lächelte sie an. „Du meinst, ich schauspielere wie ein sehr schlechter dunkler Lord." Er setzte eine sehr kindhafte Mine auf. „Aber ich bin nur fünfzehn."
„Blödsinn", schnarrte das Mädchen, als die anderen sich um den Tisch herum niederließen. Hermione übernahm es, den Platz zu Harrys linker einzunehmen, sehr zu der Erleichterung der andren. „Die Löwen und Lil haben uns das über dich erzählt, dass das hier deine 'zweiten Chance' ist, oder was auch immer."
„Hmm. Ich dachte mir schon, dass sie das tun würden", erwiederte Harry abwesend, zurück auf sein Buch starrend, das vor ihm lag. „Um fair zu sein, ich spiele den Part eines fünfzehnjährigen Schülers, der eine Tendenz dazu hat, etwas mehr als der durchschnittliche Schüler zu wissen und von dem erwartet wird, den bösen Lord Du-Weißt-Schon-Wer zu vernichten und ein in den Arsch tretender Auror zu werden.
„Wieso?", fragte Millicent ernst.
Leicht abwesend lächelnd, blickte Harry hinüber zu dem anderen Halbblut. „Was sonst sollte ich tun?", fragte er. „Obwohl ich ein Erwachsener bin, stecke ich im Körper eines Kindes fest."
„Du hast es geschafft, dir ein alter Ego als zweiter dunkler Lord zu erschaffen", kommentierte Tracey.
„Das hätte nie geklappt, wenn ich nicht seine Aufmerksamkeit in meinem Ersten Jahr erlangt hätte." Harry neigte seinen Kopf zur Seite. „Gut und dass ich diesen Sommer einen Deal mit ihm geschlossen habe. Hm."
„Unser erstes Jahr?", wiederholte Li. „Wann? Wie?"
„Professor Quirrel hatte Vol-" Harry hielt inne, da die meisten Leute am Tisch zusammenzuckten. „Oh, um Merlins Willen! Er wird nicht plötzlich erscheinen und anfangen die Leute zu verfluchen, wenn ich seinen Namen sage!" Er schüttelte den Kopf über die leicht dümmlichen Gesichter, die er als Erwiederung bekam. „Wieso musste er nur verbieten sein Anagramm auszusprechen…"
„Anagramm?", fragte Hermione.
„Hm?" Harry blinzelte. „Oh! Ja. Er hat seinen vollen Namen genommen und einen neuen aus den Buchstaben kreiert. Geschenkt, das war clever von ihm, aber was ist der Sinn davon, wenn niemand ihn je ausspricht?" Er rollte mit den Augen. „Idiot."
Darüber konnten die Schüler wieder etwas lachen.
Von Luna kam ein verträumtes Seufzen und sie langte hinüber, um Harry 'Krone' zu fixieren. „Du könntest auch einfach seinen echten Namen benutzen", kommentierte sie.
„Ich will nicht ihren Zusammenbruch verursachen", erwiederte Harry.
Lächelnd zog Luna einige Schnüre aus ihrer Tasche und begann mit ihnen zu spielen.
Darüber konnte Harry nur die Augen rollen und dann zurück zu den Anderen blicken. „Stimmt, also…" Er runzelte die Stirn. „Was hab ich gerade gesagt?"
„Irgendwas über Quirrell?", half Terry auf die Sprünge.
„Oh, stimmt." Harry schüttelte abermals den Kopf. „Er hatte Voldies-", einigen stockte der Atem, „-Seele in einem Konterkopf." Er schmunzelte über ihre entsetzten Blicke. „Lange Geschichte. Wie auch immer, er war in der Schule, um den Stein der Weisen zu stehlen, der im verbotenen Korridor im dritten Stock verborgen war, vor dem uns Dumbledore aufs äußerste gewarnt hat. Erinnert ihr euch?" Sie nickten alle, während Luna ruhig ein Lied vor sich hin summte und sich um die Schnüre streckte, die sie gerade geflochten hatte um sie in Harrys Haar einzuarbeiten. „Luna…" Harry seufzte.
Luna lächelte ihn an und fuhr fort, wofür sie einiges amüsiertes Gekicher rund um den Tisch erntete.
Harry rollte mit den Augen. „Was auch immer, Voldie war hier, um an den Stein zu kommen, also hab ich mit ihm einen Handel geschlossen. Er würde mich nicht töten und ich wäre immer noch Schüler während und er den Stein bekam."
„Und er könnte nicht einfach dafür sorgen, dass du der Schule verwiesen wirst?", harkte Tracey nach.
Harry zuckte die Achseln. „Er könnte es versuchen, nehme ich an. In der Tat hat er es, dadurch dass er Barty mich hat stalken lassen. Also hab ich Barty zurück zu seiner Basis gebracht und hatte ein kleines tête-á-tête mit Voldie. Wir haben einige Deals gemacht, einige Flüche wurden hin und hergeworfen, alles sehr langweilig…" Über die ungläubigen Blicke die er darauf erhielt, musste Harry grinsen. „Vor Beginn meines dritten Jahres, haben wir eine Art Partnerschaft geschlossen." Sein belustigtes Grinsen wandelte in ein diabolisches. „Ich mag es, ihn meinen Freund zu nennen, nur um ihn ausflippen zu sehen."
Es gab einige hilflose Lacher darüber und Millicent fragte: „Bist du verrückt?"
„Ja", stimmte Harry zu.
Harrys Bauch gab ein lautes Geräusch von sich, was sie alle daran erinnerte, dass der Teen bisher noch nichts gegessen hatte. „Lass uns dir was zu Essen besorgen, Harry", sagte Lillian kopfschüttelnd.
Harry seufzte. „Oh, fein. Helft ihr mir diese Bücher zurückzubringen?"
Die Bücher wurden zurückgestellt und sie verließen alle unter den wachsamen Blick von Madame Pince die Bibliothek. Draußen im Gang wurde vereinbart, dass sie getrennte Wege gehen sollten, da es keine Grund gab, wieso sie alle zusammen in die Küche hinunter gehen sollten und nach der Ausgangssperre noch draußen zu sein. Die Gryffindors, Morag, Terry und Li sagten alle gute Nacht und machten sich auf, um in ihre Türme zu kommen, wobei Terry Harrys Besen trug. Luna und Harry begleiteten die Slytherins die Treppe hinunter und trennten sich dann in den Kerkern.
Als sie schließlich allein in der Küche waren – zu dieser späten Stunde hatten die Hauselfen andere Dinge zu tun – fragte Harry: „Wie geht's ihnen?"
Luna zuckte die Schultern. „Sie wussten bereits, dass du nicht der warst, der du in der Schule oder zuhause zu sein schientest. Vielleicht war es ein kleiner Schock herauszufinden, dass du Xerosis bist, aber sie schienen nicht ernsthaft überrascht. Wirst du sie zum Schweigen bringen?"
„Ich habe ihre Stühle verzaubert, sobald sich Lil in Bewegung Gesetz hatte, um sich zu setzen", gab Harry zu, nicht das kleinste Bisschen darüber beschämt. Ja, er vertraute seinen Freunden, aber es gab keinen Grund die Möglichkeit zu erlauben, dass sie sich verplappern konnten.
Luna nickte, legte dann ihren Kopf schief und betrachtete kritisch die 'Krone' und 'Haar Dekoration' die sie Harry gegeben hatte. „Du siehst absolut reizend aus."
Augenrollend starrte Harry auf sein Essen. „Kannst du zumindest die Blumen in ein Ravenclaw blau oder ein Avada grün verzaubern? Pink zu tragen lässt mich mich wie ein schwuler Gryffindor mit Komplexen fühlen."
„Aber, bist du das nicht?", fragte Luna.
Darauf schickte Harry ihr einen verschmuddelten Blick. „Ändere die Farbe oder ich weigere mich sie morgen zu tragen."
Schmollend schob Luna ihre Unterlippe vor.
Harry zeigte mit seiner Gabel auf sie. „Ich hatte eine Tochter und Merlin weiß wie viele Nichten, Luv. Ich bin immun gegen alle Formen von Mitleid erregen durch weibliche Wesen."
Seufzend sprach Luna einen Zauber zum Farbenändern, um den Blumen ein blasses blau zu geben. Da sie seine Erhobene Augenbraue sah, zog sie einen kleinen Spiegel aus ihrer Tasche und händigte ihn ihm aus.
Erst die Veränderung begutachtend, nickte Harry und hielt ihr dann den Spiegel entgegen. „Akzeptabel."
Schniefend steckte Luna den Spiegel weg. „Du krängst mich. Schrecklich. Ich bestehe auf darauf, dass du das wieder gut machst."
Kichernd gab ihr Harry ein Schokoladen-Eclair. „Wird es das für den Moment tun?"
Luna nahm die angebotene Pastete und knabberte daran. „Für jetzt", entschied sie, „aber du schuldest mir trotzdem noch etwas. Ich mag pink an dir sehr."
Augenrollen seitens Harry. „Dunkle Lords tragen kein pink."
„Normale dunkle Lords verbringen ihre durchschnittlichen Tage nicht umgeben von Teenagern mit Hormonproblemen und Sex im Gehirn", konterte Luna.
„Gut, nein, ich nehme nicht an, dass sie das tun…"
„Oder Blumen."
„Ok, ok! Botschaft angekommen!" Harry rollte seine Augen nach oben und starrte für einen Moment an die Decke, dann blickte er zurück zu Luna. „Ich bin kein normaler dunkler Lord, aber ich trage kein pink. In Ordnung?"
Luna seufzte. „Oh, ich nehme es an."
„Gut."
„Was ist mit Lavendel?"
Harry erschauderte. „Ich habe Flashbacks an die Hochzeit meiner Nichte und meines Paten, danke."
Luna lächelte. „Sie haben viel Lavendel verwendet?"
„Die Brautjungfernkleider, der Ringträgeranzug, die Blumenarrangements, selbst der verdammte Kuchen", beschwerte sich Harry. „Es war die einzige Farbe, über die Victoire, Teddy, Andy, Ginny, Molly und Fleur übereinstimmen konnten."
„Du hattest dabei nichts zu sagen?"
„Ich hab die ganze Planung wie die Pest gemieden." Harry erschaudernde abermals. „Obwohl, Teddy versuchte es. Er hatte versucht, Bill und mich damit reinzuziehen, so dass er einigen 'männlichen Sinn' mit einbeziehen konnte, aber wir haben uns verbündet und sind draußen geblieben." Gedankenverloren legte er seinen Kopf zu einer Seite. „Gut, um Fair zu sein, Bill und ich schritten ein und verweigerten alle Schattierungen von Pink, gleich zu beginn, aber das war das einzige, wobei wir geholfen haben."
Lächelnd schüttelte Luna ihren Kopf. „Kein Lavendel dann. Blasses blau und leuchtendes grün."
Kichernd wand sich Harry wieder seinem Essen zu.
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„Ich hab mich schon gefragt, wann du mich finden würdest", kommentierte Harry, der nicht von dem Besen aufblickte, an dem er gerade arbeitete. „Wirklich, ich habe halb erwartet, dass, sobald ich mich in mein Bett gelegt habe, nachdem ich damals Dumbledores Büro verlassen hatte, du mein Bett in Flammen setzen würdest."
Fawkes ließ sich auf der Stange, die der Raum der Wünsche für ihn generiert hatte, genau gegen über des auf dem Bode sitzenden Teens nieder. Der Phoenix schien für den Moment zufrieden damit, einfach nur zu sitzen und Harry bei seiner Arbeit mit den Zaubern zu beobachten, also machte der Jungen einfach weiter.
Als er einen günstigen Moment zum Innehalten erreicht hatte, legte Harry den Besen zur Seite und blickte hinauf zu dem Vogel. „Sprich."
Nachdem Fawkes seine Federn etwas aufgeplustert hatte, traf er Harrys scharfen Blick und verband sie mental. Der Teen erschauderte wegen dem Gefühl, jemanden in seinen Geist zu lassen, selbst wenn es nur die äußeren Bereiche waren. Trotzdem schmiss er den Vogel nicht hinaus, also sagte Fawkes: „Albus kehrte zu mir mit einer Geschichte zurück, darüber dass du dir davon träumst, Voldemort zu foltern und zu töten. Ich bin kein Dummkopf, Kind, trotz, dass Albus deine Lügen abkauft. Was bist du?"
Ein kaltes Lächeln verzog Harrys Lippen. „Also hat er das nach allem doch noch gekauft? Exzellent. Ich bin ein Mensch, trotz dass der Tod mir einige Eigenschaften der Todesser als geschenkt hat."
Fawkes stieß ein ärgeres Geräusch aus. „Du bist entschlossen vage, kleiner dunkler Lord. Veralbere mich nicht, oder ich verbrenne dich."
„Drohe mir nicht, Vogel", hisste Harry, seine Augen leuchteten durch seine Kraft, als sich die Raumtemperatur senkte. „Ich weiß, wie ich deinen Zyklus der Wiedergeburt zerstören/aufheben kann. Du willst nicht wissen, wer am Ende als Sieger herauskommt."
Fawkes zuckte vor der Kälte zurück und umhüllte sich mit einer schützenden Hülle aus Flammen, um sich davor zu schützen.
Für gute zehn Minuten blieben sie in völligem Stillstand und funkelten sich gegenseitig mit stummen Drohungen an.
Schließlich verschwand beides, Feuer und Kälte und sie wurden in Dunkelheit gehüllt. „Nun, normalerweise kümmere ich mich wirklich nicht darum, was ihr Leute mit euren Leben anstellt", erklang die Stimme des Todes, der neben ihnen beiden erschien, „aber das ist lächerlich.
„Hällst du dich jemals aus meinem Leben heraus?", fragte Harry die Erscheinung.
„Nein." Der Tod schnaubte und wand seine dunkle Kapuze zu Fawkes. „Du kannst ihn nicht töten, also versuch es erst gar nicht. Er arbeitet auf mein Geheiß, jedoch wie er es macht, ist seine Sache."
Als Erwiederung zwitscherte Fawkes und Harry hörte seine Worte übersetzt in: „Du spielt normalerweise mit den Leben von Sterblichen, also was ist so besonders an diesem?"
„In einem anderen Leben hat er meine Heiligtümer angenommen und er amüsiert mich", entgegnete der Tod.
Fawkes wand sich mit scharfem Blick dem jungen dunklen Lord zu. „Ein anderes Leben?"
„Ich starb als der Meister der Heiligtümer und der Tod stellte mich vor die Wahl. Ich mochte nicht, in was sich die Welt gewandelt hatte, also entschloss ich mich zurückzureisen und es zu reparieren."
„Du hast dich entschieden zurückzukommen und hilflose Muggel zu ermorden."
„Diese 'hilflosen Muggel' waren Stunden davon entfernt alles Leben auf dem Planeten zu zerstören, als ich starb, Vogel."
Überrascht blickte Fawkes auf und wand sich fragend an den Tod.
„Stunden ist etwas zu drastisch", kommentierte der Tod. „Sie haben noch weitere zwei Wochen ausgehalten, bevor die radioaktive Verstrahlung ihres Krieges die letzten Arten auf dem Planeten auslöschte." Seine Stimme nahm einen schmollenden Ton an, als er hinzufügte, „Das hat mich sehr nutzlos gemacht. Kannst du dir eine ganze Welt, die Tod ist, vorstellen? Ich habe begonnen die Toten zurück ins Leben zu holen um sie dann durch die Strahlung wieder sterben lassen, nur um beschäftigt zu bleiben.
„Was für ein Jammer", kommentierte Harry trocken.
„Es war schrecklich!", beschwerte sich der Tod. „Ich war arbeitslos und es war langweilig und alles! Es war wie damals, während dieses dummen kalten Krieges, der nicht so kalt war. Ich musste es sieben Mal versuchen, bevor ich die richtige Person gefunden hatte, um diese erste Bombe vor der Detonation aufzuhalten/zu stoppen." Er hielt inne, dann wand er seine dunkle Kapuze zu Harry und befahl, „Du lässt mich das besser nicht noch einmal machen, andernfalls denke ich mir die absolut schlimmste Bestrafung für dich aus, wenn ich dich schließlich in die Hölle werfe."
Harry rollte seine Augen. „Ich arbeite daran. Merlin."
Fawkes sträubte seine Federn. „Wie soll es einen Krieg mit den Muggeln anzufangen, diese davon abhalten, alles Leben auf dem Planeten auszulöschen?"
„Gar nicht", erwiederte Harry schulterzuckend. „Aber es bringt die magische Welt dazu, vereint ihre Ärsche in Bewegung zu setzen und zu versuchen eine Lösung zu finden. Letztes Mal begannen wir es zu spät zu realisieren und sie waren viel weiter fortgeschritten. Dieses Mal haben wir einen Vorsprung."
„Was wirst du denn tun, ein unterirdisches Tunnelsystem zum Verstecken bauen?", fragte der Tod. „Du brauchst in irgendeiner Art und Weise die Muggel, um die Population deiner eigenen Spezies zu gewährleisten."
Harry grunzte. „Ich weiß nicht. Unterirdische Höhlen sind realisierbar, aber nach einiger Zeit würde es dort etwas beengt werden. Nein, Luna hat etwas mit dem Mond erwähnt. Muss das unbedingt noch mit Tom besprechen."
„Voldemort arbeitet tatsächlich mit dir?", fragte Fawkes überrascht. „Ich habe gedacht, er würde dich sofort töten".
„Nicht für den Mangel an Versuchen", erwiederte Harry. „Wir haben eine Übereinstimmung getroffen und wir arbeiten zusammen, jetzt."
„Sie sind beide böse, verrückt und brilliant", kommentierte der Tod. „Wahrlich ein erschreckendes Duo."
„Ich werde das als ein Kompliment nehmen", entschied Harry.
Um ihre Aufmerksamkeit wieder zu erlangen, zwitscherte Fawkes. „Ich werde euch eurem Geschäft überlassen", informierte er Harry, „aber ich mag dich trotzdem nicht."
„Ich sorge mich ebenso wenig um dich, Vogel", erwiederte Harry. „Ich geh dir so gut es mir möglich ist aus dem Weg, wenn du zustimmst, dasselbe zu tun."
„Gut." Fawkes verschwand in einer Flamme, Harry und den Tod allein in der Dunkelheit zurücklassend.
„Ich hab eine Frage", meinte Harry, als es aussah, als ob der Tod sich aufmachte zu gehen.
Seufzend wand sich der Tod an ihn. „Oh, sehr gut. Aber nur, weil du mein Favorit bist."
Blinzelnd schüttelte Harry den Kopf und fragte: „Ich habe gedacht, dass du Phönixe hasst."
Der Tod neigte den Kopf zur Seite. „Sie hassen? Ich erschuf sie. Jedes Mal, wenn sie von ihrem Element verschlungen werden, sterben sie, was mir einen Punkt gibt und danach werden sie wiedergeboren. Sie sind etwas ehrfurchtgebietend."
„Sicher, ehrfurchtgebietend", stimmte Harry augenrollend zu. „Doch, Fawkes hasst mich, weil ich ein Mörder bin."
„Er hat so viel Zeit bei seinen Menschen verbracht, ist das wirklich überraschend? Ich habe diese Spezies erschaffen, aber ihre Personalität ist ihnen selbst überlassen." Der Tod winkte mit einer Hand in seine Richtung. „Geh und spiel mit deinen Stöcken. Und wenn du deine Leute in den Weltraum bringst, haltet euch an den Mond, hm? Die anderen Planeten sind außerhalb meiner Zuständigkeit."
Harry salutierte ihm und der Raum kehrte in sein ursprüngliches, leuchtendes Selbst zurück. „Der Mond, hm?", murmelte er, seinen Besen wieder aufnehmend, um noch etwas an den Zaubern zu arbeiten.
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