Kaum war Hermine durch die Tür getreten und wollte sich neugierig in Snapes Privaträumen umsehen, als sie plötzlich eine Hand an ihrer Hüfte spürte. Erstarrt blieb sie stehen und wagte nicht sich zu bewegen, aus Angst die Hand würde sie loslassen. Als sich eine zweite Hand auf Taille legte und Snape sie langsam an sich zog ließ sie es geschehen. Er umarmte sie von hinten und drückte sein Gesicht in ihr weiches Haar.

Sie schmiegte sich an ihn und atmete seinen Duft ein, der schon an seinem Umhang gehangen hatte, den sie ihm gestern zurückgebracht hatte. Er roch nach Kräutern und Wald. Sie legte eine Hand auf den Arm, der sie von hinten umfing und wollte, dass dieser Moment nie endete.

"Hermine", murmelte Snape immer noch mit seinem Gesicht auf ihrem Haar. Er drehte sie zu sich herum und blickte ihr wieder in die Augen. Sie standen noch näher zusammen als vorher und seine Hände ruhten nach wie vor auf ihrer Hüfte. Er schien unsicher zu sein, ob das was er machte auch in ihrem Sinn war, aber als sie ihren Kopf an seine Brust lehnte zog er sie eng an sich und atmete wieder den Duft ihres Haares ein.

Seine Hand fuhr bedächtig über ihren Rücken und ihre Haut kribbelte unter ihrem Pullover an den Stellen an denen er sie berührte. Sie seufzte leise und blickte zu ihm hoch, was er als Anreiz nahm seine Lippen auf ihre zu legen und sie zu küssen. Zuerst war der Kuss eben so bedächtig wie die Berührung seiner Hand, aber als er merkte, wie sie auf ihn reagierte wurde er fordernder, wenn er auch immer darauf bedacht war, nichts zu tun was sie nicht wollte. Als sie bereitwillig ihren Mund öffnete legte er seine Hand in ihren Nacken und zog ihr Gesicht nich enger an seins, sofern dies noch möglich war.

Sie seufzte leise und als Severus von ihr abließ und sie fragend anblickte lächelte sie ihn an. Er hob sie plötzlich hoch und trug sie auf seinen Armen zu dem Sofa, dass in einer Ecke des Raumes stand. Dort setzte er sich selbst und zog sie auf seinen Schoß. Ihr Kopf ruhte wieder an seiner Brust und eine Weile saßen sie so da, während er ihr Haar streichelte und keiner ein Wort sagte.

"Hermine", begann Snape schließlich mit brüchiger Stimme.

"Ich weiß es nicht", antwortete das Mädchen auf seine unausgesprochene Frage. Ja, wie würde das hier weitergehen? Sie war seine Schülerin und er ihr Lehrer und das mindestens noch ein Jahr.

"Ich weiß nur, dass es sich verdammt gut anfühlt, Severus", fuhr sie fort und benutzte das erste Mal seinen Vornamen. Er merkte wie sie anfing zu zittern und lehte eine Hand unter ihr Kinn, sodass sie ihn ansehen musste. Dann küsste er sie wieder und plötzlich saß sie rittlings auf ihm und fuhr mit ihren Händen durch sein Haar. Er stöhnte als sie ihn gierig küsste und sie spürte seine Erregung. Seine Hände ruhten am Bund ihres Pullover und als sie keinen Widerstand leistete als er diesen vorsichtig hochschob, fuhren seine Hände darunter und erkundeten ihren Körper.

Jetzt war es an ihr zu stöhnen, doch er zog ihr den Pullover nicht aus und sie machte auch keine Anstalten sich selbst zu entkleiden. Sie wussten nicht wieviel Zeit vergangen war aber die Sperrstunde war schon deutlich überschritten, als die beiden endlich voneinander ablassen konnten. Hermine blickte Severus ratlos an.

"Wenn ich jetzt in den Schlafsaal gehe, fällt meine Verspätung auf. Wenn sie aber morgen sehen, dass ich nicht da bin meinen alle ich sei schon in der Bibliothek, schließlich ist morgen Samstag", überlegte sie. Severus lachte leise und sah worauf sie hinauswollte. Er packte sie wieder und trug sie in sein Schlafzimmer.

"Dann sehe ich nur eine Möglichkeit", lächelte er und setzte sie auf seinem Bett ab. Hermine lächelte ebenfalls und kroch unter die Decke. Snape legte sich zu ihr und aneinander gekuschelt schliefen die beiden schließlich ein.


Vorläufiges Ende, vielleicht geht es weiter, vielleicht bleibt es so.