Erwiderte Gefühle

Die Wohnungstür knallte hinter John ins Schloss, während Sherlock immer noch dabei war das eben erlebte zu verarbeiten.

John hatte ihn geküsst.

Und dann behauptet er wüsste was er sagen wollte.

Aber warum war er dann gegangen? War der Kuss vielleicht nur das Ergebnis der ständigen Annahmen anderer Leute, sie wären ein Paar? Immerhin hat John noch nie auf irgendeine Weise Interesse an Männern gezeigt. Doch diese Situation verleihte dem Consulting Detective Hoffnung.

Die Starre fiel von ihm ab. Er eilte ihm hinterher zur Tür und riss diese Achtlos auf. »John!«, wiederholte er ein weiteres Mal. Der Angesprochende, dessen Hand auf dem Griff der Haustür lag, hielt inne, drehte sich aber nicht um.

In der Zwischenzeit hatte Sherlock das Ende der Treppe erreicht. Er griff Johns Handgelenk und wirbelte ihn zu sich herum. Als er den unbeteiligten Blick seines Mitbewohners sah, zögerte er einen Moment.

»Du meinst also du weißt, was ich davon halte?«

Er trat einen Schritt vor.

»Und was genau hat du gedacht, dass dich dann dazu gebracht hat zu gehen?«

Er schlang die Arme um John und zog ihn an sich. Dieser schaute verwirrt zu ihm auf. »Ich... also...«, begann der Arzt unsicher, ließ dann jedoch den Satz offen in der Luft hängen.

Sherlock zog ihn fester an sich, um dann seine Lippen erneut auf Johns zu drücken.