Erleuchtung

Er hörte Sherlocks Stimme hinter sich, die nach ihm rief, doch er blieb nicht stehen, wandte sich nicht um und reagierte sonst auch auf keine Weise. Jetzt musste er erst einmal nachdenken und das am besten an frischer Luft.

Irgendwie fühlte er sich schuldig. War das nicht genau was er wollte? Dass Sherlock ihn liebte? Und doch, als er dann mit diesen Worten, dieser Situation, konfrontiert worden war, fühlte er sich irgendwie... bedrängt. Er hatte eigentlich gedacht sich mit seinen Gefühlen abgefunden zu haben, sich daran gewöhnt zu haben. Es akzeptiert einen Mann zu lieben.

Doch anscheinend war dem nicht so. Zumindest nicht richtig, wenn er dann doch davor zurückschreckte.

Ach wirklich? Davor zurückgeschreckt? Warst du nicht derjenige, der ihn zuerst geküsst hatte?

Er seufzte. Wie sollte er da noch wissen was er wollte?

Ganz einfach. Du weißt schon lange was du willst. Und das ist ein hochfunktionaler Soziopath. Wovor hast du eigentlich Angst?

Ja, gute Frage. Und wenn er ehrlich war, konnte er sie nicht wirklich beantworten. Doch eine Sache konnte er nun sagen. Nach dem was vorgefallen war, vielleicht sogar schon lange davor, er würde nicht länger mit Sherlock zusammen wohnen können, wenn er ihm nicht sagte was er fühlte. Und da er wusste, dass seine Gefühle erwidert wurden, sollte es ihm eigentlich leichter fallen, es Sherlock zu beichten.