Zimmer 114

Er schob die Tür auf und trat vorsichtig ein. Sherlocks Bett stand in der Ecke beim Fenster, das andere was leer.

Als die Tür hinter ihm zu viel, zuckte er zusammen. Das alles kam ihm vor wie ein Traum. Eine veränderte Version seines Sprungs vom Dach. So oder so, Sherlock würde überleben. Er musste es einfach. Noch einmal würde John diesen Verlust nicht durchstehen.

Zögernd ging er zum Fußende des Bettes. Die Frau an der Rezeption hatte ihm gesagt, dass sein Mitbewohner in einem künstlichen Koma lag und jetzt alles davon abhing wann er aufwachte.

John zog einen Stuhl um das Bett herum. Eine Weile betrachtete er einfach nur seinen ruhenden Freund. Er bemerkte gar nicht, wie er nach Sherlocks Hand griff und sich an diese klammerte, als könnte er so auch dessen Leben fest halten, bis er die Hand des Anderen an seine Lippen hob und sanft küsste.

Er bemerkte ebenfalls nicht, wie eine Krankenschwester das Zimmer betrat, bis diese ihm die Hand auf die Schulter legte. Auch ihre Worte drangen kaum bis in sein Gehirn vor. »Ich muss sie jetzt leider bitten zu gehen. Die Besucherzeit ist um.«

Er plazierte einen weiteren Kuss auf Sherlocks Handrücken. »Ich liebe dich.« Er konnte es einfach nicht länger unterdrücken, dabei war es ihm egal, dass die Krankenschwester immer noch neben ihm stand.