Epilog

Zweifelnd beobachtete John wie sein Freund sich seinen Mantel überwarf. »Ich glaube wirklich, du solltest dich noch länger ausruhen. Du wurdest erst vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen.«

Sherlock wandte sich ihm zu. »Also wenn die Ärzte dort es nicht länger für nötig hielten mich im Auge zu behalten, dann sehe ich keinen Grund, mich noch länger dieser Langeweile auszusetzen.« John wollte zu einer erneuten Erwiderung ansetzen, doch sein Mitbewohner zog ihn an sich und erstickte jeden Protest mit einem Kuss.

Als sie sich keuchend wieder voneinander lösten, schlug John ihn gespielt genervt gegen die Brust. »Hör auf mich ablenken zu wollen!«

Sherlock musste ein Grinsen unterdrücken. »Funktioniert es?« Der Arzt seufzte. Lächelnd antwortete er: »Immer.« Sanft ließ er seine Hände über Sherlocks Brust wandern. »Es gibt auch andere Wege deine Langeweile zu vertreiben.« »Du hast recht.« Die raue Stimme des Consulting Detectives jagte dem Blonden wohlige Schauer über den Rücken, während seine Hände inzwischen über Sherlocks Bauch strichen.

Nun schlich sich doch ein Grinsen auf Sherlocks Lippen. »Und das schlägst du vor, obwohl du eben noch meintest ich solle mich ausruhen.« Er gab dem Arzt keine Zeit für eine Antwort, sondern zog ihn für einen weiteren Kuss noch näher an sich.

Als die Wohnzimmer Tür aufgeschlagen wurde, ließ John erschrocken von seinem Mitbewohner ab. Bei dem Anblick, der sich dem Polizisten bot, blieb dieser wie angewurzelt stehen. Minimal lenkte Sherlock seine Aufmerksamkeit auf Lestrade.

»Das vermisste Kind hat ihren Bruder in Gegenwehr von sich gestoßen, woraufhin er die Treppe hinunter gefallen ist. Sie ist dann aus dem Haus geflüchtet, nicht wissend, dass er durch seinen Sturz gestorben ist. Dafür muss ich meine Wohnung nicht verlassen, vor allem wenn es hier etwas viel besseres zu tun gibt.«

Mit einem verschwörerischem Lächeln richtete er seine gesamte Aufmerksamkeit wieder auf John und zog ihn mit sich in sein Schlafzimmer, ließ einen perplexen Greg zurück.