5. Kapitel

Pünktlich um Acht Uhr stand er schließlich vor Toby's Wohnungstüre und klopfte.

„Komm herein, Harry," rief Toby von innen. „Es ist offen."

Harry trat ein, legte seine Jeansjacke ab und zog sich die Schuhe aus. Er folgte den Geräuschen, die eindeutig aus der Küche kamen und blieb fasziniert in der Tür stehen. Toby trug wie immer enge Jeans und dazu ein noch engeres gelbes Shirt, das jeden einzelnen Muskel erahnen ließ. Auf der Stirn standen ihm ein paar Schweißperlen und seine Wangen waren leicht gerötet.

„Hey Baby," sagte Toby und riss damit Harry aus seinen Gedanken. Er kam auf Harry zu, gab ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen und verschwand dann wieder hinter der Küchentheke.

„Hm, das duftet ja herrlich," nuschelte Harry und folgte Toby. „Kann ich dir etwas helfen?"

„Nein lass nur," antwortete Toby. „Mach's dir einfach bequem." Er drehte sich zu Harry um, legte seine Arme um dessen Hüfte und schon spürte Harry die weichen Lippen und kurz darauf die feuchte Zunge, die sich in seinen Mund schlängelte. Es war nur ein kurzer Kuss, aber er steckte voll Feuer. „Du könntest und ein wenig Musik machen," bat Toby noch, bevor er sich wieder dem Essen zuwandte.

Harry ging zu dem riesigen Regal mit Toby's CDs. Ein Grinsen breitete sich über seine Lippen aus, als er die Paolo Conte CD herauszog und einlegte. Er wusste genau, was diese Musik in Toby bewirkte und eben das wollte er hier und jetzt.

Als der erste Ton erklang drehte er sich zu Toby um und grinste diesen frech an. Toby schien zu wissen, was Harry dachte und zwinkerte ihm zu, während er den Kochlöffel an seine Lippen führte und mit der Zungenspitze genüsslich die darauf befindliche Soße ableckte. Ein elektrisierender Schauer fuhr Harry über den Rücken.

Der Tanz der dem folgte war getrieben von feuriger Lust. Sie waren so unbeherrscht, dass sie gleich hier in der Küche übereinander herfielen und sich ihrem Liebesspiel hingaben. Erschöpfung und überschwängliche Glücksgefühle erfassten Harry, wie jedesmal, wenn er mit Toby intim wurde. Ohne dass ihm der Gedanke bewusst in den Sinn kam, murmelte Harry "Ich liebe dich!" in Tobys Schulter und grub sein Gesicht in die duftende Haut.

„Ich liebe dich auch, Harry," flüstere Toby und strich durch Harry's Haar.

Harry wusste nicht, wie lange sie so da gestanden hatten, doch irgendwann begann die Soße am Herd wie Lava zu brodeln und zu spritzen. Toby löste sich aus der Umarmung, gab Harry einen Kuss auf die Stirn und machte sich daran sich wieder um das Essen zu kümmern.

„Deckst du für uns draußen den Tisch?" fragte er, während er die Spaghetti in das mittlerweile kochende Wasser gab.

„Mach ich," antwortete Harry und rutschte von der Arbeitsplatte. Er lehnte sich von hinten an Toby und gab ihm einen Kuss auf den Hals. „Ich muss nur vorher schnell ins Bad."

Toby drehte sich zu ihm um und küsste seine Nasenspitze. „Ja klar. Die Spaghetti brauchen sowieso noch zehn Minuten."

Harry schmiegte sich nochmal kurz an Toby's Brust, sog dessen Duft ein und wandte sich dann ab. Er war komplett durchgeschwitzt und stellte sich deshalb unter die kalte Dusche. Das Wasser prasselte auf seinen salzigen Körper. Harry war glücklich. Bei Toby hatte er sich noch nie unwohl gefühlt. Es stimmt einfach alles zwischen ihnen und nun… nun hatte er Toby gesagt, das er ihn liebte und er meinte es von ganzem Herzen so. Am liebsten würde er hinaus gehen und der ganzen Welt erzählen, wie glücklich er war, denn auch Toby hatte gesagt, dass er ihn liebe und Harry wurde bewusst, dass er diese Worte noch nie zuvor gesagt bekommen hatte.

Ein paar Minuten später betrat Harry wieder die Küche. Seine Kleider lagen noch genauso am Boden wie er sie abgeworfen hatte und er sammelte sie ein um sich wieder anzuziehen. Toby kam zu ihm herüber, küsste ihn kurz auf die Lippen und drückte ihm dann Teller und Besteck in die Hände.

„In drei Minuten ist das Essen fertig," sagte er, bevor er wieder hinter die Theke ging und sich daran machte, die Thunfischsoße in eine große Schale zu füllen. Harry trat hinaus und deckte den Tisch. Aus der Vitrine im Wohnzimmer holte er Wassergläser.

„Warte Harry," hielt ihn Toby auf. „Nimm auch gleich zwei Rotwein-Gläser mit, ja?"

Harry sah erst fragend zu Toby, dann in die Vitrine und wieder zurück zu Toby. „Welche sind das?" fragte er beschämt.

Toby lachte. „Die großen bauchigen Stielgläser."

Davon überzeugt die Richtigen gefunden zu haben, vollendete er seine Aufgabe. Außerdem verteilte er auf der ganzen Terrasse Kerzen, die er bei der Suche nach den Servietten entdeckt hatte und zündete sie an. Zurück bei Toby setzte er sich auf die Theke und sah zu, wie Toby die Spaghetti abseihte und dann mit etwas Butter ebenfalls in eine Schüssel gab.

„Nimmst du das mit raus?" Toby hielt Harry zwei korkene Untersetzer und eine geöffnete Weinflasche hin und folgte ihm dann hinaus.

Das staunende Gesicht Toby's löste in Harry eine kindliche Freude aus. „EIn Romantiker bist du also auch noch," stellte Toby zärtlich fest, stellte das Essen ab und und legte seine Arme um Harry, um ihn zu küssen.

„Ich glaube das Essen wird kalt," murmelte Harry in den Kuss. „Außerdem hab ich wirklich Hunger."

„Na dann," lachend löste Toby sich von Harry, „dann wird jetzt eben erst mal gegessen." Er setzte sich und begann auszuteilen und den Wein einzuschenken.

„Und, was hast du heute gemacht?" fragte Toby, als sie beide ihre Teller vor sich hatten. „Hast du deinen Aufsatz fertig bekommen?" Sie stießen mit dem Wein an und tranken.

„Naja," Harry räusperte sich. „Eigentlich hab ich damit noch gar nicht begonnen. Ich hab meine Bücherliste bekommen und für die Schule eingekauft."

„Sag mal," Toby's Stimme klang plötzlich ernst. „Tut mir leid, wenn ich dir damit vielleicht zu nahe trete, aber wovon lebst zu eigentlich? Ich meine woher hast du dein Geld?"

„Geerbt," antwortete Harry kurz und wusste aber, dass er darauf näher eingehen sollte. „Als meine Eltern starben, haben sie mir in kleines Vermögen hinterlassen, von dem ich aber bis zu meinem elften Geburtstag nichts wusste. Und vor zwei Jahren starb mein Patenonkel. Er hat mir seine gesamten Besitztümer vererbt und er war Teil einer sehr reichen Familie."

Harry erzählte einfach drauflos und merkte, dass er Toby eigentlich gar nicht alles verschweigen musste. Einzig und allein die Tatsache, dass er Zauberer war, musste er für sich behalten.

Sie waren längst mit dem Essen fertig, als Harry gerade von Hogwarts erzählte.

„Es ist eine Art Internat, wo es vier Häuser gibt. Durch einen Test wird man in das Haus eingestuft in das man am besten passt..."

Toby hörte die ganze Zeit stillschweigend zu, ohne nachzuhaken, wenn er etwas nicht verstand und Harry war ihm sehr dankbar dafür.

Irgendwann stand Toby auf und kam zu Harry, um ihn kurz auf die Stirn zu küssen. „Möchtest du Kaffee?" fragte er.

„Gern," sagte Harry und streichelte Toby's Hand, die an seiner Schulter lag. „Kann ich dir helfen?"

„Nein, schon ok. Dauert ja nicht lange." Toby küsste Harry's Finger auf seiner Hand. „Aber du könntest Musik machen."

Harry nickte und stand auf. Er legte seine Arme um Toby und drückte sich an ihn. „Ich bin so glücklich, dass ich dich kennengelernt habe," flüsterte Harry.

Toby presste Harry noch mehr an sich und streichelte über seinen Rücken. „Komm Schatz," murmelte er und küsste Harry aufs Ohr. „Kaffee und Musik und dann würde ich gern mehr über deine Freunde hören."

„Okay," Harry löste die Umarmung. „aber du musst mir auch von deinen Freunden erzählen."

Sie gingen gemeinsam hinein und Harry beobachtete Toby dabei, wie er die Espresso Maschine bediente. Er prägte sich den Vorgang genau ein. Und während Toby einen Teller mit Keksen füllte, ging Harry vor dem CD-Regal auf und ab und suchte nach der richtigen Musik.

„Was würdest du vorschlagen?" wandte er sich schließlich an Toby. „Ich kenne das meiste davon nicht."

„Hm…" Toby kam zu Harry, lehnte sich von hinten an ihn und stützte seinen Kopf auf Harry's Schulter. „Vielleicht ‚Tuck and Patti'." Er nahm eine CD aus dem Regal und gab sie Harry. Dieser legte sie ein und sofort begann Toby mit der Musik mitzusingen.

„Kannst du Zucker und den Keksteller mit hinaus nehmen?" Toby ging mit zwei Café Latte an Harry vorbei. Harry tat wie ihm geheißen und folgte ihm.

Sie saßen erst mal stillschweigend, tranken ihren Kaffee und rauchten eine Zigarette. Harry hatte sich daran gewöhnt zum Kaffee zu rauchen, oder auch immer wieder mal nach dem Sex. Er rauchte nicht viel, vielleicht drei Zigaretten am Tag, aber er konnte sich schon nicht mehr vorstellen ganz darauf zu verzichten. Toby wiederum hatte seinen Zigarettenkonsum stark eingeschränkt und rauchte nur noch halb so viel, wie normal.

„Hermione wird mir einen Vortrag halten, wenn sie erfährt, dass ich rauche." Harry lachte auf.

„Wer ist Hermione?" fragte Toby noch und dämpfte seine Zigarette aus.

„Meine beste Freundin. Ron, Hermione und ich sind ein richtiges Kleeblatt," begann Harry zu erzählen. „Wir gehen alle in die gleiche Klasse." Dann berichtete er von den vielen Späßen die sie ausgeheckt hatten, von Hermione's Einsatz für Gerechtigkeit und Tierschutz und dergleichen, von Ron's nicht vorhandenem Feingefühl, von Hermione's Intelligenz, von Ron's Begeisterung für Schach, und schließlich davon, dass die beiden nun ein Paar waren und Harry sich oft wie das fünfte Rad am Wagen vorkam. „Klar machen wir noch was zu dritt, aber es ist einfach nicht mehr das gleiche." Harry seufzte. „Ständig knutschen sie herum und ich weiß nie wo ich hinsehen soll."

„So ist das eben bei frisch Verliebten," lächelte Toby und stand auf. „Die halten es eben ohne einander kaum eine Stunde aus." Er war nun bei Harry und küsste diesen auf die Lippen. „Lass und auf die Hollywoodschaukel setzen, da können wir kuscheln beim Reden."

Er zog Harry auf und setzte sich mit ihm auf die gepolsterte Korbschaukel. Harry schmiegte sich an Toby's Schulter, küsste ihn auf den Hals und schloss genießend die Augen. Toby legte seinen Arm und ihn und stieß sich vom Boden ab, sodass sie leicht in der Sommernacht wiegten.

„Wer ist eigentlich dieser Malfoy?" fragte Toby nach einer Weile des Schweigens.

„Malfoy?" wiederholte Harry und versuchte sich zu erinnern wann er Malfoy erwähnt haben konnte.

„Ja, du meintest Malfoy wäre der Einzige, der Hermione ab und zu in der Schule schlagen würde," erklärte Toby.

„Hab ich das wirklich gesagt?" fragte Harry geschockt. Toby nickte nur und Harry begann zu erzählen. „Malfoy ist mein Erzfeind. Wir haben uns das erste Mal in dem Laden getroffen, wo wir unsere Schulkleidung kaufen. Schon damals hielt ich ihn für arrogant. Als er dann bei der ersten Zugfahrt Ron beleidigte und mich an seine Seite ziehen wollte, hab ich sein Freundschaftsangebot ausgeschlagen und seit dem verachten wir uns." Harry war in Rage. Warum krebste Malfoy gerade hier bei Toby in seinen Gedanken herum? Er wollte sich nicht mit ihm befassen.

„Klingt allerdings als wäret ihr nicht unbedingt die besten Freunde." Toby strich durch Harry's Haar und küsste ihn auf die Wange. „Erzähl mir mehr von ihm."

„Er ist ein arrogantes mieses Frettchen," schimpfte Harry. „Mehr gibt's dazu nicht zu sagen."

„Frettchen?" Toby hob fragend eine Augenbraue.

Harry erschrak. „Ach, ist ein Insider…" winkte er ab und versuchte sich an einem Lächeln. „Malfoy ist so der Typ lange zurückgegelte weiß blonde Haare, groß und extrem gut gebaut… zumindest glaubt er das. Er hat bestimmt mit halb Hogwarts geschlafen und wenn er durch einen Raum geht starren ihm alle auf seinen Knack-Arsch." Harry lachte höhnisch auf. „Er ist so was von eingebildet..." schloss er seine Schilderungen und versuchte seinen Ärger hinunterzuschlucken.

„Klingt als wäre er ein heißer Typ," meinte Toby. „Wenn sogar sein Erzfeind behauptet, er hätte einen knackigen Hintern."

„Das hab ich gar nicht!" protestierte Harry empört, doch dann wurde ihm schmerzlich bewusst, dass Toby recht hatte. „Er ist trotzdem ein Idiot," grummelte Harry.

„Schon gut, Baby," lächelte Toby. „Solange sich diese Einstellung nicht ändert, muss ich nicht eifersüchtig sein."

„Keine Sorge," spöttelte Harry. „Auf Malfoy brauchst du nie eifersüchtig zu sein."

„Na dann ist's ja gut." Toby lehnte sich zu Harry und küsste ihn auf den Mund. Einige Zeit lang waren sie einfach damit beschäftigt sich gegenseitig zärtlich zu streicheln und zu küssen. Irgendwann lag Harry quer über die Hollywoodschaukel am Rücken, seinen Kopf in Toby's Schoß gebettet und sah zu ihm auf in dessen leuchtend blaue Augen.

„Erzähl mir von deinen Freunden," sagte Harry und griff nach Toby's Hand mit der er seine Finger verkeilte. „Ich würde sie zu gern mal kennenlernen."

„Ich bin froh, dass du das sagst," meinte Toby und Harry blickte ihn fragend an. „Am Freitag mach ich hier eine kleine Party, weil meine beste Freundin Amy Geburtstag hat."

„Heißt das ich werde deine Freunde bald treffen?" fragte Harry freudig und legte dann einen scheuen Blick auf. „Bin ich überhaupt eingeladen?"

„Was für eine Frage!" Toby beugte sich zu Harry hinunter und küsste ihn kurz auf die Nasenspitze. „Natürlich bist du eingeladen. Seit ich Amy am Telefon von dir erzählt habe, kann sie es gar nicht erwarten, dich kennenzulernen."

Harry schmunzelte. „Was hast du ihr denn erzählt?" fragte er gespielt geschockt.

„Ach nur, dass du wahnsinnig gut im Bett bist," Toby grinste. „Und dass ich dich nie wieder hergebe."

Harry lachte auf. „Damit kann ich leben – aber warum zum Teufel erzählst du Amy wie ich im Bett bin?"

„Das ist eine lange und sehr komplizierte Geschichte," meinte Toby. „Also geh ich jetzt erstmal aufs Klo, öffne noch eine Flasche Wein und dann erzähl ich sie dir, ok?"

Harry nickte. Er hob den Kopf an um Toby flüchtig auf den Mund zu küssen und ihm gleichzeitig zu ermöglichen aufzustehen.

„Lauf nicht weg," lächelte Toby und ging Richtung Balkontür.

„Keine Sorge," Harry gähnte. „Mich hat die erste Flasche Wein schon außer Gefecht gesetzt. Ich beweg mich heut keinen Millimeter mehr."

„Das werden wir noch sehen," schmunzelte Toby und ging hinein.

Harry blieb mit einem sanften Grinsen auf den Lippen zurück. Wenn es darum ging mit Toby zu schlafen, dann würde er sich bestimmt ganz schnell wieder bewegen können. Doch im Moment machte ihn der Wein träge. Seine Augenlider waren schwer und Harry musste sich bemühen nicht einzuschlafen. Er wollte unbedingt von Toby's Freunden hören. Und schließlich hatte er den ganzen Abend von sich erzählt, da konnte er doch jetzt nicht einfach einschlafen.

Er war erstaunt, dass er Toby so viel von sich und seinem Leben erzählen hatte können. Lediglich ein paar Details hatte er verschwiegen, doch zumindest musste er nicht lügen. Alles was er gesagt hatte war die Wahrheit, wenn auch nur die halbe.

Einige Minuten später kam Toby mit einer neuen Weinflasche zurück, er schenkte sich und Harry ein. „Auf heute Nacht," sagte er verheißungsvoll und grinste.

Sie stießen an und Harry trank einen Schluck. Dann stellten sie die Gläser hinter sich auf das Fensterbrett und Harry legte sich wieder in Toby's Schoß.

„Amy ist einfach wundervoll," begann Toby. „Wir haben uns kennengelernt als ich die Aufnahmeprüfung an der Musicalschule gemacht habe. Und sie als seelische Unterstützung für ihre Freundin Kelly mit war. Wir haben uns am Kaffee-Automaten getroffen und sie hat sich auch meiner angenommen, da ich mit den Nerven total fertig war und ständig mein Kleingeld fallen ließ. Sie war einfach spitze und wir haben Telefonnummern ausgetauscht. Danach sind wir öfters zusammen tanzen gegangen und hatten jedesmal eine Menge Spaß. Einmal haben wir einen Video-Abend gemacht – Amy und ich. Wir haben uns „Die Hochzeit meines besten Freundes" angesehen und massenhaft Prosecco getrunken. Irgendwann hat Amy mich gefragt, ob ich schon mal etwas mit einer Frau hatte. Ich verneinte und dann hat sie mich plötzlich geküsst. Wir waren beide nicht mehr ganz nüchtern und haben miteinander geschlafen. Am nächsten Morgen war uns beiden das so peinlich, dass wir nur darüber lachen konnten." Toby lachte. „Seitdem sind wir die besten Freunde und ich kann mit ihr über alles reden, auch über Sex." Toby endete seine Geschichte und sah Harry erwartungsvoll an.

„Wow," war alles was Harry von sich geben konnte. „Also jetzt bin ich wirklich gespannt auf Amy."

Toby lächelte. „Du wirst sie lieben. Sie ist ein Schatz." Er lachte auf. „Wenn auch etwas verrückt."

Sie schwiegen eine Weile. Toby schwelgte für sich in Erinnerungen und Harry beobachtete ihn dabei, bis es ihm irgendwann zu langweilig wurde und er sich aufrichtete um Toby zu küssen.

„Ich dachte du wolltest dich heute nicht mehr bewegen," schmunzelte Toby nach dem Kuss.

„Will ich auch nicht," schmollte Harry gespielt. „Das heißt aber nicht, dass ich nicht da bin." Er grinste. „Außerdem reicht es ja, wenn du dich bewegst."

Toby lachte. „Jaja, das ist mal wieder typisch. Mir überlässt du die Arbeit." Er stand auf und ließ Harry's Kopf sanft in die Kissen gleiten. „Aber du wirst es noch bereuen, diesen Vorschlag gemacht zu haben."

„Da bin ich ja mal gespannt," murmelte Harry und Toby lächelte ihn verschwörerisch an. Er beugte sich zu ihm hinunter und Harry wollte schon seinen Mund für den Kuss öffnen, als Toby einen Arm unter seine Kniekehlen und den anderen unter seinen Nacken schob und Harry aufhob. Neugierig sah er in Toby's Augen und konnte ein feuriges Funkeln entdecken, das ihn vor Vorfreude auf das Folgende schnurren ließ.