Kapitel 2: „Hass, Hoffnungen und ein lebender Traum"
Sorry, das schreiben dieses Kapitels hat sich etwas stärker verzögert als geplant. Schule, Arbeit, Krankenhaus und technische Probleme haben ein paar Probleme gemacht aber letztendlich ist es ja jetzt fertig. Ich hoffe es gefällt euch und ihr könnt mir verzeihen :P.
Schatteninseln 16:00
Die letzten Worte meiner Mutter, werde ich nie vergessen: "Such dir Hilfe, geh nach Piltover und rede mit Caitlyn! Pass auf dich auf" Gut, kein Problem, wenn mir der Sheriff die nötige Hilfe verschaffen kann, um den Tod meiner Eltern zu rächen, gerne. Ich wollte sowieso mal wieder VI besuchen. Jetzt aber erstmal auf zum Doc und Ziggs, ich hab nämlich sonst keine Ahnung wie ich nach Piltover komme. Ich weiß, ist wahrscheinlich ziemlich ironisch, dass ausgerechnet ICH ein hasserfüllter, psychotischer und von Rache angetriebener Schattenmagier nach Hilfe bettelt, aber alleine komme ich nicht gegen vier Ligachampions und eine ganze Armee aus Noxiern und Zhauniern an. Ich bin zwar verrückt, aber nicht lebensmüde. Außerdem, wie sollte die Welt ohne mein Geschick und meine Genie bitte auskommen?
Ich schnallte mir meine neue Sense, dass letzte Geschenk meiner Eltern, um und verstaute den Colt des Zhaunischen Mörders in der Innentasche meines Mantels. Ich startete einen Spurt durch die Schatten in Richtung Heimerdingers Labor. Während ich rannte schossen mir immer wieder die Bilder meiner Toten Eltern ins Gedächtnis, als ich mich dann schüttelte um die Bilder loszuwerden, rannte ich direkt in Yorick Mori, den Totengräber. „Jester. Lange nicht gesehen. Hörst du die Ghoule oder warum siehst du so blass aus? Benötigst du etwa meine Dienste?" „ Hey Yorick ja ich…Ich musste gerade mit ansehen wie meine Eltern von ein paar dreckigen Noxiern und Zhauniern ermordet, da sie von ihren jeweiligen Generälen, den Champions Sion, Swain, Singed und Viktor, den Auftrag bekommen haben die Kinder der Legenden zu schnappen und sie zu einer unschlagbaren Armee zu formen…" „ Beim Anteil jedes Totengräbers. Tut mir wirklich Leid kleiner. Sag mir wenn ich etwas für dich tun kann" bot er gedämpft an. „Auf jeden fall könntest du den Toten feindlichen Suchtrupp aus meinem Haus entfernen. Was du mit ihren Leichen machst ist mir egal. Aber wenn du keinen Weg kennst, Tote außerhalb der Kluft wiederzubeleben…dann kannst du meine Eltern bitte nur ordentlich begraben." Antwortete ich mit Trauer und Hass in der Stimme. „Bevor ich deine Eltern begrabe, zerbreche ich meine geliebte Schaufel. Ich kenne deine Eltern schon ewig und dich schon seit deiner Geburt du bist für mich und jeden anderen hier ein wichtiger Teil unserer untoten Monsterfamilie, genauso wie es deine Eltern waren. Und ich möge auf ewig von Kindred gejagt sein, wenn ich sie begrabe ohne, dass wir alles versucht haben. Ich kenne zwar keinen todsicheren Weg aber ich habe Gerüchte gehört. Es soll möglich sein einen Toten wieder zu beleben, in dem man sich von jedem Gott des Todes, einigen heiligen (wie Kayle) und den verschiedenen „Fährmännern" (wie mir oder Bard) helfen lässt…Jedoch funktioniert das wie gesagt nur bei einer Leiche." Sagte er nach kurzem Zögern. „Danke Yorick. Wenigstens habe ich jetzt etwas Hoffnung. Wir treten dem Tod schon in den Arsch und wir werden es schaffen sie beide wiederzubeleben, egal wie. Bitte kümmere dich um die Leichen meiner Eltern und säubere das Haus bitte von den Leichen dieses verfluchten Suchtrupps ja? Wir diese Schweine meinetwegen Vilemaw vor oder so. Danke im Voraus auf jeden Fall schon mal." Ich warte schon gar nicht mehr auf eine Antwort von ihm, sondern zog mir meine Kapuze über den Kopf und sprintete, mit etwas besserer Laune und etwas mehr Hoffnung, weiter in Richtung Labor.
Ok, ich werde definitiv Hilfe brauchen, jeden dieser Götter zu finden, mich rächen, der Liga beitreten und einen Weg finden mehr als nur eine Person auferstehen zu lassen, ist vielleicht doch etwas zu viel für eine Person. Klar ich hab zwar eine neue Hoffnung, aber der Tag zählt trotzdem noch als einer der beschissensten Tage aller Zeiten.
Schatteninseln, Heimerdingers Labor, 16:36
Einige Minuten später kam ich bei dem Labor des Docs an. Allerdings war keine Spur von Ziggs oder Heimerdinger zu sehen. „Heimer? Ziggs? Irgendwer hier? Ich bräuchte dringend eure Hilfe!" Als Antwort bekam ich nur einen lauten, explosionsartigen Knall und eine darauffolgende Rauchwolke. Ich schüttelte grinsend den Kopf und lief in Richtung Rauch. Typisch, findet man sie mal nicht muss man nur dem Knallen und dem Rauch folgen. Am Ground Zero der Explosion fand ich einen breit grinsenden Fellball und einen komplett rußgeschwärzten Zwerg mit zersaustem Zwirbelbart vor. „Jedes mal wenn ich euch Besuche fliegt irgendetwas in die Luft, ich frag mich nur wie das kommt" ärgerte ich die beiden lachend, „wie laufen die Forschungen? Ich meine ihr wart schon seit Ewigkeiten nicht mehr so lange hier, also habt ihr vermutlich etwas Großes entdeckt oder?" „Du weißt doch ganz genau welches haarige Individuum für die zahlreichen Explosionen verantwortlich gemach werden kann. Und ja wir haben eine wichtige Entdeckung gemacht, diese ist jedoch noch Streng Gehei…" „Es ist ein schwarzes Baumharz was die gesamte Welt der Waffen und Explosionen revolutionieren wird!" unterbrach ihn Ziggs. „Verdammtes Fellbiest, du sollst so was doch nicht einfach weitererzählen! Ich verrate ihm gleich wie die Zusammensetzung deiner Riesenbombe lautet!" drohte er Ziggs, welcher sich an seinen Werktisch verzog und an einer Bombe hantierte. „Jedenfalls müssen wir zur weiteren Untersuchung dieser Flüssigkeit, zurück in unser großes Laboratorium in Piltover. Aber ich vermute mal, dass du nicht hier bist um dich zu erkundigen wie weit wir mit unseren Forschungen sind, dafür siehst du zu besorgt aus. Was können wir für dich tun?" „ Genau über eure Heimreise wollte ich mit euch reden, ich muss ganz dringend mit euch kommen und mit Caitlyn reden. Außerdem vermisse ich die Stadt und vor Allem VI, und Caitlyn enorm." Ich schilderte dem Doc kurz die Situation und bat ihn mich nach Piltover zu bringen. „Ich werde dich sogar direkt im das Polizeipräsidium teleportieren wenn du das möchtest. Hast du eigentlich schon gehört das VI und Cait eine Tochter haben?" „Moment…was? Wie soll das denn bitte gehen?" fragte ich skeptisch. „Gentechnik. Injizieren der DNA von VI und Cait in ein bereits befruchtetes Ei bewirkte das Ergebnis. Sie hielten es lange Zeit geheim bis von ungefähr einem Jahr…bis VI ermordet Wurde…" antwortete Heimerdinger. „Hab ich dich gerade richtig verstanden? VI ist tot?...Nein dass…das kann nicht sein…nicht sie auch noch…" stotterte ich schockiert, meine Augen füllten sich mit Tränen und ich brach zusammen. „Weiß man den wenigstens wer der Mörder ist…?" „Nein, leider noch nicht…" Ich sammelte mich, starrte Heimerdinger entschlossen an und sagte: „Doc. Bring mich so schnell wie möglich nach Piltover. Ich werde mir Hilfe suchen und meine Eltern rächen. Aber zuerst mach ich mich auf die Jagd nach VI's Mörder. Ich danke dir für alles Heimer." „Kein Problem. Stell dich auf diese Plattform und es geht los. Oh und Jester: Viel Glück" Einen Augenblick später wurde ich teleportiert.
Piltover, Polizeipräsidium Eingangshalle, 17:15
Ich stand in der Lobby des Präsidiums, in der Nähe der Rezeption. Die Halle war wie ausgestorben, nur von ein paar eilig umherlaufenden Polizisten, mir, der Rezeptionistin und einer jungen Frau besiedelt. Die junge Frau war das schönste was ich jemals gesehen habe. Violette, mit pinken Strähnen durchzogene Haare, strahlend Pinke Augen, ein leicht markantes, süßes Gesicht mit einem frechen Grinsen auf den gepiercten Lippen. Ein sportlicher, schlanker aber trotzdem kurviger Körper in einem schwarzen Steampunk Kleid mit violetten Accesoires. Die Hände stecken in schwarzen mit Ketten verzierten Bikerhandschuhen, die Beine in den den dazu passenden Stiefeln und einer löchrigen Strumpfhose. Sie kam auf mich zu, bekam von mir mein charmantestes Lächeln und ein: „Hi ich bin Jester und ich würde gerne zum Sheriff. Kannst du mir da weiterhelfen?" Sie grinste, sah mir tief in die Augen und antwortete: „Du bist also der berühmte Jester, meine Eltern haben mir als Kind viel von dir erzählt, du hast zwar mal bei uns gewohnt aber gesehen haben wir uns leider trotzdem nie. Schön den berühmten Trottel mal kennen zu lernen." Sagte sie lachend, während sie mich plötzlich umarmte. „Aber ein echt süßer Trottel" fügte sie hinzu als sie mich losließ. „Der Professor rief gerade an und warnte meine Mutter und mich vor das du kommst. Er sagte außerdem das du uns bei dem tragischen Mordfall helfen willst. Aber zuerst: Hi ich heiße Violet." In diesem Moment vielen mir die Schuppen von den Augen wie die Steine von einem beschädigten Tower. Dieser wahrhaft lebendige Traum der da vor mir stand, war die Tochter von VI und Cait.
Fortsetzung folgt…
