Kapitel 9

Ichigo schaute unfassbar auf den Bauch von Grimmjow und dann wieder auf dessen Backe. Wirklich weg, keine Spur mehr von der Maske und dem Loch. Grimmjow war entsetzt und sichtlich erzürnt.
„Was ist passiert!?" fragte er aufgebracht und fuchtelte mit den Händen auf seinem Bauch rum.
„Da .. da war es doch noch gestern gewesen!"
„Äääääh..." Ichigo wusste nicht was er sagen sollte. „Lass mal sehen." er packte Grimmjow am Arm und zog ihn zumBett.
„Wa- WAS MACHST DU DA!?" brüllte das Opfer entsetzt. Doch die Erdbeere schmiss ihn aufs Bett und drehte ihn auf den Bauch. Hatte er sich's gedacht. Auch die Nummer war weg. Was sollte das Bedeuten?
„Was soll das werden Shinigami!?" Grimmjow setzte sich auf. /Soll dass heißen, er, Grimmjow, ist kein Espada mehr?/
„Halloo?" der Blauhaarige schaute ihn mit gekräuselten Augenbrauen an. /Aber was ist dann aus Grimmjows Schwert geworden? Wenn er kein Espada mehr ist, dann müsste es doch verschwunden sein. Mal schau'n... Wo liegt's denn.../ Ichigo schaute sich in seinem Zimmer um. Aber er sah es nicht.
„HEY!" Grimmjow packte den Orangehaarigen am Arm. „Jetzt hör mir mal zu! WAS geht hier eigentlich vor sich? Warum seh' ich aus wie ein Mensch, wieso hab ich dass Gefühl n Elefanten essen können!?" /..Okay strange ö.ö/
„Iiiijaaa... ähm... Ich weiß nicht, keine Ahnung und ich glaub du hast n Mordshunger." beantwortete Ichigo damit all seine Fragen.
„Und was soll das jetzt heißen?" Grimmjow war kurz vorm Nervenzusammenbruch. Seine Karriere als Espada stand auf dem Spiel, die wollte er nicht verliere. Und er sah aus wie ein Mensch. Das schlimmste was jetzt passieren könnte, wäre wenn er auf einmal so schwach wie ein Mensch sein würde. So wie Ichigo. Das wäre der absolute Horror für ihn. Schwäche hatte er schon immer gehasst.
„Weißt du wo dein Schwert hin ist?" fragte Ichigo und suchte im Schiebeschrank danach.
„Mh... glaube.. da neben dem Schreibtisch oder so..." Grimmjow stand auf und hielt sich den Bauch. Der Hunger war noch da, aber auch ein anderes Gefühl machte sich breit. Grimmjow fand sein Zanpakuto und hob es auf.
„Ich habs..."
„ ...War es immer schon so... durchsichtig?" fragte der ehemalige Shinigami ihn.
„Als ob" grummelte der andere.
„Gehts dir gut? Du wirkst.. so..."
„ich hab keine Ahnung.. Mir ist übel ..." Grimmjow verzog das Gesicht. Übel war noch nett formuliert. Ichigo schob ihn ins Badezimmer, auf der Hut niemanden seiner Familie über den Weg zu laufen. Er schloss kurz die Tür ab.
„Bleib hier drin... ich hol Medizin für dich. Dann gehen wir zu Urahara-san, okay?" Ichigo hatte wieder sein warmes Lächeln aufgesetzt, das Grimmjow so aus dem Konzept brachte.
„lachst du mich aus?" fragte er grummelnd vor sich hin Ichigo verneinte und ging raus, die Treppe runter zum Erste Hilfekasten. Neben dran standen viele Fläschchen mit Medizin für alles Mögliche.
„Morgen mein Sohn!" Isshin schlug ihn auf dem Rücken, so stark, dass Ichigo husten musste.
„Aua, geht's noch sanfter alter Mann?"
„Bist du krank? Was brauchst du?" fragte Isshin etwas besorgt, aber nicht viel, denn sein Sohn war ja selten krank.
„oh.. ähm.. Was gegen Übelkeit."
„Und das an deinem ersten Schultag? Ess' lieber was bevor du aus de Haus gehst. Dann wird's dir besser gehen." riet er ihm.
„Nein ähm... Wenn mir in der Schule schlecht wird, dass ich es dann nehmen kann." versuchte er seinen Vater rum zu bekommen.
„Dann geh dort zur Krankenschwester. Ihr habt doch n Krankenzimmer, oder nicht?" fragte Isshin leicht verwirrt. Oh Mann du alter Sack, gib mir einfach die richtige medizin!/ Ichigo musste sioch im Zaum halten.
„Äh... weißt du, meine eine Freundin geht's nicht so gut, und ich wollte heute sowieso früher aus dem Haus gehen. Ich wollte ihr Medizin mitbringen... ALSO SAG BITTE JETZT WELCHE FLASCHE DIE RICHTIGE IST!" brauste er auf. Grimmjow sah echt übel aus. Ob das wie so ein Nebeneffekt war?
„OH! Sag bloß es ist die neue Schwiegertochter~" trällerte Isshin wieder in seiner Traumwelt vor sich hin.
„Ichigo, du wolltest Arzt werden?"
„Nein.."
„Dann musst du aber wissen, dass DAS hier gegen Übelkeit hilft!" Er schnappte sich ein Fläschchen aus dem Arzneischrank und hielt es seinem Sohn unter die Nase.
„Danke!" Ichigo entriss es seinem Vater aus der Hand und rannte die Treppe hoch ins Bad. Grimmjow erschreckte sich, als die Tür aufgerissen wurde.
„Gehts?" fragte Ichigo besorgt. Der Blauhaarige nickte und lehnte sich an die Badewanne an. Ichigo las sich die Anleitung durch.
„...Wie alt bist du Grimmjow?"
„HUH?"
„Also über 18..." murmelte Ichigo unbeirrt und las weiter.
„15 tropfen vor dem Essen.. Morgens und einmal Abends.." Er stellte die Medizin auf den Boden und ging wieder runter.
Unten in der Küche saßen schon seine Geschwister. /Na klasse../
„Morgen... Yuzu, kann ich kurz was zu Essen haben?"
„Das Bento ist noch nicht fertig. Hast du schon Hunger?" fragte sie nach. Ichigo ging zum Kühlschrank.
„Ich brauch was zu essen.. Schnell!" Yuzu sah Kain an, diese sie.
„Geht's dir auch gut, Ichigo?" fragte Karin zweifelnd.
„Ihm geht es super-gut! Er geht gleich zu seiner Freundin~ Und kümmert sich um sie. Ihr dürft euch schonmal auf ein neues Familienmitgl-" schon war Ichigos Fuß im Gesicht seines Vater.
„Das reicht alter Mann, … sie ist .. er.. sie.. meine Freundin.. von wegen!" mit roten Kopf ging er die Treppe hoch. Was sein Vater immer redete... Er musste den Kopf schütteln. Was für ein Träumer Isshin doch war. Mit einem Melonpan in der Hand ging er ins Zimmer rein und gab es Grimmjow. Auf einen Teelöffel lies er 15 Tropfen von der Medizin tröpfeln und hielt es dann Grimmjow vor den Mund. Dieser besah Ichigo nur mit einem zerknirschten Gesichtsausdruck.
„W-Was?"
„Mach den Mund auf."
„Ich kann das auch selber!"
„Jetzt sei nicht so, komm schon" Ichigo lächelte ihn dabei sanft an. Oh Gott, Grimmjow hatte das Gefühl gleich zu erbrechen wenn er diesen Blick noch länger auf sich spüren würde. Aber er wollte das schnell hinter sich bringen, also öffnete er zögern seinen Mund. Ichigo schob den Löffel rein und gab dann dem Kranken das Melonpan.
„Aufessen, okay?" er strubbelte Grimmjow durch die Haare und stand auf. /Hallo? Ich bin kein Hund!/ dachte der Blauhaarige genervt.
„Dir müsste es in10 Minuten besser gehen. Ich bring dir was zum Anziehen. Wir gehen gleich zu dem Sandalenmann." Damit ging er aus dem Raum und lies Grimmjow alleine. Der Orangehaarige durchwühlte seinen Schrank nach Klamotten./Wieso sträubt er sich bloß immer noch wenn ich ihm helfe... Hasst er mich denn wirklich so arg?/ In Ichigos Brust zog sich etwas zusammen und es schmerzte. Er schloss die Augen und atmete laut aus.
„Wo ist denn das Zanpakuto hin?" fragte er sich selbst verwirrt. Es wurde immer durchsichtiger. Er nahm es aber mit ins Badezimmer.
„Hier sind Anziehsachen für dich, Schuhe und dein Zanpakuto, aber das pack' ich ein. Sonst denken alle wenn wir auf der Straße sind, dass du jemanden umbringen willst." Er umwickelte Panthera mit einer Decke und legte es auf den Boden.
„Gehts dir besser?"
„Mein Gott, frag nicht dauernd nach, das nervt total!" fauchte ihn Grimmjow an. Ichigo s Brust zog sie abermals zusammen.
„Tut mir Leid... ich warte vor der Tür." er setzte ein Lächeln auf und ging raus. Grimmjow schaute ihm nach. /Das sah ziemlich gequält aus das Lächeln... Warum bloß.../ Grimmjow ging es wirklich besser und er fing sich an umzuziehen. Er mochte es nicht, wie Ichigo immer so zu ihm lächelte. Das war total komisch. Sie waren doch Feinde. Nein! Das waren sie nicht mehr... oder? Der Blauhaarige schüttelte den Kopf und öffnete die Tür.
„Können wir gehen?" fragte Ichigo leise. Grimmjow nickte nur. Die beiden gingen die Treppe hinunter, in den Flur und aus dem Haus. Als Ichigo in der Tür stand, rief er seiner Familie ein 'Tschüss' zu und schloss sie dann.