„Ich geh nach dem essen schnell zu Urahara, du bleibst hier, ja? Mein Vater ist daheim, er würde dich sehen wenn du mit mir raus gehst." Schweigend nickte Grimmjow. Ichigo seufzte.
„Sei nicht so niedergeschlagen." versuchte Ichigo den anderen etwas aufzumuntern. Dieser schauten ihn gelangweilt an.
„Du kannst nicht immer so traurig sein, das bringt überhaupt nichts. Ich bin jetzt dann weg." Ichigo stand auf, packte die beiden Schüsseln und ging aus dem Zimmer.
„Pass auf dass die anderen dich nicht sehen." damit schloss er die Tür.

Grimmjow saß in Ichigos Zimmer und wusste nicht, was er machen sollte. Er war immer wieder allein, Ichigo ging zur Schule, Ichigo ging zum Essen, Ichigo ging zu Urahara. Der Blauhaarige fand das ja nicht gerade entzückend immer nur rum zu hocken. Also entschloss er sich zu trainieren. Er hatte ja sonst nichts zu tun. Und da er jetzt ein Mensch war, war er schwach. Er musste es zugeben. Aber genau deswegen trainierte er, um stärker zu werden. Er fing mit Liegestützen an. Dabei grummelte er herum, denn er musste feststelle, dass er viel schwächer war, als davor. Nach 50 hatte er darauf keine Lust mehr, auch wenn er wollte. Wieder saß er da und wartete. Er schmiss sich wieder auf das Bett und dachte nach. Plötzlich ging die Tür auf und Yuzu kam herein.
„Ichigo ich wollte nur- Oh... du bist doch sein Freund nicht wahr? Was machst du hier... und wo ist Ichigo?" verwundert sah sie sich um. Grimmjow schaute zu ihr rüber, setzte sich aber nicht auf.
„Nenn mich nicht seinen Freund!" Ichigo war ja nicht einer seiner Freunde! Sie waren Feinde!
„Der Shinigami ist in tausend Jahren kein Verbündeter von mir!"
„Ver...bündeter? Oh! Ich übt für das Schulprojekt?" Yuzu sah ihn mit diesem Lächeln an, dass ihn an Ichigo erinnerte. Gott, war das zum Kotzen!
„Was denn für ein- Ach egal..."Grimmjow vergrub sein Gesicht im Kopfkissen.
„Und wo ist Ichi jetzt?" fragte das Mädchen mit den hellbraunen Haaren.
„Was weiß ich! Irgendwo bei so nem Deppen!" Sie ging Grimmjow auf die Nerven. Konnte sie nicht einfach ihn in Ruhe lassen?
„Weißt du, es ist schon spät geworden, und Ichigo sollte runterkommen. Weil Vater noch mit ihm über seine Freundin reden will. Weil es gibt gleich Abendessen.
„Das gab's doch gerade erst." verwundert schaute Grimmjow zu ihr./Ups.../
„Häh? Woher weißt du das?"
„Äh... Ichigo hat mir vorhin erzählt gehabt, dass ihr was gegessen hattet."
„Achso, hat er dich angerufen?"
„...was?" ein Fragezeichen prangerte Grimmjow auf der Stirn. Yuzu nahm das Telefon, dass auf Ichigos Schreibtisch stand in die Hand und schaute sich die Rufnummern an.
„Wie heißt du nochmal?"
„...Grimmjow.." er war zu verwirrt um nach zu fragen was sie da machte.
„Mh? Das ist aber ein komischer Name... Und der steht auch nicht auf Ichis Anrufliste drin. Hast du kein Telefon? Oder ein Handy?" Telefon? Handy? Was das? Grimmjow hatte Null Ahnung was das Mädchen da von sich gab, also schaute er einfach aus dem Fenster.
„Willst du was mitessen, Grimmjow? Ich hab Rei-"
„Hey Grimmjow, bin wieder-" Ichigo stand im Türrahmen und schaute auf die Szene.
„YUZU!" schrie er entsetzt.
„Ichi, oh ich hab mir gerade sorgen gemacht, es gibt doch gleich Abendessen, und da wollt ich schaun wo du bist, aber du warst nicht in deinem Zimmer. Schau, dein Freund sitzt hier rum und wartet auf dich. Das ist ziemlich unhöflich!" Dem Ankömmling fiel die Tasche aus der Hand in dem Grimmjow Schuluniform drin war. Grimmjow bewegte sich immer noch kein Zentimeter.
„Ähm... Yuzu... wie wäre es, wenn du runter gehst, das Essen weiter machst, und später nochmal rufst. Okay?" Damit schob er seine kleine Schwester aus dem Zimmer.
„Ist gut, will er auch was essen?"
„Ja wäre nett wenn du was für ihn mitmachst, aber sag dem Alten nichts davon."
„Er ist nicht alt! Nur ein bisschen..." Und schon fiel hinter ihr die Tür ins Schloss. Ichigo atmete tief ein.
„Grimmjow! Ich hab gesagt du sollst aufpassen, dass dich niemand sieht!" wütend stellte er sich an sein Bett und packte den anderen an der Schulter.
„Hey! Hör mir zu wenn ich mit dir rede!"
„Lass mich los!" fauchte er zurück.
„Was ist dein Problem Shinigami? Sie kümmert's nicht, also was soll die Aufregung?" er riss sich von Ichigos Griff los und drehte sich bockig auf die andere Seite. /Was hat der bloß/
„Es geht hier nicht drum, dass sie das nicht juckt, sondern darum, dass du die Regeln nicht einhältst!"
„Was denn bitte für Regeln!?" nun setzte sich Grimmjow genervt auf und schaute ihm ins Gesicht. Ichigo schluckte schwer. Er soll ihn nicht so anschauen, das tat weh.
„Ich hab dir gesagt, dass du dich nicht blicken lassen darfst bei meiner Familie, sie wissen nichts von dir! Würden sie was von dir wissen, würdest du auf der Straße enden! Also! Wieso?"
„Sie hat halt die Tür aufgerissen! Woher soll ich wissen wann deine Schwester kommt!?" stimmt, woher soll er das wissen?
„Dann hör halt hin und träum' nicht vor dich hin!"
„Hab ich nicht! Mein Gott bist du pingelig!" fauchte der ehemalige Espada Ichigo an. So konnte es nicht weiter gehen, irgendwann würde sein Vater ja vom Streit mitbekommen, denn leise waren sie nun nicht wirklich. Also gab Ichigo nach, er setzte sich verkehrt auf seinen Schreibtischstuhl und legte den Kopf auf die Rückenlehne des Stuhls. Grimmjow blieb still, er kämpfte nicht zurück. War er krank?
„Ichigooo~" trällerte die Stimme seiner Schwester nach oben. Ichigo stand ohne etwas zu sagen auf und ging aus dem Zimmer. Grimmjow blieb zurück. Grimmjow legte sich wieder flach aufs Bett aus und schmiegte den Kopf ins Kissen, dass seine Arme zu zerquetschen schienen.
„Verdammt!" fluchte er vor sich hin. Er hatte versucht nicht dauernd die Nerven zu verliere, und die Sache etwas ruhiger anzugehen, aber nein, Ichigo passte das auch nicht in den Kram. Würde er sich darüber aufregen, würde ihm das ja auch nicht gefallen, also irgendwas stimmte da ja wohl nicht. Das war unfair. Er versuchte sich etwas zu fügen, und schon wieder war es falsch. Grummelnd und mit flauem Gefühl im Magen, fing er an einzudösen.
Ichigo kam nach wenigen Minuten dann nach oben und stellte fest, dass Grimmjow eingeschlafen war. Seufzend stellte er zwei Teller mit Curry auf den Tisch. Er setzte sich neben den Hitzköpfigen hin und schaute ihn noch etwas beim schlafen zu. Dann deckte er ihn zu, setzte er sich an den Tisch, schob das Essen etwas zur Seite und fing an Hausaufgaben zu machen.