- Nach sieben Jahren, führe ich diese Geschichte fort, es hat sich so viel in meinem Leben geändert, aber meine Liebe zu Fanfictions ist geblieben. -
Diese Ruhe war ein Phänomen, dem er zu gerne auf den Grund gegangen wäre, er würde dieses neue Mädchen wohl bald besuchen. Ob sie wohl, wie Jean, eine Telepathin war oder einfach eine ruhige Person mit einer beruhigenden Ausstrahlung? Seine Gedanken schweiften immer weiter ab, dabei hatte er noch so viel Papierkram zu erledigen, wenn er weiter den Kopf so in den Wolken hatte, würde er heute zu gar nichts kommen. Krampfhaft versuchte er sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, doch immer wieder schweiften seine Gedanken ab, nach einer halben Ewigkeit, wie es ihm vorkam, Kopfzerbrechen entschied er sich, nach unten in den Keller zu fahren und das Mädchen zu besuchen. Erstaunlicherweise konnte er sie nicht telepathisch erreichen, sodass er wirklich in den Keller fahren musste. Seine Unruhe wuchs, je näher er dem Krankenzimmer kam, in seinem Kopf tauchten die absurdesten Szenarien auf, doch als er die Tür öffnete, lag da nur eine junge Frau in einem Bett und schlief. Sie war völlig unscheinbar, wenn man mal von den weißen Verbänden an ihren Armen absah. Auf ihn machte sie einen leicht unterernährten Eindruck, aber sonst sah sie völlig normal aus. Er kam näher und spürte eine Ruhe, die von der Schlafenden ausging und wusste, was Jean meinte. Es war nichts „Übernatürliches", sondern einfach die Ruhe eines zufriedenen, schlafenden Menschen, der sich sicher fühlt. Auch nachdem Charles seine Fingerspitzen an ihre Schläfen gelegt hatte, hörte und fühlte er nichts, er war, als wäre ihr Kopf völlig leer. So langsam verstand Charles, warum sie gejagt wurde, diese Mutantin war, wie ein Buch mit sieben Siegeln.
Aquilias Atem änderte sich, hinter ihren Lidern bewegten sich die Augen unruhig, als würde jemand an einem Lautstärkeregler drehen, wurden ihre Gedanken lauter. Flatternd öffneten sich ihre Augen, setzte sich auf und sah schläfrig zu dem Mann neben ihrem Bett. „Hallo? Kann ich Ihnen weiterhelfen?"
„Guten Tag Aquilia, mein Name ist Charles Xavier, ich wollte nur einmal nach meinerm neuen Gast schauen." Er zwinkerte ihr väterlich zu. „Ihnen gehört also diese Schule? Ich danke Ihnen für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe!" Er musterte ihr Gesicht, sie machte einen entspannten Eindruck, doch war da ein leichtes Zucken in ihren Muskeln. „Wir helfen gerne Menschen in Not, ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, jemanden im Stich zu lassen, der laut um Hilfe ruft." Sie lächelte, da war es wieder das Zucken, innerhalb eines Wimperschlages war es wieder verschwunden. „Aquilia, hast du Schmerzen?" Er hörte, wie sie dachte 'Woher weiß er das?' bevor sie antwortete „Halb so schlimm, ich halte das schon aus, die gehen bestimmt auch bald weg!"
Jean kam dazu und klinkte sich in das Gepräch ein: „Du musst dich nicht Quälen, ich kann dir etwas dagegen geben. Wir müssen sowieso die Verbände wechseln und das wird ziemlich unangenehm, wenn du jetzt schon Schmerzen hast!" Aquilia wollte etwas erwidern, doch Charles hob die Hand und sagte: „Du solltest das Angebot annehmen, du kannst dich hier erholen und Kräfte sammeln. Wenn du dich dann wieder fit fühlst, kann du gerne weiterziehen, bis dahin freue ich mich dich weiterhin als Gast unter meinem Dach zu wissen." Als Jean ihr das Schmerzmittel verabreichte, sprach er weiter, dann er spürte, dass ihr diese Frage auf der Seele brannte. „Wer auch immer dich sucht, wird dich hier nicht finden oder angreifen, hier bist du sicher!"
Aquilia schaute auf und sagte mit zittriger Stimme: „Danke!"
- Das nächste Kapitel lässt nicht wieder sieben Jahre auf sich warten -
