Aquilia trat verunsichert aus dem Fahrstuhl, das Büro von Charles Xavier fand sie gleich auf Anhieb, nervös trat sie von einem Bein auf das andere. So merkwürdig es klang, die junge Frau war sehr nervös, als sie sich endlich ein Herz fasste, öffnete sich die Tür von ganz alleine.

"Aquilia, es freut mich, Sie auf den Beinen zu sehen, kommen Sie doch herein!" emfing sie die gütiges Stimme von Charles Xavier.

"Woher wussten Sie, dass ich vor der Tür stand?" fragte Aquilia überrascht. Mit einem Lächeln legte Charles zwei seiner Finger an seine Schläfen, die junge Frau schaute noch verwirrter, als zuvor. In ihrem Kopf klang eine Stimme: "Aquilia, ich bin ein Telepath, meine Mutation erlaubt es mir Gedanken zu lesen!" Erstaunt sah sie ihn an und fragte ungläubig: "Ist das wahr, waren das wirklich Sie?"

Der Mann schenkte ihr ein sanftes Lächeln und antwortete ihr mit seiner warmen Stimme: "Ja, das war ich! Ich habe auch Ihren Hilferuf vor ein paar Tagen gehört und Ihnen Hilfe geschickt, auch wenn Sie Kurt etwas verletzt haben!"

Aquilia sah schuldbewusst drein.

"Schauen Sie nicht so schockiert, die Umstände waren außergewöhlich, Sie wussten nicht, wem Sie trauen können. Kurt hat leichte Verbrennungen an den Fingern davon getragen, nichts, was mit ein wenig Brandsalbe nicht zu behandeln gewesen wäre." Er schenkte ihr ein warmes Lächeln und Aquilia merkte, wie sie sich entspannte und Vertauen zu Charles fasste. "Was ist das hier für eine Schule?"

"Dieser Ort hier ist keine gewöhnliche Schule, wir nehmen Mutanten auf, lehren sie ihre Fähigkeiten zu kontrollieren und in Gefahr einzusetzen. Ich kann mein Angebot gerne noch einmal wiederholen, Sie sind herzlich dazu eingeladen, hier so lange zu verweilen, wie Sie möchten. Erholen Sie sich in Ruhe, schauen Sie sich um, schauen Sie sich den Unterricht an, überstürzen Sie ihre Abschied nicht, nehmen Sie sich alle Zeit die Sie brauchen. Sobald Sie sich etwas erholt haben und Jean Sie entlässt, bekommen Sie ein Zimmer in einem der oberen Stockwerke zugeteilt."

"Ich weis nicht, wie ich Ihnen danken soll, Sie helfen mir, ohne eine Gegenleistung zu erwarten!" antwortete Aquilia erleichtert, sie hatte mit irgendeiner Bedingung gerechnet und war ganz überrascht, das nichts von ihr verlangt wurde. "Professor, Sie können mich ruhig dutzen, das tun sowieso alle." Sie lächelte nun verschmitzt. Aquilia erhob sich von ihrem Stuhl und ging zur Tür, sie würde sich auf die Suche nach etwas essbarem begeben. "Essen findest du im ersten Stock!" rief ihr Charles Xavier nach.

"Danke!",flüsterte sie im Hinausgehen.