Also Leuchte, echt, ich respektiere euer Durchhalte vermögen, was diese FF betrifft. Ich habe sie noch einmal durchgelesen und bin draufgekommen, dass Kapitel 1 mit Fehlern gespickt ist. Zum Glück zeigt meine Betaleserin doch noch Interesse an dieser FF und schaut sich die Kapitel von nun an durch. ^^

Marylein: Es gibt genug das er nicht wissen darf, glaub mir. *g* Und… der Kerl…. Uhm… das wird noch erklärt… in... errr… Kapitel 7 ^^

JauntyJack: Danke für deine Review^^

Purity

4. Vorgezogener Frühling

„Ach, komm schon. Du kannst mir nicht erzählen, dass gestern nichts passiert ist, wobei du knallrot in unser Zimmer gestürmt bist.", quengelte Blaise, der Draco beim zerhacken der Brozülwurzel beobachtete.

„Es war nichts.", schnappte der Blonde gereizt und fragte sich zum Mal, warum er sich überhaupt von diesem besch-! Impuls hat leiten lassen. War er auf einmal übergeschnappt?! Dieses Mädchen einfach so zu küssen, das hätte in Auge gehen können!!! Aber das war ja nicht das schlimmste! Nein! Er wollte sie in diesem Moment nicht nur küssen, sondern auch mit ihr schlafen. SCHLA-FEN!!!!!!!! Letzte Nacht hatte er sogar von ihr geträumt, und das nicht gerade "sauber". Sie war eine Gryffindor und noch dazu von unreinem Blut!! Und das Schlimmste an dem Ganzen war, es war ihm egal. Doch das war nicht alles! Nein, auch seine Gedanken mussten ständig um sie kreisen!

Ich armer Narr des Schicksals! hätte er jetzt verzweifelt geschrien, wären nicht so viele anwesend gewesen. Schließlich konnte er es sich nicht leisten seinen Ruf zu verlieren.

Wenn sie nicht direkt in der Reihe vor ihm sitzen würde, könnte er sich wenigstens auf den Unterricht konzentrieren!!!

„Uhm, Draco, ich glaube, wir brauchen neue Wurzeln.", merkte Blaise an und Dracos Blick fiel auf den fröhlich vor sich hin saftelnden Wurzelmatsch, den er fabriziert hatte.

„Nö, lass nur, ich gehe schon.", bot er an und war auch schon in die Zutatenkammer verschwunden. Er suchte nach dieser blöden Wurzel, die scheinbar Füße bekommen und sich irgendwo versteckt hatte, denn auf ihrem Platz stand sie nicht, als ihm ein angenehmer, wohlbekannter Duft in die Nase stieg.

„Oh, Draco, Hast du irgendwo, das Feronkraut gesehen?", fragte Hermione mit ihrer sanften Stimme, bei der Draco ein wohliger Schauer durch den Körper lief.

Seine Haltung bewahrend und ihr weiterhin den Rücken zukehrend nuschelte er, „Oben, drittes Regal, siebtes Glas von rechts."

„Ah, da.", rief sie aus und nahm das gesuchte Objekt an sich. Draco dachte schon, sie wäre weg, als sie seinen Namen rief.

Er „Hm"te nur, doch sie drehte ihn an der Schulter umdrehte, strecke sich und küsste ihn flüchtig. Dieser Kuss dauerte nur wenige Sekunden und war so leicht wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, doch er reichte aus, um Draco völlig aus der Bahn zu werfen.

„Das war noch für gestern.", erklärte sie frech lächelnd. Dann bedachte sie ihn mit einem warmherzigen Blick und ging.

Draco lehnte noch einige Minuten danach am Regal und war nicht fähig, sich zu rührend, geschweige denn einen klaren Gedanken zu fassen.

Der Vorhang wurde zur Seite gehoben und Blaise betrat die Kammer.

„Draco, was ist mit dir los, du bist so rot?"

Der Blonde hob langsam den Blick und stammelte hauchender Weise, „…eküsst…"

Blaise ob die Braue. „Wer Granger?"

Weder nickte Draco, noch antwortete er auf sonst eine Weise und dennoch zauberte sich ein überdimensionales Grinsen auf Blaise Lippen. „Du bist ja verliebt."

Umgehend erwachte der Blonde aus seiner Starre, wurde noch röter und stritt ab, „Bin ich nicht."

„Und wie du das bist."

„Nein, bin ich nicht!"

„Habt ihr gestern auch rumgeknutscht?"

„Blaise, du riskierst deine Gesundheit."

„Dann habt ihr geknutscht. Wer hat begonnen du?"

„Blaise."

„Natürlich du, immerhin bist du ja voll in die Kleine verschossen."

„Blaise! Klappe!"

„Und Action! - Nein, jetzt einmal im Ernst. War es gut?"

„Ich gehe!"

Als Draco sichtbar entnervt aus der Kammer trat, schauten ihn sechs Augenpaare fragend, eines wissend an. Wieder einmal rösliche Wangen bekommend, ließ Draco sich auf seinen Platz nieder und starrte alle – bis auf Hermione – mit einem bösen Blick an, worauf diese sich dann wieder ihren Aufgaben widmeten.

„Weißt du, was der hat?", flüsterte Weasley Hermione zu. Diese schüttelte lächelnd den Kopf und setzte schließlich eine Unschuldsmine auf. Sie war ja so sü- Chrm! Chrm! Gerade hinsetzen! Den Blick auf den eigenen Platz richten! Und die Wurzel schnei- Wo ist die Wurzel?

„Hier! Die hast du vergessen.", sagte Blaise und legte Draco die Wurzel hin.

„Danke.", nuschelte dieser unter seinem Atem und begann diese nun zu schneiden. Trotz aller Ablenkungen wurde er Trank doch noch etwas und sie waren in die Mittagpause entlassen.

Draco verzichtete auf das Essen und ging lieber etwas frische Luft schnappen, obwohl der nächste Unterricht sowieso im Freien stattfinden würde. Es war angenehm warm, bzw. in der Sonne war es sogar heiß, weshalb der Blonde sich in den Kühle spendenden Schatten der Bäume stellte.

„Verfolgst du mich heute?", fragte eine bekannte Stimme und Draco schreckte fast weg, als er Hermione nur wenige Meter hinter ihm auf einem Felsen sitzend mit einem Buch auf dem Schoß und einem Apfel in der Hand erblickte.

„Uhm… nein…", gab er zurück und kam etwas auf sie zu. „Warum bist du nicht beim Essen?"

„Dasselbe könnte ich dich auch fragen. Außerdem… ich esse.", merkte sie an und hob den angebissenen Apfel hoch.

„Aso. Ich gehe dann einmal lieb-", begann er und wollte sich abwenden, als sie Buch und Apfel bei Seite legte, sich erhob und auf ihn zukam, um ihn zu küssen.

Draco war zunächst überrumpelt und fürchtete, er wäre das Opfer eines bösen Streiches, aber er vergaß jeglichen Zweifel, als sie ihren zierlichen Körper an seinen lehnte und den Kuss vertiefte. Zögernd legte er seine Arme um sie, dann schloss er die Augen und erwiderte den Kuss mit so einer Begierde, als wäre er nach ihr völlig ausgehungert.

Ihre Zungen trafen auf einander und fochten einen leidenschaftlichen Kampf als gäbe es kein Morgen. Dann, nach einer Weile, die dem Blonden wie eine Ewigkeit erschien, unterbrachen sie den Kuss und Hermione fragte, „Magst du das?"

Angespannt keuchend nickte der Blonde hastig.

Sie wandte kurz den Blick ab, bevor sie ihm in die Augen sah, „Ich mag es auch. Ich weiß auch nicht. Irgendwie… Ich mag dich einfach. Ich kann dich nicht mehr als Feind sehen und ich will es auch nicht. Ich weiß, dass Pansy sehr an dir hängt, aber dennoch… will ich… das wieder und wieder… machen…"

Ein leichter Rotschimmer hatte sich auf ihre Wangen gelegt und schlussendlich hatte sie ihren Blick wieder abgelenkt, da ihr der Augenkontakt und dieses Geständnis zu peinlich waren. Nun sah sie allerdings doch wieder schüchtern auf und fragte hauchend, „Wie siehst du das?"

Ein sanftes Lächeln legte sich auf Dracos Lippen und er legte eine Hand auf ihre Wange, ehe er sie in einen weiteren zärtlichen Kuss zog. Er wusste nicht, wohin das ganze führen sollte, oder ob Blaise mit seiner Behauptung am Ende doch noch Recht behielt. Genau genommen war das alles auch belanglos. Was für den Blonden nur zählte, war, dass er etwas mit diesem Mädchen teilen wollte, und dass sie genauso dachte, wie er.

„Dracy-kins!!!"; rief eine schrille Stimme und Draco fuhr zusammen. „Dracy, wo bist du?!"

Hermione schaute den Blonden überrascht an, der sich nun scheinbar wieder etwas zu entspannen begann, als Pansy weitergegangen war, und flüsterte, „Ich kann diese Kuh nicht ausstehen."

Ein leises Kichern verließ Hermiones Lippen. Sie legte sich eine Hand über den Mund, um es zu dämpfen, während Draco nicht erfreut zischte, „Das findest du auch noch lustig, was? Weißt du, wie anstrengend die sein kann, wenn sie einmal auf eine Woche bei mir zu Hause eingeladen ist? Da kann ich noch nicht einmal aufs Klo gehen ohne, dass sie mir gleich nachdackelt."

Das Kichern entwickelte sich zu einem Glucksen, welches sie nun an Dracos Brust zu ersticken versuchte. Muss ja eine sehr witzige Vorstellung abgeben. Ein Draco, der Walter Claus heimsucht und eine Pansy ins Dackelfrom, die ihm Schwanz wedelnd hinterher rennt. Wenn er ihr nun auch noch die Türe vor der Nase zuschlug – was er sonst immer zu tun pflegte (warum sonst, sollte ihre Nase wohl so platt gedrückt sein) – war er mit dieser Vorstellung zufrieden.

Pansy entfernte sich wieder mehr und Draco drückte Hermione leise schnaufend an sich. Irgendwo in seinem Inneren fragte er sich sehr wohl, warum er das alles machte, das Mädchen so nahe an sich ran ließ, obwohl er sie eigentlich verabscheuen sollte. Und dennoch konnte er nicht anders, als so zu handeln. Lag es daran, dass sie ihm etwas gab, was er so sehr brauchte?

„Das ist seltsam…", sagte sie leise, „ich… habe gar nicht den Drang wegzugehen… oder dich von mir zu stoßen… warum nur…?", wisperte sie und schmiegte sich noch mehr in die Umarmung hinein. Auch Draco hatte gemerkt, dass sich eine innerliche Ruhe in ihm ausbreitete, sobald er ihr näher kam, als müsste er nicht mehr suchen, als wäre er bereits am Ziel angekommen.

Die Zeit verging wie im Flug. Hermione hatte sich auf den Stein gesetzt und Draco sich hinter sie, so dass sie sich an ihn anlehnen konnte. Sie hatten den Apfel geteilt und lasen beiden in dem Buch, welches Hermione mitgenommen hatte. Scheinbar war es doch nicht so langweilig, wie Draco angenommen hatte, denn als sie umblättern wollte und er die Seite noch nicht durchgelesen hatte, rief er, „Warte. Ich bin noch nicht fertig."

„Du musst schneller lesen.", feixte Hermione grinsend.

„Oder du langsamer.", gab Draco zurück und biss vom Apfel ab.

„Komm, wir müssen ohnehin zum Unterricht.", erinnerte sie und räumte das Buch weg.

„Juhu, was gebe ich mir zu erst „Pflege Magischer Geschöpfe", oder „Runenkunde".", schnaubte er verächtlich und war den Apfelputzen achtlos in den Wald.

Überrascht wirbelte Hermione herum und sagte erstaunt, „Aber die Fächer finden gleichzeitig statt."

Zur Antwort zog Draco den Zeitumkehrer an der Kette unter seinem Hemd hervor, woraufhin Hermione einmal ungläubig lachte und ebenfalls einen Zeitumkehrer zum Vorschein brachte.

„Und ich dachte schon, ich alleine wäre so wahnsinnig einpaar Fächer mehr zu belegen."

„Ich muss wohl wahnsinniger sein, den ich habe alle verfügbaren Fächer des belegt und möchte sie alle mit einem „Ohnegleichen" abschließen."

Hermione verfiel. „Was? Aber das sind so viele Fächer... und dann auch noch mit der Bestnote… Warum-?"

„Lange Geschichte kurzer Sinn. Ich habe mit meiner Großmutter gewettet.", erklärte er und richtete seinen Mantel etwas.

„Keine Sorge. Ich bin ein großer Junge. Ich schaffe das schon.", sagte er süffisant grinsend, ehe er ihr einen Kuss auf die Lippen hauchte und zu „Pflege magischer Geschöpfe" vorging.

Wenige Tage später fanden sich alle wieder einmal ach so freiwillig in dem abgelegenen Klassenzimmer ein.

„Wie schön, dass ihr alle da seid. Heute habe ich etwas ganz besonderes mit euch vor, doch zu nächst möchte ich euch etwas Erfreuliches mitteilen.", schwafelte Belinda und strahlte in die miesmutige Runde. „Ich habe euren Familien alle möglichen Materialien zukommen lassen, damit sie die gesamte Familie vorstellen und das zeige ich dann cirka in einem Monat."

„WAS?! NEIN!", schrien Draco, Weasley und Potter im Chor und waren aufgesprungen.

„Die Dursleys sind niemanden zumutbar, somal sie mich wieder schlecht dastehen lassen werden.", prostetierte Potter.

„Meine Tante ist so peinlich, dass wir sie kaum zu uns einladen.", wimmerte Weasley gequält.

„Und meine Großmutter möchte keiner kennenlernen. Die ist Luzifer persönlich!! Von meinen Tanten und Cousinen möchte ich gar nicht erst anfangen. Das ist der reinste Hühnerstall!", rief Draco aufgebracht.

„Der Hühnerstall… wie du die Frauen in einer Familie nennst… hat die ganze Gruppe über die Weihnachtsferien zu dir nach Hause eingeladen. Es kann kommen, wer will.", säuselte Belinda und Draco verfiel.

„Das ist ein Witz.", schnappte er fassungslos.

„Nein, ist es nicht.", gab Belinda grinsend zurück.

„Gut, ich bleibe über Weihnachten in Hogwarts.", knurrte der Blonde und setzte sich demonstrativ wieder hin, während so manch andere ernsthaft überlegten diese Einladung anzunehmen.

„Deine Mutter hat gesagt, dass sie über die Ferien nach Hogwarts kommen, wenn du nicht nach Hause willst.", warnte die Psychologin.

„Alle?", wollte der Blonde wissen und schaffte es somit ungewollt, dass alle im Raum verstummten.

„Ja, alle. Dein Vater, deine Mutter, deine Großmuter, deine 10 Onkel und 10 Tanten, nicht zu vergessen deine 15 Cousinen."

Obwohl Draco in seinem Sessel zusammen gesunken war und sich eine Hand über die Augen gelegt hatte, wusste er genau, dass ihn mindestens 50% der Anwesenden ungläubig anstarrten und Blaise breit grinste.

„Okay, ich fahre heim.", schnaubte er kleinlaut und hoffte, dass das Thema bald gewechselt wurde.

Belinda war seiner gnädig, machte Potter und Weasley noch klar, dass auch ihre Familien auch Videos zusammen stellen. Na ja, zumindest Weasleys Familie, bei den Dursleys konnte man sich nicht s sicher sein.

„Gut, kommen wir zum eigentlichen Thema unserer heutigen Sitzung. Ich habe eure Familien gebeten mir einpaar Fotos aus von euch zu schicken, damit wir euch noch besser kennenlernen können. Zuerst sollt ihr einmal erraten wer, wer ist und dann kann die betreffende Person noch einen Kommentar dazu abgeben. Klar soweit? Gut dann beginnen wir."

Sie legte ein Bild auf, auf dem Mann einen Jungen mit roten Haaren erkannte. Er befand sich mit seinen rothaarigen Geschwistern in einem Raum und konnte sie mit einander Spielen sehen, während sich die Zwillinge im Hintergrund stritten.

„Das ist Ron.", bemerkte Hermione grinsend. Betroffener grunzte nur einmal zustimmend und das nächste Bild wurde gezeigt.

Man sah ein blondes Mädchen, dass dem einen blonden Mädchen zum verwechseln ähnlich sah. Sie trug ein langes Kleid mit Rüschen und Spitzen und hielt einen Spitzensonnenschirm in den Händen. Ihr langes Haar reichte ihr fast bis zum Hintern. Mit einem arroganten Blick sah sie in die Kamera, ehe sie divenhaft das Gesicht abwandte

Plötzlich begann Blaise dämlich zu lachen und die anderen rätselten, wer das sein könnte, da sie doch nicht so ein Mädchen in ihrer Gruppe hatten. Draco verpasste Blaise einen festen Hieb in die Seite, sankt tiefer in seinen Stuhl und legte sich seine Hand vors Gesicht.

„DAS IST MALFOY!", schrie Brown schließlich überrascht und Draco hätte sie am liebsten geköpft.

„Das stimmt.", bestätigte Belinda, deren Kopf in den Gedanken des Blonden ebenso das rollen lernte.

Warum hatte er plötzlich das Gefühl dass ihn alle anstarrten? – Hey, hatte da jemand gekichert?!

„Warum sollte Malfoy so was machen?", fragte Finnigan und Draco hörte an seiner Stimme deutlich, dass er grinste.

„Warum? Weil ich, wie so oft in meiner Familie, als Junge diskriminiert wurde und mich dem einfach nur entgegenstellen wollte.", knurrte der Blonde deutlich peinlich berührt und wagte es sogar, wieder aufzusehen.

„Und was war bitte so diskriminieren, dass du sogar ein Kleid anziehst?", gluckste Potter sichtlich erheitert.

„Ein Fotowettbewerb nur für Frauen.", murrte Draco.

„Und Draco hat den ersten Platz gewonnen.", versicherte Belinda und erhielt einen Deathglare.

„Deine Haare waren aber nicht echt, oder? Du hast sicher mit einem Trank oder so getrickst.", kicherte Patil.

„Doch waren sie.", brummte Draco. Seine Laune war jetzt auf jeden Fall im Keller abgetaucht.

Es waren noch lachkrampfartiges Gelächter zu hören, dann wurden weitere Bilder gezeigt. Es gab darunter einpaar, die Dracos Aufmerksamkeit erregten, wie das von Finnigan, als er sein Gesicht im Babybrei versenkt hatte, Pansy, die mit einem süßen kleinen Hundchen spielte, Potter, der alleine vor einem mit Regentropfen benetzten Fenster saß, Pansy, die mit einem weinerlichen Blick an Draco klebte, während fünf von Dracos Cousinen (die älteren) um sie herumstanden und böse guckten, Hermione, die gerade mit Bauklötzen spielte und süß in die Kamera guckte.

Beim letzten Bild fühlte Draco etwas in sich aufflackern, konnte aber nicht sagen, was es war.

„Nun gibt es nur noch ein Bild. Ich habe mit mir gerungen, ob ich es wirklich zeigen sollte, da es einen falschen Anschein erwecken könnte. Da mich aber Dracos ältere Cousinen gebeten haben, es zu zeigen, tue ich es doch.", meinte Belinda und Draco hatte Bedenken, ob er a) aus dem Raum türmen sollte, b) die Kugel mit einem Zauber sprengen sollte, oder c) da sitzen und wahrscheinlich vor Scham vergehen sollte. Er entschied sich für c und versuchte sich ein zureden, dass es nicht so schlimm sein würde. Was er allerdings zu sehen bekam, war alles andere als „harmlos".

1. Das Bild wurde in der Vogelperspektive gezeigt.

konnte ein Bett sehen, in dem Draco zentriert lag, schlief und nichts weiter anhatte, bis auf eine halbgeöffnete Jeans, auf das man noch schön die schwarzen Shorts sehen konnte

3. Zu seiner Linken lag seine zwei älteste Cousine, Leony, und hatte sich an ihn angekuschelt

4. Zu seiner Rechten lag seine älteste Cousine, Valery, und hatte sich an ihn angekuschelt

5. Schräg link von ihm hatte seine dritt älteste (und fast gleich alte) Cousine, Mary, ihren Kopf auf die linke Hälfte seiner Lenden gelegt, dort, wo man normalerweise seine Hosentasche sehen würde und ihre Hand lag fast auf seinem Schritt

6. auf der anderen Seite an derselben Stelle hatte die viert älteste Cousinen (die knapp ein halbes Jahr jünger als er war), Michelle, ihren Kopf gebettet und ihre Hand ruhte ebenfalls fast auf seinem Schritt

7. bei der Fußseite des Bettes lag nun die fünft älteste Cousine (die um ein Jahr jünger war), Nathalie

8. Die Mädchen waren leicht bekleidet, sprich, trugen entweder Negligés oder gleich nur Unterwäsche (so wie Leony und Valery)

Draco war schon lange nicht mehr so rot geworden, wie in diesem Augenblick und er rutschte mit seinem Sessel zurück, als wollte er sich hinter Blaise verstecken.

„Es ist nicht das, wonach es aussieht.", verteidigte er sich.

„Genau. Draco, ist noch Jungfrau.", verkündete Blaise fröhlich lächelnd.

Chrm… wollte er sterben?

Draco, der nun von vielen breit grinsend angestarrt wurde, überlegte und nickte einmal, dann zog er Blaise eine kräftig hinten drüber.

„STRONZO!!! Roba da matti che tu sei un grande strozo!!! Ti parlo che non parli per il tema!!!", fluchte er und niemand, bis auf Blaise verstand ihn. (IDIOT!!! Es ist nicht zu fassen, dass du so ein riesiger Vollidiot bist!!! Ich habe dir gesagt, dass du nicht über dieses Thema reden sollst!!!")

„Ma, dai! Nessuno deride di ti.", winkte Blaise ab. (Ach, komm! Niemand lacht über dich.)

„Ma va a cacare!", schnaubte der Blonde, durchquerte den Raum und schaute jeden böse an, der ihn verwundert angaffte. (Verpiss dich!)

„Potrei dicogli che ti amo una Gryffindor.", schnarrte Blaise und Draco blieb wie angewurzelt stehen. Er hörte die Schüler darüber tuscheln, ob sie sich nicht verhört hatten und Draco tatsächlich in eine Gryffindor verliebt ist. (Ich könnte ihnen sagen, dass du eine Gryffindor liebst.)

„Che cosa sai.", zischte der Blonde und verließ erhoben Hauptes den Raum. (Was weißt du schon.)

„Okay, ich hatte nicht geplant, dass sich das ganze so entwickelt…. Erm… Na gut… kommen wir zum nächsten Punkt…"

Es waren einige Stunden vergangen. Draco hatte sich in eines der Glashäuser verkrümelt und das Nachtmahl ausfallen lassen. Er und Blaise stritten hin und wieder, aber so sehr, wie vorhin haben sie schon seit Jahren nicht mehr gestritten. Ihm ist klar, dass er niemals etwas über seine Knutscherei mit Hermione ausplaudern würde, aber dass er behauptet hatte, dass Draco sie liebt und sie das hören konnte… das wollte Draco einfach nicht von ihm gesagt bekommen.

„Hey, da bist du ja. Ich habe mir schon Sorgen gemacht.", meinte Hermione, die die Türe hinter sich schloss und neben Draco zwischen den Pflanzen Platz nahm.

„Ich habe dir etwas mitgebracht, falls du Hunger haben solltest.", sagte sie lächelnd und überreichte ihm ein kleines Päckchen voll mit guten Essen.

„Und das ist niemand misstrauisch geworden, als du damit rausgegangen bist?", fragte er mit gehobener Braue und nahm das Päckchen entgegen.

Hermione schüttelte den Kopf und versicherte, „Die vermuten eh alle, dass ich deine Laison bin."

„Laison? Müssten wir dazu nicht mit einander schlafen?"

Als er merkte, was er da eigentlich von sich gab, lief er rot an.

„Uhm. Ich meine…"

„Ich bin auch noch Jungfrau."

„Was?" Draco blinzelte verdattert.

„Wenn es dir besser geht, wenn du das weißt. Ich bin auch noch Jungfrau.", wiederholte sie und sah ihm dabei in die Augen.

Draco versank für einen Augenblick in diesem Haselnussbraun, schreckte jedoch hoch, als sie plötzlich zu kichern begann.

„Was-?"

„Du bist so süß.", meinte sie sanft lächeln, bezog sich dabei auf seinen sehnsuchtsvollen Blick, was er allerdings nicht checkte.

„Komm her.", wisperte sie, legte eine Hand in seinen Nacken und zog ihn zu sich. Ihre weichen Lippen trafen auf einander, der Kuss wurde zunehmend innig und leidenschaftlicher, gleich einem erhebenden Rausch, der von beiden Besitz ergriff.

Hermione legte sich, ohne den Kuss zu unterbrechen, auf den erdigen Boden zurück und zog den Blonden mit sich. Draco, der nun über ihr kniete, konnte sich nicht länger zurückhalten und ließ eine Hand unter ihre Bluse gleiten. Die Fingerkuppen wanderten über den flachen, weichen Bauch immer höher und höher, während auch ihre Hände unter sein Hemd glitten und seinen Rücken entlang strichen.

Ein starkes und forderndes Gefühl bemächtigte sich Draco seiner. Seine Lippen wanderten über ihren Hals, zuerst hinab zur Halsbeuge, dann hinauf zu dem Ohrläppchen, an dem er zärtlich knabberte, um ihr ein erregtes Keuchen zu entlocken. Völlig unerwartet hob sie ihr Bein und rieb mit den Knie sachte über seinen Schritt, woraufhin ein leises Stöhnen seinen rosigen Lippen entwich.

Nun verspürte er einen Hunger nach mehr und war dabei ihre Bluse aufzureißen, um ihre zarte Haut zu liebkosen.

„Sind Sie sicher, dass sie Ihre Handschuhe hier vergessen hatten?", fragte Longbottom jemanden, der gerade auf dem Weg zur Türe dieses Glashauses war.

Draco und Hermione erstarrten vor Schreck. Ihnen wurde erst jetzt bewusst, was sie da eigentlich taten und was das für Folgen haben würde, wenn man sie so entdeckte. Schließlich konnte man sie von der Türe aus sehr gut sehen. Rasch richteten Sie ihre Kleidung und verschwanden im Dickicht der Pflanzen und das nicht zu spät, denn wenige Sekunden darauf riss Prof. Sprout die Türe auf.

„Ich bin mir sicher- Ach, nein, es war das andere Glashaus.", stellte sie fest, nachdem sie ihre Handschuhe auf den Arbeitstischen nicht gesehen konnte und ging wieder raus. Die Stimmen entfernten sich.

„Merlin, war das knapp.", keuchte Draco.

„Und wie.", stimmte Hermione zu, die mit gespreizten Beinen auf Dracos Schoß saß. Ihr Blick fiel auf seinen Schopf und sie sagte, „Du hast da ein Blatt in den Haaren."

Das musste er wohl ausgerissen haben, als sie ins Pflanzenreich geflohen war. Jedenfalls entfernte es Hermione und warf es auf den Boden, ehe sie grinsend meinte, „Wolltest du Peter Pan spielen?"

„Wer?", harkte er verwirrt nach, doch sie schüttelte den Kopf und hauchte ihm einen Kuss auf den Schopf, „Ist nicht so wichtig. Wir sollten, wenn wir überhaupt noch wollen, unser erstes Mal besser planen."

Dracos Gesichtsfarbe wechselte von blass auf rot.

„Ich mein, man sollte uns nicht dabei erwischen. Oder willst du dein erstes Mal mit jemanden anderen machen?", fragte sie und sah ihn erwartungsvoll an.

„Err… erm…", stammelte er peinlich berührt und überrumpelt, brachte aber nicht mehr über die Lippen.

„Nein? Das dachte ich mir.", sagte sie grinsend. Bevor Draco noch zu Protest ansetzten konnte, hob sie sein Kinn an und verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. In diesem Moment, so kitschig es auch klingen mochte, hoffte er, dass dieser Augenblick auf Ewig andauern würde.