Marylein: Ich habe dieses Kapitel schon vor längerer Zeit geschrieben. Sollte ich wieder zu oft „und" eingefügt haben, dann tut es mir leid. Ich hatte keine Zeit jetzt noch einmal drüber zu lesen.

Nachtdrude: Unanständiges? Neh.. das kommst noch *bg*

Purity

6. Zwischen Himmel und Hölle

Der nächste Morgen brach an und sanftes Sonnenlicht drang durch die farbenfrohen Fenster in das Zimmer. Es hüllte alles in dem Raum, auch das große Bett, in dem zwei schlafende Personen lagen, in eine wärmende Helligkeit. Abermals vergrub Draco seine Nase in Hermiones weiches Haar, rümpfte sie jedoch als vereinzelte Strähnen ihn kitzelten.

Er öffnete seine Augen und erblickte Hermione. Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen, während er sie langsam auf den Rücken rollte und ihr einpaar neckische Locken aus dem Gesicht strich. Er legte seine Hand an ihre Wange und fuhr mit dem Daumen behutsam über ihre empfindlichen Lippen, worauf sie leicht zuckte. Schmunzelnd beugte er sich über sie, um ihr einen federleichten Kuss auf die Lippen zu hauchen.

Sein Blick wanderte etwas tiefer, so wie seine Küsse auch. Nie hätte er vermutet, dass ihre prallen Busen so wunderbar weich sein würden und genoss das Gefühl auf seinen Lippen in vollen Zügen. Allerdings weckte er dadurch auch Hermione auf.

„Na, sind wir auf Erkundungstour?", erkundigte sie sich mit erhobener Braue und er legte sich zu ihr hoch.

„Wenn dem so wäre, ist das denn so schlimm?", schnarrte er in üblicher Malfoy Manier, aber mit einem Grinsen, das charmanter nicht sein hätte können.

„Mal sehen, was du dazu sagst.", meinte sie grinsend und griff ihm ohne Vorbehalte in den Schritt, worauf er erschrocken und laut keuchend zusammenfuhr und zunächst einmal nichts dazu sagte.

„Sprachlos?", säuselte sie mit leichter Häme, bewegte die Hand ganz wenig, während er sich mit schnell pochenden Herzen versteifte.

„Uh, das geht aber schnell.", bemerkte sie überrascht und schaute direkt in Dracos hochrotes Gesicht. Der Junge verkniff sich soeben jeden Laut, der aus seiner Kehle dringen hätte können, und da gab es verdammt viele davon. Es war für ihn peinlich und aufregend zugleich, dass Hermione ihn auf diese Weise berührte, und dass er binnen kürzester Zeit auf diese Berührungen reagierte.

„Was machst du da?", keuchte er erregt und seine Stimme zitterte, wie sein restlicher Körper auch. Er empfand das als Schwäche und erbärmlich, aber er konnte sich nicht dagegen wehren. Vor allem nicht, als Hermione mit ihrer Hand flink unter seine Shorts fuhr.

„Dich erkunden.", hauchte sie mit einer zitternden Stimme und begann die bebende Hand, welche sie um sein steifes Glied gelegt hatte, auf und ab zu bewegen. Draco fielen automatisch die Augen zu und ein leises Stöhnen entwich seinen Lippen, während er sein Becken der wohltuenden Hand entgegen schob. Mit einem Mal schaltete er völlig ab. Da waren nur mehr dieses gute Gefühl und sein stoßweises Stöhnen, welches zunehmend den Raum erfüllte.

In seinen Lenden baute sich in unbekannter Druck auf, der nicht unangenehm war und immer stärker wurde, je länger Hermione ihre Hand auf und ab bewegte. Sobald er diesem Druck nicht mehr Stand hielt, entlud er sich mit einem Mal und er ergoss sich mit einem tiefen Stöhnen. So schnell wie das Gefühl gekommen war, verschwand es auch wieder, aber die Befriedigung blieb.

„Und? Gut?", fragte Hermione, als sie die bekleckerte Hand wieder zurück zog und sie mit einem Zauber reinigte. Draco nickte mit geschlossenen Augen und war fast schon wieder dabei weg zu dämmern. Das war also sein allererster Höhepunkt. Phew! Er war schon lange nicht mehr so herrlich entspannt, so „jeder-einzelne-Muskel-lockert-sich"- entspannt.

„Oh, Feenstaub noch mal! Wir kommen noch zu spät zum Unterricht!", rief Hermione aufgebracht, die wohl gerade auf die Uhr, oder sonst was gesehen hatte.

„Unterricht, klar…", nuschelte Draco und kippte in einen leichten Schlaf hinüber.

Schlafen… das tat er übrigens auch nicht einmal zehn Minuten später in Professor Mc'Gonagalls Unterricht. Auf seinem Pult. Am helllichten Tag. Wo ihn jeder sehen konnte und auch jeder sah. Muss ich noch erwähnen, dass Blaise breit grinste?

„Mr. Malfoy!", zeterte Prof. Mc'Gonagall und knallte den verstaubten Wälzer in ihrer Hand neben seinem Kopf auf den Tisch. Draco schreckte umgehend hoch und japste, „Ich bin wach!"

„Das will ich auch hoffen.", schnaubte Prof. Mc'Gonagall und ging samt Buch wieder nach vorne, während manche Schüler leise glucksten und viele von ihnen, wie Blaise dämlich grinsten.

„Was in dieser Nacht wohl nicht viel geschlafen.", mutmaßte er breit grinsen und stupste den Blonden leicht mit dem Ellbogen in die Seite.

„Doch, ich habe genug geschlafen.", erwiderte Draco leise und lehnte sich müde auf seine Hand. Er musste wirklich sehr dagegen ankämpfen, dass ihn die Augen nicht noch einmal zu fielen. Deshalb floh er in der Pause geradezu aus dem Raum und in den nächsten Unterricht – Zauberkunst – wo er allerdings wieder flach lag.

Wenigstens war Professor Flittwick noch so freundlich und erkundigte sich nur, ob Draco krank war, ließ ihn jedoch schlafen und fuhr mit dem Unterricht fort. Auch in Geschichte der Zauberei, was zum Glück über zwei Stunde ging, konnte Draco auf prima schlafen. Was hierbei allerdings nahezu alle Schüler taten.

Die Zeit verging wie im Fluge, denn sehr bald hatten sich alle Slytherins und Gryffindors des 7. Jahrganges im abgelegenen Raum eingefunden. Belinda war noch nicht da, weshalb die Meisten Gossip ausübten. Zum Teil ging es um das kommende Thema der Sitzung, zum anderen über das neue mögliche Liebespaar.

„Draco, wo warst du die Nach über?", schnappte Pansy plötzlich, als dieser den Raum betreten hatte.

Der Blonde blinzelte sie verwirrt an und merkte, dass plötzlich alle zu ihm schauten. „Äh, bitte was?"

„Ich habe dich genau gesehen!", schnappte die kleine Klette und stemmte beide Fäuste in die Hüften. „Du bist kurz vor Elf verschwunden und dann nicht mehr aufgetaucht. Wo warst du?!"

„Was geht dich das an? Bist du meine Mutter, oder was?", schnarrte er verächtlich und schob sich an ihr vorbei.

Sie wirbelte zu ihm herum und schrie, „Gib's zu! Du warst bei diesem Flittchen!"

Kam es Draco nur so vor, oder war es wirklich so leise im Raum, das man eine Nadel fallen hören hätte können. Gemächlich drehte er sich zu ihr um und höhnte, „Süße, das einzige Flittchen, das ich hier sehe, steht genau vor mir."

Ein lautes „UUUUUHHH!" wanderte durch den Raum. Wutentbrannt stapfte Pansy auf Draco zu und verpasste ihm mit der flachen Hand eine schallende Ohrfeige.

„Bastard!", fauchte sie erzürnt und ging auf ihren Platz.

„Was ist hier los?", forderte Belinda bestürzt zu wissen, die gerade noch die Ohrfeige mitbekommen hatte.

„Nur eine kleine Meinungsverschiedenheit, sonst nichts.", winkte der Blonde ab und ließ sich neben Blaise auf dem Stuhl nieder.

„Okay.", murmelte die Frau perplex, ehe sie zum eigentlichen Thema zurückkam. „Eure Eltern haben mir bereits die Videos geschickt und ich muss sagen, dass sie großartig geworden sind."

Eine weitere Stunde verging, in der sie viel über Thomas, Finnigan, Pansy, Bullstrode und Longbottom gelernt haben.

Thomas wuchs in London bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf, da sein leiblicher Vater die Familie verlassen hatte. Thomas hat einige Halbbrüder und -schwestern.

Finnigan war irischer Abstammung, sein Vater war ein Muggel, seine Mutter eine Hexe. Er ist unter „normalen" Umständen aufgewachsen.

Pansy war ein Einzelkind und hat einen Teil ihrer Kindheit mit Draco verbracht – was für den Bonden nichts Neues war. Allerdings wurde allen anderen bewusst wie sehr sie gegen Leony, Valery, Mary, Michele und Nathalie um Draco gekämpft hatte, der allerdings kein Interesse an ihr zeigte. Es gab eine Szene in diesem Video, wo fast alles Mädchen selig geseufzt haben: Pansy wurde von den fünf Cousinen wieder einmal ausgebootet und blieb alleine weinend am Boden sitzen, als Draco vor ihr auftauchte und vor ihr in die Hocke ging. Er sagte etwas zu ihr und strich ihr sanft durchs Haar. Dann erhob er sich und bot ihr mit einem warmen Lächeln, das man sonst von ihm nicht kannte, seine Hand, die sie unsicher guckend annahm.

Bullstrodes Vergangenheit war wie die eines jeden Kindes, das mit Magie aufgewachsen war. Sie war ein Einzelkind, sonst gab es keine gravierenden Einzelheiten, bis auf das sie Blaise kennengelernt hatte, doch dieser war ihr äußerst kühl gegenüber.

Longbottoms Familien Drama wurde nur kurz angeschnitten, wo bereits jeder wusste, was seinen Eltern zugestoßen war. Ansonsten sah man halt wie er mit seiner Großmutter lebte.

„Gut kommen wir zum nächsten Video.", flötete Belinda gut gelaunt und richtete ihren Zauberstab auf die Glaskugel.

Ist das Teil schon an?", hörte man eine junge weibliche Stimme und die Kamera wurde so gedreht, dass man ein wunderschönes Mädchen mit langen dunklen Locken erblickte, Valery.

Hi Leute, Tante Zissy hat von einer gewissen Belinda dieses coole Teil bekommen und hat es Leony und mir geschickt, da wir im Videos fabrizieren besser sind als sie."

Komme ich ins Fernsehen?", quiekte eine kindliche Stimme und ein kleines Mädchen drängte sich ins Bild.

Mann, Angelina, mach einen Abgang.", knurrte Leony, die ihre kleine Schwester aus dem Bild drängte und sich somit neben Valery präsentierte. „Das ist Sache der Großen."

Das ist fies. Immer macht ihr so tolle Sachen und schließ Brithany, Sarah, Melory, Lucy, Ann, Debby, Viola, Theresa, Vanessa und mich aus!"

Musst du nicht noch Hausaufgaben machen, oder so?", murrte Leony sichtlich genervt.

Einige im Raum grinsten breit.

Das sage ich Mama!", motzte Angy, auch Angelina genannt, und lief auch dem Zimmer.

So, wir sollten jetzt weiter machen.", meinte Valery und fügte grinsend hinzu, „In einer Stunde holt mich Jack ab."

Wer? Der, der deine Mutter für eure Haushälterin gehalten hat, oder der der Draco verprügelt hat." Leonys Blick wanderte in die Kamera, „Ups! Das habe ich nicht gesagt. Können wir das bitte schneiden?"

Es folgte tatsächlich ein Schnitt und man sah die Malfoys bei einem beschaulichen Abendessen, bei dem alle mit solch einer Grazie das Essen zu sich nahmen, als hätten sie einen live Auftritt und müssten die Haltung wahren.

Am Besten wir zeigen an Hand eines Abendessens wir uns innerhalb der Familie verhalten und dann gehen wir auf Einzelheiten ein.", sagte Valery, deren Stimme nur zu hören war.

Beginnen wir am Besten mit dem Highlight.", schlug Leony vor. „Draco und unsere Großmutter."

Die Kamera schwenkte zu den Beiden, die direkt neben einander saßen.

Die Großmutter begann, „Dass du noch lebst, bei dem wenigen Essen, das du zu dir nimmst."

Aber Großmutter, ich lasse dir doch extra so viel über, damit du dich überfressen und schneller den Löffel abgeben kannst. Immerhin wollen deine Kinder etwas erben.", schnarrte Draco mit einem freundlichen Lächeln und schob sich einpaar Erbsen in den Mund.

Einige Schüler stutzten, Draco sank tiefer in seinen Sessel.

Nicht doch.", meinte die Großmutter. „Dummheit vor Grazie."

Alter vor Schönheit.", gab Draco höflich zurück und Narzissa, die zu seiner Linken saß, verschluckte sich beinah an ihrem Wein.

Du wirst immer frecher!", schnappte die Alte.

Von wem ich das wohl geerbt habe… Sag, wie ist es in der Hölle? Kuschelig warm?"

Leony verschluckte sich an ihrem Wein und kaschierte das Lachen mit lautem husten.

Du Teufelsbrut!", knurrte sie leise.

Hey, du hast meinen Vater Lucius genannt. Das erinnert so an Luzifer…", erwiderte Draco süffisant grinsend und prostete Valery zu.

Das Bild veränderte sich und man sah wieder die beiden Cousinen.

Ich liebe diese Wortgefechte.", gluckste Val.

Es gibt nur eines, wo Draco mir persönlich leid tut.", sagte Leony und das Bild wechselte wieder. Man sah einen leeren Gang, der schon bald von einem abgehetzten Draco im Laufschritt durchquert wurde. Mit etwas Abstand liefen ihm seine 10 jüngeren Cousinen, die nicht älter als 10 Jahre alt waren, hinterher und schrien Worte wie „Heirate mich!" „Nein, mich!"

Wenige Sekunden später, sah man Draco an einem Luster stehen, während seine jüngeren Cousinen versuchten an ihn ranzukommen. Ein Bild weiter und man sah ihn in einem Geheimgang verschwinden. Unterdessen liefen die Kleinen an dem großen Wandteppich vorbei. Etwas später wurde der Blonde zu Fall gebracht und alle 10 Mädchen schmissen sich auf ihn. Narzissa ging am Gang vorbei und erblickte ihren verzweifelten Sohn.

Hilf mir!", rief er.

Auf ihren Lippen breitete sich ein Grinsen aus und sie ging weiter.

MOM!", schrie er ihr hinterher doch es nützte nichts.

Wieder wechselte das Bild und man sah Valery und Leony, die sich weglachten.

„Haha.", murrte Draco angesäuert und verschränkte die Arme vor der Brust.

Manchmal wird er auch von unseren Müttern zum Babysitter degradiert.", kicherte Leony und ein Schnitt folgte.

Draco, pass, bitte, auf Brithany, Sarah und Melory auf.", meinte eine der Tanten und schob die drei Mädchen in seine Richtung.


„Was-?", keuchte er, doch da kam schon die nächste Tante.

Und auf Lucy."

"Bitte auch auf Ann und Debby."

Aber-", versuchte er abzuwehren, als auch schon die nächste Tante kam.

Hier sind Viola, Theresa und Vanessa. Spiel mit ihnen Bitte, solange ich mit den anderen shoppen bin."

Nein…", haucht der Blonde verzweifelt, drehte sich zu seinen jüngere Cousinen um und lächelte nervös.

Ich kenne da ein ganz tolles Spiel.", meinte er, während er langsam rückwärts ging. „Das geht so… Ihr nehmt einen Ball und – Ein rosa Drache!", rief er plötzlich aus, wirbelte herum und flüchtete sobald die kleinen überrascht und neugierig aus dem Fenster gesehen haben. Schnell kam die Meute drauf, dass er sie reingelegt hatte und lief ihm laut schreiend hinter her.

Im Klassenzimmer lagen alle vor lachen. Nur Draco guckte finster.

Alles in allem, haben wir alle viel Spaß.", meinte Valery.

Es flackerten viele Szenen auf, die entweder zeigten, wie sie zu sechst über eine große Wiese ritten, Draco mit einer seiner älteren Cousine in einem großen Saal tanzte, die Tanten an Draco ein Kleid absteckten und er dann genervt protestierend ging, die fünf älteren Cousinen zu einem Lied tanzten, sie zu 16t auf der Wiese lagen und zum Nachthimmel hinauf sahen und wie Draco auf der Couch lag, auf ihm seine jüngste Cousine (4 Jahre)lag und beide schliefen.

Ein letzter Schnitt zu Leony und Valery folgte und beide sagten im Chor, „Wenn ihr wollt, könnt ihr uns ja in den Weihnachtsferien besuchen. Wir würden uns sehr darüber freuen."

Das Video endete und die Schüler begannen sich angeregt über einen möglichen Besuch zu unterhalten.

„Klingt ja vielversprechend.", sagte Belinda grinsend und ging zum nächsten Video über. Irgendwie war Draco froh, dass sie nicht weiter auf dieses Video eingingen, da ihm das ganze wirklich peinlich war. Er hatte die halb fassungslosen, halb belustigten Gesichter seiner Mitschüler gesehen, während er mit seiner Großmutter stritt, oder die Kleinen ihn durch die Gänge jagten.

Wenigstens lernte er Hermiones Familie besser kennen und merkte, dass ihre Eltern freundlich, aber auch streng waren. Sein Blick fiel auf sie. Ein sanftes Lächeln zierte seine rosigen Lippen, ohne dass er es selbst mitbekam. Ebenso entging ihm, dass ihn Patil entgeistert anstarrte, Brown sanft in die Seite knuffte und zu Draco nickte.

Draco schaute zu Blaise auf, als dieser ihm ins Ohr flüsterte „Pass auf deine Blicke auf. Du wirst beobachtet."

Sein Blick kreuzte den von Patil und Brown, die mit angehaltenem Atem zu ihm rüber gafften. Die Mädchen sahen schnell wo anders hin, wohl wissend, dass die da auf eine wahre Informationsgoldgrube stoßen waren. Leise seufzend schüttelte der Blonde seinen Kopf und wandte seine Aufmerksamkeit wieder den Videos zu.

Draco…

Hauchte plötzlich eine Stimme und er schaute erschrocken auf.

Draco…

Wisperte die Stimme erneut. Ihm fiel auf, dass sanftes Licht durch den Türespalt zum Hologrammraum strahlte.

Komm zu mir… bitte…

Die verwunderten Blicke der Anderen ignorierend, erhob er sich und schritt durch die Türe, gefolgt von einem besorgten Blaise. Sobald die Türe ins Schloss fiel, erkannten die Zwei, dass sie auf einer Blumenwiese standen. Vereinzelte Blüten wirbelten durch die Luft, ein Wispern erfüllte da Gebiete und da stand sie.

Einige Meter von beiden Jungen entfernt stand das Mädchen, Emily, und hatte ihnen den Rücken zugekehrt. Ihr langes goldgelocktes Haar fiel ich locker über die Schultern und das weiße Kleid wehte sanft im Wind.

„Emily.", krächzte Blaise, der seine Augen geweitet hatte. Sie drehte sich lächelnd zu den Zweien um und Draco stockte der Atem. Er kannte sie, da spürte er. Auch wenn er keine Erinnerungen an sie hatte. Er kannte sie!

„Emily!", rief Blaise und lief zur ihr, während Draco zu tiefst schockiert und von einer überwältigenden Trauer erfüllt auf die Knie sank.

Er konnte nicht anders. Er musste seinen verklärten Blick abwenden und ließ so manche Haarsträhnen in sein Gesicht fallen. Warum tat das nur so weh?

„Emily, nein! Geh nicht!", hörte er Blaise wimmern und alle Blüten verschwanden. Der Himmel wurde trostlos und grau.

Du bist noch nicht so weit… aber wir werden uns wiedersehen… bedenkt beide… Draco.. Blaise… ich bin immer bei euch…

Blaise schluchzte in der Ferne. Draco erhob sich und ging mit gesenktem Blick auf seinen besten Freund zu, während hinter ihm, das Gebilde erschien, das sein Seelenleben widerspiegeln sollte.

„Wir sollten gehen… Blaise…", meinte er mit monotoner Stimmer und ließ die Haare weiterhin, wie ein Vorhang, vor seinen Augenhängen.

Der Dunkelhaarige reagierte nicht, sondern versuchte sich scheinbar wieder zu beruhigen.

„Blaise…", wiederholte Draco erneut und seine Stimme klang für ihn selbst so fern.

Schniefend und sich die Tränen mit dem Ärmel wegwischend, erhob Blaise sich und nuschelte, „Entschuldige. Ich wollte nicht, dass du das sehen musst."

„Ist schon okay. Wir sollten gehen.", sagte er mit einer dünnen Stimme, ergriff Blaise Handgelenk und führte ihn weg von diesem Raum, als sie sich plötzlich auf einem Friedhof befanden und zwischen den Gräbern hindurch gingen.

„Wohin führst du mich?", erlangte Blaise zu wissen, der nun wieder Herr seiner Gefühle war und sich verwirrt umsah.

„Draco?", harkte er nach, doch der Blonde reagiere nicht. Stattdessen erhaschte Dracos jüngeres „Ich", dass sich von einer Gruppe gelöst hatte und weinend an ihnen vorbei lief, Blaise Aufmerksamkeit.

„Du sollst nicht trauern, du sollst hassen!!", schrie auf einmal ein in schwarz gekleideter Mann, dessen feine, aber auch spitzen Gesichtszüge man gut erkennen konnte, auch wenn ihm schwarze Haarsträhnen über seine violetten Augen hingen, und riss den Blonden, wie eine Marionette, an sich.

In einer fließenden Bewegung holte er einen Dolch mit einer schwarzen gläsernen Klinge unter seinem langen Mantel hervor und rammte ihn in Dracos Brust. Der Junge riss entsetzt seine Augen auf und stieß einen langen schmerzerfüllten Schrei aus, während von allen Himmelrichtungen ein schwarzer Nebel angezogen wurde, der in die kleine Kugel am Ende des Griffes und somit auch in Dracos Körper hinein floss.

Das Ganze ging so schnell, dass Blaise nicht einmal seinen Zauberstab ziehen konnte. Der Man und die Umgebung verschwand und man sah den Hologrammraum in seiner natürlichen Form. Blaise lief auf Draco zu, der bewusstlos am Boden lag und öffnete hastig sein Hemd, um eine klaffende Wunde vorzufinden, aber da war nichts. Nicht einmal ein Kratzer.

„Was in Merlins Namen hat er mit dir gemacht?", hauchte Blaise besorgt.