Mit etwas Verspätung gebe ich euch jetzt das 7. Kapitel zu lesen. Nur so... im nächsten Kapi erfährt ihr, wer das Mädchen, Emily, ist, bzw. war. Nur so. Viele Fragen werden jetzt geklärt.
Purity
7. Erwachen
Zwei Wochen waren seit dem Vorfall in Hologrammraum vergangen. Zwei Wochen in denen Draco im Krankenflügel lag und nicht aufwachte. Ein Rat wurde abgehalten, um festzustellen, was passiert war und wie sie ihm aus seiner derzeitigen Lage helfen können. Hermione verbrachte fast jede Nacht an Dracos Seite und wurde von Harry, Ron und Ginny gedeckt, da sie die Drei in ihr Geheimnis eingeweiht hatte. Klar. Ron wollte das alles anfangs nicht akzeptieren, aber Ginny konnte ihn mittlerweile schon zur Raison bringen, so dass er nun voll und ganz hinter der Braunhaarigen stand.
Zum Glück war Hermione nicht ganz alleine, da ihr Blaise oftmals Gesellschaft leistete und immer wieder etwas zu essen brachte. Selbst Madame Pomfrey hatte ihren Bitten nachgegeben, auch während der Nacht in Krankenflügel bleiben zu dürfen, womit nun die gesamte Lehrerschaft inklusive Belinda über die Laison zwischen den Beiden bescheid wussten.
Madame Pomfrey bat Hermione nur, in einem der Betten, anstatt am Stuhl zu schlafen und erlaubte ihr sogar in Dracos Bett zu schlafen, da es offensichtlich war, dass Hermione jetzt wohl kaum Lust auf sexuelle Aktivitäten hatte.
So kam es, dass eines Nacht, in der Hermione Draco wieder einmal in ihre Arme gezogen hatte, dass er aufwachte und sich ängstlich und panisch umsah.
„Sch… sch…", beruhigte ihn Hermione, die durch sei plötzliches Hochfahren aus dem Schlaf geschreckt war, und kraulte ihn zur Beruhigung im Nacken. „Du bist in Sicherheit. Ich bin bei dir."
Diese Worte schienen ihre Wirkung nicht zu verfehlen, da er sich wieder hinlegte und sogar an sie ankuschelte.
„Wo sind wir und was ist passiert?", fragte er, ohne je das Zittern aus seiner Stimme verbannen zu können. Sie zog ihn noch enger an sich und berichtete ihm von den Ereignissen der letzten zwei Wochen. Stillschweigend lauschte er ihrer sanften melodischen Stimme und ließ sich von dieser und den sanften Berührungen so sehr einlullen, dass er beinahe wieder eingeschlafen wäre.
„Was glaubst du, war dieser Nebel?", erkundigte er sich matt, nachdem sie geendet hatte.
„Weiß nicht. Hass? Auf jeden Fall nichts Gutes. – Wie fühlst du dich eigentlich?"
Keine Reaktion.
„Draco?"
Sie versuchte einen Blick auf sein Gesicht zu erhaschen und musste anhand der entspannten Gesichtszüge feststellen, dass er ins Land der Träume abgetauchte war. Ein frustriertes Schnaufen verließ ihre Lippen. Wenigstens war er aus dem Koma erwacht.
„Siehst du. Habe ich es dir nicht gesagt? Die zwei haben etwas mit einander.", tuschelte eine weibliche Stimme, die Patil ähnlich klang.
„Oh, sie sind ja so süß. Wenn ich doch nur einen Fotoapparat da hätte.", quiekte Brown verzückt.
„Könnt ihr auch nur einmal die Klappe halten?"; murrte Draco und setzte sich gähnend auf. Beide Mädchen erstarrten. „Außerdem… was macht ihr hier und das so früh?"
„Err. Erm…", stammelte Brown und lief rot an
„Wir wollten nur sicher gehen, ob die Gerüchte stimmen?", bekräftigte Patil.
„Gerüchte, die ihr selbst in die Welt gesetzt habt?", schnarrte der Blonde und hob müde eine Braue. „Kommt, macht einen Abgang und erzählt niemanden was davon, dass Hermione bei mir schläft, dann verfluche ich euch nicht."
Patil und Brown tauschten Blicke, dann forderte Patil, „Wenn du uns zwei Fragen ganz ehrlich beantwortest, gehen wir und erzählen niemanden davon."
„Und wenn doch, verhexe ich euch.", drohte er gähnend und fügte hinzu, „Spukt schon aus, was wollt ihr wissen?"
Die Tage zogen vorüber und Schnee bedeckte das Land. Die Dächer des Schlosses sahen so aus, als hätte sie jemand mit Staubzucker angepudert und dicke Flocken fielen langsam gen Erde, wo sie mit der weißen Masse eins wurde. In den Kaminen brannte unentwegt Feuer, so dass niemand froh und auch in der Bibliothek war es kuschelig warm.
„Sag endlich, welche Fragen die Zwei dir gestellt haben.", drängte Hermione den Blonden, der ihr gegenüber saß und Aufgaben machte. Er hatte ihr zwar davon erzählt, dass die beiden da waren, und dass er sie mittels der Beantwortung zweier Fragen zum Schweigen gebracht hatte. Nicht jeder schaffte es ausgerechnet die größten Klatschmäuler von ganz Hogwarts ein Geheimnis für sich zu behalten, falls sie das überhaupt schon einmal getan hatten.
„Nein.", entgegnete Draco grinsend und schaute zu ihr auf, als ihm etwas eingefallen war, „Zu Weihnachten kommst du eh mit zu mir, oder?"
„Das kann ich dir erst verraten, wenn du mir sagst, was sie dich gefragt haben.", schnurrte sie schelmisch grinsend und beugte sich leicht über den Tisch.
„Oh, dann muss ich dich wohl dazu bringen.", erwiderte er mit einem charmanten Grinsen und ging um den Tisch herum, um sie aus dem Stuhl zu heben und zum gepolsterten Fenstersims zu tragen.
„Draco!", keuchte Hermione überrascht, als dieser an ihrem Hals knabberte ihren Oberschenkel entlang, bis unter ihren Rock, fuhr. In den letzten Wochen/Tagen war er doch etwas mutiger geworden und hatte daher keine Bedenken, als er seine Hand unter ihren Schlüpfer schob. Da war es wieder, dieses alles einnehmende kaum zu bändigendes Verlangen mit Hermione zu schlafen.
Er dämpfte ihr leises Stöhnen mit einem Kuss, während er unbeholfen mit einem Finger über diesen kleinen Hügel (Kitzler) strich. Scheinbar tat er das Richtige, doch ihr unterdrücktes Stöhnen, die weiche, geschmeidige Haut unter seinen bebenden Fingern und die Art, wie sie ihm ihren Körper entgegendrückte, beraubten ihn nahezu seiner Selbstbeherrschung.
Hermione verschränkte beide Hände in seinem Nacken, als wolle sie sich an ihm festhalten und spreizte die Beine. Als Draco mit dem Finger tiefer wanderte und in sie eindringen wollte, zuckte sie mit dem Becken weg und murrte leise. Das hieß dann wohl, dass er Sex vorerst vergessen konnte. Dafür überrasche sie ihn, als sie mit einer Hand sanft über seinen Schritt rieb und ihm somit in einen Moment der Wonne vergessen ließ, dass er weitermachen sollte.
„Willst du das nicht lieber im Bett fortsetzen? Hier kann man uns jeder Zeit erwischen und ich werde, ehrlich gesagt, langsam nervös.", gestand sie an seinen Lippen wispernd, schaute ihn dabei vielsagend in die Augen.
„Welches Bett meinst du?", fragte er mit gehobener Braue. Man konnte ihm seine Erregung deutlich ansehen.
„Na unseres. Im Raum der Wünsche."
„Hä?"
„Im siebten Stock."
„Aso, der. So nennst du ihn also.", schloss er und hätte fast laut aufgestöhnt, als sie nochmals über seinen Schritt rieb.
Hermione grinse lediglich und machte weiter, anstatt wie abgemacht mit ihm in den Raum er Wünsche zu verschwinden. Flink öffnete sie seine Hose und ging vor ihm in die Knie. Alarmiert weitete der Blonde, der nun so rot wie eine Tomate war, die Augen und keuchte panisch, „Mione, nicht hier! Was wenn uns jemand-! Uhnnn!"
Verdammte Schei***! Was machte sie nur mit ihm. Hilflos dieser Situation gegenüber seiend, suchte er an den Regalen halt und presste sich eine Hand auf den Mund. Schei***! Seit war er da so verdammt empfindlich?! Ihre heiße Zunge, die immer wieder über die sensible Spitze glitt, raubte ihm fast den Verstand, auf dass er sei Gestöhn bald nicht mehr drosseln konnte.
„Hermione…", hauchte er mit einer ungewohnt rauen Stimme und vergrub eine Hand in ihrem seidigen Haar.
„Du bist so laut.", merkte sie grinsend an, als sie ihm ein weiteres wohliges Stöhnen entlockte.
„Wundert es dich?", zischte er leicht angespannt und erstarrte, als er Schritte hörte, die sich ihrem Plätzchen näherten. Jemand zweiter kam zu der ersten Person hinzu.
„Na, Süße, wohin willst du?", hörte Draco Blaise schnurren.
„Ich wollte nur ein Buch-", begann er zartes Stimmchen, doch scheinbar brachte Blaise sie irgendwie zum Schweigen und die Schritte entfernten sich wieder.
Noch ehe Draco reagieren konnte, hatte Hermione über ihn einen Schweigezauber gelegt und ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Nun konnte er rückhaltlos stöhnen, ohne dass je ein Ton aus seinem Mund drang und er tat es auch. Schon bald wurden seine Knie weich und er rutschte zu Boden, nahm dabei versehentlich einpaar Bücher mit.
Doch diese waren für ihn belanglos, da sein Blick nur auf Hermiones Schopf gerichtet war, welcher sich in seinem Schoß auf und ab bewegte. Seine Augen waren von einem Lustschleier verhangen. Ein letztes Mal kreuzten sich ihre Blicke, bevor er den Kopf in den Nacken warf und kam.
Wieder einmal fühlte er sich angenehm matt, obgleich seine Position nicht gerade die Angenehmste war. Er hob träge sein Becken, unterdessen zog sie ihm wieder die Hose samt Boxer an. Nachdem sie den Zauber von ihm genommen hatte, wollte sie ihn in den Arm nehmen, doch er protestierte, weil er gerade etwas Abstand brauchte. Daher begann Hermione ihn im Nacken zu kraulen, worauf Draco sich willig in ihre Arme begab und für eine unbestimmte Zeit lang einschlummerte.
Es war bereits dunkel, als Draco wieder aufwachte. Hermione hatte ihn die ganze Zeit mit einem seligen Lächeln in den Armen gehalten und ihm durchs Haar gestreichelt. Sie genoss diese Momente so sehr, dass sie sich wünschte, sie würden ewig andauern.
„Abend.", wisperte sie sanft lächelnd und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn.
„Abend, Mione.", gab er verschlafen zurück und zog sie in einen zärtlichen Kuss. Es hatte sich in zwischen viel zwischen den Beiden geändert. Es war nicht mehr so, dass sie irgendwie herum knutschten. Nein, in jedem Kuss, den sie teilten, steckte tiefste Zuneigung und Zärtlichkeit.
Das zeigten sie auch, wenige Sekunden später, als wie in ihrem gemeinsamen Bett im Raum der Wünsche lagen und sich dort zärtlich küssten. Draco strich ihr sanft durchs Haar, unterdessen ließ Hermione ihre Hände seinen Rücken auf und ab gleiten. Sie hatten das Licht gelöscht und die Kerzen angezündet, auf dass auf die Stimmung etwas romanischer, bzw. beschaulicher wurde.
Abermals strich der Blonde Hermione durchs Haar, stupste ihre Nasenspitze mit seiner an, hauchte einen schmetterlingszarten Kuss auf ihre rosigen Lippen. Ihm war gar nicht bewusst, seit wann er ihr so sehr verfallen war, er spürte einfach nur diese Sehnsucht nach ihrer Nähe… ihrer Stimme… ihrem Körper…
Ihre Blicke trafen auf einander und die Zeit schien für wenige Augenblicke still zu stehen. Sie wussten, was jede ihrer Gesten aussagten, wenn sie sich nun küssten, oder zärtliche Berührungen mit einander austauschten.
Draco versank geradezu in Hermiones haselnussbraunen Augen, als er leise wisperte, „Ich… ich glaube, ich liebe dich…"
Eine Anspannung war greifbar und für einen Moment fürchtete er schon, sie würde vor ihm zurückschrecken, doch sie legte ihre Hand in seinen Nacken und flüsterte, „Ich liebe dich auch."
Ihr nächster Kuss war weniger scheu, sondern viel mehr voller Leidenschaft und Begierde. Hierbei ging es nicht mehr um Sex oder Küsse. Es ging um sie und ihre Gefühle, die sie für einander empfanden, und dass sie sich nun nicht länger zurückhalten wollten und konnten. Diese Beziehung, die zwischen ihnen entstanden war, bedeutete ihnen viel. Sie war sozusagen unbezahlbar.
Wenige Tage später fand wieder die wöchentliche Sitzung statt, an die sich nun alle gewöhnt hatten. Heute mussten sie nicht Gruppenarbeiten leisten und sahen auch keine Videos. Nein, sie gingen alle zusammen in den Hologrammraum, wo sie kurz vor den Weihnachtsferien eine Feier veranstalteten.
Der Raum war nun nicht mehr leer und mit weißen Quadraten ausgelegt (so sieht er in seiner natürlichen Form aus) sondern mit Holz ausgelegt. In ihm standen eine Futons, Sitzkissen und große Couchen und ein Kamin, in dem Feuer leise vor sich hinknisterte. Natürlich hingen aus so einige Mistelzweige in Raum verstreut und auf einer langen Tafel standen Tabletts mit Essen, sowie Schüsseln mit einer alkoholfreien Fruchtbowle.
„Ich sollte wohl vielleicht noch erwähnen, dass ihr wegen den Mistelzweigen aufpassen solltet. Wen zwei Menschen darunter stehen, müssen sie sich küssen, da sie ansonsten für 2 Stunden mit einem magischen Seil aneinander gebunden sein werden.", warnte Belinda kichernd und holte sich dann ein Glas von der Bowle.
Zur Abwechslung einmal gut gelaunt verteilten sich alle in den Raum und genossen diese kleine Feier, als plötzlich ein leises Flirren zu hören war.
„Oh, oh, Seamus und Parkinson stehen unter einem Mistelzweig.", gluckste Brown und die zwei besagten Schüler liefen knallrot an. Pansy kniff ihre Augen und überließ es Finnigan sie zu küssen, doch dieser stand nur perplex da und wäre mit Sicherheit geflohen, wüsste er nicht, dass er dann für ganze 2 Stunden an sie gebunden wäre.
„KussKussKussKuss…!", feuerte die Meute Finnigan und Pansy an, die ihn nun einen ungeduldigen Blick zuwarf, ihn am Kragen packte und zu sich hinunter zog. Die Meute grölte, doch Draco entging nicht, das der Gryffindor sich zu entspannen begann und den Kuss tatsächlich erwiderte.
Erstaunt wechselte der Blonde mit Hermione vielsagende Blicke, als sie schließlich zu einem der Mistelzweige nickte. Draco lief rot an und schüttelte hastig den Kopf, worauf sie zu grinsen begann und mit den Lippen ein „Du bist so süß!" formte.
Irgendwie war Draco jetzt nach etwas hochprozentigen, aber die Bowle musste ja antialkoholisch sein. Blöde Schulregeln! Frustriert nippte er an seiner doofen Bowle.
„Warum stellst du dich nicht mit ihr unter einen Mistelzweig? Ich sehe dir doch an, dass du es willst.", fragte Blaise mit einem wissenden Lächeln, ohne Draco anzusehen. „Sieh dich um. Ihr seid nicht dich einzigen."
Draco wandte seine Aufmerksamkeit dem Raum zu und er erkannte, dass tatsächlich viele Gryffindors und Slytherins „zufällig" zusammen unter einen Mistelzweig standen und flüchtige, bis hin zu heißen Küssen austauschten.
Seinen Becher abstellend protestierte er, „Vergiss es. Mich kriegst du nicht, daz- UAH!"
Schon hatte Blaise ihn zu Hermione, die gerade zum Buffet wollte, geschupst, auf dass er sie zu Boden riss.
„Oh, hallo. Wo kommst du her?", wollte sie wissen und blinzelte ihn perplex an.
„Uuuuh! Malfoy und Granger liegen unter einem Mistelzweig.", rief ein Gryffindor und Draco weitete die Augen.
Bitte was?!
Sein Blick wanderte nach oben, wo tatsächlich so ein verteufeltes Teil hing. Toll! Wenn er nun aufstehen wollte, würde das bedeuten, dass er sich unter dem Zweig wegbewegte und sie an einander gefesselt waren. Bescheuerte Blaise! Das würde er ihm noch büßen!!
„Kommt schon, wir wollen einen heißen Kuss sehen.", grölte einer der Slytherins und Draco spüre die 26 Blicke, die sich in seinen Rücken bohrten. Wo war eigentlich Belinda, wenn man sie einmal brauchte?!
„Ich könnte auch aufstehen.", schlug er vor, doch Hermione hob belustig die Braue.
„Um dann für ganze zwei Stunden an mich gefesselt zu sein?", fragte sie mit einem lasziven Unterton in der Stimme und laute Pfeife waren zu hören. Warum musste ausgerechnet jetzt Dracos Gesicht wieder eine rote Ampel spielen, wo ihn doch jeder sah?
Völlig überraschen stützte sich Hermione auf ihren linken Ellenbogen, legte eine Hand in Dracos Nacken und zog ihn in einen zärtlichen Kuss. Mit einem Mal hatte er seine gesamte Umgebung ausgeschalten und ließ sich fallen, sprich er schloss seine Augen und erwiderte sanft diesen Kuss.
Ihm entging völlig wie still es um sie herum wurde, als er sich aufsetzte, Hermione mit sich zog und ihren Kuss inniger werden ließ, indem er mit seiner Zunge zärtlich um Einlass bat. Zum Schrecken vieler gewährte das Mädchen diesen und ihre Zungen trafen auf einander. Ihre Hände wanderten in seinen Nacken, strichen durch sein silberblondes Haar, so dass ihm ein leises Keuchen entfleuchte und in ihrem Kuss verebbte. Es kam ihm so vor, als wären sie wieder im Raum der Wünsche, wo sie niemand störte.
Mit kleinen zärtlichen Küssen unterbrach er diese innige Verbindung und öffnete langsam seine Augen. Mit einem Schlag wurde er brutal in die Realität zurück geschleudert und ihm klappte die Kinnlade runter, als in die fassungslosen Gesichter seiner Mitschüler blickte. Erneut lief er knallrot an und er rang nach Worten, während einpaar Personen wissend grinsten und Hermione leise hinter vorgehaltener Hand zu kichern begann.
„Das findest du wohl witzig.", schnappte er leicht angriffslustig, da die Gryffindor nach wie vor auf seinem Schoß saß – Wie war sie da hingekommen? – und sich weggluckste.
„Geh, komm es ist doch offensichtlich, dass ihr zwei auf einander steht.", gluckste Finnigan breit grinsend und so einige Schüler nickten zustimmend.
„Nur auf sie stehen? Nein, da ist mehr.", schnarrte eine bekannte Stimme und alle wirbelten zu den in schwarz gekleideten Mann um.
„Du!", rief Blaise und stellte sich sofort schützend vor Draco, der aufgestanden war.
„Keine Sorge, ich tu ihm schon nichts.", beschwichtigte der Mann, löste sich auf und erschien wieder direkt hinter Draco. „Ich habe zu meinem Unglück in Erfahrung gebracht, dass ich ebenfalls sterbe, sollte man dich töten. – Nein, ich bin hier, um dich zu warnen."
Draco, so auch alle anderen schauten fassungslos zu diesem Mann und manche zogen sogar ihre Zauberstäbe.
„Warnen? Du lügst doch! Du willst ihm nur etwas antun!", schrie Blaise aufgebracht und richtete seinen Zauberstab auf den Mann. Belinda schien innerhalb des Hologrammraumes auf das „Programm" welches den Raum steuerte zuzugreifen und etwas zu suchen.
„Suchen Sie nicht nach mir Gnädigste. Ich bin kein Hologramm. Ich bin real. Genauso wie er. Erebus, der mächtigste Magier jeder Zeit, der die 13 Hexen von Orlean getötet hat. Er beobachtete dich, wartet auf einen günstigen Moment, dann wird er dich tötet, ehe du dich auch nur zur Wehr setzen kannst.", warnte der Mann und drehte sich zu Draco um, da er ihm bis vor kurzem den Rücken zugewandt hatte, „Er wird nicht mehr länger warten. Höchstens einpaar Monate. Dann wird er kommen und dich holen."
Die Stille, die im Raum herrschte war nahezu erdrückend. Jeder starrte nur zu dem Mann, der diese schreckliche Prophezeiung gemacht hatte, und war unfähig auch nur irgendwas machen. So wie Draco, der erbleicht war.
Der Mann lachte auf.
„Du bist echt ein armes Schwein. Er ehemalige mächtigste Magier der Welt und selbst der Tod sind gegen dich. Und jene, die auf deiner Seite stehen, sind zu schwach um dir zu helfen, oder … stehen im Dienst des Todes."
„Dienst des Todes? Was willst du damit sagen? Bist du etwa-?!", begann Hermione, wurde je von dem Mann unterbrochen.
„Ein Diener des Todes, auch Todesengel genannt? Ja, bin ich. Ihr zwei habt ja meine Herrin bereits kennengelernt, als Erebus dich getötet hatte, Hermione." Die anderen begannen aufgeregt zu tuscheln, verstummten aber, als der Mann fortsetzte, „Wisst ihr, die ganze Geschichte ist komplexer, als ihr vielleicht glaubt. Erebus und Tod haben sich schon immer gehasst, weil er sie getötet hat und sie deswegen das alte Bündnis zwischen Erebus und jenen anderen, die den Tod verkörpert hatten, nicht einhalten will. Anders gesagt, sie will ihn töten. Nun… du fragst dich jetzt sicher „Was habe ich damit zu tun?"… Damit? Nichts. Aber die Zwei wollen von dir etwas, was verdammt wertvoll ist. Sie wurde von einem Menschen auf dich angesetzt und es dir zu nehmen. Er hat die Gespräche zwischen ihr und diesem Menschen belauscht und will es dir nehmen, bevor sie es tun kann. Klar so weit?"
„.. nein?", gab Draco offen zu.
„Sag ja, es ist komplexer, als du glaubst. Es wäre besser, du würdest dich 1. Mals wieder an alles erinnern. Klar, Erebus hat dich mit seinen Taschenspielerticks nervlich fertig gemacht, als er mit Tierblut Worte wie „Mörder", „Du hast sie getötet" und sonstigen Scheiß auf die Wände deines alten Zimmers geschrieben hat, aber das packst du schon.", plapperte und wedelte abwertend mit der Hand und verschwand.
