Pairings/Charas: Harry/Ron

Draco/Severus

Viktor, Fred, George u.A.

Disclaimer: J.K. Rowling guckt Sissi

J.K. Rowling: Möchte nach Hause telefonieren.

- SHUT UP AND SLEEP WITH ME –

Kapitel 5 – Wo ist der Schnatz?

Am Tag des Quidditchspiels gegen die Ravenclaws setzte Harry sich gut gelaunt neben Ron an den Gryffindor Tisch. Er hatte gerade geduscht und seine schwarzen Haare waren noch nass, aber genauso unordentlich wie sonst auch. Er hielt Ron seine Wange für ein Begrüßungsküsschen hin.

„Guten Morgen!", grüßte Harry freundlich die anderen Gryffindors, „seit ihr für das Quidditchspiel heute auch schön ausgeschlafen?"

„Klar!", gähnte Ginny nicht allzu überzeugend.

„Na dann kann ja nichts schief gehen.", meinte Harry, während er sich Toast mit Spiegelei und Speck auf seinen Teller schaufelte.

„Es hängt sowieso alles nur von dir ab, Harry. Wir spielen besser als sie. Nur, wenn Viktor den Schnatz zuerst fängt haben wir keine Chance.", befand Katie.

„Aber wenn wir genug Tore schießen und Krum dann erst den Schnatz kriegt, können wir gewinnen.", erwiderte Harry, dem es unangenehm war, das auf einmal alles nur von ihm abhängen sollte.

Ihre Diskussion wurde vom Eintreffen der Posteulen unterbrochen. Gegen das Flügelschlagen hunderter Vögel kam Katies Stimme nicht an. Ein kleiner brauner Kauz brachte Hermine den Tagespropheten und wartete darauf, dass sie ihn bezahlte. Eigentlich erwartete Harry keine Post, trotzdem ließ sich eine große, graue Eule vor ihm auf dem Tisch nieder.

Nicht besonders vorsichtig versuchte Harry das kleine Päckchen, das an ihrem Fuß befestigt war, zu lösen. Er bekam den Knoten nicht auf und zog feste am Bein der Eule, was sie ihm mit einem Biss in den Finger dankte.

„Hey! Lass das!", Harry rieb sich seinen Finger.

„Komm ich mach das Päckchen für dich ab.", bot Ron an. Geschickt löste er den Knoten.

Als Harry sah, mit welcher Fingerfertigkeit Ron das Päckchen abgemacht hatte, schweiften seine Gedanken ab und Blut begann sich in seiner Hose anzustauen.

Einen Steife konnte Harry jetzt überhaupt nicht gebrauchen und so versuchte er sich abzulenken.

„Gib mal her!", sagte er und grapschte nach dem Päckchen.

„Was ist es?", fragte Ron neugierig.

„Ich glaube Schokolade", murmelte Harry und studierte die Verpackung.

„Um genau zu sein. Es ist Trostschokolade!"

„Wofür das denn?". Ron war irritiert.

„Da ist noch ein Zettel bei, ihr Vollidioten. Vielleicht solltet ihr den lesen.", meinte Hermine und schaute von einem Artikel über magische Filzlausbeseitigung auf.

Harry faltete den Zettel auseinander. Er las laut vor:

„Lieber Harry!

Das sein ein kleiner Trost für dich, weil ich dich werden platt machen heute.

Küsschen Viktor"

„Haha! Harry wird von Viktor bedroht.", rief Ginny.

„Nein. Genau genommen wird er von Viktor bemitleidet.", stellte Fred fest.

Eine halbe Stunde später traten die beiden Quidditchmannschaften hinaus auf das Spielfeld.

Draco Malfoy beobachtete das Geschehen durch sein Omniglas. Ein starke Windböe blies Harry die Haare ins Gesicht. Mit einer verwegenen Handbewegung strich er sich die Haarsträhnen zurück. Draco fand, dass das so geil aussah, dass er sich die Szene jetzt schon zum sechsten Mal in Zeitlupe ansah.

Da ertönte ein gellender Pfiff und beide Mannschaften stießen sich vom Boden ab. Harry flog hoch über das Spielfeld, um einen besseren Überblick zu haben. Am Himmel war kein einziges Wölkchen und so waren die Bedingungen für ein gutes Spiel ideal.

Nach kurzer Zeit gesellte sich Viktor Krum zu Harry, wobei er 5 Meter Abstand von ihm hielt. Die Gryffindors spielten gut. Nach zwei Stunde lagen sie bereits mit 250 zu 100 Punkten vorne, weil Fred und George sich mächtig ins Zeug gelegt hatten und mit zwei gut gezielten Klatschern sowohl den Hüter als auch einen Jäger der Ravenclaws außer Gefecht gesetzt hatten. Harry drehte schon seit einer halben Ewigkeit seine Runden, aber vom Schnatz fehlte noch immer keine Spur. So lange hatte es noch nie gedauert. Langsam verspürte Harry das Bedürfnis aufs Klo zu gehen.

Auf einmal surrte etwas Goldenes dicht an Harrys Ohr vorbei. Sofort schoss Harry dem Schnatz nach. Auch Viktor war das nicht entgangen und er flog hinterher.

Der Schnatz schwirrte immer tiefer auf den Boden zu. Harry ging in einen halsbrecherischen Sturzflug über und Viktor tat es ihm gleich. Dann sah Harry, wie Viktor ihn von rechts überholte.

Inzwischen hatte das Publikum die beiden Sucher bemerkt und war in lautes Anfeuern und Jubeln ausgebrochen. Aus den Augenwinkeln sah Harry ein Meer aus rot-goldenen und blau-silbernen Fans. Der Schnatz änderte abrupt seine Richtung. Er schoss wieder in die Höhe, direkt auf die Lehrertribüne zu. Viktor folgte ihm und hielt direkt auf die Lehrer zu. Dann blieb der Schnatz plötzlich in der Luft stehen. Aber Viktor schaffte es nicht mehr sein Tempo zu drosseln und flog mitten in die Schar der Lehrer hinein und landete auf Professor Flitwicks Schoß.

Harry schüttelte sich vor lachen und setzte weiter dem goldenen Schnatz nach. Nach ein paar Sekunden, machte der Schnatz wieder mitten in der Luft halt. Harry drosselte sein Tempo rechtzeitig und fing den Schnatz spielerisch. Triumphierend und mit erhobener Faust flog er auf den Boden. Madam Hooch pfiff das Spiel ab. Viktor wurde mit einer Platzwunde in den Krankenflügel gebracht.

Am Boden angekommen wurde Harry von seiner mannschaft und einem Haufen Fans begraben. Man hob ihn hoch und wollte ihn schon zum Gryffindorgemeinschaftsraum tragen, als Madam Hooch ihn zurückhielt.

„Du kannst mir den Schnatz jetzt geben.", sagte sie zu Harry.

„Achso, ja hier.", Harry gab ihr den Schnatz.

„Aber das ist ja gar nicht der Schnatz!", rief sie aus.

„Wie jetzt?"

Harry schaute sich das goldene Ding in ihrer hand an. Tatsächlich. Der vermeintliche Schnatz war ein kleiner, goldener Plastikvogel in den Ich liebe dich, Harry! Dein Collin eingraviert war.

„Aber wo ist dann der Schnatz?", wollte Harry wissen?

„Jemand muss ihn geklaut haben und durch das Vögelchen ersetzt haben. Ich muss Gryffindor jetzt natürlich die Punkte für das Fangen des Schnatzes abziehen, aber so wie es aussieht, habt ihr trotzdem gewonnen.", verkündete Madam Hooch.

Im Gryffindorturm wurde trotzdem mächtig gefeiert. Keiner war Collin wirklich böse. Die meisten fanden es lustig. Nur Harry war das ganze peinlich. Nach einer Weile vergaß er aber seinen Zorn und feierte auch mit.

Er feierte so sehr, dass er weit nach Mitternacht stock besoffen in den Krankenflügel zu Viktors Bett taumelte.

Er legte ihm die Trost Schokolade auf seine Decke und gab ihm ein Küsschen.

„Für dich Viktor, damit's nich mehr so weh tut.", lallte Harry und schlief im Nachbarbett ein.