Disclaimer: Die Figuren und Handlungsorte gehören alle Frau Rowling, ich verdiene kein Geld mit ihnen und leihe sie mir nur aus.
Dieses Kapitel entstand in einem Schreibrausch, an dem Gwen Stefani wohl Mitschuld trug. Leider ist es etwas kürzer ausgefallen, als meine sonstigen Kapitel.
Buecher-Ffwurm: deine Ideen sind nicht weit hergeholt, um die Wahrheit zu sagen, das meiste davon stimmt sogar. Es wird sich leider noch nicht in den folgenden Kapiteln auflösen, sondern erst später. Aber auch für dieses Review vielen, vielen Dank. Es ist schön, zu sehen, dass du mitdenkst ;D
Am nächsten Morgen betrachtete sie die Rosen eingehender. Schwarz. Was hatte das zu bedeuten? War es vielleicht eine Drohung? Oder einfach nur eine Warnung vor etwas, das passieren würde, falls sie nicht auf den Schlüssel vertraute? Kopfschüttelnd und mit dieser Unwissenheit beschäftigt, schälte sie sich aus ihrem kuscheligen Bett und zog sich an.
„Unfähig. Allesamt unfähig." Das war das einzige was Lily im Moment denken konnte.
Natürlich war sie gleich zum vorübergehenden Kapitän ernannt worden, einerseits aus Mitleid, dass ihr Bruder im Krankenzimmer lag und alle es als gelungene Abwechslung für sie sahen, damit sie nicht immerzu daran denken müsse und zum Zweiten, weil zwar alle scharf darauf waren, einmal Kapitän zu sein, doch wollte es sich niemand tatsächlich antun, mehrere Stunden am Rand des Spielfeldes zu sitzen und Möchtegernspielern zuzusehen, wie sie versuchten den Quaffel zu fangen.
Lily machte dies nun schon geschlagene 5 Stunden. Sie lenkte sich mit Malen ab, meistens schwarze Rosen, bei denen sie dann auch gleich über deren Bedeutung sinnen konnte, während sie immer wie automatisch rief: „Wer ist der Nächste?" Oft reichte schon ein Schuss um zu erkennen, wer Potenzial hatte und wer nicht. Auch diejenigen, die aus Nervosität versagten, waren nicht geeignet, da bis zum Spiel diese Angst wohl nicht gebannt werden konnte.
„Es ist schrecklich! Der Einzige, der mehrere Bälle gehalten hat, war dieser furchtbare Emilian McDonald.", beschwerte sich Lily beim Mittagessen über ihren Morgen.
„Dieser Frauenheld?", fragte Natasha nach.
„Ja, der Typ, der sich für unwiderstehlich hält."
Natasha verzog die Miene.
„Willst, du damit etwa andeuten, liebste Natasha, das du nicht auf den allgemeinen Mädchenschwarm stehst? Seine schwarzen Haare, die eisblauen Augen, das wäre doch bestimmt etwas für dich." Lily zwinkerte ihrer besten Freundin zu. Diese erwiderte nur: „Nein. Ich denke er wäre eher etwas für dich. Ich könnte ihn nicht einmal eine Woche halten, du weißt ja mit seinem riesigen Ego glaubt er, jedes Mädchen sei ihm ergeben."
„Das sehe ich nicht so. Ich mag lieber normale Typen." Während Lily diese Worte aussprach, schaute sie ihn Nathanaels Richtung, doch streifte dabei den Blick eines anderen. Und das war kein geringerer als Malfoy. Irritiert schüttelte sie den Kopf.
„Ach, wir suchen uns also einen Bösen. Du und Malfoy? Das gibt sicher nette Kinder." Dafür kassierte Natasha einen Fußtritt von Lily, aber das war ihr egal.
„Morgen dann auch noch der Test in Verwandlung! Ich glaube, die ganze Welt hat sich gegen mich verschworen." Damit ließ Lily den Kopf auf die Tischplatte sinken und gab ein gespieltes Schluchzen von sich.
„Ach komm schon, das schaffst du locker.", versuchte Natasha sie aufzumuntern.
Zweifelnd blickte Lily auf. „Ich werde diese dumme Kette nie mit dem Trinkpokal verbinden und sie dann beide in die gleiche Sache verwandeln."
Natasha zuckte sie Achseln. „Vielleicht bringst du jedes einzeln dazu sich zu verwandeln, das reicht auch schon."
„Danke für dein Vertrauen.", sagte Lily gespielt verletzt.
„Ich nehme es nicht zurück.", neckte Natasha.
Und dann fingen sie beide an zu lachen, so wie es gute Freunde eben tun, auch wenn sie keinen Grund dazu haben. Sie lachten und lachten, bis Lily sich verabschieden musste, um wieder auf das Spielfeld zu gehen.
Am Ende des Tages stand für sie fest, dass es wohl oder übel Emilian McDonald sein würde und sie suchte ihn auf, um ihm diese in ihren Augen furchtbare Nachricht zu überbringen. Man sagte ihr, dass er sich im Bad der Vertrauensschüler befinde, also begab sie sich seufzend dorthin. Sie klopfte an die schwere Tür und erhielt ein mürrisches „Ja, was ist? Kann man nicht mal mehr in Ruhe ausspannen?" zur Antwort. Dann hörte sie wie er aus der Wanne stieg und seine platschenden Füße auf die Tür zukamen. Er öffnete sie und sein Gesicht hellte sich auf, als er Lily erkannte. Er hatte sich ein Handtuch um die Hüften gebunden.
„Ach, gut, nur du bist es, ich dachte schon, es wären wieder diese kleinen Erstklässler.", begrüßte er sie.
„Ähm, ich komme um dir zu sagen, dass du den Job als Hüter hast.", sagte Lily etwas verlegen, da ihr diese Situation ziemlich peinlich war.
„Das habe ich mir schon gedacht, aber nett, dass du extra hergekommen bist, um es mir zu erzählen. Oder wolltest du noch etwas Anderes?" Er setzte ein verführerisches Lächeln auf, das an Lily allerdings abprallte.
„Nein."
„Schade.", meinte er mit einem bedauernden Lächeln und schloss wieder die Tür.
Lily schüttelte sich kurz. Es war ihr vorgekommen, als ob dieser Kerl sie mit seinen Blicken ausgezogen hätte. Nun ja, jetzt war es ja überstanden.
Zu ihrem Bruder ging sie nicht. Sie wollte ihn morgen besuchen und ihm ein paar Geschichten vorlesen, doch heute hatte sie nicht mehr den Nerv dazu. Außerdem war er noch nicht zu Bewusstsein gekommen, ansonsten hätte man sicher jemanden zu ihr geschickt.
So kam es also, dass dieser Sonntagabend zu einem Mädelsabend ernannt wurde und die 5 sich mit Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung ein Abendessen machten. Das einzig negative war, dass Emma ausgerechnet eine nach erbrochenem schmeckende erwischte und daraufhin schwor, nie wieder eine anzurühren. Diesen Schwur brach sie dann allerdings zwanzig Minuten später, unter großem Gelächter ihrer Freundinnen, wieder. Und als wollte sich das Schicksal dafür entschuldigen, dass es sie so geärgert hatte, bekam sie den gefragtesten Geschmack des Schlafsaals: Erdbeere. Natürlich bestand der Abend nicht nur aus Essen und Lachen. Sie lasen sich vor und unterhielten sich manchmal sogar über ernstere Themen. Der Abend endete damit, dass alle in Natashas Bett einschliefen, da sie alle zu müde waren, um sich noch ein Stück zu bewegen.
Ich wüsste gerne mal eure Meinung:
Findet ihr es besser, wenn ich in einem Kapitel immer nur eine oder zwei Handlungen mache, diese dann aber ausformuliere, oder so wie momentan einfach wie es sich ergibt kurze Einblicke in die jeweiligen Sequenzen mache?
