Disclaimer: Die Figuren und Handlungsorte gehören alle Frau Rowling, ich verdiene kein Geld mit ihnen und leihe sie mir nur aus.
Diese Seite möchte ich euch einfach nicht vorenthalten, ihr findet dort den Satz: „Ich liebe dich!" in allen möglichen Sprachen und ich finde das einfach zu süß: www.infantologie.de/love/sprache.php?sprachea
Also, ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr Schwarzleser wenigstens 1 Review hinterlassen würden, damit Buecher-FFwurm nicht immer die einzige ist, die sich zu der Story äußert, obwohl ihre Reviews dadurch zu etwas Besonderem werden, auf das ich mich immer total freue und sie trifft lustigerweise sehr oft ins Schwarze ;).
Sie stand vor der Eingangstür zur großen Halle und blickte ungeduldig auf die silberne Armbanduhr. Wo blieb Christopher denn bloß? Einige nasse Nachzügler, die aus dem strömenden Regen kamen, liefen an Lily vorbei in die Halle und kurz darauf sah sie Mr. Klinch, den Hausmeister, mit einem großen Eimer, wüst fluchend, herbeieilen. Christopher kam und kam nicht, also trottete sie in die große Halle und ließ sich von Professor Estrella mit den anderen Mädchen die Tanzschritte für heute erklären. Währenddessen sah sie immer wieder zum Eingang, doch nirgendwo war eine Spur von Christopher.
Schweren Herzens trat sie auf Professor Estrella zu und erklärte ihr ihre missliche Lage: „Mein Tanzpartner Christopher ist heute nicht gekommen. Was soll ich denn nun machen?"
„Oh, das trifft sich hervorragend, denn es gibt noch jemanden, dem heute ein Tanzpartner fehlt. Es gibt zurzeit eine kleine Grippewelle im Hause Slytherin."
Lilys Alarmglocken schrillten und ihre böse Vermutung wurde Wirklichkeit.
„Mr. Malfoy, kommen sie bitte herüber. Wir haben eine Tanzpartnerin für Sie gefunden." Ein lächelnder Malfoy trat auf Lily und ihre Professorin zu und verbeugte sich vor ihr, mit den Worten: „Darf ich bitten?"
Sie lächelte, doch innerlich kochte sie vor Wut. Der Tag war so schon deprimierend genug, mit seinem ewigen Regen und den grauen Wolken, da hatte es ja gerade noch gefehlt, mit jemandem tanzen zu müssen, der einen die ganze Zeit wissend anlächelte.
„Könntest du das bitte lassen?", zischte sie ihm nach wenigen Minuten zu.
„Was denn?"
„Mich so anzugrinsen!"
„Wie grinse ich dich denn an?", fragte er nun mit einem Unschuldslächeln.
„So, als hättest du mich geküsst."
„Hab ich mir das nur eingebildet? Nun, das ist schade, denn ich fand den Kuss ganz gut."
„Dankeschön.", antwortete sie geschmeichelt und blickte ihn dann entsetzt an. Sie war auf dem besten Wege sich zu verstricken und nur noch Blödsinn zu reden. „Lass es einfach, in Ordnung? Und frag jetzt nicht, was du lassen sollst, denn dann trete ich dir mit meinem Absatz auf den Fuß."
„Du möchtest also, dass wir schweigen?", fragte er zuckersüß.
„Das wäre mir recht lieb."
„Nun, aber mir nicht." Er drehte sie aus und zog sie wieder an sich. „Ich finde es recht erfrischend, mit dir zu reden. Denn weißt du, wenn ich dich nicht hätte, dann müsste ich anfangen mich mit Mädchen abzugeben, die tatsächlich auf mich stehen."
„Als ob du so etwas finden würdest."
„Genau das liebe ich an deiner Gegenwart…" Er konnte nicht weitersprechen, denn ihm wurde auf die Schulter geklopft und ein Lily völlig unbekannter Ravenclaw beglückwünschte die beiden: „Mensch, ihr beide seid echt ein tolles Pärchen, sowohl auf der Tanzfläche, als auch im Privatleben." Mit einem letzten Zwinkern tanzte er davon, bevor Lily auch nur zu dem Satz: „Wir sind nicht zusammen." ansetzen konnte.
„Hast du das Gerücht verbreitet, wir wären zusammen?" Sie sah Malfoy bei dieser Frage tief in die Augen und zum ersten Mal fragte sie sich, wieso sie sich ihm gegenüber so unfreundlich verhielt.
„Nein, Lily, der Kuss und deine Trennung von deinem Liebsten haben das Gerücht von ganz alleine in die Welt gesetzt."
Sie schwieg und versuchte sich auf die Schritte zu konzentrieren, doch ihr wollte der Gedanke an diese strahlenden, blauen Augen nicht aus dem Kopf gehen und als sie wieder von ihren Füßen aufsah, sahen sie ebenjene mit einem merkwürdigen Ausdruck an und zum ersten Mal wünschte sie sich, jemandem ins Herz zu blicken. Wieso funktionierte der Schlüssel nie, wenn man ihn brauchte?
Am Ende der Stunde verabschiedeten sie sich nicht so kalt wie sonst, doch für jeden Außenstehenden hätten sie wie zwei Fremde gewirkt, die nichts miteinander gemein hatten.
„Was war das denn für eine Nummer mit Malfoy und dir?", fragte sie Natasha beim Lernen für Muggelkunde.
„Könntest du mir erstmal erklären, was es mit dieser komischen Tupperware auf sich hat? Und diesen komischen Partys, die die Muggel dazu geben. Verkaufen sie die dann dort, oder wie darf man sich das vorstellen? Dieses Fach ist einfach zu kompliziert." Sie stützte ihre Arme auf das Buch.
„Was glaubst, wie die Muggel verwirrt wären, wenn sie von unserer Welt erführen. Also, sagst du mir nun die Wahrheit über die Trennung von Nathanael."
Lily versuchte wieder in ihre Lektüre zu sehen, doch Natasha klappte sie ihr vor der Nase zu.
„Na gut, vermutlich kennst du sowieso schon alles:" Die folgenden Worte wählte sie mit Bedacht und sprach sehr langsam: „Nathanael hat Schluss gemacht, weil er gesehen hat, wie Malfoy mich geküsst hat. Das ist alles."
„Vielen Dank dafür, dass du kein Detail ausgelassen hast."
„Bitteschön."
„Und?" Auf Lilys verständnislosen Blick hin, fuhr Natasha fort: „Stehst du nun auf Malfoy? Seid ihr zusammen?"
„Nein!"
„Das war nur eine Frage. Kein Grund gleich so aus der Haut zu fahren."
„Tut mir Leid. Es ist nur so, dass das jeder denkt und ich finde das furchtbar. Ich habe Nathanael mit dieser ganzen Sache dermaßen wehgetan, sodass, selbst, wenn ich etwas für Malfoy empfinden würde, was ich nicht tue, meine Gefühle nicht zulassen würde."
Natasha fragte nicht weiter nach, da sie den schmerzhaften Ausdruck auf Lilys Gesicht nicht mehr sehen konnte.
„Also, Tupperpartys sind dafür da, die Ware vorzustellen und dann zu verkaufen, hoffe ich jedenfalls, denn noch mal werde ich mir den Text nicht durchlesen."
Den folgenden Tag hatte Lily immer das Gefühl alle Augen der Schule wären auf sie gerichtet. In jedem Gang, in den sie kam, verstummte mindestens ein Gespräch. Das beunruhigte sie auf eine Weise, die sie nicht kannte und sie klammerte sich den ganzen Tag an Natasha. Das Nachsitzen bei Professor Melodie verlief so wie beim letzten Mal und Lily fragte sich, ob diese Nachsitzen allmählich zu einem Ritual wurden. Am Abend fiel sie todmüde ins Bett kurz davor fiel ihr siedendheiß ein, dass sie am nächsten Nachmittag wieder mit Malfoy tanzen würde müssen.
