Also, ich entschuldige mich schonmal vorab in aller Form für dieses mini Mini-Kapitel. Ich brauche es einfach und wollte es wegen der Übersichtlichkeit nicht an ein Potter-Kap klatschen. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, werde auch bemüht sein, das nächste Snape-Kap, das verspricht sehr lange zu werden, in den nächsten 24 Stunden online zu stellen :-)

17. Snape – Morgengrauen

Noch immer klatschte der Regen gegen das Fenster, doch langsam wurde es hell draußen. Ein neuer Tag brach an. Was dieser bringen würde, daran wollte er jetzt noch gar nicht denken. All sein Denken, all seine Sorge, seine Angst, galt dem Mann, der immer noch bewußtlos auf dem schmalen Bett lag, der Körper zitternd, die Augen schmerzhaft zusammen gepreßt. Er hätte nahezu alles getan, um ihm diese Schmerzen zu nehmen, doch das lag nicht in seiner Hand. So konnte er nur hoffen, tun, was er immer getan hatte. Seine Hand halten, auf ihn einsprechen, ihm zeigen, daß er nicht alleine war, daß er es nicht alleine würde durchstehen müssen.

Doch wollte er das überhaupt? Wie würde er reagieren, wenn er aufwachte? Seufzend nahm er die kalte, bleiche Hand in seine, umschloß sie fest, als könne er alleine durch diese Berührung dem Tränkemeister etwas von seiner Kraft abgeben. Es wirkte, es wirkte tatsächlich. Eine Welle der Erleichterung durchströmte den alten Körper, als ihm bewußt wurde, daß er nach wie vor ihm auf ihn reagierte. Severus´ Herzschlag schien sich zu beruhigen, langsam, sehr langsam, doch kontinuierlich. Aberforth war sofort wieder nach unten gegangen um eine Eule nach Hogwarts zu schicken, kaum, daß diesem bewußt geworden war, in welchem Zustand sich Severus befand. Jetzt konnten sie nur noch warten, warten und hoffen, daß er ihn zumindest im Leben halten konnte. Wieder einmal, dieses eine Mal noch.