3. Kapitel - Rückfahrt in den Lingusterweg
Anm.: Das ging aber schnell mit euren Reviews - hier das nächste Chap!!!
„bla, bla, bla." Gesprochene Worte
# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung
Übergang aus dem vorherigen Kapitel:
… Nun stellte sich auch Molly Weasley vor Harry und schluchzte: „Ich dachte du wärst so etwas wie mein Sohn. Jetzt aber hast du meinen eigenen Sohn, quasi deinen Bruder ermordet. Ich will dich niemals wieder in meinem Haus sehen. Geh mir aus den Augen!"
Harry, der überhaupt nicht mehr verstand, was das alles sollte, schüttelte nur verständnislos seinen Kopf. Ihm liefen die Tränen das Gesicht entlang und er wäre wieder zusammen gebrochen, wenn ihn Tonks und Remus nicht unter die Arme gegriffen hätten.
Sie verschwanden mit ihm erst einmal wieder in den Hogwartsexpress und gingen zusammen in sein Abteil, wo auch noch seine Sachen zurück gelassen waren.
Nach einer halben Stunde hatte sich Harry soweit beruhigt, dass sie mit ihm den Zug nun verließen. Sie gingen mit ihm gemeinsam durch die Absperrung und trafen nach einigem Zögern auf die Dursleys.
Remus trat ihnen gegenüber und sagte: „So hier ist nun Harry, der wieder die Sommerferien bei ihnen verbringen soll. Wir kommen ihn dann spätestens an seinem Geburtstag abholen!"
Vernon grunzte nur etwas Unverständliches in seinen Bart. Er schubste Harry in Richtung Ausgang des Bahnhofs und verschwand mit seiner Familie.
Remus und Tonks schauten unglücklich und auch ein wenig Gedankenverloren hinter Harry her. Dann drehten sie sich um, gingen wieder durch die Absperrung um weitere Spuren zu suchen und die Reste des Angriffs zu beseitigen.
Es wurde die ganze Zeit kein Wort gesprochen, während sie zurück fuhren. Endlich kamen sie im Ligusterweg Nummer vier an. Mr. Dursley stieg aus, öffnete den Kofferraum, riss Harrys Gepäck mit einem Ausdruck des Ekels, so schnell wie irgend möglich daraus hervor und schleuderte es Harry, der gerade mit Hedwig ausstieg, vor die Füße.
„Beeil dich, du Freak! Und stell die Sachen ja gleich dahin, wo sie hingehören, nämlich in den Schrank. Denn die wirst du erst einmal nicht brauchen ist das klar", fauchte dieser seinen Neffen an.
„Ja, Onkel Vernon, ich habe verstanden!", erwiderte Harry wieder monoton und ohne irgendeinen Unterton, der seinen Onkel reizen könnte. Außerdem war es auch so, dass er etwas anderes auch gar nicht wagte zu erwidern. Einmal hatte er es, ohne weiter daran zu denken, was passieren könnte, gewagt und konnte hinterher eine ganze Woche lang nicht mehr richtig liegen, da ihm der Rücken so schmerzte. Es hatte ewig gedauert, bis die Striemen verheilt waren.
Das war ihm eine Lehre und er musste erst einmal mit alle dem was in den letzten Wochen und Tagen geschehen war fertig werden. Also nahm er sich vor, lieber schweigsam alles hinnehmen, als wieder Prügel zu beziehen oder noch schlimmeres. Aber damit konnte er leben. Wenn er spurte und alle Wünsche seiner Verwandten perfekt erledigte, würde sein Onkel ihn auch nicht wieder schlagen. So hoffte er jedenfalls.
Einzig seinem Prügelwütigen Cousin musste er aus dem Weg gehen, besonders wenn er in Little Witing unterwegs war.
Er hob seinen schweren Koffer hoch und folgte seinem Onkel die Stufen hinauf zur Haustüre. Mr. Dursley schloss die Tür auf und schubste Harry unsanft und wie es schien, voller Ekel, hinein. Harry wäre beinahe ins Stolpern geraten, konnte aber gerade noch das Gleichgewicht halten, so dass er nur etwas schwankte.
Er öffnete die Schranktür unter der Treppe und stellte seinen Koffer in die hinterste Ecke. Seinen Zauberstab und sein Tagebuch sowie Federkiel, Tintenfass und Pergamentrollen hatte er schon im Zug im Hosenbund unter dem viel zu weiten Hemd gut versteckt.
Als Harry wieder auf dem Flur stand, verschloss Mr. Dursley den Schrank mehrfach und steckte den Schlüssel in seine Westentasche.
„ So nun bring dein Scheißvieh nach oben und pass auf das es keinen Dreck macht und auch keinen Krach. Sonst bring ich das Vieh um! Dann kommst du wieder runter und erledigst deine Hausarbeit, damit das klar ist!", fauchte er seinen Neffen an.
Harry nickte nur und unterdrückte ein Seufzen aber auch seine Wut. Als er Hedwig nach oben gebracht hatte kam er auch gleich wieder runter zu seinem verhassten Onkel. Mr. Dursley gab ihm ohne weiteren Kommentar eine Liste und Harry begab sich nach oben in sein Zimmer. Er gab Hedwig, die auf ihren Platz auf der Kommode stand, schnell ein paar Eulenkekse, noch etwas zu trinken und zu fressen und entfaltete dann die Liste mit der Hausarbeit, die er täglich zu erledigen hatte.
1. Küche aufräumen wischen
2. Geschirr abwaschen
3. Wohnzimmer staub wischen saugen
4. Toiletten sauber machen, unten sowie oben
5. Alle Fenster putzen
6. Dudleys Zimmer aufräumen
7. Betten machen
8. Rasenmähen
9. Beete gießen
10. Unkraut jäten
11. Mittag kochen
12. Tisch abräumen, Geschirr sauber machen
13. Garage aufräumen
14. Gartenlaube aufräumen
15. Flur sauber machen
16. Abendessen zu bereiten
17. Dudleys Fahrrad putzen
18. Gartenzaun streichen
19. Für Dudley Zeitungen austragen
Als Harry die Liste durchgelesen hatte, konnte er ein lautes, enttäuschtes und auch wütendes Seufzen nicht mehr unterdrücken. "Sklaventreiber!", schimpfte er leise.
Hedwig schuhute ihm zustimmend und mitfühlend zu, als könnte sie ihn verstehen. Er ging wieder nach unten und fing mit den täglichen Aufgaben der Liste an.
Mrs Dursley scheuchte ihn, wenn es ihr noch nicht schnell genug ging. Mr. Dursley hatte es sich zwischenzeitlich mit seinem Nilpferd-Sohn auf der Couch bequem gemacht und sah fern. Dudley schaute immer mal wieder auf und beobachtete Harry, wie der im Haus schuftete. Dudleys Wabbelgesicht verzog sich zu einem fiesen Grinsen. Er freute sich auf den Spaß, den er mit seinem Cousin haben würde. Innerlich rieb er sich schon die Hände. Sein Cousin würde diese Ferien niemals vergessen. Er würde ihm den Freak schon noch austreiben, das schwor er sich.
Gegen 22 Uhr war er endlich fertig mit der Hausarbeit und schleppte sich nach oben. Er hatte mal wieder nichts zu essen bekommen, wie sollte es auch anders sein? Er ging ins Badezimmer, um sich etwas frisch zu machen, war er doch von der ganzen Hausarbeit total durchgeschwitzt. Er spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht, um wieder klar denken zu können. Seine Glieder schmerzten von der Schufterei. In seinen Handinnenflächen hatten sich Blasen gebildet, sie brannten höllisch.
Er schaute kurz in den Spiegel und musste auflachen: „Man, siehst du scheiße aus!", sagte er grinsend zu seinem Spiegelbild, welches ihn jedoch weiterhin unverzagt anlächelte.
„Danke!"
„Aber immer doch!"
Jetzt musste er erst recht lachen: „Jetzt rede ich schon mit meinem Spiegelbild."
Er schüttelte den Kopf, trocknete Hände und Gesicht ab und verließ das Badezimmer, um in sein Zimmer zu gehen.
Er schaute auf die Uhr. Schon fast 23 Uhr. Er kniete sich auf den Fußboden, schob das lose Dielenbrett unter dem Bett zur Seite und holte sein Tagebuch, Federkiel und Tintenfass aus dem Geheimversteck. Das Tintenfass stellte er auf den Nachttisch. Er setzte sich im Schneidersitz auf das Bett und blätterte durch sein schwarz in Leder eingebundenes Tagebuch. Er lächelte bei den Erinnerungen an eine bestimmte Person. Er nahm den Federkiel zur Hand, tauchte ihn in das Tintenfass und schrieb, so gut es eben mit Blasen an den Handinnenflächen ging, in sein Tagebuch.
Zwei Stunden später hatte er seine Utensilien wieder im Geheimfach versteckt und wollte sich gerade schlafen legen, als die Türe auf ging und Vernon und Dudley eintraten.
Mit einem hämischen Grinsen wurde er von Dudley bedacht. Sein Onkel aber, dessen Schnurbarthaare sich vor Zorn regelrecht sträubten brüllte dann auch sogleich los: „Du missratener Bengel, was bildest du dir denn ein, mich so an zu lügen? Hast du gedacht wir merken das nicht, wenn du hier irgendetwas Verbotenes machst?"
Dann nickte Mr. Dursley seinem Sohn zu. Der grinste nun regelrecht diabolisch, kniete sich umständlich auf den Boden und schob nun seinerseits das lose Dielenbrett zu Seite und holte Harrys Utensilien hervor, also seinen Zauberstab und sein Tagebuch sowie Federkiel und das dazu gehörende Tintenfass und die Pergamentrollen.
Erbarmungslos wurde er von Mr. Dursley mit einem Rohrstock verprügelt. Als Harry sich vor Schmerzen auf dem Boden wand und sich kaum noch rühren konnte fing Dudley noch an auf ihn ein zu treten. Harry krümmte sich vor Schmerzen, konnte sich aber auch nicht mehr wehren.
Als Dudley auch endlich von ihm abgelassen hatte und die beiden sein Zimmer verlassen hatten, nicht ohne Harrys Sachen mit zu nehmen, schleppte er sich mit letzter Kraft in sein Bett.
Kaum dass er lag, war er auch schon eingeschlafen und in die Traumwelt abgetaucht.
Er stand mit Cedric auf dem Friedhof. Wurmschwanz traf Cedric mit dem Todesfluch und der Junge fiel Harry leblos vor die Füße. Mit entsetzt aufgerissenen Augen lag Cedric auf dem Boden.
Harry schrie vor Entsetzen auf: „Nein! Nicht er!", schrie er.
Er kniete sich zu dem toten Jungen nieder. Auf einmal schwebte der Geist von Cedric vor Harry. „Du allein bist für meinen Tod verantwortlich, Harry!", funkelte dieser Harry an.
„Das wollte ich nicht, ich wusste doch nicht, dass das ein Portschlüssel ist!", stieß Harry verzweifelt, heulend aus.
„Ich schäme mich, dich als Sohn zu haben!", kam dann auf einmal eine weibliche Stimme von hinten an ihn heran.
Erschrocken und entsetzt fuhr er herum und blickte in die wütenden Gesichter der Erscheinungen seiner Eltern. Er war zuerst sprachlos, doch dann stammelte er: „Mom, Dad, es tut mir so leid!", flüsterte er und musste den dicken Kloß runter schlucken, der sich in seinem Hals gebildet hatte. Nur mühsam konnte er die Tränen zurück halten.
Er schluckte hart: „Das macht uns auch nicht mehr lebendig! Wie viele willst du noch auf dem Gewissen haben?", schien nun sein Vater ihn an zu schreien. Erste Tränen kullerten Harry übers Gesicht.
„Hör auf zu flennen, Potter!", fauchte Cedrics Geist.
Harry aber war fassungslos: „Es tut mir so leid, so furchtbar leid! Ich wollte das nicht!", schluchzte er.
Die und viele andere Geister, die er erst gar nicht erkannte, schwirrten um ihn herum.
„Alles machst du falsch!"
„Du bringst den Tod!"
„Du verdienst es nicht anders!"
„Jedem, der dir nahe steht, bringst du Unglück!"
Im Hintergrund vernahm er das Furcht einflößende Lachen Voldemorts.
Das war dann zu viel: „Nein!", schrie er und saß senkrecht im Bett. Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet und sein ganzer Körper war schweißüberströmt. Seine Atmung ging schnell und sein Herz raste.
Ruckartig wurde seine Zimmertür aufgerissen und sein Onkel stand wutentbrannt vor ihm: „Du wagst es, mich mitten in der Nacht durch dein hysterisches Gekreische aus dem Schlaf zu reißen?"
Harry stotterte: „Es...es tut mir leid, ich hatte einen Alptraum … ich wollte euch nicht wecken!"
„Es interessiert mich einen Scheißdreck, was du hattest! Wag es ja nicht noch einmal, sonst wirst du dir wünschen, du wärest nie geboren worden!", schrie sein Onkel ihn an und gab ihn eine schallende Ohrfeige. Dann als würde er sich eines Besseren belehren verabreichte er Harry noch eine Tracht Prügel.
„Lass dir das eine Lehre sein!", damit drehte er sich um und knallte die Tür hinter sich zu.
Harry zuckte wimmernd zusammen. Er fuhr mit seiner Hand über seinen schmerzenden Körper. Nicht nur, dass überall ein stechender Schmerz Begriff von seinem geschundenen Körper nahm. Nein, sie war auch glühend heiß.
‚Ich hab es ja auch nicht anders verdient!', dachte er sich im Stillen.
Wieder wollte er sein Tagebuch und seine Utensilien hervor kramen, um auch das eben Erlebte niederzuschreiben, als er feststellte das sie ihm alles weg genommen hatten.
„Sie haben ja Recht. Ich ganz allein trage die Schuld an ihrem Tod. Wäre ich nicht gewesen, wären sie heute noch am Leben und nicht Voldemort zum Opfer gefallen. Alles nur meine Schuld!"
Wieder trieben diese selbstanklagenden Gedanken Tränen in seine Augen. Doch dieses Mal hielt er sie nicht zurück. Eine einsame Träne tropfte auf seine Decke.
Einige Tage später: Harry sah furchtbar aus. Er war noch abgemagerter als vorher, hatte bestimmt schon fünf Kilo abgenommen. Sein linkes Auge war zugeschwollen und schillerte in den verschiedensten Farben (blau, rot, lila, gelb). Seinen linken Arm, der gebrochen zu sein schien, hielt er vor seiner Brust angewinkelt, damit er nicht zu sehr schmerzte. Und trotz der vielen Verletzungen, die er die letzten Tage davon getragen hatte, schuftete er weiter, um sich ja nicht mehr einzuhandeln.
Doch jetzt musste er sich wirklich ausruhen. Er war am Ende seiner Kräfte angelangt. Weiter ging es einfach nicht. Er setzte sich auf sein Bett und lehnte seinen Kopf an die kühle Wand. Er schloss die Augen und konzentrierte sich darauf, den Schmerz, der durch seinen Körper zog, zu ignorieren, ihn gänzlich aus seinen Knochen, seinen Muskeln und seiner Haut zu verbannen.
Schritte polterten die Treppe hinauf. Seine Zimmertür wurde mit einem Ruck aufgerissen. Er fuhr vor Schreck zusammen.
Sein Onkel stand in der Tür und funkelte seinen Neffen wütend an: „Du solltest doch vor gut einer halben Stunden den Rasen mähen, oder täusche ich mich da?"
Harry antwortete: „Nein, Onkel Vernon!", und schaute seinen Onkel verängstigt an.
„Ja, worauf wartest du dann noch? Nicht nur ein Freak, sondern auch noch faul dazu!", fuhr er ihn an. Nervös stand er auf und versuchte sein Gleichgewicht zu halten. Er stützte sich am Bettpfosten ab, damit sein Kreislauf sich wieder regenerieren konnte. Als der Schwindel vorüber war, wankte er zur Tür.
Mr. Dursley stand hinter ihm, das Gesicht hochrot vor Zornesröte. Er stieß den Jungen unsanft von hinten an. Dieser geriet ins Stolpern und fiel auf den Boden. Unsanft wurde er am Kragen gepackt und wieder hoch gezerrt. Wieder wurde er von seinem Onkel weiter geschubst, bis er an der Treppe angelangt war.
Mr. Dursley gab seinem Neffen einen weiteren Schubs. Harry konnte sich noch gerade am Geländer festhalten, denn beinahe wäre er durch den Stoß die Treppen hinunter gestürzt. Er stolperte die Stufen nach unten. Den linken Arm fest an seinen Oberkörper gedrückt. Mr. Dursley schubste ihn immer weiter. Nur mühselig hielt er sich noch am Geländer fest. Er konnte sich kaum noch auf den wackeligen Beinen halten. Sein Körper rebellierte nach den ganzen Strapazen und ihm wurde schwarz vor Augen. Er nahm nicht mehr wahr, dass sich seine Hand wie in Zeitlupe vom Geländer löste und er nach vorne kippte. Er schlug mit dem Gesicht auf dem Boden auf und blieb bewusstlos liegen.
Sein Onkel stand hinter ihm, seinen Mund zu einen schrecklichen, eiskalten Lächeln verzogen.
Es war dunkel und stickig in dem winzigen Raum unter der Treppe. Wieder einmal hatte Mr. Dursley seinen Neffen in den Schrank unter der Treppe gesperrt. Harry lag zusammen gekrümmt auf der alten, rostigen Pritsche. Er stöhnte vor Schmerzen, die sich in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatten. Sein rechter Fuß war unnatürlich vom Körper weg verdreht. Der Fuß verstauchte bei sich bei einem Sturz von der Treppe. Was eigentlich genau passiert war, wusste er nicht mehr.
Er wusste nur noch, dass er, als er aus der Bewusstlosigkeit aufwachte, schon in dem Schrank lag. Er wusste auch ganz genau, in welchem Schrank er sich befand. Hatte er doch die unzähligen Nächte seiner Kindheit im Hause der Dursleys darin verbracht. Sein Kopf schmerzte, raubte ihm fast den Verstand. und sein Blick war verschwommen, was nicht nur daran lag, dass er seine Brille nicht trug. Seine Nase war vom harten Aufprall auf den Fliesenboden im Flur gleichfalls gebrochen und erschwerte ihm das Atmen zusätzlich. Zähflüssiges Blut rann unaufhörlich aus seiner Nase, über Mund und Kinn, hinab auf seine zerrissene Kleidung.
Er hörte schwere Schritte näher kommen, bis sie vor dem Schrank stehen blieben. 'Nein, bitte nicht! Lass mich doch einfach nur sterben!', flehte er in Gedanken. Er hörte das Klicken der Schlösser, die aufsprangen und er sehnte sich nichts mehr, als in eine tiefe Ohnmacht zu fallen, um dem Martyrium zu entkommen. Quälend langsam wurde die Schranktür geöffnet. Nur schemenhaft konnte er die gewaltige Statur seines Onkels erkennen.
Ein Arm packte ihn brutal am Kragen und zerrte ihn rücksichtslos aus dem Schrank und auf den Flur hinaus.
