4. Kapitel – Remus und Tonks
Anm.: Mir reichen auch weniger Reviews, aber ich werde nicht schneller als jeden zweiten Tag ein Kapitel posten. Sind es aber 10, dann werde ich sofort ein weiteres Kapitel hinein stellen. Ich hoffe das ist o.k. so! Nun viel Spaß beim nächsten Kapitel
„bla, bla, bla." Gesprochene Worte
# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung
Übergang aus dem vorherigen Kapitel:
… Es war dunkel und stickig in dem winzigen Raum unter der Treppe. Wieder einmal hatte Mr. Dursley seinen Neffen in den Schrank unter der Treppe gesperrt. Harry lag zusammen gekrümmt auf der alten, rostigen Pritsche. Er stöhnte vor Schmerzen, die sich in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatten. Sein rechter Fuß war unnatürlich vom Körper weg verdreht. Der Fuß verstauchte bei sich bei einem Sturz von der Treppe. Was eigentlich genau passiert war, wusste er nicht mehr.
Er wusste nur noch, dass er, als er aus der Bewusstlosigkeit aufwachte, schon in dem Schrank lag. Er wusste auch ganz genau, in welchem Schrank er sich befand. Hatte er doch die unzähligen Nächte seiner Kindheit im Hause der Dursleys darin verbracht. Sein Kopf schmerzte, raubte ihm fast den Verstand. und sein Blick war verschwommen, was nicht nur daran lag, dass er seine Brille nicht trug. Seine Nase war vom harten Aufprall auf den Fliesenboden im Flur gleichfalls gebrochen und erschwerte ihm das Atmen zusätzlich. Zähflüssiges Blut rann unaufhörlich aus seiner Nase, über Mund und Kinn, hinab auf seine zerrissene Kleidung.
Er hörte schwere Schritte näher kommen, bis sie vor dem Schrank stehen blieben. 'Nein, bitte nicht! Lass mich doch einfach nur sterben!', flehte er in Gedanken. Er hörte das Klicken der Schlösser, die aufsprangen und er sehnte sich nichts mehr, als in eine tiefe Ohnmacht zu fallen, um dem Martyrium zu entkommen. Quälend langsam wurde die Schranktür geöffnet. Nur schemenhaft konnte er die gewaltige Statur seines Onkels erkennen.
Ein Arm packte ihn brutal am Kragen und zerrte ihn rücksichtslos aus dem Schrank und auf den Flur hinaus.
„Wann hast Du denn nun endlich die Randsteine alle verlegt? Hatte ich nicht gesagt, ich will dass Du um 16 Uhr fertig bist? Sieh mal auf die Uhr du Missgeburt. Es ist bereits 16.30!" donnerte auf einmal eine wütende Stimme aus dem Haus.
Harry zuckte augenblicklich zusammen. Er wollte nicht schon wieder Schläge bekommen, nur weil er seine Arbeit nicht geschafft hatte. Er tat doch alles um den Vorgaben gerecht zu werden, doch die Zeit die er hatte war einfach zu schwach bemessen.
„Tut mir leid Onkel Vernon" antwortete er nun leise und hoffte nicht dasselbe zu erleiden wie die letzten Tage. Noch jetzt spürte er die vielen blauen Flecken, die überall auf seinem Körper verteilt waren genau und er zitterte schon beim Gedanken daran, noch mehr Schläge ab zu bekommen.
„Es tut dir also leid!" fragte sein Onkel böse grinsend und stellte sich neben den vollkommen ausgemergelten Jungen.
„Und das soll ich dir glauben?"
Harrys Blick ging sofort auf den Boden und nickte fest. „Ich brauche nur noch eine halbe Stunde." Flüsterte er fast und begann hastig den nächsten Stein in den Boden zu setzten.
„Eine halbe Stunde zuviel! Kein Essen heute und du bleibst heute hier im Garten. Einer muss dir Gehorsam beibringen wenn schon dieses Z-Volk es nicht kann."
Damit trat er den vollkommen verängstigten Jungen noch einmal kräftig in die Seite und verschwand dann so schnell wie er gekommen war.
Harry fühlte schon beim Tritt seines Onkels die feinen Knochen seiner Rippen brechen. Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen Körper und kurze Zeit später fühlte er wie seine Lunge keinen Sauerstoff mehr aufnahm. Schwärze zog vor seinen Augen wie ein Vorhang auf und plötzlich fühlte er gar nichts mehr.
Tonks hatte bis jetzt still auf dem Baum verharrt, der etwa 100 Meter entfernt an der Strasse stand. Ihr hatte sich der Magen umgedreht, als er sah wie der Junge durch den Tritt gegen die Brust in sich zusammen sackte und sie konnte nicht länger auf ihrem Beobachtungsposten bleiben.
Sie informierte Remus und der erschien auch sogleich, um sich ein Bild davon zu machen, was ihm von Tonks berichtet worden war.
Mit einem beherzten Sprung flog der ganz in schwarz gekleideten Mann förmlich nach unten und beeilte sich so schnell wie möglich zu dem verletzen Jungen zu kommen.
„Harry, Harry, sag doch was!"
Jeder der Remus kannte hätte sich jetzt über den erschreckten und vor allem besorgten Ausdruck auf dem Gesicht des sonst so zurückhaltenden und überlegenen Wehrwolf gewundert. Schließlich lag da zwar Harry Potter, den er sehr mochte, der aber eigentlich keine so enge Beziehung wie zu Sirius aufgebaut hatte.
Doch jetzt sah er ganz anders aus. Vorsichtig kniete er sich über den schwarzhaarigen Jungen, dem hellrotes Blut aus dem Mundwinkel lief. „Verdammt Harry, warum musst du auch nur immer irgendwelchen Ärger magisch anziehen?" fragte Remus leise und fuhr mit dem Zauberstab über den Körper.
Heilmagie war etwas, was für ihn eigentlich eine Art Abfallprodukt seiner ehemaligen Zaubererausbildung bedeutete hatte, doch jetzt war er froh, wenigstens die einfachsten Diagnosezauber gelernt zu haben.
Der dunkelbraune Zauberstab des ehemaligen Lehrers von Harry leuchte ununterbrochen dunkelrot auf. Ein Zeichen, dass so ziemlich der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen war und so entschied sich Remus Lupin spontan mit dem jungen an einen sicheren Ort zu apparieren.
Tonks, die Remus zum Grimauldplatz begleitet hatte, war inzwischen schon Stunden damit beschäftigt, den ohnmächtigen Jungen mit einfachen Heilzaubern in Ordnung zu bringen. Der Schweiß der auf der Stirn der jungen Aurorin stand glänzte in der warmen Abendsonne wie kleine Diamanten und sie fragte sich ernsthaft, warum er nicht doch Madam Pomfrey um Hilfe gebeten hatte.
Eigentlich wusste Tonks natürlich ganz genau warum nicht, doch das war im Moment nicht die Gelegenheit, um darüber zu sinnieren. Jetzt galt es erst Mal den Jungen in dem großen Bett vor ihm so weit wieder in Ordnung zu bringen, dass die Lebensgefahr gebannt war.
„Lady Tonks", fiepte eine kleine Elfe, die in der Tür stand „ich habe hier die Tränke die sie wollten." Die junge Frau nickte nur zum kleinen kirschbaumfarbenen Nachttisch und die kleine Elfe beeilte sich die Phiolen sofort dort nach Alphabet aufzureihen.
„So Harry, jetzt geht's dir gleich besser. Ein paar Verletzungen werden so heilen müssen, aber zumindest die gebrochenen Rippen sowie die lädierte Lunge werde ich heilen können."
Remus kam hinzu, um Tonks bei den Tränken zu helfen. Er nahm eine kleine Flasche mit blauem Inhalt und ließ diesen vorsichtig in den Mund des Jungen laufen.
Nach einer Minute begann Harrys Brustkorb zu leuchten und ein lautes Stöhnen des Jungen begleitete den Heilungsprozess. Remus und Tonks konnten den Schmerz des Jungen vor ihm förmlich selbst spüren. Er war nur froh, dass der Gryffindor in einer Ohnmacht gefangen war und so nicht alle Schmerzen wirklich bewusst mitbekam.
„So mein Junge. Jetzt hast du das Schlimmste überstanden." Lächelte der Wehrwolf nun endlich ein wenig erleichtert, als das Stöhnen langsam leiser wurde und der Körper des Jungen erschöpft in den Kissen lag.
Tonks nahm Remus in den Arm und sagte liebevoll: „Wir haben getan, was wir konnten und ich glaube er wird es überstehen. Aber ich verstehe nicht, warum zu erst Dumbledore und jetzt auch noch McGonagall das zulässt!"
Derweil an einem unauffindbaren Ort zur gleichen Zeit saß ein alter Mann mit langem weißem Bart und dachte über seine Entscheidungen nach.
‚Es ist zwingend notwendig für meine Pläne, dass Harry isoliert und sicher im Haus seiner Verwandten blieb. Mit niemandem über den Sommer zum reden, würde er sich vom Rest der Welt isolieren.'
‚Wenn dann bekannt würde, das ich doch nicht tot bin, sondern das alles nur ein geschickter Schachzug gewesen ist, dann würde Harry auch wieder glücklich nach Hogwarts zurück kehren.'
‚Zuvor aber würde Professor Dumbledore, der immer freundliche Großvater, kommen, um ihn von dieser Hölle zu befreien. Harry würde wahrscheinlich immer noch wütend auf den Schulleiter sein, aber Albus würde ihm ein paar Köder anbieten, wie Einzelunterricht und Training mit Ordensmitgliedern. Harry würde natürlich annehmen und sich somit weiter vom Rest der Hogwarts Schülerschaft distanzieren. Die einzige Ausnahme waren seine beiden Freunde, aber die hatte Albus bereits in der Tasche. Mit der Zeit, würde Harrys kurzer Streit mit Albus vergessen sein, er würde seine Waffe wieder unter Kontrolle haben.'
Darum war es notwendig, dass Harry durch den Sommer sicher blieb. Albus wusste, dass der Blutschutzzauber Riddle weg von Surrey halten würden, obwohl der Effekt nach Voldemorts Wiedergeburt nicht mehr so stark war. Für Schutz gegen seine Untertanen musste sich Albus auf gewöhnliche Schutzzauber und Ordenswachen verlassen, obwohl diese mit genug Anstrengung gebrochen werden konnten. Falls die Todesser es geschafft hätten die Verteidigungen des Ligusterwegs zu überwinden, hätte die Prophezeiung Harry möglicherweise beschützt, aber er hätte zu einem anderen Ort umgesiedelt werden müssen, bevor die Zeit reif war. Harry hätte die Möglichkeit seine Bindungen zu seinen anderen Freunden, vor allem Remus Lupin, zu erneuern. Sirius Black war schlimm genug und jetzt, da er endlich gegangen war, würde es Albus nicht erlauben, dass ein anderer Rumtreiber seinen Platz einnahm. Außerdem würde Harry wütend auf Albus sein, da er ihn bei seinen Verwandten gelassen hatte, obwohl der Platz gar nicht so sicher war, wie der Schulleiter gesagt hatte.'
Albus schüttelte sich geistig: ‚Dies alles war nun irrelevant, da die Schutzzauber offensichtlich nicht gebrochen wurden. Es war wahrscheinlich nur Harry, der ein bisschen Stress an seinen Verwandten ausließ. Albus bemerkte plötzlich, dass dies sogar zu seinem Vorteil laufen könnte, besonders falls Harry noch eine Rettung von Fudge benötigte. Etwas von meinem politischen Einfluss wenn er es am dringendsten benötigt, gefolgt von ein paar netten Worten und noch mehr Entschuldigungen... Ja, das wird helfen die Bresche sogar noch schneller zu überbrücken, grübelte er.'
Dann trat eine sehr streng aussehende ältere Frau an Albus Dumbledore heran und sagte: „Und bist du wieder am planen?"
„Hallo Minerva, wie geht es dir, schön das du mich besuchen kommst. Nur hier alleine rum zu sitzen ist auf die Dauer doch recht langweilig. Gibt es was Neues?"
„Ja, deswegen komme ich her. Offensichtlich wurde Harry von Remus und Tonks zum Grimauldplatz gebracht. Was soll ich machen?"
„Das ist schlecht. Das macht meine ganzen Pläne zunichte. Harry darf sich nicht geborgen fühlen, sondern er muss hart, verbittert und in gewisser Weise aggressiv werden. Du musst ihn wieder zurück in den Lingusterweg bringen. Und für Remus und Tonks muss ich mir was einfallen lassen…"
Zurück im Grimauldplatz erschien überraschender Weise kurz darauf Professor McGonagall. Sie ging zielstrebig in das Zimmer, von dem sie wusste das dort drinnen die drei gerade waren, öffnete die Türe und tat erschrocken: „Was machen sie denn hier, ich dachte sie halten Wache im Lingusterweg…"
Dann als würde sie erst jetzt erkennen, das Harry dort im Bett lag wurde sie gespielt zornig: „Das können sie nicht machen. Er ist nur bei seinen Verwandten geschützt, durch das Blut seiner Mutter und hier könnten jeder Zeit Todesser erscheinen, weil der Fidelius-Zauber doch an den verstorbenen Professor Dumbledore gebunden war!"
Remus und Tonks machten ein betroffenes Gesicht, dann aber sagte Tonks: „Diese abartigen Muggel hatten ihn schwerst verletzt und verwahrlosen lassen. Wir konnten ihn nur mit Müh und Not wieder zusammen flicken!"
„Sie hätten auch Madame Pomfrey holen können. Doch jetzt muss er so schnell wie möglich zurück!"
Harry der zwischenzeitlich erwacht war hatte ein schlechtes Gewissen, das Remus und Tonks nun wegen ihm Ärger bekamen. Er sagte: „Lasst gut sein, ich gehe zurück. Das ist auch besser für euch, sonst macht auch noch der Orden Ärger!"
„Mr. Potter, ich bin erstaunt wie erwachsen sie sich verhalten. Sobald sie sich einiger maßen wieder fit fühlen sollen sie Mr. Lupin und Mrs. Tonks wieder zurück bringen!"
Harry, Remus und Tonks nickten. Dann verschwand Professor McGonagall und die drei waren alleine.
„Wir können gleich gehen", sagte Harry, stand auf und zog sich wieder an.
Remus gab ihm noch ein paar Phiolen aus unzerbrechlichen Glas mit Schraubverschlüssen und erklärte: „Das hier mit der gelben Flüssigkeit ist eine Kombination aus Heil-, Schmerz- und Revietalisierungstrank. Einer der stärksten, die es gibt! Sollte wieder etwas geschehen, dann nimm davon einen Schluck und du bist wieder vollkommen in Ordnung! Und die Tränke mit der roten Flüssigkeit sind Stärkungstränke. Ein Schluck entspricht einem Mittagessen. Wenn du also Mal wieder nichts bekommst, dann hast du nun genug, um bist Weihnachten satt zu werden."
Tonks nahm ihren Zauberstab und sprach eine komplizierte Formel. Dann sagte sie: „So und nun kannst nur noch du diese Phiolen sehen und öffnen. Außerdem kannst du sie nie mehr verlieren oder gestohlen bekommen."
Dann gab ihm Remus noch eine kleine Schachtel und sagte: „Hier sind vier Bücher drin über Schildzauber, Angriffszauber, stablose und stille Magie. Mit den sprachgesteuerten Sprüchen „engorgio" vergrößerst du die Bücher und mit „reduzere" verkleinerst du sie! Wenn du sie kopieren willst, da du sie vielleicht nicht verleihen möchtest sagst du nur „duplitare" dazu den Namen des Buches und schon hast du das entsprechende Buch doppelt! Das klappt im Übrigen auch mit den beiden Tränken. Ist halt so etwas wie eine Überlebensausrüstung!"
Wieder nahm Tonks ihren Zauberstab und sprach die gleiche komplizierte Formel nochmals. Dann sagte sie wiederum: „So und nun kannst nur noch du diese Bücher sehen und öffnen. Außerdem kannst du sie nie mehr verlieren oder gestohlen bekommen. Genau wie mit den Phiolen. Und wenn du eifrig übst, dann kannst du vielleicht bald auch ohne Zauberstab zaubern. Das kann übrigens vom Ministerium nicht nach verfolgt werden!"
Dann wurde Tonks noch von Remus angegrinst als er, seinen Zauberstab schwingend, eine weitere komplexe Formel sprach. Kurz darauf waren die Phiolen und auch das Kästchen mit den Büchern verschwunden. Stattdessen war ein goldener Reif für seinen Oberarm erschienen.
„Und was soll das denn bedeuten? Wollte Tonks wissen.
„Nun Sirius, James und ich hatten einen Manipulations-Zauber entwickelt, der mehrere Gegenstände in ein Schmuckstück verwandelt. Jetzt braucht er sogar nur noch an die Gegenstände denken und dann erschienen sie auch schon."
„Ihr seid echt cool! Kann ich diese Sprüche auch lernen?"
Remus zwinkerte ihm zu und erklärte: „Das Buch über unsere eigenen Kreationen habe ich auch noch hinzu gefügt!"
Harry war glücklich. Damit waren die nächsten Tage und Wochen gesichert.
Jetzt hieß ihre Aufgabe, Harry zu seiner Tante in den Ligusterweg zu bringen. „Komm schon Harry, alles wird sich zum Guten wenden." Sagte Remus, trat an den schwarzhaarigen Jungen und legte seinen Arm väterlich auf Harrys Schultern.
„Ja genau, Harry, du wirst es schon schaffen." Unterstütze Tonks Remus und zog Harry aufmunternd in eine Umarmung.
Dann, wenige Sekunden später, apparierten sie alle Drei, Seite an Seite, in den Ligusterweg und Harry begann seine letzten Tage im Haus seiner Tante, das niemals wirklich ein Zuhause für ihn gewesen war. Sein Herz gehörte nun mal nach Hogwarts, auch wenn er es nach all den Ereignissen, möglicher Weise nie wieder sehen würde.
Tonks und Remus winkten Harry ein letztes Mal und zogen sich danach zurück. Wahrscheinlich, so vermutete es der Schwarzhaarige, hatte jemand anderes heute Wache. Denn bei einem war sich der Gryffindor sicher, allein lassen würde ihn hier keiner.
Langsam ging Harry auf die weiße Haustür zu, vorbei am penibel gestutzten Rasen und den einladend blühenden Beeten. Dann war es soweit und er drückte die Klingel und sofort ertönte das schrille Geräusch, welches seiner Tante verriet, er ist wieder da.
Schritte waren hinter der Tür zu hören, leise, jedoch schwere Schritte, die eindeutig Onkel Vernon zuzuordnen waren und wenige Augenblicke später sah Harry auch in das rote und berechnend wirkende Gesicht seines Onkels.
„Bist du endlich wieder da? Komm rein und sieh zu, dass deine Aufgaben, die du vernachlässigt hast und nun noch erledigt werden müssen." Waren die einigsten Worte der Begrüßung, die Harry hörte und der Farbe in Vernons Gesicht zu urteilen, war es besser, seinen Anweisungen rasch Folge zu leisten.
Drei Tage und etliche Schikanen und Prügel später ging Harry wieder einmal rüber zu Mrs. Figgs. Als sie öffnete erschrak Harry, da sie ganz blas aussah und rot geränderte Augen hatte, las hätte sie geweint.
„Was ist los Mrs. Figgs, ist etwas passiert?" Sie konnte ihm nicht antworten und schluchzte nur, während sie beide ins Wohnzimmer gingen. Auf dem Tisch lag der Tagesprophet aufgeschlagen und Harry entdeckte einen Artikel.
Angriff auf den Grimauldplatz durch Todesser!
Das ist ein Affront gegen das Ministerium! Anscheinend sollte der Orden des Phönix, die Gruppe tapferer Unterstützer des Ministeriums, ein für alle Mal vernichtet werden.
Wie wir erfahren hatten war der Grimauldplatz Nr. 12 das Hauptquartier des Phönixordens. Ungefähr 100 Todesser waren erschienen, um das Haus und den Orden vollständig zu vernichten. Glücklicher Weise war dieser Angriff nahezu ein Schlag ins Wasser. Es fand offensichtlich kein Treffen statt und nur zwei Zauberer sind dabei ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich um den Wehrwolf Remus Lupin und die junge Nachwuchs Aurorin Nymphodora Tonks.
Den Untersuchungen zu Folge kamen die beiden ums Leben, als das Haus mit einer gewaltigen Welle von Explosionszaubern dem Erdboden gleich gemacht wurde. Um den Wehrwolf, ein Wesen der dunklen Seite ist es nicht schade. Mehr schon um die Nachwuchs Aurorin tut es uns leid. Aber wie man sehen kann, ist falscher Umgang leicht schädlich!
Ihr Chef-Redakteur
M. Orion
Tagesprophet
Erst Entsetzen und dann immer größer werdende Trauer machte sich in Harry breit, als er sich klar wurde, dass nun auch noch Remus und Tonks ganz offensichtlich tot waren.
Erst rannte er heulend raus und einfach planlos in der Gegend herum, bist er von einer Person, von ihm unbemerkt an der Schulter gerüttelt wurde. Es war Mad Eye Moody, der dann sagte: „du bist außerhalb des Blutschutzes ich bring dich zurück!"
Willenlos ließ er sich zurück in den Lingusterweg bringen und ging immer noch leise heulend zurück in sein winziges Zimmer.
Die Nacht war schlimmer als alle bisherigen. Nun waren auch noch Remus und Tonks Tod Bestandteil seiner Alpträume.
