7. Kapitel - Mädchen in Not


Anm.: Da ihr derart fleißig eure Reviews geschrieben habt - DANKE, DANKE, DANKE!!! - hier noch ein weiteres Kapitel!

„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung

‚ bla, bla, bla.' Nachdenken


Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… Harry öffnete das längliche Kästchen und sah zwei sehr gut erhaltene Zauberstäbe darin. Er merkte sofort etwas von der magischen Ausstrahlung. Als er erst den schwarzen Zauberstab mit den gedrehten roten Rillen in die Hand nahm, schossen sofort rote Funken aus ihm heraus. Dann nahm er noch den komplett weißen Zauberstab und auch hier stoben Funken, diesmal aber in grün, heraus. Er betrachtete sie genauer und erkannte an den dicken enden jeweils zwei Buchstaben. Der schwarze Zauberstab hatte ein „J" und ein „P" ein graviert und der Weiße ein „L" und ebenfalls ein „P", das aber scheinbar über einem „E" lag. Mit größtem Erstaunen stellte er fest, das er möglicher Weise die Zauberstäbe seiner Eltern in der Hand hielt. Daher auch die Reaktion und die Tatsache, dass sie nicht zu trennen waren, dachte er sich.

Ohne aber die Überraschung an zu zeigen fragte er den Verkäufer: „Na die beiden scheinen ja halbwegs zu funktionieren! Was sollen die denn kosten?"

„Das sind ganz besondere Exemplare, wie sie sehen können. Jeder kostet 50 Galleonen!"

Das war natürlich für Harry nicht machbar. Aber handeln konnte er schon immer gut also sagte er: „Nun ich brauche ja nur einen und wenn die beiden bei ihnen schon 15 Jahre liegen, dann sollen sie weiter hier bleiben!"

Harry bemerkte, das der Verkäufer ihn erschrocken an schaute. Dann sprach Harry weiter: „Ich gebe ihnen 50 Galleonen für beide. Das ist immer noch ein gute Geschäft!"

Der Verkäufer war es zufrieden und Harry verschwand mit noch 16 Galleonen und dem wohl Wertvollsten, den Zauberstäben seiner Eltern zurück in seine Pension. Er wollte noch schlafen, bevor er abends wieder umher ziehen wollte.


Als er in seinem Zimmer war nahm er sich das Päckchen aus seiner Jackentasche und öffnete vorsichtig die Schachtel. Wehmütig schaute er sich die Zauberstäbe an. Er würde sie nicht mitnehmen heute Abend, da war er sich sicher. Er wollte, nachdem er durch glückliche Fügung nun doch etwas von seinen Eltern hatte, nicht riskieren die so schnell wieder zu verlieren.

Dann erinnerte er sich, das Remus und Tonks davon gesprochen hatten, das sie in dem fünften Buch, das er sich noch gar nicht angeschaut hatte, ja der Spruch zu Verschleierung und zum Verstecken von Gegenständen am Körper dort drinnen beschrieben sei.

Er stellte sich das entsprechende Buch vor und tatsächlich erschien es auch umgehend in seinen Händen. Also funktionierte noch alles so wie von Anfang an. Natürlich schaute er erst auf den Einband und dort stand nur „M. & M. selbstkreierte Sprüche". Harry blätterte in dem Buch, fand unterschiedlichste Eintragungen von, vier oder fünf Schriften mindestens. Endlich fand er auch die Beschwörungsformel, mit Hilfe derer er mit den sprachgesteuerten Sprüchen „engorgio" die Zauberstäbe vergrößern und mit „reduzere" er sie auch verkleinerst verkleinern konnte! Dann fand er auch die komplizierte Formel mit Hilfe derer er nun auch nur noch persönlich die beiden Zauberstäbe sehen und öffnen konnte. Außerdem konnte er sie nie mehr verlieren oder gestohlen bekommen.

Er konzentrierte sich und sprach dann beide Beschwörungsformeln und nach einigen Tests stellte er zufrieden fest, dass er Erfolg gehabt hatte. Dann legte er sich auch tatsächlich hin und schlief einige Stunden. Dann, nach einem ausgiebigen Bad, er fühlte sich immer noch so was von schmutzig, ging er zum Abendessen und danach frisch und gesättigt auf die Pirsch.

Diesmal hielt er sich von dem ersten Tatort entfern, aber nicht zu weit. Er entdeckte, dass dort einige Leute versteckt standen. Es war noch gar nicht so spät, als ein Betrunkener wieder aus der Kneipe heraus torkelte. Harry wartete ab und sah wenige Augenblicke später, dass ein ähnlich zerlumpter Kerl, so wie er gestern ausgesehen hatte, sich zu dem Betrunkenen schlich. Kaum hatte er angefangen, ihn zu durchsuchen, als die versteckten Leute heraus gestürmt kamen und ihn sich schnappten.

Er wurde verprügelt und Harry hörte noch einen der Gestallten sagen: „Niemand beraubt einen von uns. Das hat der dunkle Lord gar nicht gerne!"

Dann schauten sich die Leute um und der vermeintliche Betrunkene stand dabei und sagte: „Wir müssen ein Exempel statuieren …" dann sprach er: „Avada Kedavra" und mit einem Grünen Blitz aus dem Zauberstab tötete er den kleinen Taschendieb.

Geschockt blieb Harry in der Ecke stehen. Die offensichtlichen Todesser gingen dann gemeinsam in die Kneipe.

Harry schlich zu dem getöteten, wie er kurz darauf feststelle, und schleifte ihn in eine Ecke. Dort setzte er ihn auf und deckte ihn mit dessen Mantel zu, so als würde er schlafen. Dann erschienen nach und nach, im Laufe der nächsten Stunden einzelne, die nach Hause oder sonst wo hin gingen.

Zwischenzeitlich war Harry, immer darauf bedacht, nicht auf zu fallen und nicht erkannt zu werden, umher gegangen. Er hatte einen Weiteren Sturz betrunkenen gefunden. Es war der Verkäufer aus dem Laden von Borgin & Burkes. Vorsichtig schob er den Ärmel von seinem Mantel zurück und erkannte auch bei ihm das Todesser Mal. Ohne Skrupel und nach dem er sich vergewissert hatte, das der Mann wirklich betrunken war, nahm er sich seinen Geldbeutel. Er war noch schwerer, als der gestern von Crabbes Vater.

Später dann kam er an die Stelle, wo der Tote immer noch lag. Er stolperte über zwei am Boden liegende Personen und stellte bei genauerem Betrachten fest, das es sich wieder um Crabbes Vater und auch dem von Goyle handelte. Sie waren beide wieder Sturz besoffen. Nachdem er sich genauestens abgesichert hatte, erleichterte er sie um ihre Geldbeutel und dann nahm er ihnen ihre Zauberstäbe und legte sie beide in die Hand des Toten, in der Hoffnung genügend Verwirrung gestiftet zu haben. Dann machte er sich schleunigst auf und davon und legte sich kurze Zeit später in seinem Zimmer zum Schlafen hin. Er hatte mit seinem Restgeld nun 504 Galleonen erbeutet. Er fühlte sich nicht als Dieb im eigentlichen Sinne. Er nahm sich aber nun vor die nächsten Tage nicht mehr auf Beutezug zu gehen.

Am nächsten Tag machte er auch erst einen großen Bogen um Borgin & Burkes. Dann aber bemerkte er, dass ein anderer Mann drin verkaufte und betrat doch den Laden. Er bekam auch mit, dass nach dem Mann von gestern gefragt wurde, aber der andere Verkäufer sagte nur, dass dieser immer erst Nachmittags käme und bis spät abends verkaufen würde. Vormittags sein nur er hier.

Das kam Harry natürlich gelegen. Er schaute sich aufs Ausgiebigste um. Dann als er alleine War, fragte er nach Zauberstabhalftern, er hatte Mal von Mad Eye Moody davon gehört.

„Haben sie Zauberstabhalfter, am Besten für den Unterarm?" fragte Harry.

„Ja wir haben hier verschiedenste!" Dann schaute der Verkäufer sich absichernd um und fragte, "kann es auch welche mit besonderen Fähigkeiten sein? Solch, die unsichtbar sind? Oder solche, die den Zauberstab immer wieder zurück holen?"

Das war interessant für Harry und er fragte: „Und gibt es welche, die beide Eigenschaften gleichzeitig beinhalten? Wir haben immer Ärger in Hogwarts mit den Gryffindors, wo wir doch die einzigen wahren Zauberer sind, aber die machen ja sogar vor Schlammblütern nicht halt!" setzte Harry noch flüsternd hinzu.

Wohlwollend nickte der Verkäufer Harry zu und holte kurz darauf zwei Halfter. Dann erklärte er Harry: „In diesen sind auch noch jeweils eine Einhandarmbrust mit eingebaut. Die verschießt auch Kleine Pfeile mit silberner Spitze. Damit kannst du dann sogar abtrünnige Vampire und Wehrwölfe killen…"

Harry tat begeistert, obwohl er innerlich sehr traurig wurde, da er an Remus denken musste. Dann legte der Verkäufer Harry noch Ein Kästchen hin, in dem zwei Siegelringe mit Schlangensymbolen darauf, ähnlich wie das Symbol von Slytherin, drinnen waren. Dazu legte er noch ein Buch und sagte: „Hier du scheinst ja im richtigen Haus zu sein, wenn du die beiden Halfter nimmst, sie kosten jedes 35 Galleonen, dann bekommst du diese Ringe und das Buch, das dazu gehört, aber keiner lesen kann, dazu geschenkt!"

Harry bedankte sich aufrichtig, wenn auch aus anderem Grunde, zahlte und ging mit seinen Schätzen zurück in sein Zimmer. Er hatte erkannt, dass das gleiche Symbol auf dem Buch war, wie auf den Ringen. Er las in dem kleinen Buch, das eigentlich nur ein Heftchen war und stellte fest, dass es in Parsel geschrieben war. Dort stand nur drin, dass er mit den Ringen, wenn er einen davon anzieht und dann das Siegel um 90 Grad dreht er unsichtbar würde. Wenn er den Ring wieder zurück dreht wäre er wieder sichtbar. Dort stand auch noch, dass, wenn er beide Ringe anhätte und sie beide um 90 Grad drehen würde, sich sogar seine magische Aura verstecken würde. Damit wäre er auch überhaupt nicht mehr ortbar.

Harry war wirklich glücklich und zu frieden. Er lies sich wieder ein Bad machen, er fühlte sich immer noch angewidert und schmutzig. Dann verband er die Zauberstäbe mit den Halftern, die Halfter und die Ringe tarnte er durch die Beschwörungen. Und alles klappte still und ohne Zauberstab. Was wohl passierte, wenn er dann auch noch mit einem der Stäbe seiner Eltern zauberte, das wollte er sich erst gar nicht vorstellen.

Da es erst Mittag war verließ er die Pension und in einem unbeobachteten Moment drehte er kurz nach einander beide Ringe. Er war sich sicher, dass ihn nun auch noch nicht einmal Mad Eye Moody erkennen würde. Er ging dann so getarnt in die Winkelgasse. Er merkte, dass hier mehrere Ordensmitglieder scheinbar jemanden suchten. Dann wurde es Harry klar, er war es den sie suchten. Er verschwand aus der Winkelgasse und ging erst einmal nach Muggel-London.

Nach einiger Zeit erreichte er wieder einmal den Hintereingang der Nockturngasse und erstarrte bevor er sie betreten hatte.

„Was zum Teufel soll das denn, was ist denn hier los...?", murrte er.

Zauber flogen durch die Luft, die meisten davon waren rote und von einer Person einige grüne Avada Kedavra.

Aber komischer Weise alle kämpfenden Zauberer trugen schwarze Roben mit weißen Masken. Eine einzige andere Person war noch da und das war eine junge Frau von ungefähr seinem Alter an Jahren. Sie war niedlich, mit langen, schwarzen Haaren. Um sie herum lagen einige tote Leute, höchstwahrscheinlich Gegner von Voldemort und Opfer dieses Angriffs, dachte sich Harry.

„Aus dem Weg, Weib, du gehörst mir und wirst tun was ich dir sage!", brüllte einer der Todesser in Rage.

Ein anderer schrie: „Rudolphus, nimm dieses wahnsinnige Weib aus dem Weg oder wir töten sie!"

„Lestrange? Beschützt dieses Mädchen?", fragte Harry sich erstaunt.

„Nun ja! Ich schätze ich sollte ihr helfen.", grübelte er, als er sah, wie sie von einem Schnittfluch an ihrer Schulter getroffen wurde und Blut aus einer tiefen Wunde tropfte.

Seine Augen blitzten erneut unter seiner Tarnung auf und nahmen einen Ausdruck purer Bosheit an.

Er richtete seinen väterlichen Zauberstab auf einen Steinblock, von der Größe eines halben Autos und schnippte und wedelte seinen Zauberstab. Der Steinblock erhob sich in die Luft und schwebte ca. einen Meter über dem Boden.

Mit einem weiteren Schnippen seines Zauberstabs, schoss er in die Gruppe der Todesser wie eine Kanonenkugel.

‚Tja der „Transportare"-Spruch ist doch recht nett', dachte er sarkastisch.

Der Effekt war mörderisch, buchstäblich. Es traf vier Todesser direkt in den Brustkorb und begrub sie unter sich. Zwei weitere wurden getroffen und davon geschleudert. Sie fielen auf den Boden und schrien.

Soweit Harry es sehen konnte, waren ihre Arme gebrochen und mindestens einer war nicht mehr in der Lage seinen Zauberstab zu halten.

„Das war lustig!", sagte Harry zu sich nahm sich vor es mit stiller Magie weiter zu versuchen und schnitte nur seinen Stab. ‚Reductor Maximus!'

Zwei weitere Todesser wurden davon geschleudert und landeten als blutige Masse im Gras.

Dann feuerte, der immer noch unsichtbare Harry, Fluch über Fluch, zwischen die Todesser, welche überrascht durch den unverhofften Angriff im Kreis umher rannten, wie kopflose Hühner. Er tötete alle mit Schnitt-, Stich- und Sprengflüchen, die er im Buch über Angriffszauber von Slytherin gelesen hatte, mit Ausnahme von zwei, der schwarz gewandeten Todesser, und fühlte dabei keinerlei Reue.

Er musste nur einmal auf all die Leichen blicken, die das Schlachtfeld säumten, dann daran denken, wen er alles schon verloren hatte, um zu wissen, dass sie es nicht anders verdienten. Die zwei übriggebliebenen waren verängstigt und damit beschäftigt, herauszufinden, woher die Flüche kamen. Das war ihr letzter Fehler, den sie begehen konnten, denn zwei grüne Strahlen des Todesfluches trafen auch sie.

Das niedliche Mädchen, mit langen, schwarzen Haaren, hatte sich einen Zauberstab genommen und hatte dann kurzen Prozess mit ihnen gemacht.

Als Harry in ihre Richtung schaute, bemerkte er, dass sie auf dem Boden zusammensackte und schwer atmete.

Harry bewegte sich, immer noch auf der Hut, zu dem verängstigten Mädchen.

„Wer... wer ist da?", fragte eine sichtlich zitternde junge Frau, wie Harry nun erkannte.

„Ich!", antwortete Harry kalt und entfernte seine Tarnung. Das Mädchen keuchte.

„Wer bist du", wollte das Mädchen wissen.

Harry schaute sich um, noch war niemand hier erschienen, aber es war nur eine Frage der Zeit, als er antwortete: „Mein Name ist Harry Potter, aber las uns hier verschwinden und schmeiße den Stab weg, der kann uns verraten".

„Potter!", stöhnte die junge Frau, zu schwach um sich selbst zu verteidigen.

„Yeah, so nennt man mich. Okay, manchmal ist es auch der-Junge-der-lebt oder Freak, doch wen kümmerts?"

Harry blickte auf die junge Frau, die mitleid erregend aussah und hielt ihr seine Hand hin.

„Bist du okay?"

Zitternd nickte sie.

„Jemand von den da aus deiner Familie?"

Sie schüttelte mit dem Kopf. „Nein, es gibt niemanden aus meiner Familie, ich wurde von den Malfoys als Sklave gehalten und jetzt…!" dann brach sie schluchzend ab und Harry griff nach ihr.

Dann spürten Beide, dass eine Art Magie zwischen beiden übersprang und zwar von dem Zauberstab von Harrys Mutter.

Erschrocken sahen sich beide an, als Harry fragte: „Was war denn das? Doch lass uns verschwinden! Wie heißt du eigentlich?" wollte er noch wisse, als sie nun verschwanden.

„Danke, dass du mir hilfst. Ich heiße Evelyn Evans!"

Geschockt und abrupt bleib Harry stehen, so das Evelyn auf ihn knallte und ihn fast umstieß. Er drehte sich schneeweiß im Gesicht um. Dann machte er das Zauberstabhalfter mit dem Stab seiner Mutter sichtbar und sagte: „Lass mich etwas probieren, wenn das klappt, dann habe ich wohl die größte Überraschung der Welt für uns beide…"

Damit gab er ihr den Stab seiner Mutter. Auch bei ihr stoben grüne Funke aus dem Stab, nur viel intensiver als bei ihm. Er reicht ihr noch den Stab seines Vaters und dort erschienen etwas weniger rote Funken. Also genau umgekehrt wie bei ihm.

Sie schaute ihn fragend an und sagte: „Und was hat das zu bedeuten?"

„Lass uns verschwinden, ich heb ein Zimmer in einer Pension…"

„Ich gehe nirgendwo hin, schon gar nicht in das Zimmer eines fremden Mannes…" ereiferte sie sich.

Erschrocken blickte Harry auf, dann schaute er sich besorgt um, als er dann sagte: „Na gut. Du hast den weißen Stab meine Mutter berührt und dann den scharz-roten meines Vaters. Ich habe auch erfahren, dass ich angeblich eine Zwillingsschwester habe. Nun habe ich noch einen Abschiedsbrief von der Patentante meiner Schwester, die aber nur sie lesen kann. Dann brauche ich nur deine grünen Augen an zu schauen, die genau so wie meine aussehen … deswegen will ich in mein Zimmer, um die letzt Gewissheit zu erlangen, obwohl ich mir eigentlich sicher bin, dass du meine Schwester bist…"

Erstaunt, überrascht und dann mit Tränen in den Augen hielt Evelyn den Stab, der möglicher Weise von ihrer Mutter war in den Händen. Dann sagte sie: „Lass es uns versuchen…"

Harry gab ihr einen der Ringe und erklärte die funktionsweise. Damit machte sie sich unsichtbar und ging neben Harry her. Nach wenigen Schritten griff sie seine Hand. Ein wohliges Gefühl stieg in Harry auf. Er hoffte inständig, das sich mit dem Brief von Tonks bewahrheiten würde, was er glaubte schon sicher zu wissen.

Getarnt gingen beide weg von dem Ort des heftigen Gefechtes. Als sie kurz vor der Pension waren sagte Harry: „Ich mach mich wieder sichtbar und du nimmst den zweiten Ring. Dann kann man auch deine Aura nicht mehr erkennen und niemand wird bemerken, dass du dabei bist. Folge mir in kurzem Abstand. Dann fällt auch niemand auf, das jemand mit mir zusammen kommt!"

Evelyn nickte, zog den zweiten Ring an und dann nahm sie wieder Harrys Hand. Als er die Türe öffnete ließ sie ihn los und beide gingen hinein. Harry fragte: „Kann ich heute das Abendessen im Zimmer haben?"

Der Wirt nickte nur und direkt darauf ging Harry in den ersten Stock und dann an seine Zimmertüre. Er schloss auf und wartete, das Evelyn eintreten würde. Da er sie aber nicht sehen konnte blieb er etliche Sekunden vor der Türe stehen, bis ihn auf einmal etwas anfasste und ins Zimmer hinein zog. Nun musste er schmunzeln.

Als er die Türe geschlossen hatte, machte sich Evelyn auch schon sichtbar und war auch leicht am Grinsen, als sie sagte: „Sah schon witzig aus, als du nicht wusstest, ob ich schon drin war oder nicht!"

Harry nickte: „Sicher. Tarnung hat schon sine gutes und Helfer machen sich manchmal lächerlich!"

Evelyn hob nur eine Augenbraue und musterte ihn distanziert.

„Komm setz dich!" bot Harry an.

Sie aber blieb stehen. Harry registrierte das und holte gleich den Brief und legte ihn auf den Tisch, zusammen mit dem Medaillon, das er von Tonks erhalten hatte. Er stellte sich auch gegenüber von Evelyn an den Tisch.

Sie nahm den Brief, spürte eine art magischer Welle durch sie durch gehen und begann ihn zu lesen:

Lieber Harry,

es tut mir leid, aber wenn du diesen Brief erhältst, dann bin ich tot. Ich weiß, das klingt genauso wie mein Wölfchen Hoffentlich bin ich mit ihm alt und glücklich geworden und wir haben Voldemort besiegt. Wenn nicht, dann trauere nicht um mich, aber ich hatte sehr gerne. Sollte Voldemort noch leben und ich kurz nach dem Moony und ich dir die Bücher gegeben haben, dann bitte ich dich sehr gut auf diese Bücher zu achten. Es sind Unikate und Originale von den vier Gründern. Aber das hat dir Remus sicher auch schon gesagt.

Doch nun kommt etwas, was mir sehr schwer fällt. Moony und ich waren durch einen unbrechbaren Eid verpflichte dir nichts zu sagen. Da ich aber tot bin, oh man ist das schwer. Also. Ich war die Patentante deiner Zwillingsschwester. Angeblich ist sie bei dem Attentat auf deine Eltern ums Leben gekommen. Aber nie ist ihre Leiche gefunden worden. Wir haben auch keine Spur von ihr gefunden. Es soll aber das Gerücht umlaufen, das Todesser sie haben…

Nun auch ich habe einen Anhänger beigelegt. Nimm ihn an dich. Er ist der Zugang zum materiellen Erbe der alt ehrwürdigen Familie Tonks. Finde deine Schwester und gib ihr das Erbe. Gib ihr auch den Brief, es werden sich dann auch weitere Zeilen anfügen. Sollte sie tatsächlich tot sein, dann fällt alles dir zu! Kämpfe und sein ein Marauder und Potter.

Deine Nymphodora Tonks

Nun zu Dir mein liebes Patentöchterchen!

Liebe Evelyn,

wenn du das hier lesen kannst dann bist du nicht nur meine Patentochter, sondern auch die Zwillingsschwester von Harry. Ach ja, du bist eine Stunde älter als er, also lass dir nichts sagen, denn die Pottermänner meinen immer bestimmen zu müssen, aber eure Mutter hat ja auch euren Vater gebändigt, grins.

Leider hatte ich nie die Gelegenheit bekommen, dich kennen zu lernen. Wenn du bei deinem Bruder bist, dann hast du den ehrlichsten, tapfersten, mutigsten aber auch manchmal hitzigen Menschen an deiner Seite den es nur geben kann.

Frage Harry zu deiner Sicherheit nach meinem Vornahmen, ich habe ihn gehasst, ich heiße Nymphodora und wer meine Liebe ist und warum sie mondsüchtig ist. Es ist Remus ein Wehrwolf.

Wenn er das beantworten kann, dann ist es sicher Harry, dein Bruder. Nur er wusste das. Diese Beziehung war in unserer Welt verpönt. Mein Wunsch bleibt zusammen und reißt der Welt den Arsch auf!

Nun auch ich habe einen Anhänger beigelegt. Nimm ihn an dich. Er ist der Zugang zum materiellen Erbe der alt ehrwürdigen Familie Tonks. Finde deine Schwester und gib ihr das Erbe.

Deine Tante Nym

Tränen liefen in Strömen das eigentlich hübsche aber momentan verhärmte und schmutzige Gesicht von Evelyn herab. Nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte fragte sie Harry: „Weißt du, wie meine Patentante genau hieß?"

„Klar, sie hieß Nymphodora Tonks, aber sie hat diesen Vornamen gehasst und jeden bedroht, der sie so angesprochen hat. Warum willst du das wissen?"

„Ich hab noch eine Frage: Wer war die große Liebe von Tante Nym und warum ist sie mondsüchtig?

„Also die große Leibe von Tonks, so wollte sie immer genannt werden, war Remus Lupin. Und mit mondsüchtig meint sie sicher, das er ein Wehrwolf ist! Was sollte nun deine Fragerei. Bin ich nun Harry Potter oder nicht!" dabei musste er schmunzeln.

„Ja bist du scheinbar und auch mein Zwillingsbruder!"

„Dann ist ja gut. Was willst du jetzt machen, Schwesterchen?" fragte Harry

„Ähm … ich würde sehr gerne baden … und mir den Schmutz abwaschen!" antwortete sie.

„Kein Problem, ich rufe den Hauselfen und der soll ein Bad einlassen. Dann verschwinde ich und du kannst in Ruhe baden. Ich nehme dann die Ringe mit und komme in einer Stunde wieder. Ist das in Ordnung?"

Evelyn nickte und sagte: „Tante Nym hatte recht, du bist voll in Ordnung!"

Gesagt getan, stand auch schon kurze Zeit später das Dampfende Bad da, Harry gab ihr noch die Bücher, die er hervor rief und nahm beide Ringe und verschwand.