11. Kapitel - Tore öffnen sich
„bla, bla, bla." Gesprochene Worte
# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung
‚ bla, bla, bla.' Nachdenken
Übergang aus dem vorherigen Kapitel:
… Evelyn fasste sich als erste und stellte die Frage: „Ähm, und was machen wir gerade?"
Auch Harry schaute sie fragend an. Ihm war der gleiche Gedanke gekommen. Er sagte dann noch: „Das zum Thema der guten Vorsätze!"
Nun kicherte Evelyn, wurde aber schnell wieder ernst, als sie fragte: „Ich hab da noch eine Frage … das mit dem Bluttest … ähm … ach ich weiß nicht wie ich es sagen soll?"
Harry erlöste sie aus ihrer unangenehme Situation und sagte nachdenklich: „Im Moment sieht es doch so aus, als hätten wir die gleichen Eltern, aber wir wären nicht mehr blutsverwandt!"
Evelyn nickte sehr ernst und Harry fuhr fort: „Also, wenn überhaupt glaube ich, das ich sowieso nur dir so vertrauen könnte… ähm … na ja … du weißt schon …"
Jetzt musste Evelyn schmunzeln und Harry grinste mit rotem Kopf. Dann sagte Evelyn: „Das ist tatsächlich alles sehr verwirrend. Aber es ist wirklich ein schönes Gefühl dir nahe zu sein. Und das mit dem Vertrauen, da stimme ich dir zu."
Dann gab sie ihm einen sanften Kuss auf den Mund, stand auf und sagte: „Dann lass uns erst einmal ins Bett gehen!"
Harry stand auch auf und wollte langsam und zögerlich aus dem Zimmer gehen, als Evelyn sagte: „Bleib hier, wir haben sonst sowieso nur Alpträume!"
Sie zogen sich Sachen zum Schlafen an. Dann wusch sich Evelyn, während Harry noch nachdenklich auf der Couch saß. Nach einer viertel Stunde kam sie heraus und hatte ein T-Shirt und eine Boxershorts an.
Verwirrt schaute er Evelyn an und dachte: ‚Boxershort, seit wann tragen denn Mädchen Boxershorts?'
Dann ging er auch ins Bad um sich Bettfertig zu machen. Nach 10 Minuten war auch er fertig und kam zurück zu Evelyn ins Zimmer, die bereits im Bett lag.
Sie lächelte ihn an und sagte dann die Decke hebend: „Na komm schon, dich beiße ich nicht!"
Harry konnte wieder ihre Boxershorts sehen und fragte, während er zu Evelyn ins Bett stieg: „Seit wann tragen denn Mädchen Boxer? Ich dachte ihr hättet Tangas oder Strings?"
Evelyn hob eine Augenbraue und sagte: „Nun ja, prinzipiell hast du Recht, mit dem was wir Mädchen so tragen. Aber als ich deine Boxershorts gesehen hatte wollte ich Mal eine probieren. Da hab ich mir eine von deinen genommen und siehe da die sind viel bequemer. Also behalte ich die erst einmal! Wenn du willst kannst du ja nen String von mir als Austausch bekommen."
Schnell antwortete Harry: „Oh nein danke, die sehen schon so unangenehm zum tragen aus. Da bleib ich lieber bei meinen Boxer. Vielleicht können wir ja morgen welche kaufen gehen. Für dich und für mich!"
Jetzt lachte Evelyn leise und sagte: „Au ja, und ich such dir dann auch ein paar aus o.k.?"
Harry war aber bereits eingeschlafen. Evelyn schaute ihren neu gefundenen Bruder nachdenklich an. Dann legte sie ihren einen Arm um Harrys Bauch und ihren Kopf auf dessen Brust. Kurz darauf war sie auch schon eingeschlafen.
Sie schliefen beide ruhig die ganze Nacht. Am Morgen wurde Harry zu erst wach. Er spürte ein Gewicht auf seiner Brust und hatte sein ganzes Gesicht mit langen schwarzen Haaren bedeckt. Dann langsam kam ihn der gestrige Tag wieder ins Bewusstsein und er erinnerte sich, dass er mit seiner Schwester zusammen im Bett lag.
Langsam wurde auch Evelyn wach und orientierte sich. Dann bemerkte sie, dass ihr sanftes Ruhekissen die Brust von Harry war, seufzte und kuschelte sich wieder an ihn und wollte weiter schlafen.
„Hey aufwachen du Schlafmütze, ich hab Hunger und will was essen!" maulte Harry aber nur halbwegs.
Evelyn lies sich nicht stören und grummelte: „Kopfkissen haben kein Recht auf einen eigene Meinung, also halt die Klappe du kuscheliges Kissen, ich will noch weiter schlafen!" damit legte sie noch ihren Arm und ihr Bein um Harry, der nun völlig gefangen war von Evelyn.
Er war sprachlos aber irgendwie auch gerührt. Nach einer viertel Stunde aber versuchte er es mit einem Kompromiss und sagte: „Also gut, aber nächste Nacht bist du meine Kopfkissen…"
Jetzt schaute ihm Evelyn direkt in die Augen, er hielt die Luft an und sie sagte nur trocken: „Nööö, du bist ab heute für immer mein Kopfkissen, so und jetzt sein ruhig. Such dir einen anderen Verwendungszweck für mich aus!"
Damit war es für Evelyn erledigt und Harry lag da in seinen Gedanken versunken. Dann kam ihm eine freche und witzige Idee: „O.k., einverstanden ich bin dein Kopfkissen!"
„Sag ich doch und jetzt sein ruhig, ich will noch schlafen!" maulte Evelyn.
Aber Harry war noch nicht fertig und sagte: „…und so wie du hier liegst, bist du meine Decke, die mich nachts immer warm hält!"
„Das geht in Ordnung!" sagte Evelyn. Aber im nächsten Augenblick hatte Harry mit seiner freien Hand die Decke mit derer sie beide zugedeckt waren aus dem Bett geworfen und sagte mit einem hämischen Grinsen: „Na dann brauche ich die ja nicht mehr!"
„Hey, das ist unfair und kalt. Du bist kein Gentleman. Ich gehe jetzt ins Bad und mache mich fertig du Sadist!" damit verlies sie das Bett mir hoch erhobenen Kopf. Harry lies es sich im Bett gut gehen und döste wieder ein. Aber er hatte nicht mit Evelyns Racheaktion gerechnet. Denn kaum war er wieder eingedöst, kam sie mit einem nassen Handtuch raus, zog die Decke weg und schmiss das nasse kalte Handtuch auf Harry der sich richtig erschreckte und aufschrie.
„Los aufstehen oder soll ich dir einen Eimer Wasser holen und auf dir ausschütten?" neckte ihn Evelyn.
„Wag dich!" rief Harry und war auch schon im Bad verschwunden.
Später aßen sie dann ihr Frühstück. Dann schauten sie sich in ihren Verliesen um und setzten sich dann enttäuscht zusammen auf ein Bett, da sie keinen Ausgang fanden oder etwas, mit dem sie sich beschäftigen konnten.
Auf einmal kam Bewegung in die Wände. Rechts und links erschienen jeweils zwei Steinfiguren. Links ein Dachs und eine Schlange und rechts ein Adler und ein Löwe. Die Animagus-Formen der Gründer.
Diese bewegten sich dann und dahinter zeigten sich dann weitere Räume
Zuerst gingen sie in die Räume hinter der Löwenfigur, Godric Gryffindors Räume, diese waren aber hinter der Türe zu einem großen Raum verbunden. Sie entdeckten eine große Bibliothek mit vielen Büchern und handschriftlichen Pergamenten über Kampftechniken, Angriffs- und Verteidigungsmagie und interessantes über Hogwarts und die Gründer dann fanden sie die unterschiedlichsten Waffen.
Als erstes entdeckten sie beim Rumstöbern in den Regalen ein altes Pergament offen liegen. Nach dem sie es gründlich geprüft hatten waren sie sich mittlerweile sicher, dass es aus der Hand Godric Gryffindors stammt. Diese Handschrift enthält Gryffindors Ansicht darüber, welche Erziehungsziele in Hogwarts verfolgt werden sollten. Anfang und Ende sind vom Zahn der Zeit so zerfressen, dass sie nicht mehr zu entziffern sind. Auch eine genaue Datierung war leider nicht mehr zu erkennen. Wahrscheinlich ist diese Handschrift um ca. 1000 nach Christi Geburt entstanden, als sich der Konflikt zwischen Salazar Slytherin und den übrigen Schulgründern zuspitzte, ob man Kinder, die aus Muggelfamilien stammen, in Hogwarts zulassen sollte.
Dann las Evelyn weiter vor: „... schmerzt es mich sehr zu sehen,
dass die Zauberer sich vor den Muggeln verstecken müssen, weil
sie sonst getötet werden. Und so haben wir Gründer von
Hogwarts es uns zum Ziel gemacht, fähige Zauberer auszubilden,
die sich gegen Muggel schützen können, ohne diesen zu
schaden. Im Notfall müssen unsere Schüler sich natürlich
auch gegen Feinde verteidigen können, aber das darf in meinen
Augen nicht das primäre Ziel sein. Wir müssen unseren
Schülern auch darüber hinaus Fähigkeiten mit auf den
Weg geben.
Einerseits müssen sie grundlegende Fakten der
magischen Welt lernen. Deshalb stehen Fächer wie Kräuterkunde,
Zaubertränke und Zaubersprüche auf dem Lehrplan."
Sie machte eine kurze Pause und las weiter vor: „Auch die magische Geschichte darf nicht zu kurz kommen. So werden unsere Kinder lernen, dass Zauberer und Muggel in gegenseitigem Einverständnis leben können, wie die alten Kulturen es vorgelebt haben. Andererseits müssen wir an der Freundschaft zu den Muggeln arbeiten. Das können wir nur, wenn wir ihre Art kennen. Intoleranz und Feindschaft sind allzu oft das Resultat von Angst vor dem Unbekannten. Deswegen müssen wir den jungen Zauberern von heute die Gebräuche und die Lebensweise der Muggel nahe bringen. Dann werden sie sie verstehen und eines Tages auch akzeptieren. Dazu brauchen wir ein eigenes Schulfach, das ich Muggelkunde nennen will. Dieses Fach muss unbedingt eingeführt werden! Helga und Rowena werden in der Sitzung heute Abend meiner Meinung sein, da bin ich mir sicher. Aber Salazar wird sich sträuben. Er mag die Muggel nicht. Wenn ich ihn doch nur überzeugen könnte, dann..."
Dann nahm Harry eine weiteres Dokument in die Hand und sagte ganz aufgeregt: Evelyn schau dir das mal an. Folgender Text stammt wahrscheinlich auch von Godric Gryffindor, der sich offensichtlich mit magischen Kreaturen beschäftigte und nie wohl aufhörte, nach neuem zu forschen. Hier hat er was über Dementoren geschrieben. Warte ich lese mal vor:"
Er setzte sich gemütlich auf den Boden, Evelyn daneben, als er begann vor zu lesen: „Dementoren sind wahrscheinlich die schlimmsten Feinde aller auf der Erde lebenden Kreaturen. Selbst Drachen meiden diese dunklen Geschöpfe, die die Magie absorbieren und anstelle des weißen Lichts reiner Magie ein dunkles Loch der Gleichgültigkeit zurücklassen. Dementoren besitzen die Fähigkeit, jedes lebende Geschöpf über Jahrtausende am Leben zu erhalten, wobei dieses Leben eigentlich keines ist, sondern nur ein endloses Dahinvegetieren, da man, wenn man allem mit Gleichgütigkeit begegnet, selbst den erlösenden Tod vergisst ...
Verlässt man dann die Dementoren, was schier unglaubliche
Willenskraft erfordert, zerfällt man meist mit einem Gefühl
der Freiheit zu Staub oder altert, weil man jegliches Zeitgefühl
verloren und das Verstreichen von Hunderten von Jahren nicht zur
Kenntnis genommen hat.
Woher die Dementoren nun genau kommen, weiß
niemand, doch es wird gemunkelt, dass sie geradewegs aus der Hölle
kamen. Außerdem hat noch nie jemand einen Dementoren sterben
oder auf die Welt kommen sehen..."
Entsetzt schaut ihn Evelyn an und sagte: „Das ist ja grauenvoll!"
Dann standen sie beide auf und stöberten weiter durch die Pergamente. Auf einmal rief Evelyn auf: „Schau mal, ich hab was über den Sprechenden Hut gefunden. Warte ich bin wieder dran mit vorlesen!"
„Das interessiert mich wirklich. Was es mit dem Hut so auf sich hat, ja bitte lies vor!" sagte Harry neugierig.
Nun setzten sie sich wieder Zusammen und Evelyn las aus dem Pergament vor: „Als wir vier Schulgründer merkten, dass wir nicht mehr lange zu leben hatten, beschlossen wir einen Weg zu finden, wie die Schüler später auch noch in die verschiedenen Häuser eingeteilt werden könnten. Es war Gryffindors Idee, seinen alten Spitzhut mit genügend Wissen von Ravenclaw, Hufflepuff, Slytherin und sich selbst zu versehen, damit er später die neuen Schüler in die passenden Häuser einteilen konnte. Mit einigen Zaubersprüchen war es schließlich geschafft und der sprechende Hut war ab jetzt im Stande seine neue Arbeit verrichten. Godric Gryffindor beschwor den Hut mit folgenden Worten: "Bis du mutig und verwegen, soll der Hut dir Gryffindor geben. Gryffindor ließ es sich außerdem nicht nehmen, sein Schwert heimlich im Hut aufzubewahren, denn irgendwann, so war er sich sicher, würde es von einem zukünftigen Gryffindor dringend gebraucht werden. Im darauf folgenden Schuljahr wurde der Hut dann schließlich ausprobiert, doch dabei kam es zu einem Missgeschick. Als nämlich ein kleiner Junge sich den Hut aufsetzte, gab es plötzlich einen dumpfen Schlag und der Schüler fiel bewusstlos um. Der Grund war, dass Gryffindor das Schwert nicht richtig in den Hut gezaubert hatte, und nun war es heruntergefallen. Daraufhin nahm ich das Schwert an mich, damit Godric nicht noch einmal versuchte, das Schwert im Hut zu verstecken und es wieder zu einem Unfall kam. Ich nahm es überall mit hin, sogar in den Unterricht, damit Godric es sich nicht holen konnte."
Auf einmal bekam Evelyn große Augen und sagte zu Harry: „Schau Mal, hier hat nun Rovenna Ravenclaw weiter geschrieben. Das war wohl richtig witzig bei denen. Warte es geht weiter: Doch schließlich ergab sich eines Tages eine Möglichkeit; Helga war eines Tages über ihrer Arbeit eingeschlafen. Weil sie nicht zum Abendessen kam, ging Godric zu ihr, um zu schauen, was los war. Er weckte sie jedoch nicht, sondern ging gleich zu Helgas Tasche und entnahm ihr das Schwert, das ein bisschen aus der Tasche ragte. Als sie aufwachte, meinte sie, dass sie es verloren hätte und fing an fieberhaft danach zu suchen, fand es aber nicht. Schließlich gab sie auf. In Wirklichkeit war das Schwert nun wieder im Hut aufbewahrt. Und weil Godric dieses Mal alles richtig gemacht hatte, sollte es dort auch so lange bleiben, bis ein tapferer Gryffindor Schüler es einmal herausnehmen würde. Wir anderen haben es Helga nie verraten!"
Jetzt lachte Evelyn und Harry sagte trocken: „Tja und in meinem zweiten Schuljahr habe ich tatsächlich das Schwert aus dem Hut gezogen und den Basilisken damit getötet!"
Mit großen Augen registrierte Evelyn, das sich hier der Kreis geschlossen hatte.
Sie lasen noch etliche Pergamente von den verschiedenen Gründern verfasst, als sie schließlich nach einiger Zeit wieder Hunger bekamen.
Besonders die Sprüche von Slytherin und Gryffindor entwickelt und nieder geschrieben waren sehr aufschlussreich. Sie probierten die meisten, zumindest die, die ihnen interessant vorkamen gleich aus. Beide waren mit den Zauberstäben gleichermaßen erfolgreich. Sie testeten die Sprüche auch stablos und still aus, hatten aber dabei deutliche Unterschiede zu verzeichnen.
Dann stand auf einmal, wie aus dem nichts ein Tisch gedeckt mit einem herrlichen Mittagessen. Sie merkten, dass sie wirklich viel Hunger bekommen hatten. Dann setzten sich Harry und Evelyn an den Tisch und ließen es sich schmecken.
Kurz darauf erschien Mehurian, der Kobold und fragte erschrocken, nachdem er den neuen Raum mit den vier Türen bemerkt hatte: „Evelyn, Harry wie seid ihr zu dem Raum gekommen. Der ist in unseren Aufzeichnungen nicht erwähnt. Und ihr könnt ihn nicht geschaffen haben. Das hätten wir gemerkt?"
Beide zuckten mit den Schultern und Harry sagte: „Wir waren heute Morgen hier am schauen, ob wir raus könnten, oder ob wir hier etwas gegen die Langeweile finden würden. Dann haben sich die Türe einfach geöffnet."
„Stimmt", bestätigte Evelyn, „Wir haben dann diese Räume einfach betreten und festgestellt, dass sie scheinbar den vier Gründern von Hogwarts gehörten. Wir haben dann viel gelesen und gelernt, sonst wären wir sicher vor Langeweile um gekommen!"
„Ach ja, wir wollten uns noch ein paar Sachen einkaufen gehen. Wie können wir wieder hier raus, um in der Winkelgasse ein zu kaufen?" Wollte Harry noch wissen.
Mehurian machte ein bedrücktes Gesicht und erklärte: „Leider können sie vor erst diese Verliese nicht verlassen. Das Ministerium sucht sie und wir wollen kein Risiko eingehen, da wir ihre Abstammung durch ihr nicht mehr vorhandenes Blut-Erbe noch nicht nachweisen können. Natürlich können wir sie hier nicht festhalten und wenn sie darauf bestehen, dann können sie Gringotts sofort verlassen. Aber das Risiko aufgegriffen und eventuell verhaftet zu werden ist immens!"
Evelyn und Harry schauten sich kurz an und dann sagte Evelyn: „Sehen sie eine Chance, das wir unsere Legitimation irgendwie wieder herstellen können und eventuell auch auf unser Erbe wieder zurück greifen können?"
Mehurian nickte und sagte: „Ich will ihnen keine übertriebenen Hoffnungen machen. Wir arbeiten fieberhaft an einer Lösung. Wir haben dabei mehrere Ideen. Sobald eine auch nur ein wenig Erfolg verspricht, werden sie sofort unterrichten, zumindest solange sie hier unten sind!"
Nun sagte Harry: „Also ich halte es hier noch eine Weile aus", und mit einem Seitenblick auf Evelyn gerichtet sprach e weiter, „solange ich nicht alleine bin und wir weiter so gut versorgt werden!"
Evelyn nickte dazu und fragte: „Können sie vielleicht veranlassen, das man uns ein paar Dinge zum Anziehen besorgen kann?"
Nun strahlte der Kobold und sagte: „Wir haben hier eine Möglichkeit, das sie mit diesem Spiegel ihre Einkäufe abwickeln." Damit lies er einen mannshohen Spiegel erscheinen und stellte ihn aneine Wand im Verlies von Evelyn.
Dann fuhr er mit seiner Erklärung fort: „Sie sagen dem Spiegel den Namen des Geschäftes und dann können sie in einer Art virtuellen Laden eintreten und alles was sie aus dem Spiegel, der im Laden übrigens genau so aussieht, wieder mit heraus nehmen ist ihnen und wird von dem für sie eingerichteten Fonds aus bezahlt!"
Evelyn jubelte: „Das ist ja super. Und wenn wir unser Erbe dann irgendwann antreten, dann können wir ja alles in den Fonds zurück zahlen!"
„Ja das gefällt mir auch!" bestätigte Harry und dann sagte er noch: „Dann lass uns mal shoppen gehen, Schwesterherz!"
Als erstes sagte Evelyn Madame Malkins und sofort erschien im Spiegel der Laden für Zaubererkleidung. Gut gelaunt gingen Evelyn und Harry durch den Spiegel und standen dann auch schon mitten im Geschäft.
Harry und Evelyn schauten sich um und dann stellte Harry fest: „Es ist schon komisch, einkaufen zu gehen ohne andere Kunden und sogar ohne Verkäufer. Aber trotzdem ist es sogar sicherer für das Geschäft, da niemand etwas stehlen kann!"
Nun schaute sich auch Evelyn interessiert um und sagte nur kurz und bündig: „Stimmt, jetzt lass mich einkaufen gehen!"
Grinsend bemerkte Harry, wie sehr sich Evelyn auf das Einkaufen freute. Dann wurde ihm ein wenig schmerzhaft klar, das er selbe ja auch noch nie richtig einkaufen war. So stürzte er sich auch in das nicht ganz reale Getümmel und schaute sich noch Klamotten um. Nach einer Weile hatte er schon eigentlich alles was er sich vorstellte zusammen gesucht und anprobiert, als ihn Evelyn rief: „Harry komm doch bitte einmal her. Ich will hier was für dich aussuchen!"
Harry folgte der Stimme und fand Evelyn bei der Herren Unterwäsche. Sie hatte noch einige Boxershorts über dem Arm liegen und sagte: „Wie versprochen, ich hab dir welche aus gesucht!"
Damit legte sie ihm noch etliche Short über seinen Arm, er hatte tatsächlich nicht daran gedacht.
Nach einiger Zeit waren sie und endlich auch Evelyn ausreichend versorgt und so verließen sie den Laden von Madame Malkins vollgepackt und zufrieden.
Dann, im Verlies wieder angekommen, legten sie ihre Sachen in die Schränke, wohl wissend, das sie wahrscheinlich von Hauselfen erst einmal gewaschen würden und dann wieder ordentlich in dem Schrank würden liegen!
Dann sagte Harry: „Was hältst du davon zu Ollivander zu gehen. Das ist ein sehr altes (seit 382 v. Chr.) Geschäft für Zauberstäbe in der Winkelgasse. Dort könnten wir doch einmal schauen, ob wir dort noch einen Zauberstab für dich und mich finden, der besser zu uns passt, als der unserer Eltern!"
Bevor aber Evelyn aber antworten konnte hörten sie eine unbekannte tiefe, männliche Stimme, die sagte: „Das ist sehr wohl überlegt, aber nicht notwendig, da die optimalen Stäbe auf euch doch schon seit fast tausend Jahren warten!"
Harry und Evelyn hatten sie erschrocken umgedreht und sahen sich zwei Frauen und zwei Männern in altertümlichen Gewändern gegenüber.
