15. Kapitel – Die Wege der Magie!


„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung


Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… Sie stöhnten beide. Lesen, lesen, lesen. Sie schlugen die erste Seite eines der Bücher auf und begann zu lesen.

Der Tag, die Wochen und die Monate gingen schnell um. Harry und Evelyn war sehr bald damit fertig, die angeforderten Bücher zu lesen und nun hatte sie die Kunst der Elemente und die Meditation gemeistert. Ihre Kontrolle über ihre Elemente hatte sich außerordentlich verbessert. Mittlerweile konnten sie, wenn sie es wünschte, alle Elemente herbeirufen und sogar mixen. Ihre Formwandlung Technik hatte sich ebenfalls verbessert. Nun waren sie in der Lage ihre Erscheinung nach ihrem belieben zu verändern. Jeden Morgen, wachte sie um vier Uhr auf um zu üben.

Dann war der Tag gekommen, dass sie zurück zu Merlin und Morgana gehen konnten. Wieder einmal hatten sie ihre Ausbilder in Erstaunen versetzt und sie zum Schluss sogar teilweise in den Schatten gestellt. Wieder einmal hieß es Abschied nehmen.

„Nun geht zurück zu Merlin und Morgana und vollendet auch eure dortige Ausbildung mit dem gleichen Erfolg wie bei uns. Lebt wohl!" damit umarmte Lady Shiarta die beiden gefolgt von allen anderen Hohepriesterinnen.

Nun erschien auch wieder eine milchige Wolke und verschwand mit Evelyn und Harry…


Kurz darauf erschienen sie wieder bei Merlin und Morgana vor der Hütte. Es war noch sehr früh am Morgen und sie gingen in die Hütte hinein.

„Morgen!" rief Harry, als sie die Hütte betreten hatten. Müde und mürrisch kamen Merlin und Morgana herunter zu den beiden Potters.

„Mensch Leute, müsst ihr uns so früh wecken!" maulte Morgana.

„Jetzt lasst uns frühstücken und dann besprechen wir deine weitere Ausbildung." Ging Merlin nicht weiter darauf ein.

Nach dem Frühstück setzten sich die vier zusammen.

„Ich werde eure Geisteskräfte ausbilden. Dazu gehören Telekinese, Telepathie, Teleportation und Gedankenlesen," begann Morgana das Gespräch.

„Und ich bringe euch die Grundzügen der But- und Seelenmagie bei," ergänzte Merlin.

„Wir möchte aber unser Fitness-Training weitermachen." Sagte Harry

„Außerdem möchte wir uns weiter mit Sprüche und Flüche beschäftigen, selbst wenn sie dunkel sind." Merlin und Morgana schauten sie entsetzt an.

„Schaut uns nicht so an, es geht schließlich um Voldemort und auch Dumbledore und einige weitere extrem mächtiger dunkler Magier und mit einem Wingardium Leviosa kann ich die sicher nicht besiegen. Außerdem möchte wir lernen ein Animagus zu werden." Stellte Evelyn bestimmt fest.

„Ich habe mir unseren Plan folgender Maßen vorgestellt. Morgens von fünf bis sieben Fitness-Training. Dann Frühstück. Danach mit Morgana die Geisteskräfte Trainieren. Danach Mittag essen, dann mit Merlin die verschiedenen Arten der höheren Magie, danach Animagustraining, Abendessen und zum Schluss üben wir weiter die fortschrittliche Magie." Erklärte Harry.

„Da habt ihr euch aber viel vorgenommen. Doch zuvor sollten wir eure Animagusform feststellen. Wir haben hier eine heilige Quelle, in der Merlin den heiligen Gral verbarg, weshalb sich das Wasser rot färbte daher heißt die Quelle auch Blutquelle. Wenn ihr ein paar Tropfen Blut dort hinein fallen lasst, dann erscheint euch das Tier, in das ihr euch verwandeln könnt." Erklärte Morgana.

So machten sich die vier auf den Weg zur Blutquelle. Dort angekommen schauten sich die vier an und sowohl Evelyn als auch Harry ging sofort an den Rand der Quelle. Dort zogen sie einen Dolch, den ihnen Morgana reichte und erst schnitt sich Harry ein wenig in die Hand. Dann ließ er ein paar Tropfen Blut hinein fallen und verschloss den kleinen Schnitt mit einem Heilzauber. Dann konzentrierte er sich auf die Quelle. Das Wasser fing an zu rotieren und es erschien eine Art Nebel. Langsam konnte er im Wasser etwas erkennen. Es waren Unmengen von Tierformen. Sowohl magische als auch nichtmagische. Er konnte sich gar nicht alle merken. Alles was er kannte und noch viele mehr waren zu erkennen. Dann verblasste das Bild und plötzlich war nur noch klares Wasser zu erkennen.

Evelyn schnitt sich ebenfalls in den Finger und auch sie erkannte Unmengen von Tierformen. Sowohl magische als auch nichtmagische. Dann verblasste auch bei ihr das Bild und plötzlich war nur noch klares Wasser zu erkennen.

Dann drehte er sich ebenso wie Evelyn zu ihren Lehrern um und erkannten das sie die Beiden wieder einmal fassungslos anschauten.

„Was habt ihr den jetzt schon wieder. Ich habe so viele magische als auch nichtmagische Tiere gesehen, das ich mir das gar nicht merken konnte. Heißt dass das ich kein Animagus werden kann?" fragte Harry.

Evelyn schaute Harry an und sagte: „Mach dir keine Sorgen es ist notwendig, das wir ein Animagus werden..."

Merlin schüttelte nur den Kopf: „Nein, das Gegenteil ist der Fall. Ihr seid beide jeweils ein Multianimagus. Ihr könnt euch in jedes beliebige Tier sei es magisch oder auch nichtmagisch verwandeln. Wir konnten das beobachten während der letzten drei Stunden!"

„Was solange hat das gedauert?" fragte Evelyn erschrocken.

Harry sagte noch: „Ich dachte das wären nur ein paar Minuten gewesen!"

„Am besten gehen wir zurück und den restlichen Tag ruht ihr euch aus. Vielleicht trainiert ihr noch ein wenig, aber übertreibe es nicht!" ermahnte Morgana. Damit gingen sie zurück und Evelyn und Harry versanken wieder einmal in ihrem Selbststudium.

Am nächsten Morgen nach Training und Frühstück begann Morgana mit ihrer Ausbildung.

„Ihr kennt ja Legilimentik. Die hohe Kunst, Gefühle und Erinnerungen aus den Gedanken eines anderen herauszuziehen nennen Magier »Legilimentik«. Das als Gedankenlesen zu nennen würde man der Legilimentik nicht gerecht werden. Jemand, der die Legilimentik beherrscht, kann unter bestimmten Voraussetzungen in die Köpfe seiner Opfer eintauchen und richtig deuten, was er dort vorfindet. Einen Schritt weiter geht die Telepathie. Sie bezeichnet die Fähigkeit, Information von einem Menschen zu einem anderen Menschen oder allgemein einer anderen "Wesenheit" zum Beispiel Tier oder Pflanze zu übertragen, ohne direkt sinnlich wahrnehmbare Einflussnahme. Der Sender kann somit dem Empfänger mittels Gedankenkraft in Kontakt treten."

„Aber das beherrsche ich doch schon mit meinen Vertrauten und mit Evelyn. Muss ich das noch weiter lernen oder können wir nicht gleich mit der Teleportation beginnen?" fragte Harry und Evelyn nickte dazu.

Morgana lachte wieder einmal über ihre Ungeduld: „Ihr habt uns schon so oft überrascht, deshalb will ich mit euch probieren, ob nicht ein besonderer Aspekt in der Telepathie von euch genutzt werden kann. Telepathisch könnt ihr euch mit Wesen in eurer Nähe oder wenn ihr mit ihnen gebunden seid kommunizieren. Aber was ist, wenn ihr Telepathie über Zeit und Raum hinweg nutzen wollt? Wollt ihr dann nicht mit jemanden aus deiner Zeit versuchen in Kontakt zu treten?" fragte Morgana

„Mehurian..." war Harrys sofortige Reaktion.

„Oder Kastellaun..." meinte Evelyn noch.

„Zum Beispiel, aber zuerst wollen wir das mit leichteren Medien trainieren. Seht ihr den Falken und den Adler über uns fliegen? Versucht mit ihnen Kontakt aufzunehmen und bittet sie zu euch herab zu kommen. Wenn ihr das geschafft habt, dann habt ihr ein Studienobjekt um gleich eine erste Animagusform zu testen."

Sofort machten sie sich daran, an den Falken bzw. den Adler zu denken und mit ihm in Kontakt zutreten. Aber das war einfacher gedacht als getan. Nach einer halben Stunde waren beide Vögel verschwunden und sie hatten keinen Kontakt mit ihnen knüpfen können.

„Ärgert euch doch bitte nicht," kam es von Morgana, „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ihr müsst immer und immer mehr üben. Vielleicht nehmen wir zuerst Tiere, die hier heimisch und zutraulich sind. Wir haben hier auch Pferde. Mit denen könntet ihr anfangen. Später können wir dann auch Pflanzen nehmen."

„Ich kann dann auch mit Pflanzen sprechen?" Evelyn war überrascht.

„Ja, sicher aber erst einmal machen wir jetzt Pause und essen etwas. Danach könnt ihr mit Merlin mit der Blutmagie beginnen."

Nach dem Essen setzten sich Evelyn, Harry und Merlin zusammen. Morgana war unterwegs, um ein Pferd für die nächsten Tage zu besorgen.

„Harry, Evelyn lasst uns mit dem Thema der Blut- und Seelenmagie beginnen. Wisst ihr was das bedeutet?"

„Nein keine Ahnung!" kam Harrys ehrliche Antwort.

„Ich auch nicht!" bestätigte Evelyn

Merlin begann mit der Erklärung: „Die Blutmagie ist eine "wilde" bzw. schamanische Magieform. Ihre Riten und Gebräuche sind nicht nach logischen Mustern aufgebaut, es gehört eher eine gutes Gespür für die magischen Kräfte um sich herum."

"Die Blutmagie macht sich die Kräfte des Geistes zunutze. Sie zapft nicht nur die magischen Kräfte an, sondern auch die Kräfte der wechselwirkenden Energien von Seelen und spirituellen Umgebungen. Eine oftmals genutzte Kraft ist die, die im Blut eines Lebewesens vorhanden ist. Diese Magieform hat deswegen auch den Übernamen Blutmagie erhalten, obwohl sie im ursprünglichen „Ta'uri Rak'tar'pachai" heisst. Wie man den Namen entnehmen kann, stammt diese Magieart ursprünglich aus Shangri-La von den Ta'Uri Wölfen. Sie kommt auch in anderen Ländern vor, hat aber dort nicht einmal annähernd die Macht des Rak'tar'pachai erreicht."

„Die einzigen Personen, die diese durch ihre blutigen Rituale verrufene Magieart noch im vollen Umfang kennen, sind Rachas'ri und ich, denen das gesamte Wissen in den Geist gebrannt wurden und das Buch Taya'an, in welchem das Wissen über diese Magieart steht."

"Mit der Blutmagie lassen sich auch Dinge beschwören, unter anderem Folgende: Zombies, lebende Tote, gepanzerte Schrecken und Dämonen. Außerdem kann man mit Blutmagie die Fähigkeiten zweier in die Fähigkeiten einen neuerschaffenen dritten Wesen binden."

Harry und Evelyn schwirrte jedem der Kopf. Wie sollten sie das alles lernen? Fragten sie sich.

„Hier habt ihr das Buch Taya'an. Nehmt es und lest darin. Wenn ihr geeignet seid, wovon ich aber ausgehe, dann könnt ihr das lesen und auch lernen."

So vergingen die nächsten Wochen. Zwischenzeitlich kamen viele nichtmagische und magische Wesen vorbei und nach und nach erlernten sie beide deren Formen als ihre Animagusformen.

Mit dem Pferd konnten sie nach zwei Monaten telepatisch sprechen. Von da an ging es sehr schnell mit allen möglichen Tieren auch Vögel, der sehr weit entfernt flogen nahmen sie schnell Kontakt auf. Nach drei Monaten konnten sie mit allen Tieren die es hier gab kommunizieren. Nach weiteren drei Monaten konnten sie sich auch mit Pflanzen und Bäumen telepatisch unterhalten.

Mit der Blutmagie kamen sie ebenfalls sehr gut voran. Nicht nur, das sie Zombies, lebende Tote, gepanzerte Schrecken beschwören konnten auch den magischen Blut-Schwur beherrschten sie perfekt. Nur beim Erschaffen von neuen Wesen, in dem sie die aus zwei anderen neu erschufen waren sie noch nicht sehr weit gekommen.

Ihre Auswahl an eigenen Zaubersprüche und Flüche wurde immens groß. Und die Kraft, die hinter den Sprüchen steckten waren immens. Sie begannen nun auch die stablose und stille Magie zu üben. Langsam wünschten sie sich mit den Kobolden in Verbindung zu setzen.

„Ich möchte heute Abend versuchen mit Mehurian in Kontakt treten." Fing Harry am Abend an zu sprechen.

Evelyn nickte dazu.

„Ja versuche es sammle Kraft und gehe heute früher zu Bett und versuche mit deinem ganzen Herzen an den Kobold zu denken!" Sprach Merlin

Morgana stimmte dem zu: „Du schaffst das – sicher und du auch Evelyn, ihr könnt euch auch beide gleichzeitig mit ihm unterhalten!"

Sie waren dabei in den Schlaf hinweg zu driften. Dann schauten sie gleichzeitig plötzlich mit erschrockenen Augen auf und musterten ihn.

„Hallo Harry, Evelyn, seid ihr das wirklich? Oder ist das ein Traum? Wo seid ihr?" sprach Mehurian erschrocken.

„Was ist passiert?" fragte Evelyn.

„Ich…ich weiß nicht. Ich dachte ich würde träumen, weil du nicht zu bemerken schienst, dass ich da war." Gab Harry gegenüber Evelyn und Mehurian zu Besten.

Sie unterhielten sich noch ein Weile.

„Mehurian, lass uns jetzt weiter schlafen ich melde mich irgendwann wieder. Ach so was ich noch sagen wollte. Wir sind jetzt schon wieder zwei ein halb Jahre hier am lernen. Bis dahin werden wir uns auch äußerlich stark verändert haben."

„Gute Nacht!" kam es noch von Mehurian.

„Dir auch eine Gute Nacht Evelyn!" sagte dann noch Mahurian.

„Dir auch eine schöne Nachtruhe!"

Am nächsten Morgen erzählten sie beide Merlin und Morgana, das es ihm gelungen war mit Remus in Kontakt zu treten.

„Außerdem glaubt Mehurian, das wir beide jeweils ein Emphat sind. Ich denke es stimmt, ich konnten spüren wenn er sich schämte oder als er sehr bedrückt war!" sagte Evelyn

„Wow, das ist ja eine tolle Fähigkeit, aber warum war Mehurian denn bedrückt?" Wollte Morgana wissen.

„Sorry, aber darüber wollte er nicht sprechen!" antwortete Harry

„Auf jeden Fall kann ich euch bestätigen, dass ihr Emphaten seid und über das andere könnt ihr reden wann immer ihr wollt, es wäre aber besser sich das von der Seele zu reden." Sagte Merlin und Morgana nickte.

„Nun, nachdem ihn nun schon die Telepathie so super beherrscht sollten wir mit der Telekinese beginnen. Und Merlin wird mit euch auch die Seelenmagie beginnen." Sagte Morgana.

„Ihr kennt sicher den Aufrufezauber „Accio". Mit diesem Sammel- oder Aufrufezauber kann man bewegliche Gegenstände auch aus größerer Entfernung herbeizaubern. Oder „Wingardium Leviosa" mit dem man Gegenstände durch die Luft fliegen zu lassen kann. Dies alles werdet ihr dann viel besser durch eure Telekinese erlernen. Dies ist die Fähigkeit, allein durch Gedankenkraft physikalische Kraft auszuüben, zum Beispiel Gegenstände zu bewegen. Gelegentlich sind besondere Magier auch in der Lage durch Telekinese Gegenstände sichtbar zu verformen oder gar zu zerstören."

„Könnte ich dann jemanden den Zauberstab in seiner Hand zerstören bei einem Duell, Mo?" fragte Evelyn interessiert.

Morgana antwortete: „Ja genau, aber achte darauf, wenn ein Schutzzauber über den Gegenstand liegt, dann bewirkt diese Fähigkeit nichts."

„Kann man als Schutzzauber auch einen Reflexions-Zauber auf den Gegenstand legen, damit ein anderer mit Telekinetischen Fähigkeiten, dann die Wirkung vielleicht auf seine Gegenstände zurückprallen?" Harry war schon mitten in der Aufarbeitung dieser Fähigkeit.

Morgana war erstaunt: „Das sollten wir unbedingt testen! Nun aber erst einmal kurz zu den Grundlagen."

Sie legte einige Äste vor ihnen auf den Tisch. „So jetzt denkt einfach daran diese Äste von dem Tisch zu schieben. Aber bitte keine stummen Zaubersprüche, sondern bewegt den Ast mit euren Gedanken!"

Natürlich hatte Evelyn und Harry am Anfang einige Probleme. Aber nach sechs Wochen konnte sie sämtliche Gegenstände egal wie klein oder groß und wie stabil oder schwer auch immer bewegen und auch zerstören. Morgana war sehr begeistert.

Flashback

Merlin hatte in dieser Zeit mit ihnen das Thema der Seelenmagie bearbeitet.

„Was ist eigentlich Seelenmagie?" Wollten Harry und Evelyn unisono wissen.

Merlin antwortete: „Ich würde sagen, am Besten könnte man das mit Astralreisen umschreiben! Sozusagen eine tiefe, innere Verbindung zu einer oder mehreren Personen. So das man Gedanken und Gefühle teilt. Grundsätzlich kann man ein Seelenband in vier verschiedene Kategorien einteilen: 1. eine nicht permanente Geistverschmelzung, 2. das „Erkennen", 3. ein freiwilliges von beiden Parteien geschlossenes „Seelenband" und las but not least 4. die Entreißung einer Seele oder auch Seelenraub."

„Ich verstehe gar nichts?" stöhnte Harry auf. Evelyn verdreht nur ihre Augen.

„Also dann will ich mit einer Kurzen Einleitung beginnen." Setzte Merlin an.

„Bei einer nicht permanenten Geistverschmelzung kann sich ohne dass es abwegig wird eine größere Anzahl von Wesen beteiligen. Ermöglicht werden kann es durch Berührung oder durch Aufhalten der Person in der näheren Umgebung und ein wenig Konzentration. Jetzt fragen sich Außenstehende, was soll das, die Wesen sitzen einander doch schon gegenüber, warum sprechen sie nicht einfach über das was sie austauschen wollen. Das Schlagwort in diesem Fall heißt „Worte". Worte sind eine Beschreibung dessen, was passiert ist oder was passieren könnte. Ein Zauberer beispielsweise nimmt diese Worte auf, interpretiert sie, schlussfolgert und entscheidet dann mit seinen eigenen Gedanken. Tauscht man Ereignisse und Situationen in einem Seelenbund aus, so wird nicht über das Ereignis erzählt, sondern diese Situation noch einmal nachgefühlt. So braucht sich der erzählende Zauberer nichts ausdenken, um die Situation gebührend zu beschreiben und der zuhörende „Zuhörer" nichts interpretieren, weil er das Erlebte seines Gegenübers fühlen kann. Ein solches kurzfristiges nicht permanenten Seelenbund zu bewerkstelligen, bedarf es der astralen Welt, wie es ein Magier zu sagen pflegt."

Das übten sie zuerst und nach wenigen Wochen hatte beide das perfekt im Griff.

Danach erklärte Merlin ihm den zweiten Schritt: „Das Erkennen ist an Seltenheit und an seiner Definition so gewaltig, das es sehr schwierig ist, es auch nur annähernd verdeutlichend zu beschreiben. Ich werde es so gut es geht versuchen. Am Anfang weiß man nicht was passiert, man weiß nur manchmal, das etwas nicht mehr stimmt, eine innere Ruhe überfällt einem in der Gruppe, man wird fahrig, etwas aufbrausender, man isst wenig und sucht, um sich selbst wieder zu finden meist die Einsamkeit. Es ist nicht möglich zu erkennen was geschehen ist, ist man krank oder nur schwach. Andere wieder rum fühlten sich normal, zogen alleine umher und ahnten nichts. Ganz gleich ob man etwas fühlt wie innere Unruhe oder nichts, so wird es dennoch früher oder später passiert, jener Augenblick, den besonders die Elben „das Erkennen" nennen. Es ist der bloße Blick in sein Gegenüber, zufälliger Kontakt, ein einziger Moment in dem man sich ansieht und es erscheint einem als würde die Welt für einen winzigen Moment den Atem anhalten und alles würde still werden, so als hätte es niemals Geräusche gegeben. Nur ein einziges Wort erschallt wie der Klang einer wunderschönen Melodie in seinem Innern, es ist warm, vertraut und voller Liebe und ist man dem Blick, dem man austauschte im Nächsten Moment wieder entschwunden, so erklingt jener Name immer noch in einem und man weiß, es ist nicht sein eigener Seelenname. Meist schauen sich dann zwei Elben verwirrt und ungläubig in die Augen. Warum? Das Erkennen sucht sich Liebende aus, das mag Zufall sein. Ein Erkennen kann zu jeder Zeit, an jedem Ort zu jedem beliebigen Elben geschehen. Es kann auch sein, das sich zwei Elben erkennen, die sich überhaupt nicht mögen. Was die Sache natürlich komplizierter macht. Ein solches spontanes Erkennen ist unmöglich zu kontrollieren, weil jenes Gegenüber, dazu bestimmt ist, den Seelenamen des anderen zu erfahren. Andersherum ist es genauso. Warum das so ist, ich weiß es nicht, vielleicht frage ich die Mutter des Weltenbaumes oder den Weltenbaum selbst nach seinen Gründen."

„Dieses Erkennen ist ein Geschenk. Es hat nichts mit Vertrauen, Freundschaft oder Liebe zu tun, sondern ist eine Situation die einfach passieren kann und der man sich niemals entziehen kann."

„Wow, und offensichtlich sind wir doch ein wenig elbischer Abstammung, daher haben ich diese Fähigkeit auch?" fragte Evelyn.

Auch Harry schaute überrascht!

„Ja, aber das ist etwas, was du nicht trainieren kannst, es kommt und ist da und dann wirst du es merken. Außerdem haben auch die Druiden diese Fähigkeit. Bein Zauberern und Magiern kommt sie äußerst selten vor!" Erklärte Merlin.

„Darum gehe ich gleich auf das nächste Thema ein." Sprach Merlin weiter.

„Ein freiwilliges von beiden Parteien geschlossenes „Seelenband" ist die engste und festeste Verbindung. Man kann auch künstlich ein Erkennen hervorrufen. Dieses Erkennen erreicht man in dem man seinem Gegenüber seinen Seelennamen als Akt größtem Vertrauens und Freundschaft nennt. Du wirst irgendwann deinen Seelennamen erkennen. Dein bestes Training dazu ist die Kontaktaufnahme mit euren Eltern, Remus, Tonks und Sirius." Dieses Training solltet ihr die nächsten Wochen und Monate nebenbei mit trainieren."

„Und nun zum letzten und Schlimmsten Teil der Seelenmagie. Sie gehört zu den größten aller Foltern und die unumstößliche Wahrheit einem Wesen wirklichen Schmerz zuzuführen ist die Entreißung seiner Seele ohne dessen Einverständnis. Diese Tat ist so grauenvoll und unglaublich schmerzhaft, das kein Wesen das dieses Phänomen jemals durchgemacht hat davon berichten möchte, deshalb sind jegliche Aufzeichnungen eines Seelenraubes auch sehr wage. Ich möchte das du das kennst aber sein vorsichtig damit."

Harry und Evelyn waren ganz aufgeregt: „Kann man die Seele demjenigen, dem man sie gestohlen hat auch wieder entreißen? Und kann man einem Seelendieb die gestohlene Seele wieder entreißen und dem Bestohlenen wieder geben?" fragte Harry aufgeregt.

„Worauf willst du hinaus?"

„Ich glaube das Dementoren bei ihrem Kuss einem die Seele entreißen. Wenn dem so ist, müsste es doch möglich sein, diese seelenlosen Menschen doch zu helfen?"

„Das ist wieder so typisch für dich, Harry. Dem sollten wir in den nächsten Monaten nachgehen!" auch Merlin war ganz erfasst und aufgeregt in der nächsten Zeit bei diesem Thema.

Nach einigen Monaten und der zu Hilfenahme des Buches der fanden sie einen Zauberspruch, um diese bisher verloren geglaubten Seelen zu retten. Sie feierten dieses Ergebnis zusammen mit den magischen Wesen, die nun immer hier waren, bei einem gemütlichen Abendessen.

Flashback Ende

„Tja," resümierte Harry „jetzt lasst uns doch mit dem letzten Thema beginnen. Ich möchte nun endlich die Teleportation lernen"

„Und für die Nachmittage habe ich eine kleine Überraschung für euch, Evelyn und Harry," bemerkte Merlin. „Es ist ein Samuraimeister, namens Feng Shi Tiao. Er wird euch die asiatischen Kampfsportarten beibringen."

Am nächsten Morgen begann Morgana nach dem Unterricht mit der letzten Stufe ihrer Ausbildung.

„Als Teleportation bezeichnet man die Bewegung eines Gegenstandes von einem Raumpunkt zu einem beliebigen anderen Raumpunkt, zu einer frei gewählten Zeit, in minimaler Verzögerung, ohne dass das Objekt dabei physisch den dazwischen liegenden Raum durchquert. Das ist etwas anderes als das dir bekannte Apparieren. In dem du von deinem Aufenthaltsort verschwindest und fast zeitgleich an einem anderen Ort erscheinst. Man verschwindet, »disappariert«, dabei mit einem Ploppen oder Knallen und taucht kurz darauf mit dem gleichen Geräusch an anderer Stelle wieder auf. Das Apparieren ist für die meisten Zauberer eine äußert schwierige Angelegenheit, für die sie eine besondere Prüfung ablegen müssen. Wenn man es nicht richtig macht, kann man dabei »zersplintern«, das heißt Teile seiner selbst am Ausgangsort zurücklassen. Aber selbst wenn man das Apparieren beherrscht, ist es nicht immer möglich, diese Methode der Fortbewegung einzusetzen. Es gibt Orte, an denen das Apparieren durch magischen Zauberschutz unmöglich ist. Das ist überhaupt nicht so beim Teleportieren. Du stellst dir Zeit und Raum vor und bist dann dort. Der riesige Nachteil ist, du darfst den Ablauf der Zeit nicht zu deinen Gunsten in der Zukunft ändern, sonst kannst du nicht zurück in deinen Zeit aus der du kommst!"

„Also kann ich Voldemort als Schüler Tom Riddle nicht töten oder gar nur umstimmen, damit meine Eltern am Leben bleiben und auch alle anderen..." bemerkte Harry frustriert.

Nun bekam auch Evelyn Tränen in ihre Augen, da sie die gleiche Frage hatte.

„Genau das meinte ich damit. Aber wenn ihr jemand beispielsweise in der Vergangenheit helft, der euch in deiner Zukunft hilfreich sein kann, ihr das aber nicht wisst, dann geht das schon! Bedenkt das immer, auf euren Reisen!"

So gingen Wochen und Monate ins Land und langsam machten sich erste Erfolge bemerkbar. Auch Feng Shi Tiao war von Evelyns und Harrys Fähigkeiten mit dem Schwert immer begeisterter Dann eines Nachts, Merlin war irgendwo unterwegs...

Evelyn und Harry erwachten und entschieden sich fürs Teleportieren als Übung nachdem sie mitten in der Nacht aufgewacht waren. Sie wollten Merlin sehen.

Sie konzentrierten all ihre Gedanken und Gefühle auf diese Aufgabe. Als es nach einigen Minuten so aussah, als ob nichts geschehen würde, öffnete Beide ihre Augen wieder.

„Was? Seid ihr etwa überrascht, mich zu sehen?" fragte Merlin.

„Ich-ich dachte, es hätte nicht funktioniert." Stammelte Evelyn. Nun nickte Harry dazu.

„Ihr solltet es inzwischen besser wissen. Habt ihr gerade aufgegeben?"

„Ich habe dich nicht gehört und deine Gegenwart nicht gespürt, deshalb dachte ich, dass es nicht funktioniert hätte. Ich wollte es später noch einmal probieren, denn jetzt fühle ich mich so geschlaucht." Sagte nun Harry.

„Natürlich. Ihr habt mich von einem sehr weit entfernten Ort hergeholt, das kostet Energie."

„Kann sein. Wieso konnte ich dich nicht spüren?" fragte nun Evelyn.

„Du hast dich konzentriert und somit deine emphatischen Fähigkeiten unterdrückt. Ich wollte wie lange es dauert, bis du entweder aufgibst oder Multitasking verwendest. Das selbe gilt übrigens auch für dich Harry."

„Multitasking?" fragten beide synchron.

„Ja Evelyn, Harry. Ihr müsst noch lernen wie ihr mehrere Sachen gleichzeitig macht. Ihr werdet schon sehen, das wird euch helfen. Ihr müsst euch auf eine Sache konzentrieren, aber sicherstellen , dass eure anderen Fähigkeiten immer noch im Hintergrund arbeiten."

„Oh." war alles was er sagen konnte und Evelyn schaute ihn nur mit großen Augen an, und Merlin fing an zu lachen.

„Macht euch keine Sorgen. Ihr bekommt das schon hin. Immerhin habt ihr mich hier hergeholt, nicht?"

Harry und Evelyn grinsten stolz.

„Gut gemacht, ihr Beiden. Seid ihr jetzt wieder fürs Training bereit?"

„Ja, auf jeden Fall."

Wieder einige Woche später war es dann soweit.

„Na gut. Ich möchte versuchen, uns beide zu teleportieren, um Merlin zu besuchen." Sprach er mit Morgana und Evelyn.

„Wirklich?" fragte sie aufgeregt.

Sie nahm seine Hand und wartete aufgeregt während Harry und Evelyn sich konzentrierten. Nach weniger als einer Minute lösten sie sich in der Dunkelheit auf uns standen plötzlich vor dem Tisch, an dem Merlin saß und einen kleinen Imbiss vorbereitet hatte.

„Ah, Harry, Evelyn, Mo. Schön dass ihr vorbeikommt."

„So nachdem ihr auch eure letzte Prüfung bestanden habt seid ihr nun die einzigen der Auserwählten „Reisender in Zeit und Raum". Ich bin so stolz, das du das geschafft hast..." Morgana war ganz aus dem Häuschen.

Harry teleportierte sich zusammen mit Merlin und Evelyn sich zusammen mit Morgana zurück in deren gemeinsame Hütte.

Feng Shi Tiao gesellte sich zu den vieren: „Evelyn, Harry, die Ausbildung mit dem Schwert habt ihr ausgesprochen erfolgreich abgeschlossen. Ich möchte mit Evelyn und mit Harry eine letzte Prüfung machen. Dafür habe ich euch etwas mitgebracht." Damit hielt Feng Shi Tiao Harry und Evelyn einen länglichen Gegenstand, der in ein Tuch eingewickelt war entgegen.

„Nehmt es euch heraus!" sagte Feng Shi Tiao ermutigend.

Harry nahm das Schwert heraus, ebenso wie Evelyn..

„Niemand konnte bisher die beiden Schwerter aus der Scheide ziehen. In der Legende heißt es, es wären Schwerter, nicht von dieser Welt. Sie hätten einst einem Seraphim gehört. Und da ihr offensichtlich die Kraft in euch tragt ist es für mich sicher, das ihr hiermit die wahren Träger seid!"

Harry war ebenso baff und total begeistert wie Evelyn.

Feng Shi Tiao überreichte ihnen noch eine Gurtkonstruktion und erklärte den Beiden folgendes: „Mit diesen Gurten könnt ihr eure beiden Schwerter auf dem Rücken befestigen, um sie mit beiden Händen gleichzeitig ziehen zu können. Das hilft euch dann auch, wenn ihr sie im sitzen ziehen müsst. Und zu guter Letzt sind beide Schwerter durch diesen verzauberten Gurt für niemanden sichtbar und ertastbar, da hilft auch kein Zauberspruch dagegen."

Evelyn und Harry bedankten sich überschwänglich und zogen die beiden Schwerter direkt auf ihren jeweiligen Rücken an. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So würden sie nun immer alle ihre Waffen bei sich tragen können, ohne das sie eine Behinderung darstellten oder auffielen.

Er unterhielt sich noch mit den vieren bis in den späten Abend aber kurz vor Mitternacht gingen sie alle fünf schlafen.

Am nächsten Morgen wollten sie die letzten Vorbereitungen und ihre Rückreise besprechen. Harry und Evelyn verabschiedeten sich vorerst von den dreien vor dem Frühstück für einen kleinen letzten Spaziergang.

„Mensch Harry, Evelyn" begann Morgana, „jetzt wart ihr fast zwei Jahre bei den Hohepriesterinnen der Elemente und ein Jahr bei uns. Ich muss sagen es tut schon weh euch ziehen zu lassen. Aber es muss sein. Was ihr hier geleistet habt war geradezu übermenschlich. Gleichzeitig haben wir euch als absolut nette, höfliche aber manchmal auch sehr nachdenkliche Menschen kennen gelernt. Aber ich denke wir sehen uns doch irgendwann wieder. Hier zum Abschied möchte ich euch zwei Anzüge schenken, die ich für euch gemacht habe. Macht's gut." Und mit Tränen in den Augen umarmte sie erst Evelyn und dann Harry und verschwand schluchzend in der Hütte.

„Tja Harry du und auch du, Evelyn, macht mir Mut für die Zukunft. Ihr seid intelligent und zielbewusst und doch denkt ihr immer daran anderen zu helfen wo es nur geht. Schlau und fleißig im Lernen seid ihr ohnehin. Und jetzt geht es für euch zur nächsten Etappe.

Nun kam Feng Shi Tiao auf ihn zu: „Ihr seid jetzt schon große Krieger. Und außerdem seid ihr außergewöhnlich faire und gerechte und kaum zu bezwingende Krieger. Leider müssen Krieger etwas tun, was dir überhaupt nicht liegt. Ihr müsst eure Gegner auch besiegen und das kann auch das Töten des Gegners bedeuten. Doch denkt immer an Folgendes: Ein großer Krieger muss manchmal Gutes auf böse Weise tun. Beherzigt diesen Leitspruch, er passt zu euch wie sonst zu niemand. Ach ja und außerdem ein Krieger, auch wenn er getötet hat ist kein Mörder. Das ist meine Meinung! Ich möchte euch auch noch etwas mitgeben." Dann sprach er eine japanische Beschwörungsformel. „Hiermit habt ihr nun einen Kampfanzug der Samurai, der aber erst aktiv wird, wenn ihr kämpfen müsst. Er hält auch Messer, Pfeile und leichte Flüche ab. Dies ist mein Abschiedsgeschenk. Ehre euch beiden"

Damit verneigte sich Feng Shi Tiao vor Harry und war im nächsten Moment verschwunden.