16. Kapitel – Das verschwundene Blut-Erbe


„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung


Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… „Mensch Harry, Evelyn" begann Morgana, „jetzt wart ihr fast zwei Jahre bei den Hohepriesterinnen der Elemente und ein Jahr bei uns. Ich muss sagen es tut schon weh euch ziehen zu lassen. Aber es muss sein. Was ihr hier geleistet habt war geradezu übermenschlich. Gleichzeitig haben wir euch als absolut nette, höfliche aber manchmal auch sehr nachdenkliche Menschen kennen gelernt. Aber ich denke wir sehen uns doch irgendwann wieder. Hier zum Abschied möchte ich euch zwei Anzüge schenken, die ich für euch gemacht habe. Macht's gut." Und mit Tränen in den Augen umarmte sie erst Evelyn und dann Harry und verschwand schluchzend in der Hütte.

„Tja Harry du und auch du, Evelyn, macht mir Mut für die Zukunft. Ihr seid intelligent und zielbewusst und doch denkt ihr immer daran anderen zu helfen wo es nur geht. Schlau und fleißig im Lernen seid ihr ohnehin. Und jetzt geht es für euch zur nächsten Etappe.

Nun kam Feng Shi Tiao auf ihn zu: „Ihr seid jetzt schon große Krieger. Und außerdem seid ihr außergewöhnlich faire und gerechte und kaum zu bezwingende Krieger. Leider müssen Krieger etwas tun, was dir überhaupt nicht liegt. Ihr müsst eure Gegner auch besiegen und das kann auch das Töten des Gegners bedeuten. Doch denkt immer an Folgendes: Ein großer Krieger muss manchmal Gutes auf böse Weise tun. Beherzigt diesen Leitspruch, er passt zu euch wie sonst zu niemand. Ach ja und außerdem ein Krieger, auch wenn er getötet hat ist kein Mörder. Das ist meine Meinung! Ich möchte euch auch noch etwas mitgeben." Dann sprach er eine japanische Beschwörungsformel. „Hiermit habt ihr nun einen Kampfanzug der Samurai, der aber erst aktiv wird, wenn ihr kämpfen müsst. Er hält auch Messer, Pfeile und leichte Flüche ab. Dies ist mein Abschiedsgeschenk. Ehre euch beiden"

Damit verneigte sich Feng Shi Tiao vor Harry und war im nächsten Moment verschwunden.


…und schon verschwanden die Merlin und Morgana wie Schemen vor ihren Augen. Im nächsten Augenblick tauchte beide wieder im Verlies bei Mehurian auf.

Das Verlies war jedoch leer. Evelyn und Harry schauten sich um.

„Ist dir aufgefallen, das wir hier nun immer mehr Räume sehen und betreten können, die alle möglichen Artefakte und Bücher beinhalten?" fragte Evelyn Harry.

„Ja das ist mir auch aufgefallen. Außer unseren beiden Räumen sind das noch die vier Räume der Gründer Hogwarts und jeweils ein Raum von Merlin und einer von Morgana. Aber es sind neun Räume, siehst du die Türe da zwischen den beiden Türen, die in die Räume von Merlin und Morgana führen?" bemerkte Harry.

„Und komisch ist auch, das bisher nirgendwo irgendwelches Geld oder andere „Schätze" sind!" stellte Evelyn noch fest.

„Stimmt, das ist mir noch gar nicht so aufgefallen!!!" sagte Harry

Inzwischen waren außer ihren beiden ersten Räumen, den Schulverliesen von Harry und Evelyn, die ja von Dumbledore und Konsorten leer geräumt waren insgesamt neun weitere Räume hinzu gekommen, so wie sie es eben gerade gezählt hatten..

Sie gingen in den neuesten Raum und stellten fest, das dieser ein Verlies von den Hohepriesterinnen war. Hier fanden sie wertvolle und interessante Lektüre zum Thema der Elementarmagie.

Interessiert schauten sie sich um und dann nahm sich jeder etwas Lektüre, um darin zu lesen. Nach ungefähr zwei Stunden schaute Harry auf und runzelte fragend seine Stirn.

„Was ist los? Was beschäftigt dich, Harry?" wollte Evelyn wissen.

„Ich frage mich, warum wir nun insgesamt sechs Jahre in der Ausbildung waren, und uns von der Erscheinung kaum geändert haben? Wir sind zwar durchtrainierter und kräftiger geworden, aber unser Aussehen ist immer noch das von siebzehn jährigen Menschen und nicht von drei und zwanzig jährigen Erwachsenen?"

„Das stimmt, jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf, das wir ja eigentlich reifer aussehen sollten. Andererseits, hast du etwas an meinem Aussehen aus zu setzen, mein lieber „Bruder?"" dabei klimperte Evelyn kokett mit ihren Augen.

Harry verdrehte derweil seine Augen und sagte: „Nein ich habe nichts an deinem Aussehen aus zu setzen. Und du musst auch nicht andere aussehen oder weiter entwickelt sein. Du siehst gut aus, so wie du bist. Mir gefällst du!"

Evelyn konnte sich nicht bremsen und zog ihren Bruder weiter auf: „Also ich gefalle dir, aha, das ist es also! Hast du dich etwa in mich verliebt?"

Doch Harrys Antwort darauf schockierte sie doch sehr: „Weißt du, das ist das nächste, um was ich mir die ganzen Zeit schon Gedanken gemacht habe. Zum Einen weiß ich mein Gefühl für dich nicht wirklich ein zu schätzen. Ich weiß nicht warum ich so fühle, aber ich komme nicht dagegen an. Ich mag dich anders, als ein Bruder dich mögen sollte. Es ist verrückt, aber immer wenn wir hier drin sind, dann sehe ich in dir eine Freundin und mehr als das. Anderer seits habe ich mich auch schon gefragt, warum wir uns in der Ausbildung überhaupt nicht auch nur als Geschwister zu einander hin gezogen fühlten. Ich bin einfach nur total verwirrt..."

Überrascht, ja geschockt schaute ihn Evelyn an. Dann stand sie auf, ohne ein Wort zu sagen und wollte den Raum verlassen.

„Was ist, Evelyn, warum sagst du nichts? Gehe bitte nicht weg! Ich wollte dir nicht weh tun, aber ich will dich doch nicht anlügen! Bitte bleib hier und wenn du sauer bist, dann sage, schrei mich an oder hau mir eine runter! Aber geh nicht weg ohne was zu sagen! Ich, ich,..." fassungslos rang Harry um seine Haltung.

Evelyn hatte sich derweil umgedreht mit Tränen in den Augen.

Als Harry das sah, schossen ihm selbst die Tränen in die Augen. Er wollte seine Schwester nicht zum Weinen bringen.

„Bitte verzeih und vergesse, was ich gesagt habe. Ich will dich nicht verlieren, du bist doch das Einzige was mir von unserer Familie noch geblieben ist!" versuchte Harry zu retten, was noch zu retten ist.

Nun schmunzelte Evelyn doch, war aber gleichzeitig auch sehr nachdenklich. Dann sagte sie endlich nach langer Zeit: „Harry ich bin nicht traurig oder gar bestürzt, wie du über uns denkst. Ich war nur überrascht, das du ebenso wie ich empfindest. Ich war nur unsicher, ob du auch so empfindest. Aber das darf nicht sein, das ist nicht rechtens! Wir dürfen uns nicht lieben! Zumindest nicht als Paar, natürlich wie Geschwister!"

„Du hast ja recht, das weiß ich doch auch. Aber ich komme im Moment nicht so ganz klar mit unserer Situation!" bemerkte Harry.

Nun schwiegen Evelyn und Harry eine Weile und vermieden auch jeglichen Blick Kontakt und waren gleichzeitig tief in ihre eigenen Gedanken versunken.

Dann sagte Evelyn: „Weißt du was, wir sollten in nächster Zeit, zumindest wir hier noch drinnen sind in unseren eigenen Räumen schlafen. Vielleicht legen sich dann unsere Gefühle?"

„Vom Verstand aus muss ich dir zustimmen, vom Herzen her bin ich dagegen!" sagte Harry.

„So geht es mir auch, Harry!" antwortete Evelyn

Dann hörten beide eine Stimme in ihren Köpfen. Es war Lady Shiarta, die sich bei ihnen telepatisch meldete: #Evelyn, Harry, bitte beruhigt euch. ich, nein wir alle, also die Gründer von Hogwarts, Merlin, Morgana und auch alle anderen Hohepriesterinnen haben eure Unterhaltung mit bekommen. Ich muss euch leider folgendes sagen. Ihr dürft euch jetzt nicht lieben wie es unter Mann und Frau so üblich ist. Ihr habt leider noch nicht einmal die Hälfte eurer notwendigen Ausbildung erfahren, die ihr benötigt und die euch zusteht. Es ist für uns alle verwunderlich, das sich eure Gefühle so in den Fordergrund zu schieben in der Lage sind. Ihr seid noch viel stärker als wir in unseren kühnsten Träumen gehofft hatten! #

#Aber was hat das mit den Gefühlen uns gegenüber zu tun? # wollte Harry wissen.

#Dann ist es doch wirklich besser, wenn wir in nächster Zeit, zumindest solange wir hier noch drinnen sind, in unseren eigenen Räumen schlafen. Vielleicht legen sich dann unsere Gefühle zueinander? # fragte Evelyn.

#Nein, das ist Grund verkehrt. Ihr müsst so nah wie möglich sein, so lange wie es geht. Eure Gefühle müsst ihr akzeptieren, aber ihr dürft ihnen auf keinen Fall nachgeben. Das ist auch ein Teil eurer vielen, vielen Prüfungen, die euch noch bevor stehen. Es tut mir aufrichtig leid, aber da müsst ihr halt nun einmal durch! # erklärte Lady Shiarta.

#Das kann ich nicht machen und auch nicht akzeptieren. Warum sollen wir all diese Ausbildungen machen, nachdem was uns bisher alles geschehen ist. Und dann sollen wir Gefühle für einander akzeptieren, obwohl wir Geschwister sind, aber diesen Gefühlen nicht nach gehen dürfen? Ich verstehe das nicht? # Harry war verzweifelt.

Nun mischte sich auch Evelyn mit ein: #Mir geht es genau so wie Harry. Ich kann das auch nicht verstehen. Besonders aber interessiert mich, ob wir nun Geschwister sind oder nicht...#

#Das ist etwas, das ich euch nicht sagen kann, da es noch nicht sicher ist, was ihr nun seid. Aber das werden die nächsten Tage euch zeigen...# damit war Lady Shiarta auch schon wieder aus den Gedanken von Evelyn und Harry verschwunden.

Nach einiger Zeit das Schweigens und des Nachdenkens der beiden sagte Evelyn: „Weißt du eigentlich wie viel Uhr wir haben, oder gar welchen Tag wir haben?"

Harry schüttelte seinen Kopf: „Nein, aber ich wüsste das auch gerne. Aber noch Mal zu dem Gespräch von vorhin. Wie sollen wir uns eigentlich weiter zueinander verhalten oder zueinander stehen?"

„Ich würde sagen, das wir es auf uns zukommen lassen und auch erst einmal mit Mehurian und Kastellaun reden, wie es eigentlich mit unserem Blut aussieht und es um unserem Erbe so steht!"

„Das ist wahr. So sollten wir das machen. Lass uns noch ein wenig üben und trainieren, Evelyn." Sagte Harry nachdenklich.

So wiederholten sie die vielen Übungen und konnten auch hier in den verschiedenen Verliesen hin und her teleportieren. Sie unterließen es aber irgendwo hin außerhalb zu teleportieren. Sie wollten kein unnützes Risiko eingehen.

Nach ein paar Stunden erschien dann der Kobold Mehurian und war erfreut, die beiden wieder zu sehen.

Er konnte aber die neuen Verliese nicht betreten und wartete in dem Schulverlies von Evelyn. Als sie dann zu ihm gingen begrüßte er sie ganz aufgeregt: „Endlich sind sie wieder hier. Sie waren wiederum drei Tage abwesend. Ich bin froh sie Mrs. Potter und sie Mr. Potter wieder hier zu sehen!"

„Danke, Mr. Mehurian, für ihre Anteilnahme und Freude, uns wieder zu sehen." Bedankte sich Evelyn.

Harry antwortet: „Die Freude liegt ganz bei uns Mehurian, aber auch vielen Dank für ihre Anteilnahme!"

„Darf ich erst wieder Kastellaun holen, bevor wir uns weiter unterhalten?" bat Mehurian.

„Selbstverständlich, gerne!" antwortete Harry höflich.

Evelyn nickte dazu.

Damit war auch Mehurian schon wieder verschwunden. Nach einigen Minuten erschien er wieder, aber alleine.

Mit fragender Mimik schauten ihn Evelyn und Harry an und er erklärte: „Kastellaun wird in einer halben Stunde erscheinen und ihnen die Ergebnisse über die Recherche zu ihrem Bluterbe erläutern. Vorab aber kann ich ihnen etwas zu essen besorgen, wenn sie wollen!"

Harry war begeistert und Evelyn antwortete: „Wenn es nicht zu viel Aufwand ist, würden wie gerne viel Obst bekommen und vielleicht auch etwas Fisch!"

„Kein Problem, Mrs Potter, diesen Wunsch kann ich ihnen gerne und ohne Probleme besorgen. Haben sie sonst noch Wünsche, oder sie Mr. Potter?" fragte Mehurian.

„Ja, ich hätte da noch zwei Wünsche. Zum einen würde ich gerne eine Uhr mit Datumsangabe hier im Raum hängen haben, sie das wir uns zumindest daran orientieren können..." sagte Harry.

„Das ist überhaupt kein Problem, Mr. Potter, das ist sogar eine sehr gute Idee. Und was bitte ict ihr zweiter Wunsch?" fragte Mehurian.

„Das ist eine Bitte, an der mir sehr, sehr gelegen ist", sagte Harry und machte eine längere Pause. Mehurian schaute ihn fragend und neugierig an, während Evelyn sich unwohl fühlte, da sie nicht wusste, was Harry vor hatte.

Dann setzte Harry seine frage fort: „Könnten sie mich bitte mit Harry ansprechen, schließlich sind wir mehr als nur Geschäftspartner, eigentlich sind wir doch so etwas wie Freunde..."

Mehurian schaute ihn mit einer Mischung aus Erstaunen und Entsetzen an. Evelyn hingegen strahlte über das gesamte Gesicht und zeigte auch eine große Erleichterung, weil sie bis dahin nicht wusste, was Harry wollte.

Nun musste Evelyn auch schmunzeln und fügte ihrerseits hinzu: „Das gilt natürlich auch für mich. Wenn sie mich also bitte künftig auch mit meinem Vornahmen ansprechen würden, wie es unter vertrauten Wesen so üblich ist! Mein Name ist Evelyn!"

Mehurian war einfach nur sprachlos. Er bekam erst einmal kein Wort heraus. Nachdem er sich dann gefangen hatte sagte er: „Das ist mir eine Ehre..."

In diesem Moment erschien Kastellaun und fragte: „Mehurian, was ist für sie eine Ehre?"

Mehurian schaute erschüttert seinen Vorgesetzten an, aber Harry und Evelyn retteten die Situation, in dem sie Kastellaun erklärten, worum sie Mehurian gebeten hatten.

Kastellaun war nicht minder überrascht. Nach einigem Zögern und einem kurzen Überlegen willigte er ein: „Ich kann nur die Worte von Mehurian wiederholen. Es ist mir eine Ehre, das sie so viel Vertrauen in uns setzen. Wir nehmen das Angebot dankend an!"

Nachdem sich alle vier soweit beruhigt hatten, kam Kastellaun zum eigentlichen Thema, über das sie hier zusammen reden wollten.

„Ich habe zur Frage der Erbschaft bisher keine guten Ergebnissen, eigentlich nur sehr schlechte und Besorgnis erregende!" begann Kastellaun mit seiner Erklärung.

„Ihr Blut kann definitiv nicht für das Bluterbe her halten. Außerdem ist das Gold aus ihren Schulverliesen unwiderruflich verloren. Es sieht so aus, als hätten sie selber das Gold abheben lassen, obwohl sicher ist, das es andere Personen, als sie waren. Sie haben laut unseren Unterlagen andere mit der Verwaltung des Goldes beauftragt, die bereits bekannten Personen. Damit ist leider alles Rechtens und sie haben damit auch kein Anspruch auf Rückerstattung!"

Evelyn und Harry waren zu tiefst bestürzt, gleichzeitig waren sie sich aber auch im Klaren, das sie dagegen nichts mehr machen konnten, denn wenn es eine Chance geben würde, dann würde ihnen das Kastellaun mitteilen.

„Ich muss ihnen aber noch weitere schlechte Nachrichten mit teilen. Die bekannten Familien versuchen alles nur erdenkliche, um an die weiteren Verliese der Familien Potter, Black, Tonks, Evans und Lupin zu gelangen. Der einzige Lichtblick ist aber, das hier der Weg des Bluterbes offensichtlich nicht funktioniert. Wir wissen aber auch nicht, warum?"

Harry und Evelyn waren sehr überrascht, dann sagte Harry: „Nun ich sehe das nicht so schlimm. Somit scheint es für mich, das wir vielleicht doch auf anderem Wege an unsere verbliebenen Erben heran kommen können!"

Evelyn nickte und sagte: „Genau das ist der Weg, den wir verfolgen sollten. Wie sieht es denn eigentlich damit aus, das wir auch einmal hier raus kommen können?"

„Da möchte ich ihnen auf das stärkste von abraten. Sie werden nicht nur von dem Ministerium und deren Auroren gesucht, sondern auch von Dumbledore und einigen seiner Verbündeten und schließlich auch noch von den Todessern und dem dunklen Lord!"

Evelyn und Harry schauten sich an, als Harry auf einmal offensichtlich eine gute Idee zu haben schien.


Das musste ich hier einmal sagen: Vielen, vielen Dank für die vielen lieben Reviews!!!