17. Kapitel – Ausflug nach Muggel-London!
„bla, bla, bla." Gesprochene Worte
# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung
Übergang aus dem vorherigen Kapitel:
… Evelyn und Harry waren zu tiefst bestürzt, gleichzeitig waren sie sich aber auch im Klaren, das sie dagegen nichts mehr machen konnten, denn wenn es eine Chance geben würde, dann würde ihnen das Kastellaun mitteilen.
„Ich muss ihnen aber noch weitere schlechte Nachrichten mit teilen. Die bekannten Familien versuchen alles nur erdenkliche, um an die weiteren Verliese der Familien Potter, Black, Tonks, Evans und Lupin zu gelangen. Der einzige Lichtblick ist aber, das hier der Weg des Bluterbes offensichtlich nicht funktioniert. Wir wissen aber auch nicht, warum?"
Harry und Evelyn waren sehr überrascht, dann sagte Harry: „Nun ich sehe das nicht so schlimm. Somit scheint es für mich, das wir vielleicht doch auf anderem Wege an unsere verbliebenen Erben heran kommen können!"
Evelyn nickte und sagte: „Genau das ist der Weg, den wir verfolgen sollten. Wie sieht es denn eigentlich damit aus, das wir auch einmal hier raus kommen können?"
„Da möchte ich ihnen auf das stärkste von abraten. Sie werden nicht nur von dem Ministerium und deren Auroren gesucht, sondern auch von Dumbledore und einigen seiner Verbündeten und schließlich auch noch von den Todessern und dem dunklen Lord!"
Evelyn und Harry schauten sich an, als Harry auf einmal offensichtlich eine gute Idee zu haben schien. ...
Harry schaute sich grinsend um. Dann sagte er: „Und wo suchen sie uns? Doch sicher in der Winkelgasse, in der Nokturngasse, in Hogsmeade oder sonst wo, wo sehr viele Hexen und Zauberer zu erwarten sind, oder dort wo wir zu Hause sind oder besser gesagt waren. Also sollte doch ein Ausflug, mit ein wenig Tarnung, an für die magische Welt weniger bekannte Orte sehr viel sicherer sein, oder?"
Nun strahlt Evelyn und sagte: „Es soll aber nicht irgendwo im Niemandsland oder in der Pampa sein, sondern in der Stadt. Und mir wäre es schon lieb, wenn es London wäre! Da kann man wenigstens etwas unternehmen und langweilt sich nicht so!"
„Also sollten wir den Liguster Weg und die Gegend um die Winkelgasse und um die Nockturngasse weiträumig meiden!" überlegte Harry laut.
Evelyn sagte: „Ich kann da gar nichts dazu sagen, da ich bisher noch nie in London war und nur das gesehen habe, als Harry mich befreit hatte und den Klamotten Laden..."
Nun strahlt auf einmal Kastellaun und erklärte: „Ich habe da eine Idee. Im Stadtteil Soho gibt es eine Besonderheit von London. Es ist das sogenannte Chinatown von London. Dort würdet ihr nicht auffallen, und es werden dort nur sehr wenige auf euch achten, besonders da dieses Chinatown mehr auf den kommerziellen Tourismus ausgelegt ist. Aber man findet auch viele Lokale, Tempel und Händler von den unterschiedlichsten Waren. Und am Rand von Chinatown ist ein heruntergekommenes Industriegelände, wohin sie leicht apparieren oder mit einem Portschlüssel hin gelangen könnten, ohne Aufsehen zu erregen!"
Nun mischte sich auch noch Mehurian mit in die Diskussion ein und sagte: „Das würde dann morgen früh gut passen, da dann Wochenende ist und dort viel weniger Manschen an zu treffen sind!"
Kastellaun nickte und bestätigte: „Das, mein lieber Mehurian, ist eine ganz ausgezeichnete Idee!"
Harry grinste und freute sich auf ihren Ausflug.
Aber besonders Evelyn war Feuer und Flamme für diesen Vorschlag. Sie jubelte: „Endlich lerne ich mal etwas von der Welt kennen und bleibe nicht eingesperrt!"
Nun realisierte auch Harry, das sie eigentlich nie gedankenlos faulenzen konnten. Kastellaun reichte ihnen noch eine Lektüre, die das Londoner Chinatown beschrieb und verschwand dann mit Mehurian.
Nun machten sich Evelyn und Harry an die Planung.
„Wir sollten aber trotz alle dem nicht unbewaffnet dort hin gehen!" stellte Harry fest.
„Das stimmt, wir können unsere Schwerter doch tarnen, ebenso wie unsere Zauberstäbe!" bestätigte Evelyn.
„Wie lange wollen wir eigentlich dort bleiben?" fragte Harry.
Evelyn überlegte und fragte dann selber: „Hättest du was dagegen, wenn wir mehrere Tage dort bleiben würden und vielleicht dort auch übernachten würden, wenn es uns gefällt?"
„Da bin ich dabei! Aber wir brauchen auch noch Geld, um dort zu bezahlen..." stellte Harry noch fest.
Als wären ihre Worte erhört worden, erschien Mehurian und übergab beiden eine kleine Plastikkarte und jeweils einen Geldbeutel, der deutlich gefüllt war. Als Harry und Evelyn ihn fragend anschauten erklärte dieser: „Sie kennen doch sicher unseren Notfallfonds. Aus diesem haben wir das Geld genommen, was sie in den beiden Geldbeuteln finden. Und diese Plastikkarte ist auch ein Zahlungsmitte der Muggel, eine sogenannte Kreditkarte. Mit dieser können sie in Restaurants oder auch in Hotels zahlen und auch in größeren Geschäften..."
Hierbei nickte Harry und sagte: „Das habe ich schon das eine oder andere Mal bei Onkel Vernon gesehen. Man braucht auch eine Geheimnummer oder nicht?" fragte er noch Mehurian.
Dieser nickte und erklärte ihnen noch ausführlich den Gebrauch und die magischen und sehr sicheren Schutzmechanismen, die noch zusätzlich darauf lagen. Damit ausgerüstet stand nun dem Ausflug nichts mehr im Wege.
Daraufhin verabschiedete sich nun Mehurian endgültig, nicht ohne vorher noch eine gute Nachtruhe gewünscht zu haben.
Wie mit Lady Shiarta besprochen legten sich Evelyn und Harry zusammen in ein Bett, kuschelten sich vorsichtig und zurückhaltend an einander und schliefen dann doch schnell ein.
Am nächsten Morgen dann machten sie sich reisefertig und aßen erst einmal ihr Frühstück. Dann schauten sie sich nochmals gemeinsam die Koordinaten an und teleportieren zwischen alte verfallene Lagerhallen, die sie sich gemeinsam ausgesucht hatten. Dabei machten sie sich gleichzeitig unsichtbar, um auf alles optimal vorbereitet zu sein.
Sie verschwanden aus dem Verlies und erschienen genau am geplanten Landepunkt unbemerkt, da sie ja unsichtbar waren. Und das war auch gut so, da sie eine größere Anzahl von Leuten gerade im Moment aus einer Limousine und einem Transporter ausstiegen.
Telepatisch sagte Harry: #Das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Was ein Glück, das wir nicht von den Muggeln gesehen werden können! #
#Stimmt das ist nicht schlecht so. Was machen die denn da? # wollte Evelyn wissen.
#Ich habe keine Ahnung! #sagte Harry
In diesem Augenblick wurden noch zwei zehn bis zwölf-jährige Mädchen aus dem Transporter gezerrt. Diese schienen sich offensichtlich heftig zu wehren, konnten aber nichts gegen die Männer ausrichten.
#Das sieht wie eine Entführung aus! #sagte Harry.
Er konnte spüren, das sich eine gewaltige Emotion bei Evelyn auflud, die ihm dann auch gleich ebenso telepatisch mitteilte: #Wir werden sie aber befreien. Wir überlassen sie sich nicht selbst, verstanden! # sagte sie im befehlenden Ton.
Harry musste trotz der gefährlichen Situation schmunzeln und teilte Evelyn mit: #Keine Bange, wir werden die Kinder befreien und schützen. #
In der Zwischenzeit waren die Entführer mit den Kindern in einer Lagerhalle verschwunden. Harry und Evelyn verständigten sich, das sie an ein Fenster laufen würden, um die Situation zu überblicken. Da sie ja immer noch unsichtbar waren, konnten sie das recht gefahrlos machen.
Als sie durch ein Fenster schauten, konnten sie grade noch erkennen, das die beiden kleinen Mädchen in eine fensterlose Kammer geworfen wurden. Dann verschwanden mehrere der Entführer und ließen vier von ihnen als Wache zurück. Während die anderen die Halle verließen, schlüpften Evelyn und Harry, die sich kurz vorher abgesprochen hatten, durch die offene Türe in die Halle.
#Lass uns erst einmal hören, was die vier so vorhaben, dann setzen wie die vier außer Gefecht, befreien die beiden Mädchen und bringen sie zu ihren Eltern zurück! # teilte Harry Evelyn mit.
#Das hört sich nach einem wohl durchdachten Plan an! # sagte Evelyn ironisch.
Dann gingen beide in den anderen Raum, dessen Türe offen stand, um die vier zu belauschen.
„Was meint ihr wie lange werden wir warten müssen?"
„Keine Ahnung, interessiert mich auch nicht. Wir kriegen hier die Stunden bezahlt und eine Erfolgsprämie, wenn wir den letzten Teil unserer Aufgabe erledigen. Und das nicht zu knapp!"
„Aber müssen wir sie wirklich umlegen?"
„Der Boss hat gesagt keine Spuren und keine Zeugen, also ist das die einzige Möglichkeit, wie wir das erledigen können!"
Nach einer kleinen Ruhephase, in der niemand mehr etwas sagte, meldete sie wieder eine Stimme: „Dann will ich aber meinen Spaß mit den beiden Fohlen haben, also lasst mich in Ruhe mit den beiden. Ihr könnt euch ja weiter mit Kartenspielen beschäftigen. Und macht ruhig Musik an, wenn euch das Geschrei der Chickas stört..." lachend kam einer der Entführer auf die Tür zu gegangen.
Harry spürte, das Evelyn drauf und dran war zu explodieren, deshalb warnte er sie telepatisch: #Tu jetzt nichts unüberlegtes, warte einen kurzen Augenblick...#
#Du hast Nerven, den leg ich sofort um...# sagte Evelyn aggressiv.
#Das auf jeden Fall. Aber lass ihn uns verfolgen und mit ihm in den Raum gehen, der ja im Moment noch abgeschlossen ist. Dann machen wir diesen Raum Geräusch undurchlässig und dann kannst du dich mit ihm vergnügen...# beruhigte sie Harry.
Sie griff seinen Arm und drückte ihn zustimmend, dann verfolgten sie dem dicken Bastard und schlüpften unbemerkt mit in den Raum wo die Mädchen gefangen gehalten wurden.
„So meinen kleinen Süßen. Zeit, das wir etwas Spaß miteinander haben. Los zieht euch aus..."
Entsetzt wichen die beiden zurück in die abgelegenste Ecke. Der Typ drehte sich erst einmal um und verschloss die Türe. Dann sagte er: „Ihr kommt hier sowie so nicht mehr heraus, also..."
Zwischenzeitlich hatte Harry einen Stillebann über das Zimmer gelegt und er hob ebenso wie Evelyn seine Unsichtbarkeit auf.
Anstelle der Mädchen antwortete Evelyn: „Also ich denke schon, das die beiden gleich hier diese unwirtlichen Räume verlassen können. Nur du Arschloch wirst nie wieder die Sonne aufgehen sehen!"
Erschrocken drehte sich der Mann um und griff unter seine Jacke. Geistesgegenwärtig rief Harry: „Accio Waffen!" und umgehend kam ein Messer, eine Pistole und ein Schlagring auf ihn zugeflogen.
Evelyn drehte sich wütend nach ihm um, Harry aber antwortete trocken: „Ich mach nur die Drecksarbeit, das Vergnügen ist ganz auf deiner Seite..."
Verstehend nickte sie und stellte sich umgehend zwischen die beiden Mädchen und dem Entführer.
Der rief derweil: „Hey Jungs, hier gibt es ein wenig Ärger. Kommt mal her und helft mir ein wenig!"
Aber nichts tat sich und Evelyn sagte: „Die hören wahrscheinlich zu laut Musik..."
Der Dicke stürzte sich auf Evelyn, als vermeintlich schwächeren Gegner, um sie als Pfand gegen Harry in der Hand zu haben. Die aber, gut durchtrainiert, ließ ihn durch die Luft wirbeln und trat ihm erst einmal in seine Weichteile. Dem blieb natürlich die Luft weg.
Während er stöhnte fragte Evelyn: „Na damit wirst du sowieso keine Freude mehr haben, mein Dicker. Obwohl, du wirst sowieso nie wieder eine Freude haben..."
Stöhnend fragte der Entführer: „Was wollt ihr von mir?" dabei versuchte er einen Ausweg zu finden.
„Wir wollen wissen, wo die anderen hin sind?" sagte Evelyn.
„Und warum soll ich euch das sagen?" fragte sie der vermeintliche Vergewaltiger.
„Nun das ist doch ganz einfach. Wenn du uns verrätst, wo deine Kumpane hin sind und wir dich killen, dann kann es dir egal sein, was wir dann machen. Und solltest du uns besiegen können, dann erfährt sowieso keiner, was du verraten hast oder nicht!"
Nun erzählte der vermeintliche Vergewaltiger, wo die anderen an zu treffen seinen.
Harry hatte sich zwischenzeitlich zu den beiden Mädchen begeben und nahm sie in seine Arme und redete beruhigend und leise auf sie ein.
In diesem Moment sprang der Entführer auf, packte eine Eisenstange und versuchte auf Evelyn ein zu schlagen. Die zog ihr Katana, schlug ihm damit und trennte mit einem Hieb die Hände von den Armen. Dann stach sie mit einer gleitenden Bewegung das Katana in den fetten Leib des Entführers, der nun entsetzlich aufbrüllte.
Harry hielt den beiden Mädchen die Ohren soweit wie möglich zu und hatte sie auch derweil mit ihren Gesichtern weg gedreht.
Evelyn starrte weiterhin wütend auf den brüllenden Entführer, ehe sie das Katana aus dessen Leib zog und ihm mit einer flüssigen Bewegung den Kopf abschlug.
Die beiden Mädchen waren am zittern und weinen, da sie zwar nicht alles sahen, aber ihnen doch irgendwie klar war, das da gerade ein Mensch umgebracht wurde.
Harry übergab die beiden an Evelyn, holte sich den Schlüssel und öffnete die Tür. Dann sagte er: „Du bleibst hier und ich übernehme die drei anderen. Ich mache es kurz und bündig. Warte bitte mit den beiden hier auf mich!"
Evelyn nickte und ging mit den beiden Mädchen an die Ausgangstüre der Lagerhalle. Harry hingegen ging ruhig aber zielstrebig auf den Raum zu, in dem die drei restlichen Entführer saßen.
Ohne ein Wort zu sagen ging er in den Raum und im nächsten Augenblick brüllten die drei Entführer auf, als sie den Fremden erkannten. Kurz darauf gab es eine Explosion und es breitete sich rasch ein Feuer in dem Raum aus. Evelyn hörte die drei vor Schmerzen schreien und winseln, als Harry gerade den Raum wieder verlies.
Fragend schaute sie ihn an, als er erklärte: „Erst habe ich ihnen sämtliche Knochen mit einem gewaltigen Reduktor zertrümmert und dann habe ich das Element Feuer genutzt und diesen Raum in eine wahre Hölle zu verwandelt! Nun lass uns gehen!"
Sie verließen die Lagerhalle und verschwanden schleunigst etliche hundert Meter, ehe sie anhielten.
Dann fragte sie eines der Mädchen: „Seid ihr ein Zauberer und eine Hexe?"
Harry und Evelyn schauten die beiden erschrocken an, als die andere sagte: „Wir wissen, das es so was gibt. Wir kommen im Herbst nach Hogwarts. Das ist eine Schule für Hexen... Kennt ihr die?"
Evelyn und Harry schauten sich schmunzelnd an, als Harry sagte: „Ja die kennen wir. Ich gehe dort auch zur Schule!"
Nun waren die beiden Mädchen erstaunt und schauten beide mit großen Augen an.
Dann fragte Evelyn: „Und wie heißt ihr denn?"
Die eine sagte: „Mein Name ist Miyu Fumiko und ich bin elf Jahre alt!"
„Und ich heiße Ayaka Fumiko und bin die Zwillingsschwester von Miyu!" gab die andere zum Besten.
Nun stellten sich Harry und Evelyn vor, aber nur mit ihren Vornamen. Dann fragten sie noch nach der Adresse und Teleportierten dann mit den Beiden dort hin.
Sie landeten ungesehen vor dem schmiedeeisernen Tor einer prachtvollen Villa. Die beiden Mädchen rannten auf das Tor zu und klingelten. Sofort erschien eine Art Wächter, ein Asiat, dem sie in einer fremden Sprache etwas zuriefen. Der öffnete sogleich das Tor und die beiden sprangen ihm in seine ausgebreiteten Arme, während dessen sich Harry und Evelyn umdrehten und verschwinden wollten.
Eine der beiden rief aber, als sei das bemerkte: „Evelyn, Harry bleibt hier!"
Die andere fügte hinzu: „Ja wir wollen, das ihr unsere Eltern kennen lernt!"
Der Wächter sagte: „Bitte tun sie uns den Gefallen und die Ehre und begleiten sie mich zu den Eltern von Ayaka und Miyu!"
Evelyn nickte, nahm Harry an dem Arm und betrat das Grundstück der Villa. Die Mädchen kicherten und eine der beiden sagte: „Bist du der Chef, Evelyn?"
Die andere fragte noch: „Gehorcht dir Harry immer?"
Nun musste Evelyn lachen, während Harry nur die Augen verdrehte. Sie sagte dann kichernd: „Ja er ist schon gut erzogen und gehorcht mir meistens sehr gut..."
Auch der Wächter musste schmunzeln, als sie nun die Auffahrt hoch gingen. Während dessen erklärte er Harry und Evelyn: „Wer sind sie eigentlich und wie haben sie es geschafft die Beiden jungen Damen hier zu befreien?"
Evelyn und Harry schauten sich an und Evelyn antwortete: Das ist Harry und ich heiße Evelyn. Unsere Nachnamen wollen wir nicht nennen, bitte haben sie dafür Verständnis. Und das wir die beiden da retten konnten war Zufall. Wir waren genau in dem Moment da, als die beiden in ein Lagerhaus verschleppt wurden. Dann haben wir sie daraus befreit und sie dann hier her gebracht!"
„Das war ganz anders!" sagte die eine der Beiden.
„Sie haben die vier, die uns bewacht haben getötet und die hatten keine Chance!" sagte ihre Schwester.
„Dann erzählt mir doch mal was geschah, aber ich lasse in der Zwischenzeit euren Vater und seine Freundin kommen." Sagte der Wächter
Nun erzählten die Zwillingsmädchen, was sich tatsächlich abgespielt hatte. Besonders, als sie zur verhinderten Vergewaltigung kamen, verfinsterte sich der Gesichtsausdruck des Wächters, das wich aber einem großen Erstaunen, als die Mädchen doch sehr Detailgetreu erzählten, wie die Vier Verbrecher ihr Ende fanden. Dann erklärten sie noch, das Evelyn und Harry eine Hexe und ein Zauberer seien!"
„Nochmals vielen Dank, für euren mutigen Einsatz, mein Name ist übrigens Toyo Kamatzu. Ich bin so etwas wie der Onkel der beiden, auch ein Zauberer, aber aus Japan! Also für uns hier nichts besonderes."
Er erfuhr dann, das die „Eltern" in einer viertel Stunde hier sein würden.
Harry erklärte, das er und Evelyn kurz weg müssten, aber spätestens in einer halben Stunde wieder hier wären. Toyo Kamatzu nickte und sagte: „Aber versprecht mir bitte wirklich wieder zu kommen!"
Evelyn und Harry nickten zustimmend und waren auch schon verschwunden. Nach knapp einer halben Stunde waren beide wieder zurück vor das Tor teleportiert. Harry drückte auf die Klingel. Toyo Kamatzu erschien und führte beide zum Haus. Dabei fragte er: „Was hattet ihr noch so wichtiges vor?"
Beide schauten ihn irgendwie ertappt an, als dann Harry antwortete: „Nun wir wussten, wo sich der Rest der Bande aufhielt. Als wir dann heraus fanden, das sie alle dort versammelt waren und sonst niemand weiteres Unschuldiges da war, haben wir den Rest der Verbrecher eliminiert! Dann sind wir wieder gegangen!"
„Bist auf die Tatsache, das dein Temperament mit dir durchgegangen ist und von dieser Villa nichts mehr übrig ist als Asche..." fügte Evelyn noch hinzu.
Erschrocken nahm Toyo Kamatzu dies zur Kenntnis. Dann erreichten sie die Villa und betraten durch den Vorraum das Wohnzimmer. Dort stand ein weiterer Asiat und zum Erschrecken Harrys Amelia Bones vom Zauberei Ministerium.
Auch sie erkannte Harry und sprach ihn an: „Das ist aber eine Überraschung, Harry Potter persönlich!" damit ging sie auf ihn zu und bedankte sich überschwänglich für die Rettung der Zwillinge, die gerade wieder hinzu kamen.
Da bemerkten Harry und Evelyn die maßlos überraschten Gesichter der Asiaten, die scheinbar mit diesem Namen auch etwas anfangen konnten.
„Und wer sind sie, wenn ich fragen darf?" fragte Mrs. Bones in Richtung Evelyn.
Nun aber sagte Harry: „Das ist jetzt recht schwierig. Wir möchten sie nicht in eine unangenehme Situation bringen..." dabei schaute er unsicher zu Evelyn.
Die aber sagte: „Lass uns ihr alles sagen. Ich hab das Gefühl wir können ihr alles sagen!"
Während Harry nickte wurde Mrs. Bones von dem zweiten, noch unbekannten Japaner angesprochen, der zum Fernseher zeigte. Dort war gerade ein aktueller Bericht über das Zerstörte Haus der Entführer.
Nun sagte auch noch Toyo Kamatzu einiges dazu und mit schier ungläubigen Erstaunen drehten sich die drei zu Evelyn und Harry um. Dann fragte Mrs Bones: „Wart ihr das etwa?"
Beide nickten. Dann stellte sie den anderen Asiaten vor: „Das ist im übrigen der Vater von Ayaka und Miyu. Sein Name ist Haruto Fumiko!"
Der begrüßte beide überschwänglich und dankte ihnen: „Sie wissen gar nicht, was sie uns damit angetan haben. Ich werde ewig in ihrer Schuld stehen. Ihre leibliche Mutter lebt leider nicht mehr und wurde ebenfalls Opfer von der gleichen Gruppe, die die Beiden hier entführt hatten. Ich tue alles für sie, was sie wollen!"
Evelyn und Harry war das peinlich und Harry sagte: „Das ist mir und meiner Schwester peinlich. Das hätte doch jeder gemacht..."
„Waaaas?" schrie in diesem Moment Mrs. Bones, „das ist ihre Schwester?"
Erschrocken stellte Harry fest, das er sie beide damit verraten hatte. Evelyn schubste ihn an und sagte: „Jetzt hör schon auf. Hier finden wir vielleicht Helfer. Wir können nicht alles alleine machen. Stell dich nicht so an!"
Nun kicherten die beiden Mädchen und sagten synchron: „Evelyn ist der Boss!"
Das lockerte die allgemeine Stimmung ungemein auf und alle waren am Lachen.
Dann schlug Evelyn vor: „Wenn sie nichts dagegen haben, dann erzählen wir ihnen ein wenig über uns..."
Hier wurde sie von Haruto Fumiko unterbrochen: „Ich schwöre euch beiden, das nichts was ihr sagt, jemals diesen Raum verlassen wird!" dabei schaute er gütig in Richtung Amelia Bones.
Die fügte hinzu: „Ja das gilt auch für mich, auch wenn wir noch nicht miteinander verheiratet sind. Ich gebe ihnen dafür auch meinen Zauberereid!"
Evelyn schaute Harry strafend an und zischte: „Siehst du!"
Wieder kicherten die Kleinen und Harry verdrehte auch die Augen.
Dann setzten sich alle sieben zusammen und es wurde ein langer Abend. Zwischenzeitlich gingen die kleinen zu Bett und Harry und Evelyn erzählten auch die unangenehmeren Details. Es war ein Chaos an Emotionen, der immer wieder herauf wallte.
Spät in der Nacht gingen dann alle zu Bett. Es wunderte nun auch niemand mehr, das Harry und Evelyn in einem Bett schliefen.
Am nächsten Morgen sagte Haruto Fumiko nach dem Frühstück: „Die Erpresser wollten 10 Millionen Pfund Lösegeld. Das ist nun euch Evelyn und Harry."
„Das können wir nicht annehmen!" wiedersprach Harry und Evelyn nickte zustimmend.
Auch nach mehreren Versuchen nahmen sie das Geld nicht an, als dann Amelia, sie hatten sich zwischenzeitlich darauf geeinigt sich untereinander zu duzen, eine Idee hatte: „Aber ihr werdet uns den gesetzlichen Finderlohn von 10 nicht abschlagen?"
Harry und Evelyn betrachten sich und nicken dann ergeben.
Amelia fuhr fort: „Außerdem werde ich euch wahrscheinlich am Besten helfen können, was euer Erbe angeht. Ich werde meine Abteilung recherchieren lassen, ob sie etwas über die Form des Seelenerbes finden. Ich kann mich daran erinnern etwas darüber gelesen zu haben, als ich in meinem Studium alte Gesetze untersucht hatte. Ich setze mich dann mit dem Kobold Kastellaun in Verbindung, wenn ich neue Informationen habe!"
Harry und Evelyn bedankten sich überschwänglich.
Dann verabschiedeten sie sich von allen und versprachen noch in Hogwarts ein Auge auf die Kleinen zu werfen.
