18. Kapitel Verbündete


„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung

Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… Am nächsten Morgen sagte Haruto Fumiko nach dem Frühstück: „Die Erpresser wollten 10 Millionen Pfund Lösegeld. Das ist nun euch Evelyn und Harry."

„Das können wir nicht annehmen!" wiedersprach Harry und Evelyn nickte zustimmend.

Auch nach mehreren Versuchen nahmen sie das Geld nicht an, als dann Amelia, sie hatten sich zwischenzeitlich darauf geeinigt sich untereinander zu duzen, eine Idee hatte: „Aber ihr werdet uns den gesetzlichen Finderlohn von 10 nicht abschlagen?"

Harry und Evelyn betrachten sich und nicken dann ergeben.

Amelia fuhr fort: „Außerdem werde ich euch wahrscheinlich am Besten helfen können, was euer Erbe angeht. Ich werde meine Abteilung recherchieren lassen, ob sie etwas über die Form des Seelenerbes finden. Ich kann mich daran erinnern etwas darüber gelesen zu haben, als ich in meinem Studium alte Gesetze untersucht hatte. Ich setze mich dann mit dem Kobold Kastellaun in Verbindung, wenn ich neue Informationen habe!"

Harry und Evelyn bedankten sich überschwänglich.

Dann verabschiedeten sie sich von allen und versprachen noch in Hogwarts ein Auge auf die Kleinen zu werfen. ...


Harry schaute sich gemeinsam mit Evelyn um, als sie aus dem Haus getreten waren. Er wollte noch nicht wieder zurück ins Verlies bei Gringotts. „Evelyn, willst du schon wieder zurück, ich möchte die Zeit nutzen, um noch etwas zu unternehmen!"

„Stimmt ich auch nicht, was wollen wir noch unternehmen?" stimmte Evelyn zu.

„Und was wollen wir machen?" fragte Harry.

In diesem Moment wurden sie von hinten angesprochen: „Ihr seid ja immer noch hier, dann kommt doch rein!" sagte Amelia Bones und zog gleichzeitig Evelyn und Harry wieder in das Haus.

Grinsend, als wäre ihnen eine schwere Entscheidung abgenommen worden und gleichzeitig erleichtert, da sie sich nicht fragen getraut hatten, gingen sie wieder in das Haus.

Amelia Bones begab sich zusammen mit Evelyn und Harry ins Wohnzimmer. Dort saßen Haruto Fumiko mit seinen Töchtern, Miyu und Ayaka, im Arm, die leise am Schluchzen waren. Auf einem der Sessel saß Toyo Kamatzu, der Evelyn und Harry herzlich zulächelte, als er bemerkte, das sie wieder zurück kamen.

Als Miyu und Ayaka sie bemerkten schrieen sie auf: „Ihr seid ja noch hier..." und rannten auf die beiden zu und fielen Harry und Evelyn in die Arme.

Lächelnd ließen sich Harry und Evelyn auf dem Teppich nieder und drückten die beiden Kleinen innig. Nach einer Weile hatten Miyu und Ayaka aufgehört zu weinen und Miyu sagte: „Ihr bleibt doch noch ein wenig hier oder?"

„Wir können auch schwimmen gehen. Wir haben einen großen tollen Pool im Garten. Und es ist so schönes Wetter, das macht doch Spass oder?" fragte nun auch Ayaka.

Evelyn und Harry schauten sich an und Evelyn fragte Harry telepatisch: #Das ist mir jetzt echt peinlich...#

#Was ist dir denn peinlich? Obwohl es da etwas gibt, weswegen ich eigentlich nicht mitmachen möchte. Eigentlich sind es sogar zwei Dinge, die mir unangenehm sind...# antwortet Harry telepatisch.

#Zwei Sachen, was den Harry? #

#Ähm, also ich kann nicht schwimmen und was ist dir denn peinlich? # wollte Harry noch wissen.

#Ups, ...# kam es nur von Evelyn.

Harry hakte direkt nach: #Was heißt – Ups - # wollte er von Evelyn wissen.

#...ich kann auch nicht schwimmen, woher auch!# antwortete Evelyn.

Dann wollte sie noch wissen, was ihm noch peinlich sei.

#Na ja, du weißt die Narben...# kam es zögerlich von Harry

#Stimmt...# kam es erschrocken von Evelyn.

Dann aber mit einem bestimmten Ton sagte sie:# Ich habe aber auch nicht vor mich mein Leben lang zu verstecken! Oder, wie siehst du das?#

#Stimmt, lass uns aber erst ein paar Klamotten besorgen gehen...# sagte Harry telepatisch.

Haruto Fumiko, Amelia Bones und Toyo Kamatzu schauten nachdenklich zu den Beiden, als Evelyn erklärte: „Nun da gibt es zwei Dinge, die uns beiden peinlich sind..." hierbei stockte sie.

Harry half ihr aus und erklärte: „Nun zum Einen, wir beide können nicht schwimmen. Wir haben das nie gelernt..."

Erschrocken schaute sie Amelia an, als sie dann vorsichtig fragte: „Was meint ihr damit, ihr habt das nie gelernt?"

Evelyn hatte sich ein Herz gefasst und erzählte: „Nun unsere bisherigen FAMILIEN", das letzte Wort betonte sie, verständlicherweise, besonders, „sagen wir mal, hatte da andere Prioritäten, als uns das Schwimmen bei zu bringen. Und das ist auch der zweite Grund. Die durch sie so liebevolle Behandlung unsererseits haben wir einige recht deutliche Zeichen, die wir mit uns rum tragen!"

Fragend schauten Amelia Bones, Haruto Fumiko und Toyo Kamatzu Evelyn an. Ihr wurde das nun doch peinlich und Harry sagte leise aber sehr deutlich: „Sie meint unsere Narben, die wir an unseren Körpern tragen..."

Entsetzt keuchten die drei auf. Es dauerte eine Weile bis sich alle beruhigt hatten, dann sagte Harry aber: „Nun wir haben uns eben geeinigt, das es nichts bringt uns ein Leben lang zu verstecken. Das bedeutet", nun blickte er sanft lächelnd auf Miyu und Ayaka und fuhr fort, „wir werden natürlich mit euch schwimmen gehen. Aber erst einmal benötigen wir dazu Badesachen. Also sollten wir erst einmal einkaufen gehen und ... ähm ... also ..." stammelte er nun.

Hier half ihm dann aber Evelyn wieder aus: „Es wäre nett, wenn ihr uns dabei helfen könntet, wo wir die Sachen einkaufen gehen können denn das wäre auch das erste Mal, das wir uns unsere Sachen selber aussuchen können. Ihr versteht..."

Dem Entsetzen von Amelia Bones, Haruto Fumiko und Toyo Kamatzu wich eine regelrecht fassbare Traurigkeit, als dann endlich Amelia antwortete: „Ich kann es nicht fassen und noch weniger kann ich es in Worte fassen. Am Liebsten würde ich selber beide Familien eliminieren. Aber ihr habt mich ja gebeten mich zurück zu halten. Nun dann würde ich sagen lasst uns Schoppen gehen. Das tut uns alle vielleicht gut und wir kommen wenigstens für einige Zeit auf andere Gedanken!"

Gesagt getan, alle zogen sich soweit nicht schon geschehen an, um dann gepflegt einkaufen zu gehen. Es gab einige peinliche Situationen, die aber mit liebevoller Unterstützung von Amelia Bones und Haruto Fumiko aber besonders Miyu und Ayaka halfen durch ihre ehrliche und unbekümmerte Art sehr viel.

Am frühen Nachmittag waren sie wieder, nun voll bepackt, zurück und Miyu und Ayaka drängten noch schnell ins Wasser zu gehen. Evelyn und Harry gingen in ihr gemeinsames Zimmer und Evelyn fing sofort an sich um zu ziehen. Harry war noch ganz in Gedanken beim Einkauf, als er sich plötzlich bewusst wurde, das er Evelyn musterte und doch recht unverhohlen ihren Körper betrachtete.

Kurz darauf bemerkte das auch Evelyn. Nach dem ersten Schreck nahm sie die Flucht nach vorne auf und fragte ihn: „Und wie sehen ich aus. Ist es arg schlimm, was du an mir siehst?"

Harry bekam prompt einen hoch roten Kopf, dann fasste er sich aber und sagte: „Es ist überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, du siehst absolut toll aus. Ich muss mich entschuldigen, das ich dich gerade nicht wie eine Schwester gesehen habe, sondern wie ein äußerst attraktive junge Frau. Ich wollte nicht, konnte meine Augen aber nicht von dir nehmen und bevor du fragst, deine Narben gehören zu dir, wie ich zu dir gehöre, egal auf welche Weise auch immer ... und wenn es ginge, am liebsten nicht als Bruder ..."

Ohne zu antworten kam Evelyn mit Tränen in den Augen auf ihn zu und umarmte ihn liebevoll aber auch nackt wie sie gerade war.

Er streichelte ihren Rücken und ihre Haare, dann sagte er: „Nun, ich bin dir noch etwas schuldig. Warte einen Augenblick!"

Damit schob er sie sanft von sich und zog sich ebenfalls aus. Dann musste er schmunzeln, als er ihre Blicke wahr nahm und drehte sich im Kreis und fragte: „Und kannst du mit diesem Anblick leben?"

Evelyn rieb sich mit der Hand ma Kinn und sagte provokativ: „Na ja, es geht so..."

Mit großen Augen schaute Harry Evelyn an, als sie dann fort fuhr: „...könnte kaum besser sein, was ich da so sehe..." dann musste sie kichern.

Harry rief nur: „Na warte..." stürzte sich auf sie, schmiss sie aufs Bett und kitzelte sie durch. Evelyn hatte es nach kurzer Zeit geschafft, Harry selbst auf den Rücken zu drehen und saß nun rittlings auf ihm und hielt seine Handgelenke fest. Dann realisierten beide, das sie ja immer noch ganz nackt waren und Harry bekam einen hochroten Kopf.

Evelyn war es deutlich weniger peinlich, als sie dann Harry beruhigte: „Jetzt hab dich nicht so. Irgendwie ist doch alles falsch, wir sind Geschwister und dann doch keine, dann sollen wir auch immer zusammen in einem Bett schlafen und wir beide wissen doch genau, das wir Gefühle für einander haben, die mehr sind als Schwester und Bruder. Vom Blut her sind wir auch nicht verwandt also ist das auch nicht schlimmer, als das was wir bereits erlebt haben, oder?"

Nachdenklich schaute Harry sie an, und sagte: „Du hast ja recht, mit allem was du gesagt hast. Es ist halt nur irritierend..." dann hob er seinen Kopf an und küsste Evelyn.

Sie ihrerseits beugte sich zu ihm herunter und erwiderte den Kuss.

Dann standen sie beide auf und zogen sich nachdenklich ihre Badesachen an, um mit Miyu und Ayaka, wie versprochen in den Pool zu gehen.

Als sie dort ankamen sahen sie wie erschrocken und überrascht sie betrachtet wurden und Harry fragte: „Was ist los, ihr wusstet doch, das wir einige markante Zeichen tragen!"

Auch Evelyn schaute sich fragen um, als Amelia mit einem Schmunzeln antwortete:" Nun bei mir sind es nicht eure Narben, die mich überraschten, sondern das ihr Händchenhaltend hier her kommt!"

Nun mussten auch Harry und Evelyn schmunzeln und dann wurde es noch ein vergnüglicher Nachmittag. Auch die nächsten Tage waren sehr erholsam. Am letzten Tag, bevor sie wieder gehen wollten wurden sie beide von Haruto Fumiko und Toyo Kamatzu in einen ganz unscheinbaren Laden geführt. Dort hingen die Wände voll von typisch asiatischen Waffen. Sie bekamen eine Auswahl von den Beiden Männern ausgesucht, die sie ihnen schenkten. Haruto Fumiko sagte: „Ich weiß, ihr werdet noch viel kämpfen und dafür will ich euch diese Waffen schenken. Wenn ihr Zeit habt, können wir euch auch ausbilden!"

Toyo Kamatzu nickte dazu. Dann machten Harry und Evelyn ihre Katanas sichtbar und erklärten den staunenden Haruto Fumiko und Toyo Kamatzu, das sie sich von dem selben Meister, der sie auch mit den Katanas ausgebildet hatte, nun auch mit den anderen Waffen ausbilden lassen würden.

Dann gingen sie wieder zurück und am Nächsten Morgen verabschiedeten sie sich mit ihren Schätzen zurück in das Gringotts Verlies.

Im Gringotts Verlies angekommen gingen sie wieder in die Räume von Merlin und Morgana.

Sie beschworen ein Feuer in den Räumen und nahmen gemeinsam Platz und Evelyn schlug die Trommel, während Harry die Beschwörungsformel sprach.

Harry nahm dann Evelyns Hand und sie begaben sich gemeinsam in die Meditationsphase, die dann umgehend und schnell in eine tiefe Trance wechselte.

Sie fanden sich vor der Hütte von Merlin und Morgana wieder.

Beide kamen erschrocken aus dem Haus und Morgana fragte auch sofort: „Ist etwas passiert? Können wir euch helfen?"

Evelyn lachte und sagte: „Langsam, langsam, wir brauchen zwar eure Hilfe, aber es ist nichts tragisches!"

Harry erklärte: „Wir haben einige asiatische Waffen erhalten und wollen dafür eine Ausbildung erhalten..."

Jetzt lachte auch Merlin und sagte: „Wenn ich euch richtig verstanden habe, dann soll ich versuchen Feng Shi Tiao zu kontaktieren, damit er euch ausbildet!"

Harry und Evelyn nickten und Merlin fuhr fort: „Ihr seid nur in euren Gedanken bei uns. Wartet ich öffne ein Portal. Ihr aber müsst zuerst einmal wieder zurück in eure Welt. Dann könnt ihr durch das Portal reisen und ich werde gleichzeitig alles für eure zusätzliche Ausbildung vorbereiten!"

Kurz darauf waren Evelyn und Harry wieder aus ihrer Trance erwacht, hatten das Feuer gelöscht und alle Spuren beseitigt. Dann öffnete sich auch schon das Portal und beide schritten, mit ihren Waffen bepackt, hindurch.

Überschwänglich fielen sie den nun realen Lehrern, Merlin und Morgana, gemeinschaftlich um deren Hälse.

Kurz darauf erschien auch Feng Shi Tiao: „Ich freue mich euch bei bester Gesundheit wieder an zu treffen. Merlin hat gesagt, das ihr meine Hilfe benötigt. Was kann ich für euch tun?"

Harry erklärte: „Wir haben kürzlich ein paar asiatischer Waffen erhalten. Könntest du uns damit ausbilden?"

„Was sind das für Waffen?" wollte Feng Shi Tiao wissen.

Evelyn holte einen Rucksack, in dem sie ihre Sammlung von Waffen gelegt hatten. Dann holte sie nacheinander alle Waffen heraus.

„Hier schau was wir alles bekommen haben. Weißt du damit um zugehen und wie sie heißen?" wollte Evelyn wissen.

Staunend betrachtete Feng Shi Tiao, welche Schätze Evelyn aus dem Rucksack holte. Dann erklärte er: „Solche wundervollen Waffen habe ich noch nie gesehen. Zum einen das hier. Das sind Kusarigama, dann heben wir hier Sai's, dies hier sind Tonfas und zu guter Letzt haben wir hier zwei Nunchakus. Das alles sind Arbeiten von wahren Meistern, die ihr hier habt und ja ich kann euch an allen Waffen ausbilden."

„Wie seid ihr eigentlich an diese wundervollen Werke geraten?" wollte Feng Shi Tiao noch wissen.

Gemeinsam erzählten Harry und Evelyn, wie sie an die Waffengekommen waren.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück zusammen mit Merlin, Morgana und Feng Shi Tiao, fing dieser an sie mit den neuen Waffen aus zu bilden.

„Also ich denke wir werden hier einige Zeit verbringen, es wird aber in eurer Zeit nur ein Tag dauern!" erklärte Feng Shi Tiao.

Evelyn nickte und sagte: „Das bedeutet dann, das wir hier wieder ungefähr ein Jahr trainieren werden. Ist das richtig kombiniert?" dabei musste sie grinsen, während Harry nur die Augen verdrehte.

Auch Merlin und Morgana waren am schmunzeln und Morgana bestätigte Evelyn, das sie mit ihrer Vermutung richtig läge. Dann gingen sie rüber auf den freien Platz, um mit dem Training zu beginnen.

Feng Shi Tiao hielt als erstes die Kusarigama, das er zur Hand genommen hatte, hoch und fing mit der Erklärung an: „Die Kusarigama ist die Kombination aus Wurf-, Schnitt- und Kettenwaffe und das macht die damit Kusarigama zu einer sehr vielseitig einsetzbarer Waffe. Die Kette setzt man mit dem angehängten Gewicht als Wurf- und Wuchtwaffe ein und daneben nutzt man es auch zum Würgen."

Dann zeigte Feng Shi Tiao wie die Kusarigama zu handhaben war. Er hielt von seiner Kusarigama die Sichel in der einen, um sie gegen Waffe oder Körper des Gegners einzusetzen, und die geraffte Kette in der anderen, schwang diese als Wuchtwaffe oder ließ sie kreisen. Damit war es seinen Gegnern nicht möglich die Distanz zu verringern, und damit waren die Schwerter nicht zu gebrauchen. Das Gewicht schleuderte er, und zertrümmerte damit einige Köpfe oder die Waffenhand mehrerer Todesser und seltener auch Rippen und Weichteile des Gegners. Nach einem solchen Treffer konnte er die Kette um einen angeschlagenen Gegner schleudern und erwürgen. Durch das Einholen der Kette konnte er so mehr oder weniger wehrlos gemachte Todesser auch in den Wirkungsbereich der Sichel bringen, die er dann damit erstach.

Dann nahm er die nächste Waffe in die Hand und erklärte zu ihr: „Diese Waffe siehe ich vorzugsweise für dich, Evelyn, sie hießen Sai. Man kämpft normalerweise mit zweien gleichzeitig. Einen dritter Sai kannst du dann im Gürtel verborgen am Rücken tragen, und bei Gefahr könntest du deine Sai wie ein Messer werfen. Da die Sai aus Eisen sind haben sie viele Vorteile. Man kann mit ihnen Schwertklingen blocken und zerbrechen."

Dann erklärte er weiter: „Für die Handhabung der Sai stößt du deinen Gegnern deine Sai, einen oder auch beide, zwischen die Rippen und mit einer 90-Grad-Drehung um die Längsachse und dem anschließenden ruckartigen Herausziehen wird den Gegnern schwerste Verletzungen zugefügt."

Auch hier führte er einige Bewegungen, Hiebe und Streiche vor, um dann nach den nächsten Waffen zu greifen.

Dann nahm er wieder eine Waffe aus dem Rucksack und erklärte Evelyn und Harry: „Der Tonfa ist ein Schlagstock mit dem charakteristischem Quergriff. Man führt das Tonfa mit der Faust um den Griff, so schützte man mit dem Unterarmholz den Unterarm. Mit einigen schnellen Drehschlägen aus dem Handgelenk. Damit zertrümmert man locker jegliche Knochen besonders auf die Masken zur Tarnung und zum Schutz der Todesser kannst du damit los gehen, um die Gegner an zu greifen.".

Zum Schluss nahm er nun die Nunchaku zur Hand und erklärte: „Das Nunchaku könnt ihr für eine Vielzahl von unterschiedlichen Techniken offenbaren. Oft versetzte man mit dem Nunchaku den euch entgegenkommenden Gegnern einen Stoß. Es ist nämlich durchaus möglich im Nahkampf mit dem Nunchaku zuzustoßen, wobei man beide Hölzer in der Hand hält und die etwas spitzer zulaufenden Enden in die Nervenaustrittspunkte rammt. Die so getroffenen Gegner werden dann ebenfalls leichte Beute für euch oder euch folgende Krieger."

„Manchmal kann man sie für eine andere Möglichkeit nutzen - das Wirbeln, wobei ihr eines der Hölzer am unteren Teil halten müsst und das an der Kette baumelnde Stück hin und her schwingen lasst. Damit schlägt man nicht ziellos durch die Gegend, sondern man "malt regelrecht Figuren" in die Luft, meistens die Achterschleife. Die Achterschleife ist eine einfache Figur, die aussieht wie eine auf der Seite liegende Acht, wobei das frei schwingende Holzstück von rechts oben nach links unten und von links oben nach rechts unten schwingt!"

Das ganze geschieht bei Feng Shi Tiao so schnell, der nun eine Demonstration abgab, dass man das Nunchaku kaum noch sieht, dafür aber hört und den Luftzug kann man auch spüren, wenn man nahe genug dran ist. Durch Drehung um die eigene Achse ließen sich so sogar Gegner aus verschiedenen Richtungen in Schach halten.

Dann trainierten sie tatsächlich fast genau ein Jahr die verschiedenen Waffen und natürlich verbesserten sie auch ihre allgemeinen Kampftechniken.

Da sie nicht nur kämpfen konnten, nutzten sie die Zeit der Pausen, um weitere Bücher, die ihnen von Merlin und Morgana zur Verfügung gestellt wurden, zu nutzen

Zum einen handelte es sich um ein Buch, das in weißem Leder gebunden war mit dem Titel: Regis Salomonis et Emegeton vel Clavicula. Ein schwarzmagisches ägyptisches Zauberbuch aus dem Zeitalter weit vor dem Bau der Pyramiden. Es enthält eine Liste und Anweisungen zur Beschwörung von Dämonen, Zaubersprüche und Schadenszauber. Die Schrift setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: Ars Almadel das so viel wie magische Offenbarung bedeutete. Es ist wohl die älteste Form des Clavicula Salomonis. Das Almadel ist eine nekromantische Schrift, die ausführlich die Dämonennamen, deren Charaktere und Anrufung beschreiben. Diese Literatur oft auch als der echte Schlüssel Salomons bezeichnet. Ars Notoria. Hierbei handelt es sich um Zeremonien und Gebete um alles Wissen der Welt, Wissen um die Zukunft und verborgene Dinge zu erlangen. Beinhaltet auch einen Pakt mit Dämonen und Amulett-Zauber. Ars Nova, enthält magische Kreise, Hexagramme, die göttlichen Namen und Gebete bzw. Beschwörungen. Ars Paulina, beinhaltet die Tages- und Nachtdämonen sowie die Tierkreiszeichen.

Ein weiteres Buch war das Necronomicon, ebenfalls eine Art dämonischer Kosmologie sowie Zauberanleitungen. Demzufolge seien Informationen über die Älteren Wesen und ihre Zivilisation zur Zeit der Entstehung der Erde, über Schlangenmenschen und verschiedene Kultstätten im nahöstlichen Raum enthalten. Außerdem berichte das Buch über die Kulte der Götter Azathoth, Cthulhu, Nyarlathotep, Shub-Niggurath, Tsathoggua und Yog-Sothoth dort drinnen zu finden. Das Necronomicon behandle nicht nur ihre Herkunft und ihre Geschichte, sondern enthalte auch zahlreiche Zauberformeln und Rituale zur Anrufung dieser „Großen Alten".

Das Buch hat fast 1800 Seiten voller verschlüsselter Andeutungen und Doppeldeutigkeiten, zwischen denen verschiedene magische Anweisungen verborgen sind, die es zu entschlüsseln gilt. Die meisten Bedeutungen und Zaubersprüche sollen mit der Zeit verloren gegangen sein.

Das Necronomicon soll folgende Dinge enthalten: Symbole, Flüche, Hierarchie der Dämonen, Auflistung der Herrscher, Generäle, Könige, Heerführer, Beschwörungsformeln, Zauberformeln, Portale zu anderen Dimensionen.

Falls einem Magier dieses Buch in die Hände fällt, der die schwarzen Künste beherrsche, so soll er mit dessen Hilfe über die Dämonen gebieten und sich ihre Fähigkeiten zu nutze machen können. Mit den Zauberformeln sei es dem Magier möglich, durch Portale in andere Dimensionen zu schlüpfen und Tote wieder zum Leben zu erwecken, wenn sie noch nicht mehr als 30 Tage verstorben waren. Doch schon allein das Lesen dieses Buches soll verheerende Konsequenzen haben, für denjenigen, der sich von der Macht mitreißen ließe.

Doch gerade der letzte Teil war für Evelyn und Harry mehr als interessant. Besonders Harry war ganz aufgeregt, als er das Kapitel der Portale durchlas und dabei eine Zeichnung des Torbogens fand, durch den Sirius gefallen war.

Nachdem ihre Zeit um war und sie ihre Waffen mit höchster Perfektion beherrschten, schlug Merlin folgendes vor: „Ich denke, das wir nur an zwei Stellen eine Chance haben, einen Torbogen zu nutzen oder einen Weiteren zu finden. Entweder ihr müsst ins Ministerium, aber wie wir fest gestellt haben, ist das sicher viel zu riskant."

Harry und Evelyn wollten schon dazwischen reden und zeigten, das sie sehr aufgebracht waren, doch nun hielt sie Morgana zurück und sagte: „Wir, Merlin und ich, haben uns gestern Abend noch weitere Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, das wir vielleicht auch in euren Verliesen eine Chance bekommen könnten, dort vielleicht ein solches Dimensionstor auf zu rufen. Wenn uns das nicht gelingen sollte, mit eurer Meditation und Trance, dann können wir immer noch den Bogen im Ministerium nehmen..."

Evelyn sagte: „Ihr habt wieder einmal recht und ich sollte mich von Mr. Voreilig etwas distanzieren, ich werde schon wie er..."

Harry, der das nicht auf sich sitzen lassen wollte, schmiss sich auf Evelyn und kitzelte sie durch. Nachdem sie mehrmals um Gnade gewinselt hatte ließ er wieder von ihr ab, nicht ohne sie eindringlich und nachdenklich an zu schauen. Sie hatte im Übrigen den gleichen Blicke drauf.

Mit dem neu erlernten schafften sie es nun problemlos ein Portal zu erschaffen und alle vier gingen durch und waren auch schon in ihren Verliesen.

Merlin erklärte: „Ich werde euch bei eurer Meditation nochmals behilflich sein, dann aber durch euer Portal wieder zurück reisen. Der Rest ist dann eure Sache!"

Morgana nickte dazu. Dann bereiteten sie alles vor.

Schließlich nahmen sie um das beschworene Feuer Platz und Merlin schlug die Trommel.

Harry nahm Evelyn an die Hand und sie begaben sich gemeinsam in die Meditationsphase, die dann doch schnell in die Trance wechselte.

Sie fanden sich vor einem Torbogen wieder.

„Irgendwo her kenne ich diesen Bogen" murmelte Harry.

„Das ist genau so einer, wie der aus dem Ministerium." sagte Evelyn sicher.

„Oh mein Gott, Sirius."

Dann traten sie durch den Bogen und fanden sich vor den Gründern wieder.

Es waren wieder die vertrauten Gestalten und Godric begrüßte sie.

„Evelyn, Harry, ich freue mich euch wieder zu sehen!" sagte Godric Gryffindor.

Sie sahen ihn überrascht an. „Wow. Das ist aber eine gelungene Überraschung." Bemerkte Evelyn

„Eine wahre Potter." lachte Godric.

„Harry, Evelyn da wartet noch wer auf euch beide." sagte er ernst zu Harry und Evelyn.

Harry, der sich zu erst umgesehen hatte, sah einen weiteren Torbogen, ähnlich dem, durch den Sirius gefallen war.