Anm: Ab diesem Kapitel habe ich für meine Story eine tolle und engagierte Beta-Leserin. Es sst die allseits beliebte und tolle FF-Autorin ArtemisOriza dann viel Spass mit dem nächsten Kapitel!


20. Kapitel – Schmerzhafte Erinnerungen

„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung

Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… Dort standen neben den Namen: James Potter und Lilly Potter geb. Evans und deren Geburts- und Todestagen, nun auch eine persönliche Widmung. Geliebte Mutter, Sie gab Ihr Leben um das Ihrer Kinder zu schützen. Ihr Andenken wird auf Ewig geehrt werden.

Nun drehte sich Harry zum Grab und Evelyn übernahm die Wache. Nach einer Minute sagte Harry: „Du kannst dich umdrehen!"

Evelyn schaute sich um und sah, dass Harry für seinen Vater etwas hinzugefügt hatte. Die Inschrift bei James Potter lautete wie folgt: Geliebter Vater, er starb durch den Verrat eines vermeintlichen Freundes, bei der Verteidigung seiner Frau und seiner Kinder. Mögen sein Mut und seine Hingabe ein leuchtendes Beispiel für kommende Generationen sein.

Dann fügte Harry noch einmal, mit Tränen in den Augen, eine weitere Inschrift ganz unten hinzu, auf dieser stand. Evelyn und Harry Potter gestorben und wiedergeboren, in Liebe zu ihren Eltern. Euer Opfer war nicht umsonst!

Dann erschuf Evelyn noch einen weiteren Gedenkstein mit den Namen von Remus Lupin, Nymphodora Tonks und Sirius Black und den Geburtsdaten und Todestagen. Sie setzte auch hier noch eine Inschrift drunter: Die Besten Freunde und geliebte Paten, sie starben bei der ehrenhaften Erfüllung ihrer Aufgaben und Pflichten. Hätte die Welt nur mehr von euch!

Dann schwor Harry am Grabe seiner Eltern: „Hiermit schwöre ich eure Mörder, und alle die damit zu tun haben, ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Doch Voldemort, Bellatrix Lestrange, Peter Pettigrew, euch drei werde ich töten, darauf leiste ich den magischen Eid!" Damit wurde er kurz von einem roten Schemen umhüllt.

Evelyn ließ nicht lange darum bitten, sondern wiederholte ihrerseits den Schwur. Dann gingen sie zurück ins Verlies zu ihren Eltern und Paten...

Die waren zwischenzeitlich in den eigentlichen Verliesen angekommen und schauten sich nun um. Interessiert hatten sie die vielen verschiedenen Bücher, Schriften und Pergamente betrachtet, als Evelyn und Harry wieder zurückkamen.

Dann fragte Lily vorsichtig: „Und? Habt ihr unser Grab gefunden?"

„Ja und es war in einem sehr schäbigen Zustand! Aber wir haben es wieder hergerichtet!" bestätigte Harry.

Und Evelyn fügte hinzu: „Und außerdem haben wir noch einen Gedenkstein für euch drei, dich Tante Nym, und euch Sirius und Remus hinzugefügt!"

Tonks hatte Tränen der Rührung in den Augen als sie antwortete: „Das ist aber ganz lieb von euch. Habt Dank dafür!"

Dann wurden Harry und Evelyn auch schon von den fünfen liebevoll umarmt.

„Könnt ihr uns zeigen wie es nun aussieht?" fragte Sirius. Die anderen nickten neugierig. Harry und Evelyn schauten sich kurz an und dann sagte Harry: „Ich lasse meine Okkulmentik-Schilde fallen, dann könnt ihr dies in meinen Gedanken sehen!"

Kaum hatte er das getan, konzentrierten sich alle auf Harry und konnten sehen, was er ihnen zeigen wollte. Zuerst waren sie alle mehr oder weniger, soweit es sie halt betraf, gerührt. Als sie aber zu dem magischen Eid kamen zogen sie alle samt heftig die Luft ein.

Dann fuhr sie Lily an: „Wie konntet ihr das machen? Seid ihr noch ganz bei Trost?"

„Wieso?" fragte Harry.

Und Evelyn fügte hinzu: „Wenn euch die Inschriften nicht gefallen, können wir sie ändern. Aber dann braucht ihr doch nicht so sauer zu sein?"

Lily hatte sich dann doch schnell wieder etwas beruhigt, als sie ihnen erklärte: „Wir sind so entsetzt über euren Schwur und nicht darüber wie ihr das Grab gestaltet hat. Das hat uns außerordentlich gefallen..."

Nun brauste Harry auf: „Den Schwur, eigentlich fehlen da noch einige Personen, denen wir es noch besorgen werden..."

„Dazu gehört auch die Familie deiner Schwester, Mum, dann noch die Malfoys und Dumbledore und Snape..." fiel ihm ebenso zornig Evelyn ins Wort.

Beide schauten in zum Teil völlig entgeisterte Gesichter.

Verdattert fragte Lily: „Warum Petunia und ihre Familie..."

„Und die anderen, besonders Dumbledore..." wollte James noch wissen, „schließlich sollte doch gerade Dumbledore auf Grund des Testamentes sich um euch ganz besonders kümmern? Die Malfoys sind schlimm, was habt ihr mit denen am Hut?"

Nachdem sich Harry und Evelyn ein wenig beruhigt hatten begann Harry stockend zu erklären: „Diese beiden Familien, die Dursleys und die Malfoys, sind das schlimmste, was man sich nur vorstellen kann. Aber der Reihe nach. Als vor gut 16 Jahren ihr beide, du, Mum, und du, Dad, von Voldemort umgebracht worden seid hatten wir eine unbeschreibliche Odyssee begonnen. Zuerst sorgte der werte Professor Dumbledore dafür, das ich, obwohl ihr das offensichtlich extra in eurem Testament hinterlegt hatte, als kleines Kind zu den Dursleys kommen musste…"

Evelyn fuhr fort: „Ich kam in die Hände der Malfoys. Mir wurden schlimmste Misshandlungen zugefügt und ab meinem zwölften Lebensjahr war ich eine Art Sklavin von diesem perversen Draco Malfoy, dem Sohn der Malfoys, später dann wurde ich mehrfach über Monate von ihm und seinem Vater vergewaltigt. Als ich mich dann vor etwas mehr als einem halben Jahr dagegen wieder zur Wehr setzte, wollte sie diese abartige Malfoy auf den Strich schicken. Dabei wurde ich dann zufälliger Weise von Harry befreit."

Evelyn stockte nun und lauter entsetzte Gesichter sahen auf die Beiden.

Schließlich machte Harry mit der Zusammenfassung weiter: „Mir ging es nicht besser. Jahrelange Misshandlungen und regelrechte Folter und zum Schluss war ich wehrlos einer Gruppe von Homosexuellen ausgesetzt, die mich mit ihren Spielchen zu Tode foltern wollten. Und das mit dem Wissen und dem Einverständnis der Dursleys, und das, obwohl die liebe Petunia deine Schwester ist. Wie ich dort flüchten konnte ist mir ein Rätsel, aber ich habe es schwerst verletzt geschafft und auch noch zufälligerweise meine Schwester gerettet."

„Und das ist nur die grobe Zusammenfassung!" endete nun Evelyn.

„Das kann ich nicht glauben, besonders, dass Dumbledore so etwas gemacht haben soll..." stammelte James.

Lily weinte nur, als sie langsam das Erzählte begriff. Remus, Sirius und Tonks nickten nur betroffen und Remus erklärte: „Ich wusste bei Leibe auch nicht alles, aber einiges!"

Währenddessen unterhielten sich Harry und Evelyn wieder einmal telepatisch. Dann nickte Harry, stellte sich vor die versammelten Zauberer und begann mit seiner Erklärung.

„Ihr wollt also davon hören, wie der große allmächtige Albus Dumbledore, den Junge-der-lebt, also mich, umsorgt und in Sicherheit gehalten hat?" Harry rollte mit den Augen.

„Sicher in dem Haus deiner Schwester, Mum, in dem ich missbraucht wurde und die ersten zehn Jahre meines Lebens in einem Schrank unter der Treppe leben musste, mit niemanden als Freund außer Staub und den Spinnen?"

Alle anwesenden keuchten auf, niemand hatte nur die blasseste Ahnung davon. Die Frauen hielten sich ihre Hände vor ihre Münder und versuchten ihre Tränen zu unterdrücken.

„Ihr seht nicht glücklich aus? Eher überrascht! Was für ein Wunder. Das hätte auch nicht in das Image des wunderbaren Dumbledore gepasst!"

Evelyn stand auf und ging zu ihm und umarmte ihn: „Bist du sicher, dass du es wirklich allen hier erzählen willst Harry? Hier, von allen Leuten?"

Er hatte seinen Blick nicht von seiner Mutter abgewandt. „Ich denke, dass es vielleicht hilft dies hier alles zu sagen. Vielleicht werde ich dadurch damit etwas besser fertig. Die einzige Frage ist nur: Wo beginne ich? ... Ah, ich könnte damit beginnen, wie ich fast täglich, von meinem Cousin verprügelt worden bin. Er hatte ziemlich viel Spaß und besonders perverse Fantasie dabei, genauso wie seine Freunde, wenn es darum ging mich zu quälen und zu verletzen. Wenn ich dann am Bluten war oder gar Knochen gebrochen waren, dann steckten sie mich in den Keller, damit niemand meine Jammerei hörte…"

Man hätte eine Feder fallen hören können.

„Oder noch besser, wie ist es damit, das ich jedes Jahr zusehen musste, wie mein Cousin über zwanzig Geburtstaggeschenke, von meinem Onkel und meiner Tante bekam plus eine reisengroße Party, während man einen neuen Weg suchte, mich umzubringen. Oh wie dumm von mir. Ich vergas, normalerweise bekam ich zerbrochene Kleiderbügel, gebrauchte Putzlappen oder sonst etwas in der Art zum Geburtstag. Ich muss gestehen, das mein bester Geburtstag das Jahr war, in dem ich die Schlaftabletten entdeckte... so viel einfacher und angenehmer, als sie schrecklich schmeckenden Gifttränke."

Alle waren in Tränen ausgebrochen und sowohl Evelyn als auch ihre Mutter versuchten ihn stoppen.

„Hey Brüderchen, komm, lass damit aufhören..." begann Evelyn zögerlich.

„Nun, es scheint dass Harry viel auf der Seele liegt. Möglicherweise sollten wir aber doch abbrechen..." schlug nun auch Lady Shiartanja vor, die ein sehr schlechtes Gewissen hatte, weil sie, wie alle anderen zwar auch, davon erfahren wollte.

„Nein jetzt erst recht! Ihr wollt etwas aus meinem Leben hören... Ich werde es euch nun erzählen. Ich bin euch auch gar nicht böse. Ganz im Gegenteil ich habe das Gefühl als würde mir das helfen."

Er gab ein merkwürdiges Lachen von sich. „Zuerst dachte ich, dass es schwer fallen würde, aber je mehr ich erzähle, desto einfacher wird es. Wirklich!"

Er machte noch eine kleine Pause: „So, wie ging es weiter? Oh ja... Weihnachten lief es nicht anders ab, als an den Geburtstagen, man gewöhnt sich an alles. Wenn ich besser in der Schule war als Dudley, wurde ich geschlagen und wenn ich viel Glück hatte, musste ich eine Woche ohne Essen in meinen Schrank verbringen. Oh... Was ein Glück, das ich nicht so gemästet wurde wie mein fetter Cousin! Mann, da gibt es so viel, es würde den Tag sprengen."

Dann fuhr er fort: „Wie wäre es, wenn wir alles bis nach Hogwarts überspringen? Da war ich so sicher, dass ich einen Bergtroll bezwingen muss, um meine, bist vor kurzen, beste Freundin zu retten. Im gleichen Jahr hat ein Lehrer Voldemort in seinem Körper beheimatete, den ich auch bekämpfen musste, nur weil Dumbledore den Stein der Weisen bei mir versteckt hatte."

„Im zweiten Jahr bekämpfte ich die Erinnerungen von Voldemort und einen Basilisken. Rettete eine Mitschülerin, und zwar die, in die ich mich letztes Jahr sogar verliebt hatte, nur um vor zwei Monaten zu erfahren, das ich auch für sie nur Mittel zu Zweck war."

„Im dritten Jahr befreite ich einen Gefangenen, es war Sirius, meine bis dahin einzige Verbindung zu meiner Familie, und entdeckte, dass Peter Pettigrew noch lebte."

„Im vierten Jahr wurde ich gezwungen an einen Turnier teilzunehmen, ich kämpfte gegen Drachen, Meermenschen, unzählige andere Kreaturen und half Voldemort unfreiwillig seinen Körper auf dem Friedhof wieder zu bekommen. Und wenn Sie denken, dass es eine nette kleine Geschichte ist, dann sollten Sie wissen das ich direkt von Barty Crouch jr. dort hingeschickt wurde, Voldemorts beliebtester Günstling. Dass dabei vor meinen Augen ein Mitschüler einfach so abgeschlachtet wurde … beseitige den Überflüssigen … war der Befehl Voldemorts an Pettigrew."

„Dann der dritte Kampf gegen Voldemort. Da unsere beiden Zauberstäbe den gleichen Kern haben, kam es zum Priori Incantatem-Phänomen. Alle von Voldemorts Zauberstab getöteten Menschen erschienen als Geister, also Cedric und natürlich auch meine Eltern…Letztendlich entkam ich dadurch!"

„Ah, noch eine Sache, mein fünftes Jahr... Umbridge ließ mich mit einer Blutfeder schreiben, die jeden Satz in meine Hand ritzte." Er zeigt ihnen seine Narben. „Es gab einige Kreaturen die mich hätten töten können, Visionen, Todesser, blah, blah, blah. Sie würden denken das wäre genug, oder? Nein noch lange nicht."

„Schlussendlich: Das sechste Jahr. Die Suche gemeinsam mit Dumbledore nach den Horkruxen. Ich war felsenfest überzeugt einen väterlichen Freund an meiner Seite zu haben. Dann stellt sich heraus, das er mich und auch Eve nur benutzt hatte!"

Keiner, aber auch wirklich keiner brachte auch nur ein Wort heraus. Dann setzte sich Harry auf den Boden und Evelyn setzt sich zu ihm auf den Schoß. Bevor irgendjemand sich zu ihnen bewegen konnte wurde alle von den zweien davon abgehalten und Yasmina erzählte ihre Geschichte, die diese noch um einiges übertraf.

Dann hielten sich Harry und Evelyn in den Armen und weinten bitterlich und keiner der anderen Anwesenden schaffte es, zu ihnen durch zu dringen.

Keiner von beiden war im Moment ansprechbar. So erzählten die anwesenden Zauberer, was sie mit beiden in den jeweiligen Ausbildungen erlebt hatten. Somit wuchs Stolz und Bewunderung, besonders bei James und Lily, auf ihre Kinder.

Rowena erklärte dann noch, das sie die beiden geheilt hätte, und zwar von einer sehr schweren Krankheit. Dies führte nur dazu, dass sich die fünf wünschten ebenfalls einige, besonders die Malfoys und die Dursleys, zu killen.

Dann erklärte Lady Shiartanja, auch den nun wieder mit aufmerksamen Harry und Evelyn, dass die beiden scheinbar noch einen Gedächtnisblockade haben würden.

„Dann lösche ihn doch bitte!" sagte Evelyn und Harry nickte dazu: „Ja, meinen natürlich bitte auch!"

Doch Lady Shiartanja war nicht in der Lage diese Blockade aufzuheben. Es versuchten sich am Löschen der Gedächtnisblockade auch die Gründer, Morgana und Merlin, aber keiner hatte Erfolg; es schien nicht zu klappen.

Dann versuchten sich auch Sirius, Remus und Tonks, sowohl einzeln, als auch gemeinsam, aber auch die drei hatten keinen Erfolg!

Selbst Lily und James gelang es nicht, diese Blockaden aufzuheben, egal ob alleine oder gemeinsam.

„Eure Blockaden sind durch spezielle Schlüssel für jeden außer denen, die ihn euch verpasst haben, versperrt. Niemand kann sie brechen, außer vielleicht ... nein ... oder doch?" Lady Shiartanja war verwirrt und auch ein wenig nachdenklich.

Alle anderen, besonders Evelyn und Harry, schauten gespannt zu ihr.

„ Kann es sein, das ihr euch gegenseitig eure Blockade aufheben könnt?" sagte Lady Shiartanja nachdenklich.

Sie wandten die Gesichter zueinander und er nickte, als er seine Schilde gesenkt und seine Zauber entsprechend eingestellt hatte. Evelyn nickte und richtete ihren Zauberstab auf Harry. „Legilimens" sagte sie sanft. Ihre Sicht wurde undeutlich und in ihren Gedanken konnte sie eine Unmenge an Bildern sehen... Ginny, die auf Harrys Schoß saß und lachte... Harry, der mit seinen Freunden im Hogwarts-Express saß und grinste... Harry, der mit Ron Zaubererschach spielte... Harry beim Quiddichspielen... Hedwig, die ihren Kopf an Harry rieb... Sie schüttelte sich und brach die Verbindung ab. Harry saß vor ihr und lächelte leicht.

„Ich glaube, dass es einige Zeit braucht, das, was ich gelernt habe, auch zu kontrollieren" murmelte sie leise.

Harry nickte. „Das ist richtig. Ich benutze diese Kunst nicht sehr oft, aber sobald du diszipliniert genug dafür bist, wirst du feststellen, dass es viele Dinge erleichtert. Durch Okklumentik und Legilimens werden das Lernen und das Erinnern an Gelerntes sehr viel leichter. Bist du bereit, es nun weiter und intensiver zu probieren?" Sie nickte und richtete ihren Zauberstab wieder auf ihn. Sie war in Gedanken immer noch bei dem, was er ihr gesagt hatte, statt sich auf eine Emotion zu konzentrieren, als sie den Zauberspruch sprach.

Die Anzahl der Bilder war dieses mal größer und viel intensiver.

‚Junge, du wirst jetzt diese Arbeit machen!', brüllte Harrys Onkel Vernon. Er zog seinen Gürtel aus der Hose, hob ihn gegen einen kleinen Jungen und schlug ihm erbarmungslos auf den Rücken... ‚Evelyn lauf' schrie Harry. Dann rannten beide weg aus der Nokturngasse... ‚Nicht Harry!' flehte Lily Potter... ‚Ich will dich nicht töten. Geh beiseite und du wirst leben.' knurrte Voldemort... ‚Avada Kedavra!' schrie Voldemort und richtete seinen Zauberstab auf das Baby... Lily sprang in den Weg des Fluches ‚Harrrrryyyyy...'... ‚Zauberstäbe raus, oder?' fragte Cedric nervös. ‚Ja'‚ antwortete Harry. Seine Narbe explodierte vor Schmerz, als Voldemort sagte ‚Töte den Überflüssigen!'... Dann Vernon, der sich an dem kleinen Harry verging...

Schluchzend brach Evelyn den Kontakt ab und ließ ihren Zauberstab fallen, als sie beide Hände in Horror vor den Mund schlug. Harry hatte sich zu einem Ball zusammengerollt und zitterte heftig. Tränen liefen aus seinen Augen und sein Atem war ein krampfhaftes Keuchen.

„Harry!" schrie sie. Sie setzte sich an seine Seite und umarmte ihn eng. Sie hielt ihn in den Armen solange er weinte und war sich bewusst, dass sie diesen Schmerz verursacht hatte. Sein Zittern ließ langsam nach und er entspannte sich in ihren Armen. Harry öffnete seine Augen und war überrascht, Evelyn weinen zu sehen. Unbarmherzig unterdrückte er seinen eigenen Schmerz und setzte sich auf. Er drehte sich leicht, hob sie auf seinen Schoß, legte seine Arme um sie und wartete, dass sie sich beruhigte. Sie vergrub ihren Kopf an seiner Schulter und benetzte sein Hemd mit ihren Tränen. Er schob sie leicht von sich und versuchte, sie zu trösten, nachdem er seine eigenen Gefühle wieder unter Kontrolle hatte.

„Schhh... Es kommt alles in Ordnung. Es geht mir wieder gut. Es ist nichts passiert." flüsterte er ihr zu.

Sie hob ihren Kopf , um in seine Augen zu sehen. „Wie kannst du so etwas sagen Harry? Wie kannst du mit so viel Schmerz leben? Wie kannst du nur weitermachen?" fragte sie leise.

Er rollte mit seinen Augen. „Habe ich eine Wahl? Soll ich in den See gehen und mich ertränken, nur weil ich solche schrecklichen Verwandten habe? Alles, was ich tun kann, ist, mit Hoffnung in die Zukunft zu sehen und mir zu wünschen, dass es besser wird. Nein, seit ich dich habe, weiß ich, dass es besser werden wird."

Sie schüttelte nur erstaunt den Kopf. „Jetzt du! Bitte hilf mir, meine verschwundenen Erinnerungen zu erleben?"

„Wirklich? Willst du das?" fragte Harry, aber Evelyn nickte nur entschlossen.

Auch hier brachen eine Unmenge an grausamsten Erinnerungen herein und nun brachen beide zusammen.

Langsam, ganz langsam schienen beide sich zu erholen. James fragte: „Was habt ihr noch erlebt?"

Ohne etwas zu sagen gingen beide an ein Regal, in dem ein sehr edel gearbeitetes Denkarium stand. Dort legten sie ihre Gedanken ab, gaben es ihren Eltern, weiterhin ohne ein Wort zu sagen. Gerade als ihre Eltern es nahmen verschwanden auch schon Evelyn und Harry.

Die Erwachsenen konnten die Reaktion verstehen und tauchten alle gemeinsam in das Denkarium ein. Als sie kurz darauf wieder auftauchten, waren alle Leichenblass und einige mussten sich übergeben.

Flashback

Können wir jemals wieder wie normale Menschen leben? Oder gar eine Familie gründen?" fragte Evelyn verzweifelt.

Er unterbrach sie. „Wir habe unsere Eltern, Sirius, Remus und Tonks, wenn auch nur als Geister. Ich weiß, dass sie uns lieben. Ich weiß, dass die Grüner, Merlin und Morgana uns mögen. Und irgendwann werde ich eine eigene Familie haben und Kinder, um die ich mich sorgen und die ich lieben kann. Und du auch. Wir können im Moment keine Familie haben, aber ich weiß, dass ich sie haben werde, und die Menschen die ich jetzt um mich habe, kommen dem schon sehr nahe."

Sie lächelte ihn an und schmiegte sich fester an ihn. „Hast du schon eine Frau ausgewählt, mit der du deine Familie gründen willst?"

„Es gibt da eine kleine Liste mit Bewerberinnen. Ich werde mir erlauben, deinen Namen hinzuzufügen." sagte er trocken.

Sie gab ihm einen Schlag auf den Arm. „Arsch!" rief sie und bemühte sich, von ihm wegzukommen. Er hielt sie fest und ließ sie nicht entkommen. Als sie endlich stillhielt, küsste er sich leicht auf den Kopf und flüsterte: „Es ist eine leere Liste Evelyn. Obwohl ich eine Bewerberin habe."

Sie saß sofort still und starrte ihn an. „Wirklich?" flüsterte sie. Er lächelte und nickte ihr zu und sie grinste zurück. Dann wurde seine Stimmung wieder ernst. „Du weißt, wer meine Auserwählte ist?"

Flashback ENDE

Später kehrten sie wieder zurück und wurden liebevoll empfangen.