Anm: Vielen Dank an ArtemisOriza, das du dieses Kapitel so schnell Korrektur gelesen hast!


21. Kapitel – Das Seelenerbe

„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung

Übergang aus dem vorherigen Kapitel:


… Er unterbrach sie. „Wir habe unsere Eltern, Sirius, Remus und Tonks, wenn auch nur als Geister. Ich weiß, dass sie uns lieben. Ich weiß, dass die Gründer, Merlin und Morgana uns mögen. Und irgendwann werde ich eine eigene Familie haben und Kinder, um die ich mich sorgen und die ich lieben kann. Und du auch. Wir können im Moment keine Familie haben, aber ich weiß, dass ich sie haben werde, und die Menschen die ich jetzt um mich habe, kommen dem schon sehr nahe."

Sie lächelte ihn an und schmiegte sich fester an ihn. „Hast du schon eine Frau ausgewählt, mit der du deine Familie gründen willst?"

„Es gibt da eine kleine Liste mit Bewerberinnen. Ich werde mir erlauben, deinen Namen hinzuzufügen." sagte er trocken.

Sie gab ihm einen Schlag auf den Arm. „Arsch!" rief sie und bemühte sich, von ihm wegzukommen. Er hielt sie fest und ließ sie nicht entkommen. Als sie endlich stillhielt, küsste er sie leicht auf den Kopf und flüsterte: „Es ist eine leere Liste Evelyn. Obwohl ich eine Bewerberin habe."

Sie saß sofort still und starrte ihn an. „Wirklich?" flüsterte sie. Er lächelte, nickte ihr zu und sie grinste zurück. Dann wurde seine Stimmung wieder ernst. „Du weißt, wer meine Auserwählte ist?"

Flashback ENDE

Später kehrten sie wieder zurück und wurden liebevoll empfangen...


„Wo seid ihr gewesen? Und was habt ihr gemacht?", wollte Lily neugierig wissen.

Harry schaute Evelyn an und sagte dann zu seiner Mutter: „Wir brauchten etwas Zeit für uns. Wir haben uns auch ein wenig aussprechen müssen. Es ist alles nicht so leicht, wie ihr euch vielleicht denken könnt!"

Evelyn bestätigte dies und sagte noch: „Es ist alles so anders. Überall wo wir hinkommen sind wir etwas besonderes, obwohl wir es nicht wollen. Und dabei haben wir so viel Schlimmes erlebt und dürften eigentlich niemanden mehr trauen und doch finden wir Freunde, Vertraute und schließlich auch wieder unsere Familie..."

Harry nahm Evelyn in den Arm und fügte hinzu: „Und dann sind da noch Dinge zwischen uns, die so ungewöhnlich sind, das uns dabei offensichtlich niemand helfen kann. Manchmal möchte ich am liebsten aufgeben und davon laufen!"

Evelyn gab ihm einen sanften Kuss auf seine Wange und sagte: „Und dabei haben wir dann doch das Glück mit euch sprechen zu können, obwohl wir uns im Klaren sind, dass dieser Zustand nicht von Dauer ist!" dabei liefen ihr dann zwei Tränen ihre Wangen herab, die von Harry liebevoll weg geküsst wurden.

Lily nahm ihre „Kinder" tröstend in ihre Arme. Auch die anderen vier waren hin und her gerissen zwischen Entsetzen, Trauer, Verwunderung und Liebe.

Sirius meinte dann: „Wie konnte ich mich nur auf den Kampf mit Bellatrix einlassen und sie auch noch gewinnen lassen. Nie wieder werde ich dich schützen können..." zum Schluss flüsterte er nur noch.

Remus und James nahmen ihn nun in ihre Arme und James sagte: „Keiner von uns ist mehr in der Lage, sie so, wie sie es verdient hätten, zu begleiten. Wir müssen schauen, was wir in unserer jetzigen Form noch machen können."

In diesem Moment kam Mehurian zusammen mit Oberon und Kastellaun. Alle drei Kobolde waren erstaunt sowohl die Eltern von Evelyn und Harry als auch deren Paten an zu treffen.

Kastellaun war es dann, der sich von den Kobolden als erster wieder fing und mit großen Augen auf die fünf Geister zu ging und fragte: „Wie kann es sein, das Sie hier sind und wir nie etwas von Ihnen bemerkt haben?"

Dann machte Kastellaun noch größere Augen, hielt sich erst einmal den Mund bevor er entschuldigend sagte: „Oh! Entschuldigung! Wo bleibt meine Erziehung! Erst einmal herzlich willkommen Mr. und Mrs. Potter, eben so Ms. Tonks, Mr. Lupin und auch Sie Mr. Black!"

Auch Mehurian und Oberon verneigten sich vor den fünfen und begrüßten sie aufs Höflichste. Dann sprach Kastellaun weiter: „Das ist eine ganz besondere Überraschung, dass wir sie hier vorfinden. So können sie gleich auch die neuesten Informationen erfahren!"

„Doch lassen sie uns erst einmal Platz nehmen und ich sorge für Tee, Kaffee und etwas Gebäck!" vervollständigte Kastellaun noch.

Kurz darauf war eine gemütliche Sitzecke aufgetaucht und schon setzten sich alle zusammen. Dann schaute sich Harry um und nach dem zustimmenden Nicken seiner Familie und Freunde begann er mit der Erklärung: „Nun ich will es kurz machen. Wir haben es bereits mehrfach erlebt, dass sich in diesem Verlies immer wieder merkwürdige oder eher überraschende Situationen ergeben. Andauernd erscheinen neue Türen und öffnen sich. Und wir, Evelyn und ich gehen natürlich immer wieder durch. Bei der letzten sind wir nun auf unsere Eltern, Paten und Freunde gestoßen!"

Kastellaun nickte und fasste schmunzelnd zusammen: „Nun die Wege der Magie sind manchmal vollkommen unergründlich. Aber ich kann Ihnen auch einige Neuigkeiten, Ihr Erbe betreffend, mitteilen!"

Nun hatte er die vollständige Aufmerksamkeit aller und Evelyn fragte auch sogleich: „Dann erzählen Sie doch. Haben wir nun Zugriff auf die Erbschaften? Was hat sich diesbezüglich ergeben?"

Kastellaun schaute Harry und Evelyn ruhig an und erklärte dann: „Also, es ist definitiv, Sie beide können kein Blut gebundenes Erbe mehr antreten, es liegt uns ein offizielles Dokument vor, das Sie definitiv keinen Anspruch haben, der Sie berechtigt das Erbe der Potters an zu nehmen!"

Evelyn und Harry machten betroffene Gesichter, aber Kastellaun wiegelte ab und erklärte: „Aber das ist nur eine Information, von mehreren, die ich ihnen hier und heute zur Verfügung stellen möchte! Ich habe hier einen Brief aus dem Zaubereiministerium, von einem Adressaten, den sie wohl gut kennen!" dabei schmunzelte der Kobold diesmal, was an sich schon eine Seltenheit war; ein lächelnder Kobold!

Mit diesen Worten übergab er den Brief an die Potters, die ihn auch sofort aufgeregt öffneten und durchlasen. Als sie ihn fertig gelesen hatten, stahl sich ein Lächeln in die Gesichter von Harry und Evelyn.

Sehr geehrte Ms. Potter,

sehr geehrter Mr. Potter,

auf Grund der Eingabe von der Zaubererbank Gringotts haben wir recherchiert und folgendes herausgefunden. Es existiert in der magischen Welt außer dem Bluterbe auch noch das Seelenerbe, das nach einem Gesetz, das nach den Koboldkriegen ausgerufen wurde, eine höhere Wertigkeit bei der magischen Gemeinschaft hat, als alle anderen Erbformen

Damit sind sie in der Lage auch Erbschaften an zu nehmen, die nur nach den Grundsatz des Seelenerbes vermacht worden sind. Dies gilt auch und insbesondere, wenn keine blutmäßige oder gentechnisch nachweisbare Verwandtschaft besteht!

Mit freundlichen Grüßen,

Amelia Bones

Abteilung für Historie und Erbschaftsangelegenheiten

Zaubereiministerium

Dann hielten sie den Brief ihren Eltern, Sirius, Remus und Tonks hin, die ihn somit auch durchlesen konnten.

Als sie sich soweit informiert hatten glitt besonders den ehemaligen Maraudern, also Sirius, James und Remus, ein schmutziges Grinsen über das Gesicht. Auch Lily und Tonks mussten schmunzeln, da sich die Vorsicht und Verschlagenheit der drei nun, zu Gunsten von Evelyn und Harry, doch ausgezahlt hatte.

Nun erklärte Kastellaun weiter: „Es gibt ja nicht nur ihre Seelenkopien, sondern noch einige andere. Alle Seelenkopien sind in der Mysteriumsabteilung im 9. Untergeschoss im Raum der Seelen aufbewahrt!"

Dabei regte sich Sirius sofort auf. „Dann werden sie zerstört und es gibt keine Chance des Nachweises der Erbberechtigung!"

Auch James schaute entsetzt in Richtung der Kobolde.

Doch Kastellaun hob beruhigend seine Hände: „Eine weitere Sammlung von Seelenkopien ist bei Gringotts vorhanden. Die Sammlung in der Mysteriumsabteilung ist nur eine Kopie der Kopie und letztendlich nicht rechtsgültig! Aber auch dazu haben wir einen Brief aus dem Zaubereiministerium erhalten, der zwar an uns gerichtet ist, den ich ihnen aber gerne zur Kenntnis geben möchte!"

Damit hielt er den Potters und den anderen drei einen weiteren Brief hin, den diese auch gleich durchlasen.

Sehr geehrter Mr. Kastellaun,


auf Grund der Eingabe von der Zaubererbank Gringotts möchten wir Ihnen bekannt geben, dass in der Mysteriumsabteilung eine Sammlung von Kopien der Seelenkopien aufbewahrt wird.

Wir bitten Sie höflichst, diese bei Zeiten mit den Originalen zu vergleichen und die Echtheit zu verifizieren. Dazu schlagen wir vor, dies übermorgen um 10:00 Uhr vormittags zu erledigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Amelia Bones

Abteilung für Historie und Erbschaftsangelegenheiten

Zaubereiministerium

P.S. Wie wir erfahren haben besteht die Möglichkeit, dass Todesser, vermeintliche, einen Anschlag auf die Mysteriumsabteilung planen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit uns zwei gut ausgebildete Jung-Kämpfer zur Verfügung zu stellen. Diese könnten zumindest zwei der Seelenkopien in Sicherheit bringen...

Nun mussten doch alle fies grinsen. Beziehungen waren doch etwas Feines! Dann konnten sich die Marauder nicht mehr halten und fingen an, schallend zu lachen.

Lily selber war eher besorgt und sagte das auch: „Aber geht kein zu großes Risiko ein. Nicht, dass euch noch etwas passiert!"

Nun stellte sich Evelyn vor ihre Mutter, schmunzelte sie an und sagte: „Keine Bange! Unsere bisherige Ausbildung war so gut, dass ich nicht mal daran glaube, dass Voldemort ungeschoren davon kommen würde. Und der ist sicher nicht vor Ort. Es werden bestimmt die Lakaien von Dumbledore und dem Ministerium sein. Und mit denen werden wir noch eher fertig!"

„Und außerdem ist das ein erstes Mal, wo wir unseren verehrten und vermeintlichen Mitstreitern mal so richtig den Ar... also halt zeigen können was wir drauf haben!" sagte Harry ergänzend.

Nun kicherte Evelyn und sagte: „Sag ruhig, was du denkst. Ich will denen doch auch ein wenig – oder ein wenig mehr – den Arsch aufreißen!"

Wieder waren die Marauder am lautesten am Lachen.

Als sich alle wieder soweit beruhigt hatten erklärte Kastellaun noch folgendes: „Wir haben noch bevor wir hergekommen sind die Erbberechtigung überprüfen lassen. Das Ergebnis ist folgendes: Die Erben der fünf sind rechtsgültig!"

Mit dieser Erklärung füllten sich augenblicklich die Verliese der Familien Potter, Black, Tonks und Lupin.

In diesem Moment betrat ein weiterer Kobold den Vorraum und bat ganz aufgeregt mit Kastellaun zu sprechen.

Ein listiges Grinsen schlich sich in die Augen von Kastellaun, dann sagte er: „Nun nicht nur der Orden des Phönix, das Ministerium und die Todesser haben ihre Spione, sondern auch wir haben in allen drei „Organisationen" unsere Augen und Ohren. Es ist in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und dem Orden des Phönix in zwei Stunden ein Überfall in der Mysteriumsabteilung geplant!"

Harry legte seinen Kopf schief und fragte: „Kastellaun, ich frage mich, ob die Kopien nicht hier bei Gringotts besser aufgehoben wären?"

Evelyn nickte und sinnierte: „Die Sicherheitsvorkehrungen und die Verschwiegenheit im Ministerium sind auch nicht mehr das, was sie Mal waren. Einfach schockierend!"

Alle wie sie da saßen waren, gelinde gesagt, von den Socken. So trocken wie die beiden sich gaben...

Dann fragte Harry: „Kann uns jemand erklären, wo wir im Ministerium hin müssen? Wo die Kopien der Seelenkopien liegen?"

„Und gibt es noch weitere Artefakte, die Gringotts aus dem Ministerium gebrauchen könnte?" wollte Evelyn ganz unschuldig wissen.

Nun konnte sich niemand mehr halten und all verfielen in schallendes Gelächter.

Dann erklärte Kastellaun alles zu den Abteilungen des Zaubereiministeriums: „Das gesamte unterirdische Gebäude besteht aus zehn Etagen. Tatsächlich kann man von einem richtigen Gebäude sprechen und nicht von einem unterirdischen Bunker oder Kellersystem, da zumindest in den oberen sieben Stockwerken durch magische Fenster an der Wand suggeriert wird, dass man sich über der Erde befindet. In diesen sieben Untergeschossen oberhalb der Eingangshalle befinden sich die Hauptabteilungen. Im neunten Untergeschoss hat die geheimnisvolle Mysteriumsabteilung ihren Sitz, deren Mitarbeiter sich die Unsäglichen nennen und wo Mysterien wie der Tod, die Zeit, die Liebe und Prophezeiungen erforscht werden. Alle Stockwerke, mit Ausnahme des zehnten Untergeschosses, in dem sich die Gerichtssäale befinden, sind durch mehr als 20 Aufzüge miteinander verbunden. Der Austausch von Notizen und Informationen zwischen den Abteilungen erfolgt über kleine Papierflieger (Memos), die von Büro zu Büro fliegen und dabei auch die Aufzüge benutzen. UntergeschossName der Abteilung Unterabteilungen."

Alle, besonders Evelyn und Harry, hörten ihm aufmerksam zu. Dann erklärte er genauer die einzelnen Etagen: „In der ersten Etage befindet sich die Ministeriumszentrale mit dem Büro des Zaubereiministers und seiner Mitarbeiter. In der nächsten Etage sind die Magische Strafverfolgung mit dem Büro gegen den Missbrauch der Magie, die Aurorenzentrale und der Zaubergamot-Verwaltungsdienst angesiedelt. Dann im dritten Stockwerk findet man die Räume für magische Unfälle und Katastrophen, das Kommando für die Umkehr verunglückter Magie, die Vergissmich-Zentrale und das Komitee für Muggelgerechte Entschuldigungen. In der vierten Etage befinden sich die Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe, die Tier-, Zauberwesen- und Geisterbehörde, das Koboldverbindungsbüro und das Seuchenberatungsbüro. Aus dem Koboldverbindungsbüro wären wir interessiert, die Verzichtserklärung der Kobolde zum Führen von Zauberstäben und die Verzichtserklärung für Magie der Kobolde in der Öffentlichkeit zu erhalten. Sie wären mit Sicherheit hier besser aufgehoben!"

So trocken wie Kastellaun es erklärte mussten wieder alle schmunzeln. Damit wären die Kobolde endlich wieder frei!

Harry hatte dazu aber noch eine Frage: „Wird es nicht auffallen, das diese Dokumente fehlen?"

Daraufhin hatte Evelyn eine geniale Idee: „Vielleicht sollten wir eine Erklärung hinterlegen, die besagt, dass es den Kobolden bei zu starker Einflussnahme Seitens des Ministeriums gestattet ist, die Konten des Ministeriums einzufrieren. Und ein weiteres Dokument sollte bestätigen, dass bei persönlicher Einflussnahme des Ministers, dieser dann zurück treten müsse!"

Kastellaun schaute zu Mehurian und der sagte: „Die Dokumente werden in fünf Minuten fertig sein!" Dann grinsten die Kobolde teuflisch.

Kastellaun setzte sich zurück und fuhr mit seiner Erläuterung fort: „In der fünften Etage sind die Büros für die Internationale Magische Zusammenarbeit, für den Internationalen Magischen Handelsstandardausschuss, das Internationale Büro für Magisches Recht und für die Internationale Zauberervereinigung, britische Sektion. Im nächsten Stockwerk finden sich die Ableitungen für Magische Transportwesen, für die Flohnetzwerkaufsicht, für das Besenregulationskontrollamt und das Portschlüsselbüro. Da wäre es sicher interessant eine unbeschränkte Genehmigung für Portschlüssel zu erlangen, ebenso für das Einrichten von Kaminen für das Flohnetzwerk und für euch beide aus dem Appariertestzentrum, das ebenfalls dort ist, eine Apparierlizenz für euch beide zu beschaffen."

„Ich liebe Shopping!" grinste Evelyn.

Harry atmete auf und bemerkte zynisch: „Zum Glück gibt es dort keine Klamotten!" Was ihm einen Rippenstoß von Evelyn einbrachte.

Kastellaun musste schon wieder schmunzeln und fuhr abermals fort: „Dann die siebte Etage. Dort befinden sich die Abteilungen für magische Spiele und Sportarten, die Zentrale der Britischen und Irischen Quidditch-Liga, der Offizielle Koboldstein-Klub und das Büro für Lächerliche Patente. In der achten Etage ist die Empfangshalle. Und dann das neunte Stockwerk. Dort befindet sich die Mysteriumsabteilung mit der Halle der Prophezeiungen und dem Raum der Seelen, wo ihr die Kopien findet. Dann gibt es dort noch den Raum des Todes, den Raum der Zeit, den Raum der Gedanken und den Raum der Liebe. Zu guter letzt befinden sich in der letzten, der zehnten Etage, die Gerichtssäle.