Anm.: Da ihr ja so lange auf eine Fortsetzung warten musstet, kommt hier gleich noch ein weiteres Kapitel. Viel Spass damit!


25. Kapitel - Ausbildung der Seelenmagier

„bla, bla, bla." Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # Gedankenübertragung

Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

Nachdem zwei weitere Jahre vergangen waren, in der realen Welt ware wiedrum erst zwei Tage vergangen, konnten beide nun Auren sehen und stellten fest, das sie beide eine weiße Aura hatten und damit die Stärke nicht spezialisiert war sondern übergreifend.

In den nächsten vier Jahren lernten Harry und Evelyn die verschiedenen Stufen der Magie. Es war die allgemeine Magie und die Geschichte der Magie, stablose Magie, stumme Magie, stablose und stumme Magie, verbinden von Zaubern, entwerfen von Zaubern und last but not least denken des Ergebnisses Seelenmagie, die höchste Form der Magie.

Gleichzeitig kamen sich Evelyn und Harry immer näher.

Am Ende ihrer Ausbildung erschien die reine Magie und erklärte ihnen: "Ihr müsst nun die letzte Prüfung ablegen. Die Prüfung zum Erzmagier. Dann werden wir uns ein letztes mal sprechen!"

Damit verschwand auch schon wieder die reine Magie...

und erschienen in Tarnia, der geheimen Stadt der Magier. Evelyn und Harry, Leandaris, jüngste Magier, des siebten und höchsten Zirkels der Magie, in der Geschichte von Tanaria, starrte auf ihre Stäbe und bemerkten die Person, die sich ihnen näherte, überhaupt nicht – sie waren sehr nervös. Harrys nun schulterlangen schwarzen Haare passten gut zu seinen stechenden saphirgrünen Augen. Mit seinen 190 Zentimetern war er einer der größeren Magier. Zugleich war er auch durchtrainiert wie ein Karatekämpfer. Evelyn war mit ihren 180 Zentimeter ebenfalls eine herausragende und wunderschöne Frau. Heute würde sich ihre Initiationen zum Erzmagier ereignen, ein erstaunliches Ereignis für gerade Mal zwei 17-jährige, zumal der jüngste Erzmagier zuvor 76 Lebensjahre vorweisen konnte.

Seine Mentorin Anari schlug ihn mit ihrem Stab auf die Schulter: "Heute ist kein Tag zum trauemen ihr Beiden, entweder geht ihr als begabteste Magier der Welt in die Geschichte ein oder ihr sterbt bei dem Versuch es zu werden."

Sie war groß, maß fast 2 Meter und war von der zeitlosen Schönheit des Elfenvolkes gezeichnet. Anari war eine der wenigen Elfen, die bei den Menschen lebte und die einzige Elfe, die der Magie der Menschen fähig war. Schnell standen Evelyn und Harry auf um ihre Worte zu vernehmen.

"Menschliche Zauber sind bis ins letzte Detail komponiert und brauchen einen brillanten Verstand und ein großes magisches Potential um sich zu entfalten. Elfische Zauber jedoch brauchen nur den fokussieren Willen einer Person und das Wissen um den Weg, um zu funktionieren, denke daran, wenn du nicht weiter weißt. Die Kraft des Elfenzaubers kommt von Kenor, dem Gott des Waldes persönlich."

"Meisterin, dies ist mir alles klar, aber wisst ihr nicht was uns erwartet?"

"Nein, aber die 4 Erzmagier wissen um eure Fähigkeiten und werden sie dem entsprechend fordern. Nur weil die Meisten von ihnen nicht eure Kräfte haben ist das noch lange kein Grund, dass ihr sie nicht brauchen werdet. Nur ihr Beiden könnt elfische Zauber und menschliche Zauber wirken. Nutzt diesen Vorteil und nur so könnt ihr gewinnen. Wir müssen jetzt los, nehmt eure Stäbe in die Hände und folgt mir."

Ihnen Entging nicht, dass sie ihnen anscheinend keine großen Chancen gaben, umso schlechter fühlten sie sich in Anbetracht der Aufgabe vor ihnen. Sie hofften beide, sie müssten niemanden töten, denn trotz alle dem achteten sie alles Leben und verabscheuten es zu töten. Erst einmal waren sie gezwungen einen Menschen zu töten, um sich selbst zu retten und das verblüffte Gesicht der Todesser, während er verbrannte, liessen sie noch immer schweißgebadet aufwachen.

Des Weiteren verachtete beide eigentlich schwarze Magie, doch sie hatten sich dem Leben und den Lehren des Lichts verschrieben. Doch sie hatten auch gelernt das die eigentlich schwarze Magie nicht nur schlecht war!

Sicher waren sie sich, dass ihre Plätze eindeutig auf der richtigen Seite war. Evelyn an der Seite von Harry und Harry an der Seite von Evelyn.

Mit Schweiß auf der Stirn und einem flauen Gefühl im Magen machten die beiden sich auf den Weg zum Tempel von Enur, dem Gott der Magie.

Kapitel2:

Im Zentrum der Hauptstadt von Endaral, dem groessten Menschenreich auf dem Oestlichen Kontinent, erhob sich der Tempel von Enur - ein gigantisches Gebauede auf einer quadratischen Grundflaeche. Zu jeder Himmelrichtung ragte ein riesiger Turm auf, der nur noch von der gigantischen Kuppel in der Mitte uebertroffen wurde.

In jedem Turm wurde eine Schule der Magie gelehrt. Die Kampfmagie erfuhren die Adepten im Osten, die Magie der Beherrschung und Taeueschung erfuhren die Schueler im westlichen Turm, der Beschwoerung widmete sich man im Sueden und der Heilung im Nordturm.

Jeder Turm beherbergt einen Erzmagier, einige lehrenden Magier und viele hundert Adepten. Im Normalfall koennen sich Adepten gluecklich schaetzen, nach 15 Jahren Ausbildung in die Welt hinaus entlassen zu werden. Die Ausbildung beginnt im Alter von 8-10 Jahren, wenn sich die Magie das erste Mal offenbart. Die maechtigsten Magier kehren nach einigen Dekaden zurueck zum Tempel, um den Posten des Erzmagiers für sich zu beanspruchen und ihn zu bekommen oder im magischen Duell zu sterben.

All dies wussten Harry und Evelyn nur zu genau.

Waehrend sie und Anari gemessenen Schrittes die marmornen Stufen zum Hauptportal des Kuppelsaals erklommen dachten Beide ueber seine Situation nach: Zuerst mussten sie sich den Pruefungen der anderen drei Tuerme stellen, bevor er den Erzmagier der Heilmagier herausfordern konnte. Vor der Schule der Beherrschung und Taueschung und der Schule der Kampfmagie hatten sie keine Angst, auf beiden Gebieten war die Beiden Experten. Das flaue Gefuehl in ihren Mägen liess sich auf die Pruefung der Beschwoerer zurueckfuehren, der Erzmagier dieses Turmes war der einzige Pruefer, der sie beide sogar verachtete und sogar ihren Tod wuenschte. Ein Hieb seiner Mentorin liess beide zusammenzucken und in die Wirklichkeit zurueckkehren. Nie zuvor hatte jemand in ihrem jungen Alter einen Erzmagier herausgefordert. Nie zuvor hatte jemand in ihrem Alter derartige Macht bessessen. Sie waren entschlossen zu gewinnen.

In der kathedralenartigen Haupthalle empfingen ihn seine drei Pruefer und ihre Gehilfen - etwa 20 Magier und Adpeten ihrer Schulen. Sie nickten ihnen zu und wiesen sie an, ihnen zum Ostturm zu folgen.

Kapitel3:

Auf der höchsten Plattform des Turmes erzaehlten sie ihnen seine Aufgabe: zwei Kampfmagier würden versuchen sie zu vernichten und sie sollten sie ueberwaeltigen ohne sie zu toeten.

Zwei schwarzberobte Magier des Siebten Zirkels stellten sich vor als, Enarion und Celarus. Die Zauberer wiesen ihn an am vorderen Ende der dreieckig-ovalen Plattform sich aufzustellen, damit der Kampf beginnen koenne.

Sie stellten sich in das ihnen zugewiesene Oktagramm und ueberlegte fieberhaft wie er gleichzeitig ihre Attacken abwehren sollten und dazu sie zu ueberwaeltigen.

Der erste Feuerball schoss heran – er wurde von Evelyn auf seinen Schoepfer zurueckgelenkt und um ein vielfaches beschleunigt. Enarion, der gerade einen Eisblitz wirkte, brach seinen Zauber ab und half Celarus bei der Abwehr des Feuerballs. Beide Magier arbeiteten fieberhaft daran einen Feuerschild zu erschaffen, da sie nicht so toericht waren einen Versuch zu unternehmen, die Flugbahn des Feuerballs zu aendern – Evelyn war viel zu stark, als dass die beiden ihren Feuerball ablenken koennten. Gleichzeitig arbeitete Harry an einem Taueschungszauber, er würde ihn komplett vor den anderen verbergen. Langsam wurde der Feuerball von den Schildzaubern der beiden Kampfmagier absorbiert und verpuffte zu warmer Luft. Durch die Anstrengung geschwaecht sanken beide auf die Knie und stuetzten sich auf ihre Staebe. Diese Schwaeche nutzte Harry geschickt aus - verborgen, nur einen Meter von den beiden anderen entfernt bliess er ihnen einen Strahl aus Eis auf die Haende, so dass sie vor Schmerz schrien und ihre Arme nicht mehr zum Zaubern gebrauchen konnten. Zwei geschickte Hiebe mit seinem Stab liessen die beiden Magier zu Boden gehen. Er konnte es kaum glauben, wie einfach das doch gewesen war. Ungluecklicherweise bemerkte er in seinem Siegestaumel die beiden gewaltigen Drachen nicht, der sich hinter ihm befand.

"Das ist gegen die Regeln, Erzmagier!", schrie seine Mentorin, als sie die Drachen bemerkte. Harry fuhr herum und blickte mit schreckensgeweiteten Augen in den weitgeoeffneten Rachen der Echse, als die sich anschickte einen Feuerball zu schleudern. Die erste Attacke des einen Drachen wurde um Haaresbreite noch von seinem Feuerschild pariert, die Zweite verbrannte ihm den Koerper und liess ihn zu Boden gehen. Der Blick des Drachen war unendwegt auf sein Opfer gerichtet, das den Kopf gesenkt hielt, sich nicht regte und langsam von Flammen verzehrt wurde. Evelyns und Harrys rechte Hände lagen ruhig auf ihren Stäbe und ruehrten sich nicht. Die Riesenechesen oeffneten ihre Rachen weit, um beide mit einem letzten Feuerball zu vernichten. Ihre Hände schlossen sich im selben Augenblick um ihren jeweiligen Stab. Ploetzlich brach ein gewaltiger Blitz aus beiden Stäben los, mitten in die Mäuler der Echsen, vorbei an der Panzerung aus Schuppen, so dass die Drache vor Schmerz aufschreiten. Unter großen Schmerzen und kaum bei Bewusstsein liess Harry und Evelyn ihre Blitze nicht abreissen und fuegte ihnen unentwegt neue Energie zu, bis ihnen schwarz vor Augen wurde. Als Letztes wirkten sie jeweils noch einen Flammenloeschzauber, um nicht vollends vom Feuer verzehrt zu werden. Danach wurde es dunkel um die Beiden…

Kapitel4 :

Als Harry erwachte spuerte er starke Schmerzen von seinen Verbrennungen, bemerkte Evelyn an seiner Seite und sah seine Mentorin mit besorgtem Gesicht ueber ihnen gebeugt.

"Du lebst noch Harry, genau so wie Evelyn, eure Idee war brilliant. Haettest du versucht den Drachen mit einem Zauber zu toeten ohne eine Schwachstelle auszunutzen, waerst du gestorben."

Derweil wurde auch Evelyn wach und ihre Mentorin sprach weiter: "Lasst mich eure Wunden heilen", hoerten sie ihre sanfte Stimme, als der Heilzauber ihre Körper durchfloss. Binnen Sekunden spuerten sie den Schmerz nachlassen und die Kraft zurueckkehren. Langsam standen sie beide auf und griffen nach ihren Zauberstäbe, welche einige Meter entfernt vor den Leichen der Drachen lagen. Der Erzmagier des Turmes verlieh ihnen die Insignie des Kampfes, so dass sie zur naechsten Pruefung gehen konnten.

Als sie in die Haupthalle zurueckkehrten, erwartete sie schon die Erzmagier der Beschwoerer mit ihren Gehilfen. Der eine Erzmagier war fett wie ein Schwein und hatte kleine Knopfaugen, die ihn finstern anstarrten, als er sie aufforderte, ihm zu folgen.

Statt auf die Spitze des Turmes ging der Weg diesesmal tief in die Katakomben der Stadt. Die Wege waren schlecht und nur von den Staeben der Zauberer erleuchtet, so dass sie bereits nach kurzer Zeit die Orientierung verloren. Nach einiger Zeit, die ihnen wie Stunden vorkamen fragte Harry sich ernsthaft voraus das ganze hinauslief: In diesen kleinen Gaengen war nicht einmal genug Platz einen großen Daemonen herbeizurufen, der seine Beine essen wollte, warum also liefen sie hier unten herum, anstatt es endlich hinter sich zu bringen? Als er noch einige Zeit gewartet hatte war seine Geduld am Ende, so dass er fragte, wie lange der Weg noch sei. Ohne zu antworten gingen die anderen Magier weiter und fuehrten sie schliesslich in eine gewaltige unterirdische Halle, dessen Großteil von einem durch Blicke unergruendlichen See bedeckt wurde, ueber den 4 Wege in die Mitte zu einem Seil fuehrten, welches in die Hoehe ging. Das Ende des Seiles sahen sie jedoch nicht, was ihnen ein wenig Angst machte.

Der Erzmagier der Beschwoerung sprach: „Dies ist euer Weg Anwaerter. Erklimmt dieses Seil bis zur Spitze unseres Turmes und bewaeltigt die Gefahr auf dem Weg und den Feind am Ende. Seid gewarnt, dass der Turm gegenueber Teleportzaubern abgeschirmt ist, so dass ihr auf andere Weise nach oben gelangen müsst."

Mit schnellen Schritten näherte sich Evelyn und Harry den Seilen und sprachen bereits einen Zauber auf sich selbst, die ihre Koerperkraft vervielfachte. Wenige Magier koennen zwei Zauber gleichzeitig sprechen, es erfordert unglaubliche Konzentration die beiden Sprueche im Geiste zu verbinden, Harry und Evelyn hatten diese Kunst lange geuebt und schafften es sogar drei bis vier Sprueche auf einmal zu wirken, wenn sie sich anstrengten. Beim Wirken mehrerer Sprueche ist jedoch die Gefahr gegeben, dass der Magier bei einem Fehler vollkommen vernichtet wird, da er mit gewaltigen Kraeften balanciert. Deswegen hatten sie dies erst wenige Male zuvor getan. Instaendig hofften sie, es dieses mal auch nicht tun zu muessen.

Etwas Hartes stiess gegen Harrys Hinterkopf, so dass er auf seinem Weg zum Seil ins Wasser fiel und dort sofort von bissigen Wasserbewohnern belaestigt wurde, die das Blut von seinem angeschlagenen Knie gerochen hatten.

In Panik schaffte er es, trotz der Schmerzen einen Schildzauber zu wirken, der die Piranhas abhielt, so dass er das Wasser verlassen konnte. Auf dem Weg sah er keine Wesen, jedoch entging er nur knapp dem Angriff eines fliegenden Daemonen. Er loeste seinen Schildzauber auf und nutze die Energie davon, um die gesamte Halle zu erleuchten. Die Angst schlug ueber ihm wie eine kalte Welle zusammen, hunderte, wenn nicht gar tausende abartiger fliegender Daemonen flogen in dem Saal herum und drehten nun in seine Richtung.

Sofort wurde er wieder ins Wasser gestossen, wo in blutruenstige Meeresbewohner erwarteten, die er mit einem weiteren Schild abwehrte. Seine Zeit unter Wasser war knapp bemessen, so dass er sich sofort auf seinen naechsten Zauber konzentrierte. Diese Formel war sein ganzer Stolz, er hatte sie selbst entwickelt und sie war der maechtigste Zauber den er kannte. Mit seinem Stab malte er anmutige Runen ins Wasser die zu leuchten begannen, als er anfang die Formel zu intonieren. Ein Kreis aus Feuerbaellen umgab ihn und umkreiste ihn in einem komplexen Muster. Nun gab er seinen letzten geistigen Kapazitaeten her um einen Flugzauber zu wirken, welcher ihn an die Wasseroberflaeche bringen sollte, welche schon weit weg war. Sein Stab leuchtete Gruen, erhellt von der elfischen Magie und brachte ihn in schnellem Tempo nach oben. Ritlings setze er sich auf seinen Stab und gebrauchte ihn wie einen Hexenbesen.

Als er die Oberflaeche durchstiess schnappte er gierig nach Luft und sah die vielen Daemonen auf sich zukommen, erhellt durch die vielen Feuerbaelle und das schwache Glimmen seines Zauberschildes. Die meisten Daemonen verendeten an seinen Feuerbaellen, die uebrigen wurden durch sein Schild betauebt und sturzten ab. Doch er wurde schwaecher und die Flut der Daemonen nahm nicht ab. Harry begann den Flugzauber zu modifizieren, so dass er ihn nach oben befoerderte. Schnell rauschte er nach oben, seine Lungen schmerzten sehr und lenkten ihn ab, so dass sein Schildzauber zusammenbrach und sein Feuerzauber sich in einem gewaltigen Feuerball entlud, welcher in den See aufschlug. Jede Faser seiner Existens setzte er daran den Flugzauber zu erhalten und den Schildzauber wieder herzustellen. Doch es war schon zu spaet, ein spitzer Schnabel bohrte sich ihm mit viel Kraft in seine linke Schulter und schleuderte ihn ohne Kontrolle durch die Luft. Der Zauberer landete auf einem Plateu und erschaffte sofort einen schuetzenden Schild um sich herum. Danach rief er seinen Stab herbei, der inzwischen ohne ihn die Reise nach unten angetreten hatte.

Erst als er die Macht seines Stabes in der rechten Hand hatte machte er sich daran einen Heilzauber zu wirken. Die wenigen Daemonen die versuchten sein Schild zu durchdringen machten ihm wenig aus, da er lange trainiert hatte sich zu konzentrieren. Es war ein Kinderspiel einen Zauber aufrechtzuerhalten und einen anderen zu wirken für ihn. Drei Zauber zu wirken war fast unmoeglich wie er eben erfahren durfte. Das Gefuehl der Heilung genoss er, liess sich aber davon nicht ablenken und hielt den Schild aufrecht. Nach der Heilung machte er sich auf den Weg zur Spitze des Turmes mittels seines Flugzaubers.

Kaum als er das erste Licht sah, drehten saemtliche Daemonen um und kehrten in die Finsterniss zurueck. Als er oben dem Turm der Beschwoerer landete stockte ihm der Atem: vier gigantische Drachen warteten dort auf ihn. Einer war schwarz und hatte 4 gewaltige Hoerner auf dem Kopf. Die anderen drei waren ohne Hoerner und gerade einmal halbso groß wie der schwarze. Ihre Farbe war ein Zartes blau. Ein Jeder war ihm von der Zauberkraft gleichgestellt, er brauchte unglaubliches Glueck, um dies zu ueberleben. Angst stieg in ihm auf und er dachte an seine geliebte Eliona, die jetzt um sein Leben bangte, trotz all seiner Beschwichtigungen. Er wollte sie nicht enttaueschen. Mit Entschlossenheit ging er nach vorne und wirkte, als die Echsen ihn bemerkten und sich in Bewegung setzten einen starken Zauber, welcher in einem gewaltigen Blizzard muendete. Ein Hechtsprung nach rechts rettete ihn vor den Klauen des groessten Drachen. Er hielt den Blizzard aufrecht und fuegte noch Einen Schwall von Blitzen hinzu, der in der Luft kreiste in Jagd auf die Drachen machte. Zwei der kleineren Drachen fielen diesen Blizten zum Opfer als sie ihre Rachen oeffneten und geradewegs von ohnen getroffen wurden. Mit lautem Gekreische sturzten die Drachen ab. Dem naechsten Angriff der Drachen konnte er nur knapp entgehen und buesste dabei seinen linken Arm ein. Ein Drachenmaul biss ihn geradewegs ab. Vom ploetzlichen Schmerz gelaehmt setzten seine Zauber aus und ihm wurde schwarz vor Augen. Harry sank auf die Knie.

Er dachte an Evelyn, deren Kuss er noch immer spuerte, obgleich er schon einen halben Tag zuruecklag. Ihr verweintes Gesicht erschien ihm, als sie von seinem Tod erfuhr. Ihre Augen waren ohne das Leuchten, das sie staendig trugen... Nein, das konnte er nicht zulassen. Er buendelte all seine Verzweiflung in eine magische Entladung, die ihn kreisfoermig verlies, einen Feuerball des Schwarzen ablenkte, den kleinen Drachen verzehrte und ihm Zeit gab aufzustehen. Es gab nicht genug Zeit einen Heilzauber zu wirken, er musste seine letzten Kraefte nutzen um den Drachen zu toeten, bevor er durch den Blutverlust ohnmaechtig wurde.

Der Drache umkreiste ihn und schoss einen Feuerball auf ihn ab und flog anschliessend selbst in seine Richtung, um ihn mit seinen Klauen zu zerfetzen.

Den Feuerball lenkte Harry gekonnt ab und für den Drachen bereitete er einen Eiszauber vor, der eine Barriere zwischen ihm und den Drachen bilden sollte.

Gerade noch rechtzeitig erschien die Eiswand und liess den Drachen kollidieren, als ob ein Schiff auf ein Riff aufgelaufen waere. Der rechte Fluegel des Drachen, welcher nach vorne gestreckt war, brach mit einem lauten Krachen, so dass die Echse Flugunfaehig war.

Mit einer letzten Kraftanstregung benutze er Elfenmagie um die Wunde an seiner Schulter zu verschliessen. In dem Moment als er fertig war, humpelte die Echse geradewegs auf ihn zu, um ihn zu zerfleischen. Die linke Klaue der Echse war nur noch einen Meter entfernt als er mit neuer Kraft, in Gedanken an seine Geliebte, dem Drachen einen magischen Stoss verpasste, der ihn nach hinten schleuderte, zum anderen Ende der Plattform. Ein scheussliches Kratzen verursachten die Drachenklauen auf der Plattform, als der Drache versuchte sich festzuhalten, jedoch wurde er von einem weiteren Stoss getroffen, der ihn ueber die Plattform weg nach unten befoerderte. Der Aufprall erledigte den Drachen schliesslich. Seine Elfenmagie heilte den Arm wieder an und der Erzmagier verlieh ihm ohne eine Gefuehlsregung die Insignie der Beschwoerung. Dann verlieh der Erzmagier auch Evelyn die gleiche Insignie und erklärte: "Hätte Harry die Prüfung nicht geschafft, so wärst auch du gerichtet worden!"

Beide waren geschockt, doch Zuversicht packte Harry, noch eine Pruefung fehlte, die schwersten hatte er wohl hinter sich. Er nahm Evelyn glücklich in seine Arme und flüsterte ihr zu: "Ich liebe dich und werde immer für dich sorgen!"

"Ich liebe dich auch!" flüsterte Evelyn

Das Schicksal sollte ihnen zeigen, wie sehr sie sich irrten.

Kapitel 5:

Im Turm der Taeuschung und Beherrschung angekommen wurden Evelyn, Harry und Anari freundlich vom Erzmagier des Turmes empfangen, der Anari bat ihm zu folgen und die beiden in der Haupthalle des Turmes warten liess. Die Haupthalle war ein Kreisfoermiger Saal ohne jegliche Einrichtung mit 3 Tueren, von denen 2 zu Treppen fuehrten und eine zu einem Gang in den Kupelsaal. Der Boden reflektierte Blitzend das Sonnenlicht und war gaenzlich von symetrischen Achtecken bedeckt. Schnell verschwand das Sonnenlicht und Nebel umschloss sie, als sie alleine waren.

Der Magier wirkte einen starken Lichtzauber, der jedoch genauso wirksam wie ein Streichholz war. Ploetzlich oeffneten sich rote Augen, keinen Meter vor Evelyn. Vor Schreck taumelte sie zurueck und stolperte ueber etwas am Boden, das vorher nicht dort gewesen war.

Im Fall schlug ihr etwas ihren Stab aus der Hand und reduzierte so ihre magische Kraft erheblich. Damit waren ihre Elfenzauber ploetzlich die einzigen die ihr noch helfen konnten. Menschenmagie war sehr schwach ohne einen Zauberstab, mehr als einige Funken würde sie nicht zu stande bringen. Waehrend sie einen elfischen Klarsichtzauber wirkte, den sie schon fast vergessen hatte, stand sie schnell auf. In dem Moment näherten sich ihr zwei paar rote Augen und umkreisten sie langsam. Gerade als sie den Zauber fertig hatte und damit alles auf einer magischen Ebene wahr nahm, sah sie eine klauenbewehrte Hand auf sich zukommen, der sie gerade noch rechtzeitig mit einer Seitwaertsrolle ausweichen konnte.

Durch die Magie wurde der komplette Raum in ein blasses Blau getaucht. Duenne magische Linien gaben dem Raum nun Konturen, da sie von den beiden uebermannsgroßen Damoenen vor ihm abgelenkt wurden konnte er sie damit genau sehen.

Die Waende der Halle konnten von den magischen Stroemen nicht durchdrungen werden, so dass sie genau wusste wie die Halle aussah. Des Weiteren konnte sie am Boden magische Wurzeln ausmachen die versuchen würden sie fest zu halten.

Genau so erging es Harry. Der Magier rief zuversichtlich seinen Stab herbei waehrend er den Angriff der Daemonen abwartete. Sein Stab erreichte ihn, waehrend die Daemonen auf ihn zustuermten. Das magische Schild, welches Harry erschuf hielt die Daemonenhiebe der Daemonen ab und gab ihm Zeit nachzudenken. Irgendwie musste er die Daemonen ablenken, damit er sich darauf konzentrieren konnte einen zu bannen. Sich vor ihnen verbergen konnte er nicht, da ihre Sinne sich auch auf die magische Ebene erstreckten. Also musste er ihnen Schmerz zufuegen.

Ein Elfischer Zauber schien ihm geeignet. Urspruenglich ein Zauber um das Wohlbefinden zu steigern, kehrte er seine Wirkung um und verstaerkte ihn um ein Vielfaches, so dass er starke Schmerzen verursachte. Diesen Zauber sprach er auf die Daemonen, die augenblicklich zu kreischen anfang, dass es ihm das Rueckenmark gefrieren liess.

Nichtsdestotrozt begann er den ersten Bannzauber – Der Zauberer malte anmutige elfische und menschliche Runen in die Luft und kombinierte die Kraefte zweier Bannzauber. Der Elfische Zauber rief die Kraft des Waldgottes herbei um den Daemon zu vernichten und der menschliche Zauber versuchte den Daemon zurueck in seine Spaehre zu schicken. Der Haken bei der Sache war jedoch, dass Daemonen sich wehren koennen dagegen gebannt zu werden. Die Maechtigsten von ihnen konnten deshalb nur von der vereinten Kraft vieler Magier gebannt werden.

Feuerrote Runen zeichneten sich um den einen Daemonen und malten ein komplexes Achteck um ihn, dass ihn einschloss. Ploetzlich begann der Elfenzauber zu wirken und nahm dem Daemonen seine gesamte Kraft, so dass er als kuemmerlicher Haufen auf dem Boden verblieb. Jetzt setzte Leandaris seine menschliche Magie ein und bannte den geschwaechten Daemonen in seine Sphaere. Das gleiche Procedere vollzog er an dem anderen Daemonen, welcher sich mit einem hoellischem Kreischen verabschiedete.

Augenblicklich begann sich der Nebel zu lichten und mit strahlendem Laecheln kamen der Erzmagier des Turmes und seine Mentorin auf ihn zu.

„Beeindruckend Adept Harry, wirklich beeindruckend.", begruesste ihn freundlich der Erzmagier.

„Ohne unsere Mentorin Anari, die uns die Elfenmagie lehrte haetten wir es nie soweit geschafft"

„Keine Zeit für Sentimantalitaeten, gehen wir weiter!" sagte der Prüfer.

Harry fragte: "Wo ist eigentlich Evelyn?" Doch keine gab ihm eine Antwort.

So verabschiedeten sich die beiden vom Erzmagier des Turmes und machten sich auf den Weg in die Haupthalle, wo das Duell stattfinden würde und wo, wie Harry hoffte er auch Evelyn wieder antreffen würde, denn schließlich sollte hier niemand der Adepten sterben.

Kapitel 6:

Evelyn erwachte – Schmerz durchfuhr ihren schoenen Koerper, als sie versuchte auszustehen um ihre Verletzungen einzuschaetzen. Das Letzte was sie sah war der Feuerball des Drachen, der sich ihr näherte und sie verzehrte.

„Ich muss tot sein", rief sie laut heraus. Prompt bekam sie eine Antwort aus der Dunkelheit: „Nein, aber wenn du hier weiter so rumschreist Suesse, werde ich sehr aergerlich."

Ihr fiel auf, dass sie gefesselt war und sich in einem Fahrzeug befand, dass sich langsam bewegte und nach hinten geoeffnet war, als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewoehnten.

Sie war also in den Haenden von einfachem Raubgesindel. „Diese Leute werden es bereuen je geboren zu sein, wenn ich ihnen meine Macht offenbare.", dachte sie und freute sich bereits auf das schoene Blut zum trinken.

Gerade als sie bemerkte, dass sie unbekleidet war, spuerte sie eine Hand, die ihr Brueste umfasste. Der Gestank des Mannes war ekelhaft für sie, so dass sie sich entschloss nicht mit ihm zu spielen und sich sogleich von ihren Fesseln losriss und ihm an den Hals griff. Vom Griff der Magierin gelaehmt, konnte sich dieser nicht mehr wehren, bis er in die magische Kontrolle von Evelyn ueberging.

„Hol mir meine Waffen und meine Ruestung Abschaum! sofort!", befahl sie ihm. Der Raueber macht sich sofort auf den Weg und besorgte ihre Sachen. Nachdem sie sich angezogen hatte stieg sie aus dem langsam fahrenden Wagen und verschwand in der Dunkelheit. Vorher brach sie dem verhinderten Vergewaltiger noch mit einer schnellen Bewegung ihren linken Hand das Genick, so dass er sofort starb. Evelyn nahm sich vor diese erbaermlichen Menschen alle zu toeten, aber erstmal wollte sie ihren Partner finden, der den Drachen aufgehalten hatte. Die Magierin erinnerte sich daran einen Schemen gesehen zu haben hinter dem Kopf des Drachen, als der Feuerball sie verschlang. Sie würde Harry suchen und dann ewig mit ihm zusammen leben.

Kapitel 7:

Das Licht reflektierte sich in der gigantischen Haupthalle, als die beiden Magier sich zum Gruss vor den zehn Prüfern verbeugten. Viele Zuschauer hatten sich eingefunden und warteten an der Raendern der Halle. In der Mitte war ein achteckiger Bereich von circa 40 mal 40 Metern magisch eingegrenzt, damit die beiden Adepten mit den zehn Duellanten niemanden sonst verletzten. Nur einer Gruppe durfte den Bereich lebend verlassen. Das war neu und die Mentorin der beiden war entsetzt!

Evelyn erzählte noch Harry was ihr geschehen war und in beiden baute sich eine gewaltige Wut auf! Der Kampf begann.

Der Erzmagier der Heilung, dessen langes graues Haar in einem magischen Sturm wehte schickte sich an einen Spruch zu zaubern, indem er schwarze Runen in die Luft malte.

Harry schickte sich an zu warten und zauberte lediglich einen simplen Schildzauber der ihn vor phisischen Attacken schuetzen sollte, falls der Alte es damit versuchen sollte.

Die letzten Silben schrief der Erzmagier laut in den Raum und ploetzlich oeffnete sich in der Mitte des Duellplatzes ein seltsamer Riss in der Luft, der Harry und Evelyn stark anzog und sie sofort von den Beinen riss. Ein Aufschrei ging durch die Menge, als ihnen bewusst wurde, dass der Erzmagier der Heilung Daemonenmagie benutzte. Alles magische wurde von diesem Spaehrenriss angezogen, der ihn in die Unterwelten ziehen würde. Ihm wurde klar, dass sich sein Gegner nicht an die Regeln hielt und verbotene schwarze Magie gebrauchte.

Ein starker Blitz brach aus Evelyns Zauberstab hervor und verbrannte dem Erzmagier seine rechte Hand, so dass sein Zauberstab zu Boden fiel. Der naechste Zauber von Harry rief den Stab des Erzmagiers herbei, waehrend er nur noch wenige Meter von dem Riss entfernt war.

Harry bekam den anderen Stab und dessen Macht zu fassen, gerade noch einen Meter vom Riss entfernt. Die Macht der beiden Staebe verband er und benutzte ihre ganze Macht um den Riss zu schliessen. Gewaltige Entladungen schossen in den Riss ohne viel zu bewirken. Jedoch hielten die Rueckstoesse ihn auf Distanz zum Riss. Ploetzlich machte sich stechender Schmerz in seinem Kopf breit, der dabei war alles andere zu verdraengen. Der Erzmagier nutze seine linke Hand um einen weiteren daemonischen Zauber zu sprechen. Schwarze Blasen bildeten sich auf der Haut von Harry und er hatte Muehe die beiden Staebe festzuhalten. Er entschied sich für die einzige Moeglichkeit das Duell zu ueberleben und warf beide Staebe in den Riss, versehen mit einem Zauber, der ihre komplette Magie entladen sollte um den Riss zu verschliessen. Als letztes intonierte er einen elfischen Spruch, der ihn und Evelyn vor den schlimmsten Auswirkungen der Explosion schuetzen sollte. Der Erzmagier der Heilung war der Elfenmagie nicht maechtig. Dies sollte sein Ende sein.

Der Riss schloss sich und wuetende purpurne und weisse Blitze schossen in alle Richtungen des Duellplatzes, verzehrten den Erzmagier vollends, durchbrachen die Abschirung und toeten viele Magier. Leandaris lag unbeschadet auf dem Boden, sein Elfenzauber reflektierte alle Entladungen zur Decke, welche dadurch schwer beschaedigt wurde, jedoch nicht einstuerzte.

Schrecken durchfuhr die Gemeinschaft der Magier, fürchterliche Schreie erklangen von sterbenden Magiern und graesslich Verstuemmelte Leichen waren der Grund für einige Maegen sich zu entleeren. Harry Blick traff sich mit dem Blick seiner Mentorin, als sie zu Boden sank. In diesem einen Blick teilte sie ihm mit, welche Verantwortung er als Erzmagier der Heilung haben werde. So etwas durfte nie wieder geschehen.

Sofort eilte er zu ihr, aber er wusste schon bevor er sie erreichte, dass er ihr nicht mehr helfen konnte. Ihr magische Aura war erloschen, er konnte sie nicht mehr spueren. Verzweiflung ueberkam ihn: Die Kraft seiner Zauber hatte diese Menschen getoetet, Anari getoetet! In seiner Trauer reckte sich eine andere Stimme in ihm: „Es war nicht deine Schuld Harry, der Spaehrenriss haette sie alle vernichtet, die hast gerettet was gerettet werden konnte vor der schwarzen Magie!" Er wusste es: dies durfte sich NIE wiederholen. Jegliche Schwarze Brut würde er ausloeschen, zusehen wie ihre Leben versiegen, wie ihr Blut den Boden durdringt, wie das Leuchten in ihren Augen verschwindet! Ja! Harry und ebenso Evelyn gierten nach Rache und wusste auch schon genau wie er sich die Unterztuetzung der anderen Magier sichern konnte. Die Beschwoerer würden ihm nicht helfen, aber sie standen eh mit einem Bein im schwarzen Sumpf und verdienten alle den Tod. Ihr Tod würde die anderen Magier unter seiner Fuehrung vereinen! Das war ein genialer Gedanke, fand er.

Mit Traenen in den Augen sahen sie auf ihre tote Meisterin. Jeder Schwarzmagier sollte dafür sterben. Sie hatten es nicht verdient zu leben. Dieser Riss - es war schwarze Magie die er vernichtet hatte, die all diese Magier toetete. Es war nicht seine Schuld! Sie schworen sich den Tod ihrer Meisterin und aller unschuldigen Opfern wie ihren Eltern und Paten mit tausenden toten Schwarzmagiern zu vergelten. Nie zuvor verspuerten sie den Drang zu toeten. Jetzt war es das einzige, dem ihre Aufmerksamkeit galt: Rache! Alle sollten sie zur Hoelle fahren, wo sie hingehoeren!

TBC