Hogwarts – Die Räume der Gründer
„bla, bla, bla." = Gesprochene Worte
# bla, bla, bla. # = Gedankenübertragung
Übergang aus dem vorherigen Kapitel:
… Alle ehemaligen DA-Mitglieder nickten. Es wurde überall aufgeregt diskutiert.
Nachdem alle genug gegessen und getrunken hatten, stand Professor Dumbledore wieder auf, er hatte, ebenso wie Professor McGonagall, zum Essen einen Platz am Tisch der Ravenclaws eingenommen und versucht mit Harry zu sprechen, der aber nur, ohne zu antworten weiter aß und nicht auf ihre Fragen reagierte.
„Nun meine lieben Schüler und Schülerinnen, da wir nun alle gesättigt sind, ist es an der Zeit die Betten aufzusuchen! Ich wünsche euch eine angenehme Nacht!", sagte er und die Teller leerten sich wie von Geisterhand von selbst.
Die Schüler strömten aus der Halle in Richtung ihrer Gemeinschaftsräume.
Harry und Evelyn gingen dann, nachdem sie sich mit einem Kuss, still und heimlich, von einander verabschiedet hatten, in seinen Schlafsaal. Er zog sich seinen Schlafanzug an und ließ sich in sein warmes, kuscheliges Bett fallen. Einige Minuten später hörte er die anderen Mitschüler bereits schnarchen.
Harry und ebenso Evelyn lagen noch einige Zeit da und unterhielten sich telepatisch. Sie einigten sich, den Raum der Gründer am nächsten Wochenende ausfindig zu machen, um dann dort endgültig ein zu ziehen.
Dann endlich schliefen die beiden kurz nach einander ein.
Schnell kam das nächste Wochenende und nach dem Frühstück gingen bei wunderschönem Wetter tatsächlich alle Schüler, ohne Ausnahme, ab der dritten Klasse in Richtung Hogsmead. Die unteren Klassenstufen nutzten das schöne Wetter, um sich auf den Ländereien und am See gemütlich zu machen.
Am frühen Vormittag traf sich Harry mit Evelyn an dem Mädchenklo im zweiten Stock.
„Was wollen wir denn hier? Das ist doch nur ein Klo!" fragte Evelyn unsicher.
Auf einmal erschrak sie, als sie eine Stimme hörte „Harry! Wie schön, dass du mich mal wieder besuchst. Ich hab dich schon lange nicht mehr hier gesehen. Wie geht es dir? Hast du mich vermisst?" rief der weibliche Geist aufgeregt, der plötzlich aufgetaucht war.
„Hi Myrte!" sagte Harry schmunzelnd, „Schatz, das ist die maulende Myrte. Das erste Opfer des Basilisken der Kammer des Schreckens vor mehr als 50 Jahren."
Dann wandte sich Harry wieder an den Geist: „Ach übrigens Myrte, ich habe den Basilisk getötet, der dich damals umgebracht hat."
„Ehrlich? Du bist doch wirklich mein Held, Harry! Ich hab gewusst das nur du es schaffst!" flötete der Geist des Mädchens mit verträumter Stimme.
„Sie steht auf dich! Und dabei kennt sie dich noch nicht mal so gut wie ich…" flüsterte Evelyn lachend.
„Sei bloß still!" murrte Harry, und an den Geist gerichtet: „Myrte, das ist meine Schwester und gleichzeitig meine Freundin und Seelenpartnerin Evelyn."
Das Mädchen, das vor ihnen in der Luft schwebte, sah sehr enttäuscht aus und stand kurz davor in Tränen auszubrechen.
„Du hast schon eine Freundin die auch noch deine Schwester ist, das ist unartig, das macht man nicht!" schimpfte sie enttäuscht, dann fügte sie noch hinzu„Das war ja klar! Niemand interessiert sich für die maulende, hässliche und heulende Myrte." Sie flog hoch in die Luft um dann kopfüber in das nächste Klo zu springen, wo sie mit einer großen Wasserfontäne verschwand.
„Harry! Ich dachte, ich wäre deine einzige Freundin und jetzt sehe ich das du ein Fremdgänger bist! Das ist Polygamie und nicht erlaubt!" rief Evelyn gespielt entrüstet und kicherte dann.
„Klappe, Eve!" grummelte Harry.
„Aber wir sind sicher nicht hier, um diesen Geist zu besuchen, oder wolltest du mir doch deine erste Eroberung vorstellen?" fragte Evelyn.
„Woher kennst du Myrte überhaupt?" wollte sie noch wissen.
„Oh, wir haben hier in unserem zweiten Schuljahr Vielsaft-Trank gebraut und dann die Formen von Crabbe und Goyle angenommen. Danach sind wir in den Slytherin-Turm geschlichen und haben dann Draco Malfoy ausgehorcht." erklärte Harry ihr und stellte dann amüsiert fest, dass Evelyn ihn mit Hochachtung anschaute und mehr als nur erstaunt war.
„Vielsaft-Trank im zweiten. Jahr? Und dann auch noch nach Slytherin geschlichen? Respekt mein Schatz! Und du warst wirklich ein Gryffindors." sagte Evelyn beeindruckt.
„Ja, aber ohne Hermine hätten wir das nicht geschafft, das gebe ich gern zu." sagte Harry,
„Aber deswegen sind wir nicht hier. Wir wollen hier nach den Räumen der Gründer suchen!"
„Hier?" fragte Evelyn ungläubig,
„Ja, hier, den hier ist der Eingang zur Kammer des Schreckens. Vielleicht finden wir hier auch Hinweise zu den Räumen der Gründer!
„Die Kammer des Schreckens? Hier? Echt oder veralberst du mich?" fragte Evelyn.
„Jupp, genau hier!" sagte Harry, stellte sich vor das Bassin und sagte in Parsel: „Öffne dich!"
Evelyn staunte, als sich das Waschbecken verschob und sich der Eingang zur Kammer lautlos öffnete.
Harry und Evelyn sahen sich an und sprangen kurzer Hand in kurzem Abstand hinunter. Sie landeten auf dem Boden, wo ihr sofort von Harry aufgeholfen wurde.
„Nicht gerade sehr einladend hier." murmelte Evelyn.
Sie und Harry schwangen darauf hin ein paar Mal ihren Zauberstäben und schon war der Boden sauber.
Dann levitierten und wo die Felsbrocken zu groß waren, zerstörten sie die zu erst, gekonnt die heruntergestürzten Felsbrocken, beiseite. Danach reparierte sie noch die Höhlendecke. Das ganze dauerte einige Minuten. Danach öffnete er die letzte Tür vor der Kammer und die beiden Schüler traten neugierig ein.
Ihnen schlug ein bestialischer Geruch entgegen. Evelyn sagte: „Besser wir wenden mal den Luftblasen-Zauber an. Das stinkt hier bestialisch von dem verwesenden Basilisk."
Harry nickte und kurz darauf schimmerte um die beiden Köpfe eine Blase die mit frischer Luft gefüllt war.
Bei der Untersuchung des Basilisken stellten sie erstaunt fest, dass vom Basilisken nicht mehr viel Fleisch da war nach den vier Jahren, aber die Haut und die Innereien waren noch gut erhalten, kein Wunder bei einem mehr als tausendjährigen Tier. Harry entnahmen noch die Zähne des Basilisken, von denen sie wussten, dass sie wertvolle Zutaten für Zaubertränke waren und drückte die Giftdrüsen aus, die noch intakt waren und füllte einige leere Glasampullen mit dem Gift. Ebenso war noch nicht alles Blut geronnen, was sie auch noch „ernteten". Er suchte noch nach dem Herz, das er auch noch fand und in eine Plastik-Tüte steckte.
„Das dürfte es gewesen sein." sagte Harry.
„Ja, da haben wir noch eine reiche Ausbeute." Sagte Evelyn.
Evelyn, die wesentlich mehr von Tränken verstand, sie kam halt nach Mum, wie Harry, nickte, „Der Rest ist nicht mehr verwertbar. Den können wir jetzt verschwinden lassen!"
Evelyn und Harry richteten ihre Zauberstäbe auf die Reste des einstmals so gefährlichen Monsters und verbrannten sie mit einem gemeinsamen Zauberspruch. Danach führten sie dann einen Zauber aus, der die komplette Luft in der Halle reinigte und beendeten die Luftblasenzauber.
„So, Schatz, was sagst du? Das ist die berühmte Kammer des Schreckens!" sagte Harry und führte eine weit ausholende Geste mit dem rechten Arm aus.
„Ich bin erstaunt, was man in dem Schloss alles so findet und es sieht sehr beeindruckend aus." sagte Evelyn und musterte die großen Schlangenstatuen.
Harry grinste, „Das konnte ja nur von einer Nachfahrin von Slytherin kommen."
Evelyn grinste ebenfalls und gab ihm einen Schlag auf die Schulter: „Das Blut fliest auch in Dir, vergessen?"
Sie reinigten gemeinsam die gesamte Halle mit Zaubern und verstärkten sicherheitshalber noch mal die Decke mit Stützzaubern.
„So, ich werde mal nachsehen, was sich noch hinter dem Relief von Slytherin verbirgt, nicht, dass noch mehr Basilisken hier lungern.
Er stellte sich vor das riesige Gesicht und rief, „Sprich mit mir, Salazar Slytherin, öffne dein Geheimnis."
Nichts tat sich. Dann hatte Evelyn eine Idee: „Wenn wir die „gemeinsamen" Räume der Gründer suchen, dann sollten wir sie auch zusammen finden und damit auch gemeinsam aufrufen."
Harry nickte und fragte dann: „Und in welcher Sprache?"
„Erst einmal auch Parsel. Wir haben ja gehört, das alle vier Gründer das beherrschten und nicht nur Sly!"
„Ich hab schon eine clevere Schwester. Außerdem bist du ja die ältere. Dann ist es auch nur gerecht, das du solche guten Ideen bekommen musst!"
„Oh mein armer Kleiner. Hoffentlich kriegst du keine Minderwertigkeitskomplexe…"
Harry sagte nichts und küsste sie einfach innig: „Nööö, kriege ich nicht!"
Dann sprachen beide gemeinsam in Parsel: „Räume der Gründer, öffnet euch für eure Erben.
Dann sprangen sie erschrocken zurück, als sich der Raum zu verändern begann. Rechts und links erschienen jeweils zwei Steinfiguren. Links ein Dachs und eine Schlange und rechts ein Adler und ein Löwe. Die Animagus-Formen der Gründer.
Diese bewegten sich dann und dahinter zeigten sich dann weitere Räume
Zuerst gingen sie in die Räume hinter der Löwenfigur, Godric Gryffindors Räume. Sie entdeckten eine große Bibliothek mit vielen Büchern über Kampftechniken, Angriffs- und Verteidigungsmagie dann fanden sie die unterschiedlichsten Waffen.
Harry wiederholte dann nochmals, was er wusste: „Godric Gryffindor war oder ist neben Slytherin wohl das berühmteste Mitglied der Gründergemeinschaft. Er bevorzugte für sein Haus Gryffindor stets die Mutigen unter den Kandidaten. Er hinterließ der Schule sein Schwert, das ich, als ich gegen den Basilisken kämpfte, aus dem Sprechenden Hut ziehen konnte und die Schlange damit tötete. Der Sprechende Hut gehörte ebenfalls Gryffindor, wie der Hut in einem Begrüßungslied zum neuen Schuljahr im vierten Schuljahr enthüllt hat. Gryffindors Zeichen ist ein männlicher Löwe."
„Brav gelernt, mein Süßer…"
Danach gingen sie in den Raum von Helga. Dies war mehr ein gemütlicher aber sehr großer Raum, mit vielen Möglichkeiten, um Magische Wesen unter zu bringen. Aber auch hier waren viele Bücher zu finden über die Pflege magischer Geschöpfe, Kräuterkunde und Heilmagie.
Evelyn fragte ihn: „Was weißt du eigentlich noch über Helga Hufflepuff?"
„Das ist doch auch primär dein Erbe. Erzähl doch du noch mal…"
Evelyn holte Luft und sagte: „Also, 'Huffle' heißt „Windstoß" oder „sich aufblasen", 'puff' bedeutet ebenfalls „Windstoß". Sie ist Mitbegründerin von Hogwarts, die ohne Ansehen der Herkunft und Abstammung ihrer Schüler jeden aufnahm, der magische Begabung mitbrachte und für den Hilfsbereitschaft und Treue selbstverständlich waren. Diese „Großzügigkeit" in der Auswahl brachte dem Haus Hufflepuff freilich auch den Ruf ein, besonders viele „Flaschen" hervorzubringen. Das Wappen des Hauses ist ein schwarzer Dachs auf gelbem Grund. Voldemort besitzt angeblich einen Becher, der früher Helga Hufflepuff gehörte. Dieser Becher ist vermutlich ein Horkrux von Voldemort."
„Ja nicht schlecht, daran, an den Becher, hatte ich schon gar nicht mehr gedacht!"
Dann gingen sie an der Statue des Raben vorbei. Sie waren nun offensichtlich in den Räumen von Rowena angekommen. Dieser Raum war eine einzige riesige Bibliothek, die einfach alle anderen in den Schatten stellte. Besonders interessant waren die Aufzeichnungen über Runen und Arithmantik. Auch viele nie veröffentlichte Sprüche konnten die beiden hier finden.
Dann stellte sich Evelyn vor Harry und provozierte ihn: „Und was weißt du noch über dein zweites Haupterbe…"
Harry hob ironisch eine Augenbraue und erklärte dann in bester Dozentenstimme: „Das hier ist also der Raum von Rowena Ravenclaw. Ihr Name lässt sich wie folgt zerlegen: 'raven' und 'claw' ergibt „Rabenkralle". Sie ist Mitbegründerin von Hogwarts, die bei ihren Schülern vor allem Klugheit und Gelehrsamkeit als wichtige Tugenden schätzte. So wird es auch im nach ihr benannten „Haus" gesehen, das einen bronzenen Adler auf blauem Grund, das Sinnbild des Verstands, im Wappen führt."
Dann gingen sie in den letzten Raum. Zwar gab es auch hier sehr viele Bücher, aber das Zaubertranklabor war einfach nur gigantisch. Und was auch noch auffiel war das bemerkenswerte Lager. Wirklich alle bekannten und sehr viele unbekannte Zutaten lagerten hier. Ihre vorhin gewonnenen Zutaten von dem Basilisken ordneten sie in Lager mit ein.
Dann erklärte Evelyn: „Salazar Slytherin sly steht für schlau, gerissen und slither steht für das Gleiten einer Schlange, der angebliche Vorfahre von Lord Voldemort mütterlicherseits, gehörte vor tausend Jahren zu den Gründern von Hogwarts und gilt neben Godric Gryffindor als der beste Zauberer der Gründergemeinschaft. Auf ihn geht das Haus Slytherin zurück. List, Schlauheit und Reinblütigkeit gehörten ursprünglich zu den Auswahlkriterien für seine Schüler."
„Es ist eine Mär, das er sich mit den übrigen Gründern entzweite, weil nach seiner Ansicht nur reinblütige Zauberer das Recht haben, Magie zu erlernen, und verließ die Schule. Wie wir nun wissen waren alle vier Parselmünder und blieben fast 100 Jahre zusammen."
Dann verließen sie auch wieder den vierten Raum und gingen wieder in die Halle von wo aus sie jeden der vier Räume betreten hatten.
Überrascht sah er sich um, da sich die Halle völlig gewandelt hatte, sie standen zwar erneut in einem großen Raum, der zwanzig mal zwanzig Meter maß und an dessen Ende eine weitere Tunnelröhre war. Nach einem kurzen Blick durch die Röhre, war sie sicher, dass sich dort erst das eigentliche Nest des Basilisken befand, das nun aber leer war.
Doch der Raum hinter dem Relief war eine Überraschung, denn er war mit alten Büchern gefüllt. „Schatz! Komm mal her!" rief Harry.
Kurz darauf stand Evelyn neben ihm, „Bei Merlin!" entfuhr es ihr.
Wie einer stürzten sie sich auf die Bücher.
„Hier, schau!" rief Michelle, „Die Tagebücher von Slytherin, Hufflepuff, Ravenclaw und Gryffindor."
Evelyn und Harry sahen sich bedeutsam an, „Scheint, wir haben hier nun auch für die Nachwelt den Beweis gefunden und als wären die vier doch nicht so verfeindet wie es die Zaubererwelt so darstellt." sagte Evelyn
„Ja, genau wie die vier es uns bereits gesagt haben. Die Gewinner schreiben die Geschichte." sagte Harry bitter.
Evelyn musste nun grinsen, „Na, uns traut ja auch keiner zu, dass wir angehender Meister der dunklen Künste sind und nicht unerheblich reich. Vielleicht war es mit Gryffindor und den Ladies genauso. Aber lesen wir doch die Tagebücher."
Harry musste schmunzeln und nickte. Er erstellte noch schnell Kopien der Tagebücher. Kurz darauf hielt jeder eine Kopie jeden Tagebuches in der Hand. Die Originale legte er wieder zurück.
Dann grinste er und führte einen weiteren komplexen Zauber auf seine Bücher aus. Evelyn schaute grinsend zu, als sie sahen, dass er eine Kopie von „Quidditch durch die Zeiten!" und „Kräuterkunde für Dummies!" in der Hand hielt.
„Clevere Idee, Harry!" sagte Evelyn und hielt daraufhin eine Schnulzen-Roman und Zaubertranktexte in der Hand. Harry schüttelt nur den Kopf.
„Wir wollen ja nicht, dass es sich irgendeiner ausleiht." sagte sie schelmisch.
Sie schufen sich in diesem Zimmer ein bequemes Sofa und einige Sessel und begannen, in den gefundenen Büchern zu lesen.
„Eigentlich ganz gemütlich hier, fehlt nur noch ein Feuer."
Gesagt, getan und sofort schufen sie einen Kamin und Harry beschwor ein rauchloses Feuer darin.
„Jetzt ist es richtig gemütlich." sagte Evelyn und kuschelte sich an Harry.
„Aber etwas zu knabbern und etwas Tee oder Kürbissaft, das fehlt uns noch!" stellte Evelyn fest.
„Stimmt!" kam es von Harry, der dann gedankenverloren sagte: „Jetzt bräuchte ich Dobby oder Twinky, die würden uns etwas besorgen!"
In dem Moment machte es zwei Mal „Plopp" und beide Hauselfen standen vor einem erschrockenen Harry. Evelyn ging es nicht besser und war ganz erstaunt über die Beiden Hauselfen.
„Oh, Master Potter und Misses Evans was können wir für sie tun?"
„Hallo Dobby, ich freue mich dich wieder zu sehen, wie geht es dir, wieso kommst du hier her?"
„Master Potter, Sir, hat gerufen und schon sind wir da!"
„Kann jeder Hauself hier erscheinen, Dobby?" fragte Harry und Evelyn war auch sehr neugierig auf die Antwort.
„Nein, nein nur Dobby können und Twinky, weil wir freie Hauselfen sind können wir in die Räume der Gründer! Niemand sonst kann hier herein. Noch nicht einmal der Direktor!"
„Und was ist mit Twinky, sie schaut so unglücklich. Will sie nicht hier her? Sie muss nicht hier bleiben. Wir wollen nicht, das sie sich unwohl fühlt!" sagte nun Evelyn.
„Oh, oh, Misses Evans ist genau so gütig wie Master Potter, Sir. Aber Twinky ist nur unglücklich, weil sie keinen Herren oder Herrin mehr hat. Sie will nicht mehr so weiter leben…"
Nun war Evelyn sauer: „Warum bloß müssen Hauselfen wie Sklaven gebunden sein? Das kann ich nicht akzeptieren! Gibt es keine andere Art der Bindung, wenn es denn schon eine geben muss?"
Nun bekamen Twinky und auch Dobby einen roten Kopf und schauten betreten zu Boden. Harry fragte dann: „Also gibt es noch eine Alternative. Los Dobby sag es schon. Oder willst du das Lady Evans wütend wird?"
Evelyn schaute Harry nun tatsächlich, aber aus einem anderen Grund, wütend an. Dobby der das merkte stotterte nun: „Nein, nein, Dobby und Twinky wollen keine wütenden Misses Evans. Wenn Misses und Master verheiratet wären, dann könnten Hauselfen wie Familie gebunden werden…" zum Schluss wurde er immer leiser.
Evelyn hingegen schrie erfreut auf: „Das ist die Lösung!"
Und zu Twinky und Dobby gewandt: „Harry und ich sind durch den Seelenbindung miteinander gebunden. Das ist doch eine Art Ehe. Damit könnten ihr an uns wie Familienmitglieder gebunden werden.
Nun schauten Dobby und Twinky erst erstaunt und dann immer glücklicher. Kurz darauf war es beschlossene Sache und die vier Banden sich aneinander. Kurz darauf brachten zwei glückliche Hauselfen wunderschöne Leckereien und verschwanden wieder, nicht ohne zu versprechen, es hier noch viel wohnlicher zu machen und immer wenn sie hier schliefen, sollten in ihren Betten Dummies erscheinen, die den Eindruck erwecken würden, das sie in ihren Betten schlafen würden.
Nach einigen Stunden sah sie auf die Uhr, „Wir sollten zurück kehren."
Die beiden anderen legten die Bücher sorgfältig in die Regale zurück und schnappten sich ihre Kopien der Tagebücher.
„Ein bisschen Zeit haben wir doch noch!" sagte Harry mit einem leichten Lächeln.
„Was ist denn noch?" fragte Evelyn.
„Nun, wir sind unter uns, werden sicher keinen überraschenden Besuch erhalten, was sagt uns das?" fragte Harry.
Evelyn nickte schmunzelnd und schaute sich um. Dann als sie sich wieder zu Harry zurück drehte, fand sie sich in Harrys starken Armen wieder und seine Lippen auf den ihren.
Sie öffnete ihre Lippen und ließ seine Zunge in ihren Mund, wo sie sofort mit der ihren zu spielen begann.
Es dauerte einige Minuten, bis sie sich wieder lösten.
Dann gingen sie Arm in Arm zurück in die Vorhalle der Kammer des Schreckens und der Mund Slytherins schloss sich wieder. Auch die große Tür schloss sich hinter ihnen.
„Wie kommen wir wieder nach oben?" fragte Evelyn.
„Gute Frage. Aber es muss einen Weg geben." sagte Harry.
Er sah, dass unten an der Röhre auch eine Schlange zu sehen war und hisste in Parsel „Zurück!"
Plötzlich erschienen Stufen in der Röhre und Harry grinste. Als sie die erste Stufe betraten, setzte diese sich in Bewegung und wie auf einer Rolltreppe wurden sie mit großer Geschwindigkeit nach oben gebracht. Als sie oben waren und stellten sie überrascht aber auch zufrieden fest, dass der Eingang der Röhre wieder verschlossen war.
„Perfekt, so kann uns keiner folgen." sagte Harry und schloss den Eingang hinter dem Waschbecken.
Gemütlich begaben sie sich in die große Halle zum Abendessen. Sie hatten gar nicht gemerkt, wie die Zeit davon gerannt war. Jetzt aber hatten sie großen Hunger.
