42. Kapitel – Auf der Krankenstation

„bla, bla, bla." = Gesprochene Worte

# bla, bla, bla. # = Gedankenübertragung

Übergang aus dem vorherigen Kapitel:

… Snape schrie die beiden an: „Was hat das zu bedeuten, warum greifen sie Schüler aus meinem Haus an! Dafür werden sie zur Rechenschaft gezogen!"

Alle anderen Professoren schauten die Beiden, Evelyn und Harry, erwartungsvoll an.

Doch es kam anders als alle gedacht hatten. Der blutige Baron, Hausgeist der Slytherins, erschien und erklärte: „Es ist eine Schande, was sich Mitglieder aus meinem Haus hier geleistet haben. Sie haben die Beiden auf unnötigen Weisen provoziert. Dann haben sich Mrs Evans und Mr. Malfoy duelliert. Als Mr. Malfoy in Bedrängnis geriet bekam er unfaire Hilfe von den Herren Crabbe und Goyle. Das wurde zum Teil von Mr. Potter aufgefangen und zu dritt hatten sie keine Chance gegen die Beiden."

Nun machte der blutige Baron eine Pause und setzte dann seine Erläuterung fort: „Dann aber drohte Mr. Malfoy, das er und Mr. Crabbe und Mr. Goyle Mrs. Evans vergewaltigen wollten. Im gleichen Augenblick wurden die beiden vom gesamten siebten Jahrgang der Slytherins angegriffen."

Sir Nikolas fuhr ein wenig stolz fort: „Da hatten sie aber nicht mit Mr. Potter gerechnet, der einen Stuporfluch auf alle Slytherins sprach und sie gemeinsam betäubte!"

Das betätigte der blutige Baron und schloss seine Erklärung: „Nicht nur, das es eine Schande ist, das ein ganzer Jahrgang keine Chance gegen die beiden hatte, dass was sie mit Mrs. Evans vorhatten ist eine Schande, wie sie das Haus Slytherin noch nie erlebt hatte…"

Entsetzen war in den Gesichtern von Professor Dumbledore, Professor McGonagall und ganz besonders auf dem Gesicht von Professor Snape zu erkennen.

Professor Flittwick war zornig wie noch nie und das konnten alle sehen, als er sagte: „Das ist ein Skandal und ein Verbrechen, das diese Schule noch niemals in einer derartigen Form erlebt hat. Das einzige was es abmildert, wenn auch nur wenig, ist die Tatsache, das wenigstens der Hausgeist der Slytherins einen Funken Ehre hat. Dafür bedanke ich mich ganz außerordentlich bei ihnen Hr. Baron!" damit verneigte er sich vor dem roten Baron.

Zwischenzeitlich war Mme. Pomfrey erschienen, hatte die Erklärung aber noch mit bekommen und untersuchte nun Evelyn und Harry: „Das ist ein Skandal. Beide haben schlimme Schnitt- und Brandverletzungen, die von dunklen Flüchen herrühren und keiner kümmert sich um die Beiden oder schickt sie zur ärztlichen Versorgung zu mir. Das ist ein himmelschreiender Skandal!" ereiferte sie sich.

„Nun haben sie sich mal nicht so", fuhr sie nun Professor Snape an, „schauen sie auch einmal, was die anderen hier haben. Nicht, das sie in ihrer einseitigen Fürsorge vielleicht wirklich Verletzte hier übersehen!"

Mit einem Schwenker über die immer noch betäubten stellte sie fest: „Außer, das die hier betäubt sind, haben sie keinerlei Verletzungen, bist auf ein paar unbedeutende Prellungen! Sie können diese ja selber wieder erwecken!"

Damit nahm sie Evelyn und Harry, die sie vorläufig notversorgt hatte, an die Hände und ging mit ihnen in den Krankensaal.

Dort angekommen verfrachtete sie beide in die äußerste Ecke und trennte den Bereich der Beiden vom restlichen Krankensaal ab. Dann Sprach sie erst bei Evelyn und dann bei Harry alle notwendigen Beschwörungen, so dass kurz danach alle Schnitte, Prellungen und Brandwunden geheilt waren.

Dann sagte sie mit einer für Harry und Evelyn überraschend fürsorglichen und liebevollen Stimme: „So ihr beiden Turteltäubchen. Dieser Raum ist nur von euch, mir, eurem Hauslehrer und dem Direktor betretbar. Viel Vergnügen wünsche ich euch. Ach ja es ist übrigens ein Alarmzauber mit eingerichtet, so dass ihr merkt, wenn Professor Dumbledore, Professor Flittwick oder ich erscheine. Also tut nichts, was ich nicht auch tun würde!"

Geschockt sahen beide zur Schulkrankenschwester, unfähig auch nur einen Ton heraus zu bringen. Mme. Pomfrey musste Grinsen und erklärte: „Bei meiner Untersuchung, zur Feststellung der Diagnose eurer Verletzungen blieb mir auch nicht euer Seelenbund verborgen. Und da euer Seelenbund eine deutliche Rotfärbung hat, bedeutet das, dass ihr euch auch zwischenmenschlich ein wenig näher gekommen seid. Obwohl ihr das super gut vertuscht!"

Nun stieg Evelyn aus ihrem Bett und ging mit dem etwas knappen Nachthemd, das sie zwischenzeitlich angezogen hatte ans Bett von Harry und sagte mit einem schelmischen Grinsen: „Ja, ja einer Frau kann man in Sachen Liebe kaum etwas vormachen!" setzte sich zu ihm auf das Bett und küsste ihn innig.

Harry schaute nach dem Kuss nur geschockt von einer zur anderen der beiden Frauen, die regelrecht loskicherten: „Na prima, erst rette ich dich und dann werde ich auch noch hoch genommen. Das ist also der Dank für meine Opferbereitschaft!" damit lies er sich theatralisch zurück ins Bett fallen.

Mme. Pomfrey musste schmunzeln und das wurde zu einem offenen Grinsen, als nun Evelyn antwortet: „Also zu erst einmal als mein Freund und Liebhaber, ist das schließlich deine Aufgabe. Zum anderen hatte ich eigentlich auch noch vor, mich bei dir auf besondere Art und Weise zu bedanken. Doch dafür müssten wir warten, bis Mme. Pomfrey gegangen ist. Es sein denn sie hat, rein medizinisch gesehen, Interesse uns zu beobachten, ob wir dabei uns nicht überanstrengen. Könnte ja sein bei ihrem medizinischen Verantwortungsbewusstsein!"

Mme. Pomfrey hatte das Zwinkern von Evelyn, das sie ihr zugeschickt hatte mitbekommen und macht freudig mit, als sie dann antwortet: „Nun ja Mr. Evans, sie haben recht, also wenn sie dann bitte gleich anfangen wollen, bevor wir noch weitere Besucher bekommen…"

Nun stieg Evelyn bei Harry aufs Bett und setzte sich rittlings auf seinen Schoss. Zum Leidwesen der Beiden Frauen hatte Harry aber das Zwinkern mitbekommen und so ging er nun selber in die Offensive, als er nun seinerseits sagte: „Mme. Pomfrey, ich bewundere und akzeptiere ihre medizinische Sorge um uns. Ich hätte folgenden Vorschlag. Lassen sie es doch uns beide, also sie Mme. Pomfrey und ich miteinander probieren. Sollte ich mich fit genug anstellen, dann kann ich mich ja um Evelyn kümmern und…"

Weiter kam er nicht, den Evelyn lies sich nun auf ihn fallen und sagte mit gespieltem Ärger: „Wehe du rührst ohne meine Erlaubnis auch nur eine einzige Frau an. Das ist dein Todesurteil…"

Dann aber mussten alle drei lachen, da sie den Spaß nun wirklich genossen.

Mme. Pomfrey wandte sich dann ab und sagte: „Also ihr bleibt heute und morgen hier auf der Krankenstation. Übermorgen könnt ihr dann wieder in den Unterricht, Mr. und Mrs. Potter. Ach ja, wie ich bereits vorhin sagte, tut nichts, was ich nicht auch tun würde…" damit verschwand sie leise kichernd aus dem Krankensaal.

########FLASHBACK ANFANG########

Derweil saßen Professor Dumbledore, der Schulleiter, Professor McGonagall, die stellvertretende Schulleiterin, Professor Flittwick, der Hauslehrer von Harry und Evelyn und last but not least, Professor Snape, Hauslehrer der Slytherins im Büro von Albus Dumbledore zusammen. Kurz darauf erschien auch noch Mme. Pomfrey.

Dumbledore begrüßte sie und fragte: „Nun Poppy, wie geht es unserer Mrs Evans und besonders unserem Mr. Potter?"

„Nun, wenn sich die Verletzungen nicht verkomplizieren, dann sollten sie übermorgen in der Lage sein, wieder zum Unterricht zu gehen, aber nur wenn keine Komplikationen auftreten. Es ist ein Skandal, was sich da abgespielt hat. Ich hoffe die Täter werden mit der notwendigen Konsequenz und Härte bestraft!"

Mit blitzenden Augen schaute sie Snape an und sagte im abfälligen Ton: „Wer mit dem Feuer spielt, kann sich auch mal die Finger verbrennen!"

Nun schrie Professor Flittwick auf: „Das ist eine Unverschämtheit. Diese Taten erfordern einen Schulverweis für alle beteiligten Schüler aus dem Hause Slytherin und für die Androhung und Absprache zu Vergewaltigung müssen die Herren Malfoy, Crabbe und Goyle vor den Zauberamagot angeklagt werden!"

„Nun einmal langsam", fuhr Snape auf, „es ist ja nichts Schlimmes passiert. Also brauchen wir auch nicht übertrieben zu reagieren!"

„Nichts passiert?" schrie nun Mme. Pomfrey, „das ist eine Unverschämtheit. Die Verletzungen sind sehr ernst und wurden durch zum Teil schwarz magische Flüche verursacht. Das kann ich beweisen und ich werde das auch vor jedem Gremium machen! Außerdem ist die psychologische Belastung durch die geplante und ausgesprochene und damit letztendlich versuchte Vergewaltigung nicht zu unterschätzen. Wenn sie das versuchen unter den Tisch zu kehren, verlasse ich augenblicklich Hogwarts und wende mich an das Ministerium und an die Presse!"

Nun schauten Professor Dumbledore, Professor McGonagall und Professor Snape entsetzt zur Schulkrankenschwester.

Professor Flittwick sagte grimmig: „Das ist die Idee, ich gehe mit, sobald die beiden genesen sind!" damit nickte er noch Mme. Pomfrey zu.

Nun endlich mischte sich der Schulleiter mit in den aus den Fugen zu geratene Konflikt: „Also wir sollten das unter uns klären, um nicht den Ruf der Schule zu gefährden. Ich halte es für überzogen, besonders die Presse ein zu schalten. Wir sollten uns bemühen, einen Konsens zu finden, der eine Bestrafung darstellt, aber allen eine Chance auf Rehabilitierung gibt!"

Professor McGonagall nickte dazu: „Der selben Meinung bin ich auch. Eine harte aber gerechte Strafe! Können sie damit leben, lieber Kollege?" dabei schaute sie zu Professor Flittwick.

Der sagte trocken: „Gut sie sollen eine Chance zur Rehabilitierung erhalten, andererseits muss ich auch daran interessiert sein die Schüler aus meinem Haus zu schützen, ins besondere Mrs. Evans und Mr. Potter. Mein Vorschlag wäre folgender unter Berücksichtigung aller Tatsachen. Alle zweitrangig beteiligten aus dem Hause Slytherin erhalten einen Schulverweis für vier Wochen und wenn sie sich tadellos im Laufe des restlichen Schuljahres verhalten, werden auch sämtliche Einträge gelöscht. Bei den Herren Malfoy, Crabbe und Goyle würde ich vorschlagen, das sie einen Verweis aus der Schule für das ganze Schuljahr und ein Eintrag in die Akten, der nicht gelöscht werden kann. Sie erhalten dann nächstes Jahr die Chance ihr siebtes Schuljahr zu wiederholen und den Abschluss zu erlangen!"

Mme. Pomfrey nickte und sagte: „Das ist zwar nicht die gerechte Strafe, aber damit könnte man ausnahmsweise noch leben!"

Dieser Meinung war Snape aber nicht und regte sich maßlos auf: „Das kann ich so nicht akzeptieren. Sicher sind meine Schüler diejenigen gewesen, die angegriffen haben, aber diese Strafe ist zu krass und zu schwer und meines Erachtens nicht angemessen!"

Dumbledore hob beruhigend seine Hände und versuchte zu beschwichtigen: „Ich finde diese Strafe auch zu heftig. Wir müssen auf einen anderen Nenner kommen. So aber wird das nichts. Severus, was würdest du denn als Strafe vorschlagen?"

Professor Snape lehnte sich zurück dachte kurz nach und sagte: „Nun für alle eine Strafarbeit bei mir und glauben sie, die wird nicht leicht ausfallen und eventuell für Malfoy, Crabbe und Goyle einen Punktabzug! Ich denke das wird sie nachdenklich genug stimmen, sich in Zukunft besser zu benehmen!"

Dumbledore nickte ebenso wie Professor McGonagall mit dem Kopf und sagte: „Das wäre tatsächlich ein Ansatzpunkt, um eine angemessene Bestrafung und eine Chance für die Schüler darstellt!"

Mme. Pomfrey war entsetzt: „Das waren schwarzmagische Flüche, die auf Grund unserer Schulordnung strengstens verboten sind und eine sofortige Suspendierung zur Folge haben sollten! Aber was sich hier abspielt ist eine Farce. Sie belohnen ja die Schüler, wenn sie auch noch die Strafarbeit bei ihrem Hauslehrer machen sollen. Womöglich lässt er sie noch ein Gift brauen, das sie gegen Mrs. Evans und Mr. Potter einsetzen können. Das ist ein Skandal, wenn sie so davon kommen würden! Das werde ich nicht dulden und ich werde meine am Anfang ausgesprochene Drohung in die Tat umsetzen!"

Auch Professor Flittwick war zu tiefst bestürzt: „Das ist nicht ihr Ernst. Alleine der Witz mit dem Punkteabzug ist eine Lächerlichkeit sonder gleichen. Den Abzug hat er doch spätestens nach einer Woche wieder drin, so wie er die Punkte parteiisch verteilt! Und was die Strafarbeit angeht, bin ich deiner Meinung Poppy!" und zu Snape gewandt sagte er noch, „Da können sie ihren Verbrechern ja gleich einen Orden geben und dazu das schwarze Mal…"

„Stopp, stopp, das bring so nichts, gleich fangen auch noch sie an sich zu duellieren!" schrie nun Dumbledore, dem die ganze Sache zu entgleiten drohte.

Da kam ihm Professor McGonagall zur Hilfe mit einem Vorschlag: „Nun, was die parteiische Vergabepraxis von dir Severus angeht, muss ich dem zustimmen. Das wäre Eulen nach Athen getragen. Aber die rigide Bestrafung, auch wenn so gerechtfertigt, würde auch ein schlechtes Bild gegen die Schule aufkommen lassen. Dem müssen wir auch entgegen wirken. Und eine richtige Strafe mit Erinnerungswert sollte es tatsächlich sein. Also ich schlage folgendes vor. Alle Schüler erhalten einen Verweis, der nach einer vierwöchigen Probezeit, in der sie sich anstandslos benommen haben, verfällt. Die Probezeit bei den Herren Malfoy, Crabbe und Goyle beträgt drei Monate, wegen der unterschiedlichen Schwere der Taten! In der Probezeit werden alle eine Strafarbeit abzuleisten haben und zwar wechselweise bei Haumeister Filch oder bei Hagrid!"

Snape war am schnaufen, hielt sich aber auf Grund der strengen Blicke von Professor Dumbledore zurück.

Professor McGonagall fuhr fort: „Und damit eine wirkliche Würdigung der ekligen und abartigen Taten erfolgt, müssen sie sich, Severus, öffentlich im Namen des Hauses Slytherin bei Mr. Potter und Mrs. Evans entschuldigen und ebenso die Herren Malfoy, Crabbe und Goyle sich öffentlich bei Mrs. Evans entschuldigen müssen. Das wäre mein Vorschlag zur Güte!"

Snape war leichenblass geworden und flüsterte nur zu Dumbledore gewandt: „Das können sie nicht von mir verlangen, das kann ich nicht machen!" und schüttelte dabei seinen Kopf.

Der Schulleiter saß nachdenklich da und ließ sich den von Minerva vorgebrachten Vorschlag durch den Kopf gehen.

Prof. Flittwick sagte nur: „Ich weiß nicht, sie kommen zu leicht davon. Dann bringen sie sie einfach in drei Monaten um und wir sitzen hier und diskutieren dann, was wir das nächste Mal besser machen können und haben danach eine nette Beerdigung. Also mir ist das nicht genug."

Derweil hatte Professor Dumbledore eine Entscheidung getroffen, als er abschließend sagte: „Wir machen das so, bist auf die Strafarbeiten. Sie werden zwar genau so lange dauern aber nicht jeden Tag, sondern nur ein Tag pro Woche, schließlich müssen sie sich auch im ihre Ausbildung kümmern! Meine Entscheidung ist endgültig! Schließlich bin ich der Schulleiter!"

Professor Flittwick und Mme. Pomfrey waren genau so nicht einverstanden wie Professor Snape, wenn auch aus anderen Gründen.

Damit verließen alle bis auf den Schulleiter sein Büro!

########FLASHBACK ENDE########

Derweil unterhielten sich Evelyn und Harry. Harry sagte: „Also irgendwie ist Mme. Pomfrey doch witzig und cool drauf, oder?"

„Ja, wirklich, aber du hast auch voll cool reagiert. Als du sie batest, dich zuerst zu testen…" jetzt kicherte Evelyn.

Harry schmunzelte und dann provozierte er noch Evelyn: „Was meintest du eigentlich mit – Wehe du rührst ohne meine Erlaubnis auch nur eine einzige Frau an – kann es sein, dass wenn ich dich frage, vielleicht eine Andere ausprobieren darf?"

Langsam stand Evelyn auf ging zu seinem Bett, griff blitzschnell in seine Pyjamahose und hielt sein Glied mit starken Griff fest und fragte scheinheilig: „Wie war noch mal deine Frage? Könntest du sie mir noch mal bitte wiederholen?"

„Oh, oh, ich glaube du bist am längeren Hebel, wortwörtlich!" sagte Harry mit großen Augen.

„Das mit dem längeren Hebel meinst du tatsächlich so, zumindest wird er immer länger, mein Hebelchen…" jetzt lachte Evelyn schallend.

Sie legte sich dann zu ihm ins Bett und beide kuschelten gemeinsam und schliefen dann auch schnell ein.

Mme. Pomfrey kam nach dem Gespräch im Büro des Schulleiters gemeinsam mit Professor Flittwick auf die Krankenstation zurück, um den Beiden von dem Gespräch zu berichten. Leise gingen die Lehrer an die abgetrennten. Betten und stellten angenehm berührt fest, das beide eng umschlungen im Bett von Harry lagen und sich im ruhigen Schlaf befanden.

Leise gingen sie in das Büro von Mme. Pomfrey und unterhielten sich über die Beiden. Mme. Pomfrey erklärte ihm, das was sie über den Seelenbund der beiden heraus gefunden hatte. Sie war sich sicher, auch ohne Rückfrage mit ihrem Hauslehrer darüber zu sprechen.

Kurz darauf erschienen Harry und Evelyn im Büro, da sie aufgewacht waren. Harry, der noch immer ein wenig aufgekratzt war von dem Gespräch zwischen ihm, Evelyn und Mme. Pomfrey, fragte leicht provozierend: „Hallo, habe ich da was verpasst?"

Professor schmunzelte, ebenso wie die Krankenschwester, die dann auch antwortete: „Aber wir halten uns zurück, wenn ich hier Patienten habe. Ansonsten toben wir hier durch alle Betten…"

Nun bekam Harry seinen Mund nicht mehr zu, während alle anderen lachten. Evelyn sagte nur trocken: „Siehst du Harry, es macht nichts aus, das wir vorhin auch durch alle Betten getobt sind und alles mögliche und unmögliche aus probiert haben…"

Jetzt ging sein Kopf hin und her, aber die drei anderen kringelten sich vor Lachen auf dem Boden.

Nachdem sich alle wieder soweit beruhigt hatten wurde Professor Flittwick ein wenig persönlich, als er sagte: „Also ich finde es wunderbar, das sie ein Paar sind. Doch lassen sie bitte die Heimlichkeiten. Das verringert die Irritationen, wenn sie alle Annäherungsversuche ablehnen und das keiner versteht! Außerdem, wenn sie wollen stelle ich ihnen Geld zur Verfügung, damit sie sich auch anständige Kleidung kaufen können!"

Harry atmete tief durch und schaute Evelyn an, die nickte nur verstehend. Dann sagte Harry: „Es ist nicht so, wie es den Anschein hat. Wir könnten wenn wir wollten mit den edelsten Gewändern herum laufen, wenn wir wollten. Aber das ist Teil unseres Plans. Ich bitte sie zu verstehen, das wir diesen auch so weiter durchführen und die anderen, die es betrifft, an aller erste Stelle Voldemort, im ungewissen zu lassen!"

Evelyn fügte hinzu: „Aber die Sache mit der Veröffentlichung unserer Beziehung", dabei schaute sie in Richtung Harry, der ihr zustimmend zunickte, „die machen wir umgehend bekannt!"

Nun fragte Harry, wie denn das Gespräch verlaufen war.

Sofort legten sich bedrückte Mienen auf die Gesichter von Professor Flittwick und Mme. Pomfrey. Harry schaute nur wissend und sagte dann: „Wie ist es ausgegangen. Wahrscheinlich werden die drei eine kleine Strafarbeit erhalten, bei Snape logischerweise, und damit hat es sich dann."

Erschrocken schaute ihn Evelyn an. Sie konnte nicht glauben, dass die nach solch einer Tat so glimpflich davon kommen würden. Sie hatte bereits Tränen in den Augen. Harry legte tröstend seine Arme um sie.

Professor Flittwick erklärte ihnen ausführlich, wie die Diskussion von statten gegangen war. Schließlich erklärte er ihnen das endgültige Ergebnis: „…dann hat Dumbledore folgendes entschieden: Alle Schüler erhalten einen Verweis, der nach einer vierwöchigen Probezeit, in der sie sich anstandslos benommen haben, verfällt. Die Probezeit bei den Herren Malfoy, Crabbe und Goyle beträgt drei Monate! In der Probezeit werden alle eine Strafarbeit abzuleisten haben und zwar wechselweise bei Haumeister Filch oder bei Hagrid aber nur einen Tag pro Woche. Außerdem muss sich Professor Snape öffentlich im Namen des Hauses Slytherin bei ihnen Mr. Potter und Mrs. Evans entschuldigen und ebenso die Herren Malfoy, Crabbe und Goyle müssen sich öffentlich bei ihnen Mrs. Evans entschuldigen."

Harry und Evelyn schauten sich lange in die Augen, als Harry sich dann den anderen Beiden langsam zu wandte und folgendes im ruhigen Ton sagte: „Das bringt ja sowieso nichts. Die Entschuldigung ist auch eine Farce, die Snape zwar ärgert, aber dafür werden wir dann umso mehr im Unterricht bluten müssen. Ich denke wir werden passend handeln. Lassen sie sich bitte überraschen!"

Evelyn sagte leise aber bestimmt: „Wir werden ein wenig am Ruf der Slytherins kratzen müssen. Aber wir werden entsprechend reagieren!"

Mit großen Augen wurden sie beide von Professor Flittwick und Mme. Pomfrey angeschaut. Sie wussten nicht, wie sie sich verhalten sollten. Aber sie ließen es auf sich beruhen.

Zwei wenig ereignisreiche Tage später gingen beide direkt vom Krankensaal in die große Halle. Sie waren von Professor Flittwick abgeholt worden, der ihnen erklärte: „Heute soll die Entschuldigungsarie statt finden. Die Schulsprecher und die Vertrauensschüler wurden informiert. Keiner, selbst die beiden Vertrauensschüler der sechsten Jahrgangsstufe von Slytherin, konnte nicht verstehen, dass die Schüler nicht von der Schule verwiesen wurden. Also es ist nun ihr Spiel. Und unter uns, reißen sie Slytherin den Arsch auf…"

Damit führte ihr Hauslehrer eine völlig verdutzte Evelyn und einen nicht minder erstaunten Harry in die große Halle.

Ausnahmsweise gab es keinerlei Lästereien oder Stänkereinen gegen die Beiden. Sie setzten sich dann weit hinten an einen freien Tisch der Ravenclaws und begannen mit dem Abendessen. Ihnen fiel auf, dass offensichtlich alle Schüler anwesend waren. Nachdem alle so weit gegessen hatten, erhob sich Professor Dumbledore und sprach zu den Schülern: „Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen. Leider müssen wir heute eine unangenehme Situation von vor zwei Tagen hier aufarbeiten. Wie sie sicher über die Gerüchte wissen, wurden Mr. Potter und Mrs. Evans Oper eines Angriffs von einer Überzahl von Schülern aus dem Hause Slytherin. Hierzu möchte ich nun das Wort an unseren werten Kollegen, Professor Snape, übergeben!"

Dann nickte er Snape zu und dieser erhob sich sichtlich blas, ebenso wie Malfoy, Crabbe und Goyle, und fing an zu sprechen: „Für diesen Angriff muss ich mich bei ihnen im Namen des Hauses Slytherin entschuldigen. Das habe ich hiermit getan und wie ich sehe, haben sie offensichtlich das ganze besser überstanden, als es uns zugetragen wurde. Doch nichts desto trotz muss ich nun sie Mr. Malfoy bitten, ebenso das Wort an Mrs. Evans zu richten!"

Draco Malfoy knirschte mit seinen Zähnen und stand etwas linkisch auf. Dann sagte er: „Eigentlich haben wir uns nur duelliert und das gesprochene Wort ist längst nicht so schlimm, als wenn wir unsere Drohung wirklich aus geführt hätten, was wir ja nicht getan haben. Doch ich muss mich dafür trotzdem bei der…"

Nun wurde es Evelyn zu bunt und sie unterbrach das Gestammel von Malfoy: „Hör doch auf. Diese ganze Entschuldigung ist doch eine einzige Farce. Du asozialer Bastard wolltest mich vergewaltigen und dann sollten deine tumben Mitläufer sich auch noch mit mir vergnügen, also mich vergewaltigen. Doch dies wird hier keines Wegs in irgendeiner Weise bestraft. Spar dir den Schiss, das glaubt doch sowie so kein Mensch der denken kann. Was mich nur nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass die Schulleitung scheinbar nicht gewillt ist potentielle Vergewaltiger dingfest zu machen und wir Mädchen dadurch in nicht unerheblicher Gefahr sind. Tolle Schule ist das!"

Harry war ebenso aufgestanden und sagte nun laut und deutlich: „Außerdem war das ein feiger, hinterhältiger Anschlag auf unser Leben, aber es war klar, das sie Professor Snape, das nie einsehen würden. Sie und ihre Bande von Verbrechern sind eine Schande für den ehrenwerten Namen Slytherin…"

Nun hörten sie ein einzelnes Klatschen und als sie sich umschauten, erkannten alle, dass es der blutige Baron war, der applaudierte. Dann sagte er: „Mr. Potter, ich muss ihnen leider Recht geben. Ich schäme mich Hausgeist von Slytherin zu sein, solange diese Schüler noch hier sind und ich akzeptiere, dass sie die Entschuldigung, die auch keine war, mit Recht ausschlagen. Meine Hochachtung ihrer Begleitung und ihnen!" Damit verschwand der Hausgeist und hinterließ tumultartiges Chaos in der großen Halle.

„Ruhe, verdammt noch mal seien sie ruhig!" schrie Professor Dumbledore. Als sich der Saal ein wenig beruhigt hatte sagte er noch weiter: „Mr. Potter, Mrs Evans, Severus, Minerva und Filius, sofort in mein Büro!"

Kurze Zeit später waren alle im Büro des Schulleiters versammelt und Dumbledore, noch immer mit seiner Beherrschung ringend sagte laut: „Mr. Potter, Mrs Evans, was haben sie sich dabei gedacht, die Entschuldigung aus zu schlagen? Die ernstgemeinte Entschuldigung, wohlgemerkt!"

Harry stand auf und sagte bestimmt und ernst: „Das war und ist eine Lächerlichkeit, wie sie mit diesen Straftaten, denen wir zu Opfer gefallen sind, umgehen. Und das mit der Ernsthaftigkeit glauben sie wohl selbst nicht. Wie sagte Snape, er musste sich entschuldigen und nicht er entschuldigt sich für diese Verbrechen oder so ähnlich…"

„Das heißt Professor Snape…" wurde er von Dumbledore korrigiert.

Nun stand auch Evelyn auf und sagte wütend aber doch beherrscht: „Vergessen sie das ganze doch. Hier ist niemand mehr vor den Machenschaften der Slytherins aus dem siebten Jahrgang und deren Professor mehr sicher und das haben hoffentlich die Meisten kapiert. Und was die Verbrechen angeht, so habe ich nur noch folgendes zu sagen. Es liegen an entsprechender Stelle Beweise gegen Malfoy vor, dass er schon der Vergewaltigung angeklagt werden kann, wenn ich nur will. Aber hier das ist erbärmlich…"

Damit drehte sie sich um, nahm Harry an die Hand und verlies grußlos das Büro Dumbledores.