=/\= Kapitel 4 =/\=
„Die Hose geht nicht mehr zu." Kathryn warf dem Spiegel einen anklagenden Blick zu als ob der über Nacht ihre Hose enger genäht hätte.
Chakotay musste lachen. „Ich schätze mal, das war früher oder später zu erwarten."
Mit großer Hingabe hatte er all die kleinen Veränderungen an Kathryns Körper beobachtet. Es erstaunte ihn immer noch, dass diese außer ihm niemanden aufzufallen schienen. Bei Tuvok war er sich nicht ganz sicher. Aber wenn, würde es sich der Vulkanier nie anmerken lassen, geschweige denn, dass er seinen Verdacht mit irgendjemanden teilen würde. Immer noch beglückwünschte sich Chakotay dazu, Tom Paris zum Flugtrainer für die halbe Besatzung gemacht zu haben. Diese Aufgabe, zusammen mit Miral, der Aufregung über die Untersuchungskommission und seinem Monitoring für das Fortschreiten der Beziehung von Harry und Seven hatten den Steuermann scheinbar vollkommen von seinen kommandierenden Offizieren abgelenkt.
Kathryn seufzte und inspizierte die vorsorglich replizierte Umstands-Hose. „Ich befürchte, nun können wir unser Geheimnis wirklich nicht mehr lange für uns behalten."
Chakotay nickte. „Das Risiko wird täglich größer – obwohl die damit verbunden Spekulationen die Moral der Crew bestimmt erheblich steigern würde, wie Neelix feststellen würde. Jedenfalls würde es sie vom Ausgang dieser Untersuchung ablenken."
„Na danke", sagte Kathryn trocken.
„Seven und Harry werden ja auch langsam langweilig. Und so hätten sie ein wunderbares neues Thema: Ist sie oder ist sie nicht? Wenn ja, von wem? Das gibt Unterhaltung für Wochen! Und aufregende Wetten!"
„Verlockende Aussichten", grinste Kathryn. „Ich glaube, ich werde es aber doch einfach wie besprochen beim nächsten Briefing der Führungsoffiziere verkünden." Dann seufzte sie. „Ich werde Commander Geller vorwarnen müssen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es diese Neuigkeit mit Hyper-Warp in den Alpha-Quadraten schaffen wird. Wenigstens hat die Kommission ihre Arbeit schon vor drei Wochen aufgenommen."
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Chakotay hatte noch nie ein Briefing als dermaßen nervenzerfetzend empfunden. Dabei war dieses sogar ausgesprochen langweilig. Tuvoks Pläne für die Reorganisation der Sicherheitsmannschaft und Sevens Pläne für eine Rekalibrierung der astrometrischen Sensoren nahmen einen Hauptteil der Zeit in Anspruch. Das einzig Spannende war die Entscheidung darüber, wer Ichebs erster offizieller Sternenflotten-Ausbilder auf der Voyager sein sollte. Chakotay sah, dass Tom und B'Elanna Mühe hatten, überhaupt die Augen offen zu behalten. Das ging vermutlich auf Mirals Konto, die kleine Klingonin bekam jetzt ihre ersten Zähne. Immer wieder blickte Chakotay zu Kathryn hinüber, die schien sich mindestens genauso unwohl zu fühlen wie er selbst. Chaktotay ergriff ihre Hand unter dem Tisch und drückte sie fest. Endlich, endlich war der letzte Punkt der Agenda abgehakt. Kathryn erhob sich und Chakotay bemerkte die Erleichterung auf Toms Gesicht.
„Bevor ich Sie für heute entlasse, gibt es noch einen inoffiziellen letzten Punkt auf unserer Tagesordnung." Kathryn machte eine Kunstpause. „Wenn der Doktor sich nicht verrechnet hat, wird die Voyager ungefähr zu Sternzeit 56086.10 um ein Crewmitglied reicher sein."
Chakotay sah in die Runde, die meisten Mienen zeigten einen verwirrten Gesichtsausdruck, nur der Doktor sah äußerst zufrieden aus und Tuvok selbstverständlich neutral wie immer. Tom schien als erster zu begreifen. Ein Strahlen breitete sich über seinem Gesicht aus.
„Mensch Harry, du Tausendsassa, du gehst aber ran!", wandte er sich an seinen besten Freund. „Wow, das ist ja eine Neuigkeit. Warum habt ihr kein Sterbenswörtchen gesagt?"
„Ich weiß nicht, wovon du redest", wehrte Harry indigniert ab.
„Heißt das, du uns Seven seid nicht...", enttäuscht brach Tom ab.
Alle Gesichter wandten sich wieder dem Captain zu. Chakotay sah, dass es um Kathryns Mundwinkel unkontrolliert zuckte.
„Nein, Tom. In dieser Richtung ist mir nichts bekannt. Ich erwarte ein Kind."
War es Absicht, dass Kathryn sich bei diesen Worten so gedreht hatte, das sie im Profil zu den Offizieren stand? Und vor allem, war es Absicht, dass sie sich so über ihr Uniformoberteil strich, dass die eigentlich unscheinbare Wölbung so deutlich sichtbar wurde? Die fassungslosen Gesichter der Führungsoffiziere entschädigten Chakotay jedenfalls für alle Nerven, die er heute hatte lassen müssen.
„Sie Captain?", platze B'Elanna heraus. „Aber wer...?" Sichtbar über sich selbst entsetzt brach die Chefingenieurin ab.
„... ist der Vater?", vollendete Chakotay. Himmel, nur akute Übermüdung konnte B'Elanna zu solch einer Frage veranlasst haben. Chakotay stand auf und legte den Arm um seinen Captain. „Ich natürlich, B'Elanna."
Tuvok – wer sonst? – fand als erster zu angemessenen Umgangsformen zurück. Gemessen sagte er: „Meinen Glückwunsch, Captain, Commander. Die Ankündigung neuen Lebens ist immer ein Grund zu großer Freude."
Jetzt erwachten auch die anderen aus ihrer Schockstarre. Alles sprang auf und drängte sich mit Glückwünschen um die beiden.
Einzig Tom war schneeweiß auf seinem Platz sitzen geblieben. „Zwei Monate Repliaktorrationen verloren und dabei stand es doch eindeutig in der Botschaft...", murmelte er vor sich hin.
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Endlich waren sie wieder allein im Briefing-Raum. Chakotay hielt Kathryn immer noch im Arm. Beide hatten sich dem Sichtfenster zugewandt und betrachteten die Sterne.
„Jetzt ist es raus", stellte Kathryn fest und wandte ihm ihr Gesicht zu. „Das ist bemerkenswert gut gegangen. Findest du nicht?"
„Um ehrlich zu sein, ich habe nichts anderes erwartet. Wir haben eine phantastische Crew."
„Die beste überhaupt", stimmte Kathryn zu. „Was meinst du, wie lange wird es dauern, bis diese Nachricht ihre Runde durchs Schiff gemacht hat?"
„Ich glaube nicht, dass es eine Zeiteinheit gibt, die winzig genug ist, das zu messen", lachte Chakotay. „Lassen wir ihnen trotzdem noch etwas Zeit, sich zu fangen."
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„Was für ein Tag", sagte Kathryn und ließ sich schwer auf ihren Stuhl am Esstisch plumpsen, während Chakotay das Abendessen zubereitete. „Ich kann nirgendwo auf diesem Schiff mehr hingehen, ohne von Glückwünschen und guten Ratenschlägen überhäuft zu werden, sogar Seven hat mir die Ansichten des Borg-Kollektivs über Schwangerschaft und Kindererziehung mitgeteilt und Tom Paris hat uns angeboten, die Holo-Programme zur Geburtsvorbereitung und Säuglingspflege auszuprobieren, die er für sich und B'Elanna entwickelt hatte."
„Oh, da kann ich drüber", lachte Chakotay. „B'Elanna hat mir gleich die ganze Miral zum Üben angeboten. Im Übrigen kannst du froh sein, mich heil zurückbekommen zu haben. B'Elanna konnte sich nicht entscheiden, ob sie mich aus Freude erdrücken oder mir nicht doch lieber die Nase brechen soll, weil ich ihr nichts verraten hatte."
Kathryn lachte: „Jedenfalls war es schon fast eine Erholung mit Commander Geller zu sprechen. Ihrer Einschätzung nach wird das Bekanntwerden meiner Schwangerschaft nun ‚nicht mehr allzu großen Schaden anrichten' – das ist doch genau das was eine werdende Mutter hören möchte", spottete sie. „Aber die Crew scheint sich wirklich zu freuen. Ich habe heute einen erstaunlichen Zuwachs an Replikatorrationen auf meinem Konto feststellen können, die mir von verschiedenen anonymen Quellen zugewiesen wurden. Manche waren sehr erfolgreich darin, ihre Herkunft zu verschleiern, andere weniger."
Kathryn schwankte zwischen Rührung und Belustigung. Chakotay wusste, wie viel ihr die Meinung ihrer Leute bedeutete. „Außerdem haben mir verschiedene Crewmitglieder angeboten, ihre Sprechzeit mit dem Alpha-Quadranten mit mir zu tauschen, wenn ich private Gespräche führen möchte. Ich glaube, ich würde meiner Mutter gerne persönlich erzählen, dass sie nun bald Großmutter wird. Aber sie haben alle so lange darauf gewartet, selbst mit ihren Lieben sprechen zu können, da kann ich ihnen doch nicht einfach ihre Zeit wegnehmen."
„Doch, das kannst du", sagte Chakotay fest. „Sie haben es dir freiwillig anboten, weil sie dich mögen und schätzen. Es wäre eine Missachtung einer erwachsenen und freiwilligen Entscheidung das einfach abzuweisen, nur weil du meinst, sie vor sich selbst schützen zu müssen."
Kathryn nickte nachdenklich. Chakotay wusste, dass sie nun eine Weile brauchen würde, um sich mit diesem Gedanken vertraut zu machen.
„Außerdem war Tuvok bei mir", erzählte Kathryn weiter. „Er wollte mir noch einmal persönlich gratulieren. Daneben hat er mich darauf hingewiesen, dass es logisch für uns beide wäre, nun ein gemeinsames Quartier zu beziehen. Die andauernden Ort-zu-Ort-Transporte wären zu energieintensiv und gefährlich."
„Er wusste davon?" Auch wenn Chakotay nicht sicher gewesen war, ob der Vulkanier nicht etwas ahnte, war er nun doch perplex. Schweigen war das eine, unnötige Ressourcen-Verschwendung zu decken das andere.
„'Ihr Wunsch nach Privatsphäre war logisch und verlangte meinen Respekt. Nach Ihren Offenbarungen beim heutigen Briefing rechtfertigen die Umstände die weitere Inanspruchnahme eigentlich überflüssiger und potentiell gefährlicher Transporte nicht mehr'", imitierte Kathryn ihren Sicherheitsoffizier.
„Dem kann ich nicht wiedersprechen." Chakotay hörte selbst, dass seine Stimme belegt klang. Bisher hatten ihre Geheimhaltungspläne von ihnen verlangt, dass jeder sein eigenes Quartier behielt. Obwohl sein eigenes Quartier in den letzten Monaten kaum benutzt hatte, war er sich immer noch nicht sicher, was Kathryn von der Idee hielt.
„Ich auch nicht, Chakotay", sagte Kathryn ruhig. „Wie es aussieht, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Wir werden wohl B'Elanna um einige Umbaumaßnahmen bitten müssen."
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Doch natürlich blieb nicht alles eitel Sonnenschein. Schon bald nach dem Bekanntwerden von Kathryns Schwangerschaft hatte Admiral Gilmore ein Gespräch mit ihnen beiden angeordnet.
„Captain, wie ich höre, hatten Sie ein kleines Geheimnis", sagte der Admiral kühl.
„Admiral?" Kathryn gab sich jede Mühe verständnislos zu wirken.
„Sparen Sie sich Ihr Theater, selbstverständlich haben Sie Ihre Schwangerschaft ganz vorschriftgemäß gemeldet und selbstverständlich ist es nur ein Zufall, dass diese Meldung in den Mühlen der Bürokratie unterging. Ich lasse mich nicht gerne veräppeln, Captain – auch nicht von der Heldin des Delta-Quadranten."
Chakotay sah, wie Kathryns Gesicht hart wurde. Dass die Leiterin der Untersuchungskommission sie außer der Reihe hatte sprechen wollen, hatte sie beide schon zutiefst beunruhigt. Das Verhalten des Admirals schien ihre Befürchtungen zu bestätigen.
„Es tut mir leid, Admiral. Ich verstehe Ihre Verärgerung", sagte Chakotay ruhig. „Tatsächlich hatten wir das Bedürfnis nach größtmöglicher Diskretion. Wir benötigten einfach Zeit, um uns an die neue Situation zu gewöhnen."
„Sie beziehen sich auf den Bericht Ihres Arztes, dass diese Schwangerschaft ein ‚Unfall' war?"
Chakotay konnte die Ungläubigkeit des Admirals verstehen. Im 24. Jahrhundert gab es so etwas wie ungeplante Schwangerschaften praktisch nicht mehr.
„Das Baby war ungeplant, ja. Wir sehen es aber dennoch nicht als Unfall an."
„Es ist der größte Glücksfall meines Lebens", unterbrach Kathryn ihn mit fester Stimme. „Trotzdem bedaure ich sehr, dass Sie sich von uns hinters Licht geführt fühlen. Geben Sie mir die Schuld, ich bin der Captain dieses Schiffes und in meiner Verantwortung für meine Crew hätte ich dafür sorgen müssen, dass Sie ausreichend informiert werden. Ich kann Sie nur bitten, dass dies keine Auswirkungen auf Ihre Entscheidungsfindung hat."
„Sie denken niedrig von mir, Captain", sagte Admiral Gilmore scharf. „Die Kommission ist alleine der Gerechtigkeit verpflichtet. Trotzdem kann ich nicht außer Acht lassen, dass gerade Ihre Beurteilungen Ihres Commanders von Ihren persönlichen Gefühlen gefärbt sein könnten."
„Das sind sie ganz bestimmt." Chakotay erkannte, das war seine Kathryn auf der Flucht nach vorne. „Es gibt keinen Menschen, von dem ich eine höhere Meinung habe. Commander Chakotay ist der ehrenhafteste, tapferste und loyalste Mensch, den ich kenne. Ich könnte mir keinen besseren ersten Offizier – oder Mann – vorstellen. Sollten Sie jedoch einen unvoreingenommen Bericht wünschen, wird Ihnen Lieutenant Commander Tuvok diesen gerne liefern."
„Darauf werde ich zurückkommen", beschied der Admiral. „Sagen Sie Commander Tuvok, ich erwarte seine Einschätzung in drei Tagen. Aber auch Ihre Aussage heute werde ich berücksichtigen." Der Admiral schien den Com-Link beenden zu wollen, wandte sich dann aber noch einmal in die Kamera. „Ach und Captain, Commander – meinen Glückwunsch."
Chakotay meinte ein leises Lächeln zu erhaschen, als der Admiral vom Bildschirm verschwand.
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Es war faszinierend, wie schnell sich Kathryns Körper in den nächsten Wochen veränderte. Bald war sich die Besatzung der Voyager einig, dass sie alle von Blindheit geschlagen gewesen sein mussten. Chakotay genoss es, dass Kathryn und er sich nun nicht mehr die kleinen Gesten der Zuneigung in der Öffentlichkeit versagen mussten – die großen Gesten hoben sie sich für ihr frisch erweitertes Quartier auf.
„Bisher laufen mindestens vier Wett-Pools von denen ich weiß", informierte er als treuer erster Offizier seinen Captain. „Der erste geht auf den Namen unserer Tochter, der zweite auf den Geburtstermin, der dritte auf den ‚Aufenthaltsort beim Einsetzen der Wehen'."
„Immerhin nicht auf den Geburtsort", sagte Kathryn trocken.
„Nein, da sind sie sich ganz einig, dass der Doktor und ich dafür sorgen werden, dass du es rechtzeitig auf die Krankenstation schaffst. Und Recht haben sie!"
„Und worauf wird denn gewettet?"
„Die meisten setzen auf die Brücke oder deinen Bereitschaftsraum, erstaunlich viele auf Jeffriesröhre 47 – frag mich nicht warum – im Mittelfeld liegen das astrometrische Labor und der Maschinenraum, weit abgeschlagen sind Orte wie unser Quartier oder das Kasino. Das Holodeck hat nur eine Chance, wenn es eine Fehlfunktion haben sollte. Außerdem gibt es noch Außenseiter wie ‚im Q-Kontinuum' oder ‚bei Verhandlungen mit der Borgkönigin'."
„Reizend. Und worauf setzt du?"
„Ich?", fragte Chakotay treuherzig. „Wie kommst du darauf? So was würde ich nie tun – aber ihr würdet mir einen großen Gefallen tun, wenn ihr euch tatsächlich mit dem Quartier begnügen würdet. Die Quoten sind unglaublich."
Kathryn lachte. „Mal sehen, was wir für dich tun können. Aber ich an deiner Stelle würde mir keine allzu großen Hoffnungen machen."
Chakotay seufzte theatralisch.
„Du hast gesagt, du weißt von vier Wett-Pools. Worauf geht der vierte?", fragte Kathryn neugierig.
„Der geht dann auf die Dauer deines Mutterschutzes. Allerdings ist das etwas langweilig. Länger als eine Woche gibt dir niemand. Die klassische Einschätzung ist: zwischen Einsetzen der Presswehen und dem nächsten roten Alarm."
„Damit könnten sie durchaus Recht haben", sagte Kathryn nachdenklich. Sie legte ihm die Hand aufs Knie. „Fändest du das schlimm, Chakotay?"
Chakotay war gerührt, dass sie diese Frage überhaupt stellte. Er wusste, dass nach Kathryns Selbstbild ihr als Mutter und Captain ganz alleine die Entscheidungshoheit über diese Frage zustand.
„Das bist du", sagte er schlicht und griff ihre Hände. „Du wirst immer in erster Linie Captain sein und alles andere hintenanstellen."
„Ich werde dich oder unsere Tochter nie hintenanstellen."
„Doch, das wirst du. Sobald der rote Alarm losgeht, werden du und ich ausblenden, dass wir eine Tochter haben und nur noch Captain und erster Offizier sein – genauso wie B'Elanna und Tom in solchen Momenten Chef-Ingenieur und Chef-Pilot sein müssen. Anders können wir hier gar nicht überleben."
„Du hast vermutlich recht", sagte sie nachdenklich. „Manchmal glaube ich, du kennst mich besser als ich mich selbst."
„Das gehört zu den Aufgaben eines guten ersten Offiziers."
„Im Gegensatz dazu, seinen Captain zu schwängern?", fragte Kathryn unschuldig.
„Das war meine persönliche Sonderleistung nur für dich", erklärte Chakotay ernsthaft.
„Gibt es schon Neuigkeiten von Commander Geller?", fragte er dann. Nach ihrem Gespräch mit Admiral Gilmore waren sie sich des Ausgangs der Untersuchung nicht mehr so sicher. Sicher, Admiral Gilmore war eine ehrenwerte Frau, aber auf den Schlips durfte man ihr nicht treten. Und Commander Geller war bestimmt nicht die Richtige, um die Wogen zu glätten.
„Scheinbar arbeitet die Kommission weiter wie bisher. Und zumindest Commander L'Nessy hat wohl durchblicken lassen, dass er in unserer Situation nicht anders gehandelt hätte. Aber wir können wohl nur abwarten..." Kathryn seufzte. Geduld war noch nie eine ihrer größten Tugenden gewesen.
„Kleines, du machst unser Leben ganz schön kompliziert, ist dir das bewusst?", fragte sie ihren Bauch.
