.
Kapitel 2:
„Mit welcher Begründung sollte ich verhindern, dass Reneé kommt? Egal, was ich sagen würde, sie würde es nicht verstehen." Edward´s Stimme versagte. Niedergeschlagen saß er auf der Couch. Seine Liebste schlief oben in seinem Bett, und er musste eine Entscheidung treffen, die sie so oder so verletzen würde. Nie wieder hatte er sie doch verletzen wollen. „Wir könnten sie entscheiden lassen. Wir erzählen ihr von der Vision." Verzweifelt blickte Edward mich an, „Esme, hilf mir!" Mein Kopfschütteln verriet ihm, was er eh schon wusste. Sie würde ihn dennoch heiraten wollen, in der Hoffnung, die Vision würde sich nicht bewahrheiten. Quälende Gedanken herrschten in unserem Wohnzimmer. Bella war ein Familienmitglied. Wir hatten sie alle lieb gewonnen. Sogar Rosalie hatte sie langsam ins Herz geschlossen. Aber irgendwie sollte Bella keine Chance haben, glücklich zu werden. Sie hatte jetzt so vieles in ihrem Leben bereits ertragen müssen. Einen weiteren Schicksalsschlag würde ihre Kraft übersteigen. Emmet und Jasper hatten den Blick zu Boden gesenkt. Wie gerne hätten sie ihrer kleinen Schwester, was Bella inzwischen für sie geworden ist, dieses Leid erspart. „Alice hat ihr Schicksal gesehen. Verhindern können wir es nicht. Wir können einfach nur dann für Bella da sein, wenn es soweit ist", sagte Rosalie mit trauriger Stimme, „sie darf nur nie erfahren, dass wir wussten, was passieren würde. Wir alle haben unsere Eltern verloren, über diesen Schmerz kommt man hinweg." Edward knurrte sie an. Beruhigend legte ich meinen Arm um seine Schultern. So weh es uns allen tat, aber Rosalie hatte Recht.
