Kapitel 8:

Edward und ich spazierten durch den Wald. Der Trubel um die Hochzeitsvorbereitungen war uns einfach zu viel. Wir brauchten Zeit und Ruhe für uns. Unser Weg führte uns zu unserer Lichtung. Es war ein wunderschöner Tag. Die Lichtung war durch die Sonnenstrahlen hell und freundlich. Ich warf mich ins Gras, schloß die Augen und genoß einfach nur die Wärme. Lautlos legte sich mein Engel neben mich. Ich streckte mein Hand nach ihm aus. Ich liebte es, ihn zu berühren. Sanft küsste er mich. Und wie am ersten Tag flatterten Schmetterlinge in meinem Bauch und mein Herz fing an zu rasen. Ich musste mich aber konzentrieren, denn ich wollte etwas wichtiges besprechen, also rückte ich ein Stück von ihm ab. „Ich möchte dir was sagen. Bitte laß mich aussprechen. Und dann denk erst darüber nach, bevor du mir eine Antwort gibst." Er schaute mich unsicher an. „Ich möchte, dass du mich verwandelst. Du bist mein Leben. Ohne dich kann ich nicht sein. Seit Wochen mache ich mir darüber Gedanken. Ich kenne die Folgen und kann mir in etwa vorstellen, wie es sein wird. Wir hatten ja lange und oft genug darüber gesprochen. Ich habe mich auch lange mit Carlisle unterhalten. Es wird eine schwere Zeit, aber ich kann sie überstehen. Ich habe hier in Forks nichts mehr, was mich hält. Mein Leben seid nur noch ihr. Aber solange ich ein Mensch bin, bin ich eine Versuchung für dich, und ihr alle seid auf ständiger Hut, dass mir nichts passiert. Ich quäle dich mit meiner Nähe. Komme ich dir zu nahe, entziehst du dich mir. Ich werde dich so nie ganz haben können….und ich wünsche mir nichts mehr, als voll und ganz deins für immer zu sein." Ich senkte die Augen. Das wollte er nicht von mir hören, dessen war ich mir klar. Wir hatten früher schon darüber gesprochen, und er hatte das Thema immer beendet, bevor ich meinen Standpunkt klar machen konnte. Er antwortete mir nicht. Unsicher schaute ich hoch und erwartete seinen ärgerlichen Blick. Aber was ich sah, war nur Liebe. „Bella, ich hatte dich jetzt mehr als einmal fast verloren. Der Gedanke, ohne dich weiter zu existieren, bringt mich schier um den Verstand. Wir hatten diese Diskussion schon so oft…. Aber in den letzten Wochen und Monaten musste ich feststellen, dass nicht nur ich nicht mehr ohne dich kann, sondern meine ganze Familie dich braucht. Du bist ein Teil von uns. Solange du ein Mensch bist, werde ich immer die Angst haben, dich zu verlieren, dich zu verletzen. Wenn du dir sicher bist, dass es das ist, was du willst, werde ich dir deinen Wunsch erfüllen. Aber wir werden es planen, mit Carlisle, so dass du so wenig wie möglich Schmerzen hast."

Mit großen Augen schaute ich Edward an. Er hatte zugestimmt und wollte mich zu seinesgleichen machen. Glücklich schlang ich meine Arme um seinen Hals. Sein Kuss raubte mir den Atem. Es war einfach nur Liebe…