Kapitel 13:
Langsam ließ das Brennen nach. Das Feuer wurden immer schwächer. Die Schmerzen in meinem Körper war verschwanden, sie macht einem neuem Schmerz platz. Mein Hals…er brannte, es schmerzte, als ob ich tausend Scherben drin stecken hätte. Ich schluckte und hatte das Gefühl zu zerreißen. Entsetzt riss ich die Augen auf….
Das Licht blendete, ich sah nichts. Es war nur hell. Wo war Edward? Wo die anderen? Sie hatten mich alleine gelassen? War ich tot? Ich geriet in Panik. Hektisch schaute ich mich um, aber ich sah nur dieses schreckliche Lampe. Da lag etwas in der Luft, ich atmete ein. Es bedeutete Gefahr…Instinktiv wusste ich, ich muss mich schützen. Mit einem Satz sprang ich auf, drückte mich an die Wand. Was immer auch da war, es war gefährlich. Ich knurrte aus tiefster Seele.
„Mach das Licht aus! Schnell!" die Stimme kam mir so bekannt vor, aber ich konnte sie nicht zuordnen. Ich war blind… Und jetzt hatte ich endlich Angst. Ich zitterte und knurrte. Und dann war es dämmrig. Es dauerte nur eine Sekunde, und dann konnte wieder sehen. Gegenüber im Zimmer stand meine Familie. Emmet, Carlisle und Jasper, sie standen bereit zur Verteidigung. Hinter ihnen Rose, Esme und Alice. Ihr Anblick erstaunte mich. Es war faszinierend. Sie waren so wunderschön. Ich hatte das Gefühl, ich würde sie zum ersten Mal sehen…Ich löste die Anspannung meiner Muskeln. Meine Familie würde mich beschützen. „Bella?" hörte ich meinen Namen. Er war leise gesprochen, aber ich hörte es so klar und deutlich, diese wunderschöne Stimme. Erstaunt hob ich eine Augsbraue. Ruckartig drehte ich mich in die Richtung, aus der die Stimme kam. Meine schnelle Bewegung veranlasste Emmet, Carlisle und Jasper erneut in Verteidigungsposition zu gehen.
Ich konnte meine Erstaunen nicht verbergen. Vor mir stand der schönste Mann, den ich je gesehen hatte. Edward. Seine Haut war von einem wunderschönen weiß, seine topazfarbenen Augen fesselten mich. Ich erwartete, dass mein Herz einen Satz machte, aber da war nichts. Irritiert stand ich da. Es war alles so neu, es prasselte auch mich nieder. Ich wusste nicht, was ich machen sollte….
Edward würde mir helfen, er hatte es versprochen. Langsam wollte ich einen Schritt auf ihn zu machen. Ich erschrak über meine eigene Geschwindigkeit und sprang zurück an die Wand. Ich war also unberechenbar und gefährlich. Deswegen schützten die Cullens ihre Frauen….sie schützten sie vor mir. Ich könnte sie verletzen. „Bella, hab keine Angst, ich bin hier. Wir helfen dir." Er machte einen vorsichtigen Schritt auf mich zu. Und dann hörte ich das erste Mal meine eigene Stimme und sie jagte mir einen Schauer über den Rücken. War das wirklich meine Stimme? „Edward? Ihr habt Angst vor mir. Ist das der Preis, den ich zahlen muss?" Voller Verzweiflung blickte ich von einem zum anderen. Die Vorstellung war unerträglich, dass sie Angst vor mir hatten. Meine Familie verteidigte sich gegen mich. Ich merkte, wie die Wut in mir brodelte. Das hatten sie mir nicht gesagt. Die Enttäuschung schürte meinen Zorn. Einzig allein Jasper machte einen Schritt auf mich zu. Er spürte wohl meine Erregung. Er kam näher, Stück für Stück. Ich presste mich an die Wand, ich wollte ihn nicht verletzen. Vorsichtig griff er nach meiner Hand und ich spürte, wie meine Wut versank, wie mich die Ruhe einnahm. Mit seiner einnehmenden Stimme klärte er mich auf „Bella, du bist eine Neugeborene. Du hast so viel Kraft und bist doch so unkontrolliert. Du kennst dich, deinen Körper und deine Fähigkeiten noch nicht. Wir haben keine Angst vor dir. Wir sind nur bereit, jederzeit einzugreifen, wenn du die Beherrschung verlierst. Wir lieben dich….und du bist wunderschön". Ich seufzte ergeben und dann kam auch Edward auf mich zu. Er schlang seine Arme um mich, und ich erlebte ein unerkanntes Gefühl. Ich hatte erwartet, ich würde nichts spüren. Keine Vertrautheit, kein Gefühl der Liebe. Aber das, was gerade durch meinen Körper schoß, waren elektrische Schläge. Mir entfuhr ein leiser Schrei und erschrocken entzog ich mich ihm. Ein leises „Autsch, Bella, langsam." liess mich aufhorchen. Ich hatte Edward weh getan. Verunsichert stand ich da und wusste nicht, was ich tun sollte. Wieder erfüllte der Klang meiner Stimme den Raum „Ich dachte nicht, dass ich noch so fühlen würde." Und dann kam es schlagartig zurück. Ich spürte das aufsteigende Brennen in meiner Kehle. Ich hatte Durst, ich war darauf vorbereitet. Aber nicht auf dieses Brennen. „Mein Hals…." Waren die einzigst beiden Worte, die ich heraus bekam.
Dann vernahm ich Alice´s wundervolle Stimme. „Edward, Emmet, Jasper, geht mir ihr jagen. Aber passt gut auf. Sie hat eine Überraschung für euch parat" Sie lachte mich an und bewegte sich als erste völlig entspannt, als sie den Raum verließ.
