Kapitel 3
Elin saß auf dem Rücken ihres schwarzen Pferdes und war in Gedanken versunken. Duwath trabte gleichmäßig durch die saftigen Weiden Rohans zurück nach Edoras, und das sanfte Schaukeln seiner Schritte wirkte beruhigend und nahezu einschläfernd auf Elin. Müde war sie wirklich, denn es war eine lange Nacht gewesen, und erst in den frühen Morgenstunden hatte sie sich etwas hingelegt. Doch auch jetzt konnte sie nicht schlafen, sich nicht entspannen. Zu viele düstere Gedanken quälten sie.
Natürlich hatte sie seit der Entdeckung der Prophezeiung gewusst, dass sie irgendwann weggehen müssen würde, weg aus Rohan. Und doch fühlte sie sich jetzt ganz überrumpelt von den Ereignissen. Noch nie hatte sie versucht sich vorzustellen wie es wäre dieses Land, eigentlich ihre Heimat, zu verlassen, auf eine Reise mit ungewissem Ausgang zu gehen. Traurig strich sie sich eine Strähne ihres schwarzen Haares aus der Stirn und blickte zu Boden.
Gandalf hatte schon längst bemerkt, was in seiner Tochter vorging, und er konnte sie verstehen. Auch er selbst wusste nicht genau, was Elin im schwarzen Land erwarten würde; sie selbst ahnte noch weniger davon. Denn die Prophezeiung selbst sagte nicht viel über Elins Tätigkeiten dort aus, nur dass sie dorthin gehen müsse, um es anderen möglich zu machen. Gandalf hatte einen Plan, oder zumindest eine Idee, doch war es möglich, diese umzusetzen? Wehmütig betrachtete er seine Tochter, wie sie in Gedanken versunken auf ihrem Hengst saß und so klein und zerbrechlich aussah. War Elin dieser Aufgabe gewachsen?
Langsam näherten sie sich Edoras. Das Dach der goldenen Halle leuchtete im hellen Sonnenlicht, die Pferde grasten auf den Weiden, überall waren fröhliche Stimmen zu hören. Bei jedem Lachen verspürte Elin einen Stich in ihrem Herzen, denn ihr war klar, dass sie nicht nur das Land, das sie liebte, verlassen, sondern auch ihre Freunde zurücklassen würde. Ein neues Kapitel ihres Lebens begann.
"Linni!" Ein kleiner Junge von etwa 5 Jahren kam den beiden Reitern entgegen gerannt und konnte gerade noch rechtzeitig anhalten, bevor er mit Duwath zusammenstieß. Der Hengst ließ sich nicht stören und stupste den Jungen nur vorsichtig mit der weichen Schnauze an. Er kannte ihn gut, den kleinen Bruder, der seine Schwester Nia manchmal beinahe zur Verzweiflung trieb. "Linni, wo warst du? Ich hab dich gesucht! Ich hab auf dich gewartet! Ich..." "Nun, Almarian", hörte er eine tiefe Stimme sagen, "ist sie ja wieder zurück." Er blickte auf, ein wenig eingeschüchtert, wie immer, wenn man ihn bei seinem vollen Namen nannte, denn gewöhnlich tat dies nur seine Mutter, wenn sie wütend war, doch der alte Zauberer lächelte nur. Erleichtert wandte er sich wieder Elin zu. "Linni, kommst du? Du hast mir doch versprochen, mit mir zu spielen! Bitte!" Auch Elin musste über den Eifer ihres kleinen Freundes lachen, sah aber dann mit fragendem Blick Gandalf an. Zur großen Freude des Kleinen meinte der Zauberer nur: "Na dann, bis später." Er sah ihr nach, wie sie den Jungen vor sich aufs Pferd setzte und mit ihm davon trabte. Dann wandte er sich ab. Es würde nun seine Aufgabe sein, ihre Abreise vorzubereiten.
Elin saß auf dem Rücken ihres schwarzen Pferdes und war in Gedanken versunken. Duwath trabte gleichmäßig durch die saftigen Weiden Rohans zurück nach Edoras, und das sanfte Schaukeln seiner Schritte wirkte beruhigend und nahezu einschläfernd auf Elin. Müde war sie wirklich, denn es war eine lange Nacht gewesen, und erst in den frühen Morgenstunden hatte sie sich etwas hingelegt. Doch auch jetzt konnte sie nicht schlafen, sich nicht entspannen. Zu viele düstere Gedanken quälten sie.
Natürlich hatte sie seit der Entdeckung der Prophezeiung gewusst, dass sie irgendwann weggehen müssen würde, weg aus Rohan. Und doch fühlte sie sich jetzt ganz überrumpelt von den Ereignissen. Noch nie hatte sie versucht sich vorzustellen wie es wäre dieses Land, eigentlich ihre Heimat, zu verlassen, auf eine Reise mit ungewissem Ausgang zu gehen. Traurig strich sie sich eine Strähne ihres schwarzen Haares aus der Stirn und blickte zu Boden.
Gandalf hatte schon längst bemerkt, was in seiner Tochter vorging, und er konnte sie verstehen. Auch er selbst wusste nicht genau, was Elin im schwarzen Land erwarten würde; sie selbst ahnte noch weniger davon. Denn die Prophezeiung selbst sagte nicht viel über Elins Tätigkeiten dort aus, nur dass sie dorthin gehen müsse, um es anderen möglich zu machen. Gandalf hatte einen Plan, oder zumindest eine Idee, doch war es möglich, diese umzusetzen? Wehmütig betrachtete er seine Tochter, wie sie in Gedanken versunken auf ihrem Hengst saß und so klein und zerbrechlich aussah. War Elin dieser Aufgabe gewachsen?
Langsam näherten sie sich Edoras. Das Dach der goldenen Halle leuchtete im hellen Sonnenlicht, die Pferde grasten auf den Weiden, überall waren fröhliche Stimmen zu hören. Bei jedem Lachen verspürte Elin einen Stich in ihrem Herzen, denn ihr war klar, dass sie nicht nur das Land, das sie liebte, verlassen, sondern auch ihre Freunde zurücklassen würde. Ein neues Kapitel ihres Lebens begann.
"Linni!" Ein kleiner Junge von etwa 5 Jahren kam den beiden Reitern entgegen gerannt und konnte gerade noch rechtzeitig anhalten, bevor er mit Duwath zusammenstieß. Der Hengst ließ sich nicht stören und stupste den Jungen nur vorsichtig mit der weichen Schnauze an. Er kannte ihn gut, den kleinen Bruder, der seine Schwester Nia manchmal beinahe zur Verzweiflung trieb. "Linni, wo warst du? Ich hab dich gesucht! Ich hab auf dich gewartet! Ich..." "Nun, Almarian", hörte er eine tiefe Stimme sagen, "ist sie ja wieder zurück." Er blickte auf, ein wenig eingeschüchtert, wie immer, wenn man ihn bei seinem vollen Namen nannte, denn gewöhnlich tat dies nur seine Mutter, wenn sie wütend war, doch der alte Zauberer lächelte nur. Erleichtert wandte er sich wieder Elin zu. "Linni, kommst du? Du hast mir doch versprochen, mit mir zu spielen! Bitte!" Auch Elin musste über den Eifer ihres kleinen Freundes lachen, sah aber dann mit fragendem Blick Gandalf an. Zur großen Freude des Kleinen meinte der Zauberer nur: "Na dann, bis später." Er sah ihr nach, wie sie den Jungen vor sich aufs Pferd setzte und mit ihm davon trabte. Dann wandte er sich ab. Es würde nun seine Aufgabe sein, ihre Abreise vorzubereiten.
