Kapitel 4
Während Elin mit dem kleinen Almarian zwischen den Häusern unterhalb der goldenen Halle verschwand, betrat Gandalf den Thronsaal, um mit dem König zu sprechen. In der Halle herrschte mildes Dämmerlicht, doch das hinderte ihn nicht daran, wie bei jedem seiner Besuche aufs Neue die wilde Schönheit der Halle zu bewundern. Die Säulen, die das Dach trugen, waren nicht so hoch und schlank wie die der Elben; überhaupt hatte diese Halle nichts Elbisches an sich. Dennoch besaß sie die Macht, mit ihrem Anblick jeden zu verzaubern, der sie das erste Mal erblickte. Die steinernen Wände waren mal mit Holz, mal mit leuchtenden Mosaiken aus bunten Edelsteinen verkleidet, die die Geschichte des Landes zeigten. In beinahe jedem Bild waren Pferde zu erkennen, denn das Pferd war das Wappentier Rohans, die Flagge der Mark zeigte ein silberweißes Pferd auf grünem Grund. Hinter dem Thron des Königs war ein riesiger, gut zwei Mann großer und fast ebenso breiter Wandteppich aus tiefstem Nachtschwarz zu sehen, auf dem mit goldenen Fäden der Stammbaum der Könige von Rohan eingewebt war. Der längste der weitverzweigten Äste des Stammbaumes endete mit einem einzelnen Namen: Théoden. Jener war erst seit kurzer Zeit Herr der Mark und hatte weder Frau noch Kinder.
Gandalf neigte kurz den Kopf, um dem jungen König seine Ehrerbietung zu erweisen, und musterte ihn dann genau. Dichtes Haar in einem warmen Blondton umrahmte ein kantiges, gebräuntes Gesicht, in dem der alte Magier Mut und Entschlossenheit erkannte. Gandalf hatte ihn das letzte Mal kurz vor dem Tode des alten Königs gesehen, und sein bisheriger Eindruck von ihm schien sich nun bestätigt zu haben: Dieser junge Mann war imstande, die Mark zu führen. Er spürte, wie sich Théoden unter seinem scharfen Blick langsam unwohl zu fühlen begann, als fürchtete er, er könnte seine Gedanken lesen. Gandalf beendete seine Musterung und begann zu sprechen.
Am Abend saßen sie an einem prasselnden Lagerfeuer, einige Schritte entfernt von dem Haus, in dem Elin lebte. Naldo hatte es sich nicht nehmen lassen, ihnen frisches Brot, Käse und einen Krug kühles Wasser zu bringen und Elin noch einen wissenden Blick zuzuwerfen, bevor er ging. Mittlerweile war sie beinahe sicher, dass Naldo wusste, dass Gandalf mehr als nur ihr Ziehvater war. Wahrscheinlich ahnte er sogar etwas von ihrem baldigen Aufbruch. Mit der Zeit hatte Elin gelernt, aus den Blicken des alten Dieners einiges herauszulesen. Naldo wusste Bescheid.
Nachdem dieser sich entfernt hatte, wandte sich Elin Gandalf zu, der bis dahin in die flackernden Flammen gestarrt, Naldos Blick aber sehr wohl bemerkt hatte. "Du warst bei Théoden", sagte sie leise, "was hast du ihm gesagt?" Der Zauberer blickte auf. "Nun, ich habe ihn davon überzeugt, dass es für dich nun Zeit ist, Rohan zu verlassen und die anderen Länder Mittelerdes kennenzulernen. Ich habe gesagt, dass ich dir Bruchtal zeigen und dich mit anderen Elben bekannt machen möchte, damit du auch mit der anderen Seite deiner Herkunft vertraut wirst. Es ist wichtig, mehr zu kennen als nur die eine Schneide des Schwertes, denn jedes Schwert hat zwei, so wie alle Dinge eine dunkle und eine helle Seite besitzen."
Er machte eine Pause. "Er hat eingewilligt, dich gehen zu lassen, denn letztendlich ist es doch nur deine Entscheidung, und er besitzt keinerlei Macht darüber. Ein weiser Mann für sein Alter, dieser Théoden." Er blickte seine Tochter an. Der Feuerschein spiegelte sich in ihren dunklen Augen und er glaubte einen Hauch von Traurigkeit darin zu erkennen. Er konnte sie verstehen. "In 4 Tagen ist es an der Zeit aufzubrechen." Elin blickte auf. "Ich...ich möchte mich noch von meinen Freunden verabschieden." Gandalf nickte. Dann stand er auf und verschwand in der Dunkelheit.
Elin blieb allein am Feuer zurück, in Gedanken versunken. Sie betrachtete den Tanz der Flammen, hörte das Holz knacken und spürte den leichten Wind auf ihrer Haut. Es war vollkommen still, nur in der Ferne hörte sie einige Pferde leise schnauben. Die Sterne leuchteten hell; der Mond war nicht zu sehen. Elin blickte sich um, sah die weiten Weiden, das hohe Gras, das im Wind leicht schaukelte, auf die dunklen Silhouetten der Häuser hinter ihr, auf die große Halle von Edoras, deren goldenes Dach im Sternenlicht funkelte. Sie würde Rohan vermissen.
***
Hallo? Ist da jemand am anderen Ende? Oder liest wirklich niemand diese Story? Vielleicht müsste ich mich deutlicher ausdrücken...bitte bitte reviewt doch mal jemand!!! Ich würde mich ganz ganz arg freuen!!!
Während Elin mit dem kleinen Almarian zwischen den Häusern unterhalb der goldenen Halle verschwand, betrat Gandalf den Thronsaal, um mit dem König zu sprechen. In der Halle herrschte mildes Dämmerlicht, doch das hinderte ihn nicht daran, wie bei jedem seiner Besuche aufs Neue die wilde Schönheit der Halle zu bewundern. Die Säulen, die das Dach trugen, waren nicht so hoch und schlank wie die der Elben; überhaupt hatte diese Halle nichts Elbisches an sich. Dennoch besaß sie die Macht, mit ihrem Anblick jeden zu verzaubern, der sie das erste Mal erblickte. Die steinernen Wände waren mal mit Holz, mal mit leuchtenden Mosaiken aus bunten Edelsteinen verkleidet, die die Geschichte des Landes zeigten. In beinahe jedem Bild waren Pferde zu erkennen, denn das Pferd war das Wappentier Rohans, die Flagge der Mark zeigte ein silberweißes Pferd auf grünem Grund. Hinter dem Thron des Königs war ein riesiger, gut zwei Mann großer und fast ebenso breiter Wandteppich aus tiefstem Nachtschwarz zu sehen, auf dem mit goldenen Fäden der Stammbaum der Könige von Rohan eingewebt war. Der längste der weitverzweigten Äste des Stammbaumes endete mit einem einzelnen Namen: Théoden. Jener war erst seit kurzer Zeit Herr der Mark und hatte weder Frau noch Kinder.
Gandalf neigte kurz den Kopf, um dem jungen König seine Ehrerbietung zu erweisen, und musterte ihn dann genau. Dichtes Haar in einem warmen Blondton umrahmte ein kantiges, gebräuntes Gesicht, in dem der alte Magier Mut und Entschlossenheit erkannte. Gandalf hatte ihn das letzte Mal kurz vor dem Tode des alten Königs gesehen, und sein bisheriger Eindruck von ihm schien sich nun bestätigt zu haben: Dieser junge Mann war imstande, die Mark zu führen. Er spürte, wie sich Théoden unter seinem scharfen Blick langsam unwohl zu fühlen begann, als fürchtete er, er könnte seine Gedanken lesen. Gandalf beendete seine Musterung und begann zu sprechen.
Am Abend saßen sie an einem prasselnden Lagerfeuer, einige Schritte entfernt von dem Haus, in dem Elin lebte. Naldo hatte es sich nicht nehmen lassen, ihnen frisches Brot, Käse und einen Krug kühles Wasser zu bringen und Elin noch einen wissenden Blick zuzuwerfen, bevor er ging. Mittlerweile war sie beinahe sicher, dass Naldo wusste, dass Gandalf mehr als nur ihr Ziehvater war. Wahrscheinlich ahnte er sogar etwas von ihrem baldigen Aufbruch. Mit der Zeit hatte Elin gelernt, aus den Blicken des alten Dieners einiges herauszulesen. Naldo wusste Bescheid.
Nachdem dieser sich entfernt hatte, wandte sich Elin Gandalf zu, der bis dahin in die flackernden Flammen gestarrt, Naldos Blick aber sehr wohl bemerkt hatte. "Du warst bei Théoden", sagte sie leise, "was hast du ihm gesagt?" Der Zauberer blickte auf. "Nun, ich habe ihn davon überzeugt, dass es für dich nun Zeit ist, Rohan zu verlassen und die anderen Länder Mittelerdes kennenzulernen. Ich habe gesagt, dass ich dir Bruchtal zeigen und dich mit anderen Elben bekannt machen möchte, damit du auch mit der anderen Seite deiner Herkunft vertraut wirst. Es ist wichtig, mehr zu kennen als nur die eine Schneide des Schwertes, denn jedes Schwert hat zwei, so wie alle Dinge eine dunkle und eine helle Seite besitzen."
Er machte eine Pause. "Er hat eingewilligt, dich gehen zu lassen, denn letztendlich ist es doch nur deine Entscheidung, und er besitzt keinerlei Macht darüber. Ein weiser Mann für sein Alter, dieser Théoden." Er blickte seine Tochter an. Der Feuerschein spiegelte sich in ihren dunklen Augen und er glaubte einen Hauch von Traurigkeit darin zu erkennen. Er konnte sie verstehen. "In 4 Tagen ist es an der Zeit aufzubrechen." Elin blickte auf. "Ich...ich möchte mich noch von meinen Freunden verabschieden." Gandalf nickte. Dann stand er auf und verschwand in der Dunkelheit.
Elin blieb allein am Feuer zurück, in Gedanken versunken. Sie betrachtete den Tanz der Flammen, hörte das Holz knacken und spürte den leichten Wind auf ihrer Haut. Es war vollkommen still, nur in der Ferne hörte sie einige Pferde leise schnauben. Die Sterne leuchteten hell; der Mond war nicht zu sehen. Elin blickte sich um, sah die weiten Weiden, das hohe Gras, das im Wind leicht schaukelte, auf die dunklen Silhouetten der Häuser hinter ihr, auf die große Halle von Edoras, deren goldenes Dach im Sternenlicht funkelte. Sie würde Rohan vermissen.
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Hallo? Ist da jemand am anderen Ende? Oder liest wirklich niemand diese Story? Vielleicht müsste ich mich deutlicher ausdrücken...bitte bitte reviewt doch mal jemand!!! Ich würde mich ganz ganz arg freuen!!!
