... è sempre l'ultima a morire (Die Hoffnung stirbt zu letzt). Finde ich sehr passend für dieses Kapitel vor allem für Sirius. Ich weiss, momentan hänge ich etwas in dieser "Liebes-Geschichte" fest, aber es ist für den späteren verlauf einfach noch relativ wichtig ;-) Zudem sind ja noch einige Jahre vor uns, wo noch genug Action vorkommen wird ^^ Hehe. Hoffe trotzdem, dass ihrs gerne lest, auch wenns etwas gar verwirrend und schnulzig ist ^^ - Aber ich glaube die meisten interessieren sich vordergründig sowieso für den Liebesteil XD Von daher XD Und ich gebe es zu, ich schreibe es gerne hehehe ^^ Luna
Zudem, ich habe echt vor, von nun an wieder regelmässiger zu schreiben. Ich hoffe ihr bleibt meiner armen kleinen Geschichte treu, obwohl ich so eine untreue Tomate bin für meine Leser.
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„Endlich Wochenende", seufzte
Alicia, als sie ihre Tasche neben Sid ins Gras fallen liess.
„Oh
ja, wem sagst du das. Aber das wird bestimmt prima, immerhin können
wir morgen wieder nach Hogsmeade."
„Oh, das lasse ich wohl
ausfallen", Alicia lächelte und setzte sich nun auch zu
ihm.
„Wieso dass denn?"
Alicia lächelte. Sie hatte sich
zwar mit James wieder vertragen, aber trotzdem fühlte sie sich nicht
mehr ganz dazugehörig, wenn sie mit ihm und den anderen zusammen
war. Natürlich hatten sie gefragt, ob sie morgen mit ihnen nach
Hogsmeade gehe, aber eine Antwort war sie ihnen noch schuldig. Sirius
Anwesenheit tat den Rest. Aber es war irgendwie einfach auch zuviel
passiert, als dass jetzt einfach alles von heute auf morgen wieder
normal sein könnte.
„Ach, irgendwie… habe ich nicht so
grosse Lust, immerhin, war ich jetzt schon sooft unten und brauchen
tu ich im Moment auch nichts. Sind ja bald Ferien", sie zwinkerte.
„Trotzdem! Das kannst du nicht ausfallen lassen. Hey, das ist
deine letzte Gelegenheit mit mir nach Hogsmeade zu gehen. Immerhin
bin ich nach dem Sommer nicht mehr hier… und… so eine
Möglichkeit, solltest du echt nicht verstreichen lassen", er
lachte und klappte seinen Zeichenblock zu. Auch wenn sie sich noch
nicht lange kannten, so wusste er doch genug von ihr, dass sie wohl
einfach nicht hinging, weil sie nicht recht wusste mit wem.
Alicia
schüttelte amüsiert den Kopf, nahm ihm seinen Zeichenblock aus der
Hand und fing darin an zu blättern: „Hm… Aber dann gehst du
bestimmt mit Vico und John und ihr gebt dann wohl noch mal alles…
Immerhin, euer letztes Mal."
„Ach quatsch. Wenn du magst,
gehen wir beide. Und dann machen wir den ganzen Tag, nur was du
möchtest", er lächelte sie an und wollte sie etwas aufheitern,
während er ihr dabei zu sah, wie sie seine Zeichnungen studierte.
„Das sieht schön aus", sagte Alicia und schaute sich eine
seiner neuen Zeichnungen an, die sie noch nicht kannte, „so, alles
was ich möchte? Bist du dir sicher, dass du dir das antun möchtest?"
Alicia grinste ihn an.
„Klar, das wird wohl nicht so schlimm
werden und danke."
„Na gut, wenn du meinst. So ein Angebot
kann ich nicht ausschlagen. Aber was ist mit John und Vico? Die
rechnen sicher mit dir."
„Wir können auch alle hin. Ich
dachte einfach, vielleicht hast du keine Lust auf zuviel Trouble. Wie
du möchtest."
„Mir spielts keine Rolle. Frag sie doch einfach
mal, vielleicht haben sie ja eh schon andere Pläne."
„Ok,
ich frag sie heute Abend mal."
„Schön", sie lächelte ihn
an und legte seinen Block wieder hin. „Ich glaub ich geh dann mal
hoch, ich muss noch duschen und meine Aufgaben erledigen, dann muss
ich morgen nicht mehr daran denken."
„Ja, ich sollte auch mal
hoch, wir wollen noch unsere Reise planen.", Sid stand auf und
reichte ihr seine Hand, um sie hoch zu ziehen.
„Danke",
Alicia stand nun auch, „eure Reise?"
„Ja, wir dachten, so
als Abschluss unserer Hogwarts Zeit, wollen wir irgendwo hinfahren.
Einfach so eine Woche irgendwo… Und unseren Abschluss feiern."
„Oh cool. Wisst ihr schon wohin es etwa gehen soll? Oder noch
gar keine Ahnung?"
„Nein, noch gar keine Ahnung. Wir dachten
wir sammeln heute mal die Vorschläge und schauen dann, wo es uns am
besten gefallen würde."
„Das klingt toll. Und, wohin würdest
du am liebsten?", sie ging neben ihm Richtung Schloss hoch.
„Oh,
da gibt es so viele Orte wo ich noch nie war. Ich würde gerne mal
nach Rom. Ich glaube, das muss toll sein."
„Ja, dahin wollte
ich auch schon lange mal. Sollte es Rom werden, musst du mir also
erzählen, wies war", sie gingen die Treppen hoch zum
Gemeinschaftsraum.
„Klar, aber ich denke wir gehen wohl
irgendwo ans Meer oder so. Da ist halt mehr Party und du kennst ja
die anderen, vor allem Vico", er grinste.
„Hehe, ja. Gut,
dann wird's wohl eher so was werden, was. Und was machst du sonst
noch so heute Abend?"
„Das weiss ich noch nicht, tut mir leid.
Also ich weiss noch nicht, wie lange wir heute planen und so.
Sorry."
„Ach, du musst dich nicht entschuldigen", sie
lächelte, „vielleicht sehen wir uns ja noch im Gemeinschaftsraum
oder so." Alicia stieg vor ihm durch das Portraitloch.
„Ja
klar, ich denke schon, aber ich will nichts versprechen."
„Kein
Problem. Also, dann bis später vielleicht bzw. sicher bis morgen."
„Ja, alles klar. Tschüss", er schaut ihr noch kurz nach, wie
sie die Treppe hoch stieg, ging dann aber selber in sein Zimmer.
„Hey, da bist du ja. Gehen wir heute zu den Jungs was
trinken? James hat gefragt", Lily lag bäuchlings auf ihrem Bett
und las sich die Geschichtshausaufgaben durch, „Wir wollen schauen,
was wir morgen alles machen wollen in Hogs."
„Oh.. ich gehe
morgen mit Sid und so runter. Tut mir leid.", sagte Alicia ruhig,
sie wusste, dass es Lily nicht so mochte, das sie mehr Zeit mit den
anderen verbrachte als mit ihr.
„Was? Wieso dass denn? Ich
dachte es war klar, dass wir alle zusammen gehen."
„Sorry,
aber… Also ja, ich dachte es stört euch nicht, wenn ich nicht
mitgehe, ich meine, ja. Ich, hab mich schon mit ihnen verabredet. Ich
wusste nicht, dass ihr mich da eingeplant habt. Ich habe ja gesagt,
ich überlegs mir."
„Ja, aber ich dachte, wenn du nicht
mitgehst, gehst du gar nicht und nicht einfach mit wem anderem. Du
hängst sowieso die ganze Zeit mit ihnen zusammen."
„Wir
verstehen uns einfach gut. Ich weiss nicht. Sie sind wirklich nett.
Sogar Vico, wenn er mal seinen „Lover-Modus" ausstellt."
„Wenn
du meinst. Aber ich finds irgendwie blöd, dass du nicht mitgehst.
Und ich glaube James auch."
„Ach quatsch. Du und James wollt
eh zu zweit sein und Remus und Sirius haben bestimmt auch was anderes
zu tun, als mit mir shoppen zu gehen."
„Wenn du meinst. Aber
kommst du nachher trotzdem noch mit? Wenigstens was trinken? Oder
hast du heute Abend schon was vor?"
„Nein, so schnell kann
ich schon mit."
„Schön, das wird bestimmt lustig."
„Ja,
bestimmt", Alicia lächelte und war sich da aber nicht so ganz
sicher. Jedoch wollte sie Lily nicht jetzt auch noch versetzen und
zudem hatte sie die Hoffnung, am späteren Abend noch Sid und die
anderen zu treffen.
Nachdem Abendessen gingen Lily und Alicia
rüber zu den Jungs. Diese warteten schon und freuten sich auf den
Abend.
„Na, was habt ihr noch so gemacht?", James lächelte
und küsste Lily kurz.
„Wir haben noch die Aufgaben zu ende
gemacht, jetzt haben wirs durch und sind völlig stressfrei fürs
Wochenende", sie lächelte ihn an.
„Genau", sagte Alicia,
„Hallo"
„Hallo", Remus guckte zu ihr rüber. Aus Sirius'
Richtung nahm sie ein grummelndes „Hi" war.
Sirius war immer
noch mit Amina zusammen. Er hatte zwar immer wieder mit James darüber
gesprochen, dass er endlich mit ihr Schluss machen wollte, aber er
brachte es trotz allem nicht über sich. Dabei ging es ihm zwar nicht
um ihre Gefühle, aber es war einfach so, dass Amina einen gewissen
Schutzmantel um ihn legte und ihn gegen Alicia irgendwie weniger
verwundbar machte. Er dachte zwar die meiste Zeit nur an Alicia und
vermisste sie, aber er wusste auch, dass sie ihm nicht vergeben
würde. Wieso sollte sie auch.
„Wollt ihr was trinken?",
James fragte, hatte aber, bevor überhaupt die Antwort kam, schon die
Biere in der hand und hielt sie den Mädchen hin, „Habt ihr schon
überlegt, wo wir morgen hinwollen?"
„Danke", sagte Alicia
und setzte sich dann auf James' Bett und trank einen Schluck.
„Also… Alicia geht nicht mit", sagte Lily.
„Wieso
nicht? Willst du etwa hier bleiben?"
„Nein, aber ich gehe
schon mit wem anderem, tut mit leid."
„Bestimmt mit diesen
Idioten aus der Siebten.", murrte Sirius aus seiner Ecke.
„Was
hats dich zu interessieren?! Du gehst ja sowieso mit deinem
Betthäschen."
„Oh bist du etwa eifersüchtig, dass ich nicht
mit dir hingehe?"
Remus verdrehte die Augen. Er fand es
unerträglich mit Alicia und Sirius in einem Raum zu sein. Soviel
Spannung wie zwischen den beiden in der Luft lag, war einfach nicht
mehr normal. Bei jedem Satz merkte man doch, wie eifersüchtig der
eine auf den anderen war. Jedenfalls bemerkten das wohl alle, ausser
sie selbst.
„Ja natürlich. Ich will mich unbedingt von dir
hinter der heulenden Hütte abschleppen lassen. Yeah… genau das
fehlt mir noch für ein perfektes Wochenende."
„Wusst ichs
doch. Dieser Vico kanns dir wohl nicht richtig…"
„Spielt
doch keine Rolle, dann machen wir das nächste Wochenende was
zusammen", fiel James ihm ins Wort. Nicht nur Remus fand es
unglaublich anstrengend mit ihnen. James und Lily ging es genau so.
Und wenn sie sich das so anhörten, waren sie ganz froh, dass morgen
nur Sirius mitging. Die beiden zusammen waren einfach wirklich
anstrengend. So gern sie auch wollten, dass es war wie früher, sie
spürten auch, dass es im Moment überhaupt nicht so war.
Alicia
kniff die Augen zusammen und funkelte Sirius kurz böse an, trank
dann aber einen Schluck aus ihrer Flasche und versuchte sich mit
anderen Gedanken abzulenken.
„Ja, wir können ja überlegen,
was wir nächste Woche machen wollen?", schlug Lily vor und
lächelte in die Runde.
„Danke, aber ich geh jetzt, dann könnt
ihr euren Tag morgen planen. Und wegen nächstem Wochenende, ich
schliess mich euch einfach an", Alicia stellte ihr Bier zur Seite
und Sirius' blosse Anwesenheit brachte ihr Blut zum kochen. Sie
wollte nur noch weg.
„Wo gehst du denn jetzt hin?", fragte
Lily und zog eine Augenbraue hoch.
„Ich wollte noch baden
gehen. Viel Spass noch." Alicia lächelte kurz und ging dann wieder
in den Gemeinschaftsraum. Sie überlegte kurz, ob sie gleich in ihren
Schlafsaal sollte oder vielleicht doch Baden. Eigentlich war das ja
nur irgendeine Ausrede gewesen, aber sie fand, dass man sich dabei
wohl gut entspannen konnte. Sie ging kurz hoch zu ihrem Zimmer um
sich ein Buch zu holen und als sie unten gerade durch das
Portraitloch kriegen wollte, hörte sie Sids Stimme hinter sich:
„Hey, da bist du ja."
Alicia drehte sich um und war irgendwie
einfach froh ihn zu sehen.
„Aber ich will dich nicht aufhalten,
ich war nur gerade hier um zu schauen ob du vielleicht hier bist und
wollte dich fragen ob du mit uns was trinken willst. Also Vico und
mich meine ich."
„Oh, ich wollte nur gerade baden gehen…
Aber ich, also ja, hört sich nett an", Alicia lächelte.
„Prima,
du hast ja heute schon geduscht, da lass ich das durchgehen", er
grinste sie an und deutet ihr dann, dass sie ihm folgen solle.
Unten
angekommen wartete schon Vico auf die beiden. Er hatte die Betten so
zusammen geschoben, dass sie es sich alle wunderbar gemütlich machen
konnten. Das Bier und natürlich auch eine Flasche mit Whiskey
standen griffbereit daneben. Sogar Chips hatten sie besorgt. Alicia
zog ihre Schuhe aus und setzte sich auf die Betten.
„Da hat er
dich ja doch noch gefunden", grinste Vico sie an und setzte sich zu
ihr, „was darf ich dir anbieten? Bier, Whiskey? Mich?" Er grinste
sie charmant an, aber eher auf die lustige Weise, immerhin
unternahmen sie in letzter Zeit öfter was.
„Ich denke für den
Anfang nehme ich das Bier", zwinkerte sie.
„Gute Wahl, erst
das Bier, dann den Whiskey, dann mich, gefällt mir", er
schmunzelte und drückte Sid auch eine Flasche in die Hand.
„Also,
wenn ich euch störe, dann müsst ihr mir das nur sagen", lachte
dieser, prostete Vico und Alicia zu und trank dann einen
Schluck.
„Ihr spinnt doch beide", lachte Alicia und tat es Sid
dann gleich.
„Spinnen… Hat sie gerade spinnen gesagt?",
fragte Vico gespielt entsetzt.
„Ich fürchte ja."
„Mein
armes Herz… Ich war noch nie so tief getroffen", Vico simulierte
einen Schwächeanfall, erholte sich aber schnell und lachte.
Der
Abend wurde wirklich immer lustiger und die drei waren ziemlich
schnell bei guter Laune. Sie hatten mittlerweile vom Bier zum Whiskey
gewechselt und lachten nur noch Tränen. Plötzlich klapperte etwas
an der Scheibe des Schlafsaales. Sid schaute erstaunt auf, ging zum
Fenster und liess die Eule rein, welche einen Brief für ihn dabei
hatte.
„Bestimmt seine Freundin", grinste Vico und zwinkerte
Alicia zu.
„Er hat eine Freundin?", fragte sie und versuchte
möglichst unerstaunt zu klingen. Sie mochte Sid, aber sie war nicht
verliebt. Trotzdem verwunderte es sie, dass er eine Freundin hatte,
er hatte sie ihr gegenüber nicht erwähnt.
„Ja, er hat sie
letzten Sommer im Urlaub kennengelernt. Sie wohnt irgendwo in
Südamerika. Chile? Peru? Oder so", er grinste.
„Ooh.. wow..
nicht schlecht." Alicia nahm noch einmal einen grossen Schluck aus
der Flasche.
„Panama, du Penner", grinste Sid und setzte sich
auf das Fussende der zusammen geschobenen Betten und faltete den
Brief auseinander.
„Ich meine natürlich Panama", grinste
Vico und nahm Alicia die Flasche aus der Hand, „Aber das traurige
für uns ist, dass wir ihn jetzt wohl verloren haben. Er wird sich
jetzt wohl ihren Worten hingeben und danach einen 1000-seitigen Brief
an sie zurück schicken." Er grinste kurz und gab ihr die Flasche
zurück und legte sich wieder hin.
„Sei nicht so dramatisch",
grinste Sid, las aber schon seinen Brief, „ich schreibe nur
schnell. Lasst euch nicht stören."
„Liebe muss schön sein
was?", Alicia stimmte Vicos Worten zu, trank noch etwas und legte
sich dann neben ihn, ihren Kopf auf seiner Schulter. Sie fragte sich,
wieso Sid ihr nie erzählt hatte, dass er eine Freundin hatte.
Vielleicht dachte er, sie würde sich dann nicht mehr mit ihm
abgeben.
„Deine Haare riechen gut", grinste Vico und hatte
eine ihrer Strähnen zwischen seinen Fingern. Er war genau so
betrunken wie sie und säuselte etwas vor sich hin.
„Soll ich
euch dahinten allein lassen?", grinste Sid über seinen Brief
gebeugt. Er hatte den Rücken zu ihnen und schrieb.
„Nein, er
riecht nur an meinen Haaren", grinste Alicia.
„Einwenig
störst du schon, ja." Vico grinste, meinte dies aber nicht
wirklich ernst. Natürlich hätte er sich etwas Schlimmeres
vorstellen können als mit Alicia allein zu sein, aber er wusste,
dass sie sich nicht für ihn interessierte, zumindest nicht so.
Jedenfalls nahm er dies an.
„Du solltest was essen Vico, sonst
hast du morgen einen ganz furchtbaren Kater."
„Erstaunlich,
dass er gleichzeitig schreiben, uns zu hören und mit uns reden
kann", stellte Alicia fest.
„Ich bin eben ein Multitalent,
hehe", Sid schrieb unbeirrt weiter. Er war es sich gewohnt, dass
wenn er schrieb oft eine Menge um ihn rum los war. Er hatte selten
wirklich Ruhe, ausser er zog sich wirklich zurück.
„Wer weiss,
vielleicht schreibt er gar nicht wirklich, das können wir von
unserer Position aus gar nicht beurteilen, vielleicht führt er uns
bloss an der Nase herum", er grinste, legte dann einen Arm um
Alicia, es war einfach bequemer so.
„Stimmt, ich täusche alles
nur vor", Sid amüsierte sich. Er hatte zwar genau soviel getrunken
wie die anderen, aber die Post von Übersee hatte seine Gehirnzellen
irgendwie wieder etwas ernüchtert.
„Hm, die arme Freundin
kriegt wohl nur irgendwelches Gekritzel, statt lieber Worte",
lachte sie und kuschelte sich etwas an. Ihre Augen waren schon
schwer, der Alkohol hatte sie wirklich müde gemacht.
„Macht
euch darüber mal keine Sorgen", Sid schrieb unbeirrt weiter.
„Bist du müde?", lächelte Vico und zog etwas die Decke über
sie.
„Einwenig… soviel getrunken", grinste sie süss etwas
an ihm hoch und kicherte.
„Ja, war ne ganze Menge"
„Ja,
schaut mal, dass ihrs morgen überhaupt nach Hogs schafft."
„Keine
Sorge, ich bin trinkfest und Alicia päppeln wir schon auf", lachte
Vico.
„Mhm", gab Alicia noch leise von sich, bevor sie etwas
einnickte. Es war gerade einfach gemütlich und der Alkohol tat
seinen Rest.
Sid drehte sich um. „Na da dreht man euch mal 5
Minuten den Rücken zu und ihr seid da schon am Kuscheln?", er
lachte.
„Sie war das, nicht ich", Vico schaut unschuldig aus
der Wäsche.
„Ist ja egal", Sid band der Eule den Brief ans
Bein und schickte sie wieder hinaus in die Nacht, „was machen wir
jetzt?" Er grinste und sah, dass Alicia mittlerweile wirklich
eingeschlafen war.
„Meinetwegen kann sie bei mir schlafen",
lachte Vico unschuldig.
„Ja, das hab ich mir schon gedacht",
Sid schüttelte belustigt den Kopf, „aber mein Bett steht sowieso
neben deinem und ohne sie zu wecken, schaff ichs nicht, das wieder an
seinen Platz zu stellen. Also denke ich, ist das ok, wenn ich auch
mit im Bett bin."
„Jaja, du gönnst mir aber auch gar nichts";
lachte Vico, „Mach lieber mal die Lichter aus, ich bin nämlich
auch echt müde."
„Stimmt, so langsam bin ich auch reif fürs
Bett." Sid machte die Lampen aus, die noch brannten und legte sich
dann in sein Bett.
„Sid?"
„Ja?", flüsterte dieser
leise zurück.
„Wieso hast du ihr nichts von Juana
erzählt?"
„Ich weiss nicht, kam nicht dazu. Wieso fragst
du?"
„Na, ich mein nur, weil Alicia wohl ziemlich überrascht
war."
„Hm, irgendwie gabs einfach nicht die Gelegenheit dazu.
Ich wusste nicht, ob sie was von einer Freundin wissen wollte und ich
fands nicht so wichtig. Wir sind ja nur befreundet."
„Ich
wollts nur wissen.", fragte Vico und streichelte im Dunkeln etwas
Alicias Rücken.
„Mach dir keine Sorgen Vico. Ich steh nicht
auf Alicia. Sie ist süss und alles, aber wir sind nur Kumpels."
„Ich
mach mir keine Sorgen", Vico musste etwas schmunzeln.
„Dann
ist ja gut. Also gute Nacht.", Sid drehte sich um döste relativ
schnell ein.
Sirius lag noch wach in seinem Bett. Er
hatte die Decke über den Kopf gezogen und sah sich gerade die Karte
an, seinen Zauberstab erleuchtete sie.
Er sah Alicias Name, der
immer noch im Schlafsaal der anderen war und beobachtete, wie sich
die anderen Jungen, jetzt auch vom Gemeinschaftsraum in ihren
Schlafsaal zurückzogen. Er konnte es einfach nicht glauben, dass
Alicia deren Anwesenheit scheinbar mehr genoss als mit ihnen etwas zu
unternehmen. Er wusste zwar, dass es anstrengend war, weil sie beide
nicht auf den Mund gefallen waren, aber so schlimm fand er es auch
nicht. Früher hatten sie sich auch immer angegiftet und es hatte sie
nicht so gestört.
Es war für ihn bisher immer irgendwie ein
Beweis gewesen, dass sie ihn noch mochte, wenn sie sich gleich so
wehrte oder gar beleidigt war, aber jetzt wo er sah, dass sie sogar
vor ihm flüchtete und lieber mit den anderen etwas machte, wurde ihm
langsam klar, dass sie sich wohl wirklich von ihm losreissen wollte.
Ihn hinter sich lassen.
Er seufzte leise. Er konnte es nicht
ändern. Er liebte sie. Immer noch und er wusste, dass er sie wohl
immer lieben würde. Er wusste auch, dass der erste Schritt wäre,
dass er erstmal mit Amina Schluss machte, aber wieso sollte er? Er
konnte bei Alicia nicht landen und es war bequem mit Amina. Sie hing
an ihm und es war praktisch, dass immer jemand zur Stelle war.
Sirius
wusste, dass er irgendwas tun musste, er wusste nur nicht was. Er
wusste nur, dass er irgendwann mit Alicia glücklich sein wollte. Nur
mit ihr. Er hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch wenn er
noch keinen Ansatz gefunden hatte, sie umzusetzen.
Alicia
wachte auf, als einer der anderen Jungen sich den Fuss an seinem
Bettfuss stiess. Sie rieb sich kurz über die Augen und versuchte
sich umzusehen, aber es war zu dunkel. Sie spürte jedoch Vicos Arm
um sich und seinen Körper nahe an ihrem. Irgendwie gefiel ihr das.
Sie wusste nicht, ob sie es dem Alkohol zuzuschreiben hatte, aber
irgendwie zog Vico sie gerade ziemlich an.
„Aufgewacht?",
flüsterte ihr Vico ganz leise ins Ohr und er hatte gemerkt, wie sie
zusammen gezuckt war.
„Ja", flüsterte sie leise.
„Dann
schnell wieder einschlafen", murmelte er und streichelte ihr sanft
über die Wange.
Alicia wusste nicht, ob es einfach eine seiner
Maschen war oder ob er wirklich irgendwie etwas Zuneigung für sie
empfand, aber sie konnte nicht leugnen, dass es gerade einfach
irgendwie schön war.
„Ich versuchs", sie kuschelte sich
etwas enger an ihn und seufzte leise.
„Gut, schlaf schön",
er hauchte ihr einen ganz sanften, kleinen Kuss auf die Wange.
Alicia lächelte. Sie war immer wieder erstaunt, wie Vico war,
wenn sonst niemand in der Nähe war ausser sie, Sid oder John.
Die
ganzen Jahre über, die sie ihn in Hogwarts erlebt hatte, war er ein
Aufreisser gewesen und ein Grossmaul. Aber im Grunde, wenn man ihn
besser kannte, merkte man, dass er gar nicht so war. Es war nur eine
Fassade. Wovor er sich damit verstecken wollte, dass wusste sie
nicht, aber er spielte es glaubwürdig, für jeden den ihn nicht
wirklich kannte.
