Versteckte Liebe
(Kapitel 16)
Severus hatte in seiner letzten Stunde, Geschichte der Zauberei, schon nicht mehr ruhig sitzen können. Normalerweise wäre es zwar aufgefallen, wenn ein Schüler wie Severus derart hyperaktiv zu sein schien, doch in Geschichte der Zauberei schliefen sowieso viele und alle anderen waren anderweitig beschäftigt. Allenfalls Prof. Binns hätte es merken können, aber dessen Geist befand sich, wie Severus fand, genau wie sein Körper, fast immer auf einer anderen Ebene.
Endlich erlöste die Stundenklingel Severus von seinen Qualen.
Blitzschnell hatte er sich seine gepackte Tasche unter den Arm geklemmt, flüsterte Lydia noch ein "Bis später!" zu und verließ hastig den Unterrichtsraum.
Er rannte die Treppen zum Gemeinschaftsraum hinunter, schleuderte seine Tasche in den Schlafsaal, den er mit Lucius Malfoy bewohnte und verließ die Räume der Slytherins wieder.
Er lief zielstrebig quer durchs Schloss, immer darauf bedacht nicht von irgendeinem Lehrer erwischt zu werden, bis er dann beim Südturm angekommen war. Er stieg eilig die Treppen hoch, sah sich nochmals um und öffnete dann eine kleine Luke, durch die er in einen kleinen, geheimen Raum gelangte. Gerade als er die Luke von oben wieder verschloss, legte jemand von hinten seine Arme um ihn.
"Was bist du denn so außer Atem?", flüsterte ihm Kai leise ins Ohr.
"Nun, Prof. McGonagall und meine hochgeschätzte Hauslehrerin haben eines gemeinsam:", erklärte Severus ohne sich umzudrehen, "Beide machen es einem Schüler unheimlich schwer unbemerkt durchs Schloss zu kommen."
"Na, da hab' ich aber ein Glück, dass du es geschafft hast.", grinste Kai und zog Severus mit auf ihren bereits ausgebreiteten Umhang.
Severus grinste zurück und fragte:
"Hab' ich dich zu lange warten lassen oder warum hast du es so eilig?"
"Nein," antwortete Kai und sah ihn verschmitzt an, "aber ich hab' dich vermisst und außerdem bin ich, glaube ich, sehr schmusebedürftig heute."
"Na, wenn das so ist..."
Severus beugte sich zu ihr herunter und küsste sie. Sie ließ sich darauf ein und intensivierte den Kuss, der trotz der mitschwingenden Leidenschaft doch irgendwie noch von einer zärtlichen Naivität geprägt war.
Nach einiger Zeit brach Severus den Kuss aber ab, strich Kai sanft eine Strähne aus dem Gesicht und sagte:
"Vielleicht sollten wir das ganze etwas verlagern, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das momentan sehr bequem ist."
"Da das Argument schlüssig ist," erklärte Kai gekünstelt, "stimme ich dem zu."
Somit zogen sie sich in die hintere Ecke de Raumes zurück, wo sie sich mit ein paar weichen Matratzen und vielen kleinen und großen Kissen eine richtige Kuschelecke geschaffen hatten. Dort legten sie sich hin und Kai kuschelte sich dicht an ihn.
Sie trafen sich fast jeden Abend hier und oft lagen sie einfach hier, tauschten kleine Zärtlichkeiten aus und sprachen über Gott, die Welt und Hogwarts.
"Sag mal," fragte Severus, während seine Hand langsam an ihrem Oberarm hinunterglitt, "vermissen dich deine Ravenclaw-Kameraden eigentlich nicht, wenn du fast jeden Abend verschwindest? Ich dachte in den anderen Häusern kümmert man sich umeinander."
"Nun," Kai legte ihre Hand auf seine Brust, "ich bin ja schon als Streberin verschrien und somit fragt eigentlich keiner mehr nach, sofern es überhaupt jemand merkt. Und wenn doch jemand fragt, dann bin ich offiziell in der Bibliothek."
"Verwegen.", bemerkte Severus und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"Und du?", fragte Kai. "Ich dachte, du stehst unter Beobachtung. Und ich meine nicht Professor McGonagall und Professor Corsus."
"Das hat sich eigentlich relativ gelegt. Seit Eduard Cortulus Vertrauensschüler ist, hat sich das gelockert. Außerdem habe ich Lucius aufgebunden, ich würde Gryffindor ausspionieren. Ab und zu lasse ich ihm ein paar harmlose Infos zukommen und wenn er das erzählt, wird das geglaubt. So ist das eben mit Malfoy."
"So, du bist also aus Spionagezwecken hier!", neckte Kai. "Wollt wohl mal wieder ein Quidditch-Spiel gewinnen, wie?"
"Klar!"
Severus stieg auf das Spiel ein, drehte sie auf den Rücken und drückte sie mit sanfter Gewalt in die Kissen zurück.
"Und ich wette, du wirst mir auch alles sagen."
Damit beugte er sich runter und begann ihren Hals zu küssen. Von ihr nahm er prompt ein leises Stöhnen war.
Das war die andere, seltener vorkommende, aber umso schönere Variante ihrer Treffen.
Ein paar Wochen nachdem sie sich auf dem großen Fest ihre Gefühle gestanden hatten, waren die beiden das erste Mal bis zum Äußersten gegangen. Doch trotz einer gewissen Erfahrung, die sich bei den beiden mittlerweile eingestellt hatte, hatte ihre Art sich zu lieben nichts an Zärtlichkeit oder Gefühl verloren.
Sie genossen und liebten es sich gegenseitig ganz zu spüren und auch danach blieben sie oft noch Stunden zusammen in eine Decke gehüllt dort und genossen die Nähe des anderen.
"Severus?"
Sie sah zu ihm auf.
"Würdest du mir etwas versprechen?"
"Du weißt, ich würde dir alles versprechen, Kai, was ich nur zu halten vermag."
"Versprichst du mir,..."
Nun trennten nur noch ein paar Zentimeter ihre Gesichter voneinander.
"Versprichst du mir, dass du mich nie allein lassen wirst?"
"Kai, ich werde dich nie allein lassen. Und wenn ich körperlich nicht bei dir sein kann, dann glaube mir, dass meine Gedanken nur dir gehören, denn..."
Und dann kamen die magischen Worte:
"...ich liebe dich."
*******************
Ja, die Zeit mit Kai war wie ein Traum und wenn er heute zurückdachte, hätte er mehr Zeit dafür nutzen sollen.
Doch es gab noch andere Verpflichtungen.
'Man kann sich ja die Nächte auf die eine oder andere Art um die Ohren hauen.', dachte er und seine Gedanken streiften ab in einen kleinen Raum im Schloss, in dem er zusammen mit James, Peter, Sirius und Lydia den Animaguszauber geübt hatte.
'Wir wussten ja, dass es gefährlich war.', gestand sich Severus ein. 'Erst mal muss man es schaffen sich komplett in ein Tier zu verwandeln und dann auch noch die Kontrolle darüber zu haben, um nicht zu einer Bestie zu mutieren.'
Ja, ja, in diesem Raum waren schon turbulente Dinge vorgegangen.
(Kapitel 16)
Severus hatte in seiner letzten Stunde, Geschichte der Zauberei, schon nicht mehr ruhig sitzen können. Normalerweise wäre es zwar aufgefallen, wenn ein Schüler wie Severus derart hyperaktiv zu sein schien, doch in Geschichte der Zauberei schliefen sowieso viele und alle anderen waren anderweitig beschäftigt. Allenfalls Prof. Binns hätte es merken können, aber dessen Geist befand sich, wie Severus fand, genau wie sein Körper, fast immer auf einer anderen Ebene.
Endlich erlöste die Stundenklingel Severus von seinen Qualen.
Blitzschnell hatte er sich seine gepackte Tasche unter den Arm geklemmt, flüsterte Lydia noch ein "Bis später!" zu und verließ hastig den Unterrichtsraum.
Er rannte die Treppen zum Gemeinschaftsraum hinunter, schleuderte seine Tasche in den Schlafsaal, den er mit Lucius Malfoy bewohnte und verließ die Räume der Slytherins wieder.
Er lief zielstrebig quer durchs Schloss, immer darauf bedacht nicht von irgendeinem Lehrer erwischt zu werden, bis er dann beim Südturm angekommen war. Er stieg eilig die Treppen hoch, sah sich nochmals um und öffnete dann eine kleine Luke, durch die er in einen kleinen, geheimen Raum gelangte. Gerade als er die Luke von oben wieder verschloss, legte jemand von hinten seine Arme um ihn.
"Was bist du denn so außer Atem?", flüsterte ihm Kai leise ins Ohr.
"Nun, Prof. McGonagall und meine hochgeschätzte Hauslehrerin haben eines gemeinsam:", erklärte Severus ohne sich umzudrehen, "Beide machen es einem Schüler unheimlich schwer unbemerkt durchs Schloss zu kommen."
"Na, da hab' ich aber ein Glück, dass du es geschafft hast.", grinste Kai und zog Severus mit auf ihren bereits ausgebreiteten Umhang.
Severus grinste zurück und fragte:
"Hab' ich dich zu lange warten lassen oder warum hast du es so eilig?"
"Nein," antwortete Kai und sah ihn verschmitzt an, "aber ich hab' dich vermisst und außerdem bin ich, glaube ich, sehr schmusebedürftig heute."
"Na, wenn das so ist..."
Severus beugte sich zu ihr herunter und küsste sie. Sie ließ sich darauf ein und intensivierte den Kuss, der trotz der mitschwingenden Leidenschaft doch irgendwie noch von einer zärtlichen Naivität geprägt war.
Nach einiger Zeit brach Severus den Kuss aber ab, strich Kai sanft eine Strähne aus dem Gesicht und sagte:
"Vielleicht sollten wir das ganze etwas verlagern, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das momentan sehr bequem ist."
"Da das Argument schlüssig ist," erklärte Kai gekünstelt, "stimme ich dem zu."
Somit zogen sie sich in die hintere Ecke de Raumes zurück, wo sie sich mit ein paar weichen Matratzen und vielen kleinen und großen Kissen eine richtige Kuschelecke geschaffen hatten. Dort legten sie sich hin und Kai kuschelte sich dicht an ihn.
Sie trafen sich fast jeden Abend hier und oft lagen sie einfach hier, tauschten kleine Zärtlichkeiten aus und sprachen über Gott, die Welt und Hogwarts.
"Sag mal," fragte Severus, während seine Hand langsam an ihrem Oberarm hinunterglitt, "vermissen dich deine Ravenclaw-Kameraden eigentlich nicht, wenn du fast jeden Abend verschwindest? Ich dachte in den anderen Häusern kümmert man sich umeinander."
"Nun," Kai legte ihre Hand auf seine Brust, "ich bin ja schon als Streberin verschrien und somit fragt eigentlich keiner mehr nach, sofern es überhaupt jemand merkt. Und wenn doch jemand fragt, dann bin ich offiziell in der Bibliothek."
"Verwegen.", bemerkte Severus und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"Und du?", fragte Kai. "Ich dachte, du stehst unter Beobachtung. Und ich meine nicht Professor McGonagall und Professor Corsus."
"Das hat sich eigentlich relativ gelegt. Seit Eduard Cortulus Vertrauensschüler ist, hat sich das gelockert. Außerdem habe ich Lucius aufgebunden, ich würde Gryffindor ausspionieren. Ab und zu lasse ich ihm ein paar harmlose Infos zukommen und wenn er das erzählt, wird das geglaubt. So ist das eben mit Malfoy."
"So, du bist also aus Spionagezwecken hier!", neckte Kai. "Wollt wohl mal wieder ein Quidditch-Spiel gewinnen, wie?"
"Klar!"
Severus stieg auf das Spiel ein, drehte sie auf den Rücken und drückte sie mit sanfter Gewalt in die Kissen zurück.
"Und ich wette, du wirst mir auch alles sagen."
Damit beugte er sich runter und begann ihren Hals zu küssen. Von ihr nahm er prompt ein leises Stöhnen war.
Das war die andere, seltener vorkommende, aber umso schönere Variante ihrer Treffen.
Ein paar Wochen nachdem sie sich auf dem großen Fest ihre Gefühle gestanden hatten, waren die beiden das erste Mal bis zum Äußersten gegangen. Doch trotz einer gewissen Erfahrung, die sich bei den beiden mittlerweile eingestellt hatte, hatte ihre Art sich zu lieben nichts an Zärtlichkeit oder Gefühl verloren.
Sie genossen und liebten es sich gegenseitig ganz zu spüren und auch danach blieben sie oft noch Stunden zusammen in eine Decke gehüllt dort und genossen die Nähe des anderen.
"Severus?"
Sie sah zu ihm auf.
"Würdest du mir etwas versprechen?"
"Du weißt, ich würde dir alles versprechen, Kai, was ich nur zu halten vermag."
"Versprichst du mir,..."
Nun trennten nur noch ein paar Zentimeter ihre Gesichter voneinander.
"Versprichst du mir, dass du mich nie allein lassen wirst?"
"Kai, ich werde dich nie allein lassen. Und wenn ich körperlich nicht bei dir sein kann, dann glaube mir, dass meine Gedanken nur dir gehören, denn..."
Und dann kamen die magischen Worte:
"...ich liebe dich."
*******************
Ja, die Zeit mit Kai war wie ein Traum und wenn er heute zurückdachte, hätte er mehr Zeit dafür nutzen sollen.
Doch es gab noch andere Verpflichtungen.
'Man kann sich ja die Nächte auf die eine oder andere Art um die Ohren hauen.', dachte er und seine Gedanken streiften ab in einen kleinen Raum im Schloss, in dem er zusammen mit James, Peter, Sirius und Lydia den Animaguszauber geübt hatte.
'Wir wussten ja, dass es gefährlich war.', gestand sich Severus ein. 'Erst mal muss man es schaffen sich komplett in ein Tier zu verwandeln und dann auch noch die Kontrolle darüber zu haben, um nicht zu einer Bestie zu mutieren.'
Ja, ja, in diesem Raum waren schon turbulente Dinge vorgegangen.
