Anmerkung von Tasha: Tja, wie ich schon ankündigte, "etwas" länger.


Ein Kopf in Hogsmeade

(Kapitel 72)

Völlig in Überlegungen versunken, wie er seine Überwachung genau anstellen wollte, wanderte Severus durch das Schloss, bis er an seinem Büro ankam, vor welchem zu seiner Überraschung Draco Malfoy auf ihn wartete.

„Professor!", rief dieser sofort, als er ihn sah. „Professor, ich habe Potter gesehen, er war in Hogsmeade!"

‚Womit wir beim Thema wären.', seufzte Severus innerlich, betrat aber äußerlich abgeklärt mit Malfoy das Büro.

„Professor, da muss doch sofort etwas unternommen werden!", ereiferte sich der Junge weiter, beinahe ohne Luft zu holen.

„Beruhigen Sie sich, Mr Malfoy, und reden Sie nicht so wirr durcheinander.", verlangte Severus und bedeutete dem Jungen sich zu setzen. „Nun erzählen Sie einmal langsam und geordnet, was Sie gesehen haben."

„Crabbe, Goyle und ich waren an der Heulenden Hütte," begann Malfoy, nachdem er Luft geholt hatte, „zu Bildungszwecken."

‚Aber sicher!', dachte sich Severus, verkniff sich jedoch jede Reaktion.

„Und?", fragte er.

„Und dort haben wir Weasley getroffen," fuhr Malfoy fort, „Potters Weasley. Er war allein und deshalb wollten wir uns mit ihm unterhalten."

‚Diese Art von Unterhaltung kann ich mir lebhaft vorstellen. Allgemein würde man das wahrscheinlich beleidigen nennen.'

„Naja, wir haben ihn also angesprochen und plötzlich flog mir eine Hand voll Schlamm in den Nacken!", berichtete Malfoy weiter und steigerte sich wieder in die anfängliche Aufregung hinein. „Auch Crabbe und Goyle haben solche Attacken dann aus dem Nichts getroffen und plötzlich tauchte ein Teil von Potter auf!"

„Ein Teil?", fragte Severus nach, unsicher, ob der Junge sich nur versprochen oder es wirklich so gemeint hatte.

„Ja, Professor!", bestätigte dieser jedoch. „Es war nur sein Kopf! Der schwebte da und dann war er plötzlich wieder weg! Wir haben uns dann auf den Rückweg gemacht, um Ihnen sofort Bericht zu erstatten."

‚So kann man natürlich auch ausdrücken, dass ihr panisch vor Angst das Weite gesucht habt.', dachte Severus amüsiert.

„Gut, Mr Malfoy, wenn das alles war, dann gehen Sie nun in Ihrem Gemeinschaftsraum."

„Was werden Sie nun unternehmen, Professor Snape, Sir?", fragte Malfoy neugierig nach.

„Ich werde mich mit Mr Potter unterhalten.", antwortete Severus. „Wir werden sehen, was er dazu zu sagen hat."

Der hinterhältige Blick, den er dabei aufsetzte, reichte anscheinend, um seinem Schüler die Gewissheit zu geben, Harry Potter würde sein blaues Wunder erleben, denn der junge Slytherin verließ das Büro seines Hauslehrers ohne ein weiteres Wort.

Severus verließ direkt nach ihm das Büro und schlug den Weg zur einäugigen Hexe ein. Harry würde sich beeilen zurückzukommen, denn er konnte sich ja vorstellen, was Malfoy nach diesem Anblick unternehmen würde. Doch von der Heulenden Hütte zum Honigtopf war es ein ziemliches Wegstück und somit ging Severus davon aus, dass Harry es noch nicht früher zurück geschafft hatte.

Dass seine Rechnung aufgegangen war, bemerkte Severus mit Genugtuung, als er das Geräusch von schiebendem Gestein im Gang hörte und bei seiner Ankunft Harry Potter neben der Statue vorfand.

„So.", sagte Severus nur mit siegessicherem Lächeln und für seine Überzeugung brauchte es gar kein Geständnis seitens des jungen Gryffindors.

Der Junge war verschwitzt, außer Atem und versteckte seine vermutlich völlig verdreckten Hände in seinen Taschen.

„Mitkommen, Potter.", ordnete Severus an und begab sich gefolgt von Harry zurück in sein Büro.

Immer wieder fiel ihm der leicht angewiderte Blick von Schülern auf, wenn sie seine Sammlung von eingelegten Kreaturen sahen, doch er ging auch diesmal nicht darauf ein.

„Setz dich."

Der Junge folgte, Severus blieb jedoch stehen.

„Mr Malfoy war eben bei mir und hat mir eine merkwürdige Geschichte erzählt, Potter."

Abwartend sah er den Jungen an, doch als dieser schwieg fuhr Severus fort.

„Er sei oben bei der Heulenden Hütte gewesen und habe dort zufällig Weasley getroffen – der offenbar allein war."

Auch nun schwieg Harry.

‚Auch gut, dann erzähle ich die Geschichte eben unterbrechungslos zu Ende.'

„Mr Malfoy behauptet, er habe sich mit Weasley unterhalten, als ihn eine ziemlich Hand voll Schlamm in den Nacken getroffen habe. Wie, glaubst du, konnte das geschehen?"

„Ich weiß nicht, Professor.", antwortete Harry nun.

Severus sah den Jungen stechend an und um es noch deutlicher zu machen, hätte man dem 13-Jährigen nur noch ‚Lüge' auf die Stirn schreiben müssen.

„Daraufhin hatte Mr Malfoy eine ungewöhnliche Erscheinung.", fuhr Severus fort. „Hast du eine Ahnung, was es gewesen sein könnte?"

„Nein.", antwortete Harry und versuchte den Neugierigen zu spielen.

„Es war dein Kopf, Potter.", beantwortete Severus die Frage selbst. „Und er schwebte in der Luft."

Mit einer Miene der Überlegenheit sah er den Jungen an.

„Vielleicht sollte er mal rüber zu Madam Pomfrey.", schlug Harry schließlich nach einer Weile des Schweigens vor. „Wenn er solche Dinge sieht..."

„Was hatte dein Kopf in Hogsmeade zu suchen?", überging Severus diese Bemerkung mit drohend leiser Stimme. „Dein Kopf ist in Hogsmeade verboten. Kein Teil deines Körpers darf dort sein."

„Das weiß ich nicht.", antwortete Harry mit einem Gesicht, als wolle er sich um den Posten der personifizierten Unschuld bewerben. „Klingt ganz so, als hätte Malfoy Halluzin..."

„Malfoy hat keine Halluzinationen.", fiel ihm Severus bestimmt ins Wort und stütze sich auf die Armlehnen des Sessels auf, in dem Harry saß. „Wenn dein Kopf in Hogsmeade war, dann war auch der Rest von dir dort."

‚Nämlich vermutlich unter einem Tarnumhang.'

„Ich war oben in unserem Turm," behauptete Harry, wenn er auch schon etwas eingeschüchtert klang, „wie Sie gesagt..."

„Kann das jemand bestätigen?", fragte Severus.

Wieder schlich sich das Lächeln der Siegesgewissheit auf sein Gesicht, als Harry, wie erwartet, schwieg.

‚Wärst du wirklich dort gewesen, hättest du mir jetzt doch wohl mindestens Longbottom nennen können, oder?'

„Soso.", kommentierte Severus das Schweigen nickend. „Alle Welt, vom Zaubereiminister abwärts, bemüht sich, den berühmten Harry Potter vor Sirius Black zu schützen. Doch der berühmte Harry Potter folgt seinem eigenen Gesetz. Sollen sich die gewöhnlichen Leute um seine Sicherheit sorgen! Der berühmte Harry Potter geht, wohin er will, ohne an die Folgen zu denken."

Die ungewollte Berühmtheit machte den Jungen angreifbar und niemand wusste das besser als Severus. Doch er wusste auch, dass er ohne ein Geständnis des Jungen nicht weiterkam. Nur seine Überzeugung würde da nicht reichen. Harry schien das auch zu wissen, denn trotz dass ihn diese Worte, wie Severus ihm ansehen konnte, ziemlich ärgerten, schwieg er beharrlich.

‚Dann eben anders. Sieh es mir nach James!'

„Du bist deinem Vater ganz erstaunlich ähnlich, Potter.", bemerkte Severus anscheinend aus heiterem Himmel. „Auch er war über die Maßen arrogant. Ein gewisses Talent auf dem Quidditch-Feld ließ ihn glauben, er stehe über uns anderen. Ist mit Freunden und Bewunderern herumstolziert... ihr seid euch geradezu unheimlich ähnlich."

„Mein Dad ist nicht herumstolziert!", kam es in unüberlegter Wut von Harry. „Und ich auch nicht."

„Und dein Vater hat auch nicht viel von Regeln gehalten.", fuhr Severus fort, da der Junge den Köder nun geschluckt hatte. „Regeln waren für die Normalsterblichen da, nicht für die Pokalsieger im Quidditch. Der Kopf war ihm so geschwollen..."

„Schweigen Sie!", schrie Harry und sprang auf.

Severus sah ihn an und erkannte ein unbändige Wut, die er jetzt nur noch geschickt ausspielen musste.

„Was hast du eben gesagt, Potter?", fragte er mit drohend verengten Augen.

„Sie sollen aufhören, über meinen Vater zu reden!", verlangte Harry laut. „Ich weiß die Wahrheit, okay? Er hat Ihnen das Leben gerettet. Dumbledore hat es mir gesagt! Sie wären nicht einmal hier ohne meinen Dad!"

Severus atmete tief durch, während er innerlich fluchte.

‚Diese Geschichte sollte nur eine Ausrede für damals sein. Wer konnte ahnen, dass Albus Sie dem Jungen erzählen würde? Aber dann müssen wir eben dieses Spielchen zu Ende spielen.'

„Und hat dir der Schulleiter auch von den Umständen berichtet, unter denen dein Vater mir das Leben gerettet hat?", fragte er, obwohl er wusste, dass Dumbledore dies niemals getan hätte. „Oder glaubte er, die Einzelheiten seien zu unerfreulich für die Ohren des geschätzten jungen Potter?"

Da Harry, wie schon oft im Verlaufe dieses Gesprächs, nicht antwortete, sprach Severus mit vor Ironie triefender Stimme weiter.

„Es wäre mir überhaupt nicht recht, wenn du mit einer falschen Vorstellung von deinem Vater herumläufst, Potter. Hast du dir vielleicht eine glorreiche Heldentat vorgestellt? Dann muss ich dich enttäuschen – dein ach so wunderbarer Vater und seine Freunde spielten mir einen höchst amüsanten Streich, der mich umgebracht hätte, wenn dein Vater nicht im letzten Augenblick kalte Füße bekommen hätte. Das hatte überhaupt nichts mit Mut zu tun. Er rettete sein Leben ebenso wie meines. Wenn ihr Scherz gelungen wäre, hätte man sie von der Schule geworfen."

Harry sah weg und Severus wusste genau, dass der Junge im Moment vermutlich kein Wort glauben wollte.

„Leer deine Taschen aus, Potter!", befahl er daraufhin plötzlich.

Der Junge rührte sich jedoch nicht. Ob aus Trotz oder aus Schock vermochte Severus in diesem Moment nicht zu sagen.

„Leer die Taschen aus oder wir gehen sofort zum Schulleiter!", wiederholte er nachdrücklich. „Zieh sie raus!"

Mit kaltem Schweiß auf dem Gesicht reichte der Junge ihm nun eine Tüte von ‚Zonkos Scherzartikelladen' und ein altes Stück Pergament, das Severus sofort erkannte: die Karte des Rumtreibers.

‚Also wirklich.', dachte Severus, wandte sich aber zuerst der beweiskräftigeren Tüte zu.

„Ron hat sie mir geschenkt!", erklärte Harry hastig. „Er – hat sie letztes Mal aus Hogsmeade mitgebracht..."

„Ach ja?", fragte Severus herablassend. „Und du trägst sie seither ständig mit dir herum? Wie ungemein rührend..."

‚Das glaubst du doch wohl selber nicht!'

„Und was ist das hier?"

Er hielt Harry die Karte hin, welcher sich bemühte, wieder einen gleichgültigen Blick aufzusetzen.

„Nur so'n Stück Pergament."

„Du brauchst doch sicher kein so altes Stück Pergament?", griff Severus die Antwort auf. „Warum – werfen wir es nicht einfach weg?"

„Nein!", rief Harry, als sich Severus mit der Karte dem Kaminfeuer näherte.

„Ach?"

Mit herausfordendem Blick drehte Severus sich wieder um.

„Noch ein wohlbehütetes Geschenk von Mr Weasley? Oder – ist es etwas ganz anderes? Ein Brief vielleicht, mit unsichtbarer Tinte? Oder – eine Anleitung, wie man nach Hogsmeade kommt, ohne an den Dementoren vorbeizumüssen?"

Harry kniff die Lippen zusammen.

‚Tja, wenn ich es nicht vorher gewusst hätte, würde ich jetzt sagen: Getroffen und versenkt.', dachte Severus, beschloss aber trotzdem die Karte ‚zu prüfen'.

„Das werden wir gleich haben...", murmelte er eher zu sich selbst, um dann laut der Karte zu befehlen: „Enthülle dein Geheimnis!"

Doch entgegen aller Erwartungen gaschah nichts. Remus hatte damals gesagt, die Karte hätte einen Schutzmechanismus der besonderen Art. Es sei denn, sie war es doch nicht.

‚Sie muss es sein.', wies Severus sich selbst zurecht. ‚Das ist die einzig logische Erklärung.'

„Zeige dich!", befahl er noch eindringlicher und schlug etwas fester mit dem Zauberstab auf die Karte.

Aber auch diesmal passierte nichts.

„Professor Severus Snape, Oberlehrer an dieser Schule, befiehlt dir, das Wissen, das du verbirgst, preiszugeben!"

Severus musste sich selbst eingestehen, dass das Ganze wahrscheinlich ziemlich lächerlich wirkte, aber erstens war es nötig, um Harrys Vergehen zu beweisen und zweitens wollte er Remus' Werk doch zu gerne testen. Doch gerade diese lächerliche Ansprache zeigte Wirkung, da nun in recht sauberer Handschrift ein Text erschien.

„Mr Moony erweist Professor Snape die Ehre ind bittet ihn, seine erstaunlich lange Nase aus den Angelegenheiten anderer Leute herauszuhalten"

Severus starrte überrascht auf die ihm nur zu bekannte Schrift.

‚Na warte, Remus!', dachte er. ‚Darüber reden wir noch.'

Doch bevor er sich wieder gefangen hatte, hatte die Karte schon munter weitergemacht.

„Mr Krone kann Mr Moony nur beipflichten und möchte hinzufügen, dass Professor Snape ein hässlicher Schaumschläger ist"

‚James, sei froh, dass ich mit Ausnahme von vorhin dem Grundsatz folge: Über die Toten nur Gutes.'

Gerade wollte Severus die Gefühle, die diese Worte hervorriefen, an Harry auslassen, als schon die neuste Stellungnahme erschien.

„Mr Tatze wünscht sein Befremden kundzutun, dass ein solcher Dummkopf jemals Professor wurde"

‚Sirius, du beginnst deinen Bonus bei mir zu verspielen. Außerdem hat sich deine Klaue kein Stück gebessert.'

Im Augenwinkel sah Severus wie Harry entsetzt die Augen schloss, was vielleicht auch besser war, da jetzt die Schrift einer Person erschien, die Severus so tief wie möglich in die Hölle wünschte.

„Mr Wurmschwanz wünscht Professor Snape einen schönen Tag und rät dem Schleimbeutel, sich die Haare zu waschen"

‚Und das bei deinem Aussehen...', brodelte Severus, zwang sich aber zu einem gedämpften Ton.

„Schön...", stellte er fest. „Wir werden der Sache auf den Grund gehen..."

Damit ging er zum Kamin und warf eine Hand voll Pulver ins Feuer. Er brauchte jetzt eine gewisse Art von Unterstützung.

„Lupin!", rief er. „Ich muss Sie kurz sprechen!"

Keine Sekunde später stieg Remus etwas verrust aus dem Kamin.

„Sie haben gerufen, Snape?", fragte er und schien durch Severus förmliche Redeart vorbereitet zu sein.

„Allerdings.", antwortete Severus, während er immer noch versuchte, seine Wut über die ‚Konfrontation' mit Peter zu verdauen. „Ich habe eben Potter aufgefordert, seine Taschen zu leeren. Dies hier hatte er bei sich."

Er reichte Remus die Karte und beim Erkennen seines ‚Werkes' wurde das Gesicht des Kollegen merklich verschlossen.

„Nun?", fragte Severus nachdrücklich, obwohl er sah, dass Remus über eine Strategie nachdachte.

„Nun?", fragte er noch einmal, beschloss dann aber, Remus auf die Sprümge zu helfen. „Dieses Pergament steckt offensichtlich voll schwarzer Magie. Das ist angeblich ihr Fachgebiet, Lupin. Wo, glauben Sie, hat Potter so etwas her?"

‚Nun komm schon, Remus! Zum stumm-Dastehen habe ich dich nicht gerufen.'

Nach einem kurzen Blick auf Harry reagierte Remus dann auch endlich.

„Voll schwarzer Magie?", wiederholte er lächelnd. „Glauben Sie wirklich, Snape? Mir kommt es nur wie ein Stück Pergament vor, das jeden beleidigt, der es liest. Kindisch, aber doch nicht gefährlich? Ich denke, Harry hat es aus dem Scherzartikelladen..."

„Tatsächlich?", fiel Severus ihm ins Wort. „Sie glauben, ein Juxladen würde ihm so etwas verkaufen? Halten Sie es nicht für wahrscheinlicher, dass er es direkt von den Herstellern hat?"

‚Und es bei der Auffassung vielleicht auch von einem dieser zurückbekommt?'

Remus spielte jedoch den Ahnungslosen.

„Sie meinen, von Mr Wurmschwanz oder einem der anderen?", fragte er und wandte sich dann an Harry. „Harry, kennst du einen von diesen Männern?"

„Nein.", antwortete Harry schnell.

‚Wahr, aber auch wieder nicht wahr.', dachte Severus beinahe etwas betrübt.

„Sehen Sie, Severus?", wandte sich Remus wieder ihm zu. „Mir kommt es vor wie etwas, das es bei Zonko zu kaufen gibt..."

Wie auf sein Stichwort stürzte nun Ron Weasley in das Büro und wäre beinahe in einen von ihnen hineingerannt.

„Ich – habe – Harry – diese – Sachen – geschenkt.", keuchte er vornüber gebeugt. „Hab sie... bei Zonko gekauft... schon – ewig – lange – her..."

„Gut!", rief Remus und klatschte in die Hände. „Das scheint mir die Sache zu klären! Severus, das hier nehme ich an mich, einverstanden?"

Ohne eine Reaktion abzuwarten, steckte Remus die Karte ein.

‚Was meinst du wohl, warum ich dich gerufen habe?', dachte Severus. ‚Du als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste darfst sowas auf Verdacht konfiszieren, ich kriege es da gleich mit Minerva zu tun.'

„Harry, Ron," sprach Remus die beiden Jungen dann an, „ihr kommt mit mir auf ein Wort über den Vampiraufsatz – entschuldigen Sie uns bitte Severus..."

Daraufhin führte er die Jungen hinaus und zwinkerte Severus beim Schließen der Tür nur noch lächelnd zu. Mit verschränkten Armen stand Severus noch eine Weile da, obwohl seine drei ‚Gäste' den Kerker verlassen hatten.

‚Remus, ich hoffe, dass du keinen Mist baust, aber ich werde das Gefühl nicht los, du tust es.'