„Decker", meldete sich Jürgen am Telefon. „Hallo?", hakte er nach, als er nur Schluchzen vernahm. „Hall-oooo", wiederholte er lang gezogen. „Dann eben nicht", war er drauf und dran, aufzulegen. „Jürgen", flüsterte eine verängstigte Frauenstimme dann. „Jürgen, nicht auflegen bitte." – „Lisa?", suchte der Kioskbesitzer nach der Bestätigung, dass die Stimme am anderen Ende der Leitung seine beste Freundin war. „Jürgen, ich blute… ganz dolle. Ich glaube, ich verliere das Baby", weinte diese. „Und da rufst du mich an und keinen Notarzt?", fragte Jürgen entsetzt. „Gott, Lisa. Wo bist du? Bei dir Zuhause? Ich rufe jetzt einen Notarzt und schicke ihn zu dir. Bleib, wo du bist. Ich komme so schnell ich kann." – „Nein", jammerte Lisa. „Jürgen, bitte, keinen Arzt. David ist schon wütend genug." – „David ist bei dir?" – „Er sitzt im Wohnzimmer und sieht sich Golf an." – „Und wo bist du?" – „In der Küche. Ich blute so schrecklich und es tut so weh." – „Okay, auch wenn du das nicht willst, du brauchst einen Arzt und dein David jemandem, der ihm mal zeigt, wo der Hammer hängt. Ich bin gleich bei dir."