Hey Leute… an der Stelle muss ich jetzt mal was loswerden. Es kann sein, dass in den letzten Kapitel öfters mal Worter zwischen [i] und [/i] standen… das liegt daran, dass wir die Story auch wo anders posten, und da gibt es so gewisse Codes (weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll) damit etwas z.B. kursiv oder Fett gedruckt. Also falls ihr die schönen i's irgendwo seht, dann heißt dass, das die Wöter, bzw. das Wort dazwischen kursiv gedruckt sind. Ich werde es in nächster Zeit abändern, aber ich dachte mir, ich lad sie einfach so schon mal hoch, dass ihr was zu lesen bekommt. Außerdem… hoffen wir, dass wie weiterhin von euch Kommis bekommen.

Liebe Grüße

Chokomilk & KleinYugi5000 (nicht hier registriert)

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Kapitel 18

Revierverhalten? Ach Quatsch! Der will nur spielen…

„Hey Ryan." Freudig schloss ich ihn in die Arme. Meine Güte. Wie konnte ein Kerl bloß solche muskulösen Schulter haben und kein Vampir sein? Viel zu schnell löste er sich. Aber was sollte ich schon erwarten. Es war NUR eine Begrüßung. Leider .

Er schenkte mich noch ein Lächeln, das ohne große Schwierigkeiten die Polkappen schmelzen könnte. Klimaschutz hin oder her… Ich würde lieber die Polkappen opfern als…

„Hey Cousin." Collin trat vor ihn, wo ich nebenbei Bemerkt immer noch gerne stehen würde, und zog Ryan in eine Umarmung. Moment Mal. Kleine Korrektur. Er umarmte ihn so halb, klopfte ihm dann aber nur auf die Schulter dass auch ja Keiner auf falsche Gedanken kam. Männer…

„Kennst du schon Alexis und Jake?" fragte Collin und zeigte auf die anderen beiden… Ach. Du. Scheiße. War mein Gehirn so benebelt gewesen? Jake stand dort immer noch mit den vielen Taschen in den Händen, stocksteif, finstere Miene… na wenigstens zitterte er nicht weil er um Beherrschung rang. Was nicht unbedingt gut sein muss, wenn ich es mir mal so überlege. Vielleicht musste er sich nicht im Zaum halten, weil er schon längst wusste, wie das hier Enden würde… Ryan als Hundefutter. Als verdammt süßes und attraktives Hundefutter.

„Nein. Da muss ich passen." Ryan trat auf Alexis zu, so wie es sich für einen Gentlemen gehörte und reichte ihr wohlerzogen die Hand. „Ryan Kennedy. Nett dich kennen zu lernen." Sie grinste ihn an und reichte ihm dann auch die Hand. „Alexis Brown. Ganz meinerseits." Ihr braunes, glänzendes Haar legte sich wie ein Rahmen um ihr Gesicht, sodass jeder Kerl bei diesem Anblick hin und weg sein musste. Ryan blieb cool. Gelassen. Einfach total perfekt.

„Moment. Bist du nicht Joshs Freundin?" Lexis schien zuerst ein wenig verwirrt. Sie stellte sich wohl die gleiche Frage wie ich: woher wusste er das? Sie fing sich jedoch schnell und nickte. „Ja. Kennst du ihn?" Er lachte. „Kennen wäre ein wenig untertrieben. Ich bin sozusagen mit ihm aufgewachsen." Die Aussage erinnerte mich irgendwie an Collin. Klar, die beiden waren sozusagen eine Familie. Aber wer teilte sich schon seine Freunde mit seinem Cousin? Die Wenigsten, oder?

„Er ist ziemlich angenervt, weil er heute nicht mitkommen kann. Hat irgendwas von einem Kerl gelabbert." Lexi verzog angenervt das Gesicht, so als würde sie es aufregen, dass sie die gleiche Sache schon wieder zu hören bekam. Ich hingegen schaute zu dem „Kerl" um abzuschätzen, wie lange ich noch hatte, um das Hundefutter zu retten.

„Ist nebensächlich. Hier ist alles okay. Er spielt mal wieder Dramaqueen und macht aus den ganzen hier seine ganz persönliche Show." Collin mein Retter, ihm zu Ehren sollten Denkmäler errichtet werden, machte eine wegwerfende Bewegung. Ryan verstand sofort und wandte sich nun, leider Gottes, Jake zu. Wieso hatte ich nicht so einen Tarnmantel wie Harry Potter. Dann könnte ich jetzt Ryan darunter verstecken und so sein Leben retten.

Oder was noch viel wichtiger war. Wieso gab es in Dublin keine Superhelden. Ach verdammt. Wir hätten nach New York ziehen sollen. Dort gab es Superman, Spiderman… Aber nein, es musste ja Dublin sein.

„Ryan Kennedy." Er reichte Jake, so wie gerade eben Lexi die Hand. Blitzschnell, bevor ich überhaupt merkte, was ich tat, griff ich nach vorne, schnappte mir die Henkel der Taschen und streifte Jakes Hand. Ich zeigte ihm ein Bild, von dem, was ich garantiert nicht wollte, dass es passierte.

Er warf mir einen prüfenden Blick zu, ließ dann die Tüten los, und wandte sich Ryan zu. „Ich weiß. Hab ich gerade eben schon mitbekommen, als du Lexi begrüßt hast." Hat hier jemand eine Winterjacke. Frostige Stimmung. Schlotter.

„Ja. Die Macht der Gewohnheit." Sagte Ryan entschuldigend. „Und du bist?"

„Jacob Black. Der Kerl." Er grinste breit und entblößte zwei Reihen strahlend weißer Zähne. Ryan schien erst ein wenig verdattert, dann begriff er. „Oh. Ich wusste nicht…" Jake hob, zur Überraschung aller, die Hand. „Kein Problem. Es gibt so vieles was du nicht weißt, da macht das auch nicht viel aus." Jake warf mir einen verspielten Seitenblick zu. Ich kniff die Augen zusammen und schenkte ihm meinen besten Du-mieser-Dreckskerl-solltest-in-dieser-Angelegenheit-besser-die-Klappe-halten-Blick.

Er grinste so breit, wie schon lange nicht mehr und wandte sich dann wieder Ryan zu. „Um auf das Thema wieder zurück zu kommen. Ich bin ein guter Freund von Nessies Familie." Er lächelte immer noch, nicht so, dass man glauben würde, er würde ihm gleich sämtliche Gedärme rausreißen und sie auf den Bürgersteig verteilen sondern ein freundliches Lächeln. Eines das man seinen besten Freunden schenkte oder der Familie. Ein Richtiges.

Gruselig.

So ganz ohne irgendwelche Gedanken, die… schon wieder verdammt. Wo war Dad wenn man ihn mal brauchte?

„Ein guter Freund…" Ryan runzelte die Stirn. „Wo habt ihr euch kennen gelernt? Immerhin wohnt sie noch nicht so lange in Dublin."

Achtung, Revieraussage ist im Anflug. „Ich komme auch aus Amerika. Ich bin bei ihnen eingezogen." Gelandet… Wieso hab ich das kommen sehen? Ach ja, weil Jungs so berechenbar sind…

„Achso. Dann bist du so was wie ein großer Bruder für sie." Ein wenig geschockt blickte ich zu Ryan. Er hatte sich gerade eben mit einem Wolf angelegt! Er wusste es zwar nicht, aber er war Lebensmüde. Klar, Jake war wirklich sowieso ein mein großer Bruder, nur er hatte es so gesagt, als wolle er herausfinden, ob ich frei wäre. Was mich dazu bringt, mich selbst davon abzuhalten, wie eine Irre herumzuhüpfen und zu quieken, weil er INTERESSE an mir hat und Jake dazu bringt, dass er sich zusammenreißt, dass Ryan nicht gleich rumhüpft und quiekt, weil ein Monsterwolf vor ihm steht und die Zähne fletscht.

„Ich würde eher Freund sagen." Er sagte es so seelenruhig, als wäre alles normal. Keine Herausforderung von Ryans Seite. O-kay. Das Gruselkabinett geht in die zweite Runde.

Und Ryans gewinnt den Hauptpreis in der Kategorie Fassungslose Gesichter.

„Ja. Aber nicht so ein Freund." Lenkte ich schnell ein. „Eher so was wie bester Freund."

Oh… jetzt müssen wir neu Abstimmen. Den Jake kann jetzt auch für den Wettbewerb nominiert werden.

„Was treibt dich eigentlich in die Stadt?" alle Köpfe wandten sich zu Collin. Ich atmete erleichtert auf. Wie schon gesagt: mein Retter. Oder der Lebensretter von jemand anderem. Wie man's nimmt.

„Ähm… das gleich wie du. Ich mach Einkaufsbegleitung und Taschenträger." Gerade als ich fragen wollte, wen er den begleitete, in der stillen Hoffnung, dass es seine Oma war, die neue Stützstrümpfe brauchte oder so was tauchte ein blonder, extrem blonder Haarschopf hinter ihm auf. „Ryan, wo bleibst…" SIE verstummte. Und ihr Blick blieb, wie nicht anders zu erwarten an Jake hängen. Sie formte ihre zugekleisterten Lippen zu einem stillen „Oh." Mal ehrlich. Wer trägt den heut zu Tage noch so einen Schweinchenfarbton auf den Lippen? Grässlich. Aber was sollte man schon von einem Mädchen erwarten, dass so blondes Haar hatte, dass selbst Paris Hilton eifersüchtig wird.

„Das ist Janet." Schaltete sich Ryan ein und deutete auf die… ähm… ja.

„Warst du nicht auch auf der Party?" schaltete sich Lexi ein. Die … ähm… räusper… Janet lächelte sie an mit ihren voll gekleisterten Lippen.

„Ja. Du warst doch mit Josh da, oder?" Das wurde hier ja immer besser. Sie kannte Josh. Wahrscheinlich erzählte sie mir auch gleich, dass sie super gute Freunde waren und sich jeden Samstagabend zusammen Fußball anschauen.

Bevor Lexi überhaupt antworten konnte, mischte sich Ryan ein. „Janet, das ist Alexis. DIE Alexis." Janets Augen weiteten sich. „Echt?" fragte sie ungläubig. „ Freut mich dich kennen zu lernen. Josh redet nur noch von dir. Richtig süß." Ja, verdammt süß. Wieso nimmst du sie nicht gleich mit, dann könnt ihr euch gegenseitig die Haare kämmen und über Jungs reden.

„Ja, das hab ich heute schon mal gehört." meinte Lexi, wenig überrascht.

„War eigentlich ganz Dublin auf der Fete?" fragte Jake und schon wurde er von Kopf bis Fuß gemustert. Wobei das noch reichlich „anständig" ausgedrückt ist. Wieso fiel sie ihn nicht gleich an? „Nein. Nur die Leute, die was auf sich halten." Neckte SIE ihn und grinste dabei wie eine Zwölfjährige, die ihre ersten Flirtversuche in Angriff nahm. Jake hob eine Augenbraue. „Dann liegt meine Einladung wohl noch im Briefkasten. So beschäftigt wie ich bin, komm ich nicht all zu oft dazu, ihn auszuräumen." Seine Lippen umspielte ein Lächeln und sie schmolz, wie nicht anders zu erwarten dahin. Bald würde hier auf dem Bürgersteig nur noch ein größer Janet-Fleck sein und das einzige, was sie noch Identifizieren würde, würden sie Diamantklunker sein, die ihr an den Ohren hingen.

„Wahrscheinlich. Du solltest mal nachsehen. Den ich bin mir sicher, dass wir so jemanden wie dich nicht vergessen könnten." Wieder wanderten ihre Augen über ihn. Ich fragte mich, wie viel Selbstbeherrschung sie hatte. Denn wenn Jake das hier noch weiter so trieb, würde sie garantiert bald die Fassung verlieren und … nunja. Das tun, was Menschen eben so tun, wenn sie sich nicht mehr zusammen reißen können…

Jetzt brauchte ich hier nur noch einen Notfall, um es nicht zu weit kommen zu lassen. Nicht um ihrem Willen. Wenn sie sich zum Affen machen würde, wäre ich die erste, die ihr Handy aus der Tasche zieht und dass alles für die Nachwelt bei YouTube aufnehmen würde. Aber Jake musste nicht unbedingt auf einer Internetseite auftauchen… wo ihn noch mehr Notgeile Zippen (Notiz an Sophie: ich weiß nicht, ob du des Wort kennsch. Heißt so viel wie Blöde Kuh oder so. Falls du es nicht kennst, änder es einfach um) anglotzen konnten….

Collin räusperte sich. „Oh, sorry Collin." Bevor er was erwidern konnte, hing sie schon an ihm und umarmte ihn. Was mich zu der Frage führt: War ich im falschen Film? Falsches Set oder so? Da er nicht die kleinste Anstalt machte, als würde es ihn überraschen, musste er sie kennen. Gut kennen.

„Ich hab dich fast übersehen." Sie flüsterte es ihm ins Ohr doch mit einem Vampirgehör… „Aber bei deiner Gesellschaft kannst du es mir ja wohl kaum verübeln." Kicherte sie. Lexi bekam davon nicht mit. Außer vielleicht ihr zuckersüßes Kichern. Doch es gab hier eine andere Person, die es hundertprozentig hörte. Und auf dessen Lippen spielte sich ein Lächeln. War ja klar… „Wenigstens bekomm ich noch eine angemessene Begrüßung." Flüsterte Collin zurück. Sie ließ langsam von ihm ab und warf dann ihr Haar über die Schulter. Noch klischeehafter ging es ja kaum.

Colins Blick wanderte zu mir. „Ach Janet. Das ist Renesmee." Ihr Blick wanderte zwischen mir und Jake hin und her. Ja, verdammt. Er gehört zu mir!!!

„Renesmee. Den Namen hört man auch nicht alle Tage." Nicht alle Tage? Würde mich wundern, wenn sie schon mal jemanden mit dem Namen getroffen hat. Ich setzte mein freundlichstes Gesicht auf, wie es in der Situation eben möglich war. „Ja. Er ist einzigartig." Stimmte ich ihr zu. „Ich find es toll mal jemanden zu treffen, der nicht eines dieser eintönigen Namen hat wie alle anderen, wo man überall findet."

„Ja, das gleiche dachte meine Mum wohl auch." Sie lächelte.

Jake schaute dann ganz gezielt zu Collin. So als könnte er es kontrollieren, knurrte sein Magen laut auf. „Ja, wir müssen dann auch wieder weiter. Ich bin am verhungern." Sagte Jake und schaute Collin an, als ob er etwas erwartete. Dieser verstand anscheinend und nickte. „Ja. Wir haben wirklich Hunger. Ich hab heute nicht gefrühstückt. Und wir können die Mädels ja auch nicht ohne Futter lassen nach all dem einkaufen."

„Dann wollen wir euch nicht länger aufhalten. Wir wollten sowieso noch in ein paar Geschäfte. Vielleicht läuft man sich nachher noch mal über den Weg." Na hoffentlich nicht, Blondchen.

„Geht's dir gut Nessie?" Alexis warf mir einen besorgten Blick zu. Wir saßen in einem Schnellrestaurant und warteten, dass die Jungs mit dem Essen kamen.

„Du hast deinen Einsatz verpasst." Sagte ich niedergeschlagen und spielte mit dem Salzstreuer indem ich ihn quer über den Tisch gleiten ließ und wieder zurück. „Was?"

„Du hast doch gesagt, wenn wir einen von den Schrullen sehen, machst du ihr die Hölle heiß." Sie grinste. „Ich hab gesagt, ich hab meinen Spaß." „Zählt eine Person fertig machen und ihr Ego zerstören nicht als Spaß?" „Du hast eindeutig eine Masochistische Ader."

„Das ist keine Rechtfertigung." Entgegnete ich. „Ach, nimm's doch nicht so schwer. Sie ist doch eigentlich ganz nett. Und etwas Positives hatte das Treffen ja auch. Ryan hat dich die ganze Zeit angestarrt." Ich überspielte den letzten Teil. „Nett? Kannibalen können auch nett sein, solange man nicht auf ihrer Speisekarte steht." Sie lachte. „Heut zu Tage sind wir doch alle ein bisschen Kannibale. Wir essen Fruchtzwerge, Wiener Schnitzel und Hamburger. Mich wundert ja, dass in den Städten überhaupt noch jemand lebt, beim dem Konsum." Jetzt musste auch ich lachen. Es war zwei ein mieser Witz… aber er war gut.

„Ernsthaft. Bin ich die Einzige, die sieht wie sie sich an ihn ranschmeißt?" „Wenn es ihr Spaß macht, lass sie doch. Heißt ja noch lange nicht, dass er auch auf sie steht, oder?"

„Irgendwann muss es doch mal so weit sein. Seit ich Jake kenne hat er noch nicht mal ein Mädchen auf den Arsch oder die Brüste gestarrt. Und er ist auch nur ein Kerl. Also wieso um Himmels Willen sollte er nicht endlich eine haben. Ich meine, Kerle sind doch so. Alles was bei drei nicht auf dem Baum ist… und da Jake nicht schwul ist, ist er wohl auch nicht anders."

Sie verzog kaum merkliches das Gesicht. „Vielleicht wartet er auch nur auf die Richtige." Jetzt lag es an mir das Gesicht zu verziehen. „Und wenn sie die Richtige ist?"

„Nessie. Und selbst wenn… Es wird ja wohl kaum was an eurer Freundschaft ändern, oder?" Freundschaft… Da hatte sie Recht. Bisher hatten wir so einiges überstanden. Wieso auch nicht so eine Blondine? Aber was war, wenn er sich entschied, mit ihr alt zu werden? Er würde alt und irgendwann sterben. Und ich war dann immer noch genauso „jung" wie jetzt.

Er war sterblich. Ich nicht. Und sie konnte ihn so richtig sterblich machen, wenn sie wollte.

„Also. Was soll schon groß passieren?" fragte Lexi. „Er kann sich verändern." Antwortete ich monoton. „Für immer."

Ein bisschen zu viel Essen und ein paar Geschäfte später, saßen wir zu viert in unserem Wohnzimmer und schauten und ziepten wahllos durch die Kanäle.

„Wie alt sind eigentlich deine Eltern. Immerhin sehen sie noch ziemlich jung aus." Fragte Lexi mit dem Blick auf ein Familienfoto, dass auf dem Beistelltisch neben der Couch stand. „Meine Ma ist 36. Sie hat mich mit achtzehn, fast neunzehn bekommen."

„Na, deine Eltern haben auch nichts anbrennen lassen." Collin grinste. „Wieso sollten sie warten, wenn sie sich sicher waren?" Lexi zuckte mit den Schultern. „Es gibt ja auch Leute, die sind sich sicher, wissen aber nichts davon." Eine meiner Augenbrauen wanderte wie von selbst nach oben. „Wie darf man den das verstehen?" „Ich geh mal schnell in die Küche was zu mampfen hohlen." Jake war schon halben zur Türe raus, als auch Collin aufsprang. „Warte, ich helf dir." Ja, es ist ja auch so schwer, eine Chipstüte zu öffnen, sie in eine Schale zu tun und sie dann quer durch den Korridor ins Wohnzimmer zu tragen.

Lexi sagte nichts mehr. Weder zu meiner Frage noch zu sonst irgendwas. „Wieso bist du so still?" „Ach, ich denk nur nach." Antwortete sie. „Und über was?" „Jake." „Er ist ziemlich still, seit wir Ryan getroffen haben, nicht?" Sie nickte. „Ja. Aber darüber mach ich mir keine Gedanken. Sein Ego ist angekratzt." „Und über was dann?" Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. „Nicht so wichtig."

Wieder Stille. „Wieso sein Ego angekratzt? Wir haben sie doch nur zufällig getroffen." Ja, ich weiß dass ich ne Labbertasche bin aber (a) ich mag es nicht wenn es so Still ist und (b) Lexi erkannte sehr viel mehr was vorging als ich. Das meine ich jetzt nicht mit dem aufnehmen von Informationen durch die Sinne sondern sie bemerkte einfach viel besser, was in Menschen vorging. Wenn sie jemals ein Vampir werden sollte, dann hatte sie bestimmt eine Fähigkeit wie Caius. Dass sie sah, wie Menschen zueinander standen. Jedoch auch wusste, was in ihnen vorgeht.

„Mag schon sein. Aber dein Gesichtsausdruck war nicht zufällig." Was sag ich. Sie ist einfach zu aufmerksam für einen Menschen. „So schlimm?" Sie verdrehte die Augen. „Du hast gegrinst wie das Honigkuchenpferd schlecht hin. Und dabei ist dir sicher nicht Jakes Haltung aufgefallen. Den du hast ihn anscheinend vergessen, bis Ryan sich ihm zuwandte."

„Ich hab ihn nicht…" sie hob die Hand. „Nessie, streite es ab oder nicht. Ich weiß was ich gesehen hab. Und ich weiß ich, dass du total auf Ryan abfährst. Aber wer ist dir wichtiger? Ein Kerl mit dem du einen Abend verbracht hast oder ein Kerl, der um die halbe Welt zieht um bei dir sein zu können." Oh mein Gott. Sie hatte Recht. Jake hatte wirklich alles aufgegeben. Selbst sein Posten als Alpha. Wenn auch nur vorübergehend.

„Jake natürlich." Beantwortete ich ihre Frage reumütig. Was ihr natürlich auch nicht verborgen bleib. „Ich mach dir keine Vorwürfe. Ich sag dir nur als Freundin was ich denke. Ich weiß dass Ryan nett ist und auch nicht schlecht aussieht. Aber was weißt du über ihn? Wie heißen seine Eltern? Hat er Geschwister? Hat er schon mal im Ausland gelebt? Was hat er für Hobbys? Auf was für Musik steht er? Das sind alles Sachen, die man wissen sollte. Den irgendwann ist der Glitzer, der ihn zur zeit umgibt weg. Dann ist er vielleicht nicht mehr so interessant wie jetzt im Moment und wenn man sich nicht mal richtig kennt, dann wird auch nichts draus."

„Du hast Recht." Gab ich zu. Ich wusste so gut wie gar nichts. Und eines war klar. Die Anziehungskraft, die er ausstrahlte konnte doch nicht immer so atemberaubend sein, oder? Und vor allem: irgendwann musste ich ihm, wenn etwas mehr draus werden sollte auch sagen, was ich war. Und wer versicherte mir schon, dass er dann nicht schreiend weglief?

„Ich weiß dass ich Recht habe." Kicherte sie. „Aber ich bin noch nicht fertig. Stell dir mal die selben Fragen bei Jake. Weißt du da die Antworten?"

„Billy und Sarah Black. Zwei Schwestern. Rachel und Rebecca. Sie sind Zwillinge und älter als er. Nein. Er hat bis vor kurzem noch nicht einmal die USA verlassen außer vielleicht für ein paar Kurztrips nach Kanada. Er lieb alles was mit Motoren zu tun hat vor allem läuft er gerne. Green Day und alles was gute Laune macht." Lexi war Baff. „Wow. Ich hätte mir die Fragen zwar nicht merken können vor allem noch in der Richtigen Reihenfolge, aber es ist echt bemerkenswert." Ich strahlte sie an. „Danke."

„Um wieder zum Thema zurück zu kommen. Vergiss nicht, wer dir wichtiger ist. Und auch wenn Adonis vor dir steht und dich einwickelt. Merk dir immer: Jake kann da mit seinem Körperbau locker mithalten."

„Du bist mit Josh zusammen, wenn ich dich dran erinnern darf." Sie lächelte. „Den Appetit darf man sich gerne wo anders hohlen. Gegessen wird daheim." Ich schüttelte lachend den Kopf. „Du bist…" „Unvergleichlich, Einzigartig. Einfach die Beste." Fiel sie mir ins Wort.

„So hätte ich es jetzt zwar nicht gesagt, aber du hast wohl Recht."