Jill schüttelte amüsiert den Kopf. Sie hätte es sich wirklich denken können.
Es überraschte sie doch, obwohl sie es schon geahnt hatte, das Chris sie, nach einem gemeinsamen Abendessen beim Lieblingsitaliener, hier her gefahren hatte.
,,Was ist?" fragte er, kam von hinten auf die Bank zu, auf der sie saß und schlang ihr eine leichte Wolldecke um die Schultern, hauchte ihr flüchtig und sanft einen Kuss an die Wange.
,,Ich hätte wissen sollen, das du dass hier vor hattest." Jill sah ihm zu, wie er sich neben sie setzte und wie er ihr dann ein Glas Orangensaft reichte.
Chris grinste.
Jill nahm es entgegen, lehnte sich entspannt zurück. Sie genoss es in der leicht frostigen Winternacht neben ihm zu sitzen, von leichten Schneeflocken umhüllt zu werden. Es war romantisch und schön.
Der tiefblaue Himmel, das rauschen des Meeres vor ihnen weit und breit eine Menschenseele. Ja, Jill konnte mit Sicherheit behaupten, das dieser verlassene, abgelegene Fleck hier nicht mehr nur der Lieblingsplatz von Chris war, es war auch ihrer geworden.
Zufrieden seufzte sie, als er einen Arm um sie legte, sie sich an ihn lehnte. Mit einem leichten Lächeln blickte sie zu ihm auf: ,,Frierst du nicht?"
Chris blickte glücklich vor sich, sein Blick verlor sich in den seichten Wellen des Ozeans und er schüttelte den Kopf: ,,Nein, du bist bei mir, wie könnte ich da frieren." Erst jetzt sah er zu ihr hinab, lächelte ebenfalls. ,,Frierst du?"
Jill nippte an ihrem Orangensaft, dann schüttelte sie schweigend den Kopf, ehe sie ihn dann fragte: ,,Du hast das hier geplant, nicht wahr?"
Ertappt blickte Chris unter sich: ,,Ich weiß du magst keine Überraschungen, aber ich…ich wollte dich aufmuntern."
,,Bin ich denn so schrecklich neuerdings?"
,,Nein…und ja. Dich bedrückt etwas, ich merke es in den letzten Tagen, ich hatte gehofft, das du mit mir redest, wenn wir zwei ganz für uns sind?" Er suchte wieder den Augenkontakt.
Jill blickte jedoch unter sich und schüttelte einmal mehr kaum merklich den Kopf: ,,…Du würdest es nicht verstehen…"
,,Hey, nach allem, was war, glaubst du noch immer, ich könnte das nicht? Jill ich will für dich da sein, du musst mir nur sagen, was in dir vor geht."
Schwer und gequält seufzte sie, legte den Kopf an seine Brust und ließ ihre Augen über die See schweifen. Sie spürte seine Hand sanft über ihren Rücken streichen: ,,…Du wirst mir meine Angst nicht nehmen können."
Stutzig richtete Chris sich auf, fasste ihr an die Schultern und drehte sie zu sich. Sorge stand in seinen Augen: ,,Was meinst du? Wovor hast du Angst?…Ich werde dich nicht wieder verlassen, Jill! Nie mehr…Es ist alles vorbei und auch deine Vergangenheit kann dir nichts mehr antun…"
Sie blickte ihn an: ,,Ich weiß es selbst nicht. Ich weiß nicht, wovor ich mich fürchte, aber die Furcht ist ein Teil von mir, seit jeher…Ich bin einfach zu sehr am zweifeln, ich bin einfach zu pessimistisch."
Er strich ihr sanft übers Kinn: ,,Musst du nicht. Blick nicht zurück, sieh nach vorne und hab keine Angst vor morgen…es wird nichts passieren."
Jill sah unter sich.
Chris wusste genauso gut wie sie was morgen war und er musste sich nicht vorwerfen, sie daran erinnert zu haben. Morgen war es genau ein Jahr her gewesen, als Jill das Baby verloren hatte.
,,Schatz, sieh mich an…" er drückte ihr Kinn wieder hoch, sodass sie ihm ins Gesicht blickte, ,,…Ich weiß, du fürchtest das es dir wieder so ergehen wird, aber nicht dieses Mal. Es wird gut gehen, unsere Babys werden bei uns bleiben. Ich weiß es."
,,Wie kannst du das wissen?…Chris, ich habe sie nicht gewollt, verstehst du? Ich meine, jetzt schon, aber…als ich erfuhr, das ich schwanger bin, habe ich es verdrängt, ich habe es ignoriert und das tut mir Leid."
Er nickte: ,,Trotz das wir uns versprochen haben, das wir uns nicht zu früh freuen, lieben wir die beiden jetzt schon, nicht war? Genauso sehr, wie Eric."
Jill seufzte: ,,Entschuldige, ich bin nicht ich selbst im Moment…Ich sollte mich etwas zusammen reißen und wieder die werden, die ich war."
,,Ach Jill…ich glaube, es sind einfach nur wieder deine Hormone, die dich wahnsinnig machen…aber ich bin froh, das du es einsiehst und ich weiß, das du wieder zu dir selbst finden wirst, schon sicherlich bald." Er trank jetzt selbst einen Schluck Orangensaft, dann sah er sie an.
Ihre Haut schimmerte seidenweiß im Mondlicht, ihr helles Haar glänzte und glitzerte. ,,…Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, das Blond dir steht?"
Sie lächelte ehrlich und nickte: ,,Ja, immer wenn du mich so ansiehst."
,,Und wie sehe ich dich an?"
Beide näherten sich unbewusst, während Jill den Kopf schüttelte: ,,Das weißt du selbst ganz genau…" sie sprach leise, wusste, was er vor hatte, ließ es zu. Ihre Augen huschten zu seinen Lippen, dann wieder in seine Augen.
Chris nickte kaum merklich, verstand ihre Geste und dann passierte es.
Sie küssten sich.
Sanft und liebevoll.
Zart und innig.
Zärtlich legte Chris seine Hand an ihren Hals, als er die Augen schloss. Ihre Lippen auf seinen zu spüren war beflügelnd. So lange hatte er sich danach gesehnt, nach ihr.
Sanft drückte er sie mit seiner freien Hand an sich, fühlte sie, roch sie. Oh, wie sehr liebte er diese Frau.
Jill ließ sich ebenso gehen, schloss ebenso ihre Lider.
Sie legte ihre Arme um seinen Hals, drückte sich an ihn, ihr Herz schlug so heftig, das sie glaubte, er würde es hören.
Komme was wolle, so sehr er sie auch damals verletzt hatte, so schwer es ihr auch fiel, ihm zu verzeihen und egal wie groß das Hindernis auch war, Jill liebte ihn einfach.
Bedingungslos.
Nichts würde das je ändern können. Sie hatte versucht ihn zu hassen, ihn zu vergessen, doch im Grunde gestand sie sich ein, das sie niemals voneinander loskommen würden. Keiner konnte ohne den anderen leben oder gar glücklich werden. Zusammen sein, das war es, was beide brauchten. Sie waren wohl wirklich füreinander bestimmt, ob es so etwas gab oder nicht.
Seine Stirn berührte ihre, als sie sich kurz lösten um Atem zu schöpfen. Beide sahen einander an, lächelten sanft, ehe ihre beiden Lippenpaare erneut einander suchten. Chris und Jill vertieften den Kuss im stillen abkommen, ließen ihre Umarmung inniger werden…
Chris hielt Jill noch immer an der Hand, als sie beide die Treppen hinaus zu ihren Schlafzimmern gingen. Gerade vorhin waren sie nach hause gekommen, hatten Susan gedankt und sie verabschiedet. Die Uhr näherte sich Mitternacht.
Er hielt vor Erics Kinderzimmertür an, öffnete sie leicht und spähten hinein. Jill tat es ihm gleich. Sie vergewisserten sich, das es ihrem Kind gut geht.
Eric lag in seinem Bett, auf dem Rücken, hatte die Arme über dem Kopf ausgebreitet und schlief tief, fest, seelenruhig und zufrieden.
Jill wich zurück, sodass Chris die Tür dann wieder schließen konnte, dann standen sie einander erneut gegenüber.
,,Okay…" Chris drehte den Kopf nach hinten, zum Gästezimmer, seinem Zimmer bisher, ehe er wieder zu seiner Frau blickte, ,,…ich werde dann mal. Schlaf gut, Jill…" er beugte sich zu ihr, steuerte ihre Wange an, um ihr einen Gutenachtkuss zu geben und als er sich zurück ziehen wollte, hatte Jill seine Hand gegriffen.
Überrascht sah er auf ihre beiden Hände, dann wieder hoch in ihre Augen, schwieg mit fragendem Blick.
Jill seufzte innerlich und atmete aus, ehe sie leicht den Kopf schüttelte: ,,Geh nicht…"
Chris horchte auf.
,,…bleib bei mir."
Er lächelte, als er unter sich blickte.
,,Glaub nicht, ich hätte dich nicht durchschaut, Redfeld…" Jill stand jetzt ganz dicht bei ihm, legte ihre freie Hand in sein Genick und ihre Augen sahen auf in die seinen, ,,…Ich weiß was du willst. Ich will es auch."
Schweigen legte sich einen Moment unter die beiden, zog Chris doch einen seiner Mundwinkel hoch. Er konnte es kaum fassen. Jill wollte endlich, das er bei ihr blieb? Wie lange hatte er sich danach gesehnt, sie das sagen zu hören. Still und leise, ließ er es zu, das sie ihn mit sich zog in ihr beider, jetzt wieder gemeinsames Schlafzimmer…
,,…Jill…" Chris unterbrach die innigen Küsse, hatte eigentlich keine Lust seine Frage zu stellen, da er schon beinah richtig bei der Sache war, doch er musste es tun. Er machte sich Sorgen.
,,Hm?…"
Jill hielt inne seinen Hals zu küssen, mit ihren Fingern über seine Brust zu streicheln. Beide trugen nur noch Unterwäsche, lagen bereits im Bett.
,,…ich will ja kein Spaßverderber sein, aber…" er setzte sich auf, griff ihr an die Arme und zog sie sachte hoch, blickte dabei auf ihren Bauch, dann wieder in ihre Augen, ,,…ist es wirklich okay?"
,,Was?"
,,Wenn wir jetzt Sex miteinander haben?…" er schluckte, ,,…Glaub mir, ich würde nichts lieber tun, aber ich…ich will nicht das hinterher etwas passiert."
Jill lächelte, kniete sich vor ihn und legte die Are um seinen Hals: ,,Was soll denn passieren? Ich bin och schon rund." sie beugte sich zu ihm und verwöhnte abermals den Hals ihres Mannes.
Chris schloss genießend die Augen, er liebte es, wenn sie das tat. Seine großen Hände glitten ihre Oberschenkel hinauf, verharrten auf ihrem Po: ,,Schatz, ich meine…die Babys?"
Sie hielt inne, wich von ihm zurück und blickte ihm in die Augen: ,,Du warst doch dabei, als meine Ärztin uns alles erzählt hat, uns aufgeklärt hat. Solange es keine weiteren Probleme gibt, es mir gut geht und wir es langsam angehen lassen, können wir auch miteinander schlafen...und Chris, es geht mir gut!" Sie küsste ihn innig, ihr Verlangen war stark.
,,Dann willst du es…auch wirklich?"
Jill verdrehte amüsiert den Kopf: ,,Was glaubst du wieso ich mich sonst so anstrenge…" ihre Hand glitt ihm in den Schritt, ,,…nutz deine Chance, ehe ich wieder bei klarem Verstand bin."
Chris fühlte schlagartig eine Explosion in seinem Innern und erwiderte ihren Kuss mit einem eindeutigen Grinsen…
Zufrieden seufzte Chris.
Gerade vorhin erst hatte er die Augen aufgeschlagen und hatte glücklich festgestellt, das er sich in seinem gewohnten Bett befand. Himmlisch hatte er die letzte Nacht an ihrer Seite geschlafen, Wärme umfing ihn noch immer, denn sie lag in seinen Armen.
Langsam drehte er den Kopf, sah sie an.
Sein Engel schlief noch. Ihr Haar fiel ihr locker über die Schultern, über seinen Arm, der sie hielt. Ihr Kopf ruhte auf seiner Brust, nutzt diese als Kopfkissen.
Chris fand es wunderschön. Es war perfekt gewesen, auch neben ihr einzuschlafen, heute morgen wieder aufzuwachen. Das hatte er wirklich vermisst.
Sie waren sich sehr Nahe gewesen und das beide miteinander geschlafen hatten, erfüllte ihn einmal mehr. Es war fast noch besser als das letzte Mal.
Wieder schläfrig schloss er die Augen, doch dann nahm er Bewegungen an der Schlafzimmertür wahr. Langsam wurde diese aufgedrückt und ein kleiner, noch vom Schlaf zerzauster Junge streckte den Kopf herein: ,,Mommy?" Seinen Kuschelpinguin hielt er in der Hand.
Chris hob den Kopf und legte seinen Zeigefinger vor die Lippen: ,,Schhh…Mommy schläft noch…" Chris sah in das verwunderte Gesicht seines Sohnes. Klar, der junge war es nicht mehr gewohnt das seine Eltern sich ein Bett teilten. ,,…Na komm…" er deutete seinem Sohn näher zu kommen, an seine Seite zu krabbeln und Eric tat dies freudig.
Er kroch unter die Decke, schmiegte sich an die freie Seite seines Vaters und lächelte.
,,Was bist du denn schon so früh auf?" wollte Chris wissen.
,,Kann nicht mehr schlafen…" sagte der Junge und blickte seine Mutter an, ,,…Mama schläft."
,,Ja, lassen wir sie noch etwas schlafen, ja?" Natürlich flüsterten beide.
,,Daddy?…" Eric setzet sich wieder auf.
,,Hm?"
,,Warum bist du hier bei Mama?"
Chris versuchte seinen verdatterten Blick zu unterdrücken. Wie sollte er es auch dem Junge erklären? ,,Weißt du Eric…" er brach ab, als er Bewegungen an seiner Brust spürte.
Jill war es, die blinzelnd ihre Augen öffnete.
Sie brummte verschlafen, hob den Kopf eine Idee und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Dann sah sie unter sich, erkannte die starke, männliche Brust auf der sie lag und drehte den Kopf, um Chris in die Augen zu blicken: ,,Morgen…" dann sah sie ihren Sohn da sitzen und blickte überrascht drein, ,,…schon so früh wach, junger Mann?"
Der Junge grinste munter: ,,Hab Hunger, Mama."
Jill nickte, stemmte sich nach einigen Momenten hoch: ,,Ich komm schon." Sie war noch nicht ganz wach, das konnte Chris deutlich sehen und er hielt sie zurück, als auch er sich aufsetzte.
,,Wartet…" er blickte zwischen seinem Sohn und seiner Frau hin und her, ,,…bleibt hier ihr zwei, ich werde etwas machen und euch hoch bringen."
,,Frühstück am Bett? Seit wann gibt es denn so was?" wollte Jill nach einem Gähnen hinter vorgehaltener Hand wissen.
Chris grinste freudig, hauchte ihr einen Kuss auf die Wange, strich dann seinem Jungen über den Kopf, stand auf und verschwand. Er tat es gerne.
Neugierig blickte Eric seine Mutter an, die sich wieder hingelegt hatte.
,,Du musst dich schon dran gewöhnen, das sein Dad jetzt wieder hier schläft…" Jill breitete lächelnd die Arme aus, ,,…Komm."
Eric lachte und kuschelte sich in die Arme seiner Mutter.
,,Aber keine Angst, du kannst immer und jederzeit zu uns kommen, okay?"
Eric nickte. Ja, es war schon etwas ungewohnt für ihn.
Sie strich ihrem Kind über den Rücken. Und ja, Eric machte das öfter, das er in aller Herrgottsfrühe aufwachte, doch noch bei Jill im Bett weiter schlief.
Der Junge legte den Kopf auf die Brust seiner Mutter und schloss die Augen…
Eric freute sich.
Er mochte es.
Noch nie zuvor hatte er mit seinen Eltern in dessen Bett gemeinsam gefrühstückt. Irgendwie war es ihm fremd, aber es gefielt im.
Freudig knabberte er an seinem Croissant, während seine Mutter ein Schluck Milch trank und seinen Vater glücklich und lächelnd anblickte.
Eric konnte sich nicht mal daran erinnern, das er diesen Ausdruck in den Augen seiner Mutter je gesehen hatte. Und auch als der Junge Chris musterte, stellte er fest, das dieser Jill nun ganz anders anblickte. Überhaupt nahm Eric wahr, das etwas anders war.
Er kicherte: ,,Ihr zwei habt euch lieb!" Es war ein Singsang des Kindes, vergnügt und verspielt.
Jill und Chris blickte zu ihm hin.
,,Was?" fragte sie.
Eric nickte einmal mehr.
Chris lachte leicht, sprach zu seinem Sohn: ,,Natürlich hab ich deine Mom lieb so wie dich." Er drehte sich zum Bettrand, wo sein treuer Schäferhund saß und fütterte ihn mit einem Stück Butterbrötchen.
,,Ihr streitet nicht mehr…"
Die beiden Erwachsenen tauschten umgehend einen wunderlichen Blick. Es war fast schon erstaunlich was für eine Auffassungsgabe ihr Sohn hatte, wenn er etwas so frisches schon registrierte.
,,Nein…" Jill stellte ihr Glas zurück auf den kleinen Betttisch, der zwischen ihnen drei stand und blickte in die hellen Augen ihres Kindes, ,,…Dein Dad und ich wollen nicht mehr streiten, wir wollen alles vergessen, okay?"
Das Kind nickte, hob dann jedoch den Kopf, als es an der Haustür unten klingelte und Bens Bellen ihnen in die Ohren drang.
Stutzig blickte Chris auf den Radiowecker seines Nachttisches: ,,Kurz nach halb acht, Samstagmorgen, wer um alles in der Welt klingelt Leute so früh aus dem Bett?" Missmutig blickte er drein, er wollte keine Störung, denn es war gerade so schön mit seiner Familie.
,,Ben, ist ja gut!…" Jill rief noch im gleichen Moment, versuchte den Hund zu beruhigen, der eifrig zur Schlafzimmertür huschte, mit dem Schwanz wedelte. Sie wollte aufstehen, doch Chris hielt sie zurück.
,,Ich geh mal nachsehen…" beschloss Chris, schwang sich aus dem Bett und zog seine Jeans über seine Boxershorts. Mit blankem Oberkörper und barfuss verließ er das Schlafzimmer gefolgt von seinem Hund…
Ben kläffte lauthals an der Haustür, während Chris die letzten Stufen der Treppe noch hinunter huschte. ,,Ist ja gut, mein Junge…" er schob den Rüden zur Seite, ,,…Mach mal deinem alten Herrn platz, ja?" Dann öffnete Chris die Tür und stockte in völliger Überraschung.
Nicht das winterliche Schneefallen setzte ihm so zu, sondern sein alter Freund. ,,Barry?!"
Müde und ausgelaugt stand der ältere Mann vor ihm, Traurig wirkten seine Augen: ,,Hey Chris…ich hoffe ich störe nicht."
Der Agent schüttelte den Kopf: ,,Nein, was ist denn los? Komm rein…"
,,…Das wäre wirklich gut…" Dankbar nickte Barry, klopfte sich die Schuhe vom Schnee ab und trat ein, ,,…Kathy hat mich nämlich vor die Tür gesetzt."
Chris, der gerade die Haustür wieder verschlossen hatte, drehte sich noch im selben Moment zu seinem Freund um. Er glaubte nicht recht gehört zu haben: ,,Was?!"
